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Dokumentenidentifikation DE19517303A1 14.11.1996
Titel Einrichtung zum Handhaben von Münzen
Anmelder Standardwerk Eugen Reis GmbH, 76646 Bruchsal, DE
Erfinder Petri, Bernd, 68723 Oftersheim, DE
Vertreter Zahn, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 76229 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 02.05.1995
DE-Aktenzeichen 19517303
Offenlegungstag 14.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.1996
IPC-Hauptklasse G07D 3/16
IPC-Nebenklasse G07D 1/00   
Zusammenfassung In Verbindung mit einer Einrichtung zum Handhaben, d. h. Sortieren und/oder Zählen und/oder Ausgeben und/oder Speichern von Münzen oder dergleichen scheibenförmigen Gegenständen, wird die Kombination aus einer Münzvereinzelungs-, Münzzähl- und Münzsortiereinrichtung, und einem der Münzsortiereinrichtung nachgeordneten Münzentresor, der je Sortierausgang einen Münzspeicher aufweist, vorgeschlagen, wobei jeder Münzspeicher eine (münzspezifische) Ausgabeeinheit aufweist, die je für sich über eine räumliche Verteilungseinheit mit einem Münzfach einer Münzenkassette verbunden sind, so daß jedem Münzfach aus der konjugierten Ausgabeeinheit eine vorgegebene Anzahl von Münzen einer bestimmten Art handlingsgerecht zugeführt werden kann.

Beschreibung[de]

Das bei Geldinstituten, Verkehrsbetrieben, Supermärkten oder dergleichen Institutionen erforderliche Münzhandling mit allen Einzelmaßnahmen wie Ein-/Auszahlen, Erkennen/Sortieren und/oder Zählen, sowie Abpacken einerseits und Übernahme/Übergabe, Kontrollieren, Verpacken und Transportieren andererseits ist im allgemeinen ein aufwendiger Vorgang, und zwar sowohl vom Personaleinsatz, als auch vom Kostenaufwand her betrachtet.

In den letzten Jahren hat sich, was zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland anbelangt, die Bargeldbearbeitung und damit auch die Münzbearbeitung größtenteils von den o.g. Institutionen in spezialisierte Geldbearbeitungsbetriebe verlagert. Auch die Landeszentralbanken haben durch die zusätzlich Rollierung von Münzen - zusammen mit den Münzprägeanstalten - diesen Prozeß der Auslagerung der Münzbearbeitung begünstigt, wobei aber keinesfalls zu erkennen ist, ob diese Veränderungen zu irgendwelchen Kosteneinsparungen führten. Insbesondere durch den Transport der gesamten Münzmenge einerseits weg zur Bearbeitung und andererseits zurück als Restgeldbedarf ist ein kostspieliger Umlauf integriert, der funktional eigentlich keine eigenständige Bedeutung hat.

In letzter Zeit sind Geräte auf dem Markt erschienen, welche Münzeinzahlungen aller Art (Banken, Abrechnungen bei Verkehrsbetrieben und andere) quasi im Selbstbedienungsverfahren ermöglichen und somit - neben der entsprechenden Mechanisierung dieses Vorgangs - auch umfangreiche Verwaltungsarbeiten wie Buchen, Statistiken und Belege erstellen, u. a. rationalisieren.

Besonders verwaltungs-, personal- und kostenaufwendig ist die Münzversorgung dort, wo Münzen als Restgeld - insbesondere auf Kassen verteilt - zur Verfügung zu stellen sind. Gegenwärtig wird der erforderliche Münzbedarf von Geldbearbeitungsbetrieben beigefahren, übergeben, vom Filialleiter kontrolliert und in Verwahrung genommen, und schließlich an die ausgebenden Kassen verteilt. Nach Ladenschluß wird dann der (Rest-) Kassenbestand zwischen den Kassen und dem Filialleiter wieder übergeben und abgerechnet; ein ähnlicher Vorgang allerdings in umgekehrter Richtung findet jeweils vor Laden- beziehungsweise Kassenöffnung statt. Selbstverständlich werden auch während der Öffnungszeiten derartige Münzhandlingabläufe an den Kassen abgewickelt.

