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Dokumentenidentifikation DE19522011A1 02.01.1997
Titel Folienartiger Schichtwerkstoff
Anmelder Teltenkötter-Kalheber, Stefanie, 42857 Remscheid, DE
Erfinder Kalheber, Michael, 42857 Remscheid, DE;
Teltenkötter-Kalheber, Stefanie, 42857 Remscheid, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Sturies Eichler Füssel, 42289 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 21.06.1995
DE-Aktenzeichen 19522011
Offenlegungstag 02.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.01.1997
IPC-Hauptklasse B32B 7/10
IPC-Nebenklasse B32B 7/12   B32B 27/32   B32B 27/36   B32B 27/40   G09F 7/12   
IPC additional class // C09J 175/04  
Zusammenfassung Folienartiger Schichtwerkstoff (10), insbesondere für Werbe-, Moderations- und Präsentationszwecke, mit einer aus Kunststoff bestehenden flexiblen Trägerschicht (11), die zumindest auf einem Teilbereich ihrer Rückseite (12) mit einer aus Kunststoff bestehenden, einen Weichmacher aufweisenden Adhäsionsfolie (13) versehen ist.
Um einen folienartigen Schichtwerkstoff (10) mit den eingangs genannten Merkmalen dahingehend zu verbessern, daß er dauerhaft einsatzfähig bleibt, also ohne Nachlassen der Haftkräfte auf der für ihn bestimmten glatten Unterlage auch nach längerem Gebrauch, wird er so ausgebildet, daß die Trägerschicht (11) zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen folienartigen Schichtwerkstoff, insbesondere für Werbe-, Moderations- und Präsentationszwecke, mit einer aus Kunststoff bestehenden flexiblen Trägerschicht, die zumindest auf einem Teilbereich ihrer Rückseite mit einer aus Kunststoff bestehenden, einen Weichmacher aufweisenden Adhäsionsfolie versehen ist.

Ein derartiger Schichtwerkstoff ist aus der DE 43 20 377 A1 bekannt. Bei diesem Schichtwerkstoff handelt es sich um eine Karte, die als Flachteil durch Andrücken auf einer Unterlage haftet. Die Karte besteht aus Kunststoff und ist mit ihrer Adhäsionsfolie zum Haften auf der Unterlage abgestimmt. Die Unterlage ist eine glatte Fläche, auf der die Adhäsionsfolie ohne teure Haftmittel haftet, sondern lediglich durch Adhäsionskräfte, die sich zwischen der Adhäsionsfolie und der Unterlage beim Aufbringen der Karte auf diese Unterlage entwickeln. Es hat sich nun herausgestellt, daß die Gebrauchsdauer derartiger Schichtwerkstoffe begrenzt ist. Das Anhaften der Karten an der Unterlage läßt im Laufe des mehrmaligen bzw. längeren Gebrauchs der Karte nach.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen folienartigen Schichtwerkstoff mit den eingangs genannten Merkmalen dahingehend zu verbessern, daß er dauerhaft einsatzfähig bleibt, also ohne Nachlassen der Haftkräfte auf der für ihn bestimmten glatten Unterlage auch nach längerem Gebrauch.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Trägerschicht zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist.

Die Weichmacherhemmung verringert die Gefahr, daß die Adhäsionsfolie ihre Haftfähigkeit verringert bzw. verliert. Die Weichmacherhemmung mittels der Trägerschicht ist bei nachlassender oder nicht vorhandener Hemmung der Wanderung des Weichmachers durch den Kleber hindurch unverzichtbar. Als Weichmacher werden alle Zusätze zu der Adhäsionsfolie angesehen, die dieser, ungeachtet ihrer chemischen Zusammensetzung, eine weichgummiähnliche Konsistenz geben. Die mit der Adhäsionsfolie verbundene Trägerschicht ist derart ausgebildet, daß sie selbst praktisch keine Weichmacher aus der Folie aufnimmt und so gleichzeitig auch die Migration von Weichmacheranteilen in andere, von der Adhäsionsfolie aus hinter der Trägerschicht angeordnete Werkstoffschichten blockiert. Infolgedessen ist es möglich, den Aufbau des Schichtwerkstoffs im übrigen variabel auszubilden, nämlich den jeweiligen Anforderungen des Produktionsprozesses oder des Endproduktes entsprechend angepaßt, ohne dabei weitere Rücksichten au eventuelle Weichmachermigrationen nehmen zu müssen.

