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Dokumentenidentifikation DE3538054C3 23.01.1997
Titel Innerhalb eines Handapparates eines Fernsprechgerätes angeordneter elektroakustischer Wandler
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Awakowicz, Erwin, 8000 München, DE;
Schiller, Kurt, 8905 Mering, DE
DE-Anmeldedatum 25.10.1985
DE-Aktenzeichen 3538054
Offenlegungstag 30.04.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.08.1993
Date of publication of amended patent 23.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.1997
IPC-Hauptklasse H04M 1/19
IPC-Nebenklasse H04R 1/00   

Beschreibung[de]

Üblicherweise sind die elektroakustischen Wandler im Handapparat eines Fernsprechgerätes in aus Kunststoff bestehenden Töpfen gelagert, die mit den den Einsprache- und Höröffnungen abgewandten Seiten des Handapparates verbunden sind. Während zuvor die Einsprache- und Hörseite mittels aufschraubbarer topfartiger Deckel verschlossen wurden, bestehen die neueren Handapparate zumeist aus zwei Halbschalen, die miteinander z. B. durch Schrauben verbunden werden. Bei dem heutigen Trend, die zweischaligen Handapparate immer leichter zu gestalten, tritt jedoch das Problem auf, daß sich schon bei geringfügigem Druck auf den Handapparat die Schalen gegeneinander bewegen und somit Knackgeräusche erzeugt werden. Ebensolche Geräusche werden durch Schwenken der Handapparateschnur erzeugt und auf den Handapparatekörper übertragen. Die heutzutage verwendeten elektroakustischen Wandler, insbesondere das Piezomikrofon sind bezüglich ihrer Übertragungseigenschaften sehr empfindlich, so daß die Knackgeräusche an den Gesprächspartner weitergegeben werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Befestigung des Wandlers, insbesondere eines Piezomikrofons aufzuzeigen, mit der die Übertragung von Geräuschen über den Handapparat auf den Wandler verhindert werden kann.

Gemäß der Erfindung ist der Wandler auf seiner zylindrischen Mantelfläche von einem elastischen, vorzugsweise Gummimantel umschlossen, der auf der den Hör- bzw. Einspracheöffnungen des Handapparates zugewandten Seite eine umlaufende Dichtlippe aufweist und mehrere radial zu ihm verlaufende, an ihren freien Enden einstückig mit ihnen verbundene Anschläge aufweisende Stege besitzt, die in am Handapparateinnenraum angeordnete Aufnahmen eindrückbar sind, wodurch der Gummimantel von den Wänden dem Handapparates beabstandet und elastisch gelagert ist.

Der DE 28 21 617 C2 sind Maßnahmen entnehmbar, durch die der dem Mikrofon zugrundeliegende Körperschall wirksam unterdrückt werden soll. Zu diesem Zweck ist das den Dauermagneten und die Polplatte tragende Joch gegenüber dem aus einem rohr- oder dosenförmigen Teil bestehenden Wandlergehäuse über elastische Elemente gelagert.

Durch die DE 23 58 602 A1 ist es bekannt, die Hör- und Sprechkapsel jeweils in ringförmigen Gummiteilen zu lagern, wodurch eine sichere Abdichtung des akustischen Raums vor den Kapseln erzielt wird.

Der US 4,434,329 kann eine Halterung für einen Wandler entnommen werden, die innerhalb eines Gehäuses für ein Bandgerät angeordnet ist. Das Mikrofon ist hierbei frei aufgehängt, um Erschütterungen auszugleichen. Eine Anlage der Halterung mittels einer Dichtlippe an die Schalldurchlaßöffnungen kann dieser Druckschrift nicht entnommen werden.

In der US 4,350,846 ist eine Halterung für einen Wandler gezeigt und beschrieben, die aus einem elastischen Material besteht und in einem Telefongehäuse untergebracht ist. Eine auf eine Öffnung gerichtete Abdeckung ist als umlaufender Wulst gestaltet, so daß eine akustisch dichte Anlage der Halterung an der Öffnung nur durch hohen Druck, z. B. durch Verschrauben der Teile erreichbar ist.

In ähnlicher Weise wie bei der Anordnung nach der US 4,434,329 ist die der US 3,947,646 entnehmbare Aufhängung des Mikrofons gestaltet. Auch hier liegt die Halterung nicht mit einer Dichtlippe an den Schalldurchlaßöffnungen an.

Der US 3,257,516 liegt eine Anordnung zugrunde, bei der in einem Gehäuse ein Wandler beabstandet zu dem Gehäuse aufgenommen wird. Diese Halterung kann z. B. durch elastische Distanzstücke oder formgleiche Teile aus Isolierstoff realisiert werden, die punktuell an den Breit- und Längsseiten des Wandlers vorgesehen sein können.

