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Dokumentenidentifikation DE3640437C2 17.04.1997
Titel Programmierbares Gerät zum Einstellen eines Empfangsgerätes der Unterhaltungselektronik
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Dangschat, Rainer, Dipl.-Ing., 8011 Landsham, DE
DE-Anmeldedatum 27.11.1986
DE-Aktenzeichen 3640437
Offenlegungstag 09.06.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.1997
IPC-Hauptklasse H03J 5/00
IPC-Nebenklasse G08C 17/00   G08C 19/00   
Zusammenfassung Ein programmierbares Gerät (1) dient zum automatischen Einstellen eines Empfangsgerätes der Unterhaltungselektronik auf die am jeweiligen Standort des Empfangsgerätes zu empfangenden Stationen. Das Gerät besitzt eine Stromversorgung, einen Mikroprozessor, zumindest einen Speicher, ein Display, eine Eingabetastatur, eine Tastatur-Matrix und eine Sende-, insbesondere Infrarot-Sende-, Einrichtung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein programmierbares Gerät zum automatischen, drahtlosen Einstellen eines Empfangsgerätes der Unterhaltungselektronik mit Frequenzsynthese-Abstimmsystem auf die am jeweiligen Standort des Empfangsgerätes zu empfangenden Stationen.

Empfangsgeräte der Unterhaltungselektronik, beispielsweise Farbfernsehgeräte und Videorecorder, werden in zunehmendem Maße mit Frequenzsynthese-Abstimmsystemen ausgerüstet. Bei den in Europa üblichen Systemen werden vom Händler oder von einem technisch versierten Kunden die einzelnen Programm-Nummern der örtlich zu empfangenden Kanäle einprogrammiert. Solange nur wenige Sender vorhanden sind, nimmt das Programmieren wenig Zeit in Anspruch. Bei weiterem Ausbau des Kabelfernsehens mit einer großen Anzahl zu empfangender Sender wird der Programmiervorgang jedoch recht zeitraubend, da in Zukunft neben der Programm-Nummer auch noch ein 4stelliges Buchstabenfeld vorgesehen ist, in dem zusätzlich zur Programm-Nummer eine Abkürzung des empfangenen Senders erscheint.

Da Empfangsgeräte unterschiedlicher Hersteller im allgemeinen auch unterschiedliche Programmier-Moden aufweisen, ergeben sich für den Händler selbst bei Benutzung der Bedienungsanleitung häufig Probleme. Allgemein kann deshalb festgestellt werden, daß Empfangsgeräte mit Frequenzsynthese-Abstimmsystemen beim Betrieb sehr kundenfreundlich sind, der Programmiervorgang selbst aber einen unverhältnismäßig hohen Zeitaufwand erfordert.

In der GB 2 155 263 A ist ein Programmiergerät für Radiogeräte beschrieben, bei dem in einem nicht-flüchtigen Speicher Stationsdaten gespeichert werden, um im Radiogerät Stationsfrequenzen zu programmieren. Die Radiogeräte sind als Mehrkanalfunkgeräte mit Frequenzsynthesizer ausgeführt. Das Programmiergerät umfaßt einen Speicher für die zu speichernden Sendefrequenzen, einen Mikroprozessor zur Steuerung sowie eine Stromversorgungseinrichtung. Zur Datenübertragung zwischen Programmiergerät und jeweiligem Radiogerät dient ein Übertragungskabel. Zur Programmierung des Programmiergerätes selbst wird dieses zusätzlich mit einem entsprechend programmierten Rechner verbunden.

In der US 4 525 865 ist ein anderes mikrocomputergesteuertes Programmiergerät zur Programmierung eines Empfangsgerätes beschrieben, das einen Speicher, eine Eingabetastatur sowie eine Anzeigeeinrichtung aufweist.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein programmierbares Gerät anzugeben, das eine automatische, drahtlose Einstellung des eingangs eingeführten Empfangsgerätes mit einem Videotext- Dekoder in benutzerfreundlicher Weise ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein programmierbares Gerät nach den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß das programmierbare Gerät zusätzlich einen Schalter zum Programmieren von Empfangsgeräten unterschiedlicher Hersteller besitzt.

