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Dokumentenidentifikation DE69215208T2 22.05.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0558735
Titel JUSTIERBARE HALTERUNG FUER ZYLINDRISCHE LINSE MIT UNABHAENGIGEM ROTATIONSMITTEL
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder BEDZYK, Mark, David,c/o EASTMAN KODAK CO., Rochester, NY 14650-2201, US
Vertreter Pohle, R., Dipl.-Phys. Fachphys.f.Erfindungswesen, Pat.-Ass., 73760 Ostfildern
DE-Aktenzeichen 69215208
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.09.1992
EP-Aktenzeichen 929207587
WO-Anmeldetag 23.09.1992
PCT-Aktenzeichen US9208025
WO-Veröffentlichungsnummer 9306515
WO-Veröffentlichungsdatum 01.04.1993
EP-Offenlegungsdatum 08.09.1993
EP date of grant 13.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.1997
IPC-Hauptklasse G02B 7/00
IPC-Nebenklasse G02B 7/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfmdung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung zum justierbaren Befestigen eines optischen Elements in einem optischen System; und insbesondere auf eine verbesserte Vorrichtung zum Befestigen einer Zylinderlinse, unabhängig justierbar in einer Drehrichtung Θz und den Translationsrichtungen X oder Y und Z, in einem optischen System wie dem eines Laserdruckers.

Das Positionieren einer Linse, eines Spiegels oder eines ähnlichen optischen Elements (im folgenden "Linse" genannt) beinhaltet die räumliche Anordhung eines derartigen Elements in sechs Freiheitsgraden. Die Linse ist relativ zu jeder von drei orthogonalen Achsen verschiebbar angeordnet, die im allgemeinen als X-(Abtastung), Y-(Zeilenrichtung) und Z- (Strahlengang) Achse bezeichnet werden. Die Linse ist außerdem in drei Drehrichtungen drehbar angeordnet, die im allgemeinen als Θx-, Θy- und Θz-Richtung bezeichnet werden, so daß sich jeweils eine Winkeldrehung um die X-, Y- und Z-Achse ergibt.

Monolithische sphärische Linsen mit einer gekrümmten Oberfläche bewirken eine Vergrößerung in zwei orthogonalen Richtungen X und Y und fokussieren parallele Strahlen in einem Brennpunkt, der dem Mittelpunkt der Krümmung der Linsenoberfläche entspricht. Derartige Linsen werden in Laserdruckern verwendet, z.B. zum Steuern von Lichtfleckgröße, Konvergenz und Fokussierung. Durch das korrekte Positionieren derartiger sphärischer Linsen in den Translationsrichtungen X urid Y und den Drehrichtungen Θx und Θy wird die Ausrichtung des Brennpunkts und des Mittelpunkts der Linse relativ zu einem einfallenden Lichtstrahl gewährleistet, der mit der Z-Achse zusammenfällt. Durch die korrekte Anordnung der Linse entlang der Z-Achse wird die richtige Scharfeinstellung eines abgebildeten Objekts gewährleistet. Für die Anordnung zugeordneter und zusammengesetzter sphärischer Linsenelemente gelten ähnliche Betrachtungen.

Monolithische Zylinderlinsen mit einer gekrümmten Oberfläche bewirken nur in Richtung der X- oder der Y-Achse eine Vergrößerung und fokussieren parallele Strahlen auf einer Linie oder Linsenzylinderachse parallel zur anderen Richtung der Y- oder X-Achse. Derartige Linsen werden in Laserdruckern verwendet, z.B. um den Strahl zu formen und so die Ausdehnung des elliptischen Lichtflecks in Richtung der X- oder Y-Achse zu steuern. Zylinderlinsen können so hergestellt werden, daß sie gegenüber der gekrümmten Fläche eine ebene Fläche aufweisen, die im allgemeinen parallel zur X-Y-Ebene ist. Eine derartige Linse kann also in den Drehrichtungen Θx und Θy angeordnet werden, indem die zur X-Y-Ebene parallele ebene Fläche senkrecht zur Z-Achse des einfallenden Strahls ausgerichtet wird. Veränderungen der Positionierung in der nicht vergrößernden Richtung (d.h. Veränderungen in Richtung der Y-Achse zur Vergrößerung in Richtung der X-Achse und umgekehrt) sind nicht kritisch. Wenn also die zur X-Y-Ebene parallele ebene Fläche korrekt ausgerichtet ist, ist eine präzise Anordnung nur in den vergrößernden Translationsrichtungen X oder Y und in der Drehrichtung Θz erforderlich. Die Anordnung in Richtung der Z-Achse bleibt zum Zweck der Fokussierung justierbar.

Bei herkömmlichen Einbauvorrichtungen zum Positionieren optischer Elemente in mehreren Freiheitsgraden sind mehrere Bauteile so ineinander verschachtelt, daß sie relativ zueinander unabhängige Relativbewegungen ausführen können, um die gewünschte Positionierung in den Translations- und Drehrichtungen zu erreichen. In US-A-4,652,095 wird zum Beispiel eine Anordnung von drei verschachtelten Stufen beschrieben, die jeweils einen Tisch aufweisen, der mittels einer Gewindestange, die gegen die Kraft einer entgegenwirkenden Feder bewegbar ist, entlang von Schienen jeweils in eine Translationsrichtung X-, Y- oder Z verschiebbar ist. Die Stufen sind verschachtelt, wobei das optische Element so befestigt ist, daß es sich mit dem Tisch der ersten Stufe bewegt, die erste Stufe so befestigt ist, daß sie sich mit dem Tisch der zweiten Stufe bewegt und die zweite Stufe so befestigt ist, daß sie sich mit dem Tisch der dritten Stufe bewegt. In US-A-3,596,863 ist eine Anordnung verschachtelter Kreuzfedergelenke dargestellt, die jeweils eine entsprechende Justierung in den Drehrichtungen Θx, Θy oder Θz ermöglichen. Weitere Beispiele für Vorrichtungen zum Einbau verschachtelter optischer Elemente sind in US-A-3,204,471; 4,077,722; 4,099,852 und 4,655,548 beschrieben.

