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Dokumentenidentifikation DE3930125C2 20.02.1997
Titel Umrüstbares Walzgerüst
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Klamma, Klaus, 57271 Hilchenbach, DE;
Neuer, Hartmut, 40625 Düsseldorf, DE
Vertreter Hemmerich, Müller & Partner, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 09.09.1989
DE-Aktenzeichen 3930125
Offenlegungstag 21.03.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.02.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.02.1997
IPC-Hauptklasse B21B 31/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein umrüstbares Walzgerüst mit Ständern, in deren Ständerfenstern in Einbaustücken gelagerte Arbeitswalzen und Stützwalzen, gegebenenfalls zwischen diesen angeordnete Zwischenwalzen von hydraulischen Anstellvorrichtungen gegeneinander anstellbar sind, und bei dem in die Ständerfenster eingreifende Führungsblöcke mit zumindest die Arbeitswalzen auch nach dem Auslaufen des Walzgutes spreizenden Druckmittelzylindern ausgestattet sind und mit innerhalb des Walzgerüstes parallel zu den Walzen verlaufenden Führungsbahnen für den Walzenwechsel, wobei ein mit dem zu wechselnden Walzensatz koppelbarer Satz von Adapterstücken angeordnet ist.

Aus der DE-Patentschrift 22 50 953 ist ein Quarto-Walzgerüst mit Arbeits- und Stützwalzen und mit hydraulischen Anstellvorrichtungen u.a. für die Arbeitswalzen bekannt. Bei diesem Walzgerüst sind die Einbaustücke der Arbeitswalzen in zwischen den Fenstern angeordneten Führungsblöcken horizontal und vertikal geführt. Die Führungsblöcke sind mit den Einbaustücken der Arbeitswalzen durch Horizontalführungen formschlüssig verbunden. Mit diesem bekannten Walzgerüst wird erreicht, daß die Arbeitswalzen vertikal anstellbar und in weiten Bereichen horizontal verschiebbar sind.

Damit die Arbeitswalzen einzeln und schnell, ohne Lösen von Hydraulikanschlüssen auswechselbar sind, ist bei dem aus der DE-Patentschrift 22 50 953 bekannten Walzgerüst vorgesehen, daß die Führungsblöcke parallel zu den Arbeitswalzen durch Traversen verbunden sind, an denen mit einem auf der Bedienungsseite stehenden Walzenwechselwagen fluchtende Führungsbahnen für an den Arbeitswalzen-Einbaustücken gelagerte Fahrrollen vorgesehen sind. An ständerfesten Vertikalblöcken sind außerdem Kolben-Zylinder-Einheiten vorgesehen, die an den Arbeitswalzen-Einbaustücken angreifen und diese so anheben, daß die Führungsbahnen für die mit Rollen versehenen Arbeitswalzen-Einbaustücke mit den Führungsbahnen des Walzenwechselwagens fluchten. Sobald die Führungsbahnen der Arbeitswalzen-Einbaustücke im Gerüst und die Führungsbahnen des Walzenwechselwagens miteinander fluchten, können die in den fahrbaren Einbaustücken gelagerten Arbeitswalzen mit Hilfe einer Verschiebevorrichtung auf den ebenfalls fahrbaren Walzenwechselwagen gezogen werden. Der gemäß der DE-Patentschrift 22 50 953 vorgeschlagene Wechsel der Arbeitswalzen hat sich in der Praxis bewährt.

Manche Quarto-Kaltwalzgerüste werden als sogenannte Kombinations- Gerüste betrieben. In derartigen Walzgerüsten kann das Quarto-System durch ein Duo-System ausgewechselt werden. Außer dem üblichen Reduzierwalzbetrieb mit dem Quarto-Gerüst ist es hierdurch möglich, das Duo-Gerüst für den Dressierbetrieb einzusetzen. Um ein Quarto- Gerüst in ein Duo-Gerüst umzurüsten, sind für den Einbauraum, für Walzenanstellungshübe sowie für Stichhöheneinstellungen bauliche Anpassungen erforderlich, bspw. entsprechende Zwischenrahmen für das Ständerfenster des Gerüsts sowie Zwischendruckstücke, Stichhöhenausgleichsplatten oder dergleichen. Diese Anpassungen erfordern zu der üblichen Walzenwechselzeit zusätzlich eine Umrüstzeit für die Systemänderung des Quarto-Gerüsts auf das Duo-Gerüst.

