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Dokumentenidentifikation DE69210985T2 31.10.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0553542
Titel Verbesserungen an einer Air-Bag-Anordnung
Anmelder General Engineering (Netherlands) B.V., Utrecht, NL
Erfinder Skötte, Lars-Gunnar, S-433 338 Partille, SV;
Nordin, Stefan, S-441 37 Alingsas, SV;
Lindstrom, Martin, S-443 95 Stenkullen, SV
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69210985
Vertragsstaaten DE, ES, FR
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.10.1992
EP-Aktenzeichen 923092191
EP-Offenlegungsdatum 04.08.1993
EP date of grant 22.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.1996
IPC-Hauptklasse B60R 21/22

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Airbag-Anordnung und insbesondere auf eine Airbag-Anordnung, die dazu bestimmt ist, einen Fahrer oder Beifahrer in einem Motorfahrzeug, beispielsweise einem Kraftfahrzeug, zu schützen.

Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen Airbag bzw. Luftsack in einem Kraftfahrzeug vor dem Fahrer oder vor einem Beifahrer des Kraftfahrzeugs anzuordnen, wobei der Sack dazu bestimmt ist, im Falle eines Unfalls aufgeblasen zu werden. Der Sack stellt somit ein "Kissen" für Fahrer oder Beifahrer bereit.

Die Gestaltung von Airbags ist heutzutage sehr weit entwikkelt, und der Sack ist dazu bestimmt, aufgeblasen zu werden, wenn der Fahrer oder Beifahrer im Kraftfahrzeug nach vorn geschleudert wird.

Es kann auf die EP-A-O,344,422 Bezug genommen werden, die einen Airbag bzw. Sack offenbart, bei dem Teile des Sacks durch Heften unter Bildung einer Biese" bzw. "Falte" zusammengefaltet sind, wobei das Geheftete eine "Aufreißnaht" bildet. Der Hauptzweck hiervon besteht darin, die Art und Weise zu steuern, in der der Sack aufgeblasen wird. Somit steuert die "Aufreißnaht" wirksam die Aufblasgeschwindigkeit oder die Richtung, in der sich der Sack beim Aufblasen erweitert, so daß der Sack, wenn er aufgeblasen wird, nicht mit einer wesentlichen Kraft auf den Fahrer oder Beifahrer auftrifft. Die "Aufreißnaht" ist so ausgelegt, daß sie zerreißt oder aufreißt, wobei die "Falte" sich öffnen kann und dadurch das Innenvolumen des Sacks wirkungsvoll vergrößert.

Ein Nachteil des Systems der EP-A-0,344,422 besteht darin, daß die "Aufreißnaht" eine Heftung bzw. eine Heftnaht beinhaltet, die durch den Teil des Sacks hindurchgeht, der die Grenze zwischen Innenseite und Außenseite des Sacks bildet. Wenn die Aufreißnaht zerreißt bzw. aufreißt, versteht es sich, daß entweder der die Heftnaht bildende Faden reißen kann oder das Gewebe im Bereich der Naht zerreißen kann. Es ist möglich, daß das Gewebe längs der Heftungslinie zerreißt, da es bereits von der Nadel durchstochen worden ist, während die Heftnaht eingebracht worden ist, wodurch das Gewebe längs der Heftlinie durchlöchert oder geschwächt sein kann. Es ist auch möglich, daß das Gewebe benachbart zu der vorhandenen Heftung reißt bzw. aufreißt. In jedem Fall ist es gut möglich, daß das Gewebe des Sacks beschädigt wird. Wenn das Gewebe des Sacks beschädigt und durchlöchert ist, kann der Sack in unerwünschter Weise Luft verlieren und dann nicht die gewünschte Kissenwirkung aufweisen.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf, eine verbesserte Airbag-Anordnung bereitzustellen.

