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Dokumentenidentifikation DE19516827A1 14.11.1996
Titel Zeichenmaschine
Anmelder Marabuwerke GmbH & Co., 71732 Tamm, DE
Erfinder Neumann, Peter, 71720 Oberstenfeld, DE
Vertreter U. Ostertag und Kollegen, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 08.05.1995
DE-Aktenzeichen 19516827
Offenlegungstag 14.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.1996
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B43L 13/04   
Zusammenfassung Zur Feineinstellung der Lineale (40, 42) einer Laufwagenzeichenmaschine wird vorgeschlagen, von den beiden Laufrollenpaaren (20, 22; 24, 26) des vertikalen Laufwagens (19) eines (24, 26) in seitlicher Richtung verschiebbar vorzusehen. Das Verschieben einer diese Laufrollen tragenden Lagerplatte in seitlicher Richtung erfolgt unter Verwendung eines Exzentertriebes.

Beschreibung[de]

Der Erfindung betrifft eine Zeichenmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige Zeichenmaschinen sind als Laufwagenzeichenmaschinen in unterschiedlicher Ausführungsform auf dem Markt. Bei ihnen ist am Zeichenkopf eine Einstelleinrichtung vorgesehen, um die Kanten der vom Zeichenkopf getragenen Lineale parallel zu den Rändern eines in der Praxis oft großen transparenten Zeichenblattes auszurichten, das aufgrund seiner Größe nicht 100%ig exakt parallel zu den Rändern des Zeichenbrettes einjustiert werden kann.

Das Anbringen einer derartigen Fein-Einstelleinrichtung am Zeichenkopf hat den Nachteil, daß zum Betätigen der Fein-Einstelleinrichtung der Kopf ergriffen werden muß und gedrückt werden muß, so daß sich die Lineale nicht im unbelasteten Zustand befinden. Nach Beendigung der Justierung wird der Kopf entlastet, und dies kann aufgrund des Rückfederns der Lineale dazu führen, daß diese doch nicht exakt zu den Blatträndern und Linien auf einer zuvor erstellten Zeichnung ausgerichtet sind.

Diese Belastung des Zeichenkopfes wird noch dadurch erhöht, daß die Fein-Einstelleinrichtung in der Praxis oft schwer zu bedienen ist, da nicht genügend Freiraum zwischen dem Zeichenbrett sowie dem Zeichenkopf und dem in der Regel vorgesehenen Doppelgelenk des den Zeichenkopf tragenden Laufwagens vorliegt.

Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Lösung ist der, daß der Zeichenkopf wieder kompliziert neu auf die horizontale Laufschiene einjustiert werden muß, wenn er einmal zur Feineinstellung auf den Rand eines aufgespannten Blattes verstellt wurde.

Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Zeichenmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß ein einfacheres und sichereres feines Einstellen der am Zeichenkopf angebrachten Lineale auf vorgegebene, durch eine Zeichenunterlage vorgegebene Richtungen möglich ist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Zeichenmaschine mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Bei der erfindungsgemäßen Zeichenmaschine wird der gesamte in vertikaler Richtung bewegliche Laufwagen durch die Einstelleinrichtung fein verschwenkt, was sich sehr präzise, ergonomisch günstig und ohne Belastung des Zeichenkopfes bewerkstelligen läßt.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 bewerkstelligt ein präzises seitliches Verlagern des einen Laufrollenpaares bei ergonomisch besonders günstiger und feinfühliger Betätigung. Darüber hinaus hat die Einstelleinrichtung gemäß Anspruch 2 auch einen mechanisch sehr einfachen Aufbau.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 erhält man eine sichere Verriegelung der Fein-Einstelleinrichtung in der jeweils eingestellten Position.

Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 dient diesem Zweck.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 wird erreicht, daß die Normalstellung des vertikal verfahrbaren Laufwagens auf einfache Weise taktil wiedergefunden werden kann.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 gibt eine besonders einfache und zuverlässige Führungseinrichtung für das die verlagerbaren Laufrollen tragende Lagerteil an.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

Fig. 1 einen Abschnitt einer Laufwagen-Zeichenmaschine mit einer Fein-Einstellungseinrichtung für die Linealkanten; und

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Basisplatte des vertikal verfahrbaren Laufwagens der Zeichenmaschine nach Fig. 1 von oben gesehen, wobei nur die für die Erfindung wichtigsten Teile dieses Laufwagens wiedergegeben sind, teilweise im Schnitt; und

Fig. 3 eine Aufsicht auf die Unterseite der Basisplatte des vertikal verfahrbaren Laufwagens.

In Fig. 1 ist mit 10 ein Zeichenbrett bezeichnet, welches von einem nicht wiedergegebenen Gestell getragen ist. Auf dem Zeichenbrett 10 ist eine obere horizontale Laufschiene 12 längs der oberen Brettkante angebracht. Auf der Laufschiene 12 läuft ein horizontal verfahrbarer Laufwagen 14 mittels zweier Paare von Laufrollen 16. Die beiden horizontal verfahrbaren Laufwagen tragen eine vertikale Laufschiene 18, auf welcher ein insgesamt mit 19 bezeichneter vertikaler Laufwagen mittels zweier Laufrollenpaare 20, 22 bzw. 24, 26 verfahrbar ist.

Die Laufrollen 20, 22 sind fest an einer Basisplatte 28 des Laufwagens 19 gelagert.

Die Laufrollen 24, 26 sind auf der Basisplatte 28 in zur Achse der Laufschiene 18 senkrechter Richtung verschiebbar mittels einer Lagerplatte 30 (vergleiche Fig. 2) gelagert. Zum transversalen Verschieben der Lagerplatte 30 dient ein Einstellrad 32, welches durch einen Bremshebel 34 in seiner momentanen Winkelstellung arretierbar ist bzw. für ein Drehen freigebbar ist.

Die Basisplatte 28 trägt eine mit 36 bezeichnete Grundplatte eines insgesamt mit 38 bezeichneten Zeichenkopfes, der in bekannter Weise zwei Lineale 40, 42 trägt, die in Winkelrichtung einstellbar sind.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, hat die Lagerplatte 30 einen nach unten hängenden hülsenförmigen Ansatz 44, der in einem Langloch 46 der Basisplatte 28 verschiebbar ist, dessen Längsachse senkrecht auf der der Laufschiene 18 steht. Ferner hat die Lagerplatte 30 einen nach unten herabhängenden Zapfen 48, der in einem Langloch 50 der Basisplatte 28 ebenfalls senkrecht zur Laufschiene 18 verschiebbar ist. Auf diese Weise kann sich die Lagerplatte 30 in zur Richtung der Laufschiene 18 senkrechter Richtung bewegen, wie durch einen Doppelpfeil angedeutet, ist jedoch gegen Verkippung geschützt.

Ein die Laufrolle 24 lagerndes Achsenteil 52 ist in einem Haltebund 54 fest angeordnet, der an die Lagerplatte 30 angeformt ist. Ein Kopfabschnitt des Achsenteiles 52 befindet sich im Inneren des hülsenförmigen Ansatzes 44. Ahnlich hat die Lagerplatte 30 in ihrem in Fig. 2 rechts gelegenen Teil einen nach unten hängenden hülsenförmigen Ansatz 56 sowie einen nach oben stehenden angeformten Haltebund 58. In letzterem ist ein Achsenteil 60 festgelegt, welches die Laufrolle 26 lagert.

Auf dem hülsenförmigen Ansatz 56 ist ein Exzenter 62 drehbar gelagert, der an das Einstellrad 32 angeformt ist. Die zur Drehachse des Einstellrades 32 exzentrische Umfangsfläche des Exzenters 62 arbeitet mit den Rändern eines Langloches 64 zusammen, dessen Längsachse parallel zur Laufschiene 18 verläuft.