Einbauvorrichtungen; die eine Linsenpositionierung in mehreren Freiheitsgraden ohne Verschachtelung bereitstellen, sind in US-A-3,989,358 und 4,408,830 dargestellt. Das '358- Patent ermöglicht unabhängige Justierungen in den Translationsrichtungen X und Y durch Mikrometerschrauben, die gegen Schneiden bewegt werden, die auf dem Umfang eines Linsenhalterings um 90º verschoben angeordnet sind. Das '830-Patent ermöglicht Justierungen in den Translationsrichtungen X, Y und X-Y, indem geneigte Flächen von mit Schrauben bewegten Gabelelementen gegen entsprechende abgewinkelte Ecken eines rechteckigen Linsenhalters bewegt werden.

Herkömmliche Vorrichtungen zum Erreichen einer Positionierung optischer Elemente in sechs Freiheitsgraden sind gewöhnlich übermäßig komplex und kostspielig. Wenn sie für den Einbau von Zylinderlinsen in optische Systeme wie die von Laserdruckern oder ähnlichen Geräten verwendet werden, wird darüber hinaus die präzise maschinelle Bearbeitung verschwendet, durch die die korrekte Positionierung in den kritischen Richtungen sichergestellt wird, wenn die Vorrichtungen auch für nicht kritische Richtungen verwendet werden. Im allgemeinen wird bei Einbauvorrichtungen auf dem Stand der Technik versucht, die Ausübung eines Drehmoments direkt auf die Linse selbst zu vermeiden. Siehe z.B. US-A- 4,909,599.

In der US-Patentanmeldung des Anmelders mit der Seriennummer 07/765,161 und dem Titel "Justierbare Einbauvorrichtung für Zylinderlinsen" wird eine kostengünstige Linseneinbauvorrichtung zum Positionieren einer Zylinderlinse oder eines ähnlichen optischen Elements in einem optischen System wie dem eines Laserdruckers beschrieben, bei der eine Positionierung in sechs Freiheitsgraden mit einem Minimum an Verschachtelung erreicht wird, wobei die physikalischen Eigenschaften der Linse genutzt werden und ein Verschiebemechanismus verwendet wird, um ein vorspannendes Drelunoment auf die Linse auszuüben, gegen das Justierungen in der vergrößernden Richtung der X- oder Y-Achse und der Drehrichtung vorgenommen werden.

Bei einer bevorzugten Ausführung der in der '161-Anmeldung beschriebenen Vorrichtung wird die Θx-,Θy-Positiomerung der Linse erreicht, indem eine einer gekrümmten zylindrischen Fläche gegenüberliegende ebene Fläche der Linse in Anlage mit einer entsprechenden ebenen Fläche einer überdimensionierten Aussparung eines Linsenträgers gebracht wird. Der Objektivträger weist ebene Druckstücke auf, die auf entsprechenden ebenen Flächen eines mit Schienen versehenen Grundplattenelements der Auflagekonstruktion des optischen Systems lasten, um zu gewährleisten, daß die ebene Fläche der Aussparung in der vertikalen X-Y-Ebene ausgerichtet ist. Die Positionierung in der nicht vergrößemden Richtung der Y oder X-Achse ist nicht kritisch und wird durch andere Elemente in der Objektivträgeraussparung erreicht. Die Positionierung in der vergrößemden Richtung der X- oder Y-Achse wird erreicht, indem ebene Kantenfiächen der Linse in Anlage mit entsprechenden ebenen Kantenflächen einer Aussparung eines Linsenhalteelements angebracht werden und ein Verschiebemechanismus verwendet wird, um den Linsenhalter in der vergrößernden Richtung relativ zum Objektivträger zu verschieben. Derselbe Verschiebemechanismus spannt die Linse im Uhrzeigersinn in der Drehrichtung Θz um einen in der Trägeraussparung vorgesehenen Drehpunkt vor. Die Positionierung durch Drehung in Θz-Richtung wird ausgeführt, indem ein Element in die Objektivträgeraussparung in Kontakt mit der Linse bewegt wird, um die Linse um denselben Drehpunkt entgegen des vorspannenden Drehmoments zu verschwenken. Mittel zum Justieren der Linse in Richtung des Brennpunkts auf der Z-Achse umfassen bei der offenbarten Ausführung einen Mechanismus zum Verriegeln des Linsenträgers in einer bestimmten Position entlang einer in Richtung der Z-Achse verlaufenden Schiene. Verbindungselemente, die durch ausgerichtete Bohrungen des Linsenhalters und des Objektivträgers geführt sind, dienen zum Verriegeln der Linse nach der Durchführung der X- oder Y- und der Θz-Justierungen. Diese Bohrungen sind im Linsenhalter in der vergrößemden X- oder Y-Richtung länglich ausgebildet, um die Bewegung des Linsenhalters in dieser Richtung relativ zum Objektivträger zu ermöglichen.

Bei der '161-Vorrichtung werden ein Objektivträger mit einer inneren Aussparung, in die Paßstifte ragen, und ein Linsenhalter mit einer inneren Aussparung verwendet, der die Linse hält und gegen den ein Verschiebemechanismus wirkt, um ein Drehmoment auf die Linse auszuüben. Der Verschiebemechanismus ist ein integrierter Bestandteil der. Einbauvorrichtung, so daß jede Einbauvorrichtung ihren eigenen derartigen Mechanismus aufweist. Da der Paßstift für die Θz-Richtung zur Stabilisierung der Linse während der translatorischen Bewegung dient, wird die transiatorische Justierung in der vergrößemden X- oder Y-Richtung nach der Justierung der Θz-Winkelposition durchgeführt. Durch die vorliegende Erfindung wird der Aufbau der in der '161-Anmeldung dargestellten Vorrichtung vereinfacht und mit Hilfe einer Vorrichtung, die abnehmbar ist, so daß sie mit anderen Linseneinbauvorrichtungen verwendet werden kann, eine Verschiebekraif ausgeübt. Darüber hinaus sind die Mittel zum Ausführen der Justierung in der Θz-Drehrichtung unabhängig von den Mitteln zum Ausführen der Justierung in der X- oder Y-Translationsrichtung ausgeführt, so daß Drehjustierungen und translatorische Justierungen in beliebiger Reihenfolge durchgeführt. werden können.

