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Verfahren zur Modernisierung einer Aufzugsgruppe - Dokument DE69210123T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69210123T2 19.09.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0523601
Titel Verfahren zur Modernisierung einer Aufzugsgruppe
Anmelder Kone Elevator GmbH, Baar, Zug, CH
Erfinder Ovaska, Seppo, SF-05830 Hyvinkää, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 69210123
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 13.07.1992
EP-Aktenzeichen 921119236
EP-Offenlegungsdatum 20.01.1993
EP date of grant 24.04.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1996
IPC-Hauptklasse B66B 1/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Modernisieren des Steuerungssystems einer Aufzuggruppe.

Die finnische Patentveröffentlichung Nr. 68797 (Ovaska et al) und die DE-C-35 09 223 zeigen ein Verfahren zum Modernisieren einer Aufzuggruppe. Stark vereinfacht kann das in diesen Druckschriften veröffentlichte Verfahren wie folgt beschrieben werden: Eine neue Gruppensteuerung wird in dem Maschinenraum installiert, um die alten Aufzugssteuerungen zu steuern, welche miteinander unter Verwendung von Anpassungscomputern verbunden werden. Danach werden die Steuerungsfunktionen der einzelnen Aufzüge in der Bank modernisiert, wobei jeweils immer nur ein Aufzug überholt wird. Zu diesem Zweck wird der Aufzug von der Gruppensteuerung getrennt, und sowohl die alten Funktionen des Aufzugs als auch der Anpassungscomputer werden mit einem neuen aufzugsspezifischen Satz von Steuerungsausrüstung ersetzt, wobei der Aufzug derart verbunden wird, daß er direkt unter der neuen Gruppensteuerung arbeitet. Die Veröffentlichung enthält ebenfalls eine ausführliche Beschreibung der an sich bekannten Technologie, welche hier nicht wiederholt wird. Stattdessen wird auf die genannte Patentveröffentlichung Bezug genommen.

Ein Artikel mit dem Titel "Overlays" von J. W. Fortune (Elevator World, September 1985) beschreibt die Überlagerungsmodernisierung in allgemeiner Weise. Der Artikel zeigt ebenfalls ein Konzept, bei dem die Modernisierung stufenweise unter Verwendung eines modularen Verfahrens durchgeführt wird. Jedoch basiert das Konzept auf einem Typ der Überlagerungstechnologie, der z.B. in der FI 68797 publiziert ist. Daher ist dieses Konzept gut geeignet für Fälle, in denen eine ausführliche Modernisierung komplett gleichzeitig ausgeführt wird. Dessen realistische Implementierung in einem vielstufigen modularen Modernisierungsprojekt würde jedoch einen großen Arbeits- und Kostenaufwand mit sich bringen. Dies liegt darin begründet, daß unter Verwendung der konventionellen parallelen Verkabelung ein beträchtlicher Aufwand an Installationsarbeit für die Verkabelung und temporären Verbindungen notwendig wäre. Der Artikel enthält ebenfalls eine Beschreibung eines Falles einer "konventionellen" Überlagerungsmodernisierung entsprechend den Prinzipien der Lösung gemäß der oben genannten Patentpublikation FI 68797.

Die DE-C 35 09 223 zeigt ein Verfahren zum Modernisieren des Steuerungssystems einer Aufzugbank, die dazu veranlaßt wird, unter aufzugsspezifischen Aufzugsteuerungen zu arbeiten, die Teil eines Steuerungssystems bilden, welches eine Gruppensteuerung umfaßt, bei der alle Steuerungen miteinander über einen seriellen Kommunikationsbus miteinander kommunizieren. Jedoch ist dieses Verfahren dazu konzipiert, die gesamte Steuerungseinheit zu überholen, was wiederum einen sehr kostenaufwendigen Schritt darstellt.

Die US-A-4,683,989 zeigt eine Steuerung für die Aufzugkommunikation, welche einen seriellen Kommunikationsbus aufweist, durch welchen alle Komponenten des Aufzugs miteinander verbunden sind, um unter einer zentralen Aufzugsteuerung zu arbeiten. Jedoch könnte dieser Steuerungstyp das Ziel einer Modernisierung sein. Diese Druckschrift zeigt keine Möglichkeiten für die Modernisierung eines Aufzugs entsprechend speziellen Bedürfnissen eines Kunden, der eventuell nicht alle modernisierbaren Aufzugkomponenten gleichzeitig austauschen will, weil dies einen sehr teueren und zeitaufwendigen Schritt darstellt.