Die Übertragungseinrichtung kann drahtlos, z. B. mit Infrarot, induktiv oder als Kabelverbindung mit Steckvorrichtung ausgebildet sein.

Die Vorteile des Gegenstandes der Erfindung werden anhand der folgenden Ausführungsbeispiele erläutert.

In der dazu gehörenden Zeichnung zeigen

Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines programmierbaren Gerätes,

Fig. 2 eine weitere Ausführungsform eines programmierbaren Gerätes und

Fig. 3 ein Prinzipschaltbild eines programmierbaren Gerätes.

In der Fig. 1 ist ein programmierbares Gerät 1 dargestellt, das batteriebetrieben ist und im Prinzip einer Infrarotfernbedienung ähnelt.

Das Gerät 1 besitzt ein Display, z. B. ein LCD- bzw. LED-Display, mit einem Anzeigefeld P für die Programm-Nummer, einem weiteren Anzeigefeld K für die Kanal-Nummer und einem Anzeigefeld S für die Stationsbezeichnung. Mittels einer Eingabetastatur TP für die Programm-Nummer, TK für die Kanal-Nummer und TS für die Stationsbezeichnung werden die einzelnen am Standort zu empfangenden Stationen eingegeben.

Nach jeder Eingabe einer Station, d. h. wenn auf dem Display die einzelnen zu einer Station gehörenden Anzeigen erscheinen, wird diese Station durch Betätigen der Taste 2 in einen im Gerät 1 angeordneten Speicher eingegeben.

Nach Eingabe sämtlicher Stationen kann das Gerät mit Hilfe der Testtasten 3 von Programmschritt zu Programmschritt überprüft werden.

Wenn alle Stationen ordnungsgemäß gespeichert sind, kann durch Druck auf die Taste 4 ("automatisch Programmieren/RUN") das gesamte gespeicherte Programm über den Infrarotsender 5 in ein Empfangsgerät übertragen werden. Eine LED 6 signalisiert den Beginn und eine weitere LED 7 das Ende des Programmiervorgangs.

Das Programmiergerät 1 kann sowohl für ein einzelnes Fabrikat ausgelegt sein und wird dann dem Händler bereits vorprogrammiert vom Hersteller zur Verfügung gestellt, es sind aber auch umschaltbare Programmiergeräte von Vorteil, die man auf unterschiedliche Fabrikate umstellen kann. Dies geschieht durch einen Schalter 8, der beispielsweise auf unterschiedliche Fabrikate A, B, C, D eingestellt werden kann.

Das Gerät 1 weist ferner zwei Tasten 9 für eine Fein-Einstellung ("fine tuning") FT auf. Hierdurch ist es möglich, daß Sender, die nicht auf einer genormten Frequenz senden, genau eingestellt werden können. Dies ist beispielsweise in Kabelnetzen der Fall, wo zur Störminimierung nicht nur die genormten Kanäle sondern auch Zwischenwerte (z. B. Kanal 20 + 1 MHz bzw. 15-0,5 MHz) gesendet werden.

Weiterhin besitzt das Gerät Tasten 10 zur Einstellung der Lautstärke, Tasten 11 zur Einstellung der Bildhelligkeit, Tasten 12 zur Einstellung des Kontrastes und Tasten 13 zur Einstellung der Farbsättigung. Hierüber können sogenannte Norm- oder Mitten- Werte für die genannten Funktionen eingegeben werden.

In der Fig. 2 ist ein weiteres Gerät 15 dargestellt, das sich vom Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 dadurch unterscheidet, daß es im Display ein weiteres Anzeigefeld VTX für Videotext-Programmseiten aufweist. Dazu gehören eine Eingabentastatur TV sowie zwei weitere Tasten 14 zur Programmseiteneingabe für die folgenden Tage.