Aus der DE-Offenlegungsschrift 37 07 560 ist ein umrüstbares Walzgerüst mit Ständern bekannt, in deren Ständerfenstern in Einbaustücken gelagerte Arbeitswalzen und Stützwalzen, gegebenenfalls zwischen diesen angeordnete Zwischenwalzen von hydraulischen Anstellvorrichtungen gegeneinander anstellbar sind. Bei diesem Walzgerüst sind in die Ständerfenster eingreifende Führungsblöcke mit zumindest die Arbeitswalzen auch nach dem Auslaufen des Walzgutes spreizenden Druckmittelzylinder ausgestattet. Innerhalb des Gerüsts sind parallel zu den Walzen verlaufende Führungsbahnen für den Walzenwechsel angeordnet. Ferner ist ein mit dem zu wechselnden Walzensatz koppelbarer Satz von Adapterstücken angeordnet. Von diesem nächstliegenden Stand der Technik geht die vorliegende Erfindung aus.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Umrüsten von Gerüsten mit einem Sechs-Walzensystem auf ein Vier-Walzensystem bzw. Zwei- Walzensystem, insbesondere das Umrüsten eines Quarto-Kombinationsgerüstes auf ein Duo-Dressiergerüst zeitlich erheblich zu verkürzen und den damit verbundenen baulichen Aufwand deutlich zu vermindern.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Patentansprüchen 1 bis 6 gelöst.

Nach Patentanspruch 1 erfolgt das Umrüsten z.B. eines für den üblichen Reduzierwalzbetrieb eingesetzten Quarto-Walzgerüstes auf ein für den Dressierbetrieb geeignetes Duo-Walzgerüst dadurch, daß die Adapterstücke die Bauform von Walzeneinbaustücken aufweisen, d. h. diese Adapterstücke sind sogenannte leere Stützwalzeneinbaustücke, die hierdurch einwandfrei in das Walzgerüst eingepaßt werden können. Durch diese Maßnahmen wird die Umrüstzeit um das Einbringen von Zwischenstücken sowie um die Justierung der Zwischenplatten für die Walzenanpassung und für die Stichanpassung zeitlich erheblich reduziert; außerdem können diese Bauteile letztendlich entfallen.

Eine besondere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Adapterstücke mittels einer oder mehrerer Rohrtraversen miteinander verbunden und dergestalt beabstandet sind, daß deren Abstandsmaß dem Gerüsteinbaumaß der in den Einbaustücken gelagerten Walzen entspricht. Hierdurch entsteht ein leerer Walzensatz mit allen Einbaumaßen, z.B. für die Stützwalzen. Zum Einfahren dieser rohrverbundenen Adapterstücke werden diese über die mechanische Kupplung mit den Stützwalzen gekoppelt und mit dem Ausfahren der Stützwalzen gleichzeitig in das Gerüst eingezogen. Innerhalb des Gerüstes befinden sich die Verlängerungen der Führungsbahnen zur Führung dieser rohrverbundenen Adapterstücke. Das Umrüsten von einem Duo-Gerüst in ein Quarto-Gerüst geschieht in umgekehrter Weise.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Adapterstücke mittels teleskopartig verschiebbarer Rohrtraversen miteinander verbunden sind. Die rohrverbundenen Adapterstücke können auf diese Weise der Länge der Antriebsspindeln angepaßt werden, insbesondere dann, wenn bei Umbauten vorhandene kurze Antriebsspindeln Berücksichtigung finden müssen. In zweckmäßiger Weise sind dabei die rohrverbundenen Adapterstücke für die obere Stützwalze oberhalb der Antriebsspindeln und die rohrverbundenen Adapterstücke für die untere Stützwalze unterhalb der Antriebsspindeln angeordnet. Durch diese Maßnahme wird der an sich eingeschränkt zur Verfügung stehende Bauraum auf der Antriebsseite des Walzgerüsts ohne große Umbauten bezüglich der Maschinentechnik bzw. der Fundamente optimal genutzt.

