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Dokumentenidentifikation DE4315592C2 31.10.1996
Titel Ventil für eine hydraulische Niveauregelung bei Fahrzeugen, vorzugsweise Kraftfahrzeugen
Anmelder Hydraulik-Ring Antriebs- und Steuerungstechnik GmbH, 72622 Nürtingen, DE
Erfinder Niethammer, Bernd, 7440 Nürtingen, DE;
Stehli, Thomas, 7447 Aichtal, DE
Vertreter Jackisch-Kohl und Kollegen, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.05.1993
DE-Aktenzeichen 4315592
Offenlegungstag 17.11.1994
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.1996
IPC-Hauptklasse B60G 17/056

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Ventil für eine hydraulische Niveauregelung bei Fahrzeugen, vorzugsweise Kraftfahrzeugen, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Mit hydraulischen Niveauregelungen kann der Bodenabstand des Fahrzeuges, beispielsweise in Abhängigkeit vom Beladezustand, eingestellt werden. Zur Niveauregelung wird bei der gattungsbildenden DE-AS 16 30 270 Hydraulikmedium mittels des Ventils zu- bzw. abgeführt. Das Hydraulikmedium wird vom Tank in den Druckraum des Ventils eingebracht. Soll der Bodenabstand des Fahrzeuges erhöht werden, wird die Steuerscheibe mittels der Steuerwelle so gedreht, daß die Tankbohrung des Ventiles verschlossen wird. Dadurch wird im Druckraum permanent ein Druck aufgebaut, der partiell auf die Steuerscheibe wirkt. Das freie Ende der Steuerwelle liegt ebenfalls im Druckraum und wird dementsprechend vom Hydraulikmedium beaufschlagt. Mit zunehmendem Hydraulikdruck wird die Kraft auf die Steuerscheibe proportional größer. Dadurch nimmt die Reibkraft zwischen der Steuerscheibe und der Auflagefläche der Steuerscheibe entsprechend zu. Dies hat zur Folge, daß ein entsprechend großes Drehmoment aufgebracht werden muß, um die Steuerwelle bzw. die Steuerscheibe zu drehen. Die Steuerwelle sowie die Steuerscheibe müssen so dimensioniert werden, daß dieses Drehmoment übertragen werden kann. Aufgrund der hohen Reibung unterliegt das Ventil einem Verschleiß, so daß es eine verkürzte Lebensdauer hat.

Weiterhin ist aus der DE 34 46 563 A1 ein Ventil bekannt, das mit zwei Steuerteilen versehen ist, die hülsenförmige, ineinandergreifende Verschlußteile aufweisen. Das Hydraulikmedium, das von einem Sammler zu einem Verbraucher strömen muß, durchströmt die beiden Verschlußteile radial, die in ihrer zylindrischen Wandung mit entsprechenden Kanälen zum Durchtritt des Hydraulikmediums versehen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Ventil so auszubilden, daß zum Verstellen der Steuerwelle bzw. der Steuerscheibe nur ein geringes Drehmoment erforderlich ist.

Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Ventil erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Beim erfindungsgemäßen Ventil befindet sich das freie Ende der Steuerwelle außerhalb des Druckraumes, so daß es vom Hydraulikmedium nicht beaufschlagt wird. Lediglich die Steuerscheibe wird vom Hydraulikmedium beaufschlagt und dementsprechend belastet. Die Reibkraft zwischen der Steuerscheibe und ihrer Auflagefläche ist entsprechend gering, so daß sich die Steuerwelle und die Steuerscheibe mit geringem Drehmoment drehen lassen. Das Steuerverhalten des erfindungsgemäßen Ventiles wird durch die geringen Reibkräfte erheblich verbessert. Über die axiale Bohrung wird ferner die Stirnfläche der Steuerwelle entlastet, so daß die Steuerscheibe auch bei maximaler Druckbeaufschlagung durch das im Druckraum befindliche Hydraulikmedium nur geringen Druckkräften ausgesetzt ist. Das Hydraulikmedium wirkt nur über die Fläche der Steuerscheibe, nicht jedoch über die Fläche der Steuerwelle. Infolge der nur sehr geringen Reibkraft zwischen Steuerscheibe und Auflagefläche werden auch die übrigen Ventilteile nur einem geringen Verschleiß ausgesetzt. Die Befestigungsteile des erfindungsgemäßen Ventiles werden mit entsprechend geringen Biegemomenten belastet, wodurch sie eine hohe Lebensdauer haben. Aufgrund der geringen Reibkräfte ist darüber hinaus eine präzise und genaue Verstellung der Steuerscheibe gewährleistet.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.

