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Schnellreinigungs-Nadelregister für Pökelmaschinen - Dokument DE19530046C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19530046C2 28.05.1997
Titel Schnellreinigungs-Nadelregister für Pökelmaschinen
Anmelder Schröder Maschinenbau GmbH, 33824 Werther, DE
Erfinder Thomas, Manfred, 33775 Versmold, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 16.08.1995
DE-Aktenzeichen 19530046
Offenlegungstag 20.02.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.1997
IPC-Hauptklasse A23B 4/28

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Nadelregister für eine Pökelmaschine, mit einer Verteilerkammer, die mindestens einen Anschluß zur Zufuhr von Pökellake aufweist, mit mehreren von der Verteilerkammer ausgehenden Nadeln, durch die die Pökellake in das Pökelgut injiziert wird, und mit einer Ventileinrichtung zur Steuerung der Lakezufuhr zu den Nadeln.

Aus DE 30 19 587 C2 ist ein Nadelregister dieser Art bekannt, das die Form eines langgestreckten flachen Kastens hat, von dessen Boden die einzelnen Nadeln ausgehen. Das Nadelregister ist oberhalb eines Förderbandes installiert, auf dem das Pökelgut schrittweise zugeführt und abtransportiert wird. Das Nadelregister wird während jedes Arbeitszyklus auf das Förderband abgesenkt, so daß die Nadeln in das Pökelgut eindringen. Während des Eindringvorgangs wird die Pökellake unter Druck in die Verteilerkammer zugeführt und über die Nadeln in das Pökelgut injiziert. Eine Kolbenpumpe zum Zumessen der Pökellake ist baulich in das Nadelregister integriert. Die Arbeitskammer der Kolbenpumpe ist über ein Rückschlagventil mit dem Anschluß für die Zufuhr der Pökellake und über ein weiteres Rückschlagventil mit der Verteilerkammer verbunden.

Andererseits sind auch Pökelmaschinen bekannt, bei denen die Lake dem Nadelregister über eine separate Förderpumpe unter Druck zugeführt wird. In diesem Fall enthält das Nadelregister lediglich eine Ventileinrichtung, die die Abgabe der Lake an die Nadeln steuert (CH 667 183 A5).

Generell hat das Nadelregister die Form eines flachen quaderförmigen Kastens, dessen Inneres die Verteilerkammer bildet. Diese bekannte Konstruktion hat den Nachteil, daß die Verteilerkammer schwer zu reinigen ist.

Aufgrund der unregelmäßigen Form des Pökelgutes wird im allgemeinen nicht die gesamte Lakemenge in das Innere des Pökelgutes injiziert, sondern ein Teil der von den Nadeln abgegebenen Pökellage fließt außen am Pökelgut ab und wird unterhalb des Förderbandes aufgefangen. Diese Pökellage wird gefiltert und wieder dem Nadelregister zugeführt. Die Pökellake ist deshalb im allgemeinen mit Eiweißstoffen verunreinigt, die sich in den schwer zu reinigenden Ecken der Verteilerkammer festsetzen können, so daß es dort zu einer unerwünschten Keimbildung kommen kann.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Nadelregister der eingangs genannten Gattung zu schaffen, das sich einfach und wirksam reinigen läßt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verteilerkammer durch das Innere eines rohrförmigen Gehäuses gebildet wird, das an einem Ende mit einem Anschluß für ein Reinigungsmedium versehen und am entgegengesetzten Ende durch eine lösbare Endkappe verschlossen ist.