Es ist daher Ziel der vorliegenden Erfindung, ein neues Verfahren bereitzustellen, welches eine größere Flexibilität hinsichtlich der Kundenwünsche aufweist, z.B. mit Bezug auf die Zusammensetzung oder den Zeitablauf des Modernisierungsprojekts und bei welchem gleichzeitig die Transportkapazität der Aufzugbank während der Installationsarbeit am Ort der Installation aufrechterhalten wird, oder welches es zumindest ermöglicht, daß Änderungen in der Transportkapazität zeitlich so gelegt werden, daß zeitweise Perioden einer geringeren Transportkapazität mit Perioden geringen Verkehrs zusammenfallen. Das Verfahren der Erfindung wird durch die Schritte des Anspruchs 1 definiert. Andere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Folgende Vorteile werden durch die Modernisierung einer Aufzuggruppe durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt:

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Modernisieren einer Aufzuggruppe ist sehr flexibel und kann daher unter Berücksichtigung der Erfordernisse durchgeführt werden, die von unterschiedlichen Startpunkten aus entstehen. Die Struktur der Aufzuggruppe, die während der Modernisierung erzeugt wird, und die intermodularen Verbindungstechniken sind derart ausgebildet, daß sie die praktische Möglichkeit bereitstellen, die Modernisierung in kleinen unabhängigen Modulen auszuführen und die funktionellen Module in einer fast beliebigen Reihenfolge zu installieren.

Die Modernisierung kann in flexibler Weise mit Bezug auf den Betrieb der Aufzugbank durchgeführt werden, weil die Modernisierung schrittweise unter Verwendung funktioneller Module voranschreitet, so daß bei der Modernisierung der einzelnen Aufzüge die Abschaltzeit für jeden Aufzug leicht auf sehr kurze Arbeitsperioden reduziert werden kann, welche auf Zeiten gelegt werden können, in denen der Bedarf an Transportkapazität gering ist. Die notwendigen Vorbereitungen können durchgeführt werden ohne einen großen Verlust der Transportkapazität zu verursachen, oder indem Arbeiten außerhalb des Installationsortes durchgeführt werden. In der Praxis kann der Fortschritt der Modernisierung durch das erfindungsgemäße Verfahren sehr oft so geplant werden, daß kein beträchtlicher Verlust der Servicequalität an irgendeinem Zeitpunkt der Arbeiten ersichtlich wird.

Das Unterteilen der Funktionen in intelligente unabhängige Funktionsmodule erlaubt es weiterhin, daß die Modernisierung in viele Schritte unterteilt wird, die durch Monate oder Jahre voneinander getrennt sein können. Daher können die für den Kunden aufgrund der Modernisierung anfallenden Kosten über einen längeren Zeitraum verteilt werden, und daher sind geringere Investitionen zu einem Zeitpunkt nötig, was die finanzielle Hürde der Modernisierungsinvestitionen senkt. In gleicher Weise kann der Kunde leicht den gewünschten Grad der Modernisierung auswählen, so daß z.B. nur problematische Teile des Systems modernisiert werden. Die Zusammensetzung der funktionalen Module wird detaillierter in Verbindung mit den Beschreibungen der Zeichnungen beschrieben, die die Erfindung darstellen.

Die aufzugsspezifischen Funktionen werden teilweise durch einen neuen Aufzugcomputer gesteuert, und die Funktionen des alten Systems werden durch eine einfache Anpassungseinheit gesteuert, welche zwischen den alten Systemsignalen und dem neuen Aufzugcomputer verwendet wird, um die eingehenden und ausgehenden Signale zu konvertieren. Daher ist nur die passive Adaptereinheit und die zur Verbindung mit dem alten System erforderliche Verkabelung temporäre Ausrüstung in diesem Modernisierungstyp, jedoch die gesamte restliche Arbeit und die gesamte restliche neue Ausrüstung sind Teil des Systems, das als Resultat der letztendlich beabsichtigten Gesamtmodernisierung erhalten wird.