Die vorliegende Erfindung ist in Anspruch 1 definiert.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte, kostengünstige Linseneinbauvorrichtung zum Positionieren einer Zylinderlinse oder eines ähnlichen optischen Elements in sechs Freiheitsgraden bereitzustellen, die eine präzise translatorische Justierung in der vergrößernden Richtung der X- oder Y-Achse und eine präzise Drehjustierung in der Drehrichtung Θz ermöglicht.

Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine kostengünstige Linseneinbauvorrichtung zum Positionieren einer Zylinderlinse in sechs Freiheitsgraden bereitzustellen, bei der ähnliche Prinzipien wie bei der Linseneinbauvorrichtung der U.S.-Patentanmeldung des Anmelders mit der Seriennummer 07/765,161 angewandt werden und eine abnehmbare Vorrichtung zum Erzeugen einer Verschiebewirkung verwendet wird.

Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine kostengünstige Einbauvorrichtung für Zylinderlinsen bereitzustellen, ähnlich der Vorrichtung in der '161 -Anmeldung, die unabhängig voneinander wirkende Mittel zum Durchführen einer Justierung in Θz- Drehriohtung und Mittel zum Durchführen einer Justierung in X- oder Y-Translationsrichtung aufweist.

Gemäß der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Positionieren einer Zylinderlinse oder eines ähnlichen optischen Elements bereitgestellt, so daß dieses in Richtung orthogonaler X-, Y-, Z- Achsen verschiebbar und in einem Winkel relativ zu den Richtungen Θx, Θy, Θz jeweils um die X-Y-Z-Achse drehbar ist. Die Vorrichtung weist abnehmbare Mittel auf, um in der vergrößemden Richtung der X- oder Y-Achse mit Hilfe eines Verschiebemechanismus eine Vorspannkraft direkt auf die Linse auszuüben, so daß gegenüberliegende Seiten der Linse gegen gegenüberliegende Paßstifte gedrückt werden; sowie Mittel zum justierbaren Anordnen der Linse, so daß sie in der vergrößemden Richtung der X- oder Y-Achse gegen die ausgeübte Vorspannkraft verschiebbar ist. Die Vorrichtung weist darüber hinaus Mittel zum justierbaren Anordnen der Linse in der Drehrichtung Θz und der Translationsrichtung Z auf, die von der Wirkung des Verschiebemechanismus unabhängig sind.

Bei einer nachfolgend näher beschriebenen bevorzugten Ausführung wird die Θx-, Θy-Positionierung wie bei den in der '161-Anmeldung offenbarten Ausführungen mittels eines Linsenhalters erreicht, der eine ebene Fläche der Linse in Anlage an eine entsprechende ebene Fläche eines Objektivträgers bringt. Im Gegensatz zu den Vorrichtungen der '161-Anmeldung, bei denen die ebene Fläche des Objektivträgers in einer Aussparung im Objektivträger für die Aufliahme der Linse ausgebildet ist, entspricht die ebene Fläche des Objektivträgers bei der hier beschriebenen bevorzugten Ausführung einer Außenfläche, und es ist keine Aussparung für die Aufliahme der Linse erforderlich. Die Linse wird von einem Linsenhalter gegen diese Fläche gedrückt, der die Linse umfaßt und nach der korrekten Positionierung verriegelt werden kann. Eine abnehmbare Vorrichtung wird verwendet, um mittels eines Verschiebemechanismus ein vorspannendes Moment auf den Linsenhalter auszuüben, so daß die Linse gegen Führungsstifte auf dem Objektivträger gedrückt und in der vergrößemden Richtung der X- oder Y-Achse eine Vorspannkraft ausgeübt wird. Der Objektivträger besitzt vorteilhafierweise die Form eines zylindrischen Elements, das in einer in Richtung der Z- Achse ausgerichteten länglichen Führungsbahn angeordnet ist. Die Drehjustierung in der Θz- Richtung wird durchgeführt, indem ein Θz-Paßstift relativ zu einer Bezugsfläche so bewegt wird, daß der Objektivträger und die Linse innerhalb der Führungsbahn um die Z-Achse verschwenkt werden. Die transiatorische Justierung in der vergrößernden Richtung der X- oder Y-Achse wird durchgeführt, indem ein X- oder Y-Paßstift an. der abnehmbaren Vorrichtung so gegen den Linsenhalter bewegt wird, daß die Linse entlang der Führungsstifte entgegen der ausgeübten Vorspamikraft verschoben wird. Verbindungselemente, die durch ausgerichtete Bohrungen des Linsenhalters und des Objektivträgers geführt sind, dienen zum Verriegeln des Linsenhalters und der Linse relativ zum Objektivträger nach der Durchführung der X- oder Y-Justierung. Nach der Durchführung der Justierungen in Θz-Richtung und in Richtung der Z-Achse wird der Objektivträger durch Vergießen oder Festklemmen relativ zur Führungsbahn fixiert.

Die Linseneinbauvorrichtung der Erfindung stellt eine Vorrichtung zum Positionieren einer Zylinderlinse in sechs Freiheitsgraden auf kostengünstige Art bereit, bei der eine präzise maschinelle Bearbeitung nur verwendet wird, wo sie erforderlich ist, und die Mechanismen zum Vorspannen und translatorischen Anordnen aulweist, die mit einer abnehmbaren Vorrichtung verwendet werden. Die Positionierung in der Drehrichtung Θz wird durch Verwendung eines zylindrischen Objektivträgers erreicht, der so in einer mit Wänden versehenen Führungsbahn angeordnet ist, daß er entlang der Z-Achse verschiebbar und um diese drehbar ist.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht in auseinandergezogener An6rdnung einer Einbauvorrichtung für Zylinderlinsen gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine perspektivische Frontansicht der Einbauvorrichtung in Fig. 1, in der der befestigte abnehmbare Verschiebemechanismus dargestellt ist;

Fig. 3 eine perspektivische Rückansicht der Einbauvorrichtung in Fig. 1;

Fig. 4 und 5 schematische Ansichten, die zum Verständnis der Funktionsweise der Einbauvorrichtung in Fig. 1-3 hilfreich sind; und

Fig. 6 und 7. eine perspektivische Frontansicht bzw. Draufsicht, die eine veränderte Form der Linseneinbauvorrichtung gemäß der Erfindung darstellen.