Zum Reinigen braucht das Nadelregister nicht demontiert oder zerlegt zu werden. Es wird lediglich die Endkappe entfernt, und ein Reinigungsmedium, beispielsweise Wasser oder Heißdampf, wird über den Anschluß am entgegengesetzten Ende des rohrförmigen Gehäuses zugeführt, so daß die Verteilerkammer mit dem Reinigungsmedium durchgespült wird. Das Reinigungsmedium fließt an den glatten Innenwänden des rohrförmigen Gehäuses vorbei und tritt ungehindert am freien Ende aus, so daß die Strömung nicht durch irgendwelche Absätze oder Vorsprünge gestört wird, an denen sich Verunreinigungen festsetzen könnten.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Anschluß für das Reinigungsmedium kann mit dem Anschluß zur Zufuhr der Pökellake identisch sein. In diesem Fall wird während des Reinigungsvorgangs das Reinigungsmedium über den Anschluß zugeführt, der während des Pökelbetriebs zur Zufuhr der Pökellake dient.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das rohrförmige Gehäuse an beiden Enden mit lösbaren Endkappen versehen, die beide einen Anschluß aufweisen, über den wahlweise Pökellake oder Reinigungsmedium zugeführt werden kann. Während des Pökelbetriebs wird dann die Pökellake von beiden Enden her in die Verteilerkammer eingeleitet, so daß sich eine gleichmäßigere Druckverteilung und folglich eine gleichmäßigere Versorgung der Nadeln mit Pökellake ergibt. Zur Reinigung der Verteilerkammer wird die Endkappe an einem Ende entfernt, und über das andere Ende wird das Reinigungsmedium zugeführt. Das Reinigungsmedium kann abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen durch das rohrförmige Gehäuse geleitet werden, so daß sich eine besonders wirksame Reinigung ergibt. Wahlweise ist es auch möglich, die Endkappen an beiden Enden zu entfernen und die Verteilerkammer von einem Ende her mit Hilfe eines Wasserstrahls oder eines Dampfstrahls auszuspritzen. In diesem Fall wird der Anschluß für das Reinigungsmedium einfach durch eines der beiden offenen Enden des Gehäuses gebildet.

Vorzugsweise hat das Gehäuse einen flachen, rechteckigen Innenquerschnitt, dessen Ecken leicht abgerundet sind, so daß auch die Eckbereiche des Gehäuses gut saubergehalten werden können.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Ventileinrichtung, die die Zufuhr der Lake zu den Nadeln steuert, im Inneren der Verteilerkammer untergebracht. Hierdurch wird eine besonders kompakte Konstruktion des Nadelregisters ermöglicht, und außerdem besteht der Vorteil, daß die Nadeln während des normalen Betriebs nicht relativ zu dem Nadelregister beweglich zu sein brauchen, so daß der Verschleiß an den flüssigkeitsdichten Durchführungen der Nadeln durch die Wände der Verteilerkammer vermindert wird. Die lösbare Endkappe gestattet es in diesem Fall, die Funktionsteile der Ventileinrichtung zu Reinigungs- oder Wartungszwecken auszubauen.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.

Die einzige Zeichnungsfigur zeigt einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Nadelregister.

Das Nadelregister besitzt ein Gehäuse 10 in der Form eines Rohres mit flachem, rechteckigem Querschnitt, das in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellt ist. Auf die Enden dieses Rohres ist jeweils eine Endkappe 12 aufgesteckt, die einen Schlauchanschluß 14 zum Zuführen von Pökellake aufweist. In der Zeichnung ist lediglich eine Endkappe 12 an einem Ende des Gehäuses 10 gezeigt.

Das Innere des Gehäuses 10 bildet eine Verteilerkammer 16, in der die über die Endkappen 12 von beiden Enden her zugeführte Pökellake auf eine Anzahl von hohlen Nadeln 18 verteilt wird, die dicht durch die oberen und unteren Wände 20, 22 des Gehäuses 10 hindurchgeführt sind. Die Nadeln 18 sind in dem Gehäuse 10 in mindestens zwei in Längsrichtung des Gehäuses verlaufenden Reihen angeordnet und besitzen jeweils innerhalb der Verteilerkammer 16 eine Querbohrung 24, über welche die Lake in das Innere der Nadeln 18 eintritt. Außerdem besitzen die Nadeln 18 in ihrem unteren Endabschnitt jeweils mehrere Austrittsöffnungen 26 zur Abgabe der Lake in das Pökelgut.

