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Dokumentenidentifikation DE69118587T2 21.11.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0461898
Titel Waschvorrichtung mit rotierender Bürste
Anmelder Baldwin Technology Corp., Stamford, Conn., US
Erfinder Gasparrini, Charles R. c/o Baldwin Techn. Cente, Stamford, CT 06904, US;
Arnolds, Carl c/o Baldwin Techn. Center, Stamford, CT 06904, US
Vertreter Betten & Resch, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69118587
Vertragsstaaten DE, DK, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 13.06.1991
EP-Aktenzeichen 913053559
EP-Offenlegungsdatum 18.12.1991
EP date of grant 10.04.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.11.1996
IPC-Hauptklasse B41F 35/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Drucksystem mit einer Vorrichtung zum Reinigen von Bauelementen einer Druckerpresse.

In der Druckindustrie verwendete Einrichtungen werden mit Rückständen verunreinigt, etwa Farbe und Linters. Dieses Problem tritt sowohl beim Drucken auf Papier als auch auf Stoffen auf. Die Rückstände bilden sich außerdem in wechselnden Graden an allen Arten von Druckmaschinen. Zum Beispiel ist Offsetdruck das vorherrschende Druckverfahren in der Zeitungsdruckindustrie geworden.

Typische Offsetdruckpressen verwenden einen Gummizylinder bzw. einen mit Gummi ummantelten Zylinder, der den Zweck hat, eingefärbte Bilder von einer Druckplatte zu empfangen. Die eingefärbten Bilder werden dann im Offsetverfahren auf Papier gedruckt, das zwischen Gummizylindern oder zwischen einem Druckzylinder und einem Gummizylinder hindurchgeführt wird. Ein fortlaufender Druck wird möglich gemacht, indem eine Druckplatte oder mehrere Druckplatten um die Oberfläche eines Plattenzylinders gewickelt werden, der für eine Drehung im Kontakt mit dem Gummizylinder ausgelegt ist.

Im Betrieb von Gummi-Gummi-Druckpressen läuft eine Papierbahn zwischen zwei Gummizylindern hindurch, die so angebracht sind, daß jeweils ein Gummizylinder als Druckzylinder für den anderen dient. Dies ergibt "Widerdruck", was gleichzeitiges Drucken auf beiden Seiten der Papierbahn ist. Ein fortlaufender Offsetdruck wird durch Staub und Linters von der Papierbahn, die sich auf dem oder den Gummizylinder(n) anzusammeln neigen, ungünstig beeinflußt. Der Staub und die Linters vermindern die Qualität des Druckerzeugnisses. Die Ansammlung von Staub, Linters oder Farbe auf einem Gummizylinder stellt somit eine schwerwiegende Störung dar und macht unerwünschte Stillstandszeit zur Reinigung erforderlich. Dieses Problem ist besonders groß in der Zeitungsindustrie, wo als Reaktion auf die steigenden Kosten von Zeitungsdruckpapier kostspieligere Papierqualitäten häufig durch weniger kostspielige Papierqualitäten mit einem höheren Lintersgehalt ersetzt werden.

Das Problem der Anhäufung von Rückständen wie Farbe, Staub und Linters an Druckeinrichtungen ist nicht auf Offsetdruck beschränkt. Es tritt bei Druckmaschinen allgemein auf. Beispielsweise tritt es auf bei Anilox-Walzen, Flexo- Plattenzylindern und -Platten, Mitläuferwalzen in Zeitungsdruckpressen, Gummizylindern, Walzen und Druckzylindern von Metallverzierungspressen, Tiefdruckpressenzylindern und -walzen, Flexopressenzylindern und -walzen und Textildruckplatten, -gummitüchern und -walzen. Das Problem der Druckmaschinenreinigung ist bekannt, wie durch frühere Bemühungen um Reinigungseinrichtungen für Druckmaschinen angezeigt wird.

Bei manchen Druckarten werden vor dem Druck Bögen geschnitten und aufeinandergestapelt. Durch Verwendung eines pulverförmigen Materials wie Maisstärke werden die Bögen am Aneinanderkleben gehindert. Die Verwendung von mit Maisstärke befrachteten Bögen bildet eine weitere Quelle von Rückständen.

