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Dokumentenidentifikation DE69400587T2 15.05.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0611806
Titel Thermoplastische Elastomerzusammensetzung
Anmelder Kuraray Co., Ltd., Kurashiki, Okayama, JP
Erfinder Nishikawa, Makoto, Kashima-gun, Ibaraki-pref., JP;
Hashimoto, Katsuya, Kashima-gun, Ibaraki-pref., JP;
Ishii, Masao, Kashima-gun, Ibaraki-pref., JP
Vertreter Müller-Boré & Partner, 81671 München
DE-Aktenzeichen 69400587
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.01.1994
EP-Aktenzeichen 941007262
EP-Offenlegungsdatum 24.08.1994
EP date of grant 25.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1997
IPC-Hauptklasse C08L 75/06
IPC-Nebenklasse C08L 53/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung, umfassend ein spezifisches Polyurethan und ein spezifisches Blockcopolymeres aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung, die ausgezeichnete Biegsamkeit und Beständigkeit gegen Abrieb, Hitze und Öl hat.

Thermoplastische Polyurethane, die ausgezeichnete Abriebbeständigkeit und Ölbeständigkeit haben, werden für Schläuche, Bänder, Rohre und dergleichen benutzt, jedoch haben sie den Nachteil von schlechter Heißwasserbeständigkeit und Wetterbeständigkeit, und daher sind ihre Anwendungen begrenzt. Andererseits sind Blockcopolymere aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung ausgezeichnet in der Kautschukelastizität und Heißwasserbeständigkeit, jedoch ist ihre Anwendung ebenfalls beschränkt aufgrund der schlechten Beständigkeit gegen Öl und schlechter Abriebbeständigkeit und anderen Mängeln.

Um die Nachteile von beiden thermoplastischen Polyurethanen und Blockcopolymeren aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung zu beseitigen, wurde das Mischen der zwei Komponenten versucht. Jedoch wurden keine ausreichenden Eigenschaften durch das Mischen erzeugt, da thermoplastische Polyurethane und Blockcoplymere aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung im allgemeinen schlechte Verträglichkeit miteinander haben. Zum Beispiel BP 1581167 und die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. 150464/1977 beschreiben, daß geformte Erzeugnisse mit ausgezeichneter Zugfestigkeit aus Zusammensetzungen erhältlich sind, welche ein thermoplastisches Polyurethan auf Polyetherbasis und ein Blockcopolymeres, das eine konjugierte Dienverbindung enthält und eine Struktur X-Y-X (X: Polymerblock enthaltend eine aromatische Vinylverbindung, Y: Polymerblock enthaltend eine konjugierte Dienverbindung) enthält, wobei wenigstens 70 % des Teils der konjugierten Dienverbindung hydriert sind. Die obigen Zusammensetzungen haben jedoch schlechte Transparenz aufgrund der schlechten Verträglichkeit der zwei Komponenten.

Es wurde auch versucht, zur Verbesserung der Verträglichkeit der thermoplastischen Polyurethane mit Blockcopolymeren aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung ein mit Dicarbonsäure modifiziertes Blockcopolymeres als verträglichkeitsverbesserndes Mittel zuzusetzen (siehe japanische offengelegte Patentanmeldung Nr. 115352/1981). Jedoch kann man von diesem Versuch kaum sagen, daß er eine ausreichende Verbesserung gebracht hätte.

Demgemäß ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung die Verbesserung der Verträglichkeit eines thermoplastischen Polyurethans und eines Blockcopolymeren aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung und die Bereitstellung einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung, welche gute Biegsamkeit und Ölbeständigkeit hat.

Die vorliegenden Erfinder haben gefunden, daß ein spezifisches thermoplastisches Polyurethan und ein spezifisches Blockcopolymeres aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung, gute Verträglichkeit miteinander haben und kommen so zur Erfindung.

