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Dokumentenidentifikation DE68926435T2 02.10.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0369473
Titel Flammhemmende Harzzusammensetzungen
Anmelder Union Carbide Chemicals and Plastics Co. Inc., Danbury, Conn., US
Erfinder Keogh, Michael John, Bridgewater New Jersey 08807, US
Vertreter Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80803 München
DE-Aktenzeichen 68926435
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 17.11.1989
EP-Aktenzeichen 891213357
EP-Offenlegungsdatum 23.05.1990
EP date of grant 08.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1996
IPC-Hauptklasse H01B 7/34

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft flammverzögernde Zusammensetzungen, die ein bestimmtes Ethylen-Copolymer und einen bestimmten Magnesiumhydroxid-Füllstoff enthalten. Die Zusammensetzungen sind für die Herstellung der Ummantelung von Verteilerschachtkabel geeignet.

Verteilerschachtkabel wird verwendet, um Energie durch Schächte zu leiten, die für die Lüftung verwendet werden, beispielsweise hohe Bauwerke. Obwohl ein in diesen Schächten auftretendes Feuer bereits als solches gefährlich sein kann, ist ein derartiger Brand besonders heimtückisch, da der Rauch und andere Gase, die vom Feuer herrühren, durch die Schächte durch das gesamte Gebäude transportiert werden, sogar zu Teilen hin, die von dem Feuer ziemlich weit entfernt sind. In einigen Fällen können farb- und geruchlose Gase in Schlafquartiere eindringen, die ahnungslose Menschen beherbergen.

Das in Verteilerschachtkabeln verwendete Kabel ist im allgemeinen aus einem metallischen Leiter, der mit einem polymeren Material isoliert ist, hergestellt. Diese Elemente sind im allgemeinen verdrillt, um einen Kern zu bilden, und werden durch eine weitere polymere Scheide oder ein polymeres Ummantelungsmaterial geschützt. In gewissen Fällen wird durch Einschieben einer Umwickelung zwischen dem Kern und der Scheide ein zusätzlicher Schutz bereitgestellt.

Um die Gefahren eines Schachtfeuers abzumildern, ist es wichtig, daß die Kabelummantelung nicht nur flammverzögernd ist, sondern beim Brennen auch eine minimale Menge an Rauch erzeugt, geringe Konzentrationen an korrosiven Gasen abgibt und selbstverlöschend ist. Weiter sollte das Kabel zu keinen Installationsproblemen führen, die durch Materialien, die bei Berührung giftig sind, verursacht werden.

Ethylen-Polymere werden, was ihre Flammverzögerung oder Flammbeständigkeit betrifft, als mangelhaft angesehen. Ein Verfahren zur Erhöhung der Flammbeständigkeit in diesen Polymeren ist es, eine Formulierung unter Verwendung von Metallhydroxiden als flammverzögerndem Additiv herzustellen. Sowohl Aluminiumhydroxid als auch Magnesiumhydroxid sind auf diese Weise eingesetzt worden. Im allgemeinen werden diese Hydroxide in diesem Zusammenhang als äquivalente Flammverzögerungsmittel angesehen. Aluminiumhydroxid wird jedoch auf einer Kosten/Leistungs-Basis bevorzugt. So verwenden mehr als fünfundneunzig Prozent aller kommerziellen Formulierungen auf Hydrat-Basis Aluminiumhydroxid.

Trotz des Kostenvorteils von Aluminiumhydroxid gibt es eine starke Zielstrebigkeit zur Verbesserung der Flammbeständigkeit von Verteilerschachtkabel und ebenso dessen Rauch-, Korrosions-, selbstverlöschenden und toxischen Eigenschaften auf Grund der Verletzbarkeit der Bewohner von Gebäuden, die Verteilerschächte enthalten, durch die Luft für Heizung und Kühlung transportiert wird.