Der Schichtwerkstoff kann so weitergebildet werden, daß die Trägerschicht auf ihrer der Adhäsionsfolie gegenüberliegenden Oberfläche mit einer Deckschicht kaschiert ist. Diese Deckschicht kann dem Verwendungszweck des Schichtwerkstoffs individuell angepaßt sein. Die Deckschicht kann beispielsweise eine Schutzschicht sein, die einen auf der Trägerschicht vorhandenen Druck schützt. Sie kann Eigenschaften haben, die der Trägerschicht mangeln.

Bei der Auswahl eines Werkstoffs zur Hemmung der Migration von Weichmacher ist von Bedeutung, daß es sich hierbei um einen harten Werkstoff mit hoher Dichte handeln muß. In diesem Sinne hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Schichtwerkstoff so auszubilden, daß die Trägerschicht und/ oder die Deckschicht aus einer Polyesterfolie besteht bzw. bestehen. Der Werkstoff Polyesterfolie steht als Trägerschicht und auch als Deckschicht in verschiedenen Stärken zur Verfügung und kann den übrigen Schichtwerkstoffen, den Produktionsbedingungen und den Anforderungen an das Endprodukt so angepaßt werden, daß sie die Adhäsionsfolie und/oder die übrigen Schichtwerkstoffe ergänzt und deren Schwächen kompensiert.

Von weiterer Bedeutung ist es, den Schichtwerkstoff so auszubilden, daß die Trägerschicht und/oder die Deckschicht selbstrückstellend ausgebildet ist bzw. sind. Dadurch wird beispielsweise erreicht, daß der Schichtwerkstoff stets flach liegt, auch wenn er nach seiner Herstellung aufgerollt wurde, um ihn transportieren zu können. Die aus ihm hergestellten Elemente, beispielsweise Karten, sind eben und auch bei nicht zweckmäßiger Lagerung solcher Karten, z. B. auf einer unebenen Unterlage, ist die Trägerschicht infolge ihrer selbstrückstellenden Eigenschaften in der Lage, den Schichtwerkstoff auf der Unterlage flach liegen zu lassen. Diese Selbstrückstellung, die insbesondere bei Polyesterfolie vergleichsweise ausgeprägt ist, gibt dem Schichtwerkstoff die erforderliche Formstabilität. Die Selbstrückstellung wird durch die Dicke des Schichtwerkstoffs mitbestimmt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Adhäsionsfolie extrem verformbar bzw. knautschbar ist. Die Selbstrückstellungskräfte müssen also bei einem zweischichtigen Werkstoff im wesentlichen durch die Trägerschicht und bei einem dreischichtigen oder mehrschichtigen Werkstoff im wesentlichen durch die Trägerschicht und durch die Deckschicht gemeinsam oder einzeln aufgebracht werden.

Bei einem zweilagigen Aufbau des Schichtwerkstoffs muß also die Trägerschicht die Selbstrückstellung bzw. die Stabilisierung des Schichtwerkstoffes übernehmen, wobei eine Polyesterfolie beispielsweise die Stärke von 100 bis 200 µm aufweist. Die Polyesterfolie läßt sich bedrucken, beispielsweise als Bogenware im Sieb- oder Offsetdruck. Ein Bedrucken im Rollendruck ist technisch ebenfalls möglich, es entstehen jedoch hohe Folienverluste beim Einrichten und Anlaufen der Rollendruckmaschine. Speziell im Hinblick hierauf wird der Schichtwerkstoff so ausgebildet, daß die Trägerschicht bei drei- oder mehrlagiger Ausbildung des Schichtwerkstoffs etwa 50 µm stark und die Deckschicht etwa 100 bis 200 µm stark ist. Die nur 50 µm dünne Trägerschicht kann als Druckbildträger dienen. Sie ist sehr dehnungsstabil und kann auch in großen Maschinen mit entsprechend starkem Zug bei der Verarbeitung ein verzerrungsfreies Druckbild ermöglichen. Ein derart präzises Druckbild macht ein präzises Stanzergebnis möglich. Exakte Druck- und Stanzergebnisse sind jedoch gerade im Bereich der Werbung und Präsentation von großer Bedeutung.