Weil die Signalübertragung zwischen den modernisierten Teilen in dem System in serieller Form stattfindet und der größte Teil der temporären Verkabelung, der während der Installation erforderlich ist, mit der Anpassungseinheit verbunden ist, erlaubt die erfindungsgemäße Lösung offensichtliche ökonomische Vorteile mit Bezug auf die Verkabelungsarbeit. Weiterhin ist das Risiko von Verbindungsfehlern ebenfalls beträchtlich verringert, weil weniger Verkabelung erforderlich ist. Zusätzlich zu den Einsparungen im Arbeitsaufwand werden weitere Einsparungen bei den Materialkosten erreicht. Zum Beispiel war es in dem oben beschriebenen Fall der Modernisierung einer Bank von fünf Aufzügen, wie es in Verbindung mit dem Artikel von J.W. Fortune beschrieben ist, notwendig, eine Verkabelung über nahezu 60 aufzugsspezifische Eingangssignale und 13 aufzugsspezifische Ausgangssignale für jeden der Aufzüge vorzusehen und daneben noch ungefähr 30 gruppenspezifische Signale, was einem Gesamtaufwand von annähernd 400 verkabelten parallelen Signalen zwischen dem neuen und alten System bedeutet. Die Auftrennung des gesamten Modernisierungsprojekts in mehrere unabhängige Teilschritte würde die Anzahl der temporären Verkabelung weiter erhöhen. Wenn dagegen eine Aufzugbank, wie sie beispielsweise in dem Beispiel beschrieben ist, entsprechend der Erfindung modernisiert werden müßte, wobei die zu den Flurruf und Kabinenruf bezogenen Einrichtungen von Beginn an unter Verwendung von Aufzugkomponenten gehandhabt würden, die für serielle Kommunikation konzipiert sind, würde die Gesamtzahl der zu verkabelnden parallelen Signalen zwischen dem alten und dem neuen System im vorteilhaften Fall unter 200 liegen, das ist ungefähr die Hälfte der vorher erforderlichen Anzahl. Eine derartige Verringerung im Arbeitsaufwand bringt beträchtliche ökonomische Vorteile hinsichtlich Zeit- und Kostenaufwand mit sich und reduziert daneben das Risiko von Verbindungsfehlern, weil speziell bei einer kompletten Modernisierung, welches das finale Ziel darstellt, die Verkabelung zwischen dem alten und neuen System eine temporäre Lösung darstellt, die nur während der Modernisierung benotigt und schließlich wieder entfernt wird.

Weil das System einen seriellen Kommunikationsbus für ein lokales Netzwerk verwendet, ist es technisch sehr flexibel. Das Hinzufügen neuer Funktionen oder Komponenten zu einem zu modernisierenden Aufzugsystem oder bereits modernisierten Aufzugsystem durch dieses Verfahren ist sehr einfach. Zum Beispiel ist die einzige Notwendigkeit, um einen weiter entwickelten Lobbydetektor dem System hinzuzufügen, zusätzlich zum Installieren des Detektors selbst ein Update des Aufzugsteuerungsprogramms, das eine derartige Einrichtung unterstützt. Als Verfahren ähnelt das Verbinden einer neuen Einrichtung zu dem "Aufzugnetzwerk" der Verbindung einer Arbeitsstation zu dem lokalen Netzwerk eines Büros. Daher können auch Aufzugkomponenten mit dem System verbunden werden, die unterschiedliche technologische Generationen repräsentieren. Es ist nur erforderlich, daß sie nach dem in dem Bus gültigen Protokoll kommunizieren.

Die in intelligenten seriellen Kommunikationsnetzwerken verwendete Technologie hat bereits einen beträchtlich fortgeschrittenen Entwicklungsstand. Zum Beispiel sind zahlreiche Netzwerkstandards für Automobile entwickelt worden, z.B. A-Bus, CAN, VAN. Auch wenn die Erfindung diese Standards nicht vollständig nutzt, erlauben diese trotzdem die Verwendung umfangreicher Standardkomponenten, die für den Betrieb auch in schwierigen Ausrüstungsbedingungen konzipiert sind.

Weil die Gruppensteuerungsfunktionen mit dem System über ein serielles Kommunikationsnetzwerk verbunden sind, kann ein Backup-System, das zur Versorgung der Gruppenkontrollfunktionen konzipiert ist, leicht mit dem System verbunden werden und dessen Betrieb kann - falls notwendig - automatisiert werden. Ein derartiges Backup-System ist sehr zuverlässig im Betrieb.