Die Erfindung wird anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 im Schnitt einen Teil eines erfindungsgemäßen Ventils zur Niveauregelung von Fahrzeugen,

Fig. 1a einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1, wobei eine zur Befestigung einer Steuerscheibe einer Steuerwelle dienende Kugel nicht dargestellt ist,

Fig. 1b eine Draufsicht auf eine Steuerscheibe des Ventils gemäß Fig. 1,

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventils in einer Darstellung entsprechend Fig. 1,

Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventils in einer Darstellung entsprechend Fig. 1,

Fig. 3a in schematischer Darstellung ein Werkzeug zur plastischen Verformung eines Teils einer Steuerwelle, um eine Steuerscheibe drehfest auf der Steuerwelle des Ventils zu befestigen,

Fig. 4 in einer Darstellung entsprechend Fig. 1 eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventils,

Fig. 4a einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4,

Fig. 5 in einer Darstellung entsprechend Fig. 1 eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventils,

Fig. 5a einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5,

Fig. 6 in schematischer Darstellung eine hydraulische Niveauregelung unter Verwendung des erfindungsgemäßen Ventils.

Die hydraulische Niveauregelung bei Fahrzeugen dient dazu, das Fahrzeug auf ein jeweils optimales Niveau einzustellen. So kann das Niveau des Fahrzeuges beispielsweise in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit oder vom Beladezustand des Fahrzeuges automatisch eingestellt werden. So kann bei geringen Fahrgeschwindigkeiten der Bodenabstand des Fahrzeuges höher sein als bei hohen Fahrgeschwindigkeiten. In Fig. 6 ist schematisch eine hydraulische Niveauregelung dargestellt. Zwei Stoßdämpfer 1 und 2 des Fahrzeuges werden mit Hydraulikmedium aus einem Tank 3 versorgt. Das Hydraulikmedium wird mittels eines Motors 4 und einer Pumpe 5 einem Ventil 6 zugeführt, das in Fig. 6 seine Sperrstellung einnimmt. Dadurch strömt das Hydraulikmedium über eine Rückführleitung 7 wieder zum Tank 3 zurück. Wird das Ventil 6 in Durchlaßstellung geschaltet, dann kann das Hydraulikmedium über die Zuleitung 8, das Ventil 6, eine nachgeschaltete Drossel 9 und ein nachgeschaltetes Druckbegrenzungsventil 10 zu den beiden Stoßdämpfern 1 und 2 strömen. Das Hydraulikmedium gelangt in diesem Fall in einen Druckraum 11, 12 der Stoßdämpfer 1, 2. Die Kolbenstangen 13, 14 der Stoßdämpfer 1, 2 werden ausgefahren und dementsprechend der Bodenabstand des Fahrzeuges erhöht. Sobald ein vorgegebenes Niveau erreicht ist, wird das Ventil 6 wieder in seine in Fig. 6 dargestellte Sperrstellung umgeschaltet.

Soll umgekehrt der Bodenabstand des Fahrzeuges verringert werden, wird das Ventil 6 in die andere Schaltstellung umgeschaltet, so daß das Hydraulikmedium aus den Druckräumen 11, 12 der Stoßdämpfer 1, 2 zum Ventil 6 zurückströmen kann. Von dort strömt es über die Rückführleitung 7 zum Tank 3 zurück.

Zur Umschaltung des Ventiles 6 dient ein Steuerteil 15, das gelenkig mit einem zweiarmigen Hebel 16 verbunden ist. Schwenkt der Hebel 16 im Uhrzeigersinn, dann wird das Ventil 6 in die Durchlaßstellung verstellt, so daß das Hydraulikmedium in der beschriebenen Weise zu den Stoßdämpfern 1 und 2 strömen kann. Wird der Hebel 16 im Gegenuhrzeigersinn aus der Stellung gemäß Fig. 6 geschwenkt, dann wird das Ventil 6 in die Rückführstellung verstellt, so daß das Hydraulikmedium aus den Stoßdämpfern 1, 2 über das Ventil 6 zurück zum Tank 3 strömen kann.

Eine derartige Ausbildung einer Niveauregelung ist an sich bekannt. Sie kann selbstverständlich auch jede andere geeignete Ausbildung haben.