Die vorliegende Erfindung liefert eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung, umfassend die folgenden zwei Komponenten:

(a) ein thermoplastisches Polyurethan mit weichen Segmenten von einem Poly(3-Methyl-1,5-pentanadipat)diol mit einem Molekulargewicht von mindestens 2.000 und einer JIS A Härte bei 25 ºC von nicht mehr als 80, und

(b) ein Blockcoplymer, umfassend mindestens zwei Polymerblöcke A, die hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen und mindestens einen ein olefinisches Elastomer umfassenden Block B, wobei die aromatische Vinylverbindung in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Blockcopolymers, enthalten ist und der olefinische Elastmerblock einen Glasübergangspunkt von nicht höher als -20 ºC und eine Kristallschmelzwärme von nicht mehr als 8 cal/g aufweist;

wobei das Gewichtsverhältnis zwischen der Komponente (a) und der Komponente (b), d. h. (a)/(b) = 95/5 bis 5/95 beträgt.

Das Poly(3-Methyl-1,5-pentan adipat)diol, welches die weichen Segmente des als Komponente (a) in der vorliegenden Erfindung verwendeten thermoplastischen Polyurethans darstellt, ist ein Polyesterdiol, das erhalten ist durch Polykondensation von Adipinsäure und 3-Methyl-1,5-pentandiol. Die Verwendung von anderen Polymerdiolen als diesem Typ von Polyesterdiol ergibt thermoplastische Polyester, die unzureichende Verträglichkeit mit der Komponente (b) eines Blockcopolymeren aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung haben.

Der Polyesterdiol, der in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, sollte ein Molekulargewicht von wenigstens 2.000 haben. Wenn das Molekulargewicht weniger als 2.000 ist, haben die erhaltenen Zusammensetzungen schlechte mechanische Eigenschaften.

Beispiele von kurzkettigen Glykolen, welche das in der vorliegenden Erfindung verwendete thermoplastische Polyurethan ausmachen, sind Ethylenglykol, 1,4- Butandiol und 1,4-Hexandiol, von denen 1,4-Butandiol besonders bevorzugt ist. Beispiele von Diisocyanaten, welche das thermoplastische Polyurethan ausmachen, sind Tolylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (MDI), unter welchen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat besonders bevorzugt ist.

Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Polyesterdiol sollte auch eine JIS A Härte bei 25 ºC von nicht mehr als 80 haben. Wenn ein Polyesterdiol verwendet wird, dessen Härte 80 übersteigt, wird das erhaltene thermoplastische Polyurethan schlechte Verträglichkeit mit einem Blockcopolymeren aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung haben, welche Komponente (b) darstellt.

Das Blockcopolymere aus aromatischer Vinylverbindung und olefinischer Verbindung, welches eine weitere Komponente ausmacht, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist ein Blockcopolymeres, das wenigstens zwei Polymerblöcke A aufweist, die hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen und wenigstens einen Block B, der ein olefinisches Elastomeres umfaßt, wobei die aromatische Vinylverbindung in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Blockcopolymeren enthalten ist und der olefinische Elastomerblock einen Glasübergangspunkt von nicht mehr als -20 ºC und eine Kristallschmelzwärme von nicht mehr 8 cal/g hat.

Beispiele von brauchbaren aromatischen Vinylverbindungen sind Styrol, α-Methylstyrol, o-, m- und p-Methylstyrol, 1,3-Dimethylstyrol, Vinylnaphthalin und Vinylanthrazen. Diese Verbindungen können einzeln oder in Kombination verwendet werden. Die aromatischen Verbindungen sind im obigen Blockcopolymeren in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-% enthalten. Wenn der Gehalt vom obigen Bereich abweicht, kann kein Blockcopolymeres mit ausreichender Kautschukelastizität erhalten werden.

Der Block B, welcher ein olefinisches Elastomeres enthält, bildet ein weiches Segment im Blockcolpolymeren und hat einen Glasübergangspunkt von nicht mehr als -20 ºC und eine Kristallschmelzwärme von nicht mehr als 8 cal/g. Mit einem Glasübergangspunkt, der -20 ºC übersteigt, hat die erhaltene Zusammensetzung schlechte Kautschukelastizität. Mit einer Kristallschmelzwärme, die 8 cal/g übersteigt, hat die erhaltene Zusammensetzung schlechte Biegsamkeit bei tiefen Temperaturen.