Die mit den vorgenannten Abläufen verbundenen Kosten - direkte Kosten, wie Beibringen von Münzen in Rollen, sowie indirekte Kosten, wie Verwaltungs- und Personalkosten - sind ganz erheblich. In einer mittleren Filiale einer Supermarktkette fallen ca. DM 80,- pro Woche an direkten und schätzungsweise DM 100,- je Kasse und Woche an indirekten Kosten an; bei ca. 2.000 bis 2.500 Filialen einer Supermarktkette ergeben sich so Kosten in einer Größenordnung von 18 bis 25 Millionen DM pro Jahr.

Die Rationalisierung eines derartigen Kostenvolumens bietet sich deshalb mit Priorität an und sollte im Prinzip auf folgendem Verfahrensablauf basieren:

  • - Münzen werden - nach Münzwerten sortiert - in Säcken von der Landeszentralbank angeliefert, d. h. ohne Kosten (zum Unterschied von Münzrollen);
  • - die Münzsäcke (mit von der Landeszentralbank (oder auch einer Münzprägeanstalt) garantierten Münzmengen und -qualität) werden direkt in Münzspeicher entleert und zugleich (off-line) registriert;
  • - die Münzspeicher geben über integrierte Ausgabeeinheiten durch Selbstbedienung den Bedarf an Münzen an die einzelnen Kassen ab, was ebenfalls ohne zusätzliche Verwaltungs- beziehungsweise Aufsichtsarbeiten erfolgt;
  • - die Kassen bringen ihre Restmünzen am Ende der Laden- beziehungsweise Kassenöffnungszeit ebenfalls selbstbedienend in das Gesamtgerät ein, wobei auch hier keine Verwaltungs- und Aufsichtsarbeiten erforderlich sind (ebenso können in kürzester Zeit und selbstbedienend erforderliche "Kassenstürze" jederzeit zwischendurch abgewickelt werden);
  • - die Ein- und Ausgabezeiten für Münzeinzahlungen und Münzauszahlungen müssen kurz sein;
  • - die Sicherheit der Münzspeicher muß entsprechend den "Kassensicherheitsvorschriften" gewährleistet sein;
  • - die Daten müssen in ihrer Gesamtzeit protokolliert und off- oder on-line abrufbar und auswertbar sein; auch sämtliche Selbstbedienungsvorgänge müssen nachvollziehbar und kontrollierbar sein.


Aus der EP 0 563 395 A1 ist ein "Münzeinzahlungs- und -ausgabe-Gerät" bekannt geworden, das sich als äußerst komplex und somit als sehr aufwendig darstellt, da sämtliche bis dato bekannten Münzbe-/-verarbeitungs- Verfahren, wie Münzvereinzelung, -erkennung, -aussortierung, -sortierung, -transport, -ausgeben in Kombination dargestellt werden. Das bekannte Gerät ist sowohl als "Schalterhilfe", als auch als "Kundenselbstbedienung" einsetzbar, wobei jedoch einige Nachteile dieses Geräts ganz offensichtlich zu Tage treten:

  • - das Gerät ist sehr komplex, sowie mechanisch und elektronisch sehr aufwendig; darüberhinaus sind extrem viele bewegliche Teile vorhanden;
  • - das Gerät enthält bezogen auf seine Gesamtfunktion viele redundante Komponenten;
  • - die einzelnen Münzen werden auf äußerst langen Wegen transportiert, so daß sich ein ziemlich aufwendiges Handling ergibt;
  • - die Münzen werden vereinzelt hintereinander und somit - insbesondere bei größeren Mengen - relativ zeitaufwendig ausgegeben;
  • - die einer auszugebenden Summe entsprechenden Münzen werden auf der Grundlage einer Art Minimierungsrechnung als Münzmischung ausgegeben, wobei die Zahl der Münzen insgesamt ein Minimum ist;
  • - es wird generell von einer aufwendigen direkten Messung der Münzmenge in den Speichern über Sensoren ausgegangen;
  • - Ein- und Auszahlung sind nicht gleichzeitig möglich.


Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Einrichtung zum Handhaben, d. h. Sortieren und/oder Zählen und/oder Ausgeben von Münzen oder dergleichen scheibenförmigen Gegenständen anzugeben, die mit relativ einfachen Mitteln und auf der Grundlage eines relativ einfachen Aufbaukonzepts insoweit universell einsetzbar ist, als sie gleichermaßen als Einzahlungsgerät, als Sortiergerät, als Zählgerät, als Auszahlungsgerät und als Kassettenfüllgerät verwendbar ist.

Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebene Merkmalskombination gelöst.