In allen Zeichnungen sind gleiche Elemente durch gleiche Zahlen gekennzeichnet.

Die Prinzipien der Erfindung werden in bezug auf eine exemplarische Vorrichtung 10 veranschaulicht, die zum Positionieren einer Zylinderlinse 11 oder eines ähnlichen optischen Elements geeignet ist, so daß es in einem optischen System wie dem eines Laserdruckers, das in der U.S.-Patentanmeldung des Anmelders mit der Seriennummer 07/765,161 beschrieben wird, relativ zu orthogonalen X-, Y- und Z-Achsen verschiebbar und relativ zu Richtungen Θ x, Θy und Θz drehbar ist.

Ein typisches optisches System der Art, bei der die Erfindung Anwendung findet, weist einen optischen Kopf zum Projizieren eines Laserlichtstrahls entlang eines optischen Strahlengangs auf, der mit einer Z-Achse zusammenfällt. Der Strahl wird abhängig von Informationew moduliert, die von einer bildsignalerzeugenden Schaltung empfangen werden, und mittels eines rotierenden Polygons zeilenweise in Richtung einer X-Achse (Abtastrichtung) auf einen lichtempfindlichen Film oder ein anderes ähnliches Empfangsmedium abgelenkt. Das Medium wird im Wechsel mittels einer rotierenden Trommel oder ähnlichen Einrichtung in Richtung einer Y-Achse (Zeilemichtung) bewegt. Eine Einrichtung. zum Erkennen des Beginns der Abtastung steuert die Zeiteinstellung der Lichtstrahlmodulation. Optische Elemente, einschließlich Zylinderlinsen wie die Linse 11, sind zwischen dem optischen Kopf und den zahkeichen verspiegelten Seitenflächen des Polygons angeordnet, um die Formung, Fokussierung und Richtung des Strahls zu steuern. Weitere optische Elemente, die zwischen dem Polygon und der Trommel angeordnet sind, korrigieren Abweichungen im Brennpunkt des Strahls aufgrund des fΘ-Zustands und stellen das Bild in Zeilenrichtung scharf, um unerwünschte Streifenbildungsfehler aufgrund eines nichtebenen Taumelns der Seitenflächen und aufgrund von Pyramidalfehlern zu vermeiden. Weitere Einzelheiten in bezug auf die Funktion und den Betrieb von Laserdruckern werden in der U.S.-Patentanmeldung mit der Seriennummer 637,429 und dem Titel "Laserdruckverfahren" und in US-A-4,397,521; 4,796,962; 4,982,206 und 4,921,320 beschrieben.

Die Einbauvorrichtung 10 (Fig. 1-3) ist geeignet, um die Zylinderlinse 1.1 so anzuordnen, daß sie zum Gestalten der elliptischen Form des Abtaststrahls entweder in Richtung der X- oder der Y-Achse und zum Steuern seiner Winkelausrichtung Θz verwendet werden kann. Die dargestellte Linse 11 ist so eingebaut, daß ihre vergrößernde (oder Krümmungs-) Richtung in Richtung der X-Achse verläuft (Fig. 1). Personen mit Kenntnissen in dem Fachgebiet, auf das sich die Erfindung bezieht, werden jedoch anerkennen, daß dieselben Prinzipien für den Einbau einer Linse gelten, deren vergrößernde Richtung in Richtung der X-Achse verläuft.

Die Einbauvorrichtung 10 weist eine längliche, in Richtung der Z-Achse verlaufende Grundplatte 12, einen Objektivträger 14 mit einer zentralen optischen Öffnung 15 und einen Linsenhalter 16 mit einer entsprechenden Öffnung 17 auf. Die Öffnung 15 ist eine kreisförmige Öffnung, die konzentrisch parallel zur Z-Achse ausgebildet ist. Die Öffnung 17 ist ähnlich ausgebildet.

Die Grundplatte 18 besteht aus einer V-förmigen Führungsbahn 19 und einer flachen Schiene 24. Die Grundplatte 18 kann ein integrierter Bestandteil einer ortsfesten Konstruktion sein, auf der alle Bauteile der optischen Vorrichtung aufliegen. Die Führungsbahn 19 weist einen nach oben offenen V-förmigen Kanal 21 auf, der durch symmetrische, nach unten konvergierende, einander gegenüberliegende, sich in Längsrichtung erstreckende Flächen 22, 23 gebildet wird. Der Kanal 21 verläuft in Längsrichtung entlang der Z-Achse. Die Schiene 20 weist eine horizontale Oberfläche 24 auf, die seitlich vom Kanal 21 beabstandet ist und ebenfalls in Längsrichtung in Richtung der Z-Achse verläuft. Sowohl die Führungsbahn 19 als auch die Schiene 20 sind so ausgebildet, daß sie über ihre gesamte Länge gleichförmige seitliche Querschnitte besitzen.

Der dargestellte Objektivträger 14 ist so ausgebildet, daß er derart justierbar befestigt werden kann, daß er innerhalb des Kanals 21 der Fühnrngsbähn 19 in Richtung der Z-Achse verschiebbar und in Θz-Richtung drehbar ist. Der Objektivträger 14 weist ein im allgemeinen zylindrisches Mantelteil 25 auf, dessen Außendurchmesser so gewählt ist, daß das Mantelteil 25 entlang von gegenüberliegenden Linien 26, 27 auf halber Höhe der Wände 22, 23 des Kanals 21 der Führungsbahn 19 in Tangentialkontakt aufliegt (siehe Fig. 5). Das Mantelteil 25 und der Kanal 21 sind relativ zueinander so dimensioniert, ausgebildet und angepaßt, daß der Mittelpunkt der Öffnung 15 mit dem Mittelpunkt des Strahls des optischen Systems zusammenfällt. Das vordere Ende des Mantelteils 25 besitzt die Form einer ebenen Fläche 28, die senkrecht zur zylindrischen Achse des Mantelteus ausgebildet ist, so daß die Fläche 28 parallel zur X-Y-Ebene des optischen Systems verläuft, wenn das Mantelteil 25 im Kanal 21 angeordnet ist. Zwei in Richtung der Z-Achse verlaufende Gewindebohrungen 29, 30 (Fig. 1) bilden Öffnungen in der Fläche 28, die in radialem Abstand an diametral entgegengesetzten Stellen über und unter der Öffnung 15 angeordnet sind. Links und rechts von den Bohrungen 29, 30 und relativ zur Öffnung 15 an diametral entgegengesetzten weiter innen liegenden Stellen sind jeweils in Richtung der Z-Achse verlaufende ortsfeste Stifte 31, 32 angeordnet, deren Funktion nachfolgend näher beschrieben wird.