Früher bekannte Vakuumeinrichtungen zum Reinigen von Gummizylindern beinhalteten Feuchtvakuumsysteme zur Rückstandsentfernung. Bei diesen Systemen werden Segmente des Gummizylinder fortlaufend in ein Lösungsmittel eingetaucht und damit gereinigt. Siehe zum Beispiel die US-PSen 3,049,997 und 3,309,993 für Grembechi et al. sowie die US-PS 3,835,779 für Ross et al.. Die vorliegende Erfindung vermeidet die Notwendigkeit von Lösungsmitteln, indem ein vollständig trockenes System zur Rückstandsentfernung verwendet wird.

Trockene Systeme sind an sich bekannt, und ein Beispiel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist in unserer EP-A-0369565 beschrieben. Bei diesem älteren Drucksystem wird ein bewegliches Bauelement, etwa ein druckendes Gummituch, durch eine rotierende Trockenbürsteinrichtung gereinigt, die zur Verstellung zwischen einer Ein-Stellung, in der sie an dem Bauelement angreift, und einer Aus- Stellung angebracht ist. Zur Entfernung von Rückständen von der Bürsteinrichtung ist eine Einrichtung vorgesehen, die eine Vakuumquelle aufweist.

Ein alternatives Verfahren zur Rückstandsentfernung ist offenbart in IBM Technical Disclosure Bulletin, "Cleaner to Developer Toner Recirculation", Eide und Witte, Band 21, Nr.5, Oktober 1978, S. 1784-1785, die die Verwendung lediglich eines leichten Vakuums zeigt, das durch die Drehung der Bürste hervorgerufen wird.

Die Erfindung ist einerseits dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsteinrichtung so gestaltet ist, daß sie auf Grund ihres Angreifens an dem sich bewegenden Bauelement gedreht wird, wenn sie sich in der Ein-Stellung befindet, und daß an der Bürsteinrichtung ein Element zum Hemmen ihrer Drehung, so daß eine relative Gleitbewegung zwischen der Bürsteinrichtung und dem sich bewegenden Bauelement hervorgerufen wird, um dessen Reinigung zu bewirken, und zum Verlagern von Rückständen von der Bürsteinrichtung angreift.

Andererseits weist gemäß der Erfindung die Bürsteinrichtung eine Drehbürste auf, die so gestaltet ist, daß sie auf Grund ihres Angreifens an dem sich bewegenden Bauelement gedreht wird, wenn sie sich in der Ein-Stellung befindet, auf eine solche Weise, daß auf der Oberfläche des Bauelementes eine Dreh-Bürstwirkung hervorgerufen wird, um dessen Reinigung zu bewirken.

Die Bürsteinrichtung kann eine Spiralbürste aufweisen. Die Wirkung der Spiralbürste in Verbindung mit der Bewegung des Bauelementes ist derart, daß Staub und Linters von dem Bauelement gelöst werden. Der Staub und die Linters können dann in ein Vakuumsystem eingesaugt werden, das ein Gehäuse enthalten kann, das die Spiralbürste umgibt. Die gegenseitige Beeinflussung der Borsten auf der Spiralbürste und des Bauelementes bewirkt, daß jede Borste radial nachgibt, wobei die Rückstände und Linters von dem Bauelement weg und in den Bereich der Vakuumquelle geschlagen werden. Zusätzlich zu dem radialen Wegschlagen verursacht die Spirale in der Bürste eine seitliche Bewegung der Borsten, wenn sich die Bürste dreht, was eine zusätzliche Reinigung bewirkt.

Die Spiralbürste kann außerdem in Segmente geteilt sein, um zu ermöglichen, daß Teile bedarfsweise unabhängig ein- und ausgerückt werden. Alternativ kann die Bürste seitlich einstellbar sein, so daß sie auf druckende Bauelemente mit verschiedenen Abmessungen ausgerichtet werden kann.

Die Häufigkeit des Einrückens und des Betriebs der Drehbürste der Erfindung kann durch einen Pressenbediener als Antwort auf verschiedene vorbekannte oder beobachtete Parameter einstellbar sein, wie den Lintersgehalt oder den Papierstoff und die Länge des Pressenlaufs.