Mit anderen als im vorstehend zitierten Anspruch 1 gebrauchten Worten basiert die erfindungsgemäße Einrichtung zum Handhaben von Münzen auf einer an sich bekannten Münzsortiereinrichtung mit gleichermaßen an sich bekannten Speicherkästen für die einzelnen Münzsorten eines Münzenensembles. Diese von der Anmelderin seit Jahren hergestellt Münzsortiereinrichtung geht von einem elektromagnetischen Erkennungssystem ("Reis Coin Detection System" = RCDS) aus, mit Hilfe dessen die Münzen auf Echtheit, Qualität und Wertigkeit geprüft und erkannt werden, und die falsche, fremde und beschädigte Münzen aussortiert und die verbleibenden echten beziehungsweise wahren Münzen längs einer Sortierstrecke in die einzelnen Münzspeicher aussortiert werden. Diese Münzspeicher haben einer derartige innere "Geometrie", daß trotz des relativ hohen Münzgewichts (bei vollem Speicher) eine Münzausgabeeinheit am unteren Ende des Speichers die Münzen vereinzelt auszugeben vermag. Den Münzausgabeeinheiten ist ein Münzableitungssystem nachgeordnet, über das die Münzen nach Münzwerten sortiert und gezählt in eine entsprechende Münzenkassette handlings- und benutzerfreundlich (insbesondere einem statistischen Verteilungsschlüssel entsprechend) - räumlich angeordnet - eingelagert werden können.

Die genannten Münzspeicher können dabei grundsätzlich auf unterschiedliche Art und Weise befüllt und entleert werden (vergleiche Anspruch 2).

Einerseits können sie je für sich nach vorn gekippt und direkt mit der vorgegebenen Menge eines Münzsacks gefüllt werden; zum zweiten werden sie über die funktional vorher zugeordnete Münzerkennungs- und -sortiereinrichtung befüllt, indem deren Eingangsschacht eine heterogene und ungezählte Münzmischung zugeführt wird; eine dritte Möglichkeit besteht darin, die Münzspeicher (zum Beispiel wegen Überprüfung von fremden, falschen, guten aber münzsortenfremden beschädigten Münzen) über die Erkennungs- und -sortiereinrichtung aus Säcken mit bereits vorsortierten Münzsorten zu füllen.

Auch im Hinblick auf die Entleerung sind grundsätzlich zwei Varianten möglich. Einmal können die in den Münzspeichern eingelagerten Münzen über ihre integrierten Ausgabeeinheiten ausgeben, wobei unter Umständen ganz bestimmte vorgegebene Münzsortimente abrufbar sind; darüberhinaus ist es möglich, die Münzspeicher ganz um eine Schwenkachse zu kippen und quasi über die Einfüllöffnung vollständig zu entleeren, was zum Beispiel bei technischen Defekten, sowie für den Kundendienst und Wartungsarbeiten wichtig ist.

Es versteht sich von selbst, daß sämtliche Vorgänge elektronisch gesteuert werden und daß alle Daten über Mengen, Werte, Vorgänge, Benutzer oder dergleichen, sowie auch statistische Angaben festgehalten werden. Gleichermaßen können off-line (und zwar über verschiede Medien) oder auch on-line die unterschiedlichen Vorgänge ausgewertet werden. Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Handhabung von Münzen (oder dergleichen) besteht darin, daß die Bedienung des Geräts, sowie Kontrollauswertungen und ähnliches nur und ausschließlich über einen entsprechenden "Berechtigungsschlüssel", einen sogenannten Codierstift vorgenommen werden können, wobei selbstverständlich sämtliche dieser Zu-/Eingriffsprozeduren mit allen zugehörigen erforderlichen Daten registriert werden. (Vergleiche Anspruch 3).

Ganz allgemein gesehen sind die Münzspeicher letztlich als integrierter Münztresor zu betrachten, so daß die Münzen unter Umständen auch über Nacht gelagert bleiben können. Über einen als Bedienungsgerät mit angeschlossenem Datendrucker ausgebildeten Computer können neben der bestimmungsgemäßen Ansteuerung und Ablaufsteuerung der Funktionselemente zur Einrichtung der Handhabung von Münzen, einschließlich der Zugriffssteuerung über den genannten Codierstift jederzeit auch Angaben über die Münzmengen in den verschiedenen Münzspeichern, sowie über damit verbundene Kriterien, wie zum Beispiel "voll" beziehungsweise "leer" elektronisch (d. h. über Münzzählungen und damit ohne direkte Sensormessungen) errechnet und abgerufen, sowie abgespeichert werden.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Einrichtung zum Handhaben von Münzen in Vorderansicht;

Fig. 2 die Handhabungseinrichtung nach Fig. 1 in Seitenansicht;

Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Münzenkassette in perspektivischer Darstellung.

Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Handhabungseinrichtung für Münzen besteht aus drei funktional aufeinander abgestimmten und miteinander gekoppelten Einheiten, nämlich der Münzenzähl- und Sortiereinrichtung , dem Münzenspeicher mit zugeordneter Ausgabeeinheit und dem Verteilungssystem für die Münzen (Münzenleitsystem) mit nachgeordneter Münzenkassette einerseits und einer komplexen Datenverarbeitungseinrichtung zur Steuerung des gesamten Funktionsablaufs. An dieser Stelle soll insbesondere darauf hingewiesen werden, daß die Datenverarbeitungseinrichtung einerseits und damit auch die vorgenannten Funktionseinheiten andererseits dann und nur dann aktivierbar sind, wenn die jeweilige Bedienungsperson (Operator) über einen personen- und/oder verantwortungsspezifischen Codiereingang die Handhabungseinrichtung als Ganzes "freischaltet".

Die Eingabe der Münzen als unsortierte Mischung oder sortenrein erfolgt über eine Münzschale 1. Mittels einer rotierenden Mitnehmerscheibe (Münzteller) 2 werden die Münzen einzeln nacheinander auf eine Sortierstrecke 6 gefördert und durchlaufen hier einen Münzerkennungs- und Zählsensor 3, wo die Münzen Stück für Stück auf Echtheit, Wertigkeit und Qualität geprüft werden. Als falsch, fremd und beschädigt erkannte Münzen werden durch einen Aussortiermagneten 4 von der Sortierstrecke 6 abgewiesen und gelangen in eine Fremdmünzenausgabe 5. Akzeptierte Münzen werden auf der Sortierstrecke 6 mittels Münzenabweiser (Weichen) 7 entsprechend ihrem Durchmesser sortiert. Über einen Münzenschacht 8 gelangen die Münzen so in jeweils spezifisch zugeordnete Münzenspeicher 9. Insoweit ist noch anzumerken, daß eine dem Münzerkennungs- und Zählsensor 3 nachgeschaltete Elektronik dem jeweiligen Münzenspeicher 9 die einsortierte Menge Münzen hinzuaddiert.

Über eine Münzenausgabeeinheit 10 werden die Münzen ihrerseits gezählt und definiert ausgegeben und sie gelangen so über eine Verteilungseinheit (Münzenleitsystem) 11 handlinggerecht in ein jeweils zugeordnetes Fach einer Münzenkassette 12 (vgl. Fig. 3) Um eine reproduzierbare Münzenüberleitung von der Münzausgabeeinheit 10 zur Münzenkassette 12 zu gewährleisten, sind die Münzausgabeeinheiten 10 konstruktiv so gestaltet, daß sie vom hohen Druck der Münzsäule in der Münzausgabeeinheit 10 entlastet sind. Die Steuerungselektronik subtrahiert dabei jeweils vom entsprechenden Münzenspeicher 9 die ausgegebene Münzenmenge und kann somit jederzeit den aktuellen Münzenbestand in den Münzenspeichern 9 ermitteln und dokumentieren.

Eine andere Art der Befüllung der Handhabungseinrichtung für Münzen als über die oben beschriebene Sortiereinrichtung kann mittels vorsortierter und exakt gezählter Münzen erfolgen, indem der Münzenspeicher 9 über eine Schwenkachse 13 in eine Position 9a ausgeschwenkt und in einer Rasterung 19 eingerastet wird. Auf diese Weise können Münzen direkt in die Münzenspeicher 9 eingefüllt werden. Um dabei den Münzenbestand des entsprechenden Münzenspeichers 9 zu aktualisieren, muß über die Steuerungselektronik die ein- bzw. nachgefüllte Münzenmenge über eine Tastatur 15 (als Bestandteil der Datenverarbeitungseinrichtung) eingegeben werden.

Um den/die Münzenspeicher 9 für Revisions- und Servicearbeiten ggf. ganz entleeren zu können ist er über die genannte Schwenkachse 13 in eine Position 9b zu schwenken, so daß die Münzen über die Einfüllöffnung 14 vollständig ausgeleert werden können.

