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Dokumentenidentifikation DE19542727A1 22.05.1997
Titel Schwenkarm-Lagerung
Anmelder Jakob Maul GmbH, 64732 Bad König, DE
Erfinder Hofmann, Gerhard, 64732 Bad König, DE;
Brand, Winfried, Ing.(grad.), 64720 Michelstadt, DE
Vertreter A. Jeck und Kollegen, 71701 Schwieberdingen
DE-Anmeldedatum 16.11.1995
DE-Aktenzeichen 19542727
Offenlegungstag 22.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.1997
IPC-Hauptklasse F16M 11/08
IPC-Nebenklasse A47B 37/02   H05K 7/16   G06F 1/16   G12B 9/08   F16M 11/04   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen schwenkbaren Träger für Bildschirmgeräte oder dgl. Dieser ist auf einer Konsolenplatte drehbar angeordnet (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen schwenkbaren Träger für Bildschirmgeräte oder dgl., der auf einer Konsolenplatte drehbar angeordnet ist.

Ein derartiger schwenkbarer Träger ist z. B. aus der DE-A1-31 49 153 bekannt. Dieser Träger dient zur schwenkbaren Lagerung einer Kamera und ist mit einem hohlzylinderförmigen Drehblock versehen, der um einen Zapfen einer Grund- oder Konsolenplatte drehbar ist. Ein wichtiger Nachteil dieses bekannten Trägers besteht insbesondere darin, daß Drehblock und Zapfen eine verhältnismäßig große Bauhöhe haben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen schwenkbaren Träger der eingangs genannten Art zu schaffen, der mit einer geringen Bauhöhe auskommt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Ein Zapfen braucht an der Konsole nicht vorgesehen zu werden.

Um die Gleiteigenschaften des Trägers zu verbessern, sind nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung zwischen den Scheiben Distanzelemente angeordnet, deren Höhe derart bemessen ist, daß die Scheiben in den Vertiefungen spielfrei gleiten.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind zwischen den Vertiefungen und den Scheiben Gleitringe vorgesehen. Die Gleitringe vermindern die Reibung.

Aus Gefährdungsgründen muß oft vermieden werden, daß das verschwenkte Gerät beispielsweise in einen Verkehrsraum hineinragt. Falls die Konsole an kippbarem Mobiliar befestigt ist, muß ferner aus Sicherheitsgründen vermieden werden, daß beim Ausschwenken des Geräts über den Rand des Mobiliars hinaus das Mobiliar umstürzt. In diesen Fällen ist eine Begrenzung des Schwenkwinkels des Trägers erwünscht. Die Bauart des Schwenklagers des Trägers ermöglicht nun eine einfache Realisierung der Schwenkwinkelbegrenzung. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht nämlich vor, daß auf die untere Scheibe eine Auflagescheibe aufgesetzt ist, die mit einem segmentförmigen Langloch versehen ist, und daß an der unteren Scheibe mindestens ein Anschlagelement befestigt ist, das im Langloch geführt ist. Vorzugsweise kann damit der Schwenkwinkel grundsätzlich auf 180° begrenzt werden.

Soll der Schwenkwinkel noch weiter begrenzt werden, so können gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung zwei Anschlagelemente in einem wählbaren Winkelabstand vorgesehen sein. Vorzugsweise sind die Anschlagelemente als Schrauben ausgebildet. Auf der unteren Scheibe können dann eine Anzahl Schraublöcher zur Aufnahme der Anschlagschraube oder -schrauben auf einem Kreisbogen verteilt sein.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Konsole als Klemmvorrichtung für Tischbefestigung ausgebildet ist und daß die Auflagescheibe zwischen Tischplatte und unterer Scheibe eingeklemmt wird. Die Auflagescheibe braucht damit nicht an der Konsole befestigt zu sein.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teils einer Konsole und eines Trägers und einen Schnitt durch ein die Konsole mit dem Träger verbindendes Schwenklager,

Fig. 2 eine Seitenansicht und einen Schnitt ähnlich der Fig. 1 mit einer Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung,

Fig. 3 eine Ansicht der in die Konsole eingesetzten unteren Scheibe von unten,

Fig. 4 eine Ansicht einer Auflagescheibe mit Langloch und einer Anschlagschraube von unten und

Fig. 5 eine Ansicht einer Auflagescheibe mit Langloch und zwei Anschlagschrauben von unten.