Erfindungsgemäß wird ein aufblasbarer Sack geschaffen, der dazu bestimmt ist, einen Fahrer oder Beifahrer in einem Motorfahrzeug zu schützen, wobei: der Sack aus wenigstens einem Stoffelement gebildet ist; Bereiche des Stoffs durch Nähte zusammengehalten sind; der Sack mit wenigstens einem aufreiß baren Mittel versehen ist, das so ausgelegt ist, daß es zerreißt, wenn der Sack einem Innendruck ausgesetzt ist, der größer ist als ein vorbestimmter Druck; das aufreißbare Mittel die Art und Weise steuert, in der der Sack aufgeblasen wird; das Innenvolumen des Sacks größer ist, wenn das aufreißbare Mittel aufgerissen ist; dadurch gekennzeichnet, daß Zonen des Stoffs benachbart zu den Nähten vorhanden sind, die, wenn sie durchlöchert oder beschädigt sind, die Unversehrtheit des Sacks nicht beeinflussen, wobei das (die) aufreißbare(n) Mittel in diesen Zonen des Stoffs vorhanden ist (sind).

Es versteht sich hierbei, daß das aufreißbare Mittel eine geheftete Naht umfassen kann, wobei entweder der die Naht bildende Faden oder der Stoff, durch den der Faden verläuft, aufreißbar ausgebildet sein kann, oder einen besonderen Stoffabschnitt in der Zone der Heftnaht umfassen kann, der zum Aufreißen gedacht ist, wenn eine geeignete Kraft auf den Stoff wirkt.

Vorzugsweise stehen die besagten Zonen des Stoffs unter Spannung, wenn der Sack aufgeblasen ist, und bilden wenigstens eine Falte in Seitenwänden des Sacks.

In einer Ausführungsform beinhaltet das oder jedes aufreißbare Mittel eine geheftete Naht, die benachbart zu einem Rand von Stoffelementen liegt, die durch die Befestigungsnähte zusammengehalten werden, wobei sich Randbereiche des Stoffs zwischen den Befestigungsnähten und dem Rand des Stoffs erstrekken und sich die "Aufreißnaht" in diesen Randbereichen befindet.

In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung wird das oder jedes aufreißbare Mittel durch ein Stück Stoff gebildet, das eine in dem Sack gebildete Falte zusammenhält und sich über diese erstreckt. Das Stück Stoff kann mit dem Stoff des Sacks ein Teil bilden, oder das Stück Stoff kann von dem Stoff des Sacks getrennt sein. Vorzugsweise weist das Stück Stoff einen geschwächten Abschnitt auf, um das Aufreißen des Stoffs zu erleichtern, und der geschwächte Teil kann durch eine oder mehrere Einschnitte gebildet sein, die in den Rändern des Stoffstücks ausgebildet sind.

Vorzugsweise ist wenigstens eine Seite des Sacks unter Bildung einer Falte gefaltet, so daß Bereiche von Randabschnitten des diese Seite des Sacks bildenden Stoffs, d.h. Abschnitte des Stoffs zwischen den Rändern des Stoffs und Befestigungsnähten, die benachbart zu den Rändern der Seite des Sacks liegen und die Seite des Sacks an anderen Seiten des Sacks halten, so gefaltet werden, daß sie einander benachbart liegen, wobei diese Bereiche durch die Aufreißnähte aneinander gehalten werden.

In einer Ausführungsform sind die Zonen des Sacks, die die Unversehrtheit des Sacks nicht bestimmen, an der Außenseite des Sacks angeordnet. Alternativ sind die Abschnitte des Sacks, die die Unversehrtheit des Sacks nicht beeinflussen, auf der Innenseite des Sacks angeordnet.

In einer Ausführung besteht der Sack aus einer einfachen Stoffbahn von im allgemeinen kreuzförmiger Gestalt.

Alternativ besteht der Sack aus drei Stoffbahnen, wobei zwei Bahnen gegenüberliegende Seitenwände bilden und eine weitere Bahn eine obere Wand, eine Stirnwand und eine untere Wand des Sacks bilden, ausgehend von einer Orientierung.