Der hintere Abschnitt des Mantelteils 25 ist in einem oberen Bereich über der Öffnung 15 abgeschnitten, um eine sich horizontal erstreckende Befestigungsfläche 34 bereitzustellen, auf der mit Hilfe von Verbindungselementen 36, 37 (Fig. 1) ein sich seitlich erstreckender Bügel 35 aufgenommen wird. Der Bügel 35 weist ein Innenteil 38. auf, das über der Fläche 34 in Anlage gebracht wird, und ein Außenteil 39, das mit dem Teil 38 verbunden ist und sich im allgemeinen horizontal nach außen über die Fläche 24 der Schiene 20 erstreckt, radial relativ zur Öffnung 15. Das Teil 39 weist eine in vertikaler Richtung verlaufende Gewindebohrung 40 auf, in der der Gewindestift 41 aufgenommen wird. Der Stift 41, der Bügel 35, das Mantelteil 25, der Kanal 21 und die Schiene 20 sind relativ zueinander so dimensioniert, ausgebildet und angepaßt, daß das Ende des Stifts 41 die Schienenoberfläche 24 berührt und das Bügelteil 39 relativ zur Schiene 20 abgesenkt oder angehoben wird, wenn der Stift 41 in die Bohrung 40 hinein und aus dieser heraus bewegt wird, wodurch das Mantelteil 25 im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn (wie in Fig. 1, 2 und 5 dargestellt) in der Drehrichtung Θz gedreht wird.

Der Linsenhalter 16 (Fig. 1 und 2) besteht aus einer dünnen, im allgemeinen rechteckigen Plattenkonstruktion mit vorderen und hinteren ebenen vertikalen Flächen 43, 44, zwischen denen sich die Öffnung 17 erstreckt, und oberen, unteren, linken und rechten sich in Richtung der Z-Achse erstreckenden Kantenstücken 45, 46, 47, 48. Die Kanten 45, 46 weisen innere ebene Flächen auf, die parallel zur X-Z-Ebene verlaufen, und die Kanten 47, 48 weisen innere ebene Flächen auf, die parallel zur Y-Z-Ebene verlaufen. Diese Innenflächen bilden zusammen mit der hinteren Fläche 44 eine nach hinten weisende rechteckige Ausnehmung, in der die Linse 11 passend aufgenommen werden kann. Die Laschen 49, 50 erstrecken sich jeweils nach oben und nach unten vertikal über die freien Enden der Randstücke 45, 46 hinaus. Die Bohrungen 52, 53 (Fig. 1) erstrecken sich durch die Laschen 49, 50. Die Bohrungen 52, 53 sind glatt und in Richtung der horizontalen X-Achse länglich ausgebildet. Der vertikale Abstand zwischen den Bohrungen 52, 53 entspricht dem vertikalen Abstand der entsprechenden Bohrungen 29, 30, die über und unter der Öffnung 15 des Objektivträgers 14 angeordnet sind. Die Schrauben 55, 56 (Fig. 1 und 2) sind jeweils durch die Bohrungen 52, 53 und in die Bohrungen 29, 30 geführt, wodurch die Laschen 49, 50 des Linsenhalters 16 nahe an die Fläche 28 des Objektivträgers 14 gebracht werden. Der Linsenhalter 16 ist so dimensioniert, ausgebildet und angepaßt, daß die Planfläche 59 der Linse 11 eben an der ebenen Fläche 28 des Objektivträgers anliegt, wenn die gekrümmte Fläche 58 der Linse 11 neben der Linsenhalterfläche 44 angeordnet ist. Die längliche Ausbildung der Bohrungen 52, 53 in Richtung der X-Achse ermöglicht die translatorische Bewegung des Linsenhalters 16 (und der darin aufgenommenen Linse 11) in Richtung der X-Achse, wobei die Schrauben 55, 56 lose in den Bohrungen 52, 29 und 53, 30 aufgenommen sind. Die linke Kante 47 des Linsenhalters 16 weist eine nach links gerichtete Lasche 68 mit einer Bohrung 69 auf, deren Zweck nachfolgend näher beschrieben wird.

Die Linse 11 (siehe Fig. 1, 4 und 5) weist obere und untere horizontale zur X-Z-Ebene parallele ebene Schnittkanten 60, 61 und linke und rechte vertikale zur Y-Z-Ebene parallele ebene Schnittkanten 63, 64 auf. Die zum Zweck der Veranschaulichung dargestellte bestimmte Linse 11 ist plankonvex ausgeführt und weist eine konvexe Vorderfläche 58 und eine zur X-Y-Ebene parallele ebene Rückseite 59 auf Die Fläche 58 besitzt ein zylindrisches Profil, um eine Krümmung (d.h. Vergrößerung) in Richtung der X-Achse und eine Gleichförmigkeit (d.h. keine Vergrößerung) in Richtung der Y-Achse zu bewirken. Das Profil der konvexen Fläche 58 weist eine um eine in Fig. 2 eingezeichnete zylindrische Achse 67 der Linse zentrierte zylindrische Krümmung auf. Die Linse 11 bewirkt nur in Richtung der X- Achse eine Vergrößerung, so daß sie zur Steuerung der Ausdehnung des Lichtflecks eines elliptischen Laserabtaststrahls in Richtung der X-Achse benutzt werden kann, der entlang der Z-Achse auf die Linse 11 gerichtet ist.