In Fig. 1 ist ein Trägerzapfen 1 mit einer aufgesetzten Trägerplatte dargestellt, die nur teilweise gezeigt ist und auf die in nicht dargestellter Weise ein Bildschirmgerät oder ein ähnliches Gerät gestellt werden kann. Der Zapfen 1 kann als Hohlzylinder mit einer sehr geringen Bauhöhe ausgebildet sein. Ferner ist teilweise eine Konsole in Form einer Tischklemmvorrichtung mit einer oberen Konsolenplatte 2 gezeigt, die mittels Schrauben an der Konsole befestigbar ist. Die Konsolenplatte weist auf der Plattenoberseite eine kreisringförmige Vertiefung 5a und auf der Plattenunterseite eine kreisringförmige Vertiefung 5b auf. In diesen Vertiefungen ist jeweils eine Scheibe 3a, 3b eingesetzt, wobei die obere Scheibe 3a mit der Konsolenplattenoberseite bündig abschließt. Zwischen den Scheiben 3a, 3b sind Distanzelemente 4 angeordnet, deren Höhe X etwa 0,005 mm größer als die Höhe des durch die Vertiefungen 5a, 5b gebildeten, kreisförmigen Absatzes 5 ist, so daß die Scheiben 3a, 3b auf diesem Absatz spielfrei oder nahezu spielfrei gleiten. Zur Reibungsverminderung sind zwischen den Vertiefungen 5a, 5b und den Scheiben 3a, 3b Gleitringe 6a, 6b vorgesehen. Die Scheiben 3a, 3b sind mittels vier Schrauben am Zapfen 1 befestigt, wie auch aus Fig. 3 erkennbar ist.

Wie besser aus Fig. 2 hervorgeht, ist auf die untere Scheibe 3a eine Auflagescheibe 7 aufgesetzt. Diese Auflagescheibe ist mit einem segmentförmigen Langloch 8 um die Drehachse versehen, wie die Fig. 4 und 5 zeigen. Die untere Scheibe 3a (Fig. 3) ist mit vier Schraublöchern 11 versehen, in die eine Anschlagschraube 9 (Fig. 4) oder zwei Anschlagschrauben 9, 10 (Fig. 5) einschraubbar sind. Diese Anschlagschrauben werden im Langloch 8 geführt und dienen der Schwenkwinkelbegrenzung. In Fig. 4 ist der Schwenkwinkel auf 180° begrenzt, während er in Fig. 5 auf 90° begrenzt ist. Soll der Träger nur in die andere Richtung um einen Winkel von 90° verschwenkbar sein, so wird die Anschlagschraube 10 an die Position 12 versetzt. Die Montage von nur einer Anschlagschraube in der Position 12 oder 13 ermöglicht wiederum einen Schwenkbereich von 180°, aber mit jeweils unterschiedlichen Schwenkrichtungen. Wird keine Anschlagschraube verwendet, so kann der Träger um einen Winkel von 360° verschwenkt werden. Es können auch mehr als vier Schraublöcher auf einem Kreisbogen verteilt sein. Der Schwenkbereich kann damit also sehr variabel gestaltet werden.

Die Auflagescheibe besteht vorzugsweise aus Kunststoff, so daß die Tischfläche geschont wird, und braucht lediglich zwischen der unteren Scheibe 3b und der Tischplatte eingeklemmt zu werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schwenkbarer Träger für Bildschirmgeräte oder dgl., der auf einer Konsolenplatte drehbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsolenplatte (2) mit einer kreisförmigen Ausnehmung und auf der Plattenoberseite und der Plattenunterseite mit kreisringförmigen Vertiefungen (5a, 5b) versehen ist, daß in diesen Vertiefungen jeweils eine Scheibe (3a, 3b) eingesetzt ist und daß mit den Scheiben (3a, 3b) ein Zapfen (1) des Trägers fest verbunden ist.
  2. 2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Scheiben (3a, 3b) Distanzelemente (4) angeordnet sind, deren Höhe derart bemessen ist, daß die Scheiben in den Vertiefungen (5a, 5b) spielfrei gleiten.
  3. 3. Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Vertiefungen (5a, 5b) und den Scheiben (3a, 3b) Gleitringe (6a, 6b) vorgesehen sind.
  4. 4. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die untere Scheibe (3b) eine Auflagescheibe (7) aufgesetzt ist, die mit einem segmentförmigen Langloch (8) versehen ist, und daß an der unteren Scheibe (3b) mindestens ein Anschlagelement (9, Fig. 2) befestigt ist, das im Langloch (8) geführt ist.
  5. 5. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Anschlagelemente (9, 10) in einem wählbaren Winkelabstand vorgesehen sind.
  6. 6. Träger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement (9, 10) eine Schraube ist.
  7. 7. Träger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der unteren Scheibe (3b) eine Anzahl Schraublöcher (11) zur Aufnahme der Anschlagschraube (9) oder -schrauben (9, 10) auf einem Kreisbogen verteilt sind.
  8. 8. Träger nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsole als Klemmvorrichtung für Tischbefestigung ausgebildet ist und daß die Auflagescheibe (7) zwischen Tischplatte und unterer Scheibe (3b) eingeklemmt wird.






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