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Dokumentenidentifikation DE19510132A1 26.09.1996
Titel Flächenelement zur Bildung großer Informationsflächen
Anmelder Kürten, Lothar, 40670 Meerbusch, DE
Erfinder Kürten, Lothar, 40670 Meerbusch, DE
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 21.03.1995
DE-Aktenzeichen 19510132
Offenlegungstag 26.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.1996
IPC-Hauptklasse G09B 29/02
IPC-Nebenklasse G09F 1/00   
Zusammenfassung Um ein Flächenelement bereitzustellen, welches mit gleichartigen Flächenelementen rand- bzw. fugenlos zu einer großen Informationsfläche verbindbar ist, wobei die Verbindung lösbar aber soweit schlüssig ist, daß die Flächenelemente auch über eine größere Fläche zusammenhalten und die gesamte Informationsfläche noch gehandelt werden kann, wird ein Flächenelement 1 vorgeschlagen, welches insbesondere zur Bildung großer Informationsflächen mit gleichartigen Flächenelementen 1 verbindbar ist, mit einer im wesentlichen rechteckigen Informationsfläche 2, die an allen Rändern jeweils wenigstens ein streifenförmiges Verbindungsstück 3, 5, 10 und jeweils wenigstens einen Einsetzbereich 4, 6, 9 für ein Verbindungsstück eines benachbart anzuordnenden Flächenelementes 1 der gleichen Art aufweist, wobei an sich gegenüberliegenden Rändern auch Einsetzbereiche und Verbindungsbereiche sich gegenüberliegend ausgebildet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Flächenelement, welches insbesondere zur Bildung großer Informationsflächen mit gleichartigen Flächenelementen verbindbar ist.

Großflächige Informationsflächen werden für unterschiedlichste Zwecke verwendet. Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden darunter Schnittmuster, Landkarten und dergleichen verstanden, bei welchen über sehr große Flächenbereiche Informationen angeordnet werden. Es ist bekannt, die Informationsflächen einstückig auszubilden, beispielsweise zu bedrucken und dann zusammen zu legen. So gibt es beispielsweise im Landkartenbereich Faltpläne. Es ist auch bekannt, großflächige Informationsflächen zu zerteilen und in einer bestimmten Ordnung in einem Buch oder Heft anzuordnen. Will man eine Informationsfläche aufbauen, die nicht auf übliche Druckformate paßt oder den Flächenrahmen des jeweiligen Informationsmediums sprengen würden, so müßte man einzelne Flächenelemente aneinanderlegen. Üblicherweise weisen jedoch alle Flächenelemente zusätzliche Informationsbereiche auf, sogenannte Legenden, und lassen sich nicht ohne weiteres rand- bzw. fugenlos zusammensetzen, um durch eine Erweiterung der Informationsfläche eine gute Übersicht zu erhalten.

Neben der mangelnden Erweiterbarkeit weisen vorbekannte Informationssysteme auch den Nachteil auf, daß bei Detailänderungen in der Regel Änderungen großer Informationsflächeneinheiten erforderlich sind, so daß sich beispielsweise Seekartendienste, Luftkartendienste und dergleichen herausgebildet haben.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Flächenelement bereitzustellen, welches mit gleichartigen Flächenelementen rand- bzw. fugenlos zu einer großen Informationsfläche verbindbar ist, wobei die Verbindung lösbar aber soweit schlüssig ist, daß die Flächenelemente auch über eine größere Fläche zusammenhalten und die gesamte Informationsfläche noch gehanhabt werden kann.

Zur technischen Lösung dieser Aufgabe wird ein Flächenelement, welches insbesondere zur Bildung großer Informationsflächen mit gleichartigen Flächenelementen verbindbar ist, vorgeschlagen, mit einer im wesentlichen rechteckigen Informationsfläche, die an allen Rändern jeweils wenigstens ein streifenförmiges Verbindungsstück und jeweils wenigstens einen Einsetzbereich für ein Verbindungsstück eines benachbart anzuordnenden Flächenelementes der gleichen Art aufweist, wobei an sich gegenüberliegenden Rändern auch die Einsetzbereiche und die Verbindungsstücke sich gegenüberliegend ausgebildet sind.

Das erfindungsgemäße Flächenelement weist also einen Informationsbereich in Form einer rechteckigen Fläche auf. Es besteht in der Regel aus bedrucktem Papier, Karton, Photopapier oder dergleichen. Die Fläche hat an allen Rändern streifenförmige Verbindungsstücke und Einsetzbereiche für solche Verbindungsstücke. Dadurch, daß an sich gegenüberliegenden Rändern einem Verbindungsstück jeweils ein Einsetzbereich gegenüberliegt, bedeutet dies, daß ein gleichartiges Flächenelement mit seinem oberen Rand fugenlos und schlüssig an den unteren Rand eines entsprechenden Flächenelementes ansetzbar und durch das Verkrallen der Verbindungsstücke unterhalb der Informationsflächen eine schlüssige Verbindung herstellbar ist.

Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung sind an jeweils zwei zueinander benachbarten Rändern der Informationsfläche die Verbindungsstücke und die Einsatzbereiche jeweils an gleichen Randpositionen angeordnet. Durch diese Maßnahme werden die Ränder diagonalsymmetrisch, das heißt zwei benachbarte Ränder sind gleichartig ausgebildet. Im Zusammenwirken mit der Hauptforderung, daß an sich gegenüberliegenden Rändern auch Einsetzbereiche und Verbindungsstücke gegenüberliegen, werden somit zwei Ränder ausgebildet, die jeweils ineinander passen. Somit kann das Flächenelement mittels gleichartiger Flächenelemente, welche gleich ausgerichtet sind, in jeder Richtung schlüssig ergänzt werden, ohne daß Fugen oder Randlücken verbleiben.

In vorteilhafter Weise bestehen die Einsetzbereiche aus einer Aussparung. Im einfachsten Fall ist es denkbar, daß an einem Rand zinnenartig streifenförmige Vorsprünge ausgebildet sind. An dem gegenüberliegenden Rand sind an den gleichen Stellen des Randes Aussparungen ausgebildet. Somit lassen sich die Randbereich ineinander verschachteln und die streifenförmigen Verbindungsstücke unter die Informationsfläche des jeweils benachbarten Flächenelements schieben.

Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Einsetzbereiche durch am Rand der Informationsfläche ausgebildete Schlitze gebildet sind. In diese Schlitze lassen sich die Verbindungsstücke des jeweils benachbarten Flächenelementes einschieben und gelangen somit ebenfalls unter die Informationsfläche des Nachbarelementes.

Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung ist die Informationsfläche quadratisch ausgebildet. In vorteilhafter Weise hat sie eine Kantenlänge von 20 cm und einen Rand von etwa 2 cm Breite. Der besondere Vorteil dieser Formate ist, daß in einem der Ränder beispielsweise Löcher ausgebildet sein können, um die Flächenelemente in einem herkömmlichen Heftersystem anordnen zu können. Auch sind die Ränder breit genug, um Informationen aufnehmen zu können. Da ja auch beim Aufbau großflächiger Informationsflächen an den Außenrändern immer die Randbereiche der Flächenelemente freiliegen, können hier Legendeninformationen angeordnet werden.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung ist auf der Informationsfläche ein Landkartenbereich aufgebracht. Dieser kann beispielsweise durch Drucken, fotografisch oder sonstwie aufgebracht sein. Das Landkarten-Flächenelement läßt sich dann durch gleichartige Elemente in beliebiger Richtung erweitern. Darüber hinaus können auch große Landkarten leicht aktualisiert werden, indem nur die jeweils von Änderungen betroffenen Flächenelemente ausgetauscht werden. Schließlich ist es möglich, beliebige Bereiche einer großflächigen Karte zu Übersichtszwecken zusammenzulegen und die einzelnen Flächenelemente anschließend wieder übereinander zu stapeln und abzuheften. Man hat somit ein kleines Transportmaß und ein nahezu beliebig großes Überblicksmaß. Mit besonderem Vorteil wird vorgeschlagen, daß der Kartenmaßstab 1 : 5000 ist. Der besondere Vorteil dieses Vorschlages in Kombination mit den oben genannten Dimensionierungen besteht darin, daß eine sogenannte Kilometerbildkarte auf jedem einzelnen Flächenelement erzeugt wird. Der jeweils dargestellte Quadratkilometer läßt sich leicht aktualisieren und vor allem auch bezüglich der Flächeninformationen prozentual leicht auswerten, da die Fläche des einzelnen Kartenflächenelementes 100 ha mißt. Ist etwa die Hälfte der dargestellten Fläche bewaldet, so läßt sich dies auch mit einer einfachen 50%-Angabe darstellen. Darüber hinaus können die Kartenflächenelemente, die jede für sich eine handliche Größe aufweisen, in handelsüblichen Ordnern abgeheftet werden.

Das erfindungsgemäße Flächenelement läßt sich leicht handhaben und läßt sich leicht mit gleichartigen Flächenelementen zu großen Informationsflächen von nahezu beliebiger Größe zusammenstecken. Das Zusammenstecken erfolgt dabei randlos, so daß sich eine beliebig große fugenlose Informationsfläche erstellen läßt.