US-A-3922422 offenbart eine vernetzbare polymere Isolierzusammensetzung, die gewisse Mengen an Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, Vinylalkoxysilan und anorganischem Füllstoff enthält. Der bevorzugte Füllstoff ist Aluminiumoxidhydrat, obwohl andere Füllstoffe wie beispielsweise Magnesiumoxidhydrat und Calciumsilicathydrat ebenfalls verwendet werden können.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Zusammensetzung auf der Basis eines Polymers von Ethylen, das als Ummantelung für Verteilerschachtkabel verwendet werden kann und dem Verteilerschachtkabel ausgezeichnete Flammwiderstandsfähigkeit oder -beständigkeit, geringe Abgabe von Rauch und korrosivem Gas, selbstverlöschende Eigenschaften und im wesentlichen keine Handhabungstoxizität verleiht.

Andere Ziele und Vorteile werden aus dem folgenden ersichtlich werden.

Erfindungsgemäß ist eine Zusammensetzung gefunden worden, die dem obigen Ziel gerecht wird. Die Zusammensetzung umfaßt (i) ein Ethylen und Vinylacetat umfassendes Copolymer, in welchem der Teil des copolymers, der auf Vinylacetat zurückzuführen ist, im Bereich von etwa 25 bis etwa 60 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt und (ii) Magnesiumhydroxid mit (a) einer Deformation in der < 101> -Richtung von nicht mehr als 3,0 x 10&supmin;³; (b) einer Kristallit-Größe in der < 101> -Richtung von mehr als 80 nm (800 Angström); und (c) einer Oberfläche, bestimmt durch das BET- Verfahren, von weniger als 20 Quadratmetern pro Gramm, wobei die Menge an Magnesiumhydroxid im Bereich von etwa 180 bis etwa 350 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt.

Ethylen und Vinylacetat umfassende Copolymere sind wohlbekannt und können durch herkömmliche Verfahren hergestellt werden. Der Teil des Copolymers, der auf Vinylacetat-Monomer zurückzuführen ist, liegt im Bereich von etwa 25 bis etwa 60 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 30 bis etwa 52 Gewichtsteilen.

Das oben definierte Magnesiumhydroxid und ein Verfahren zu dessen Herstellung sind in US-A-4098762 offenbart. Eine bevorzugte Eigenschaft des Magnesiumhydroxids ist, daß die Oberfläche, wie bestimmt durch das BET-Verfahren, weniger als 10 Quadratmeter pro Gramm beträgt.

Die in der Zusammensetzung eingesetzte Menge an Magnesiumhydroxid liegt im Bereich von etwa 180 bis etwa 350 Gewichtsteilen Magnesiumhydroxid pro 100 Gewichtsteile Ethylen/Vinylacetat- Copolymer und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 200 bis etwa Gewichtsteilen Magnesiumhydroxid pro 100 Gewichtsteile Ethylen/Vinylacetat-Copolymer.

Das Magnesiumhydroxid ist vorzugsweise mit einer gesättigten oder ungesättigten Carbonsäure mit etwa 8 bis etwa 24 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise etwa 12 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen oder einem Metallsalz derselben oberflächenbehandelt. Mischungen dieser Säuren und/oder Salze können gewünschtenfalls verwendet werden. Beispiele für geeignete Carbonsäure sind Ölsäure, Stearinsäure, Palmitinsäure, Isostearinsäure und Laurinsäure; Beispiele für Metalle, die verwendet werden können, um Salze dieser Säuren zu bilden, sind Zink, Aluminium, Calcium, Magnesium und Barium; und Beispiele für die Salze selbst sind Magnesiumstearat, Zinkoleat, Calciumpalmitat, Magnesiumoleat und Aluminiumstearat. Die Menge an Säure oder Salz kann im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 5 Gewichtsteilen Säure und/oder Salz pro 100 Gewichtsteile Magnesiumhydroxid und vorzugsweise etwa 0,25 bis etwa 3 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Magnesiumhydroxid liegen. Die Säure oder das Salz kann der Zusammensetzung lediglich in ähnlichen Mengen zugesetzt werden, statt das Oberflächenbehandlungs-Verfahren einzusetzen, aber dies wird nicht bevorzugt.