Weitere Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Systems ergeben sich für den Fachmann aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen, in denen

Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, eines Drehbürstenreinigersystems ist, das gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;

Fig. 2 eine Seitenansicht des Drehbürstenreinigersystems in der eingerückten Stellung ist;

Fig. 3 eine Seitenansicht des Drehbürstenreinigersystems in der ausgerückten Stellung ist;

Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht im Querschnitt des Drehbürstenreinigersystems gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 5 eine Vorderansicht im Querschnitt eines Bürstenaufbaus mit in Segmente geteilten Bürsten ist, die in der gleichen Richtung gewickelt sind;

Fig. 6 eine Vorderansicht im Querschnitt eines Bürstenaufbaus mit seitlich einstellbaren Bürsten ist;

Fig. 6A eine Seitenansicht im Querschnitt eines Bürstenaufbaus mit einem einstellbaren Schlagblatt ist;

Fig. 7 eine perspektivische Vorderansicht eines Bürstenaufbaus mit in Segmente geteilten Bürsten ist, die in entgegengesetzten Richtungen gewickelt sind.

In den Zeichnungen, auf die nun Bezug genommen wird, und insbesondere in Fig. 1 ist ein Drehbürstenreinigersystem gezeigt. Der Drehbürstenreiniger, allgemein bei 20 gezeigt, enthält wenigstens eine Spiralbürste 24, ein Gehäuse 40 und eine Luftstromeinrichtung 41.

Der Drehbürstenreiniger ist in einer funktionellen Verbindung mit einem Gummizylinder 28 allgemein parallel zu einer Längsachse des Gummizylinders gelagert. Montagestützen 30 des Drehbürstenreinigers sind allgemein außerhalb der beiden Enden des Gummizylinders 28 an einem (nicht gezeigten) Druckpressenrahmen befestigt. Schwenkarme 34 verbinden den Drehbürstenreiniger 20 mit den Montagestützen 30. Die Schwenkarme 34 dienen zur Halterung des Drehbürstenreinigers 20 und sind um einen Bolzen 36 herum schwenkbar.

Der Drehbürstenreiniger ist allgemein zwischen zwei Betriebsstellungen schwenkbar. Ein Schwenken der Arme 34 zwischen diesen Stellungen wird durch mehrere Stellorgane 38 bewirkt, die an den Schwenkarmen 34 befestigt sind. Das verwendete Stellorgan ist zwar vorzugsweise ein pneumatisches Stellorgan, es können aber auch manuelle, elektrische oder hydraulische Stellorgane verwendet werden, falls gewünscht. Herkömmlich wird ein pneumatisches Stellorgan verwendet, da Preßluft gewöhnlich in den Druckpressenräumen zur Verfügung steht.

In der ersten Betriebsstellung wird der Drehbürstenreiniger 20 von dem Gummizylinder 28 weg vorgespannt, um zum Beispiel einen Austausch der Spiralbürsten und/oder eine Reparatur oder Wartung der Maschine möglich zu machen.

In der zweiten Betriebsstellung wird der Drehbürstenreiniger 20 mit der Oberfläche des Gummizylinders 28 in Kontakt gehalten. In dieser zweiten Stellung kann der Drehbürstenreiniger eine Reinigung und Entfernung der Linters und Rückstände vom Gummizylinder bewirken.

Der Vakuumteil einer Ausführungsform des Drehbürstenreinigers 20 besteht allgemein aus einem im wesentlichen U-förmigen Gehäuse 40, das sich längs der Länge des Gummizylinders erstreckt, und einer Spiralbürste 24. Die Spiralbürste 24 ist innerhalb des Gehäuses 40 angebracht, das wiederum an den Schwenkarmen 34 angebracht ist.

In der eingerückten zweiten Stellung wird die Spiralbürste 24 durch den Gummizylinder 28 angetrieben und dreht sich somit in der gleichen Richtung wie der Gummizylinder 28. Die Stärke der gegenseitigen Beeinflussung der Spiralbürste 24 und des Gummizylinders 28 in der eingerückten zweiten Stellung kann nach Bedarf variiert werden, um die Fähigkeit der Spiralbürste 24 zu verbessern, Linters und Rückstände vom Gummizylinder zu entfernen.