Idealerweise ist die Linse 11 so geformt, daß die zylindrische Achse 67 der Fläche 58 mit den Mittelpunkten der Ausdehnungen der Kanten 60, 61 in Richtung der X-Achse zusammenfällt und parallel zu den Y-Z-Ebenen der Kanten 63, 64 verläuft. Die meisten Linsen sind jedoch nicht ideal. Die Einbauvorrichtung 10 hat deshalb die Funktion, eine präzise Ausrichtung der Linsenachse 67 der zylindrischen Fläche 58 mit dem einfallenden optischen Strahl in der Y-Z- Ebene zu gewährleisten. Geringfügige Abweichungen bei der transiatorischen Ausrichtung der Linse 11 in Richtung der X-Achse (keine Vergrößerung) haben eine geringe Auswirkung, da eine Vergrößerung nur in Richtung der X-Achse erfolgt. Die Justierung in Richtung der Z- Achse beeinflußt nur die Fokussierung und erfolgt ausreichend durch Verschiebung des zylindrischen Mantelteils 25 des Objektivträgers 14 in Längsrichtung innerhalb des Kanals 21 der Führungsbähn 19. Von größter Bedeutung sind daher Justierungen in Translationsrichtung der X-Achse (Vergrößerung) und in ez-Drehrichtung. Die Positionierung für die Θy- und Θx- Drehung wird erreicht, indem gewährleistet wird, daß die Planfläche 59 (orthogonal geschnitten relativ zu den Kanten 60, 61 und 63, 64) mit der X-Y-Ebene des optischen Systems ausgerichtet ist. Dies wird erreicht, indem die Vorderfläche 28 des Objektivträgers 14 so geformt wird, daß sie vertikal eben in der X-Y-Ebene liegt, wie bereits beschrieben.

Im Gegensatz zu dem Objektivträger in den Vorrichtungen der '161-Patentanmeldung weist der Objektivträger 14 keinen einstückig mit diesem ausgebildeten Verschiebemechanismus auf, um ein vorspannendes Drehmoment auf den Linsenhalter 16 auszuüben und diesen translatorisch zu bewegen. Hier wird diese Aufgabe von einer getrennten abnehmbaren Vorrichtung 70 übernommen, die in Fig. 2 dargestellt ist. Die Vorrichtung 70 weist einen Hauptkörperabschnitt 71 mit einer rechten, konkaven Fläche 72 auf, der komplementär zur linken Seite der zylindrischen Fläche des Objektivträger-Mantelteils 25 ausgebildet ist und abnehmbar mit dieser in Anlage gebracht werden kann. Die linke Seite des Abschnitts 71 weist eine rechteckige nach vorne gerichtete Verlängerung 74 mit einer oberen Bohrung 75 und einem unteren Schlitz 76 auf, die sich beide horizontal in Richtung der X-Achse erstrecken und durch die eine Gewindeschraube 77 bzw. ein längliches Hakenelement 78 geführt sind. Die Bohrung 75 ist mit einem Gewinde versehen und so bemessen, daß sie mit dem Außengewinde des Schafis der Schraube 77 zusammenpaßt. Das Ende der Schraube 77 ist nicht abrasiv ausgeführt und so angeordnet, daß es die Kante 47 des Linsenhalters 16 berührt. Der Schlitz 76 ist glatt und in Richtung der Z-Achse zu einer vorderen Öffnung hin länglich ausgebildet, durch die das Hakenelement 78 in den Schlitz 76 geführt werden kann. Der Schlitz 76 ist sowohl in Richtung der Y- als auch der Z-Achse überdimensioniert, um eine freie axiale Bewegung des Schafis des Hakenelements 78 in Richtung der X-Achse und eine diagonale vertikale Neigung des Schafis in Θz-Richtung innerhalb der Grenzen des Schlitzes 76 zu errnöglichen. Das rechte Ende des Elements 78 ist in Form eines Hakens 79 ausgebildet, der ein nach hinten gerichtetes freies Ende aufweist, das ahnehrubar am Linsenhalter 16 befestigt werden kann, indem es durch die Bohrung 69 geführt wird. Eine Druckfeder 80 ist um den Schaff des Elements 78 zwischen der linken Seite der Verlängerung 74 und der Ausdehnung eines Kopfes 81 des Elements angeordnet, um eine nach links gerichtete Kraft auf das Hakenende 79 und somit auf die Lasche 68 auszuüben.

Wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, wird die Planfläche 59 der Zylinderlinse 11 in Richtung der Z- Achse gegen die zur X-Y-Ebene parallele ebene Fläche 28 des zylindrischen Mantelteils 25 des Objektivträgers 14 gedrückt. Dadurch wird die Linse 11 in den Drehrichtungen Θx und Θ y für das Formen eines Laserdruckerstrahls ausreichend genau positioniert, ohne daß eine Justierung erforderlich ist. Der Druck wird mit Hilfe der Schrauben 55, 56 ausgeübt, die durch die Bohrungen 52, 53 und in die Bohrungen 29, 30 geführt sind, um den Linsenhalter 16, der die Linse 11 hält, gegen die Fläche 28 zu drücken.