Andere nützliche Additive für die Verteilerschachtkabel- Zusammensetzung sind Kupplungsmittel, Tenside, freie Radikale erzeugende Verbindungen, verstärkende Füllstoffe oder Polymer- Additive, Antioxidationsmittel, UV-Stabilisatoren, Antistatika, Pigmente, Farbstoffe, Gleitmittel, Plastifiziermittel, Schmiermittel, Viskositätsregulierungsmittel, Strecköle, Metalldesaktivatoren, das Wachsen von Wasserbäumchen verzögernde Substanzen, Spannungsstabilisatoren, Flammverzögerungs-Additive und Rauchunterdrückungsmittel. Einige der wichtigeren Additive werden unten diskutiert.

Ein Kupplungsmittel ist eine chemische Verbindung, die Polymer- Komponenten an anorganische Komponenten chemisch bindet. Dies wird durch eine chemische Reaktion bewirkt, die bei den Temperaturen stattfindet, unter denen die Formulierung compoundiert wird, etwa 70ºC bis etwa 180ºC. Das Kupplungsmittel enthält im allgemeinen einen organofunktionellen Liganden an einem Ende seiner Struktur, der mit dem Grundgerüst der polymeren Komponente wechselwirkt, und einen Liganden am anderen Ende der Struktur der Kupplungsverbindung, der sich durch Umsetzung mit der Oberfläche des Füllstoffes anlagert. Die folgenden Silan-Kupplungsmittel sind in der vorliegenden Zusammensetzung nützlich: gamma-Methacryloxypropyltrimethoxysilan; Methyltriethoxysilan; Methyltris(2-methoxyethoxy)silan; Dimethyldiethoxysilan; Vinyltris(2-methoxyethoxy)silan; Vinyltrimethoxysilan; und Vinyltriethoxysilan; und Mischungen der voranstehenden. Ein bevorzugtes Silan-Kupplungsmittel ist eine Mischung von gamma-Methacryloxypropyltrimethoxysilan und Vinyltriethoxysilan. Diese Mischung wird in US-A-4481322 beschrieben.

Nützliche verstärkende Additive schließen polymerisierbare ungesättigte organische Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren ungesättigten Gruppen ein. Es wird angenommen, daß das verstärkende Additiv während der Heißschmelz-Compoundierung des gefüllten thermoplastischen Polymers chemisch mit der thermoplastischen Polymermatrix reagiert. Weiter wird angenommen, daß das verstärkende Additiv die Bildung einer starken und zähen Zwischenphase zwischen den einzelnen Füllstoffteilchen und dem umgebenden Matrix-Polymer verursacht, was das Polymer in die Lage versetzt, den durch die Füllstoffteilchen verursachten lokalen Spannungs-Konzentrationen zu widerstehen, was ansonsten möglicherweise zu einer beginnenden Rißbildung in der Matrix und zu einem katastrophalen Versagen führen würde. Es wird angenommen, daß derartige Verbesserungen in der Zähigkeit der Zwischenphase die gleichzeitige Erzielung von hoher Dehnung und hoher Duktilität in dem endgültigen Verbundmaterial ermöglicht. Behandlungen mit Füllstoff, die sich lediglich auf eine erhöhte Haftung, d.h. Kupplung, zwischen der Füllstoff-Oberfläche und dem Matrix-Polymer verlassen, können die Festigkeit des Verbundmaterials erhöhen, aber es gibt keine Verbesserung in der Zähigkeit der Zwischenphase, das Verbundmaterial bleibt spröde. Dieses Konzept ist in US-A-4385136 diskutiert. Die verstärkenden Additive schließen alle organischen Verbindungen der obigen Beschreibung ein, die keine Gruppe oder kein Element enthalten, die bzw. das die Funktion des Polymers; des Füllstoffes; des Silans; oder irgendeiner anderen Komponente der Zusammensetzung beeinträchtigt. Geeignete ungesättigte organische Verbindungen umfassen Esterdiol-2,4-diacrylat, 1,4-Butylenglycoldiacrylat, Diethylenglycoldimethacrylat, Triallyl-s-triazin- 2,4,6-(1H, 3H, 5H)-trion, Triallylmellitat, Pentaerythrittriacrylat, Polycaprolactontriacrylat, m-Phenylenbismaleimid, Dipentaerythritpentaacrylat, Melamintriacrylat, epoxidiertes Leinöl/Acrylat, Triacryloylhexahydro-s-triazin, Trimethylolpropantrimaleat, Trimethacryloylhexahydro-s-triazin, N,N-Tetraacryloyl-1,6- diaminopyridin, 1,3-Butylenglycoldimethacrylat, 1,3-Butylenglycoldiacrylat, Ethylenglycoldimethacrylat, Ethylenglycoldiacrylat, Diethylenglycoldiacrylat, Triethylenglycoldiacrylat, Polyethylenglycoldimethacrylat, Polyethylenglycoldiacrylat, Trimethylolpropantrimethacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, Divinylsulfon, Dicyclopentadien, Bisalkylglycoldicarbonat, Triallylcyanurat, Acetyltriallylcitrat, Divinylbenzol, Diallylphthalat, Tetraallylmethylendiamin, Tetraallyloxyethan, 3-Methyl-1,4,6-heptatrien, 1,10- Decamethylenglycoldimethacrylat und Di-, Tri-, Tetra- und Pentaacrylate von Poly(vinylalkohol). Zusätzlich können die folgenden niedrigmolekularen mehrfach ungesättigten Polymere eingesetzt werden: Polybutadien-Oligomere, Polybutadien-Oligomere mit Hydroxyl- Endgruppe, Styrol-Butadien- und Acrylnitril-Butadien-Oligomere mit Hydroxyl-Endgruppe, ungesättigte Polyester und Alkylteilester von Styrol-Maleinsäureanhydrid-Oligomeren.