Zum besseren Verständnis der Erfindung und zur Würdigung weiterer Merkmale wird die Erfindung nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, wobei:

Fig. 1 eine Ansicht einer herkömmlichen Naht in einem Airbag zeigt,

Fig. 2 eine Ansicht einer alternativen Ausführungsform einer Naht zeigt,

Fig. 3 eine Draufsicht auf einen "Rohzuschnitt" zeigt, der zur Herstellung eines Sacks verwendet werden kann,

Fig. 4 eine Ansicht eines aus dem Rohzuschnitt nach Fig. 3 hergestellten Sacks zeigt,

Fig. 5 eine Ansicht des Sacks nach Fig. 4 nach Fertigstellung zeigt,

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Form eines Sacks zeigt,

Fig. 7 eine Ansicht des Sacks nach Fig. 6 zeigt, wobei dessen Innenseite nach außen gewendet ist,

Fig. 8 eine Ansicht entsprechend Fig. 5 ist, die eine modifizierte Ausführungsform der Erfindung erläutert,

Fig. 9 eine Querschnittansicht der Fig. 8 längs Linie IX-IX ist,

Fig. 10 eine Draufsicht auf ein Teil des Stoffs, der den Sack nach Fig. 8 und 9 bildet, zeigt, und

Fig. 11 eine Ansicht eines Teils eines weiter modifizierten Sacks gemäß der Erfindung zeigt, wobei zum Zweck der Klarheit der Darstellung Teile davon weggeschnitten sind.

Zunächst auf Fig. 1 Bezug nehmend, ist eine herkömmliche "verriegelte" Naht für einen Airbag oder ähnliches dargestellt. Eine erste Stoffbahn 1 ist an ihrem endseitigen Rand auf sich selbst zurückgefaltet, wobei eine U-förmige Kehle 2 entsteht. Eine zweite Stoffbahn 3, die mit der ersten Bahn zu verbinden ist, ist an ihrem endseitigen Rand umgefaltet, wobei eine U- förmige Kehle 4 entsteht.

Die zurückgefalteten Ränder werden dann ineinandergefügt, so daß die beiden Kehlen 2 und 4 ineinandergreifen, worauf eine Heftnaht 5 so angebracht wird, daß sie sich durch die vier Stoffstärken hindurch erstreckt. Demnach verläuft die Heftnaht 5 durch die Teile der Stoffbahn 1, die beide Seitenwände der Kehle 2 bildet, und durch die Teile der Stoffbahn 3, die beide Seitenwände der Kehle 4 bildet.

Es ist anzumerken, daß eine derartige Naht keine freiliegenden, freien Kanten des Stoffs bzw. Gewebes aufweist.

Fig. 2 erläutert eine alternative Form einer Naht, wobei zwei Stoffbahnen 6, 7 so angeordnet werden, daß sich deren Randabschnitte 8, 9 benachbart zueinander befinden, und eine Heftungslinie 10 so eingebracht wird, daß die Randabschnitte 8 und 9 miteinander verbunden werden. Die Heftnaht wird in einem Abstand vom Ende der Randabschnitte 8 und 9 angebracht, so daß die Randabschnitte zwischen der Naht und dem Stoffrand noch deutlich identifizierbar sind.

Es sei bemerkt, daß wenn ein Airbag unter Verwendung eines der in Fig. 2 erläuterten Nahttypen hergestellt wird, die Randabschnitte 8 und 9 ihrerseits nicht unmittelbar zur Unversehrtheit des Sacks beitragen, da der Teil des Sacks, der das Innere des Sacks vom äußeren des Sacks effektiv trennt, tatsächlich durch die Stoffbahnen 6 und 7 gebildet wird. Wenn folglich ein Ein- bzw. Aufreißen der Randabschnitte 8 oder 9 auftritt, verursacht dies an sich noch keinen Luftverlust eines Airbags, der wie in Fig. 2 erläutert aus Stoffbahnen 6 und 7 hergestellt ist.

Nunmehr auf Fig. 3 Bezug nehmend, ist ein Rohzuschnitt 11 aus Stoff dargestellt, aus dem ein Airbag hergestellt werden kann. Der Zuschnitt besitzt im allgemeinen kreuzförmige Gestalt mit einem im wesentlichen quadratischen Mittelbereich 12 und vier senkrecht verlaufenden Zweigen 13. Jeder Zweig verjüngt sich geringfügig in Richtung auf seinen freien Endabschnitt.

