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Dokumentenidentifikation DE4428712C2 10.10.1996
Titel Hydraulische Meßeinrichtung zum Ermitteln einer Last bzw. eines Gewichtes
Anmelder Weinmann, Albert, 68789 St Leon-Rot, DE
Erfinder Weinmann, Albert, 68789 St Leon-Rot, DE
DE-Anmeldedatum 15.08.1994
DE-Aktenzeichen 4428712
Offenlegungstag 29.02.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.10.1996
IPC-Hauptklasse G01G 5/04
IPC-Nebenklasse G01G 19/14   B66C 13/16   
Zusammenfassung Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung.
Bekannte hydraulische Gewichtsmeßeinrichtungem sind empfindlich gegen bodenseitige mechanische Stöße. Die aufgenommenen Lasten können nicht links/rechtsgedreht werden. Kein genaues Positionieren ist möglich.
Es ist vorgesehen, in den doppeltwirkenden Hydraulikzylinder Führungsbänder zu integrieren, welche ohne metallische Berührung der beweglichen Elemente im Hydraulikbereich Fremdschäden und eine Beeinträchtigung der Genauigkeit ausschließen.
Ein integriertes Sicherheitssystem durch externe Kompensatoren und Fluten der Meßaufnahme von der Bordhydraulik sichern extreme Meßgenauigkeit zu (Fig. 1).
Die vorliegende Erfindung eignet sich ausgezeichnet zu einer Gewichtsermittlung in Verbindung mit hydraulisch endlos links/rechtsdrehbaren Polypgreifern, Zweischalengreifern, Stammholz- und Steingreifern, sowie Magnetplatten in Verbindung mit Magneteinrichtungen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und dient zum Ermitteln, Bestimmen bzw. Festlegen einer Last oder Gewichtes mittels hydraulischer Greifervorrichtung oder Lastmagneten.

Eine solche, aus der DE 24 33 412 A1 bekannte Wiegeeinrichtung weist ein einfachwirkendes Zylinder-Kolbenaggregat auf. Auf der US 18 22 628 ist eine derartige Wiegeeinrichtung mit einem doppelwirkenden Zylinder-Kolbenaggregat bekannt.

Mit diesen Einrichtungen kann lediglich dynamisch gemessen werden. Ein kolbenbodenseitiges Beaufschlagen in Form einer Gegenbelastung ist nicht möglich, da dieselbe mechanische Schäden am Aggregat zur Folge hätte. Ebensowenig ist ein hydraulisches Drehen der aufgenommenen Lasten möglich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine präzise hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen, die unempfindlich gegen bodenseitige Stöße ist.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die vorliegende Erfindung eignet sich ausgezeichnet zu einer Gewichtsermittlung in Verbindung mit hydraulisch endlos links-/rechtsdrehenden Polypgreifern, Zweischalengreifern, Stammholz- und Steingreifern, sowie Magnetplatten in Verbindung mit Magneteinrichtungen. Durch die feste Verbindung mit diesen Arbeitsgeräten können während der Arbeitsspiele sehr hohe hydraulische Drehmomente - links-/rechtsdrehend - eingeleitet werden. Dadurch wird ein optimales Positionieren der gewogenen Lasten beim Verladen gewährleistet. Die Erfindung findet insbesondere Verwendung beim Einsatz in der Verarbeitung von Schrott und Rohstoffen und im Recyclingeinsatz sowie zur Erstellung von Legierungen. Abbruchmaterial und alle sperrigen Umschlaggüter können nach der Aufgabe direkt verwogen werden und verdichtet werden; dadurch wird ein unfallträchtiger Transport bzw. Überladen des Transportfahrzeuges vermieden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt der Kolben-Zylinder-Einheit der Wiegeeinrichtung;

Fig. 2 die Verbindung der Kolben-Zylinder-Einheit mit den externen hydraulischen Vorrichtungen und der Auswertelektronik.