Nachfolgend wird ein Anwendungsbeispiel der Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigen:

Fig. 1a und 1b den Fortschritt der Modernisierung im Fall bislang bekannter Modernisierungsverfahren;

Fig. 2 den Modernisierungsfortschritt im Fall der erfindungsgemäßen Modernisierung;

Fig. 3 ein teilweise modernisiertes Aufzug-Gruppensteuerungs system;

Fig. 4 ein anderes teilweise modernisiertes Aufzug-Gruppensteuerungs system;

Fig. 5 wiederum ein anderes teilweise modernisiertes Aufzug-Gruppensteuerungs system;

Fig. 6 ein komplett modernisiertes Aufzug-Gruppensteuerungssystem; und

Fig. 7 die Steuerungstafel eines Aufzugs in einer teilweise modernisierten Aufzuggruppe und ein entsprechendes modernisiertes Steuerungspaneel, beide in vereinfachter Darstellung.

Die Fig. 1a, 1b und 2 veranschaulichen die Prinzipien, nach denen unterschiedliche Modernisierungsverfahren von einem alten Aufzugsystem 1a, 1b und 1c zu einem komplett neuen Aufzugsystem 2a, 2b und 2c voranschreiten. Fig. 1a zeigt eine Alternative aus dem Stand der Technik, bei dem das Steuerungssystem der Aufzuggruppe komplett modernisiert wird, indem das alte System 1a direkt entfernt wird und ein neues System 2a an dessen Stelle gesetzt wird. In dieser Alternative können einige der Aufzüge während der Modernisierung arbeiten, jedoch ist die Transportkapazität der gesamten Bank beträchtlich reduziert. Fig. 1b zeigt den Modernisierungsfortschritt im Falle eines anderen Verfahrens nach dem Stand der Technik. Dies ist ein konventionelles Modernisierungsverfahren, basierend auf der Überlagerungsmodernisierung des Gruppensteuerungssystems, wie es in der finnischen Patentpublikation Nr. 68797 dargestellt ist. In diesem Fall wird zuerst das Gruppensteuerungssystem 3 renoviert und die alten Aufzugsteuerungssysteme werden mit dem neuen Gruppensteuerungssystem über Anpassungscomputer verbunden. In dieser Stufe ist das System ebenfalls mit einer Überwachungseinheit 4 verbunden. Die Aufzugsteuerungsfunktionen #1', ... #N' werden separat für jeden Aufzug modernisiert, jeweils immer nur für einen Aufzug, indem der Aufzug von dem Gruppensteuerungssystem 3 getrennt wird und die alten Steuerungsfunktionen und der Anpassungscomputer mit einem neuen aufzugspezifischen Satz einer Steuerungsausrüstung versehen werden, wonach der Aufzug wieder verbunden wird, um anschließend unter dem neuen Gruppensteuerungssystem 3 zu arbeiten.

Der Fortschritt der Modernisierung im Fall des modularen Modernisierungsverfahrens der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt. In diesem Verfahren besteht der erste Schritt in einer Überlagerungsmodernisierung des Gruppensteuerungssystems, wobei das neue Gruppensteuerungssystem 5 und die unter dessen Steuerung arbeitenden Aufzugcomputer, verbunden werden, um die Aufzüge zu steuern, die unter dem alten System arbeiten. Die Verbindung wird hergestellt, indem die Funktionen des alten Systems mit den Aufzugcomputern 6 über einfache passive 1/0-Adaptereinheiten gekoppelt werden. Gleichzeitig werden die Flurrufeinrichtungen 7 insgesamt renoviert, um diese für die serielle Kommunikation zu überarbeiten, und mit dem System wird eine Überwachungseinheit 8 verbunden. Nach der Renovierung der für die Gruppensteuerungsfunktionen wesentlichen Teile werden die aufzugspezifischen Steuerungsfunktionen #1, ... renoviert/gebildet, wobei immer nur ein Funktionsmodul 9, 10, 11, 12, 13 jeweils renoviert/gebildet wird. Prinzipiell legt dieses Verfahren keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Reihenfolge auf, in der funktionelle Module renoviert/gebildet werden. Stattdessen können sie in einer Reihenfolge renoviert/gebildet werden, die für den Fortschritt der Arbeit geeignet ist, was es ermöglicht, daß ein renoviertes System 2c in gewünschter Weise auf unterschiedlichen Wegen erhalten wird. Die aufzugspezifischen funktionellen Module sind nicht auf die oben beschriebenen begrenzt; ein mögliches zusätzliches Modul kann z.B. ein Bildschirm sein, der in der Aufzugkabine für die Wiedergabe von Informationen angeordnet wird, zusammen mit den damit verknüpften Funktionen. Zusätzlich zu den wesentlichen Funktionen der Gruppensteuerung kann das System ebenfalls andere gruppenspezifische Funktionen enthalten. Ein Beispiel solcher Funktionen ist die Überwachung des Aufzugvorraums mittels eines Lobbydetektors, wobei diese Funktion ein gruppenspezifisches Funktionsmodul darstellt. Zum Beispiel können bei einer Vollmodernisierung durch das erfindungsgemäße Verfahren die Türsteuerungsfunktion 9 und die Kabinentafel 10, welche Funktionen mit der Aufzugkabine verknüpft sind, zuerst renoviert werden. Die Aufzugmotorantriebe 11 werden danach renoviert und schließlich die Flursignaleinrichtungen 13 und die Aufzugsteuerungslogiksysteme 12. Prinzipiell erlaubt das Verfahren die freie Auswahl der Reihenfolge, in der die unterschiedlichen aufzugspezifischen Funktionen renoviert werden. Es wird jedoch in der Praxis angeraten sein, das Projekt in abgeschlossene Teilprojekte zu unterteilen, z.B. in der oben beschriebenen Weise.