Beispiele des olefinischen Elastomerblocks sind hydrierte Produkte von Polymeren von 1,3-Butadien, Isopren, 2,3-Dimethyl-1,3-butadien, 1,3-Pentadien, 1,3- Hexadien oder Gemische der vorstehenden und Polymere von Isobutylen und α- Olefinen.

Bevorzugt unter den obigen sind hydrierte Produkte von Polymeren von 1,3-Butadien, Isopren oder Gemische davon. Wenn der Block ein hydriertes Produkt von Polyisopren ist, hat er eine Struktur von Blockcopolymerem mit abwechselnd Etylen-Propylen. Wo der Block ein hydriertes Produkt eines Copolymeren von 1,3-Butadien und Isopren ist, hat er die Struktur eines statistischen Copolymeren Ethylen-Etyhlen Propylen.

Wenn der obige Block ein hydriertes Produkt eines konjugierten Dienpolymeren ist, ist es erwünscht, daß wenigstens 70 % der aliphatischen Doppelbindungen, bezogen auf das konjugierte Dien, gesättigt sind. Wenn der Sättigungsgrad der aliphatischen Doppelbindungen weniger als 70 % ist, wird das erhaltene Blockcopolymere manchmal unzureichende Beständigkeit gegen Hitzealterung haben. Auch, wenn der obige Block das hydrierte Produkt eines konjugierten Dienpolymeren ist, ist es erwünscht, daß die Menge der Vinylbindungen nicht mehr als 50 % beträgt. Wenn die Menge an Vinylbindungen 50 % übersteigt, wird das erhaltene Blockcopolymere manchmal schlechte Tieftemperatureigenschaften haben.

Das Blockcopolymere kann irgendein Molekulargewicht haben, jedoch im allgemeinen hat das Copolymere ein Molekulargewicht von 10.000 bis 1.000.000 und noch bevorzugter 20.000 bis 300.000.

Das Blockcopolymere kann eine lineare, verzweigte oder irgendeine gewünschte Kombination davon als Molekularstruktur haben. Das Blockcopolymere kann zum Zweck der Modifizierung innerhalb Grenzen, welche seine Eigenschaften aufrechterhalten, polare Gruppen haben, wie Hydroxylgruppen, Carboxylgruppen, Epoxygruppen und Halogengruppen und zwar an seinen Molekülenden oder in seiner Molekülkette.

Das Blockcopolymere kann durch irgendein Verfahren ohne besondere Beschränkung erhalten werden und es kann ein Verfahren der Hydrierung eines Polymeren zur Verfügung stehen, das durch anionische Polymerisation, ionische Polymerisation, wie kationische Polymersiation, Zieglerpolymerisation, Einzelstellenpolymerisation oder radikalische Polymerisation erhalten ist.

In der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist es notwendig, daß das thermoplastische Polyurethan und das Blockcopolymere in einem Gewichtsverhältnis von (thermoplastisches Polyurethan) / (Blockcopolymeres) von 95/5 bis 5/95 enthalten sind. Wenn das Gewichtsverhältnis 95 übersteigt, wird die thermoplastische Elastomerzusammensetzung schlechte Heißwasserbeständigkeit haben. Wenn andererseits das Gewichtsverhältnis weniger als 5 ist, wird die thermoplastische Elastomerzusammensetzung schlechte Ölbeständigkeit haben. Das Gewichtsverhältnis zwischen dem thermoplastischen Polyurethan und dem Blockcopolymeren ist vorzugsweise im Bereich von 90/10 bis 10/90, noch bevorzugter im Bereich von 70/30 bis 30/70.

Die thermoplastische Elastomerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann innerhalb Grenzen, um ihre Eigenschaften nicht zu beeinträchtigen, modifizierte Produkte des Blockcopolymeren und Polystyrol, Polyolefin, Polyoxymethylen, Polyphenylenether und dergleichen Harze einbeziehen und weiter einen Weichmacher wie ein Prozeßöl, niedrig molekulares Polyethylen oder Polyethylenglykol. Auch anorganische Füllstoffe können einbezogen werden, um die Kosten zu vermindern. Beispiele von geeigneten anorganischen Füllstoffen sind Talk, Kalziumcarbonat, Kaolin und Titanoxid.

