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Dokumentenidentifikation DE69401132T2 26.06.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0608721
Titel Filtrierungsvorrichtung mit Wechselfiltereinsatz
Anmelder Goet, Richard Claas, Amsterdam, NL
Erfinder Goet, Richard Claas, Amsterdam, NL
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69401132
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.01.1994
EP-Aktenzeichen 941004913
EP-Offenlegungsdatum 03.08.1994
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.1997
IPC-Hauptklasse B01D 29/11
IPC-Nebenklasse B01D 29/60   B01D 29/96   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Filtrierungsvorrichtung mit auswechselbaren Filtern zum Flitrieren von mit Feststoffpartikein verunreinigten Flüssigkeiten, umfassend ein röhrenförmiges Filtergehäuse aus flüssigkeitsundurchlässigem Material, das mit einer zentralen Längsbohrung versehen ist, in der Filterpatronen, die dort eingeschoben und entnommen werden können, aufgenommen werden sollen, wobei dieses Filtergehäuse eine Flüssigkeitseinlaßöffnung und eine Flüssigkeitsauslaßöffnung hat, die in der Röhrenwand des Filtergehäuses versetzt zueinander angeordnet sind, sowie auswechselbare Filterpatronen, von denen jede aus einem hohlen röhrenförmigen Filterelement besteht, das eine Filterkammer umfaßt, die an den vorderseitigen und rückseitigen Enden mit Endkappen aus flüssigkeitsundurchlässigem Material geschlossenen ist, deren Außenumfänge der Größe der zentralen Bohrung im Filtergehäuse angepaßt worden sind, wobei die eine Endkappe eine mit der Filterkammer des Filterelements in Verbindung stehende Öffnung hat, die bei richtiger Positionierung der Filterpatrone in der zentralen Bohrung des Filtergehäuses eine offene Verbindung mit der Einlaß- oder Auslaßöffnung des Filtergehäuses vorsieht, während die andere eine offene Verbindung mit der Außenwand des Filterelements vorsieht, wobei mit Dichtungen zwischen den Endkappen und der Innenwand der zentralen Bohrung sichergestellt wird, daß die Flüssigkeitsübertragung zwischen der Einlaß- und Auslaßöffnung nur durch den Filter stattfindet.

Eine derartige Filtrierungsvorrichtung ist aus der US-A-3 984 325 bekannt. In dieser bekannten Vorrichtung wird ein zylindrisches röhrenförmiges Filtergehäuse verwendet, dessen zentrale Bohrung mehrere, mindestens zwei, Filterpatronen aufzunehmen vermag. Die Flüssigkeitseinlaß- und Auslaßöffnungen sind etwa in der Mitte des Filtergehäuses vorgesehen. Jede Filterpatrone hat eine rückseitige Endkappe, die mit einer zentralen Gewindebohrung versehen ist. Die vorderseitige Endkappe, welche die Filterpatrone abdichtet, hat an ihrem vorderseitigen Ende ein verengtes schraubenglied, welches zum Aufschrauben auf die rückseitige Endkappe einer davorliegenden Filterpatrone vorgesehen ist. Dieses Schraubenglied ist hohl, wobei dieser Hohlraum an der Rückseite sich seitlich nach außen hin erstreckt. Wenn sich zwei derartige zusammengeschraubte Filterpatronen innerhalb des zylindrischen röhrenförmigen Gehäuses befinden, ergibt sich zwischen der rückseitigen Endkappe des Filterelements an der Vorderseite und der vorderseitigen Endkappe des Filterelements an der Rückseite ein ringförmiger Hohlraum, der in Verbindung mit dem Innenraum des Filterelements steht. Dieser ringförmige Hohlraum bildet zusammen mit der Innenwand der zentralen Bohrung einen ringförmigen Kanal, der bei richtiger Positionierung der Filterpatrone gerade vor einer der Einlaß- und Auslaßöffnungen liegt, während die andere dieser Öffnungen mit der Außenwand des Filterelements in Verbindung steht, so daß eine Flüssigkeitsübertragung zwischen den Einlaß- und Auslaßöffnungen durch den Filter hindurch möglich ist.

Jedefilterpatrone ist zusätzlich mit Dichtungen in der Gestalt von O-förmigen Ringen in jeder Endkappe der Filterpatrone versehen.