In Fig. 5, auf die nun Bezug genommen wird, ist eine alternative Ausführungsform für den Drehbürstenreiniger gezeigt. In Fig. 5 ist der Bürstenhalter 62 in Segmente geteilt, damit einzelne Abschnitte angehoben werden können, so daß sie den Gummizylinder während des Reinigens nicht berührep. Die Segmentierung kann wünschenswert sein, da Zeitungs-Gummizylinder im allgemeinen in Vierteln oder Seiten eingerichtet sind, d.h., eine Papierbahn kann doppelt breit (ganzer Zylinder) oder einfach breit (halber Zylinder) sein. Wird eine einfache Breite verwendet, so kann Farbe auf den Zylinder gelangen, der nicht von einer Papierbahn bedeckt wird. Wenn dies geschieht, kann die Farbe eine zusammenhängende Bürste in dem Gebiet ohne Papierbahn verschmutzen. Das Segmentieren der Bürsten, vorzugsweise in vier Abschnitte, ermöglicht es, die Bürsten in dem unbenutzten Gebiet wegzuheben. Der Drehbürstenreiniger kann in so viele Abschnitte wie gewünscht segmentiert werden, um maximale Vielseitigkeit zu erzeugen. Außerdem kann das Anheben der Bürsten durch irgendwelche wirksamen Mittel und entweder manuell, wie gezeigt, oder pneumatisch, elektrisch oder mechanisch durchgeführt werden.

Im Falle von kommerziellen Rotationsdruckpressen ist es möglicherweise nicht durchführbar, die Bürsten in Segmente zu teilen. Dies liegt daran, daß die Breite der gerade bearbeiteten Papierbahn stark variieren kann. Für solche Anwendungen kann der Bürstenaufbau längs der Breite des Gummizylinders seitlich einstellbar gemacht werden. Siehe Fig. 6. In der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform ist ein Bürstenhalter 68 längs Schlitzen 72 innerhalb eines Gehäuses 70 verschiebbar angebracht. Sperrmittel 74 dienen dazu, die Bürsten in der gewünschten seitlichen Lage zu halten. Auf diese Weise können die Bürsten für die bestimmte durchzuführende Anwendung ausgerichtet werden.

Für die Spiralbürsten 24 kann eine Vielfalt von Materialien verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie die Oberfläche des Gummizylinders 28 nicht beschädigen. Diese Materialien umfassen sowohl Naturfasern als auch Synthesefasern. Die Spiralbürsten können in verschiedenen Richtungen spiralförmig gewickelt sein, und ihre Steigung kann sich von ungefähr 0,3 bis 2,5 cm (1/8 Inch bis 1 Inch) und vorzugsweise 0,3 bis 0,9 cm (1/8 Inch bis 3/8 Inch) bewegen. Die Steifigkeit der Borsten kann variiert werden, indem Borsten mit verschiedenen Längen und Durchmessern gewählt werden. Durch Variieren des Spiralwinkels und des Borstendurchmessers der Spiralbürsten wird die Drehgeschwindigkeit der Bürsten in der eingerückten zweiten Stellung variiert. Außerdem kann der Durchmesser der spiralförmig gewickelten, runden Bürsten variieren; vorzugsweise ist der Durchmesser 5 bis 7,5 cm (2 Inch bis 3 Inch).

Das Gehäuse 40 (Fig. 4) in Form eines umgekehrten U-förmigen Kanals weist eine Oberseite 44 und zueinander parallele Seiten 46 und 48 auf. Das Gehäuse 40 ist zwischen den Schwenkarmen 34 in einer Stellung nach unten angebracht, wobei das offene Ende dem Gummizylinder 28 gegenüberliegt Alternativ kann ein U-förmiger Kanal 40 vorderseitig oder rückseitig in bezug auf die Mittelline des Gummizylinders 28 angebracht werden, falls gewünscht.