Mit der weiteren Ausgestaltung der Erfindung befaßt sich die folgende Maßnahme: Die Führungsbahnen für die oberen rohrverbundenen Adapterstücke und die Führungsbahnen für die unteren rohrverbundenen Adapterstücke bilden durch geeignete Verbindungselemente, bspw. Quertraversen, eine verwindungssteife höhenverstellbare Tragbühne, auf der die rohrverbundenen Adapterstücke als Ersatz für die obere Stützwalze und die unteren rohrverbundenen Adapterstücke als Ersatz für die untere Stützwalze für das Einwechseln in das Gerüst bereitstehen, wobei die Führungsbahnen auf der Tragbühne mit den Führungsbahnen der Stützwalzen im Gerüst fluchten, wozu die Höhe der Tragbühne vorteilhafterweise verstellbar ist. Um die Umrüstzeiten des Walzgerüsts zusätzlich zu verkürzen, sind auf der Bedienungsseite des Walzgerüsts an sich bekannte koppelbare Schleppwagen bzw. für den Stützwalzensatz und/oder fahrbare Bühnen mit Führungsbahnen und mit koppelbaren Verschiebevorrichtungen bspw. für den fahrbaren Arbeitswalzensatz angeordnet. Auf diese Weise werden bewährte Maßnahmen zur Reduzierung der Walzenwechselzeiten auf der Bedienungsseite verbunden mit den Vorteilen geringer Rüstzeiten mit Hilfe von gerüstangepaßten Adapterstücken gemäß der Erfindung.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den Schnitt durch ein Quarto-Walzgerüst,

Fig. 2 den Schnitt durch das auf ein Duo-Walzgerüst umgerüstete Quarto-Walzgerüst mit Adapterstücken für die Stützwalzen,

Fig. 3 das Quarto-Walzgerüst mit auf einer Tragbühne angeordneten rohrverbundenen Adapterstücken für die Stützwalzen vor der Umrüstung,

Fig. 4 und Fig. 5 das auf ein Duo-Walzgerüst umgerüstete Quarto-Walzgerüst mit im Gerüst eingesetzten Adapterstücken für die Stützwalzen.

In Fig. 1 ist ein Walzgerüst 1, d.h. ein zwei Stützwalzen und zwei Arbeitswalzen enthaltendes Vierwalzen-Gerüst dargestellt, das als ein auf ein Zweiwalzen-Gerüst umrüstbares Kombinationsgerüst betrieben wird. Das Walzgerüst 1 besteht aus zwei Gerüstständern 2, 3, die durch ein Querjoch 4, 5 miteinander verbunden sind. In dem Ständerfenster 6 sind in Einbaustücken 7, 8 gelagerte Arbeitswalzen 9, 10 zu erkennen sowie in Einbaustücken 11, 12 die Stützwalzen 13, 14. Die Einbaustücke 7, 8 der Arbeitswalzen 9, 10 sind in Führungsblöcken 15, 16 horizontal verschieblich gehalten und vertikal entlang eines Vertikalblocks 17 verlagerbar. Die Einbaustücke 11, 12 für die Stützwalzen 13, 14 sind in dem Ständerfenster 6 mit Hilfe von Gleitstücken 18 vertikal einstellbar. Die Arbeitswalzen 9, 10 und die Stützwalzen 13, 14 sind von hydraulischen und mechanischen Anstellvorrichtungen gegeneinander anstellbar. Die obere Stützwalze 13 wird mit Hilfe der mechanischen Anstellung 19 positioniert; die untere Stützwalze 14 mit Hilfe des im unteren Querjoch 5 angeordneten Hydraulikzylinders 20. Ferner sind Ausbalancierzylinder 21 für die obere Stützwalze 13 und Ausbalancierzylinder 22 für die Arbeitswalzen 9, 10 zu erkennen sowie Biegezylinder 23 für eine gewünschte Arbeitswalzenbiegung. Mit Hilfe der Ausbalancierzylinder 22 können zumindest die Arbeitswalzen 9, 10 auch nach dem Auslaufen des Walzgutes auf Abstand gehalten werden. Innerhalb des Walzgerüsts 1 sind parallel zu der unteren Stützwalze 14 verlaufende Führungsbahnen 24 angeordnet, welche Laufrollen 25 gegenüberliegen, auf denen der Stützwalzensatz aus dem Walzgerüst 1 herausfahrbar ist. Zu diesem Zweck ist die untere Stützwalze 14 - wie der rechten Bildhälfte zu entnehmen ist - von dem unteren Hydraulikzylinder der Anstellvorrichtung 20 abgesenkt worden, so daß die Laufrollen 25 auf den Führungsbahnen 24 ablaufen können.

Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 beschriebene Quarto-Walzgerüst nach dem Umrüsten auf das Duo-Walzgerüst 1&min;. Deutlich erkennbar ist, daß in das Gerüst neue Arbeitswalzen 26, 27 mit einem erheblich größeren Durchmesser eingebaut wurden und daß ferner die Stützwalzen 13, 14 und deren Einbaustücke 11, 12 durch Adapterstücke 28, 29 ersetzt worden sind, die den Einbaumaßen der Stützwalzeneinbaustücke angepaßt sind. Im übrigen sind für gleiche Gerüstbauteile gleiche Bezugszeichen verwendet worden.