Daneben kann die thermoplastische Elastomerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung nach Erfordernis zum Zweck der Verbesserung ihrer Eigenschaften Glasfasern, Kohlefasern, Antioxidans, Lichtstabilisator, Antistatikmittel, Trennmittel, Feuerverzögerer, Schäumungsmittel und dergleichen Zusätze einbeziehen.

Die thermoplastische Elastomerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann mit einem Kneter, wie einem Einschneckenextruder, Zweischneckenextruder, herkömmlichem Kneter oder Banburymischer hergestellt werden.

Die so erhaltene thermoplastische Elastomerzusammensetzung kann durch jedes wahlweises Verfahren verformt werden, wie Spritzgießen, Blasformung oder Kalandern.

Die thermoplastische Elastomerzusammensetung der vorliegenden Erfindung mit den Merkmalen ausgezeichneter Biegsamkeit, Abriebbeständigkeit und Ölbeständigkeit ist für verschiedene Endverwendungen anwendbar, einschließlich Schläuchen, Bändern, Röhren für Nahrungsmittel, Fußbekleidung, wie Schuhe und Sandalen, Nahrungsmittelverpackungen, Verpackungen für industrielle Materialien, Materialien zur Laminierung, elastische Filme für Wegwerfwindeln oder dergleichen, Innen- und Außenmaterialien für Autos, wie Karosserieblech und Seitenabdichtung, für medizinische Anwendungen, wie Blutbeutel, Flüssigkeitstransportrohre und Spritzendichtung, Freizeitwaren, Sportwaren und Spielzeuge.

Andere Merkmale der Erfindung werden im Verlauf der folgenden Beschreibung von beispielhaften Ausführungsformen ersichtlich, die zur Erläuterung der Erfindung angegeben sind und sie nicht beschränken sollen.

Beispiel 1 bis 6 und Vergleichsbeispiele 1 bis 4 (1) Herstellung von Polyesterdiol

Ein Gemisch von rund 928 g Adipinsäure und 890 g 3-Methyl-1,5-pentandiol wurde in einem Stickstoffstrom erhitzt und während die Temperatur von 160 bis 200 ºC erhöht wurde, destillierte das gebildete Wasser von der Reaktionszone ab. Nachdem das Wasser fast abdestilliert war, wurden 15 ppm Tetraisopropyltitanat zugegeben, und dann wurde das System evakuiert. Unter einem verminderten Druck von 2 bis 10 mmHg wurde weiter die Polykondensation bewirkt, um ein Polyesterdiol mit einem Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 3.500 zu erhalten. Nachdem man das System auf eine Temperatur von 100 ºC abkühlen ließ, wurde Wasser in einer Menge von 2,0 %, bezogen auf das Polyesterdiol, zugegeben und das Gemisch wurde zwei Stunden gerührt, um den Titanatkatalysator zu desaktivieren. Nach der Desaktivierung des Katalysators wurde das zugesetzte Wasser unter vermindertem Druck abdestilliert, um ein Polyesterdiol mit einer Hydroxylgruppenzahl von 32,0, einer Säurezahl von 0,10 und einem Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 3.500 zu erhalten. Dies wurde PMPA3500 genannt.

(2) Herstellung von thermoplastischen Polyurethanen

Eine kontinuierliche Schmelzpolymerisation wurde durchgeführt durch kontinuierliches Zuführen des oben erhaltenen Polyesterdiols, von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (MDI) und 1,4-Butandiol in einem Zweischneckenextruder in solchen Mengen, daß das Zusammensetzungsverhältnis des erhaltenen Produktes 1:3:2, 1:4,1:3,1 oder 1:6,4:5,4 betrug und die erhaltenen Polyurethane wurden in Wasser in Form von Strängen extrudiert, die dann zu Pellets geschnitten wurden. Die zwei Arten von so erhaltenen Pellets wurden vakuumgetrocknet und bei 80 ºC 12 Stunden gealtert, um Pellets von thermoplastischen Polyurethanen zu ergeben. Die so erhaltenen Polyurethane wurden bei 240 ºC heiß zu Folien gepreßt, die dann auf die JIS A Härte geprüft wurden und 65, 75 bzw. 86 ergaben. Diese Polyurethane wurde PMPA3500-A65, PMPA3500-A75 bzw. PMPA3500-A86 genannt.