Das Nadelregister ist mit Hilfe eines nicht gezeigten Hubmechanismus vertikal beweglich über einem gleichfalls nicht gezeigten Förderer angeordnet, auf dem das Pökelgut schrittweise zugeführt und abtransportiert wird. Während der Förderer anhält, wird das Nadelregister abgesenkt, so daß die Nadeln 18 in das Pökelgut eindringen und die Pökellake gleichmäßig im Pökelgut verteilt wird.

Eine Schaltplatte 28 ist waagerecht im Inneren der Verteilerkammer 16 angeordnet. Diese Schaltplatte 28 weist mehrere Öffnungen auf, die entsprechend dem Raster der Nadeln 18 angeordnet sind und in die jeweils eine auswechselbare Verschlußhülse 30 eingesetzt ist. Jede Verschlußhülse 30 liegt mit einem an ihrem unteren Ende ausgebildeten Bund an der Unterseite der Schaltplatte 28 an und ist durch einen auf der Oberseite der Schaltplatte liegenden Sprengring 32 oder einen elastisch nachgebenden Wulst an der Schaltplatte 28 fixiert. Jede Verschlußhülse 30 nimmt im Inneren zwei in axialem Abstand zueinander liegende Dichtringe 34 auf, die den ringförmigen Zwischenraum zwischen der Umfangsfläche der Nadel 18 und der Innenfläche der Verschlußhülse 30 abdichten. Wenn sich die Schaltplatte 28 in einer abgesenkten Position befindet, wie im linken Teil der Zeichnung gezeigt ist, so liegt die Querbohrung 24 der Nadel zwischen den beiden Dichtringen 34, so daß die Strömungsverbindung zwischen dem Inneren der Nadel 18 und dem Inneren der Verteilerkammer 16 unterbrochen ist. Wenn sich die Schaltplatte 28 dagegen in einer angehobenen Position befindet, wie im rechten Teil der Zeichnung dargestellt ist, so liegt der untere Dichtring 34 oberhalb der Querbohrung 24, so daß die unter Druck stehende Pökellake aus der Verteilerkammer 16 durch die Querbohrung 24 in das Innere der Nadel 18 gelangt und über die Austrittsöffnungen 26 in das Pökelgut injiziert werden kann.

Die Schaltplatte 28 ist an einer vertikalen Halteplatte 36 gehalten, die längs der Mittellinie der Schaltplatte 28 verläuft und mit dieser einen kreuzförmigen Querschnitt bildet. Die Enden der Halteplatte 36 sind über die Enden der Schaltplatte 28 hinaus verlängert und sind jeweils gelenkig und mit Spiel mit dem freien Ende eines Hebels 38 verbunden. Das andere Ende des Hebels ist auf einem Bolzen 40 gelagert, der waagerecht durch das Innere der Verteilerkammer 16 verläuft und druckdicht in den Seitenwänden des Gehäuses 10 fixiert ist. Die Schaltplatte 28 ist somit durch die Verschlußhülse 30 beweglich auf den Nadeln 18 geführt und läßt sich durch Verschwenken der Hebel 38 um die Bolzen 40 in vertikaler Richtung verstellen.

Auf dem Gehäuse 10 sind zwei doppelt wirkende Pneumatikzylinder 42 montiert, deren Kolbenstangen 44 vertikal durch die oberen und unteren Wände 20, 22 des Gehäuses 10 verlaufen. Unmittelbar oberhalb und unterhalb des Gehäuses 10 sind die Kolbenstangen 44 in Führungsblöcken 46, 48 geführt. Durch diese Führungsblöcke werden zugleich die Fugen zwischen den Kolbenstangen 44 und den Wänden des Gehäuses 10 abgedichtet.