Das Ventil 6 soll nun anhand der Fig. 1 bis 5 anhand verschiedener Ausbildungsbeispiele näher beschrieben werden.

Gemäß Fig. 1 hat das Ventil 6a einen Grundkörper 17a, der von einer Steuerwelle 18a durchsetzt ist. Sie entspricht dem Steuerteil 15 gemäß Fig. 6. Wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 dargestellt ist, sitzt auf der Steuerwelle 18a drehfest ein radial abstehender Hebel 19.

Auf dem Grundkörper 17a ist ein Deckel 20a befestigt, der zusammen mit dem Grundkörper einen Druckraum 21a begrenzt, in den eine Steuerbohrung 22a mündet. Sie ist im Grundkörper 17a vorgesehen und ist an eine Tankbohrung 23a im Grundkörper 17a angeschlossen. Diese Tankbohrung 23a ist mit dem Tank 3 in bekannter Weise verbunden. Die Tankbohrung 23a liegt senkrecht zur Steuerbohrung 22a und mündet in einen Ringraum 24a, der die Steuerwelle 18a umgibt.

Im Druckraum 21a befindet sich eine Steuerscheibe 25a, die drehfest auf der Steuerwelle 18a sitzt. Sie liegt auf der Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a auf und hat Abstand von der Deckelinnenseite 27a, der beispielsweise 4/100 mm beträgt. Der Deckel 20a umgibt die Steuerscheibe 25a mit radialem Abstand.

Mit der Steuerscheibe 25a kann die Tankbohrung 22a, die in die Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a mündet, verschlossen werden.

Die Steuerscheibe 25a hat die in Fig. 1b dargestellte Grundrißform. Solche Steuerscheiben sind bei derartigen Ventilen bekannt. Die Steuerscheibe 25a hat einen über mehr als 180° sich erstreckenden Zylindermantelabschnitt 28a, dessen Achse mit der Drehachse der Steuerwelle 18a zusammenfällt. Der Zylindermantelabschnitt 28a geht an beiden Enden in einen wellenförmig verlaufenden Randabschnitt 29a über, der längs einer gedachten Sekante verläuft.

Gegenüber dem Deckel 20a ist die Steuerwelle 18a durch eine Dichtung 30a abgedichtet. Nahe der Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a ist die Steuerwelle 18a mit einem weiteren Dichtring 31a gegenüber dem Grundkörper 17a abgedichtet.

Zur Befestigung der Steuerscheibe 25a auf der Steuerwelle 18a dient eine Kugel 32a, die in eine stirnseitige Sacklochbohrung 33a der Steuerwelle 18a eingesetzt wird. In Höhe der Steuerscheibe 25a hat die Sacklochbohrung 33a einen Durchmesser, der geringer ist als der Kugeldurchmesser. Die Kugel 32a wird mit einem entsprechenden Werkzeug in die Sacklochbohrung 33a gepreßt. Die Steuerwelle 18a wird hierbei im Bereich der Steuerscheibe 25a radial aufgeweitet. Die Durchtrittsöffnung in der Steuerscheibe 25a für die Steuerwelle 18a hat eckigen Umriß. Dadurch wird die Steuerwelle 18a beim Einpressen der Kugel 32a in diesem Bereich entsprechend dem eckigen Querschnitt plastisch verformt. Dadurch ist eine einwandfreie und sichere drehfeste Verbindung zwischen der Steuerscheibe 25a und der Steuerwelle 18a gewährleistet.

Die Stirnfläche der Steuerwelle 18a wird zum Tank hin entlastet. Die Steuerwelle 18a ragt in eine Bohrung 35 an der Deckelinnenseite 27a. In Höhe des Ringraumes 24a wird die Steuerwelle 18a von einer Diametralbohrung 36 durchsetzt, in die eine in Achsrichtung der Steuerwelle 18a verlaufende Bohrung 37 mündet. Sie erstreckt sich bis in den Boden 38 der Bohrung 33a der Steuerwelle 18a. Die Kugel 32a, mit der die Steuerscheibe 25a drehfest auf der Steuerwelle 18a gehalten wird, befindet sich mit Abstand vom Boden 38 der Sacklochbohrung 33a.