Fig. 3 zeigt ein System, bestehend aus einer Gruppensteuerung 5 und damit verbundenen Aufzugcomputern 6. Die Figur zeigt zwei der aufzugspezifischen Systemteile. Typischerweise ist die Anzahl der Systemteile gleich der Anzahl der Aufzüge in der Bank. Das System enthält ebenfalls eine Überwachungseinheit 8, welche verwendet wird, den Status der Aufzugbank zu überwachen und deren Funktionen zu steuern. Das System enthält weiter renovierte Flurrufeinrichtungen 7, die über einen seriellen Kommunikationsbus 14 mit der Gruppensteuerung 5 verbunden sind. Diese Systemeinrichtung, umfassend die Aufzugcomputer 6 und die Gruppensteuerungsfunktion 5 und vorzugsweise auch die Flurrufeinrichtung 7 und eine Überwachungseinheit, 8 bildet in der Überlagerungsstufe der Modernisierung den zentralen Teil des neuen in der Aufzuggruppe zu installierenden Steuerungssystems. Wenn die Modernisierung lediglich auf die Renovierung dieser zentralen Funktionen abstellt, dann werden die in dem alten System existierenden aufzugspezifischen Steuerungsfunktionen 15 direkt mit den Aufzugcomputern 6 des neuen Systems mittels Adapter oder Anpassungseinheiten 16 verbunden.

Die Fig. 4 und 5 zeigen bestimmte Alternativen einer teilweisen Modernisierung. Die renovierten Teile arbeiten unter der Steuerung der Aufzugcomputer 6, die mit diesem über einen aufzugspezifischen Datentransferbus 17 kommunizieren. Der Rest 15 der alten Systemfunktionen wird durch die neuen Aufzugcomputer 6 über eine Adaptereinheit 16 gesteuert. Dieser verbleibende Teil der Funktionen 15 zusammen mit den renovierten Teilen bildet ein teilweise modernisiertes Funktionsmodul. Im Falle der Fig. 4 sind einige der mit der Aufzugkabine verknüpften Funktionen modernisiert worden, indem funktionelle Module 9 gebildet wurden (Türsteuerung) und 10 (Kabinenrufeinrichtung) und darauf bezogene Funktionen renoviert wurden. Im Falle der Fig. 5 ist ein funktionelles Modul 11 gebildet worden, indem die Steuerungsfunktionen des Hebemotors renoviert wurden.

Fig. 6 zeigt ein vollmodernisiertes System. Die Funktionen des Steuerungssystems der Aufzuggruppe werden durch aufzugspezifische intelligente Funktionsmodule 9, 10, 11, 12 und 13 gehandhabt. Die funktionellen Module werden aus Aufzugkomponenten gebildet, die über die Möglichkeit der seriellen Kommunikation verfügen. Die aufzugspezifischen Funktionsmodule kommunizieren in einem seriellen Kommunikationsnetzwerk 17 eines lokalen Netzwerks und empfangen die Ansteuerungsinstruktionen von dem Aufzugcomputer 6, der deren Betrieb koordiniert. Eine Einheit 18, die eine Schnittstelle für den Sicherheitskreis des Aufzugs enthält, und andere elektrische Funktionen kommunizieren mit dem Aufzugcomputer über ein Parallel-Interface, welches während der teilweisen Modernisierungsstufen von der Adaptereinheit 16 verwendet wurde und als Verbindung dient, über welche die neuen Aufzugcomputer das alte Aufzugkontrollsystem steuerten.