Innerhalb der Verteilerkammer 16 ist auf der Kolbenstange 44 jeweils mit Hilfe einer Stellschraube 50 ein Schaltblock 52 befestigt. Dieser Schaltblock 52 bildet eine Gabel 54, in die ein am freien Ende des Hebels 38 sitzender Mitnehmer 56 eingreift. Durch synchrone Betätigung der Pneumatikzylinder 42 lassen sich somit die Hebel 38 verschwenken, so daß die Schaltplatte 28 zwischen ihrer Geschlossen-Stellung (links in der Zeichnung) und ihrer Offen-Stellung (rechts in der Zeichnung) verstellt wird.

Jeder Pneumatikzylinder 42 besitzt zwei Druckluftanschlüsse 58, 60, die mit durch den Kolben 62 des Pneumatikzylinders getrennten oberen und unteren Arbeitskammern 64, 66 des Pneumatikzylinders in Verbindung stehen und an nicht gezeigte Pneumatikventile angeschlossen sind.

Wenn sich das Gehäuse 10 in der angehobenen Position oberhalb des Pökelgutes befindet, sind die oberen Arbeitskammern 64 der Pneumatikzylinder 42 druckbeaufschlagt, so daß sich die Kolbenstangen 44 in ihrer unteren Endlage befinden und die Schaltplatte 28 in der Geschlossen-Stellung halten. Wenn dann das Gehäuse 10 abgesenkt wird, so wird durch einen nicht gezeigten Niederhalter oder Taster der Zeitpunkt abgetastet, an dem die unteren Enden der Nadeln 18 die Oberseite des Pökelgutes erreichen. Durch diesen Niederhalter oder Taster werden dann die erwähnten Pneumatikventile umgeschaltet, so daß die oberen Arbeitskammern 64 der Pneumatikzylinder druckentlastet und die unteren Arbeitskammern 66 mit Druckluft beaufschlagt werden. Folglich bewegen sich die Kolbenstangen 44 nach oben, und die Hebel 38 werden durch die Schaltblöcke 52 nach oben geschwenkt, so daß sie die Halteplatte 36 und die damit verbundene Schaltplatte 28 in die Offen-Stellung anheben. Hierdurch wird die Injektion der Pökellake in das Pökelgut eingeleitet.

Wenn bei der anschließenden Hubbewegung des Gehäuses 10 der Niederhalter oder Taster wieder von dem Pökelgut freikommt, so werden die Pneumatikventile wieder umgeschaltet, so daß die Schaltplatte 28 wieder die Geschlossen-Stellung einnimmt. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die Nadeln 18 nur während der Betriebsphase Pökellake abgeben, in der die Nadeln in das Pökelgut eingestochen sind.

Die Nadeln 18 sind mit Hilfe von Dichtungshülsen 68 kraftschlüssig in den oben und unteren Wänden 20, 22 des Gehäuses 10 gehalten. Durch innerhalb und außerhalb der Verteilerkammer 16 in den Dichtungshülsen 68 angeordnete Dichtringe 70 werden die Durchführungen der Nadeln 18 durch die Dichtungshülsen 68 zuverlässig abgedichtet. Der Kraftschluß zwischen den Dichtungshülsen 68 und den Nadeln 18 ist so bemessen, daß der Eindringwiderstand beim Einstechen der Nadeln in das Pökelgut überwunden werden kann und die Nadeln somit während des normalen Betriebs der Pökelmaschine relativ zu dem Gehäuse 10 unbeweglich bleiben. An den Dichtringen 70 tritt folglich während des normalen Betriebs der Pökelmaschine kein Verschleiß auf.

Nur in Ausnahmefällen, wenn die Spitze einer Nadel 18 auf ein Hindernis, beispielsweise auf einen Knochen trifft, verschiebt sich diese Nadel in den Dichtungshülsen 68 relativ zu dem Gehäuse 10 nach oben, so daß eine Beschädigung der Nadel vermieden wird.