Die Steuerwelle 18a endet mit Abstand vom Boden 39 der Sacklochbohrung 35 des Deckels 20a. Die Sacklochbohrung 35 und auch die Bohrung 33a der Steuerwelle 18a sind zum Tank 3 hin entlastet. Dies wird dadurch erreicht, daß in der Innenwandung 40 der Bohrung 33a der Steuerwelle 18a wenigstens ein an der Kugel 32a vorbei führender Durchlaß 41 vorgesehen ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei diametral einander gegenüberliegende Durchlässe 41 und 42 vorgesehen, die sich in Achsrichtung der Steuerwelle 18a erstrecken und als Vertiefungen in der Wandung 40 der Bohrung 33a ausgebildet sind. Über diese Durchlässe 41, 42 ist die Bohrung 33a mit der Längsbohrung 37 und über die Tankbohrung 23a mit dem Tank 3 verbunden. Auf diese Weise ist eine Druckentlastung an der Kugel 32a vorbei möglich. Dadurch wird die Stirnfläche der Steuerwelle 18a entlastet, so daß die Steuerscheibe 25a auch bei maximaler Druckbeaufschlagung durch das im Druckraum 21a befindliche Hydraulikmedium nur verhältnismäßig geringen Druckkräften ausgesetzt ist. Dadurch ist die Reibung zwischen der Steuerscheibe 25a und der Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a entsprechend gering. Das Hydraulikmedium wirkt nur über die Fläche der Steuerscheibe 25a, nicht jedoch über die Fläche der Steuerwelle 18a. Darum ergibt sich ein sehr geringes Verstellmoment, mit dem der Steuerhebel 19 zum Drehen der Steuerwelle 18a betätigt werden muß.

Die Durchlässe 41, 42 sind so gestaltet, daß die Längsbohrung 37 mit der Bohrung 33a verbunden ist. Die Durchlässe 41, 42 müssen nicht in Achsrichtung verlaufen, sondern können beispielsweise auch in Umfangsrichtung der Wandung 40 geneigt verlaufen.

Der Druckraum 21 kann mit maximalem Steuerdruck beaufschlagt werden. Das Befüllen des anhand von Fig. 6 beschriebenen Systems erfolgt über das Verschließen der Tankbohrung 22a, 23a mittels der Steuerscheibe 25a, die in entsprechender Richtung gedreht wird. Während dieses Verschließens steigt der Druck im Druckraum 21a permanent an. Die Steuerscheibe 25a wird dadurch in zunehmendem Maße gegen die Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a gedrückt. Der Durchmesser der Steuerbohrung 22a kann darüberhinaus wesentlich kleiner sein als bei den herkömmlichen Ventilen, so daß sich die hydraulische Differenzkraft verringert. Dadurch werden die Reibkräfte zwischen der Steuerscheibe 25a und der Stirnseite 26a des Grundkörpers 17a weiter verringert. In der Praxis hat sich gezeigt, daß das Verstellmoment, das am Steuerhebel 19a zum Drehen der Steuerwelle 18a aufgebracht werden muß, wesentlich kleiner ist als bei den herkömmlichen Ventilen. Bei diesen herkömmlichen Ventilen sind Verstellmomente in der Größenordnung von 130 Ncm bis 150 Ncm üblich. Mit der beschriebenen Ausbildung eines Ventiles gemäß Fig. 1 beträgt dieses am Steuerhebel 19 aufzubringende Verstellmoment nur noch etwa 25 Ncm bis etwa 35 Ncm. Aufgrund dieses erheblich kleineren Drehmomentes werden die Bewegungselemente nur noch wenig belastet. Dadurch wird der Verschleiß des Ventiles entsprechend verringert. Das Steuerverhalten des Ventiles 6a wird durch die nur noch sehr geringen Reibkräfte wesentlich verbessert.

Fig. 2 zeigt ein Ventil 6b, bei dem anstelle einer Kugel eine Rolle 32b als Befestigungselement für die Steuerscheibe 25b eingesetzt wird. Die Rolle 32b ist wiederum so ausgebildet, daß mit ihr beim Einsetzen in die Bohrung 33b die Wandung der Steuerwelle 18b in der beschriebenen Weise plastisch verformt wird.