Der Rohzuschnitt nach Fig. 3 kann gefaltet werden, um einen Sack mit der Gestaltung gemäß Fig. 4 zu bilden, in dem die vier Zweige 13 so gefaltet werden, daß sie parallel zueinander verlaufen, und zwar in einer Richtung, die senkrecht zur Ebene des quadratischen Mittelabschnitts 12 verläuft. Die freien Ränder der Zweige stoßen dann aneinander und können an den Stellen, die mit den gestrichelten Linien 14 in Fig. 3 angegeben sind, geheftet werden, wobei Nähte 15 gebildet werden, wie in Fig. 4 dargestellt. Der Sack wird somit aus einer einteiligen Stoffbahn hergestellt, wobei aber die Ränder des Stoffs durch Befestigungsnähte 15 miteinander verbunden werden. Die Nähte 15 sind im allgemeinen von der Art, wie sie Fig. 2 zeigt, wobei die Randbereiche des Stoffs zwischen der Heftnaht und dem Stoffrand nicht zur Unversehrtheit des Sacks beitragen.

Nunmehr auf Fig. 5 der beigefügten Zeichnungen Bezug nehmend, ist ersichtlich, daß der Sack nach Fig. 4 axial zusammengedrückt worden ist, wodurch eine Falte 16, 17 in der oberen und unteren Wand des Sacks gebildet worden ist. Die Seitenwände des Sacks werden in entsprechender Weise verformt, wobei die Verformung allerdings mit einiger Wahrscheinlichkeit zur Innenseite des Sacks hin erfolgt.

Es ist ersichtlich, daß die Falte 16 an jedem Endabschnitt die Bereiche 18, 19 der vorstehenden Randabschnitte des Stoffs des Sacks zusammenbringt, die über die Befestigungsnähte 15 hervorstehen. Diese aneinanderstoßenden Zonen 18 und 19 werden mittels einer zickzackförmigen "Aufreißnaht" 20 miteinander verbunden. Wie Fig. 5 zeigt, befinden sich vier derartige "Aufreißnähte" an dem Sack. Die Aufreißnähte halten die Falten aufrecht und begrenzen das Innenvolumen des Sacks.

Wenn der Airbag aufgeblasen wird und somit den in Fig. 5 dargestellten Zustand einnimmt, werden die Aufreißnähte anfangs unter leichte Spannung gesetzt. Wenn der Druck im Sack weiter steigt, reißen die Aufreißnähte auf bzw. ein, wodurch die Falten 16, 17 freigegeben werden und auf diese Weise das Innenvolumen des Sacks vergrößern. Die Aufreißnähte sind so angeordnet, daß das Aufblasen des Sacks gesteuert wird, so daß der Sack nicht auf einen Fahrer oder Beifahrer auftrifft, der durch den Sack geschützt werden soll.

Die Aufreißnähte reißen entweder dadurch, daß der die Heftnaht bildende Faden reißt, oder daß der Stoff im Gebiet der Heftnaht oder in deren Nähe einreißt, auf bzw. ein. Man sieht, daß selbst dann, wenn das Aufreißen der Aufreißnaht dazu führt, daß sich Öffnungen innerhalb des Sackmaterials bilden, diese Öffnungen lediglich in dem Teil des Sackmaterials auftreten, welches sich zwischen der Befestigungsnaht 15 und dem Stoffrand befindet, mit anderen Worten in einer Position, die den Randabschnitten 8 und 9 nach Fig. 2 entspricht, was die Unversehrtheit des Sacks nicht beeinflußt.

Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform eines Sacks, ähnlich dem, der in Fig. 5 dargestellt ist, der zwei seitliche Bahnen 21, 22 enthält, die jeweils einem der Zweige 13 des Rohzuschnitts nach Fig. 3 entsprechen, sowie ein einzelne Bahn 23 an der Oberseite, Stirnseite und Unterseite, die den anderen beiden Zweigen und dem quadratischen Mittelabschnitt des Rohzuschnitts nach Fig. 3 entspricht.

Es ist ersichtlich, daß die obere Bahn mit beiden Seitenbahnen längs der Oberseite des Sacks, über die Stirnseite und entlang der Unterseite des Sacks angeheftet ist, wobei auf die Orientierung in Fig. 6 Bezug genommen wird.

Die übrigen Merkmale des Sacks sind die gleichen wie in Bezug auf den Sack nach Fig. 5 beschrieben.

Der Sack nach Fig. 6 kann gewendet bzw. seine Innenseite nach außen gekehrt werden, so daß die Falten 16, 17 im Inneren des Sacks liegen, wie in Fig. 7 gezeigt. Dadurch entsteht ein Sack mit einer glatteren Außenseite, wodurch die Verletzungsgefahr für eine Person, auf die der Sack auftrifft, minimiert wird.