Insbesondere im Rollendruck bedruckte Trägerschichten werden anschließend an den Rollendruck mit einer Deckschicht versehen. Sie dient dem Schutz des Drucks, insbesondere bei großer Dicke und übernimmt die Rückstellung des Schichtwerkstoffs. Die Deckschicht kann abwischbar und beschriftbar sein, wobei die Deckschicht dazu beiträgt, daß eine chemische Beeinträchtigung der Trägerschicht aus etwaigen Beschriftungen vermieden werden kann, z. B. eine chemische Beeinträchtigung durch Lösungsmittel. Die Deckschicht verhindert auch eine leicht erfolgende mechanische Verletzung der Trägerschicht, z. B. durch Zerkratzen. Bei dünner Trägerschicht wird die Deckschicht zur Erreichung der erforderlichen Selbstrückstellung jedoch häufig eine Polyesterfolie sein, deren selbstrückstellende und weichmacherhemmenden Eigenschaften genutzt werden.

Der Schichtwerkstoff kann aber auch so ausgebildet werden, daß die Deckschicht eine Polyethylenfolie ist. Auch diese Folie steht in den für den praktischen Einsatz im Werbe-, Moderations- und Präsentationsbereich wichtigen Stärken zur Verfügung. Die Polyethylenfolie hat den Vorteil, daß sie sich auch ohne weitere Schutzschicht kratzfest z. B. im Offsetdruck bedrucken läßt.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Schichtwerkstoffs ist dadurch gegeben, daß die Trägerschicht eingefärbt und die Deckschicht klarsichtig ist. Die Einfärbung der Trägerschicht ermöglicht die optische Absperrung des Hintergrundes bzw. der Unterlage, auf die der Schichtwerkstoff z. B. als Karte aufgebracht wird. Zugleich wird dadurch die Erkennbarkeit eines Drucks verbessert, der entweder auf der Trägerschicht oder auf der Deckschicht erfolgt. Die Klarsichtigkeit der Deckschicht erlaubt es, die Einfärbung der Trägerschicht und einen eventuellen Druck zu erkennen. Die Einfärbung der Trägerschicht hat auch den Vorteil, daß ein folienartiger Schichtwerkstoff ausgebildet werden kann, der den Untergrund optisch absperrt und ohne Deckschicht ist. Eine aus Polyesterfolie bestehende Trägerschicht kann auch weiß durchgefärbt zur Absperrung des Untergrundes eingesetzt werden. Die Polyesterfolie erreicht durch ihre hohe Dichte selbst bei den oben genannten geringen Stärken einen hohen Opazitätsgrad und unterstützt so die Absperrung des Untergrundes, die allein durch die Bedruckung normalerweise nicht in ausreichendem Maße erreicht werden kann. Die vorbeschriebene Ausgestaltung kann entfallen, falls die Adhäsionsfolie selbst bereits weiß eingefärbt ist. Beim Einsatz von Polyesterfolie kann diese als Trägerschicht und als Deckschicht bedruckt werden. Insbesondere bei Einsatz des Offsetdruckverfahrens wird im Anschluß an die Bedruckung üblicherweise eine weitere Schicht notwendig sein, beispielsweise die vorbeschriebene Deckschicht, um das Druckbild zu schützen, falls es für die jeweilige Anwendung nicht genügend kratzfest oder gegen sonstige Einwirkungen resistent ist. Die vorbeschriebene Deckschicht zum Schutze einer im Offsetdruckverfahren hergestellten Bedruckung kann aber beispielsweise auch aus einer einfachen Lackierung oder aus einer Cellophanierung der Trägerschicht bestehen.

