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Dokumentenidentifikation DE3809544C2 02.10.1996
Titel Zuführungstrichter einer Schachtofen-Beschickungsanlage
Anmelder Paul Wurth S.A., Luxemburg/Luxembourg, LU
Erfinder Lonardi, Emile, Bascharage, LU
Vertreter Bernhardt, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 22.03.1988
DE-Aktenzeichen 3809544
Offenlegungstag 06.10.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1996
IPC-Hauptklasse C21B 7/18
IPC-Nebenklasse F27B 1/20   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen um eine vertikale Achse drehbaren Zuführungstrichter einer Schachtofen-, insbesondere Hochofen-Beschickungsanlage, bestehend aus einer seitlichen Wand, die auf einem ringförmigen Laufkranz ruht, und einem trichterförmigen Boden mit einer zentralen Auslauföffnung, die mit einer Verschluß- und Zurückhalte- und/oder Dosierklappe versehen ist.

Obwohl die Erfindung nicht darauf beschränkt ist, bezieht sie sich insbesondere auf einen Wartetrichter einer Anlage mit zentraler Beschickung, von der Art, wie sie in der Patentschrift EP-B1-0062770 vorgeschlagen wird. Diese Anlage weist eine zentrale Zuführungsschleuse mit großem Volumen auf, über der ein Wartetrichter angeordnet ist, um die Schleuse zu füllen, wenn diese von dem Ofen abgetrennt ist.

Um das Problem der Entmischung zu vermindern, das in dem Wartetrichter beim Füllen und Entleeren des Trichters auftritt, wurde vorgeschlagen, den Trichter um seine vertikale Achse rotieren zu lassen, und ihn zu diesem Zweck z. B. auf einem ringförmigen Laufkranz zu montieren. Eine solche Montage des Trichters hat jedoch beim Ausbau und dem Ersatz des Laufkranzes ein Problem zur Folge. Da der Laufkranz aus einem einzigen Stück besteht und sich um den Boden des Trichters herum erstreckt, muß der Trichter in der Tat ausgebaut werden, bevor der Laufkranz seitlich herausgenommen werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Trichter von der in dem Oberbegriff beschriebenen Art vorzuschlagen, der gestattet, den Drehkranz rasch auszubauen, ohne daß vorher der Trichter herausgenommen werden muß.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Zuführungstrichter vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der Boden von der seitlichen Wand getrennt ist und auf einem inneren Rand dieser seitlichen Wand frei aufliegt, und daß Mittel vorgesehen sind, um den Boden innerhalb der Wand anzuheben, und außerdem Mittel vorgesehen sind, um die seitliche Wand von dem Laufkranz ein wenig abzuheben.

Um den Boden in dem Trichter anheben zu können, ist der Boden mit mindestens drei Ösen versehen, die an den unteren Enden von Seilen befestigt werden können, deren entgegengesetzte Enden über Winden an einer mindestens dreischenkligen Strebe befestigt sind, die von dem oberen Rand der seitlichen Wand getragen wird. Wenn keine Schenkel vorhanden sind, kann der Boden an Ösen aufgehängt werden, die am oberen Ende der Wand des Trichters befestigt sind.

Um die seitliche Wand anheben zu können, kann diese auf der äußeren Seite mit mindestens drei Ösen versehen sein, die an den unteren Enden von Seilen befestigt sein können, deren obere Enden über Winden an einem festen Traggerüst befestigt sind.

Weitere Besonderheiten und Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung einer nachstehend zur Veranschaulichung wiedergegebenen, vorteilhaften Ausführungsform, wobei auf die im Anhang beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, die Folgendes darstellen:

Die Fig. 1 ist eine schematische Ansicht, teilweise in Form eines vertikalen Schnitts, eines Zuführungstrichters in der Betriebsposition.

Die Fig. 2 ist eine zu der Fig. 1 analoge Ansicht, bei der der Boden des Trichters innerhalb der seitlichen Wand angehoben ist.

Die Fig. 3 ist eine zu der Fig. 2 analoge Ansicht, bei der die seitliche Wand ein wenig von ihrer Auflage abgehoben ist.

In der Fig. 1 ist ein Zuführungstrichter 10 dargestellt, der von einem kreisförmigen oder quadratischen Balken 12 getragen wird, der auf mehreren Stützen 14ruht, die wiederum von einem um den Ofen herum angeordneten, festen Gerüst oder unmittelbar von dem Kopf des Ofens getragen werden.

Bei dem wiedergegebenen Beispiel besteht der Trichter aus einer zylindrischen, seitlichen Wand 16 und einem trichterförmigen Boden 18, dessen Auslauföffnung mit einer Verschlußklappe 20 versehen ist.

Der Trichter 10 ruht mit seiner seitlichen Wand 16 über einen Laufkranz 22 auf dem Balken 12, wodurch der Trichter 10 durch nicht dargestellte Mittel um seine vertikale Achse gedreht werden kann, um die Entmischung von Partikeln verschiedener Größe beim Füllen des Trichters zu vermeiden.

Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, ist es nicht möglich, den Laufkranz 22 seitlich herauszunehmen, selbst wenn der Trichter 10 ein wenig angehoben wird, um den Laufkranz 22 freizulegen, da der Boden 18 dies nicht zuläßt. Es ist daher erforderlich, zunächst den Trichter auszubauen, oder ihn so weit anzuheben, bis der Boden 18 und die Klappe 20 gestatten, den Laufkranz 22 seitlich herauszunehmen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Trichter 10 durch Trennung der seitlichen Wand 16 von dem Boden 18 in zwei Teilen verwirklicht. Bei dem wiedergegebenen Beispiel weist der Boden 18 einen peripheren, oberen Rand 24 auf, über den er auf einem peripheren, inneren Rand 26 am unteren Ende der seitlichen Wand frei aufliegt. Dies ermöglicht, den Boden 18 innerhalb der seitlichen Wand 16 anzuheben, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist. Diese Anhebung kann beispielsweise mit Hilfe von Seilen 30 ausgeführt werden, die an mehreren, beispielsweise drei Ösen 28 befestigt werden, die in dem oberen Teil des Bodens 18 vorgesehen sind. Diese Seile können an einer dreischenkligen Strebe 32 befestigt werden, die auf dem oberen Rand der seitlichen Wand 16 aufliegt, und die sowieso meistens vorhanden ist, um die Verteilung der hydraulischen und/oder elektrischen Kreise für die Betätigung der Klappe 20 sicherzustellen und/oder um eine Verteilerscheibe innerhalb des Trichters 10 anzuordnen. Die Aufwicklung der Seile 30, d. h. die Anhebung des Bodens 18, kann durch Winden erfolgen, die bei der Kennziffer 34 schematisch dargestellt sind. Aus Sicherheitsgründen können die Seile durch drei Stäbe von fester Länge unterstützt werden.

Um den Laufkranz 22 seitlich herausnehmen zu können, wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist, wird die seitliche Wand 16 ein wenig angehoben, wobei der Laufkranz 22 von dem Druck infolge des Gewichts des Trichters 10 befreit wird. Danach kann der Laufkranz 22 losgeschraubt und herausgenommen werden, ohne daß der Boden 18 des Trichters 10 die Herausnahme behindert.

Um die seitliche Wand 16 anzuheben, können beispielsweise, wie dies in den Figuren dargestellt ist, auf der äußeren Oberfläche der Wand 16 Ösen 38 vorgesehen werden, an denen Seile 40 befestigt werden, die von festen Stützen 42 getragen werden, die zu der festen Tragkonstruktion gehören, die den Trichter 10 trägt. Der von den Seilen ausgeübte Zugkraft kann beispielsweise durch Winden hervorgerufen werden, die bei der Kennziffer 44 schematisch dargestellt sind.

Es ist selbstverständlich möglich, andere Mittel als Seile und Winden vorzusehen, um den Boden 18 und die Wand 16 anzuheben. Die Wand 16 kann beispielsweise mit Hilfe eines Zahnstangensystems angehoben werden.

Im übrigen ist es möglich, die seitliche Wand 16 und den Boden 18 mit Hilfe derselben Seile und derselben Winden anzuheben. Dazu werden die Seile 40 nicht an den Stützen 42 befestigt, sondern am oberen Ende dieser Stützen 42 werden Umlenkrollen angebracht, und die Seile 40 werden um diese Umlenkrollen herum nach der Innenseite des Trichters 10 geführt und an den Ösen 28 des Bodens 18 befestigt. Außerdem werden auf der inneren Seite der Wand 16 bei dem Niveau, wo der Boden 18 angehalten werden soll, mindestens drei Anschläge angebracht, um die Anhebung des Bodens 18 zu begrenzen. Wenn von der Position der Fig. 1 ausgegangen wird, wird bei Betätigung der Winden 44 zunächst der Boden 18 bis zu den nicht wiedergegebenen Anschlägen angehoben, und danach wird, einerseits infolge der von dem Boden 18 auf die Wand 16 über die Anschläge ausgeübten Zugkraft, und andererseits infolge der von dem anderen Ende des Seils auf die Ösen 38 ausgeübten Zugkraft, ebenfalls die Wand 16 angehoben. Die gleiche Wirkung kann erhalten werden, wenn die Seile 40 unmittelbar an den Stützen 42 befestigt werden, um die seitliche Wand 16 einfach infolge der Wirkung der Zugkraft anzuheben, die von dem Boden 18 auf die Anschläge ausgeübt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Um eine vertikale Achse drehbarer Zuführungstrichter einer Schachtofen-, insbesondere Hochofen- Beschickungsanlage, bestehend aus einer seitlichen Wand (16), die auf einem ringförmigen Laufkranz (22) ruht, und einem trichterförmigen Boden (18) mit einer zentralen Auslauföffnung, die mit einer Verschluß- und Zurückhalte- und/oder Dosierklappe (20) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (18) von der seitlichen Wand (16) getrennt ist und auf einem inneren Rand (26) dieser seitlichen Wand (16) frei aufliegt, und daß Mittel vorgesehen sind, um den Boden (18) innerhalb der Wand (16) anzuheben, und außerdem Mittel vorgesehen sind, um die seitliche Wand (16) von dem Laufkranz (22) ein wenig abzuheben.
  2. 2. Trichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (18) des Trichters mit mindestens drei Ösen (28) versehen ist, die an den unteren Enden von Seilen (30) angeordnet sind, deren entgegengesetzte Enden über Winden (34) an einer mindestens dreischenkligen Strebe (32) befestigt sind, die von dem oberen Rand der seitlichen Wand (16) getragen wird.
  3. 3. Trichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Wand (16) auf der äußeren Seite mit mindestens drei Ösen (38) versehen ist, die an den unteren Enden von Seilen (40) angeordnet sind, deren obere Enden über Winden (44) an einem festen Traggerüst (42) befestigt sind.






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