Mit dieser Filtervorrichtung ist es möglich, die Flüssigkeitsfiltration ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten, auch wenn ein verschmutztes Filter auszuwechseln ist. Während des Betriebes befinden sich ständig zwei Filterpatronen im Filtergehäuse, von denen die vorderseitige benutzt wird und die rückseitige in Bereitschaft steht. Wenn der Filter an der Vorderseite derart verunreinigt ist, daß er ausgewechselt werden muß, dann wird eine neue Filterpatrone am rückseitigen

Ende des Filtergehäuses eingeführt und auf die rückseitige der in dem Gehäuse vorhandenen Filterpatronen aufgeschraubt und danach hindurchgeschoben, wodurch der verunreinigte Filter nach vorne geschoben wird und losgeschraubt und entfernt werden kann, während die gerade dahinter liegende Filterpatrone nunmehr die Filtriertätigkeit übernommen hat.

Obwohl diese bekannte Filtrierungsvorrichtung den Vorteil besitzt, daß eine neue, reine Filterpatrone während des Betriebs einsetzbar ist, weist sie eine Anzahl von Nachteilen auf. Zum Beispiel ist sie nicht für Anwendungen geeignet, bei denen grobe Schmutzstoffe aus einer Flüssigkeit abzufiltrieren sind, wie bei Filtrationen im Verlauf von Anwendungen in Krankenhäusern, zahnärztlichen Kliniken und dergl. Eine zahnmedizinische Anwendung erfordert oftmals die Verwendung von Spülwasser, welches beispielsweise Amalgamspäne enthält, und wenn die Flüssigkeit durch die Öffnung 14 eingelassen wird, verstopfen diese Amalgamspäne, die feinen sowie die groben, rasch den Raum 46 zwischen dieser Einlaßöffnung und dem Filterelement 28 während des Gebrauchs. Im entgegengesetzten Fall, wenn der Flüssigkeitseinlaß des Spülwassers durch die Öffnung 16 stattfindet, wird der ringförmige Raum 54 rasch verstopft, so daß das eigentliche Filterelement nicht wirksam benutzt werden kann. Die Bezugszeichen beziehen sich hier auf die Figuren der US-A 3 984 325.

Ein weiterer Nachteil ist, daß während des Auswechselns eines Filters ein neuer einzuführender Filter angeschraubt werden muß, mit einer bestehenden Wahrscheinlichkeit, daß dieses Anschrauben nicht einwandfrei erfolgt, wobei die herauskommende verschmutzte Filterpatrone losgeschraubt werden muß, was voraussetzt, daß der verschmutzte Filter mit der Hand gehalten werden muß; und wenn dieses Abschrauben mit einiger Gewalt erfolgt, besteht darüberhinaus eine Wahrscheinlichkeit, daß ein Arbeitshandschuh beschädigt wird und daß, beispielsweise im Falle eines Filtrates aus Blut und Speichel, eine Infektion auftreten kann.

Es ist nunmehr die Aufgabe der Erfindung, eine Filtrierungsvorrichtung vorzusehen, in der die von der Vorrichtung gemäß der US-Patentschrift gebotenen Vorteile vollkommen beibehalten werden, mit der aber die vorstehend erwähnten Nachteile beseitigt worden sind.

Zu diesem Zweck sieht die Erfindung eine wie im Oberbegriff beschriebene Filtrierungsvorrichtung mit auswechselbaren Filtern vor, mit der Kennzeichnung, daß die Längen des Filtergehäuses und der zentralen Bohrung im wesentlichen der Länge der Filterpatronen entsprechen, und daß die Öffnung in der einen Endkappe der Filterpatrone eine im wesentlichen ring förmige seitliche Öffnung in der sie umgebenden Wand ist, wobei die lichte Weite der ringförmigen Öffnung im wesentlichen dem Durchmesser der Einlaßöffnung im Filtergehäuse entspricht.

Die erfindungsgemäße Filtrierungsvorrichtung ist von besonders einfacher Bauweise bezüglich der Ausführung des Filtergehäuses sowie auch der damit zu verwendenden Filterpatronen. Die Verwendung einer Endkappe mit einer im wesentlichen ringformigen, den Umfang umlaufenden Öffnung (im wesentlichen, weil natürlicherweise ein Paar Querverbindungen benötigt werden) bietet einen großen Vorteil, indem anstelle des ringförmigen Kanals 54 gemäß dem US-Patent ein ringförmiger offener Raum vorhanden ist, in dem die Wahrscheinlichkeit eines Verstopfens durch Amalgam im wesentlichen ausgeschlossen ist. Das Auswechseln einer gebrauchten Filterpatrone gegen eine neue findet auf eine sehr einfache Weise statt, indem eine neue Filterpatrone eingelegt und danach in das Filtergehäuse hindurchgeschoben wird, wodurch die alte Filterpatrone herausgeschoben wird und aus dem Filtergehäuse in einen geeigneten Speicher o.ä. fällt. Hiermit wird die Wahrscheinlichkeit eines zwischen dem Chirurgen oder Zahnarzt oder anderem ärztlichen Personal und der verschmutzten Filterpatrone entstehenden Kontaktes vollkommen ausgeschlossen.