Es ist möglich, den Schichtwerkstoff so aufzubauen, daß seine Trägerschicht und die Adhäsionsfolie aufgrund der Adhäsionswirkung letzterer zusammenhalten. Es empfiehlt sich jedoch, den Schichtwerkstoff so auszubilden, daß ein die Adhäsionsfolie mit der Trägerschicht verbindender Kleber zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist. Ein Kleber zum Verbinden der Adhäsionsfolie mit der Trägerschicht ist erforderlich, damit sich eine dauerhafte Verbindung beider Bestandteile erreichen läßt. Ein Zusammenhaften der Trägerschicht und der Adhäsionsfolie allein aufgrund der Verbindungswirkung der Adhäsionsfolie ist nicht hinreichend sicher. Rückstellkräfte in den Werkstoffen und/oder Temperatureinflüsse könnten dazu führen, daß sich die beiden zu verbindenden Teile zumindest teilweise voneinander lösen. Die Ausbildung des Klebers zwischen Adhäsionsfolie und Trägerschicht im Sinne eines Hemmens der Wanderung des Weichmachers aus der Folie in die Trägerschicht kann bewirken, daß der Schichtwerkstoff eine hinreichende Gebrauchsdauer hat. Der Weichmacher bleibt in der Adhäsionsfolie eingesperrt, wenn der Kleber weichmachersperrend ausgebildet ist.

Um den Schichtwerkstoff weiterzubilden, ist es vorteilhaft, trockene Kleber einzusetzen, die selbst bei geringen Schichtdicken hinreichende Klebkräfte aufbringen und dabei Bestandteile der zu verbindenden Teile abweisen bzw. nicht aufnehmen können. In diesem Sinne wird der Schichtwerkstoff so ausgebildet, daß der Kleber ein Polyurethankleber ist.

Vorteilhafterweise wird der Schichtwerkstoff so ausgebildet, daß der Kleber für die Deckschicht der gleiche Kleber ist, wie der zwischen der Adhäsionsfolie und der Trägerschicht. Dadurch ergibt sich vor allem für die Herstellung des Schichtwerkstoffs der Vorteil, daß ein Maschinenwechsel zum Auftrag unterschiedlichen Klebers vermieden wird.

Für den Einsatz von Schichtwerkstoffen ist es von Bedeutung, daß diese recycelbar sind. Im Hinblick hierauf wird der Schichtwerkstoff so ausgebildet, daß ihre Schichten trennbar miteinander verklebt sind. Nicht mehr zu benutzende Karten können dann sortenrein zerlegt werden, falls ihre Schichten aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.

Der Schichtwerkstoff kann auch so ausgebildet werden, daß die Deckschicht oder die Trägerschicht mit einer Schutzschicht versehen ist. Es ergibt sich dann ein drei- oder vierlagiger Schichtwerkstoff. Dieser ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn ein Grundschichtwerkstoff aus Adhäsionsfolie, Trägerschicht und Deckschicht bei Rollenproduktion in entsprechenden Mengen kostengünstig produziert wird, um anschließend für kleinere Spezialprodukte in Form von Bogen bedruckt und weiterverarbeitet werden zu können. Die Schutzschicht schützt dann den Druck auf die Trägerschicht oder die Deckschicht. Die Schutzschicht ist beispielsweise eine einfache Cellophanierung.