Am oberen Ende sind die Nadeln 18 jeweils mit einem verdickten Kopf 72 versehen. Der erwähnte Niederhalter ist elastisch oder pneumatisch nach unten vorgespannt und verschiebt sich deshalb bei der Aufwärtsbewegung des Gehäuses 10 relativ zu diesem nach unten. Durch eine an dem Niederhalter ausgebildete Anschlagplatte (nicht gezeigt), die an den verdickten Köpfen der Nadeln 72 anschlägt, werden die Nadeln, die durch einen Knochen nach oben gedrückt wurden, wieder in die normale Betriebsposition zurückgestellt, in der ihr verdickter Kopf 72 an der Oberseite der zugehörigen Dichtungshülse 68 anliegt. Hierdurch ist gewährleistet, daß sich die Querbohrungen 24 der Nadeln beim nächsten Arbeitstakt wieder in der richtigen Position in bezug auf die Schaltplatte 28 befinden.

Während bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Schaltplatte 28 pneumatisch verstellt wird, ist es in einer abgewandelten Ausführungsform auch möglich, die Relativbewegung zwischen dem Gehäuse 10 und dem Niederhalter zur mechanischen Betätigung der mit den Schaltblöcken 52 versehenen Kolbenstangen 44 auszunutzen, so daß auf die Pneumatikzylinder 42 und die zugehörige Ventilsteuerung verzichtet werden kann.

Die Dichtungshülsen 68 sind auswechselbar in die oberen und unteren Wände des Gehäuses 10 eingeschraubt und besitzen zu diesem Zweck einen Sechskantkopf, der auf der der Wand 20 bzw. 22 des Gehäuses 10 zugewandten Seite mit einer Dichtung versehen ist. Im allgemeinen brauchen die Dichtungshülsen 68 jedoch nur selten ausgewechselt zu werden, da sich die Nadeln 18 im Regelfall nicht relativ zu den Dichtungshülsen bewegen.

Die stärker verschleißbelasteten Verschlußhülsen 30 können bei Bedarf einfach ausgewechselt werden, wie im folgenden beschrieben werden soll.

Zunächst werden zumindest an einem Ende des Gehäuses 10 nicht gezeigte Befestigungsschrauben gelöst, mit denen die dortige Endkappe 12 am Gehäuse befestigt ist, und die betreffende Endkappe 12 wird abgezogen. Die Nadeln 18 werden nach oben aus den Gehäuse 10 herausgezogen. An dem Ende des Gehäuses, an dem die Endkappe 12 entfernt wurde, wird der dicht durch die Wände des Gehäuses hindurchgeführte Bolzen 40 gelöst und herausgezogen, so daß sich der Hebel 38 und die Halteplatte 36 mit der daran befestigten Schaltplatte 28 durch das offene Ende aus dem Gehäuse 10 herausziehen lassen. Die Kolbenstangen 44 und die Schaltblöcke 52 sind in der Richtung senkrecht zur Zeichenebene gegenüber der Schaltplatte 28 versetzt so daß sich die Schaltplatte beim Herausziehen an der Kolbenstange 44vorbeibewegen kann.

Die Halteplatte 36 kann zumindest an einem Ende über eine Gabel, die der Gabel 54 vergleichbar ist, lösbar mit dem zugehörigen Hebel 38 in Eingriff stehen. Wenn die Halteplatte 36 dann zum anderen Ende aus dem Gehäuse 10 herausgezogen wird, kann somit der Hebel 38 im Gehäuse 10 verbleiben, so daß der zugehörige Bolzen 40 nicht gelöst zu werden braucht. In diesem Fall braucht somit zur Entnahme der Schaltplatte 28 nur die Endkappe 12 an einem Ende des Gehäuses abgenommen zu werden.