Die erfindungsgemäße Filtrierungsvorrichtung kann in der Weise wirkungsvoll ausgeführt werden, daß die Flüssigkeitseinlaßöffnung des Filtergehäuses sich in der Nähe des Einschubendes der zentralen Bohrung befindet, und daß die Flüssigkeitsauslaßöffnung ihr diametral gegenüberliegend zum mittleren Teil der zentralen Bohrung hin versetzt ist, und daß jede Filterpatrone an ihrem vorderseitigen Ende bzw. Einschubende eine abdichtende Endkappe und an ihrem rückseitigen Ende bzw. Entnahmeende die Endkappe mit der ringförmigen Öffnung aufweist. Vorzugsweise ist die Anordnung senkrecht, d.h. das Filtergehäuse steht aufrecht und neue Filterpatronen werden oben eingeführt und unten herausgeschoben.

Erfindungsgemäß wird eine geeignete Abdichtung erzielt, da bei eingesetzten Filterpatronen abdichtende O-förmige Ringe sich nahe dem Entnahmeende und nahe dem Einschubende der zentralen Bohrung zwischen den jeweiligen Endkappen der Filterpatrone und der Innenwand der zentralen Bohrung befinden, und ein dritter O-förmiger Ring sich in der Höhe der hinteren Endkappe zwischen der ringförmigen Öffnung dieser Endkappe und dem Flüssigkeitsauslaß der zentralen Bohrung befindet. Hierbei sind vorzugsweise die O-förmigen Ringe in Nuten in der Innenwand der zentralen Bohrung im Filtergehäuse eingelegt. Dies ergibt einen großen Vorteil, indem tatsächlich nur drei O-förmige Ringe benötigt werden und nicht - wie bei der Vorrichtung gemäß dem US-Patent - vier Ringe, die darüberhinaus ausgewechselt werden müssen, weil sie sich an den Filterpatronen und nicht an der eigentlichen zentralen Bohrung befinden.

Zwecks leichter Positionierung wird es weiterhin vorgezogen, daß die Endkappe an der Vorderseite bzw. Einschubseite jeder Filterpatrone eine konvexe Vorderfläche hat, und daß die Endkappe an der Rückseite eine entsprechende konkave Oberfläche hat.

Ferner kann die Ausführungsform derart sein, daß die Filterpatrone ein Rückschlagventil zwischen der unteren Kante der ringförmigen Öffnung und dem Ende des hohlen Innenraums des sich daran anschließenden Filterelements hat. Dies ist besonders wichtig, wenn das Filtergehäuse nicht senkrecht, sondern waagrecht angeordnet ist, in welchem Fall während eines plötzlichen Absperrens des Filtervorgangs eine Rückströmung auftreten kann.

Es ist weiterhin möglich, die Vorrichtung mit einem Druckdifferenzanzeiger geeigneter Art auszustatten, der bei Überschreitung eines festgelegten Grenzwertes des Druckunterschiedes zwischen dem Flüssigkeitseinlaß und dem Flüssigkeitsauslaß ein Signal oder eine Anzeige liefert, daß ein im Gebrauch befindlicher Filter verstopft wird, und daß eine neue Filterpatrone eingesetzt werden muß.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Gezeigt wird in:

Figur 1 eine Seitenansicht im Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausführungsform eines Filtergehäuses mit einer darin eingesetzten Filterpatrone;

Figur 2 eine Seitenansicht einer Filterpatrone, die in das darunter angedeutete Filtergehäuse einzuführen ist; und

Figur 3 eine Seitenansicht im Querschnitt des Filtergehäuses mit Filterpatrone während des Betriebs, mit einer darunter herausgeschobenen Filterpatrone.

Fur einander entsprechende Bauteile sind in den Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet worden.

