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Dokumentenidentifikation DE19525204A1 16.01.1997
Titel Konstruktionsschablone (Grundmodular)
Anmelder Böll, Vincent, Dipl.-Ing., 53332 Bornheim, DE
Erfinder Böll, Vincent, Dipl.-Ing., 53332 Bornheim, DE
Vertreter Kather, W., Pat.-Anw., 53639 Königswinter
DE-Anmeldedatum 11.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525204
Offenlegungstag 16.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.01.1997
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
Zusammenfassung Die Konstruktionsschablone (Grundmodular) beruht auf folgenden Grundlagen: Gleichseitige Dreiecke mit der ungeraden Zahlenfolge hier bis 13 als Seitenlänge, die sich um ein regelmäßiges Sechseck mit den Seitenlängen 2 cm gruppieren. Vermittels zweier Hauptevolventen - Evolvent A umschließt die Gesamtfigur von außen, und Evolvent B tangiert die Figur von innen - erhalten wir die mathematischen Grundlagen, die wir für alle weiteren dargestellten Verwendungsmöglichkeiten der Konstruktionsschablone (Grundmodular) benötigen.
Das Grundmodular erleichtert das Verständnis von natürlichen Gesetzmäßigkeiten beim Aufbau und Wachstum von verschiedenen Mikroorganismen. Es eignet sich zur schematischen Darstellung dieser Prozesse in Schulbüchern und eventuell für Computersimulationen.
Aus dieser Erkenntnis natürlicher Gesetzmäßigkeiten sind Konstruktionsschemata u. a. für Flächentragwerke, Schraubengewinde, Schraubenpropeller, Schiffspropeller und möglicherweise Turbinen ableitbar.

Beschreibung[de]

Der Grundgedanke der Erfindung besteht in der Überlegung, daß auf der Basis einer nachweisbaren naturgegebenen Gesetzmäßigkeit von Aufbau und Wachstum eine Gesetzmäßigkeit für technische Konstruktionen ableitbar ist, die preiswerter und besser als bisher bekannte sind. Hier beschränke ich mich ausschließlich auf bisher noch nicht bekannte Kombinationen von gleichseitigen Dreiecken mit den ungeraden Zahlen 1, 3, 5, 7, 9, 11 und 13.

Bekannt ist die Arbeit mit gleichseitigen Dreiecken, z. B. als Grundlage von Konstruktionen des Leonardo da Vinci (hier sein berühmtes Helikoptermodell) und des niederländischen Physikers van&min;t Hoff, der bei seiner Interpretation des Kohlenstoff- Atoms, das sich als räumliches Gebilde als reguläres Tetraeder darstellt (im Grundriß also als gleichseitiges Dreieck), um nur zwei der bekanntesten historischen Beispiele zu nennen.

Die hier im Grundriß als Konstruktionsschablone (Grundmodular) Fig. 1 dargestellte Kombination besteht aus gleichseitigen Dreiecken mit den ungeraden Zahlen 1, 3, 5, 7, 9, 11 und 13 als Seitenlängen Fig. 2, Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 5 zeigen den Grundmodular (Konstruktionsschablone) als räumliches Gebilde, bestehend aus regularen Tetraedern mit den Seitenlängen 1, 3, 5, 7, 9, 11 und 13. Fig. 6 zeigt den Grundmodular mit den beiden dazugehörenden Hauptevolventen A+B:

A (r=2,000, d=4,000, r=√ ≙, d=√)B (r=1,732, d=3,464, r=√ ≙, d=√).

Dies sind das Grundmodular und dessen räumliche Gebilde, auf denen die weiteren Überlegungen aufbauen.

Fig. 7 zeigt das Grundmodular, in diesem Zusammenhang zum Verständnis des Aufbaus und des Wachstums von Kristallgitterstrukturen wie hier als reguläre Tetraeder des CaCO3 des Calciumcarbonat, Hauptbestandteil der Organismen wie Muschelschalen, Schneckengehäuse etc. Es wird versucht, einen Zusammenhang zwischen den Vorgängen im mikroorganischen, sowie im makroorganischen Wachstum darzustellen. Wir haben in Fig. 7 das mikroorganische Wachstum von Kristallgitterstrukturen des CaCO3 als reguläre Tetraeder gezeigt, und Fig. 8 stellt einen Versuch dar, diese auch auf einen makroorganischen Wachstumsprozeß zu übertragen,in diesem Fall zum Verständnis des Aufbaus und Wachstums verschiedener Mollusken, wie hier des Nautilus (Perlboot). Die durch die Evolventen entstandene räumliche Konfiguration lassen wir sich um eine Spirale um den Punkt O drehen und erhalten so ein mögliches Verständnis vom Aufbau und Wachstum des Nautilus. Die derart gefundenen Gesetzmäßigkeiten können sich im technischen Bereich möglicherweise zum Bau von Turbinen verwenden lassen.

Fig. 9 zeigt die Anwendung des Grundmodulars zum Verständnis, des Aufbaus der Panzerung bei verschiedenen Insekten, wie z. B. der Kugelassel (Armadillidium).

Fig. 10 zeigt die Anwendung des Grundmodulars zum Verständnis des Aufbaus und des Wachstums von Spinnennetzen (Araneiden). Technisch kann diese Konstruktion für leichte Flächentragwerke verwendet werden.

Fig. 11 zeigt die Anwendung des Grundmodulars zum Entwickeln von Strukturen für Metall- und Holzkonstruktionen, wie z. B. Brücken, Gerüste, Raumplastiken, auch Flächentragwerke etc.

Fig. 12 zeigt die zu den gleichseitigen Dreiecken gehörenden Kreise, einmal mit denjenigen, die die Tetraeder innen tangieren, und einmal mit denjenigen Kreisen, die die Tetraeder an den äußeren Ecken umschließen.

Fig. 13 zeigt die Anwendung des Grundmodulars zum Entwerfen von modularen Sitzgarnituren, hier als Sitzgarnitur für Wartesäle etc.

Fig. 14 zeigt die Anwendung des Grundmodulars als Dekoration für Stoffe, Tischdecken, Platzgestaltung etc.

Fig. 15/16 zeigen durch eine andere, aber proportional gleiche Kombination der Dreiecke die Anwendung des Grundmodulars zum Verständnis des Aufbaus und Wachstums von verschieden Alt-, Mittel- und Neuschnecken. Kann in der Technik als Grundstruktur für Schraubengewinde, Schraubenpropeller, Schiffspropeller etc. angewendet werden.

Das Grundmodular mit seinen Derivationen (insbesondere in den Fig. 8, 9, 10, 15 und 16 eignet sich für die schematische Darstellung vom Aufbau biologischer Gesetzmäßigkeiten in Unterrichtswerken und für Computerspiele.


Anspruch[de]
  1. Konstruktionsschablone zum Verständnis schwieriger biologischer Wachstumsprozesse, dadurch gekennzeichnet, daß derartige Prozesse auf Gehäusen verschiedener Moluskeln leicht schematisiert werden können.






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