Der obere Abschnitt der Fig. 7 zeigt eine vereinfachte Aufzugsteuerungstafel 19a, mit einem Aufzugcomputer 6 und einer passiven I/O-Adaptereinheit 16. Alle Signale zwischen dem alten Steuerungssystem und dem neuen Aufzugcomputer werden mit der I/O-Adaptereinheit 16 verbunden, welche als Konverter zwischen den eingehenden und ausgehenden Signalen des alten Systems arbeitet. Die Adaptereinheit ist über ein Flachkabel 20 mit einem parallelen I/O-Port des Aufzugcomputers verbunden. Bezüglich der eingehenden Signale bewirkt die Adaptereinheit eine galvanische Entkopplung, filtert die Signalspannungen und paßt sie auf einen Wert an, der als Eingangssignal für den Aufzugcomputer 6 geeignet ist. Hinsichtlich der Ausgangsspannungen übernimmt der Adapter die Übertragung der alten Systemsignale weiterhin, wie sie von dem Aufzugcomputer instruiert wurden. Generell vollzieht sich auch eine galvanische Entkopplung und eine Spannungsanpassung.

Der untere Abschnitt der Fig. 7 zeigt die Steuertafel 19b eines Aufzugs, der die Stufe der kompletten Modernisierung erreicht hat. In einem komplett modernisierten Steuerungssystem werden zwischen dem alten und neuen Steuerungssystem kein I/O-Adapter benötigt. Daher ist die Adaptereinheit von der Steuertafel entfernt und durch eine elektromechanische Verbindungsbasis 21 ersetzt worden, welche für die Stromversorgung des Aufzugs verwendet wird und eine Schnittstelle für einen Sicherheitskreis aufweist. Die Verbindungsbasis 21 enthält zentrale elektromechanische Komponenten (Relais, Kontakte, Transformatoren, Verbindungsblöcke, Schalter, Sicherungen, etc.), die von der Sicherheitsschaltung und von der Stromversorgung des Aufzugs benötigt werden.

Wenn das erfindungsgemäße Modernisierungsverfahren angewandt wird, vollzieht sich die Modernisierung des Steuerungssystems einer Aufzugbank z.B. in der nachstehend beschriebenen Weise.

Das neue Steuerungssystem, das die Aufzugsteuerungssysteme für jeden Aufzug umfaßt, das Gruppensteuerungssystem für die Aufzugbank und eine Systemüberwachungseinheit werden in den Maschinenraum installiert.

Für jeden Aufzug werden die aufzugspezifischen Steuerungssignale, die von dem alten System produziert/benötigt werden, mit einer I/O-Adaptereinheit verbunden, welche die Signale zwischen dem alten und neuen Aufzugsystem überträgt und soweit notwendig konvertiert. Hier werden auch die Flursignaleinrichtungen und Flurruffunktionen geändert, so daß sie an das neue System angepaßt sind.

Die oben beschriebene Überlagerungsstufe, während der die zentralen neuen Aufzug- und Gruppensteuerungsfunktionen geschaffen und eingeführt werden, umfaßt ebenfalls die Bildung notwendiger Konditionen, um zu ermöglichen, daß die mit der Aufzugsteuerung verknüpften verbleibenden Funkionen so modernisiert werden können, daß lediglich ein funktionelles Modul nach dem anderen modernisiert wird.

In der nächsten Stufe des Modernisierungsverfahrens werden unabhängige Funktionsmodule gebildet, die unter der Steuerung des neuen Steuerungssystems arbeiten. Diese Module können z.B. aufzugspezifisch sein, z.B. Türsteuerungssysteme, Motorantrieb des Aufzugs, Kabinentafel, oder sie können gruppenspezifisch sein, z.B. Lobbydetektoren und bestimmte Signaleinrichtungen. Die alten Funktionen, die den aktivierten neuen Funktionen entsprechen, werden abgeschaltet.

Bei der vollen Modernisierung befinden sich schließlich alle Aufzugfunktionen unter der Steuerung des neuen Steuerungsysterns, so daß die I/O-Adaptereinheit nicht länger benötigt wird. Eine elektromechanische Funktionseinheit mit einer Schnittstelle für eine Sicherheitsschaltung und andere Funktionen der Stromversorgung wird anstelle der Adaptereinheit verbunden.