Es ist herausgefunden worden, daß unterschiedliche Heftarten verwendet werden können, um die oben beschriebenen Aufreißnähte 20 zu bilden. Während auf Zickzack-Aufreißnähte Bezug genommen wurde, können unterschiedliche Formen des Heftens verwendet werden, die eine oder mehrere gerade Nähte enthalten, die sich parallel zum Stoffrand erstrecken, eine oder mehrere gerade Nähte, die sich parallel zueinander, aber senkrecht zum Stoffrand erstrecken, oder auch eine mit "Zinnen" versehene ("castellated") Naht. Es wurde herausgefunden, daß diese Heftnähte nicht immer ganz einwandfrei funktionieren, indem die maximale Belastung, die zum Aufreißen einer Heftnaht dieser Art erforderlich ist, im Vergleich zur durchschnittlichen Belastung wesentlich größer als die durchschnittliche Belastung sein kann. Typischerweise beträgt die maximale Belastung etwa das Doppelte der durchschnittlichen Belastung.

Es wurde herausgefunden, daß bessere Ergebnisse erzielt werden können, wenn das aufreißbare Mittel aus einem Stoffstück besteht, das sich über eine Falte, die in dem Sack ausgebildet ist, hinweg erstreckt und diese zusammenhält.

Nunmehr auf Fig. 8 Bezug nehmend, die eine modifizierte Ausführungsform des in Fig. 6 erläuterten Sacks darstellt, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche Teile beziehen, besitzt der Sack zwei einander gegenüberliegende Falten 16, 17 der oben erläuterten Art. Insbesondere auf Falte 16 Bezug nehmend, sind die Zonen 18 und 19 der vorstehenden Randabschnitte des Stoffs des Sacks, die sich über die Befestigungsnähte 15 im Bereich der Falte hinaus erstrecken, durch ein Stück Stoff 24 zusammengehalten, das mit dem Gebiet 19 ein Teil bildet und einen freien Endabschnitt aufweist, der an das Gebiet 18 angeheftet oder auf sonstige Weise daran befestigt ist. Das Stoffstück 24 besitzt einen geschwächten Mittelbereich, der durch einen Einschnitt 25 gebildet wird, welcher in einer Seite des Stoffstücks eingebracht ist. Die Anordnung ist so, daß wenn der Sack aufgeblasen und einem Innendruck ausgesetzt wird, der über einer vorherbestimmten Grenze liegt, das Stoffstück 24 quer einreißt, wobei der Riß am Einschnitt 24 beginnt. Das Einreißen folgt dem Kett- oder Schußfaden des Stoffs. Es wurde herausgefunden, daß die Anordnung eines auf reißbaren Mittels dieser Art bessere Ergebnisse liefert, indem innerhalb einer Anzahl von Säcken die Maximalkraft, die nötig ist, um die Betätigung des aufreißbaren Mittels auszulösen, sehr nah an der durchschnittlichen Kraft für diese Anzahl liegt. Man sieht, daß die Falte 17 mit einem ähnlichen auf reißbaren Mittel versehen ist. Fig. 9 zeigt eine Querschnittsansicht dieser Anordnung und erläutert, wie das zusätzliche Stoffstück 24 mittels einer doppelten Naht 26 an die Zone 18 angeheftet ist. Fig. 10 zeigt den Rand des Stoffstücks, der zur Bildung des Oberteils des in Fig. 8 gezeigten Sacks verwendet wird, wobei auch das zusätzliche Stoffstück 24 mit dem Einschnitt 25 ersichtlich ist.

Es sei angemerkt, daß das Stoffstück 24, das das aufreißbare Mittel bildet, in der unter Bezugnahme auf Fig. 8 bis 10 beschriebenen Ausführungsform mit dem Stoff, aus dem der übrige Teil des Sacks besteht, ein Teil bildet, während der das aufreißbare Mittel bildende Stoff auch aus einem separaten Stoffstück 27 bestehen könnte, wie in Fig. 11 dargestellt, wobei dieses separate Stoffstück wiederum einen Einschnitt 25 aufweist und an den daran anstoßenden Zonen 18 und 19 mittels geeigneter Nähte, von denen eine, 28, schematisch dargestellt ist, befestigt ist.