Ein Schlagblatt 82 (Fig. 4) ist an der Oberseite des Gehäuses 40 angebracht und liegt parallel zu den Seiten 46 und 48 des Gehäuses. Das Schlagblatt 82 greift an der Spiralbürste 24 an und kann eingestellt werden, wie in Fig. 6A gezeigt, um die gegenseitige Beeinflussung des Schlagblattes und der Spiralbürste 24 zu variieren. Durch Variieren der gegenseitigen Beeinflussung kann die Drehgeschwindigkeit der Spiralbürste variiert werden. Wenn die Geschwindigkeit der rotierenden Spiralbürste 24 charakteristisch langsamer als die Geschwindigkeit des rotierenden Gummizylinders ist, wird die Entfernung von Linters und Rückständen wirkungsvoller durchgeführt.

An den Enden der Seiten 46 und 48 des Gehäuses 40 sind flexible Wischblätter 50 (Fig. 4) angeordnet, die dazu dienen, die Oberfläche des Gummizylinders 28 zu berühren, um Dichtflächen im Kontakt mit dem Gummizylinder zu erzeugen, wenn der Drehbürstenreiniger eingerückt ist.

Gelöste Linters und Rückstände 52 (Fig. 4) werden mit Hilfe einer Luftstromquelle aus dem Inneren des Gehäuses 40 entfernt, etwa durch Vakuum oder Druckluft. Eine Luftstrom-Generatormaschine 41 (Fig. 1) ist über einen Schlauch 56 mit einer Öffnung 58 im Gehäuse 40 verbunden. Die Linters und Rückstände 52 werden mit Hilfe des Luftstroms durch den Schlauch 56 befördert, um in einer geeigneten Entsorgungseinheit abgeschieden zu werden (nicht gezeigt).

In Fig. 7 ist eine weitere alternative Ausführungsform für den Drehbürstenreiniger gezeigt. Spiralbürsten sind in vier Segmente im Gehäuse 40 segmentiert. Die zwei Bürsten 92 und 94, die in der linken Seite des Gehäuses 40 enthalten sind, sind so spiralförmig gewickelt, daß die Drehung der Bürsten die Rückstände an die Öffnung 90 am linken Ende des Gehäuses 40 treibt. Die zwei Bürsten 96 und 98 auf der rechten Seite des Gehäuses 40 sind in der entgegengesetzten Richtung spiralförmig gewickelt, daß die gleiche mechanische Wirkung und Ablenkungswirkung die Rückstände an eine zweiten Öffnung 91 am rechten Ende des Gehäuses 40 treibt. Auf diese Weise entfernen die rotierenden Bürsten die Rückstände und treiben sie zu besseren Entfernung an die Öffnungen. Außerdem kann der Spiralverlauf auf den Bürsten geändert werden, um den Fluß der Rückstände in andere Richtungen zu lenken, zum Beispiel an nur ein Ende des Gehäuses.

In Fig. 2 bis 4, auf die nun Bezug genommen wird, ist der allgemeine Betrieb des Gummizylinders gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für eine Gummi-Gummi-Druckpresse gezeigt. Eine Druckstoffbahn 60 läuft zwischen gegenlaufenden Gummizylindern 28 durch und wird sowohl auf ihrer Vorderseite als auch auf ihrer Rückseite bedruckt. Im Laufe dieses Druckbetriebs sammeln sich Linters und Rückstände 52 von der Bahn 60 auf der Oberfläche der Gummizylinder 28 an, und falls zugelassen wird, daß sie darauf bleiben, tendieren sie dazu, die Gesamtqualität des Druckerzeugnisses zu vermindern.

Um diese Linters und Rückstände von der Oberfläche der Gummizylinder 28 zu entfernen, werden Drehbürstenreiniger 20, die sich im allgemeinen oben auf den Gummizylindern 28 befinden, durch Vorspannmittel in Form von Stellorganen 38 gegen die Zylinder vorgespannt. Im allgemeinen ist es nicht notwendig, daß die Drehbürstenreiniger 20 während des Druckbetriebs fortlaufend mit den Gummizylindern 28 in Kontakt stehen, falls sich ziemlich schnell eine übermäßige Menge Linters und Rückstände ansammelt, kann es jedoch wünschenswert sein, sie während des Betriebs der Druckpresse eingerückt zu lassen. Unter normalen Betriebsbedingungen werden die Drehbürstenreiniger 20 periodisch eine vorbestimmte Zeit lang gegen die Gummizylinder bewegt, um eine Reinigung der Oberfläche zu bewirken.