Es wird bevorzugt, polymerisierbare ungesattigte organische Verbindungen einzusetzen, die ein hohes Verhältnis von Nichtsättigung zu Molekulargewicht aufweisen. Deshalb werden die Tri-, Tetra- und Pentaacrylate von Poly(vinylalkohol) und die anderen Tri-, Tetraund Pentaacrylate und -methacrylate von Polyolen, wie beispielsweise Pentaerythrit, Trimethylolpropan und Dipentaerythrit, wie oben beschrieben, bevorzugt.

Das Kupplungsmittel und das verstärkende Additiv werden jeweils in Mengen von etwa 0,05 Gewichtsteilen bis etwa 0,5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Copolymer verwendet. Der Effekt kann durch den Einschluß von geeigneten Tensiden und freie Radikale erzeugenden Substanzen maximiert werden.

Beispiele für Antioxidationsmittel sind: gehinderte Phenole wie beispielsweise Tetrakis[methylen(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamat)]methan und Thiodiethylenbis(3,5-di-tert-butyl-4- hydroxy)hydrocinnamat; Phosphite und Phosphonite wie beispielsweise Tris(2,4-di-tert-butylphenol)phosphit und Di-tert-butylphenylphosphonit; verschiedene Amine wie beispielsweise polymerisiertes 2,2,4- Trimethyl-1,2-dihydrochinolin; und Kieselsäure. Eine Tetrakismethan- Verbindung wird bevorzugt. Antioxidationsmittel werden in Mengen von etwa 1 bis etwa 5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Copolymer verwendet.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele veranschaulicht. Teile beziehen sich auf das Gewicht, bezogen auf 100 Gewichtsteile Copolymer, soweit nichts anderes angegeben ist.

Beispiele 1 bis 10

Das in den Beispielen 1, 2, 3, 7 und 9 verwendete Magnesiumhydroxid wird wie folgt hergestellt:

Fünf Liter einer wäßrigen Lösung von Magnesiumchlorid mit einer Konzentration von 1,5 Mol pro Liter (die Temperatur der Lösung beträgt 15ºC) werden in ein Reaktionsgefäß mit einem Fassungsvermögen von etwa 10 Litern gegeben und die Lösung wird gerührt. Eine Ammoniak-Lösung mit einer Konzentration von 10 Mol pro Liter (die Temperatur der Lösung beträgt 15ºC) wird in einer Menge von 1,35 Litern (entsprechend 0,9 Äquivalenten des Magnesiumchlorids, d.h. pro Äquivalent Magnesiumchlorid) über eine Dauer von etwa 10 Minuten hinweg zugesetzt.