Die Steuerwelle 18b ragt entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 1b in die Sacklochbohrung 35b in der Deckelinnenseite 27b und ist innerhalb dieser Sacklochbohrung mit dem Dichtring 30b abgedichtet. Die Rolle 32b liegt an einer Innenschulter 43 an, die am Übergang von der Längsbohrung 37b in die Bohrung 33b vorgesehen ist. Zur Druckentlastung wird die Rolle 32b von einer Längsbohrung 44 durchsetzt, durch welche die Bohrungen 33b und 35b über die Längsbohrung 37b und die Tankbohrung 23b mit dem Tank 3 verbunden sind. Im übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 1b. Auch bei diesem Ventil 6b treten zwischen der Steuerscheibe 25b und der Stirnseite 26b des Grundkörpers 17b nur geringe Reibkräfte auf, so daß am Steuerhebel 19 nur geringe Drehmomente aufgebracht werden müssen, um die Steuerwelle 18b und damit die Steuerscheibe 25b zu drehen.

Die Fig. 3, 3a zeigen eine vereinfachte Ausführungsform eines Ventiles 6c, dessen Ausbildung grundsätzlich dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 entspricht. Anstelle der Rolle zur Befestigung der Steuerscheibe 25c auf der Steuerwelle 18c wird nur die Wandung der Bohrung 33c der Steuerwelle 18c plastisch verformt. Hierzu wird ein Werkzeug 34 in die Bohrung 33c der Steuerwelle 18c eingesetzt. Es hat eine Verformungskugel 45, die am freien Ende eines stößelartigen Tragkörpers 46 vorgesehen ist. Der Durchmesser der Verformungskugel 45 ist größer als der Innendurchmesser der Bohrung 33c. Dadurch wird beim Eintreiben der Verformungskugel 45 in die Bohrung 33c deren Wandung plastisch verformt, wodurch die beschriebene drehfeste Verbindung zwischen der Steuerscheibe 25c und der Steuerwelle 18c hergestellt wird.

Die Bohrung 33c der Steuerwelle 18c bzw. die Sacklochbohrung 35c des Deckels 20c ist mit der Längsbohrung 37c der Steuerwelle 18c verbunden. Über die Tankbohrung 23c sind auf diese Weise die Bohrungen 33c, 35c mit dem Tank 3 verbunden. Auch bei dieser Ausführungsform ist die Reibkraft, die bei dem Druckaufbau im Druckraum 21c zwischen der Steuerscheibe 25c und der Stirnseite 26c des Grundkörpers 17c auftritt, gering, da das Hydraulikmedium den Querschnitt der Steuerwelle 18c nicht belastet. Darum ist zum Verstellen des Steuerhebels 19 wiederum nur ein geringes Drehmoment erforderlich.

Das Werkzeug, mit dem die verschiedenen Verformungskörper eingepreßt werden, ist entsprechend der Ausbildung des zu verformenden Körpers ausgebildet.

Die Fig. 4, 4a zeigen ein Ventil 6d, bei dem wiederum die Kugel 32d zur drehfesten Verbindung der Steuerscheibe 25d mit der Steuerwelle 18d herangezogen wird. Die Innenwandung 40d der Bohrung 33d ist entsprechend der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 1b mit wenigstens einem Durchlaß 41d versehen. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel sind wiederum zwei diametral einander gegenüberliegende Durchlässe 41d, 42d vorgesehen, die einen Durchgang an der Kugel 42d vorbei zum Tank 3 gewährleisten. Die Durchlässe 41d, 42d sind gleich ausgebildet wie bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 1b, so daß auf die dortigen Ausführungen verwiesen werden kann. Die Längsbohrung 37d erstreckt sich über die ganze Länge der Steuerwelle 18d und ist an dem der Bohrung 33d gegenüberliegenden Ende durch eine Kugel 47 geschlossen, mit der ebenso wie mit der Kugel 32d die Wandung der Steuerwelle 18d plastisch verformt wird. In diesem Falle wird der Steuerhebel 19 drehfest mit der Steuerwelle 18d verbunden. Im übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 1b.

Die Kugel 47 dient somit als Verschluß der Längsbohrung 37d und zur drehfesten Verbindung des Steuerhebels 19 mit der Steuerwelle 18d. Vorzugsweise kann die Steuerwelle 18d aus einem Rohr gefertigt werden, so daß die Längsbohrung 37d nicht gebohrt werden muß.

Das Ventil 6e gemäß den Fig. 5 und 5a unterscheidet sich von den vorigen Ausführungsbeispielen dadurch, daß die Steuerscheibe 25e mittels eines Diametralstiftes 48 drehfest mit der Steuerwelle 18e verbunden wird. Der Diametralstift 48 durchsetzt die Steuerwelle 18e und deren Längsbohrung 37e.