Wie in Fig. 4 und 5 schematisch dargestellt, werden im Betrieb die translatorischen Justierungen in der vergrößemden Richtung der X-Achse und die Drehjustierungen in Θz- Richtung unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge durchgeführt. Um die translatorische Justierung in Richtung der X-Achse durchzuführen, wird die abnehrubare Vorrichtung 70 des Verschiebemechanismus 70 Seite an Seite mit dem Oijektivträger- Mantelteil 25 (Fig. 4) gebracht, wobei das Ende des Gewindestifts 77 die Kante 47 des Linsenhalters 16 neben seiner oberen linken Ecke berührt und das Hakenende 79 des Elements 78 mit der Lasche 68 der Kante 47 des Linsenhalters 16 neben seiner unteren linken Ecke verbunden ist. Aus dieser Verschiebewirkung auf den Linsenhalter 16 resultiert ein durch die Kraft Fs der Feder 80, die gegen den durch das Ende des Stifts 77 bereitgestellten Drehpunkt wirkt, im Uhrzeigersinn auf die Linse 11 ausgeübtes Moment ΘzM. Das resultierende Drehmoment drückt die Linse 11 gegen die ortsfesten Stifte 31, 32, die in der Nähe von diagonal gegenüberliegenden Ecken der Linse 11 angeordnet und vertikal so weit voneinander beabstandet sind, daß eine Lücke gebildet wird, die dem vertikalen Abstand der Linsenkanten 60, 61 entspricht. Für die dargestellte Ausführung werden die Ausdehnungen der Linsenhalterkanten 45, 46 in X-Richtung so gewählt, daß Öffnungen frei bleiben, durch die die Stifte 31, 32 die Linse 11 direkt berühren. Die Kante 60 wird nach oben gegen den Stift 31 und die Kante 61 nach unten gegen den Stift 32 gedrückt, wodurch eine Drehung der Linse 11 in Richtung Θz relativ zum Objektivträger 14 verhindert wird. Die vorspannende Wirkung der Feder 80 zieht die Linse 11 auch in Richtung der X-Achse gegen das Ende der Schraube 77 und übt damit ebenfalls eine Vorspannkraft in Richtung der X-Achse aus. Die Justierung der Position der Linse 11 in Translationsrichtung der X-Achse (Vergrößerung) wird also gegen die Vorspannkraft der Feder 80 durchgeführt, indem die Schraube 77 in die Bohrung 77 hinein oder aus dieser heraus bewegt wird. Durch Vorwärtsbewegen der Schraube 77 in Richtung der X-Achse wird der Linsenhalter 16 (und damit die Linse 11) in Richtung der X-Achse bewegt, um die X-Position der Linse 11 einzustellen. Indem die Länge der Schraube 77 zwischen der Verlängerung 74 und der Linsenhalterkante 47 vergrößert wird, wird der Linsenhalter zum Beispiel aus einer Position 11 (in Fig. 4 in durchgezogenen Linien dargestellt) in eine Position 11' (in strichpunktierten Linien dargestellt) bewegt. Die Linse 11 bleibt während dieses Vorgangs gegen die Führungsstifte 31, 32 gedrückt. Wenn die Position in Richtung der X-Achse eingestellt ist, werden die Schrauben 55, 56 ganz angezogen, um eine weitere Bewegung des Linsenhalters 16 und der Linse 11 relativ zum Objektivträger 14 zu verhindern. Es wird ein Moment im Uhrzeigersinn gewählt, um die Linse 11 gegen die Stifte 31, 32 zu drücken, so daß die Standard-Sicherungsschrauben 55, 56 mit Rechtsgewinde die Linse 11 während der Verriegelung nicht aus ihrer justierten Position verschieben. Nachdem die Schrauben 55, 56 angezogen wurden, kann die Vorrichtung 70 entfernt und für translatorische Justierungen in der vergrößernden Richtung der X- oder Y-Achse mit anderen Linseneinbauvorrichtungen verwendet werden. Da der Verschiebemechanismus auf einem abnehmbaren Element angeordnet ist, das für verschiedene Einbauvorrichtungen verwendbar ist, kann der Objektivträger 14 sehr viel einfacher als der in der '161-Anmeldung dargestellte Träger ausgeführt werden.

Die Drehjustierung in Richtung Θz wird wie in Fig. 5 dargestellt vorgenommen, indem die Schraube 41 innerhalb der Bohrung 40 des Bügels 35 (Fig. 1) so justiert wird, daß das radiale Teil 39 und damit das zylindrische Mantelteil 25 des Objektivträgers 14 um die Z-Achse gedreht wird, innerhalb der Grenzen des Führungsbabnkanals 21. Diese Drehjustierung erfolgt unabhängig von und ohne Störung der relativen translatorischen Justierung in der vergrößernden X-Richtung, die zwischen der in dem Linsenhalter gehaltenen Linse 11 und dem Objektivträger 14 durchgeführt wird. Wie in Fig. 5 zu sehen ist bewirkt eine Vergrößerung der Länge der Schraube 41 zwischen dem Bügelteil 39 und der Schienenfläche 24 zum Beispiel eine Verschiebung der Linse 11 im Uhrzeigersinn in der Richtung Θz relativ zur Grundplatte 12, aus einer Position 11 (in Fig. 5 in durchgezogenen Linien dargestellt) in eine Position 11" (in strichpunktierten Linien dargestellt). Die Linse 11 kann zur Fokussierung in Richtung der Z-Achse verschoben werden, indem das Mantelteil 25 in Längsrichtung innerhalb der Führungsbahn 19 bewegt wird. Wenn die transiatorische Justierung in Richtung der Z-Achse und die Drehjustierung in Θz-Richtung erfolgt sind, kann der Objektivträger 14 mit herkömmlichen Mitteln in der Führungsbahn 19 eingegossen oder festgeklemmt werden.

In Fig. 6 und 7 ist eine abgeänderte Einbauvorrichtung dargestellt, die nicht im Geltungsbereich der beanspruchten Erfindung liegt. Bei der Einbauvorrichtung 10' werden Merkmale der Einbauvorrichtung 10 für die Z- und Θz-Justierung verwendet, sie weist jedoch nicht den oben beschriebenen Verschiebemechanismus für den Linsenhalter auf. Der Objektivträger 14' der Einbauvorrichtung 10' weist eine in seiner Vorderfläche 28' ausgebildete Aussparung 100 auf. Die Aussparung 100 ist geringfügig größer als die Linse 11, besitzt jedoch denselben im allgemeinen rechteckigen Querschnitt. Die Aussparung 100 ist mit einander gegenüberliegenden linken und rechten zur Y-Z-Ebene parallelen ebenen Seiten 101, 102, mit einander gegenüberliegenden oberen und unteren zur X-Y-Ebene parallelen ebenen Seiten 103, 104 und einer inneren zur X-Y-Ebene parallelen ebenen Fläche 105 ausgebildet. Die Aussparung 100 ist maschinell bearbeitet, um sicherzustellen, daß mindestens eine Ecke (untere rechte Ecke in Fig. 7) der Aussparung 100 ermöglicht, daß eine entsprechende Ecke der Linse 11 paßgenau mit der Aussparung angeordnet wird. Für die dargestellte Ausführung wurde die Aussparung 100 derart maschinell bearbeitet, daß die benachbarten Seiten 61, 64 der Linse 11, die im rechten Winkel zueinander ausgerichtet sind, bündig an den entsprechenden Seiten 102, 104 der Aussparung 100 anliegen und die Planfläche 59 der Linse gleichzeitig bündig an der Innenfläche 105 der Aussparung 100 anliegt. Durch eine genaue maschinelle Bearbeitung der Aussparung und Beschneidung der Kanten der Linse wird daher die korrekte Positionierung der Linse relativ zu den Richtungen X,Y,Θx, Θy sichergestellt. Das zylindrische Mantelteil 25' des Objektivträgers 14' kann dann axial entlang des Kanals 21 der Grundplatte 12 justierbar angeordnet werden, um die gewünschte Linsenposition in Richtung der Z-Achse einzustellen, und der Stift 41 kann zur Oberfläche 24 der Schiene 20 der Grundplatte 12 hin oder von dieser weg bewegt werden, um die gewünschte Linsenposition in Θz-Richtung einzustellen, wie bereits erläutert. Die Position der Linse 11 innerhalb der Aussparung 100 und die Positionen des Mantelteils 25' und des Stifts 41 können dann durch bekannte Vergießverfahren oder ähnliche Mittel fixiert werden.