Ein periodischer Betrieb der Gummituchreiniger der Erfindung kann durch konventionelle Zeitsteuermechanismen gesteuert werden, die entweder mit der Pressendrehung oder einem Befehl des Bedieners verknüpft sind. In jedem Fall wird der Betrieb des Stellorgans so gesteuert, daß das Stellorgan 38 so betrieben wird, daß der Reiniger von der ausgerückten Stellung (Fig. 3) in die eingerückte Stellung (Fig. 2) bewegt wird, wenn eine Zylinderreinigung gewünscht wird. In der eingerückten Stellung werden die Spiralbürsten 24 mit der Oberfläche des Gummizylinders 28 in Kontakt gebracht. Die Spiralbürsten 24 werden verwendet, um Rückstände und Linters von dem Gummizylinder 28 zu entfernen, und nach einer vorbestimmten Zahl von Umdrehungen wird das Stellorgan 38 betrieben, um zu bewirken, daß der Drehbürstenreiniger ausgerückt wird, wie in Fig. 3 gezeigt.

Im eingerückten Zustand werden durch die Bürsten 24 gelöste und verlagerte Linters und Rückstände durch das Vakuumsystem herausgezogen und abgeschieden. Dies entfernt die Linters und Rückstände während des Druckbetriebs wirksam von dem Gummizylinder.

Die gerade beschriebene bestimmte Ausführungsform wird wegen der Leichtigkeit der Installation und Einstellung bevorzugt, für die durch die beschriebene Konstruktion gesorgt wird. Zum Beispiel befinden sich die verschiedenen arbeitenden Teile physisch oberhalb des Gummizylinders 28 und sind daher sowohl zur Installation als auch zur Wartung leicht erreichbar.

Der Drehbürstenreiniger kann in der Druckindustrie verwendet werden, um eine große Vielfalt von Druckpressen und Druckeinrichtungen im allgemeinen zu reinigen. Beispiele für solche Maschinen umfassen die folgenden: Gummizylinder, Druckzylinder, Anilox-Walzen, Flexo-Plattenzylinder und -Platten, Mitläuferwalzen in Zeitungsdruckpressen, Gummizylinder, Walzen und Druckzylinder von Metall verzierungspressen, Tiefdruckpressenzylinder oder -walzen, Flexopressenzylinder oder -walzen und Textildruckplatten, -gummizücher oder -walzen, oder Greiferstangenreiniger. Die Reinigungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der graphischen Technik sind weitreichend und umfassen die folgenden Gebiete: Lithographie (Offset), Flexographie, Tiefdruck, Kupfertiefdruck und Hochdruck.

Das Vorangehende wird für die vorliegende Erfindung nur als beispielhaft betrachtet, die nicht auf die hierin erörterten bestimmten Ausführungsformen beschränkt ist. Der Fachmann kann verschiedene Änderungen, Ersetzungen und Modifizierungen daran vornehmen, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, wie in den beigefügten Patentansprüchen angegeben.


Anspruch[de]

1. Drucksystem, das ein bewegliches Bauelement (28), eine rotierende Trockenbürsteinrichtung (24) zum Reinigen des Bauelementes von Schmutz und Linters, wobei die Bürsteinrichtung (24) für eine Verstellung zwischen einer Ein-Stellung, in der sie an dem Bauelement (28) angreift, um dessen Reinigung zu bewirken, und einer von dem Bauelement entfernten Aus-Stellung angebracht ist, und eine Einrichtung (40, 41) zum Entfernen von Rückständen von der Bürsteinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsteinrichtung (24) so gestaltet ist, daß sie auf Grund ihres Angreifens an dem sich bewegenden Bauelement (28) gedreht wird, wenn sie sich in der Ein-Stellung befindet, und daß an der Bürsteinrichtung ein Element (82) zum Hemmen ihrer Drehung, so daß eine relative Gleitbewegung zwischen der Bürsteinrichtung (24) und dem sich bewegenden Bauelement (28) hervorgerufen wird, um dessen Reinigung zu bewirken, und zum Verlagern von Rückständen von der Bürsteinrichtung angreift.