Das programmierbare Gerät 15 ist für Empfangsgeräte bestimmt, die einen Videotext-Dekoder besitzen. Damit ist es möglich, anstelle der Programmzeitung die Videotext-Programmseiten zur Information zu benutzen. Da der Benutzer des Empfangsgerätes im allgemeinen nicht auswendig weiß, welche Videotextseite die Programminformation für die unterschiedlichen zu empfangenden Stationen enthält, können diese Seitennummern ebenfalls mit dem Gerät 15 in den Videotext-Vorwahlspeicher des Empfangsgerätes einprogrammiert werden.

Das Gerät 15 eignet sich besonders gut zum Programmieren von Videorekordern, bei denen im Zusammenhang mit Videotext eine Programmierung der Einschaltzeit vorgenommen werden kann, wie es z. B. in "Funkschau" Heft 11/1986, S. 40 bis 43 beschrieben ist. Hierbei ist es nötig, daß bei Videorekorder und Fernsehempfänger die Programm- und Kanalbelegungen identisch sind, weil sonst unter Umständen nicht das gewünschte Programm aufgenommen wird. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Videotext-Dekoder im Fernsehgerät angeordnet ist und hierbei bei Aufrufen der Programmseite beispielsweise für das erste Programm die Information für die Einschaltzeit des Videorekorders gewonnen wird, beim Videorekorder aber das Programm Nummer eins mit einem anderen Sender belegt ist.

In der Fig. 3 ist ein Prinzipschaltbild eines programmierbaren Gerätes gemäß der Erfindung angeführt. Das Gerät besitzt einen Mikroprozessor µP, beispielsweise einen C-MOS 8-Bit- Rechner. Ferner weist es eine Tastatur-Matrix, z. B. 8 × 8, auf. Für die Abspeicherung der Daten ist ein nicht flüchtiger Speicher NVM, beispielsweise in 8 KBit-Ausführung, vorgesehen. Daneben besitzt das Gerät einen weiteren Speicher EPROM, der die Steuerdaten enthält.

Das Display LCD wird über den Displaytreiber DT angesteuert. Zur Übermittlung an den Empfänger ist ein Infrarotsender IR mit Sendediode D vorgesehen.

Neben der in den Ausführungsbeispielen dargestellten Abspeicherung für die Programme, Kanäle und Stationsnamen ist es ebenfalls möglich, die durchschnittlichen Analogwerte abzuspeichern.


Anspruch[de]
  1. 1. Programmierbares Gerät zum automatischen Einstellen eines Empfangsgerätes der Unterhaltungselektronik mit einem Frequenzsynthese-Abstimmsystem und einem Videotext-Dekoder auf die am jeweiligen Standort des Empfangsgerätes zu empfangenden Stationen, das eine Stromversorgung, einen Mikroprozessor (µP), zumindest einen Speicher (NVM, EPROM), eine Anzeigeeinrichtung, eine Eingabetastatur (TP, TK, TS, TV) und eine Übertragungs-Einrichtung aufweist und bei dem die Eingabetastatur (TV) zur Eingabe von einer jeweils einer der Stationen zuordenbaren Videotextseite ausgebildet ist, die zur Programmierung von Vorwahlseiten für den Videotextempfang vorgesehen sind und den Stationen zugeordnet im Speicher (NVM, EPROM) speicherbar sind und die an das Empfangsgerät zur Programmierung eines Videotext-Vorwahlspeichers übertragbar sind.
  2. 2. Programmierbares Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Schalter (8) zum Programmieren von Empfangsgeräten unterschiedlicher Hersteller (A, B, C, D) besitzt.
  3. 3. Programmierbares Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungs-Einrichtung als drahtlose Sende-, insbesondere Infrarot-Sende-Einrichtung ausgebildet ist.
  4. 4. Programmierbares Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungs-Einrichtung als induktive Übertragungs-Einrichtung ausgebildet ist.
  5. 5. Programmierbares Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungs-Einrichtung als Kabelverbindung mit Steckvorrichtung ausgebildet ist.






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