Personen mit Kenntnissen in dem Fachgebiet, auf das sich die Erfindung bezieht, werden anerkennen, daß an den beschriebenen Ausführungen weitere Ersetzungen und Anderungen vorgenommen werden können, ohne den in den folgenden Ansprüchen beschriebenen Geltungsbereich der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung (10) zum justierbaren Positionieren einer Zylinderlinse (11), so daß sie in Richtung einer X-Achse senkrecht zur opfischen Achse der Linse und in Richtung einer Z-Achse parallel zur optischen Achsc der Linse verschiebbar sowie in einer Winkeirichtung um die Z-Achse drehbar ist, wobei die Vorrichtung folgende Komponenten aufweist:

- eine längliche, in Richtung der Z-Achse verlaufende Grundplatte (12),

- einen Objektivträger (14), der auf der Grundplatte (12) zur translatorischen Bewegung relativ zur Grundplatte in Richtung der Z-Achse und zur Drehbewegung um die Z-Achse relativ zur Grundplatte (12) aufliegt, wobei der Objektivträger (14) eine im wesentlichen senkrecht zur Z-Achse angeordnete Fläche (28) für die Aufnahme der Linse (11) aufweist,

- einen Linsenhalter (16), der vor der Fläche (28) bewegbar angeordnet ist und die Linse (11) zwischen dem Objektivträger (14) und dem Linsenhalter (16) derart aufnimmt, daß die an der Fläche (28) anliegende und mit dem Linsenhalter in Eingriff stehende Linse (11) in Richtung der X-Achse verschiebbar ist, indem der Linsenhalter (16) in der gleichen Richtung bewegt wird,

- einen Verschiebemechanismus (70, 77, 78, 80), der an der Grundplatte (12) oder am Objektivträger (14) für eine translatorische Bewegung des Linsenhalters (16) relativ zum Objektivträger (14) in Richtung der X-Achse abnehmbar befestigt ist, und

- Mittel (55, 56), die den Linsenhalter (16) fest an den Objektivträger (14) andrücken, wodurch eine weitere Bewegung der Linse (11) relativ zum Objektivträger vermieden wird, wenn der Verschiebemechanismus entfernt wurde.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebemechanismus (70) folgende Komponenten aufweist:

- einen Hauptkörper (71);

- ein am Hauptkörper (71) angebrachtes Mittel (77) zum Drücken, das wahlweise in Druckkontakt mit einem ersten Punkt am Linsenhalter bewegbar ist;

- am Hauptkörper (71) angebrachte Mittel (78, 80) zum Ziehen, die wahlweise betätigbar sind, um einen Zugkontakt mit einem zweiten Punkt des Linsenhalters zu bewirken, wobei der erste Punkt vom zweiten Punkt in transversaler Richtung zur X- oder Y-Achse beabstandet ist, so daß das Mittel (77) zum Drücken und die Mittel (78, 80) zum Ziehen zusammen ein Drehmoment auf den Linsenhalter (16) in einer Winkelrichtung um die Z-Achse ausüben.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (78, 80) zum Ziehen relativ zum Hauptkörper (71) verschwenkbar sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Objektivträger (14) von der Fläche (28) abstehende Führungselemente (31, 32) aufweist und der Linsenhalter (16) ein durch den Verschiebemechanismus (70) bewirktes Drehmoment auf die Linse, und über die Linse auf die Fuhrungselemente (31,32) ausübt.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (12) eine Führungsbahn (19) mit einem in Richtung der Z-Achse verlaufenden V-förmigen Kanal (21) und der Objektivträger (14) ein in dem Kanal axial ausgerichtetes zylindrisches Mantelteil (25) aufweisen.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Mantelteil (25) in Tangentialkontakt im Kanal (21) aufliegt.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (19) eine im wesentlichen parallel zum Kanal (21) angeordnete Schienenfläche (24) und der Objektivträger (14) einen Bügel (35) sowie einen Distanzhalter (41) aufweisen, wobei sich der Bügel (35) vom Mantelteil (25) radial nach außen erstreckt und ein über der Schienenfläche (24) angeordnetes Außenteil (39) aufweist, und wobei der Distanzhalter (41) die Schienenfläche (24) in einem Abstand vom Außenteil (39) des Bügels berührt und am Außenteil (39) zum Einstellen des Abstands justierbar befestigt ist, wodurch das Mantelteil im Kanal gedreht wird.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (12) eine Führungsbahn (19) mit einem in Richtung der Z-Achse verlaufenden V-förmigen Kanal (21) und der Objektivträger (14) ein in dem Kanal (21) axial ausgerichtetes und mit dem Kanal in Tangentialkontakt befindliches zylindrisches Mantelteil (25) aufweisen; und daß der Verschiebemechanismus (70) folgende Komponenten umfaßt:

- einen Hauptkörper (71) mit einer konkaven Fläche (72) zur Anlage an den Objektivträger (14);

- ein am Hauptkörper (71) angebrachtes Mittel (77) zum Drücken, das wahlweise in Druckkontakt mit einem ersten Punkt am Linsenhalter bewegbar ist; und

- am Hauptkörper (71) angebrachte Mittel (78, 80) zum Ziehen, die wahlweise betätigbar sind, um einen Zugkontakt mit einem zweiten Punkt des Linsenhalters zu bewirken, wobei der erste Punkt vom zweiten Punkt in transversaler Richtung zur X- oder Y-Achse beabstandet ist, so daß das Mittel (77) zum Drücken und die Mittel (78, 80) zum Ziehen zusammen ein Drehmoment auf den Linsenhalter (16) in einer Winkelrichtung um die Z-Achse ausüben.







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