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Dokumentenidentifikation DE69213487T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0496693
Titel Verfahren und Apparatur zur Überwachung und Kontrolle von Injektionsgeräten
Anmelder Scanio A/S, Aalborg, DK
Erfinder Laurbak, Kristen, DK-9210 Aalborg SO, DK
Vertreter Wenzel & Kalkoff, 22143 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69213487
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 24.01.1992
EP-Aktenzeichen 926100074
EP-Offenlegungsdatum 29.07.1992
EP date of grant 11.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A23B 4/28

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen und Kontrollieren einer Arbeits- oder Behandlungseinrichtung, insbesondere eines Injektors (Vorrichtung zum Injizieren von Sole, Salzlake oder einer anderen Flüssigkeit in Fleisch) und eine Ausrüstung zur Verwendung in Verbindung damit.

Beim Pökeln von Schinken mittels eines sogenannten Injektors, wobei Sole in das Fleisch injiziert wird, ist eine vollständige Kontrolle bzw. Steuerung des Verfahrens aufgrund der festgesetzten Anforderungen entscheidend. Die Anforderung des Verbrauchers zielt auf ein einheitliches Produkt hoher Qualität. Aus Qualitätsgründen und in Anbetracht der Verbraucher wurde ein Maximum für die Menge injizierter Sole festgelegt, und die Qualität fordert ein bestimmtes Minimum. Folglich besteht sowohl ein Maximal- als auch eine Minimal-Erfordernis, wobei der Hersteller aus Gründen der optimalen Wirtschaftlichkeit daran interessiert ist, so nahe wie möglich am Maximalerfordernis zu sein, jedoch ohne es zu überschreiten, was einen geringeren Preis für das Produkt oder im schlimmsten Fall eine Ablehnung verursachen würde. Ein besserer Gewinn kann auch durch ein einheitliches Produkt gesichert werden, was auch zusätzlich gefestigt werden kann, wenn die Produkte mit einem Qualitätszertifikat geliefert werden können.

Die Druckschriften FR-A-2 628 941 und DE-A-3 420 019 offenbaren Verfahren zur Soleinjektion in Fleisch.

Das Ziel der Erfindung ist es, eine Lösung für das oben dargestellte Problem zur Verfügung zu stellen. Die Lösung entsprechend der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit dem Zuführende und dem Auslaß der Behandlungseinrichtung Durchlaufwaagen vorgesehen sind, wobei die erste das Gewicht vor Eintritt in die Einrichtung und die zweite das Gewicht nach dem Bearbeiten der Gegenstände wiegt, und wobei die Signale von den beiden Waagen für eine kontinuierliche Überwachung und Aufnahme des Verfahrens und zur Kontrolle/Steuerung der Einrichtung verwendet werden. Um dies zu tun, werden die Ergebnisse von den Eingangswaagen verzögert, bis sie mit den Ausgangswaagen synchron sind, woraufhin ein Ausbeuteprozentsatz berechnet werden kann. Dieser Ausbeuteprozentsatz wird dann in die Vorrichtung oder die Behandlungseinrichtung eingegeben, die ggf. ihre Betriebsparameter korrigieren kann. Durch Anbindung einer geeigneten Druckerausrüstung kann jede Charge mit einem Zertifikat auf Grundlage des Ausdrucks versehen werden.