Während das Stoffstück, das das aufreißbare Mittel bildet, mit einem Einschnitt dargestellt ist, der sich in einer Seite befindet, könnte das Stoffstück auch zwei gegenüberliegende Einschnitte aufweisen, die in den gegenüberliegenden seitlichen Rändern ausgebildet sind, oder es könnte eine zentrale Öffnung besitzen, vorzugsweise in "Diamant-"Form.

Ein Sack mit einem aufreißbaren Mittel, wie in Fig. 8 bis 10 oder in Fig. 11 dargestellt, könnte wiederum gewendet bzw. mit seiner Innenseite nach außen gedreht werden, so daß er dem in Fig. 7 gezeigten Sack ähnelt.

Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


Anspruch[de]

1. Aufblasbarer Sack, der dazu bestimmt ist, einen Fahrer oder Beifahrer in einem Motorfahrzeug zu schützen, wobei: der Sack aus wenigstens einem Stoffelement (12, 13, 21, 22, 23) gebildet ist; Bereiche des Stoffs durch Nähte (15) zusammengehalten sind; der Sack mit wenigstens einem aufreißbaren Mittel (20, 24, 27) versehen ist, das so ausgelegt ist, daß es zerreißt, wenn der Sack einem Innendruck ausgesetzt ist, der größer ist als ein vorbestimmter Druck; das aufreißbare Mittel (20, 24, 27) die Art und Weise steuert, in der der Sack aufgeblasen wird; das Innenvolumen des Sacks größer ist, wenn das aufreißbare Mittel (20, 24, 27) aufgerissen ist; dadurch gekennzeichnet, daß Zonen (18, 19) des Stoffs benachbart zu den Nähten (15) vorhanden sind, die, wenn sie geöffnet oder beschädigt sind, die Unversehrtheit des Sacks nicht beeinflussen, wobei das (die) aufreißbare(n) Mittel (20, 24, 27) in diesen Zonen (18, 19) des Stoffs vorhanden ist (sind).

2. Sack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonen (18, 19) des Stoffs unter Spannung stehen, wenn der Sack aufgeblasen ist, und wenigstens eine Falte (16, 17) in Seitenwänden des Sacks bilden.

3. Sack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes aufreißbare Mittel eine geheftete Naht (20) beinhaltet, die benachbart zu einem Rand von Stoffelementen liegt, die durch die Befestigungsnähte (15) zusammengehalten werden, wobei sich Randbereiche des Stoffs zwischen den Befestigungsnähten (15) und dem Rand des Stoffs erstrecken und sich die Naht in diesen Randbereichen (18, 19) befindet.

4. Sack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes aufreißbare Mittel durch ein Stück Stoff (24, 27) gebildet wird, das eine in dem Sack gebildete Falte (16, 17) zusammenhält und sich über diese erstreckt.

5. Sack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stück Stoff (24) mit dem Stoff des Sacks ein Teil bildet.

6. Sack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stück Stoff (27) von dem Stoff des Sacks getrennt ist.

7. Sack nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Stück Stoff (24, 27) einen geschwächten Abschnitt aufweist, um das Aufreißen des Stoffs zu erleichtern.

8. Sack nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stück Stoff (24, 27) wenigstens einen Einschnitt (25) aufweist, der in dessen Rändern ausgebildet ist, um den besagten geschwächten Teil zu bilden.

9. Sack nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Seite des Sacks unter Bildung einer Falte (16, 17) gefaltet ist, so daß Bereiche (18, 19) von Randabschnitten des diese Seite des Sacks bildenden Stoffs, d.h. Abschnitte des Stoffs zwischen den Rändern des Stoffs und Befestigungsnähten (15), die benachbart zu den Rändern der Seite des Sacks liegen und die Seite des Sacks an anderen Seiten des Sacks halten, so gefaltet werden, daß sie einander benachbart liegen, wobei diese Bereiche (18, 19) durch das (die) aufreißbare(n) Mittel (20, 24, 27) aneinander gehalten werden.

10. Sack nach einern der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonen des Sacks, die die Unversehrtheit des Sacks nicht beeinflussen, an der Innenseite des Sacks angeordnet sind.







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