(3) Herstellung von Blockcopolymeren

Ein druckdichtes Gefäß, das mit einem Rührer ausgestattet war, wurde mit 3.000 g Cyclohexan, 50 g ausreichend entwässertem Styrol und 0,01 Mol Lithium-sec-butyl beschickt, und die Polymerisation wurde bei 60 ºC 60 Minuten durchgeführt. Danach wurden 200 g Styrol zugegeben und die Polymerisation wurde 60 Minuten durchgeführt und dann wurden 50 g Styrol zugegeben und die Polymerisation wurde 60 Minuten durchgeführt, um ein Styrol-Isopren-Styrol Blockcopolymeres zu erhalten. Das so erhaltenen Blockcopolymere hatte einen Styrolgehalt von 33 % und ein Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 35.000. Zur Polymerlösung wurde ein Palldiumkatalysator in eine Menge von 1 Gew.-%/Polymeres gegeben und die Hydrierung wurde unter einer Atmosphäre von 50 kg/cm² Wasserstoff durchgeführt, um ein Blockcopolymeres mit einem Hydrierungsverhältnis von 90 % zu erhalten. Dies wurde SEPS-1 genannt.

In der gleichen Weise wurde die Zugabe von 0,01 Mol Lithium-sec-butyl gefolgt von Polymerisation bei 60 ºC für 60 Minuten, Zugabe von 200 g einer Mischung von 50/50 an Gewicht von Isopren/Butadien gefolgt von Polymerisation bei 60 ºC für 60 Minuten und die Zugabe von 50 g Styrol, gefolgt von Polymerisation für 60 Minuten durchgeführt, um ein Styrol-Isopren-1,3-Butadien-Styrol Blockcopolymeres zu erhalten. Die Hydrierung wurde in der gleichen Weise wie oben durchgeführt, um ein Blockcopolymeres mit einem Hydrierungsverhältnis von 98 % zu erhalten. Dies wurde SEEPS-1 genannt.

In der gelichen Weise wurden die Zugabe von 0,01 Mol Lithiumsecbutyl gefolgt von Polymerisation bei 60 ºC für 60 Minuten, Zugabe von 6 g Tetrahydrofuran und 200 g 1,3-Butadien gefolgt von Polymerisation für 60 Minuten und Zugabe von 50 g Styrol, gefolgt von Polymerisation für 60 Minuten durchgeführt, um ein Styrol-Butadien-Styrol Blockcopolymeres zu erhalten. Die Hydrierung wurde in der gleichen Weise wie oben durchgeführt, um ein Blockcopolymeres mit einem Hydrierungsverhältnis von 98 % zu erhalten. Dies wurde SEBS-1 genannt. Der Glasübergangspunkt und die Kristallschmelzwärme jedes dieser olefinischen Elastomere sind in Tabelle 1 gezeigt.

Tabelle 1

(4) Herstellung von thermoplastischen Elastomerzusammensetzungen

Jedes der oben erhaltenen Blockcopolymeren und jedes der oben erhaltenen thermoplastischen Polyurethane, d. h. PMPA3500-A65, PMPA3500-A75 und PMPA3500-A86 oder ein thermoplastisches Polyurethan auf Polyetherbasis (KURAMIRON 9180, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.) wurden einem Brabender in den in Tabelle 2 gezeigten Verhältnissen zugeführt und in einem Stickstoffstrom bei 200 ºC 5 Minuten schmelzgemischt. Die erhaltenen Gemische wurden gepreßt, um Prüfproben zur Bewertung zu ergeben. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 2 gezeigt. Es ist aus Tablle 2 ersichtlich, daß die thermoplastischen Elastomerzusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung ausgezeichnet in der Ölbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit sind, während sie gute Kautschukelastizität haben.