Die Befüllungs- und Abgabeprozeduren der Einrichtung erfolgen über die Tastatur 15, wobei die einzelnen Vorgänge und Funktionsabläufe über das in der Datenverarbeitungseinrichtung integrierte Display 18 menügeführt angezeigt werden. Mittels unterschiedlicher Codierung der zur Bedienung des zentralen Codiereingangs erforderlichen Identifikationsschlüssels 16 lassen sich die Berechtigungen für das Arbeiten mit der Handhabungseinrichtung gezielt vergeben. Beispielsweise kann der Identifikationsschlüssel 16 darauf beschränkt sein, daß nur über die Sortiereinrichtung eingezahlt werden darf; oder es darf nur eine Standardmischung von Münzen (über die Münzenkassette 12) entnommen werden; unter Umständen darf jemand nur die Münzenspeicher mit Säcken befüllen; selbstverständlich muß auch jemand befugt sein, in die Programmierung der Gesamteinrichtung einzugreifen. Mit der Berechtigung der Befüllung mit Säcken wird bei Auswahl dieser Prozedur bzw. dieses Zugangs eine Verriegelung 20 der Münzenspeicher 9 freigeschaltet.

Sämtliche Zu- und Eingriffsprozeduren zur erfindungsgemäßen Handhabungseinrichtung werden in der in der Datenverarbeitungseinrichtung integrierten Elektronik abgespeichert und gleichzeitig auch dem aktuellen Identifikationsschlüssel 16 zugeordnet. Um ggf. auch einen Ausdruck über die abgelaufenen Prozeduren, Füllstände, Statistiken, Berechtigungen und Abrechnungen zu bekommen, ist der Datenverarbeitungseinrichtung ein Drucker 17 zugeordnet.

Unter Bezugnahme auf Fig. 3 soll nochmals auf die Verteilungseinheit zwischen den Münzenspeichern 9 und der Münzenkassette 12 eingegangen werden. Die mit der vorliegenden Handhabungseinrichtung zu lösende Aufgabe besteht unter anderem darin, in einer Münzenkassette 12 eine definierte Münzmischung bereit zu stellen. Dazu ist jeder Münzenspeicher 9 über eine rohrähnliche Münzenleitung mit einem Fach der Münzenkassette 12 gekoppelt, so daß bei einer entsprechenden Aufforderung über diese Münzenleitungen jedem Fach die auf Grund von statistischen Daten vorgegebene Menge an Einzelmünzen zugeführt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Handhaben, d. h. Sortieren und/oder Zählen und/oder Ausgeben und/oder Speichern von Münzen oder dergleichen scheibenförmigen Gegenständen,

    gekennzeichnet durch die Kombination aus
    1. a) einer Münzvereinzelungs-, Münzzähl- und Münzsortiereinrichtung, und
    2. b) einem der Münzsortiereinrichtung nachgeordneten Münzentresor, der je Sortierausgang einen Münzspeicher aufweist, wobei
    3. c) jeder Münzspeicher eine (münzspezifische) Ausgabeeinheit aufweist, die
    4. d) je für sich über eine räumliche Verteilungseinheit mit einem Münzfach einer Münzenkassette verbunden sind, so daß jedem Münzfach aus der konjugierten Ausgabeeinheit eine vorgegebene Anzahl von Münzen einer bestimmten Art handlingsgerecht zugeführt werden kann.
  2. 2. Einrichtung zum Handhaben von Münzen nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Münzspeicher je für sich derart separat handhabbar sind,

    daß sie einerseits ausklappbar sind, um mit einer bestimmten Münzenmenge befüllt zu werden, und

    daß sie andererseits abklappbar sind, um entleert zu werden.
  3. 3. Einrichtung zum Handhaben von Münzen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein zentraler Codiereingang vorgesehen ist, über den die Münzspeicher und/oder die Münzenkassette ver- und entriegelbar sind.
  4. 4. Einrichtung zum Handhaben von Münzen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Münzspeicher eine spezielle - dem Gewicht der Münzsäulen in den Speichern entsprechende - räumlich geometrische Konstruktion aufweisen, welche die Ausgabeeinheit von dem hohen Druck der Münzsäule entlastet und dadurch eine reibungslose Funktion der Ausgabeeinheit gewährleistet.






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