Derartige Informationsflächen sind beispielsweise für Planungen besonders geeignet, sei es daß es sich um landschaftsbezogene oder architektonische Planungsaufgaben handelt, um Transport- und Bewegungsvorhaben, Manöver und dergleichen.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Flächenelementes;

Fig. 2 eine Darstellung miteinander verbundener Flächenelemente;

Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Flächenelement und

Fig. 4 eine Ansicht einer mittels Flächenelementen aufbaubaren Informationsfläche.

Bei den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Flächenelementen 1 handelt es sich um rechteckige, im gezeigten Ausführungsbeispiel quadratische Informationsflächen 2, die an allen Rändern mit Verbindungsstücken 3, 5 bzw. Einsetzbereichen 4, 6 versehen sind. An sich gegenüberliegenden Rändern liegen sich auch jeweils Verbindungsstücke und Einsetzbereiche gegenüber. An jeweils benachbarten Rändern sind die Verbindungsstücke bzw. die Einsetzbereiche an gleichen Randpositionen ausgebildet. Bei den Verbindungsstücken 3, 5 handelt es sich um im wesentlichen streifenförmige Stege, die am Randbereich ausgebildet sind. Die Einsetzbereiche 4, 6 sind Aussparungen, in welche die Stege einsetzbar sind. Wie in Fig. 2 gezeigt, werden die Flächenelemente 1 zusammengesetzt, so daß sich jeweils die Verbindungsstücke 3, 5 unter die Informationsfläche 2 des jeweils benachbarten Elementes schieben. Die Informationsflächen 2 lassen sich somit fugenlos aneinander legen, wobei die Flächenelemente 1 dennoch schlüssig miteinander verbunden sind.

Ein alternatives Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 gezeigt, wo die Randbereiche 7, 8 mit Schlitzen 9 versehen sind, in welche sich die Einschubstreifen 10, die an den beiden anderen benachbarten Rändern ausgebildet sind, einschieben lassen. In die Einschubstreifen 10 des in Fig. 3 gezeigten linken Randes sind Löcher 11 ausgebildet, so daß sich das Flächenelement abheften läßt. Die Randbereiche 7 und 8 dienen der Aufnahme von Informationen, beispielsweise von Koordinaten, Ortsangaben, Maßstabsangaben, Flächenauswertungshinweisen und dergleichen.

In Fig. 4 ist übersichtsweise ein Ausführungsbeispiel für eine Informationsfläche dargestellt, die aus 25 Flächenelementen aufgebaut ist. Es lassen sich bekannte Planquadratsangaben verwenden, so daß die aus den Flächenelementen gebildete Karte in an sich bekannter Weise verwendet werden kann.

Die Informationsflächen sind ihrerseits mit Strichkarten, Luftaufnahmen oder dergleichen versehen, so daß sich sehr detaillierte Großkarten ausbilden lassen. Andern sich Details, so brauchen nur die einzelnen Flächenelemente berichtigt und ggf. ausgetauscht zu werden. Es läßt sich somit ein Nachführsystem bilden.

Bezugszeichenliste

1 Flächenelement

2 Informationsfläche

3 Verbindungsstück

4 Einsetzbereich

5 Verbindungsstück

6 Einsetzbereich

7 Randbereich

8 Randbereich

9 Schlitz

10 Einschubstreifen

11 Loch


Anspruch[de]
  1. 1. Flächenelement (1), welches insbesondere zur Bildung großer Informationsflächen mit gleichartigen Flächenelementen (1) verbindbar ist, mit einer im wesentlichen rechteckigen Informationsfläche (2), die an allen Rändern jeweils wenigstens ein streifenförmiges Verbindungsstück (3, 5, 10) und jeweils wenigstens einen Einsetzbereich (4, 6, 9) für ein Verbindungsstück eines benachbart anzuordnenden Flächenelementes (1) der gleichen Art aufweist, wobei an sich gegenüberliegenden Rändern auch Einsetzbereiche und Verbindungsbereiche sich gegenüberliegend ausgebildet sind.
  2. 2. Flächenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jeweils zwei zueinander benachbarten Rändern der Informationsfläche (2) die Verbindungsbereiche und die Einsetzbereich an gleichen Randpositionen angeordnet sind.
  3. 3. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsetzbereiche Aussparungen (4, 6) sind.
  4. 4. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsetzbereiche Schlitze (9) sind.
  5. 5. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationsfläche (2) quadratisch ist.
  6. 6. Flächenelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantenlänge des Quadrates 20 cm beträgt.
  7. 7. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Randbereich eine Breite von 2 cm aufweist.
  8. 8. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens einem Randbereich ein Lochrand gebildet ist.
  9. 9. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Randbereich mit Informationen versehen ist.
  10. 10. Flächenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationsfläche mit Landkarteninformationen versehen ist.
  11. 11. Flächenelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kartenmaßstab 1 : 5000 ist.






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