Es ist für den Fachmann offensichtlich, daß unterschiedliche Ausführungsbeispiele der Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Beispiele beschränkt sind, sondern stattdessen innerhalb des Schutzbereichs der nachfolgenden Ansprüche variieren können.

Zum Beispiel kann das Gruppensteuerungssystem in einer der Aufzugsteuerungscomputer vorgesehen werden. Die Aufzugsteuerungscomputer sind mit einem seriellen Bus verbunden und eine Backup-Gruppensteuerungsfunktion kann leicht in irgendeinem der anderen Aufzugsteuerungscomputer oder auch in allen implementiert werden, falls dies gewünscht ist.

In den oben gezeigten Beispielen hat das System separate serielle Kommunikationsnetzwerke für die Gruppensteuerung und für jeden Computer. Jedoch können speziell in kleinen Aufzugbänken und in niedrigen Gebäuden, in denen die Anzahl der anzuschließenden Einrichtungen gering ist, die Gruppensteuerungssignale und die aufzugspezifischen Steuerungssignale über ein gemeinsames serielles Kommunikationsnetzwerk übertragen werden.

Prinzipiell kann die Modernisierung unterschiedlicher Funktionen der einzelnen Aufzüge durchgeführt werden, indem die Funktionsmodule separat in einer beliebigen Reihenfolge modernisiert werden. Jedoch ist es in der Praxis oft angeraten, einen Aufzug oder ein bestimmtes Subsystem, wie z.B. die mit der Aufzugkabine verknüpften Funktionen, gleichzeitig zum geplanten Grad der Modernisierung zu modernisieren.

Selbstverständlich können die zu modernisierenden Untereinrichtungen mechanische oder elektromechanische Aufzugkomponenten umfassen, die zu einer seriellen Kommunikation nicht in der Lage sind und daher außerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung bleiben. Es ist jedoch vorzuziehen, derartige Komponenten genauso in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Modernisierung zu renovieren.

Es ist weiterhin für den Fachmann offensichtlich, daß, obwohl die Adaptereinheit im Falle vieler Signale lediglich als Entkopplungs- oder als Spannungsanpassungseinrichtung arbeitet, diese in einigen Fällen auch als Detektor eines eingehenden Signals arbeiten oder in einer vordefinierten Weise ein Ausgangssignal auf ein Kommando von dem Aufzugcomputer generieren kann. Weiterhin ist es offensichtlich, daß bestimmte Details wie z.B. die Flachbandverbindung zwischen dem Aufzugcomputer und der Adaptereinheit nicht wesentlich für die Erfindung sind, sondern in jeder anderen Weise realisiert werden können.

Obwohl das Verfahren der Erfindung einen Handlungsweg vorschlägt, der zu einem komplett modernisierten Aufzugsystem führt, ist das Verfahren auch extrem flexibel bei der Implementierung unterschiedlicher Teilmodernisierungen. Diese umfassen z.B.:

- Modernisierung der Gruppensteuerung, wobei die Leistung und Zuverlässigkeit des Gruppensteuerungssystems verbessert werden und welches eine Renovierung der Rufverteilungsalgorithmen und Flurrufeinrichtungen und möglicherweise die Hinzufügung von Passagier-Detektoren zu dem System umfaßt;

- Modernisierung der Aufzugkabinen umfassend die Renovierung der Türsteuerungen und Kabinenruftafeln und möglicherweise die Installation eines Informationsschirms in der Kabine;

- Modernisierung der Leistung, welche zusätzlich zur Gruppensteuerungsmodernisierung die Modernisierung des Aufzugmotorantriebs und der Türsteuerungssysteme umfaßt, wobei die Fahrzeiten und die Standzeiten an den Fluren abgekürzt werden, wodurch die Transportkapazität erhöht wird;

-Modernisierung der Flurausrüstung, umfassend die Renovierung der Flurrufeinrichtungen und der Signalisierungssysteme und möglicherweise die Installation von Informationsbildschirmen, wobei die funktionelle Qualität der Lobby verbessert wird und ein positiver Einfluß auf den durch diese geschaffenen Eindruck erreicht wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Modernisieren des Steuerungssystems einer Bank von Aufzügen, wobei die aufzugspezifischen Steuerungsfunktionen der Aufzugbank dazu veranlaßt werden, unter aufzugspezifischen Aufzugsteuerungen (6) eines Steuerungssystems zu arbeiten, welches eine Gruppensteuerung umfaßt und welches mittels zumindest eines seriellen Kommunikationsbusses (14) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet,