Es ist so möglich, in einem Injektor eine kontinuierliche Anpassung der Sole-Injektion derart vorzunehmen, daß sie so dicht wie möglich am Maximum liegt und gleichzeitig ein einheitliches Produkt sichergestellt wird. Beim Korrigieren des Injektors werden der Flüssigkeitsdruck in den Nadeln und der Impuls angepaßt, d.h. die Anzahl Zyklen des Nadelkopfes und damit die Geschwindigkeit des Bandes. Die Bandgeschwindigkeit der Durchlaufwaagen wird hierzu synchron auf Grundlage der Impulse des Injektors gesteuert. Im Falle einer Instabilität kann ein Alarm ausgelöst werden, der anzeigt, daß die Ausgangsposition für dieses Produkt verändert werden muß. Wie zu erkennen, ist die Erfindung nicht auf die Anwendung in Verbindung mit einem Injektor beschränkt, sondern kann auf jedes Nahrungsmittelverfahren, bei dem eine Zu- oder eine Abnahme erfolgen kann, angewandt werden. Letztere Anwendungsform könnte zum Beispiel eine Dehydration sein, bei der es erforderlich ist, daß der Wassergehalt auf einen bestimmten geringeren Level reduziert wird, der nicht erniedrigt werden kann.

Die Erfindung soll im folgenden in weiteren Einzelheiten mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben werden, in der eine Ausführungsform einer Einrichtung entsprechend der Erfindung ausgeführt ist. Die Zeichnung veranschaulicht in:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausrüstung gemäß der Erfindung,

Fig. 2 eine Wägeeinheit der Einrichtung mit Durchlaufwaagen,

Fig. 3 eine direkte Endansicht der Wägeeinheit,

Fig. 4 ein vergrößertes Detail der Wägeeinheit,

Fig. 5 einen schematischen Abschnitt des Flusses durch die Einrichtung.

Die in der Zeichnung veranschaulichte Einrichtung umfaßt einen per se bekannten Injektor 2 wie auch zwei im wesentlichen identische Wägeeinheiten 4, eine am Einlaß des Injektors und eine an seinem Auslaß. Diese Einheiten sind an einem mit Rollen versehenen Rahmen 6 angebracht, so daß sie beispielsweise zum Reinigen und Warten weggefahren werden können. Die Einheiten umfassen Durchlaufwaagen 8 wie auch einen Bandförderer 10, 12 davor und dahinter. Die Durchlaufwaagen umfassen einen Bandförderer 14, der am Rahmen von einer Wägezelle 16 an jeder Ecke unterstützt wird. Die Motoren der Förderer sind so synchronisiert, daß die Bandgeschwindigkeiten gleich sind. Dadurch können Interferenzen der Durchlaufwaagen als Folge unterschiedlicher Geschwindigkeiten des Flusses zu und weg von den Durchlaufwaagen vermieden werden. Die Einrichtung wird damit von der Bandgeschwindigkeit in dem Injektor unabhängig gemacht. Der Durchgang der Fleischstücke von dem Bandförderer 20 zu den Durchlaufwaagen 8 und weiter zu dem folgenden Förderer 12 stellt für das Wiegen eine Störphase dar. Dem ist dadurch entgegengetreten worden, daß die Waagen eine geeignete Überschußlänge im Verhältnis zu den einzupökelnden Fleischstücken 20 aufweisen. Eine Länge von zwei- bis fünfmal oder dreimal der maximalen Größe der Fleischstücke hat sich als geeignet erwiesen. Weiterhin wurde der Durchtritt zwischen den Bandförderern und den Durchlaufwaagen verringert, indem eine Laufrolle 22 mit einem kleinen Durchmesser an einem Band in Verbindung mit dem Trommelmotor 18 mit einem beträchtlich größeren Durchmesser, ungefähr viermal dem des benachbarten Bandes, angeordnet wurde.

Die Impulse von den Wägezellen 16 können zur Steuerung des Injektors 2 verwendet werden. Wenn die Zunahme zu gering ist, kann er eingestellt werden, mehr Sole zu injizieren, z.B. durch Drucksteigerung in der Sole oder durch Steigerung der Impulse, d.h. Anzahl der Zyklen des Nadelkopf es 24, der um ca. 50 mm in Bewegungsrichtung des Bandes verlagert wird. Je langsamer die Impulse sind, umso größer sind die Injektionen, weil die Bandgeschwindigkeit langsam ist, und umge kehrt sind die Injektionen umso geringer je schneller die Impulse sind. Der Impuls kann beispielsweise von 0-60 Impulsen/ Minute variiert werden.

