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Dokumentenidentifikation DE19509813A1 26.09.1996
Titel Verfahren zur Herstellung eines Aufnahmesubstrats
Anmelder Kastaun, Günter, 24811 Owschlag, DE;
Broux, Hubert, 24211 Schellhorn, DE;
Käther, Hans Jürgen, 24340 Windeby, DE;
Teuschler, Hans-Joachim, Dr.rer.nat.habil., 13187 Berlin, DE
Erfinder Teuschler, Hans-Joachim, Dr.rer.nat.habil., 13187 Berlin, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Anmeldedatum 22.03.1995
DE-Aktenzeichen 19509813
Offenlegungstag 26.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.1996
IPC-Hauptklasse B01J 20/30
IPC-Nebenklasse B01J 20/24   
IPC additional class // C02F 1/52,1/28,E02B 15/00  
Zusammenfassung Herstellung eines Aufnahmesubstrats zur Reinigung verschmutzter Medien durch Erzeugen eines Substratmaterials durch hochtouriges Abschleifen von Material aus einem Kompaktstück mit Hilfe einer Schleifenwalze, Verbinden der entstandenen Substratteilchen mit wenigstens einem die Klebehaftung verringernden oxidischen Zusatz an ihrer Oberfläche, und Einarbeitung eines organischen, geschlossenporigen Trennmittels auf die Oberflächen der Substratteilchen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aufnahmesubstrats nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Aufnahmesubstrate werden zur Reinigung verschmutzter Medien, speziell zur Reinigung von Oberflächengewässern und Böden verwandt. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um ein Adsorptions-, Koagulations- und/oder Flockungsmittel für flüssige Kohlenwasserstoffe der Gruppen Paraffine, Olefine, Naphthene und Aromaten und deren Modifikanten. Die Anwendung liegt auf den Gebieten des Umweltschutzes, der Erhaltung der Biotope und der Vermeidung menschlicher Gesundheitsrisiken.

Die Aufnahmesubstrate, insbesondere Gummisubstrate sollen eine Dichte besitzen, die sich erheblich von der des zu reinigenden Mediums unterscheidet.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Aufnahmesubstrates zu schaffen, das eine sehr geringe Dichte aufweist und ökologisch verträglich ist.

Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruches gelöst. Der Unteranspruch nennt ein besonders vorteilhaftes Trennmittel.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird durch Zugabe von klebungsverhindernden Mitteln in Form von anorganischen Oxiden wie Talkum und Magnesia die Transportkapazität erhöht, sowie die Kompressionsfähigkeit des Substratverbundes vergrößert.

Insbesondere ist die Formgestaltung der Gummisubstratteilchen dadurch optimiert, daß sie durch Anlagerung eines Stoffes mit geschlossenen Poren, der im weiteren als "Trennmittel" bezeichnet wird und in dem Gase enthalten sind, die den Auftrieb des Gummisubstrates in Wasser auch dann garantieren, wenn z. B. "schwere Heizöle" oder Organika mit einer Dichte großer 1 durch das Gummisubstrat gebunden werden sollen.

Durch den Ersatz der in der "wahren Dichte" höher als Wasser liegenden oxidischen Trennmittel durch einen spezifisch wesentlich leichteren effektiveren und billigeren Stoff werden etwaige, die Substratteile vergrößernde Anlagerungen von anorganischen Oxiden wie Talkum oder Magnesium ausgeglichen. Dadurch, daß das Trennmittel seinerseits ebenfalls eine gute Adsorptionsfähigkeit gegenüber den zu adsorbierenden Schadstoffen aufweist, ergibt sich ein synergistischer Effekt.

Weiter wird durch den Einsatz eines Trennmittels auch dann die Auftriebswirkung des Adsorbens/Adsorbatverbundes aufrecht erhalten, wenn Tenside auch in hoher Konzentration aus natürlichen oder künstlichen Quellen anwesend sind. Die umweltschädigende Sedimentation der Koagulate und Flockungen dieses Verbundes wird damit vermieden.

Weiter wird durch den Einsatz eines absolut umweltfreundlichen Trennmittels jegliche Wechselwirkung mit Wasser oder im Boden befindliches Wasser, wie etwa chemischen Reaktionen oder PH-Wert-Veränderungen, verhindert. Mögliche biogene Abbaureaktionen werden jedoch nach wie vor zugelassen und erforderlichenfalls kann eine katalytische Wirkung zum biogenen Abbau der Adsorbate hinzugefügt werden.

Als natürlicher nachwachsender Rohstoff bietet sich an, den Gummisubstraten in Puderform adsorptiv Korkeichenrinde (quercus suber) hinzuzufügen. Durch maschinelles adsorptives Einarbeiten kann dieses fest an das Gummisubstrat gebunden werden.

Die hervorragende Einsatzfähigkeit von Kork in Wasser und die Umweltverträglichkeit ist durch die Verwendung in der Wasserwirtschaft (Auftriebskörper) und in der Getränkeindustrie (Flaschenverschlüsse) belegt.


Anspruch[de]
  1. 1. Zur Herstellung eines Aufnahmesubstrats zur Reinigung verschmutzter Medien, gekennzeichnet durch
    1. - Erzeugen eines Substratmaterials durch hochtouriges Abschleifen von Material aus einem Kompaktstück mit Hilfe einer Schleifenwalze,
    2. - Verbinden der entstandenen Substratteilchen mit wenigstens einem die Klebehaftung verringernden oxidischen Zusatz an ihrer Oberfläche, und
    3. - Einarbeitung eines organischen, geschlossenporigen Trennmittels auf die Oberflächen der Substratteilchen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Trennmittel Korkpuder ist.






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