Ein Teil der resultierenden Suspension wird sofort bei vermindertem Druck filtriert und dann gründlich mit Wasser und darauf mit Aceton gewaschen. Das Produkt wird 2 Stunden lang bei Raumtemperatur getrocknet und durch Röntgenbeugung und ein chemisches Analyseverfahren analysiert. Durch die Röntgenbeugung wird das Produkt als basisches Magnesiumchlorid mit der für Magnesiumhydroxid definierten Struktur identifiziert. Die chemische Analyse zeigt, daß dieses Produkt die Zusammensetzung Mg(OH)1,903Cl04097mH&sub2;O aufweist. Die Anwesenheit von Kristallwasser wird durch DTA und TGA bestätigt. Unmittelbar nach der Umsetzung wird ein größerer Teil der verbleibenden Suspension in einen 20 Liter-Autoklaven gegeben und 8 Stunden lang bei 180ºC hydrothermal behandelt. Diese Wärmebehandlung wird innerhalb von etwa 2 Stunden nach dem Ende der Umsetzung durchgeführt, da diese instabile Substanz behandelt werden muß, während sie noch nicht zersetzt ist. Nach der Hydrothermal- Behandlung wird das Produkt bei vermindertem Druck filtriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das erhaltene Produkt wird durch Röntgenbeugung als Magnesiumhydroxid identifiziert. Es weist eine Deformation in der < 101> -Richtung von 0,970 x 10&supmin;³ eine Kristallit- Größe in der < 101> -Richtung von 420 nm (4200 Angström) und eine spezifische Oberfläche (durch das BET-Verfahren) von 6,7 Quadratmetern pro Gramm auf.

DTA = Differentialthermoanalyse

TGA = thermogravimetrische Analyse

BET-Verfahren = eine Messung der Stickstoff-Adsorptionsoberfläche

Zehn Zusammensetzungen werden zu Testproben verarbeitet, wie sie durch das Testverfahren für den begrenzenden Sauerstoffindex (LOI), d.h. ASTM-D 2863-70, gefordert werden, und das Testverfahren wird index mißt und quantifiziert die Flammbeständigkeit. Je größer der LOI-Wert, desto größer die Flammbeständigkeit oder Flammverzögerung und desto geringer die Abgabe von Rauch und anderen schädlichen Gasen. Es wird beobachtet, daß in den abgegebenen Gasen keine korrosiven Gase vorhanden sind; daß die Proben innerhalb einer vernünftigen Zeit selbstverlöschend sind; und daß die Handhabung der Proben keine toxischen Auswirkungen auf die Haut hat.

Komponenten in Gewichtsteilen, Copolymer-Schmelzindex und begrenzender Sauerstoffindex (LOI) sind in der Tabelle angegeben.

Die Tabelle begleitende Bemerkungen:

EVA = Copolymer von Ethylen und Vinylacetat.

EEA = Copolymer von Ethylen und Ethylacrylat.

Mg(OH)&sub2;(a) = Magnesiumhydroxid, hergestellt wie oben. Es ist mit etwa 2 Gewichtsteilen Ölsäure oberflächenbehandelt

Mg(OH)&sub2; (b) = Magnesiumhydroxid, hergestellt wie oben. Es ist mit etwa 2 Gewichtsteilen Stearinsäure oberflächenbehandelt

Mg(OH)&sub2; (c) = Magnesiumhydroxid, hergestellt durch ein herkömmliches Verfahren (z.B. irgendeines der in GB-A-1479083 erwähnten Verfahren). Es ist mit etwa 1 Gewichtsteil Magnesiumstearat oberflächenbehandelt

Al(OH)&sub3; = Aluminiumtrihydrat. Es ist mit etwa 2 Gewichtsteilen Stearinsäure oberflächenbehandelt

Comonomer = Teile Copolymer, die auf Vinylacetat oder Ethylacrylat zurückzuführen sind.

Antioxidationsmittel = polymerisiertes 2,2,4-Trimethyl- 1,2-dihydrochinolin.

MI = Schmelzindex. Bestimmt gemäß ASTM D-1238, Bedingung E. Gemessen bei 190ºC und in Gramm pro 10 Minuten angegeben.

Gewichtsteile oberflächenbehandelnde Säure oder Salz basieren auf 100 Gewichtsteilen Metallhydrat.