2. Drucksystem gemäß Anspruch 1, wobei die Bürsteinrichtung (24) eine Spiralbürste aufweist und das Element (82) ein Schlagblatt aufweist, das an Borsten der Bürste angreift.

3. System gemäß Anspruch 2, wobei das Schlagblatt (82) einstellbar ist, um die gegenseitige Beeinflussung des Schlagblattes und der Spiralbürste (24) einzustellen, um die Drehgeschwindigkeit der Spiralbürste zu steuern.

4. System gemäß Anspruch 3, wobei die Spiralbürste einen Spiralwinkel und einen Borstendurchmesser aufweist, die ausgewählt werden, um die Drehgeschwindigkeit der Spiralbürste in bezug auf die Bewegungsgeschwindigkeit des beweglichen Bauelementes getrennt von der Geschwindigkeitssteuerung einzustellen, die durch die Einstellung des Schlagblattes bewirkt wird.

5. System gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das bewegliche Bauelement (28) einen Gummizylinder aufweist.

6. System gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bürsteinrichtung in einem Gehäuse (40) angebracht ist und Steilmittel (38) vorgesehen sind, um das Gehäuse zwischen der Ein-Stellung und der Aus-Stellung für die Bürsteinrichtung (24) zu bewegen.

7. System gemäß Anspruch 6, wobei die Einrichtung zum Entfernen von Rückständen eine Luftstromeinrichtung (41) aufweist, die mit dem Gehäuse (40) verbunden ist, um Rückstände daraus herauszuziehen.

8. System gemäß Anspruch 7, einschließlich Dichtungsmitteln (50) zur Erzeugung einer Abdichtung zwischen Rändern des Gehäuses (40) und dem beweglichen Bauelement (28) in der Ein-Stellung.

9. System gemäß Anspruch 6, 7 oder 8, wobei die Bürsteinrichtung (24) in bezug auf das Gehäuse (40) einstellbar ist.

10. System gemäß Anspruch 9, wobei die Bürsteinrichtung (24) in Abschnitte segmentiert ist, wobei die Abschnitte trennbar zwischen einer ersten, von dem beweglichen Bauelement (28) entfernten Stellung und einer zweiten Stellung angrenzend an das bewegliche Bauelement beweglich sind.

11. System gemäß Anspruch 10, wobei die Bürstensegmente Spiralbürsten (24) aufweisen, die alle in der gleichen Richtung spiralförmig gewickelt sind.

12. System gemäß Anspruch 10, wobei die Bürstensegmente wenigstens zwei Spiralbürsten (24) umfassen, die in einander entgegensetzten Richtungen spiralförmig gewickelt sind.

13. Drucksystem, das ein bewegliches Bauelement (28), eine Bürsteinrichtung (24) zum Reinigen des Bauelementes, wobei die Bürsteinrichtung (24) für eine Verstellung zwischen einer Ein-Stellung, in der sie an dem Bauelement (28) angreift, um dessen Reinigung zu bewirken, und einer von dem Bauelement entfernten Aus-Stellung angebracht ist, und eine Einrichtung (40, 41) zum Entfernen von Rückständen von der Bürsteinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsteinrichtung (24) eine Drehbürste aufweist, die so gestaltet ist, daß sie auf Grund ihres Angreifens an dem sich bewegenden Bauelement (28) gedreht wird, wenn sie sich in der Ein-Stellung befindet, auf eine solche Weise, daß auf der Oberfläche des Bauelementes eine Dreh-Bürstwirkung hervorgerufen wird, um dessen Reinigung zu bewirken.

14. Drucksystem gemäß Anspruch 13, einschließlich einer Einrichtung (82) zum Hemmen der Drehung der Bürsteinrichtung (24), um eine relative Gleitbewegung zwischen der Bürsteinrichtung und dem sich bewegenden Bauelement (28) hervorzurufen, um dessen Reinigung zu bewirken.

15. Drucksystem gemäß Anspruch 14, wobei die Bürsteinrichtung (24) eine Spiralbürste aufweist und die Hemmeinrichtung (82) ein Schlagblatt aufweist, das an Borsten der Bürste angreift.







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