In Fig. 3 ist das Walzgerüst 1 zu sehen mit auf der Antriebsseite 30 angeordnetem mit einem Antriebsmotor 31 verbundenen Kammwalzengetriebe 32 und mit die Arbeitswalzen 9, 10 antreibenden Arbeitsspindeln 33, 34. Auf der Bedienungsseite 35 befindet sich ein mit den Stützwalzen 13, 14 koppelbarer Schleppwagen 36, der auf Fahrschienen 37 läuft, welche höhengleich zu den im Walzgerüst 1 befindlichen Führungsbahnen 24 angeordnet sind. Von dem Schleppwagen 36 werden die Stützwalzen 13, 14 aus dem Walzgerüst 1 herausgefahren (Fig. 4). Außerdem ist auf der Bedienungsseite 35 eine verfahrbare Bühne 38 zu sehen mit Verschiebevorrichtung 39, welche zum Wechsel der Arbeitswalzen 9, 10 auf der Bühne 38 verschiebbar oder verfahrbar sind und mit den Arbeitswalzen gekoppelt werden. Auf der Antriebsseite 30 befindet sich zwischen dem Walzgerüst 1 und Kammwalzengetriebe 32 eine Tragbühne 40 mit Führungsbahnen 41, 42 für die Adapterstücke 28, 29, die oberhalb und unterhalb der Arbeitsspindeln 33, 34 angeordnet sind. Eine oder mehrere Verbindungselemente 45zwischen den oberen und unteren Führungsbahnen 41, 42 geben der Tragbühne 40 die erforderliche Steifigkeit. Die Führungsbahnen 41, 42 befinden sich auf der Tragbühne 40 höhengleich mit den im Walzgerüst 1 angeordneten Führungsbahnen 24. Auf der oberen Führungsbahn 41 der Tragbühne 40 sind die Adapterstücke 28, 28&min; verbunden durch eine Rohrtraverse 43 mit der oberen Stützwalze 13 koppelbar und verschieblich angeordnet. Auf der unteren Führungsbahn 42 sind die durch die Rohrtraverse 44 miteinander verbundenen Adapterstücke 29, 29&min; mit der unteren Stützwalze 14 koppelbar und verschieblich angeordnet. Die rohrverbundenen Adapterstücke 29, 29&min; sind dergestalt beabstandet, daß deren Abstandsmaß X dem Gerüsteinbaumaß Y der in den Einbaustücken 11, 12 gelagerten Stützwalzen 13, 14 entspricht.

Um das Walzgerüst 1 in ein Duo-Walzgerüst 1&min; umzurüsten, werden die rohrverbundenen Adapterstücke 28, 29 mit den Stützwalzen 13, 14 gekoppelt. Die Stützwalzen 13, 14 werden von dem Schlepperwagen 36 auf der Bedienungsseite 35 aus dem Walzgerüst 1 gezogen, nachdem alle Anschlüsse zu den Versorgungsleitungen getrennt worden sind. Zugleich werden infolge der starren Kopplung die Adapterstücke 28, 29 in das Gerüst gezogen und funktionieren dort in der Art von leeren Einbaustücken. Sind die Adapterstücke 28, 29, in dem Walzgerüst 1 arretiert, werden die Stützwalzen 13, 14 von den Adapterstücken entkoppelt und der auf den Fahrschienen 37 fahrbare Satz aus Stützwalzen 13, 14 wird von dem Schlepperwagen 36 von dem Walzgerüst 1 fortgezogen. Diese Situation ist in Fig. 4 dargestellt. Anschließend werden die Arbeitswalzen 9, 10 mit der Verschiebevorrichtung 39 gekoppelt und aus dem Walzgerüst 1 auf die fahrbare Bühne 38 gezogen und dort seitlich versetzt. Schließlich werden die neuen Arbeitswalzen 26, 27, die auf der Bühne 38 vorgerüstet stehen, von der Verschiebevorrichtung 39 in das Walzgerüst 1 eingefahren und dort arretiert. Sämtliche Versorgungsleitungen werden angeschlossen. Das Walzgerüst 1 ist auf diese Weise von einem im Reduzierwalzbetrieb arbeitenden Walzgerüst 1 in ein Duo-Walzgerüst 1&min; umgebaut worden, welches nunmehr für den Dressierbetrieb eingesetzt werden kann. Diese Situation ist in Fig. 5 dargestellt. Das Umrüsten des Duo-Walzgerüsts 1&min; in ein Walzgerüst 1 erfolgt ebenso einfach und schnell in umgekehrter Reihenfolge der Arbeitsschritte.