Man erkennt ein integriertes Sicherheitssystem in Form einer hydraulischen Endlagendämpfung an der Kolbenstangenseite 1, sowie am Kolbenboden 2, welche mit externen hydraulischen Kompensatoren 3 ergänzt werden, um einem vorzeitigen Verschleiß vorzubeugen. Zum inneren Aufbau des Zylinders sind präparierte Führungsbänder 4, sowie Spezialdichtungen 5 eingesetzt. Die hydraulischen Kompensatoren 3 verhindern durch kurzfristige Turbulenzen im Medium Öl ein Festkleben der Führungsbänder 4 und Spezialdichtungen 5. Die Anlage wird vor dem Druckaufnehmer mit Öl gefüllt und entlüftet. Ein Nachfüllen entfällt, da über einen Bypass 8 das Niveau des Hydrauliköls nach dem Prinzip der Schwerkraft ausgeglichen wird. Die Spezialdichtungen 5 sind in Tandemanordnung wechselseitig am Kolben 7 montiert. Durch das Brechen der Dichtkanten an den Stangendichtungen 9 sowie den Spezialdichtungen 5 sind Stick-Slip- Merkmale ausgeschlossen, auch nach längerem Stillstand und extremen Temperatureinflüssen. Der hohe Extrusionswiderstand der Spezialdichtungen 5 und der Stangendichtungen 9 ist Garant für geringe gleichbleibende Reibung an der Kolbenstange 10 und am Zylinderrohr 11.

Das Zylinderrohr 11 wird durch zwei Mitnehmer 12 an der verbreiterten oberen Seite 13 der Kolbenstange 10 arretiert; deshalb können angebaute Greifer bzw. Lasthebeeinheiten bis zu einem sehr hohen Drehmoment für stufenlose Links- und Rechtsendlosdrehungen eingesetzt werden.

Bei asymmetrischen Lastaufnahmen, welche zu 99% in der Praxis Realität sind, hat man kardanisch niveaugleiche Aufhängungen am unteren Ende 14 und am oberen Ende 15 vorgesehen, welche bei Bedarf, zum Beispiel beim Verdichten von sperrigem Material vom Bedienungsstand aus elektrohydraulisch verriegelt werden können.

Im Arbeitseinsatz der Wiegeeinrichtungen wird beim Anheben der beschriebenen Greif- und Hebevorrichtungen mit einem Hebegerät der Meßzylinder aktiviert, das Medium Öl im Meßzylinder auf der kleinen Ringfläche komprimiert und durch den elektronisch-hydraulischen Meßwertgeber in Gleichstrom umgewandet. Eine integrierte elektronische Verstärkungseinheit gibt die Signale über einen Verteiler zu einem mit einem Anzeigegerät, an dem eine optische und akustische Vorwarnanzeige angeordnet ist und einem Drucker verbundenen Rechner weiter, welcher am Anzeigegerät die aktuelle Einzellast, die Lastsumme und die Endlast anzeigt.

Die Wiege- und Speichermöglichkeit wird über eine optische Anzeige gemeldet. Die Auslösung kann entweder manuelle mittels Druckknopf oder automatisch über einen Unruheschalter ausgelöst werden. Bei beiden Varianten ist eine Wiederholsperre vorgesehen, so daß jeder Lastwert nur einmal abgespeichert werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung mit einem doppeltwirkenden Hydraulik-Zylinder, mit je einer kardanischen Verbindung an der Ober- und Unterseite und mit einer Gewichtsanzeige, dadurch gekennzeichnet, daß der doppeltwirkende Hydraulikzylinder Führungsbänder aufweist und in Schwimmerstellung ohne metallische Berührung arbeitet, daß ein integriertes Sicherheitssystem zur beidseitigen hydraulischen Endlagendämpfung durch externe hydraulische Kompensatoren ergänzt wird, und daß ein Druckaufnehmer den Druck des Hydrauliköls in elektrische Signale umwandelt.
  2. 2. Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch elektrohydraulische Verriegelungseinrichtungen für die kardanischen Verbindungen.
  3. 3. Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Mitnehmer, die zwischen Zylinderrohr und Kolbenstange vorgesehen sind.
  4. 4. Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausgleichseinrichtung für das Hydrauliköl des Hydraulik-Zylinders in Form eines Bypasssystems.
  5. 5. Hydraulische Gewichtsmeßeinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet, durch einen Rechner, der die Signale des Druckaufnehmers auswertet und die ermittelten Gewichtswerte an einer Anzeigeeinrichtung anzeigt und/oder an einem Drucker ausgibt.






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