daß die aufzugspezifischen Funktionen der Aufzüge in der Bank modernisiert werden, indem ihre alten Funktionen erneuert werden und/oder indem neue Funktionen zu den Steuerungsfunktionen hinzugefügt werden, jedoch immer nur ein Funktionsmodul (9,10,11,13) gleichzeitig, wobei ein Funktionsmodul (9,10,11,12,13) aus einer oder mehreren Aufzugkomponenten gebildet ist, die mit einem seriellen Kommunikationsbus (17) verbindbar sind, wobei die Modernisierung zumindest die folgenden Schritte umfaßt:

a) ein Aufzugsteuerungscomputer (6) wird angeschlossen, um die Funktionen jedes Aufzugs in der Aufzugbank zu steuern;

b) die Steuerung des alten Steuerungssystems jedes Aufzugs oder zumindest des Teils des alten Systems, welches im Betrieb verbleibt, wird über eine Adaptereinheit (16) durchgeführt, die zwischen dem Aufzugcomputer (6) und dem alten Steuerungssystem (15) angeordnet ist,

c) jeder Aufzugsteuerungscomputer (6) wird mit dem seriellen Kommunikationsbus (14) verbunden, über welchen auch der Computer kommuniziert, auf dem die Gruppensteuerung in der Aufzugbank implementiert ist, was es jedem Aufzugsteuerungssystem ermöglicht, unter dem Gruppensteuerungsystem zu arbeiten;

d) eine Überwachungseinheit (8) wird mit dem Steuerungssystemverbunden; und

e) die aufzugspezifischen Funktionen werden modernisiert, wobei immer nur ein Funktionsmodul (9,10,11,12,13) gleichzeitig modernisiert wird, indem mit dem Aufzugsteuerungscomputer (6) eine oder

mehrere zur seriellen Kommunikation fähigen Aufzugkomponenten verbunden werden, welche Komponenten das Funktionsmodul bilden, und die mögliche korrespondierende Funktion des alten Steuerungssystems, welche über die Adaptereinheit (16) gesteuert wurde, entfernt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

a) ein neues Steuerungssystem in der Aufzugbank installiert wird, welches System eine Gruppensteuerung (5) für die Aufzugbank, einen Aufzugcomputer (6) mit einer Aufzugsteuerung für jeden der Aufzüge in der Bank und Adaptereinheiten (16) umfaßt, welche eine Verbindung bereitstellen, die es dem Aufzugcomputer (6) ermöglicht, die Steuerungsfunktionen des alten Systems (15) jedes Aufzuges zu steuern;

b) die aufzugspezifischen Steuerungsfunktionen (15) des alten Systems werden mit einer Adaptereinheit (16) verbunden, welche die Signale zwischen dem alten und neuen Aufzugsystem überträgt, und falls notwendig, umwandelt;

c) die Steuerung der Aufzüge wird dem neuen Gruppensteuerungssystem (5) unterstellt;

d) ein aufzugspezifisches Funktionsmodul (9,10,11,12,13) des neuen Steuerungssystems wird für die Installation ausgewählt;

e) die Steuerung der dem ausgewählten Modul entsprechenden alten Funktionen über die Adaptereinheit (16) wird unterbrochen und/oder die alten Funktionen oder die Ausrüstung, die diese ausführen, werden abgeschaltet;

f) eine Aufzugkomponente/Aufzugkomponenten fähig zur Kommunikation über einen seriellen Kommunikationsbus (17), welche das ausgewählte Funktionsmodul (9,10,11,12,13) bilden, wird/werden angeschlossen, so daß sie unter dem neuen Steuerungssystem arbeiten, welche Komponente (n) konfiguriert wird/werden, um durch den fraglichen Aufzugcomputer (6) gesteuert zu werden,

g) die Schritte d), e) und f) werden wiederholt, bis alle Aufzüge in der Aufzugbank bis zur gewünschten Stufe modernisiert worden sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adaptereinheit (16) mit dem Aufzugcomputer über ein Parallel-Interface (20) verbunden wird, und daß die Adaptereinheit (16) verwendet wird, um die parallelen I/O-Signale zwischen dem Aufzugcomputer (6) und dem alten Aufzugsystem (15) in eine Form zu übertragen, die an das empfangende System angepaßt ist.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein gruppenspezifisches Funktionsmodul mit dem neuen Steuerungssystem verbunden wird.







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