Eine Wägung wird an den ersten Durchlaufwaagen 8A durchgeführt, und nach einer vorbestimmten Zeitdauer, die durch die Fließgeschwindigkeit bestimmt ist, befindet sich dieselbe Flußstrecke an den nächsten Waagen 8B, und es wird wiederum gewogen, woraufhin es möglich ist, die absolute Zunahme und die prozentuale Zunahme zu berechnen. Die Wägung wird in kurzen Intervallen durchgeführt; je kürzer die Intervalle sind, um so höher ist die Genauigkeit in der Zunahmesteuerung, und auf der anderen Seite gibt es eine untere Begrenzung für die Wägehäuf igkeit. Die Untergrenze ist teilweise durch die Ungenauigkeiten des Systems und teilweise durch die Ungenauigkeit, mit der der Injektor eingestellt werden kann, gegeben. Es ist wichtig, daß die Steuerung derart angeordnet ist, daß die zulässige Maximalzunahme nicht überschritten wird.

Auf Grundlage dieser Wägeergebnisse kann ein Zertifikat fur eine bestimmte Fleischcharge, die die bibliographischen Daten wie Hersteller, Zeit, Fleischart, Soleart usw. anzeigt, wie auch ein Ausdruck der Wägeergebnisse ausgegeben werden. Letzterer kann einfach ein Ausdruck der Hauptergebnisse, d.h. Gesamtgewicht, Gesamtzunahme und prozentuale Zunahme sein, mit einer Verpflichtung für den Hersteller, die Wägeergebnisse für eine bestimmte Zeitdauer nach dem Ausdruck aufzubewahren. Die Berechnungen und der Ausdruck können von einem mit der Einrichtung verbundenen Computer ausgegeben werden.

Eine durch die Einrichtung behandelte Charge kann z.B. sechs Tonnen Fleisch umfassen, und die Pökelzeit beträgt ungefähr zwei Stunden. Bevor das Verfahren in Gang gesetzt wird, werden die Durchlaufwaagen kalibriert, was gemacht werden kann, indem man eine vorgewogene Menge, z.B. einhundert Kilogramm Fleisch, durch die Einrichtung laufen läßt, natürlich ohne sie irgendeiner Art Pökelung zu unterziehen. Die Einrichtung ist derart angeordnet, daß eine Kontrolle des Null-Wertes z.B. manuell oder automatisch durchgeführt werden kann, wenn zwischenzeitlich kein Fleisch auf den Waagen vorhanden ist, was automatisch aufgenommen werden kann. Die Kontrollwägung findet innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde statt und stört das Verfahren überhaupt nicht. Während des Verfahrens kann daher eine Kompensation für Anhaftungen, die immer an den Waagen kleben, wie Fleischsaft, Fleischstückchen usw., stattfinden.

Unter den Bändern 10, 12 und den Durchlaufwaagen 8 ist eine Tropfpf anne 26 für den Fleischsaft, der während des Durchgangs vom Fleisch tropft, angeordnet. Dieser Fleischsaft wird als Teil des Gewichts aufgezeichnet. Bei Eintritt in den Injektor ist das Gewicht aufgrund des herausgetropften Fleischsaftes daher geringer als das aufgezeichnete Gewicht. Dieser Fleischsaft wird gesammelt und in der Folge dem Fleisch so zugeführt, daß das Gesamtgewicht mit dem aufgezeichneten Gewicht übereinstimmt. Der Fleischsaft wird in das weitere Pökeln des Fleisches integriert.