Durch die beim Ausführungsbeispiel beschriebenen Maßnahmen wird deutlich, daß die Umrüstzeiten ganz erheblich reduziert werden, da die bisherigen und üblichen Umrüstmaßnahmen für das Einbringen von Zwischenstücken sowie die Anpassung durch Zwischenplatten für die Walzenanpassung und die Stichanpassung entfallen.

Bezugszeichenliste

1 Walzgerüst

2, 3 Ständer

4, 5 Querjoch

6 Ständerfenster

7, 8 Einbaustücke

9, 10 Arbeitswalzen

11, 12 Einbaustücke

13, 14 Stützwalzen

15, 16 Führungsblöcke

17 Vertikalblock

18 Gleitstück

19 Anstellung

20 Anstellvorrichtung

21, 22 Ausbalancierungszylinder

23 Biegezylinder

24 Führungsbahn

25 Laufrolle

26, 27 Arbeitswalzen

28, 29 Adapterstücke

30 Antriebsseite

31 Antriebsmotor

32 Kammwalzengetriebe

33, 34 Arbeitsspindel

35 Bedienungsseite

36 Gerüstschleppwagen

37 Fahrschiene

38 verfahrbare Bühne

39 Verschiebevorrichtung

40 Tragbühne

41, 42 Führungsbahn

43, 44 Rohrtraverse

45 Verbindungselement


Anspruch[de]
  1. 1. Umrüstbares Walzgerüst (1) mit Ständern (2, 3), in deren Ständerfenstern (6) in Einbaustücken (7, 8; 11, 12) gelagerte Arbeitswalzen (9, 10) und Stützwalzen (13, 14), gegebenenfalls zwischen diesen angeordnete Zwischenwalzen von hydraulischen Anstellvorrichtungen (20) gegeneinander anstellbar sind, und bei dem in die Ständerfenster eingreifende Führungsblöcke (15, 16) mit zumindest die Arbeitswalzen (9, 10) auch nach dem Auslaufen des Walzgutes spreizenden Druckmittelzylindern ausgestattet sind und mit innerhalb des Walzgerüsts (1) parallel zu den Walzen verlaufenden Führungsbahnen (24) für den Walzenwechsel, wobei ein mit dem zu wechselnden Walzensatz koppelbarer Satz von Adapterstücken (28, 28&min;; 29, 29&min;) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterstücke (28, 28&min;; 29, 29&min;) die Bauform der Einbaustücke (7, 8; 11, 12) der auszuwechselnden Walzen aufweisen.
  2. 2. Umrüstbares Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterstücke (28, 28&min;; 29, 29&min;) mittels einer oder mehrerer Rohrtraversen (43, 44) miteinander verbunden und dergestalt beabstandet sind, daß deren Abstandsmaß (X) dem Gerüsteinbaumaß (Y) der in den Einbaustücken gelagerten Walze entspricht.
  3. 3. Umrüstbares Walzgerüst nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterstücke (28, 28&min;, 29, 29&min;) mittels teleskopartig verschiebbarer Rohrtraversen (43, 44) miteinander verbunden sind.
  4. 4. Umrüstbares Walzgerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, mit auf der Antriebsseite (30) mit einem motorverbundenem Kammwalzengetriebe (32) in Verbindung stehenden Antriebsspindeln (33, 34) für die Arbeitswalzen (9, 10) und mit mitlaufenden Stützwalzen (13, 14), dadurch gekennzeichnet, daß die rohrverbundenen Adapterstücke (28, 28&min;) für die obere Stützwalze (13) oberhalb der Antriebsspindel (33) und die rohrverbundenen Adapterstücke (29, 29&min;) für die untere Stützwalze (14) unterhalb der Antriebsspindel (34) angeordnet sind.
  5. 5. Walzgerüst nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahnen (41) für die oberen rohrverbundenen Adapterstücke (28, 28&min;) und die Führungsbahnen (42) für die unteren rohrverbundenen Adapterstücke (29, 29&min;) durch geeignete Verbindungselemente (45) eine verwindungssteife, höhenverstellbare Tragbühne (40) bilden.
  6. 6. Walzgerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bedienungsseite (35) an sich bekannte koppelbare Schleppwagen (36) und/oder fahrbare Bühnen (38) mit Führungsbahnen oder Fahrschienen (37) und mit koppelbaren Verschiebevorrichtungen (39) für fahrbare Walzensätze angeordnet sind.






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