Wenn sich die Schaltplatte 28 außerhalb des Gehäuses 10 befindet, lassen sich die undicht gewordenen Verschlußhülsen 30 problemlos auswechseln. Anschließend wird die Schaltplatte 28 wieder montiert, indem die oben beschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen werden. Vorzugsweise wird die Halteplatte 28 vor dem Ausbau in die Geschlossen- Stellung geschaltet. Wie im linken Teil der Zeichnung zu erkennen ist, liegt in dieser Stellung die Halteplatte 36 mit ihrem unteren Rand auf der unteren Wand 22 des Gehäuses 10 auf. Beim Einbau der Schaltplatte 28 kann somit die Halteplatte 36 einfach über den Boden des Gehäuses geschoben werden, wodurch sichergestellt wird, daß die Gabel am freien Ende der Halteplatte sich in der richtigen Höhe in bezug auf den Mitnehmer 56 an dem im Gehäuse verbliebenen Hebel 38 befindet, so daß die Gabel sich problemlos auf den Mitnehmer aufschieben läßt.

Die im Inneren des Gehäuses 10 untergebrachten Funktionsteile sowie das Gehäuse selbst bestehen aus lebensmittelverträglichen, leicht zu reinigenden Materialien, beispielsweise aus Edelstahl und/oder Kunststoff, die gegenüber der Salzlake beständig sind. Der Mechanismus zum Bewegen der Schaltplatte 28 zeichnet sich aufgrund seiner einfachen und robusten Konstruktion durch eine hohe Funktionssicherheit aus, so daß er auch in der die Verteilerkammer ausfüllenden Lakeflüssigkeit einwandfrei arbeitet.

Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Konstruktion besteht darin, daß das Gehäuse 10 - ohne die beiden Endkappen 12 - einfach durch ein an beiden Enden offenes Rohr gebildet wird, das keine toten Ecken und Winkel aufweist und sich deshalb sehr leicht reinigen läßt. Insbesondere kann die Verteilerkammer 46 problemlos mit einem Reinigungsmedium, beispielsweise mit Wasser oder Heißdampf gespült werden, während sich die Schaltplatte 28 in der Geschlossen-Stellung befindet. Das Reinigungsmedium kann über die Endkappe 12 an einem Ende zugeführt und über die Endkappe am entgegengesetzten Ende abgeleitet werden. Zweckmäßiger ist es jedoch, die Endkappe am auslaßseitigen Ende zu entfernen, so daß das Reinigungsmedium dort frei austreten kann und sich keine Schmutzreste am Übergang zwischen dem Gehäuse 10 und der Endkappe 12 festsetzen. Eine besonders wirksame Reinigung läßt sich dadurch erreichen, daß das Reinigungsmedium abwechselnd von entgegengesetzten Enden des Gehäuses 10 her zugeführt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Nadelregister für eine Pökelmaschine, mit einer durch das Innere eines Gehäuses (10) gebildeten Verteilerkammer (16), die mindestens einen Anschluß (14) zur Zufuhr von Pökellake aufweist, mit mehreren von der Verteilerkammer ausgehenden Nadeln (18), durch die die Pökellake in das Pökelgut injiziert wird, und mit einer Ventileinrichtung zur Steuerung der Lakezufuhr zu den Nadeln, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) durch ein Rohr gebildet wird, das an einem Ende durch eine lösbare Endkappe (12) verschlossen ist und am entgegengesetzten Ende mit einem Anschluß versehen ist, über den ein Reinigungsmedium axial durch das offene Rohrende in das Gehäuse einleitbar ist.
  2. 2. Nadelregister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der am Ende des Rohres vorgesehene Anschluß der Anschluß (14) zur Zufuhr der Pökellake ist, über den wahlweise das Reinigungsmedium zugeführt werden kann.
  3. 3. Nadelregister nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) an beiden Enden mit lösbaren Endkappen (12) versehen ist.
  4. 4. Nadelregister nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Endkappe (12) einen Anschluß (14) für die Pökellake und/oder das Reinigungsmedium aufweist.
  5. 5. Nadelregister nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) einen rechteckigen Innenquerschnitt mit abgerundeten Ecken aufweist.
  6. 6. Nadelregister nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (28, 38, 52) im Inneren der Verteilerkammer (16) untergebracht ist.






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