Tabelle (Gewichtsteile)
Beispiele Komponente Comonomer Antioxidationsmittel Zinkstearat Polydimethylsiloxan Andere Variable

Erläuterung der Daten in der Tabelle:

Beispiele 1 und 2 sind Beispiele unter Verwendung der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung.

Wenn man die Beispiele 1 und 2 mit Beispiel 3 vergleicht, zeigt sich die Überlegenheit bezüglich LOI von Mg(OH)&sub2;(a), das mit EVA verwendet wird, gegenüber Mg(OH)&sub2;(a), das mit EEA verwendet wird. Wenn man die Beispiele 1 und 2 mit den Beispielen 4 und 5 vergleicht, zeigt sich die Überlegenheit bezüglich LOI von Mg(OH)&sub2;(a) gegenüber Al(OH)&sub3;, wenn beide Zusammen mit EVA verwendet werden. Die Beispiele 3 und 6 zeigen die Äquivalenz bezüglich LOI von Mg(OH)&sub2;(a) und Al(OH)&sub3;, wenn beide zusammen mit EEA eingesetzt werden.

Die Beispiele 9 und 10 zeigen die LOI-Äquivalenz von Mg(OH)&sub2;(b) und Al(OH)&sub3;, wenn beide zusammen mit EEA verwendet werden.


Anspruch[de]

1. Zusammensetzung, die sich für die Herstellung der Ummantelung von Verteilerschachtkabel eignet, umfassend:

(i) ein Ethylen und Vinylacetat umfassendes Copolymer, in dem der auf das Vinylacetat zurückgehende Anteil des Copolymers im Bereich von etwa 25 bis etwa 60 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt; und

(ii) Magnesiumhydroxid mit (a) einer Deformation in der < 101> -Richtung von nicht mehr als 3,0 x 10&supmin;³; (b) einer Kristallit-Größe in der < 101> -Richtung von mehr als 80 nm (800 Angström); und (c) einer Oberfläche, bestimmt durch das BET-Verfahren, von weniger als 20 Quadratmetern pro Gramm, wobei die Menge an Magnesiumhydroxid im Bereich von etwa 180 bis etwa 350 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, zusätzlich enthaltend eine Carbonsäure oder Mischungen von Carbonsäuren mit etwa 8 bis etwa 24 Kohlenstoffatomen oder ein Metallsalz oder Mischungen von Metallsalzen davon in einer Menge von 0,1 bis etwa 5 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Magnesiumhydroxid.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, in welcher das Magnesiumhydroxid mit der Carbonsäure oder dem Metallsalz oberflächenbehandelt ist.

4. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, in welcher der auf das Vinylacetat zurückgehende Anteil des Copolymers im Bereich von etwa 30 bis etwa 52 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Copolymer, liegt.

5. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, in welcher das Magnesiumhydroxid in einer Menge von etwa bis etwa 320 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, anwesend ist.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin:

(i) das Copolymer Ethylen und Vinylacetat umfaßt, wobei der auf das Vinylacetat zurückgehende Anteil des Copolymers im Bereich von etwa 30 bis etwa 52 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt; und

(ii) das Magnesiumhydroxid eine Oberfläche, wie durch das BET-Verfahren bestimmt, von weniger als 10 Quadratmetern pro Gramm aufweist, wobei die Menge an Magnesiumhydroxid im Bereich von etwa 200 bis etwa 320 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Copolymers, liegt und das Magnesiumhydroxid mit mindestens einer Carbonsäure mit etwa 12 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen oder einem Metallsalz davon in einer Menge von etwa 0,25 bis etwa 3 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Magnesiumhydroxid, oberflächenbehandelt ist.

7. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, zusätzlich ein Kupplungsmittel enthaltend.

8. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, zusätzlich ein verstärkendes Additiv enthaltend.

9. Verteilerschachtkabel, umfassend einen metallischen Leiter-Kern und mindestens eine Schicht, die den Kern umgibt, wobei die Schicht die Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 8 umfaßt.

10. Verteilerschachtkabel nach Anspruch 9, in welchem die Zusammensetzung die in Anspruch 3 definierte ist.







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