Die Veröffentlichung JP 60-74857 (A) offenbart eine mögliche Befestigungsmethode für einen Wandler. Hierbei wird zunächst der Wandler in eine Halterung mit federnden Stegen eingebracht, wobei an den freien Enden der Stege Rasthaken angeordnet sind. Als erster Schritt zur Befestigung des Wandlers innerhalb der Halterung wird ein Gummiring, sodann der Wandler selbst und anschließend ein Preßring eingebracht, wobei sich im eingebrachten Zustand aller Teile die Rasthaken an den Preßring anlegen, so daß der Wandler an die Schalldurchlaßöffnungen gedrückt wird. Hierbei wird der Wandler zwischen zwei Körpern (Gummi- und Preßring) gelagert und ist somit weder von einem elastischen Körper auf seiner Mantelfläche umgeben noch in dieser Halterung von den Wänden des Handapparates beabstandet gelagert.

Den Prospekten der Firma Philips Pocket Memo LFH 0596, September 1985, Seiten 25 bis 27 sowie Pocket Memo LFH 0660, Oktober 1981, Seiten 20 und 21 kann jeweils ein in einem Diktiergerät angeordnetes Mikrofon (akustischer Wandler) entnommen werden, das auf seiner zylindrischen Mantelfläche von einem elastischen, vorzugsweise Gummimantel umschlossen ist. Der Gummimantel weist eine umlaufende Dichtlippe sowie mehrere zu ihm radial verlaufende Stege auf.

Keinem der Prospekte können die Merkmale entnommen werden, daß die Stege an ihren Enden einstückig mit ihnen verbundene Anschläge aufweisen, die in am Handapparateinnenraum angeordnete Aufnahmen eindrückbar sind, wodurch der Gummimantel von den Wänden des Handapparates beabstandet und elastisch gelagert ist. Den Diktiergeräten fehlen Anschläge und Aufnahmen im Geräteinnenraum zur definierten und mechanisch bestimmten Lagerung des gummiummantelten Mikrofons unter Vermeidung jeglicher Verformung der den Einspracheöffnungen des Mikrofons zugewandten Dichtlippe beim Einbringen des Mikrofons in das Gehäuse. In diesem Fall wird das Mikrofon von Hand senkrecht zu seiner Symmetrieachse an der Gehäusewand unter Überwindung von Reibkräften soweit verschoben, bis die Einspracheöffnung erreicht ist.

Bei der erfindungsgemäßen Halterung wird dagegen eine definierte und beabstandete Lage des Mikrofons zu den Wänden des Handapparates durch Eindrücken der Stege in die vorgesehenen Aufnahmen in Richtung der Symmetrieachse des Mikrofons erreicht, wobei keine seitlichen Reibkräfte wie bei der bekannten Anordnung auf die Dichtlippe ausgeübt werden.

Die Erfindung soll im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Es zeigt

Fig. 1 eine Ausführungsform einer Aufhängevorrichtung für ein Piezomikrofon in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,

Fig. 2 eine Aufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1.

Die Befestigung eines Piezomikrofons im Handapparat eines Fernsprechgerätes soll so erfolgen, daß das Piezomikrofon elastisch und von den Schalen beabstandet gelagert ist. Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Piezomikrofon 1 von einem Gummimantel 9 auf seiner zylindrischen Mantelfläche umschlossen. Der Gummimantel 9 besitzt radial zu ihm verlaufende angeformte Stege 10, 11, 12 und 13, die in am Handapparat angeordnete stegförmige Aufnahmen 14, 15, 16 und 17 eingedrückt werden. Eine definierte Lage der Aufhängevorrichtung im eingebauten Zustand des Piezomikrofons 1 wird durch mit den Stegen 10, 11, 12 und 13 an deren freien Enden angeformte Anschläge 18, 19, 20 und 21erzielt. Ein Herausgleiten der Stege aus den Aufnahmen wird durch eine Stütze 22 verhindert, die an den Anschlägen zur Anlage gelangt. Der Gummimantel 9 besitzt eine einstückig mit ihm verbundene umlaufende Dichtlippe 23, die im Bereich der Einspracheöffnungen 24 des Handapparates 25 anliegt.


Anspruch[de]
  1. Innerhalb eines Handapparates (25) eines Fernsprechgerätes angeordneter elektroakustischer Wandler, insbesondere Piezomikrofon (1), wobei der Wandler (1) auf seiner zylindrischen Mantelfläche von einem elastischen, vorzugsweise Gummimantel (9) umschlossen ist, der auf der den Hör- bzw. Einspracheöffnungen (24) des Handapparates (25) zugewandten Seite eine umlaufende Dichtlippe (23) aufweist und mehrere radial zu ihm verlaufende, an ihren freien Enden einstückig mit ihnen verbundene Anschläge (18, 19, 20, 21) aufweisende Stege (10, 11, 12, 13) besitzt, die in am Handapparateinnenraum angeordnete Aufnahmen (14, 15, 16, 17) eindrückbar sind, wodurch der Gummimantel (9) von den Wänden des Handapparates (25) beabstandet und elastisch gelagert ist.






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