Dreht man das Einstellrad 32, so bewegt der Exzenter 62 die Lagerplatte 30 in zur Laufschiene 18 senkrechter Richtung, und auf diese Weise wird der Laufwagen 19 geringfügig gegenüber der Längsachse der Laufschiene 18 verkippt, nachdem die Achsen der Laufrollen 20, 22 unverändert bleiben. Hierdurch werden die Kanten der Lineale 40, 42 auf Ränder oder vorgegebene Linien einer aufgespannten Zeichenunterlage ausgerichtet.

Zum Verriegeln des Einstellrades 32 in der jeweils gewünschten Stellung hat der Bremshebel 34 an seiner dem Einstellrad 32 zugewandten, in Fig. 2 aber verdeckten Stirnfläche eine Riffelung, die mit einer Riffelung 66 zusammenarbeiten kann, die an der Randfläche des Einstellrades 32 vorgesehen ist.

Ferner ist für das Einstellrad 32 eine Rasteinrichtung vorgesehen, die einrastet, wenn der Exzenter 62 im Langloch 64 seine untere oder obere Endstellung erreicht hat, die Lagerplatte 30 also ihre Mittenstellung einnimmt. Hierzu kann beispielweise auf der der Basisplatte 28 zugewandten Stirnfläche des Einstellrades 32 eine Vertiefung vorgesehen sein, die mit einer gegenüberliegenden raumfesten Erhebung auf der Unterseite der Basisplatte oder eines fest mit dieser verbundenen Teiles zusammenarbeitet.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenmaschine mit einer Laufschiene (18), auf welcher ein Laufwagen (19) verfahrbar ist, der einen Laufwagenrahmen (28) und auf diesem gelagerte Laufrollen (20-26) aufweist, mit einem Lineale (40, 42) tragenden Zeichenkopf (38), der an dem Laufwagen (19) angebracht ist, und mit einer Einrichtung zur Feinstellung der Orientierung der Lineale (40, 42), dadurch gekennzeichnet, daß die Fein-Einstelleinrichtung aufweist: ein Lagerteil (30), welches in zur Längsrichtung der Laufschiene (18) senkrechter Richtung verschiebbar auf dem Laufwagenrahmen (28) angeordnet ist und zwei erste Laufrollen (24, 26) trägt, während zwei in Längsrichtung der Laufschiene (18) zu den ersten Laufrollen (24, 26) beabstandete zweite Laufrollen (20, 22) um feste Achsen umlaufend auf dem Laufwagenrahmen (28) angeordnet sind, sowie eine auf das Lagerteil (30) arbeitende Verstellmechanik (32, 62, 64).
  2. 2. Zeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmechanik ein Einstellrad (32) aufweist, welches mit einem Exzenter (62) verbunden ist, der mit einem Langloch (64) zusammenarbeitet, dessen Längsachse parallel zur Laufschiene (18) ausgerichtet ist, wobei das eine Teil des Exzenter-Langlochgetriebes (62, 64) am Laufwagenrahmen (28) abgestützt ist und das andere Teil des Exzenter-Langlochgetriebes (62, 64) an dem verschiebbaren Lagerteil (30) angreift.
  3. 3. Zeichenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einstellrad (32) eine Bremseinrichtung (34) zugeordnet ist.
  4. 4. Zeichenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des Einstellrades (32) eine Riffelung (66) aufweist und die Bremseinrichtung (34) einen mit dem geriffelten Rand des Einstellrades zusammenarbeitenden Bremsabschnitt aufweist.
  5. 5. Zeichenmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine Rasteinrichtung zum Verrasten des Einstellrades (32) in einer mittigen Ruhestellung, in welcher die vom Lagerteil (30) getragenen ersten Laufrollen (24, 26) und die um feste Achsen umlaufenden zweiten Laufrollen (20, 22) gleiche Lage zur Laufschiene (18) aufweisen.
  6. 6. Zeichenmaschine nach einem der Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungseinrichtung für das Lagerteil (30) zwei senkrecht zur Laufschiene (18) verlaufende auf dem Laufwagenrahmen (28) vorgesehene Langlöcher (46, 50) und zwei in diesen laufende mit dem Lagerteil (30) verbundene Führungselemente (44, 48) aufweist.






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