Um den Schichtwerkstoff preiswert herstellen zu können, ist es von Bedeutung, ihn auf Rolle zu fertigen und ihn dann anschließend bis zum fertigen Endprodukt weiter, beispielsweise maschinell zu verarbeiten. Rollenlängs- und Querschnitt, Drucken, Stanzen usw. können notwendig sein. Bei insbesondere maschinellen Verarbeitungsschritten ist die Adhäsionsfolie hinderlich, weil das Material durch die Haftwirkung verblockt und sich z. B. beim Drucken oder Stanzen nicht einfach von der Maschine greifen und nach dem Schneiden nicht exakt aufstapeln läßt. Es ist daher vorteilhaft, den Schichtwerkstoff so auszubilden, daß die Adhäsionsfolie adhäsionsseitig mit einer adhäsiv haftenden abziehbaren, auf ihrer freien Seite nichthaftenden, weichmacherhemmenden Abdeckschicht versehen ist. Die Abdeckschicht besteht beispielsweise aus Papier, das auf der einen Seite glatt genug ist, um auf der Adhäsionsfolie zu haften, soweit das für die erforderlichen Produktionsschritte notwendig ist, und das auf der anderen Seite rauh ist, um gleiten zu können und ein Verblokken zu verhindern. Der Endverbraucher kann die Abdeckschicht lösen. Die Abdeckschicht ist weichmacherhemmend, um ein Verhärten der Adhäsionsfolie durch Weichmachermigration in das Papier zu vermeiden. Geeignete Papiere sind polyethylenextrudierte oder gußgestrichene Papiere.

Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen zweischichtigen Schichtwerkstoff, und

Fig. 2 einen dreischichtigen Schichtwerkstoff.

In allen Fällen ist ein Untergrund bzw. eine Unterlage nicht dargestellt, auf der die Schichtwerkstoffe 10 bzw. etwa daraus hergestellte Karten zum Einsatz kommen können. Insoweit wird auf die deutsche Patentanmeldung P 43 20 377.9 Bezug genommen, die geeignete Unterlagen für die Schichtwerkstoffe der Fig. 1 und 2 beschreibt.

Die in den Figuren dargestellten Schichtwerkstoffe 10 sind schematisch und ohne Berücksichtigung von Maßangaben dargestellt. Es kann davon ausgegangen werden, daß es sich um foliengroße bzw. bahnenartige Werkstoffe handelt, deren Querschnitt ohne Berücksichtigung von tatsächlichen Abmessungen dargestellt ist. Es könnten aber auch Querschnitte kleinerer Teile sein, wie Karten.

Der Schichtwerkstoff der Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer Trägerschicht 11 mit einer Oberfläche 11&min;, die beispielsweise bedruckbar ist, insbesondere, wenn die Trägerschicht 11 eingefärbt ist. Die Trägerschicht 11 ist mittels eines Klebers 14 mit einer Adhäsionsfolie 13 verbunden, und zwar vollflächig. Es wird davon ausgegangen, daß die Dicke der vom Kleber 14 gebildeten Schicht vergleichsweise gering ist. Als Adhäsionsfolie kommt beispielsweise eine Polyvinylchloridfolie zum Einsatz, die durch einen entsprechenden Weichmacheranteil so gestellt ist, daß sie weichgummiähnlich ist.

Bei einer Ausgestaltung der Trägerschicht 11 als Karte kann die Rückseite 12 dieser Schicht 11 auch nur auf einem Teilbereich mit Kleber 14 und dementsprechend mit Adhäsionsfolie 13 versehen sein.

Der Kleber 14 ist in nicht dargestellter Weise weichmacherhemmend ausgebildet, was sich beispielsweise durch den Einsatz von Polyurethanklebern erreichen läßt, die trocken und blockend sind. Ein Übertritt von Weichmacher aus der Adhäsionsfolie 13 in die Trägerschicht 11 wird dadurch gehemmt. Durch entsprechende Einstellung des Klebers kann dieser auch praktisch weichmachersperrend sein.

Die Trägerschicht 11 ist etwa 100 bis 200 µm stark. Die Trägerschicht 11 ist weichmacherhemmend ausgebildet, wozu beispielsweise eine Polyesterfolie eingesetzt wird.

Der in Fig. 2 dargestellte Schichtwerkstoff 10 ist in beschriebener Weise aus einer Trägerschicht 11 und einer Adhäsionsfolie 13 aufgebaut, die miteinander durch ein Kleber 14 verbunden sind, der zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist. Zusätzlich ist auf der Oberfläche 11&min; der Trägerschicht 11 eine Deckschicht 15 kaschiert. Die Deckschicht 15 klebt auf der Oberfläche 11&min; mittels eines Klebers 16, der beispielsweise die gleiche Schichtdicke hat, wie der Kleber 14. Er kann auch dieselbe chemische Zusammensetzung haben. Die Deckschicht 15 ist etwa dreifach so dick, wie die 50 µm dicke Trägerschicht 11, nämlich etwa 175 µm stark.