Offensichtlich sind zahlreiche Modifikationen und Abänderungen der vorliegenden Erfindung im Licht der obigen Lehre möglich. Es sei daher verstanden, daß innerhalb des Bereichs der beigefügten Ansprüche die Erfindung anders als hier spezifisch beschrieben, durchgeführt werden kann.

Tabelle 2

1 Transparenz: visuell bewertet; : transparent, x : weißlich opak

2 Härte: gemessen gemäß JIS K6301; JIS A

3 Zugfestigkeit: gemessen gemäß JIS K6301

4 Ölbeständigkeit: eine Folienprobe von 1 x 1 x 0,1 cm wurde in JIS #1 Öl getaucht und der Quellgrad nach 4 Tagen wurde gemessen und als Index der Ölbeständigkeit genommen

5 Heißwasserbeständigkeit: ein 0,1 cm Dumbbell-Prüfkörper, eingetaucht in heißes Wasser in einem 500 cm³-Erlenmeyer- Kolben, der mit einem Rückflußkühler ausgerüstet war, bei 100 ºC für 2 Tage wurde auf die Beibehaltung der Zugfestigkeit geprüft.


Anspruch[de]

1. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung, umfassend die folgenden zwei Komponenten:

(a) ein thermoplastisches Polyurethan mit weichen Segmenten von einem Poly(3-Methyl-1,5-pentan adipat)diol mit einem Molekulargewicht von mindestens 2.000 und einer JIS A Härte bei 25ºC von nicht mehr als 80, und

(b) ein Blockcopolymer, umfassend mindestens zwei Polymerblöcke A, die hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen, und mindestens einen ein olefinisches Elastomer umfassenden Block B, wobei die aromatische Vinylverbindung in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Blockcopolymers, enthalten ist und der olefinische Elastomerblock einen Glasübergangspunkt von nicht höher als -20ºC und eine Kristallschmelzwärme von nicht mehr als 8 cal/g aufweist;

wobei das Gewichtsverhältnis zwischen der Komponente (a) und der Komponente (b), d.h. (a)/(b) = 95/5 bis 5/95 beträgt.

2. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das die Komponente (b) bildende Blockcopolymer ein Molekulargewicht von 10.000 bis 1.000.000 aufweist.

3. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der das die Komponente (b) bildende Blockcopolymer ein Molekulargewicht von 20.000 bis 300.000 aufweist.

4. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der ein Glykol, das eine das thermoplastische Polyurethan bildende Kurzkettenkomponente darstellt, welches die Komponente (a) ist, Ethylenglykol, 1,4-Butandiol oder 1,4-Hexandiol ist.

5. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der ein Isocyanat, das eine das thermoplastische Polyurethan bildende Kurzkettenkomponente darstellt, welches die Komponente (a) ist, Tolylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat oder 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat ist.

6. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der die aromatische Vinylverbindung ausgewählt ist aus Styrol, α-Methylstyrol, o-, m- oder p-Methylstyrol, 1,3-Dimethylstyrol, Vinylnaphthalin oder Vinylanthracen.

7. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der der olefinische Elastomerblock ein Hydrierungsprodukt eines Polymers von 1,3-Butadien, Isopren, 2,3-Dimethyl-1,3-butadien, 1,3-Pentadien, 1,3- Hexadien oder Gemischen der Vorgenannten ist.

8. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 7, in der der olefinische Elastomerblock ein Hydrierungsprodukt eines Polymers von 1,3-Butadien, Isopren oder Gemischen der Vorgenannten ist.

9. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der der olefinische Elastomerblock ein Polymer von Isobuten oder einem α- Olefin ist.

10. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 1, in der das thermoplastische Polyurethan und das Blockcopolymer in einem Gewichtsverhältnisvon[thermoplastischesPolyurethan]/[Blockcopolymer] von 90/10 bis 10/90 enthalten sind.

11. Thermoplastische Elastomerzusammensetzung nach Anspruch 10, in der das thermoplastische Polyurethan und das Blockcopolymer in einem Gewichtsverhältnisvon[thermoplastischesPolyurethan]/[Blockcopolymer] von 70/30 bis 30/70 enthalten sind.







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