Die Steuerscheibe 25e hat, wie Fig. 5a zeigt, in der Innenwandung 49 einer Durchgangsöffnung 50 für die Steuerwelle 18e diametral einander gegenüberliegend zwei Vertiefungen 51 und 52, in die der Diametralstift 48 mit seinen Enden ragt. Die Breite der Vertiefungen 51, 52 ist gleich dem Durchmesser des Diametralstiftes 48, so daß die Steuerscheibe 25e ohne Spiel über den Diametralstift 48 mit der Steuerwelle 18e drehfest verbunden werden kann. Mit dem Diametralstift 48 ist eine einfache Montage des Ventiles 6e gewährleistet. Im übrigen entspricht das Ventil 6e der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3.

Bei sämtlichen beschriebenen Ausführungsformen ist der auf die Steuerscheibe wirkende Druck gering, so daß auch die zwischen der Steuerscheibe und dem Grundkörper des Ventiles auftretenden Reibkräfte entsprechend niedrig sind. Dementsprechend sind nur geringe Drehmomente erforderlich, um über den Steuerhebel die Steuerwelle und damit die Steuerscheibe zu drehen. Die beweglichen Teile werden darum nur wenig belastet, wodurch auch der Verschleiß im Ventil verringert wird. Die Befestigungsteile des Ventiles werden mit entsprechend geringen Biegemomenten belastet, wodurch sie auch eine hohe Lebensdauer haben. Aufgrund der geringen Reibkräfte ist eine präzise und genaue Verstellung der Steuerscheibe gewährleistet.


Anspruch[de]
  1. 1. Ventil für eine hydraulische Niveauregelung bei Fahrzeugen, vorzugsweise Kraftfahrzeugen, mit einer Steuerwelle, auf der drehfest eine Steuerscheibe sitzt, die in einem Druckraum untergebracht ist, in den eine Tankbohrung mündet, die mit einem Tank der Niveauregelung verbindbar ist, wobei der Durchlaßquerschnitt der Tankbohrung mittels der Steuerscheibe veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Steuerwelle (18a bis 18e) in eine Vertiefung (35; 35b; 35c) eines den Druckraum (21a; 21c) begrenzenden Deckels (20a; 20c) ragt und gegenüber dem Druckraum (21a; 21c) abgedichtet ist, und daß vom freien Ende der Steuerwelle (18a bis 18e) eine axiale Bohrung (33a bis 33d) ausgeht, welche zum Tank (3) des Hydraulikmediums hin entlastet ist.
  2. 2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (18a bis 18e) gegenüber dem Deckel (20a; 20c) durch mindestens einen Dichtring (30)a, 30b) abgedichtet ist, der die Steuerwelle (18a bis 18e) umgibt.
  3. 3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der axialen Bohrung (33a bis 33d) zur drehfesten Verbindung der Steuerwelle (18a bis 18d) mit der Steuerscheibe (25a bis 25d) plastisch verformbar ist.
  4. 4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Bohrung (33a; 33b; 33d) durch ein Formschlußteil (32a; 32b; 32d) plastisch verformbar ist.
  5. 5. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Bohrung (33c) der Steuerwelle (18c) durch ein Werkzeug (34) plastisch verformbar ist.
  6. 6. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (18a; 18d) mindestens einen am Formschlußteil (32a; 32d) vorbeiführenden Durchlaß (41, 42; 41d, 42d) aufweist, der die Bohrung (33a; 33d) mit dem Tank (3) verbindet.
  7. 7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaß (41, 42; 41d, 42d) eine Vertiefung in der Wandung (40; 40d) der Bohrung (33a; 33d) der Steuerwelle (18a; 18d) ist.
  8. 8. Ventil nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Formschlußteil (32b) eine Durchlaßöffnung (44) aufweist, durch die eine Verbindung zwischen der Bohrung (33b) und dem Tank (3) zur Druckentlastung herstellbar ist.
  9. 9. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Steuerwelle (18a bis 18e) Abstand vom Boden (39) der Vertiefung (35; 35b; 35c; 35e) des Deckels (20a; 20c) hat.
  10. 10. Ventil nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (25e) über einen die Steuerwelle (18e) durchsetzenden Diametralstift (48) drehfest mit der Steuerwelle (18e) verbunden ist.






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