In seitlicher Richtung werden die Förderbänder von Seitenwänden 28, die abnehmbar an dem Rahmen angebracht sind, definiert. Die Seitenwände werden an vertikalen Trägern 30 von zwei horizontalen Schwenkachsen oder -lager 32, 34 unterstützt, wobei die untere in einem Schlitz 36 in dem Rahmen aufgenommen ist. Die andere ist entsprechend in einem Schlitz 38 aufgenommen, der nach oben offen ist und sich in einen gekrümmten Raum 40 so fortsetzt, daß die Seitenwände angehoben werden können, etwas begrenzt durch die Länge des unteren Schlitzes und nach außen gekippt, wo die obere Schwenkachse in den gekrümmten Raum in eine Haltepositition eintritt. Wenn eine Seitenwand abgenommen wird, wird sie einfach in Längsrichtung so versetzt, daß sich die Schwenkachsen aus den Schlitzen lösen.


Anspruch[de]

1. Ein Verfahren zum Kontrollieren und Steuern eines Ansteigens oder Absinkens eines Flusses ungeordneter Gegenstände, die in einer Behandlungseinrichtung haltbar gemacht werden, insbesondere einem Injektor (2), bei dem Waagen (8A, 8B) in Verbindung mit dem Zuführende und dem Auslaßende der Behandlungseinrichtung angeordnet sind, wobei die erste Waage das Gewicht vor Eintritt in die Einrichtung und die zweite das Gewicht nach Bearbeitung der Gegenstände erfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände der Behandlungseinrichtung in einem kontinuierlichen Fluß zugeführt werden und daß Durchlaufwaagen eingesetzt werden, wobei die Signale von den beiden Waagen für eine kontinuierliche Kontrolle und Erfassung des Verfahrens und für eine Steuerung der Maschine oder der Verfahrenseinrichtung verwendet werden.

2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gesammelten Daten die Basis für einen Ausdruck eines Zertifikats für eine eindeutig bestimmte Menge Gegenstände bilden.

3. Eine Einrichtung zu Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1, umfassend einen Injektor (2) und eine Waage (8A) in Verbindung mit einem Einlaß dafür und einer Waage (8B) am Auslaß zum Wiegen ungeordneter Gegenstände vor und nach Behandlung in dem Injektor, dadurch gekennzeichnet, daß die Waagen Durchlaufwaagen (8A, 8B) sind, die mit einem Computer zum Sammeln und Verarbeiten der Wägeergebnisse verbunden sind, um ein Zertifikat für eine Menge Gegenstände auszudrucken, und wobei die Signale von den Durchlaufwaagen weiterhin verwendet werden, um den Injektor zu steuern.

4. Eine Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Durchlaufwaagen (8A, 8B) per se gleich sind.

5. Eine Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Durchlaufwaagen zwei- bis fünfmal, vorzugsweise dreimal der maximalen Länge der Gegenstände entspricht.

6. Eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor und nach jeder der Durchlaufwaagen (8A, 8B) ein Bandförderer (10, 12), dessen Bandgeschwindigkeit synchron zu der Geschwindigkeit des Bandes der Durchlaufwaagen ist, vorgesehen ist.

7. Eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder derart angeordnet sind, daß eine einen kleinen Durchmesser aufweisende Umkehrwalze (22) an der einen größeren Durchmesser aufweisenden Zug- bzw. Antriebswalze (18) angeordnet ist.

8. Eine Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandförderer (10, 12) und die Durchlaufwaagen (8) in eine Einheit an einem Rollen-Rahmen integriert sind.

9. Eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder in ihrer lateralen Richtung durch eine Seitenwand (28) definiert sind, die von Trägern (30) mit zwei horizontalen Schwenkpunkten (32, 34) gestützt wird, die in Schlitzen (36, 38) in dem Rahmen aufgenommen sind, von denen der oberste nach oben offen ist und sich in einen gekrümmten Raum (40) derart fortsetzt, daß die Seitenwand schräg nach außen gekippt und gegebenenfalls durch eine Längsverlagerung dort, wo sich die Schwenkpunkte von ihren Kontakten lösen, entfernt werden kann.







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