Die Deckschicht 15 kann in ihren Eigenschaften auf den Einsatz des Schichtwerkstoffs 10 abgestimmt werden. Beispielsweise kann die vergleichsweise große Dicke dazu benutzt werden, um die Trägerschicht 11 mechanisch zu schützen. Sie kann auch die Rückstellung des Schichtwerkstoffs 10 verbessern, beispielsweise als Polyesterfolie.

Auch die Deckschicht 15 kann geschützt werden, beispielsweise durch eine Schutzschicht 17, die beispielsweise eine Lackierung ist. Die Schutzschicht kann auch als besondere antistatische Ausrüstung der Deckschicht oder der Trägerschicht ausgebildet werden, so daß der Schichtwerkstoff sehr leicht abwischbar und seine Oberfläche immer wieder beschriftbar ist, was für Präsentation und Moderationen von entscheidender Bedeutung sein kann.

Die Fig. 1, 2 zeigen außerdem jeweils noch eine Abdeckschicht 18, beispielsweise eine Papierschicht, mit der das unerwünschte Haften der Adhäsionsfolie auf glatten Unterlagen verhindert werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Folienartiger Schichtwerkstoff (10), insbesondere für Werbe-, Moderations- und Präsentationszwecke, mit einer aus Kunststoff bestehenden flexiblen Trägerschicht (11), die zumindest auf einem Teilbereich ihrer Rückseite (12) mit einer aus Kunststoff bestehenden, einen Weichmacher aufweisenden Adhäsionsfolie (13) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist.
  2. 2. Schichtwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) auf ihrer der Adhäsionsfolie (13) gegenüberliegenden Oberfläche (11&min;) mit einer Deckschicht (15) kaschiert ist.
  3. 3. Schichtwerkstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) und/oder die Deckschicht (15) aus einer Polyesterfolie besteht bzw. bestehen.
  4. 4. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) und/oder die Deckschicht (15) selbstrückstellend ausgebildet ist bzw. sind.
  5. 5. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) bei drei- oder mehrlagiger Ausbildung des Schichtwerkstoffs etwa 50 µm stark und die Deckschicht (15) etwa 100 bis 200 µm stark ist.
  6. 6. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht (15) eine Polyethylenfolie ist.
  7. 7. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) eingefärbt und die Deckschicht (15) klarsichtig ist.
  8. 8. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (11) und die Adhäsionsfolie (13) durch deren Adhäsionswirkung zusammenhalten.
  9. 9. Folienartiger Schichtwerkstoff (10), insbesondere für Werbe-, Moderations- und Präsentationszwecke, mit einer aus Kunststoff bestehenden flexiblen Trägerschicht (11), die zumindest auf einem Teilbereich ihrer Rückseite (12) mit einer aus Kunststoff bestehenden, einen Weichmacher aufweisenden Adhäsionsfolie (13) versehen ist, insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Adhäsionsfolie (13) mit der Trägerschicht (11) verbindender Kleber (14) zumindest weichmacherhemmend ausgebildet ist.
  10. 10. Schichtwerkstoff nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber (14) ein Polyurethankleber ist.
  11. 11. Schichtwerkstoff nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber (16) für die Deckschicht (15) der gleiche Kleber ist, wie der zwischen der Adhäsionsfolie (13) und der Trägerschicht (11).
  12. 12. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten trennbar miteinander verklebt sind.
  13. 13. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht (15) oder die Trägerschicht (11) mit einer Schutzschicht (17) versehen ist.
  14. 14. Schichtwerkstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Adhäsionsfolie (13) adhäsionsseitig mit einer adhäsiv haftenden abziehbaren, auf ihrer freien Seite nichthaftenden, weichmacherhemmenden Abdeckschicht (18) versehen ist.






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