In der dargestellten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Filtrierungsvorrichtung ein senkrecht positioniertes, röhrenförmiges Filtergehäuse auf, welches ein kurzes Röhrensegment aus geeignetem flüssigkeitsundurchlässigen Material, beispielsweise rostfreier Stahl, Aluminium oder Kunststoff, umfaßt und dessen Röhrenwand 1 eine zentrale Bohrung aufweist, die eine Aufnahmekammer 2 für die einzusetzenden Filterpatronen hat. Diese Aufnahmekammer ist an beiden Enden 3 und 4 offen und bildet einen langgestreckten Kanal, bei dem eine Filterpatrone an der Oberseite 3 eingesetzt werden kann und an der Unterseite 4 herausgeschoben werden kann. Im Prinzip kann das röhrenförmige Filtergehäuse jeglichen Querschnitt aufweisen, jedoch ist er vorzugsweise kreisförmig. Die Aufnahmekammer 2 ist innen, nahe an ihren beiden offenen Enden 3 und 4 mit O-förmigen Ringen 5 versehen, während sich ein O-förmiger Ring 6 mehr zur Mitte hin befindet. Eine Flüssigkeitseinlaßöffnung 7 ist in der Röhrenwand 1 des Filtergehäuses nahe am oberen Ende 3 der Aufnahmekammer vorgesehen, während eine Flüssigkeitsauslaßöffnung 8 sich unter und diametral gegenüber dem Einlaß 7 befindet. Flüssigkeitsleitungen sind an den Flüssigkeitseinlaß 7 und den Flüssigkeitsauslaß 8 mittels eines mit einem Gewinde versehenen Einlaßes 9 am Einlaß bzw. eines mit einem Gewinde versehenen Auslaßes 10 am Auslaß anschließbar. Wie ersichtlich, befindet sich der O- förmige Ring 5 zwischen beiden O-Ringen an einer Stelle, die zwischen dem Flüssigkeitseinlaß 7 und dem Flüssigkeitsauslaß 8 liegt.

Eine Filterpatrone zur Verwendung mit dieser Filtrierungsvorrichtung umfaßt ein hohles, röhrenförmiges Filterelement 11, dessen Filterwand mit einem Gazesieb o.ä. verstärkt worden ist, und dessen Filtermaterial eine Filterkammer 12 umschließt, die von einer oberen Endkappe 13 und einer unteren Endkappe 14 abgedichtet wird. Die Umfangsgrößen dieser Endkappen sind an den Innendurchmesser der Aufnahmekammer angepaßt, so daß eine Filterpatrone durch die obere Öffnung 3 passend in die Filterkammer 2 eingeschoben werden kann. Die Endkappen 13 und 14 sind aus geeignetem flüssigkeitsundurchlasssigen Material gefertigt, und die untere Endkappe 14 bildet eine Abdichtung für die Filterkammer 12.

Eine im wesentlichen ringförmige, seitliche Öffnung 16 ist in der Umfangsfläche der oberen Endkappe 13 vorgesehen, die länger als die untere Endkappe ausgebildet ist. Diese ringförmige Öffnung 16 umgibt den Innenraum in der oberen Endkappe, wodurch eine vorderseitige Kammer 15 gebildet wird, die mit der Filterkammer 12 des Filterelements 11 in Verbindung steht. Einige Querglieder 17 werden benötigt, um zu gewährleisten, daß die Festigkeit der oberen Endkappe 13 erhalten bleibt.

Die Einlaßöffnungen 7 und 8 für die zu filtrierende Flüssigkeit befinden sich an Stellen in der Röhrenwand des Filtergehäuses, so daß wenn eine Filterpatrone mit der Endkappe 14 nach unten in die Öffnung 3 des Filtergehäuses eingeführt wird bis die untere Endkappe an der unteren Kante des Filtergehäuses liegt, die ringförmige Öffnung 16 der oberen Endkappe 13 mit dem Flüssigkeitseinlaß 7 ausgerichtet ist und deshalb mit diesem in Verbindung steht, während das Filterelement 11 in offener Verbindung mit dem Auslaß 8 steht.

Die vorstehend beschriebene Vorrichtung funktioniert folgendermaßen. Vor der Filtration von verunreinigter Flüssigkeit, beispielsweise von Amalgam enthaltendem Spülwasser bei einer zahnärztlichen Behandlung, wird eine Filterpatrone mit ihrer Endkappe 14 nach unten durch die Öffnung 3 des Filtergehäuses in die Aufnahmekammer 2 des Filtergehäuses geschoben. Wenn die Filterpatrone an ihre Stelle gebracht worden ist, dann befindet sich die vorderseitige Kammer 15 in der die ringförmige Öffnung 16 aufweisenden oberen Endkappe 13 in Verbindung mit dem Einlaß 7 des Filtergehäuses. Wie ersichtlich, befindet sich der eigentliche Filter in Verbindung mit dem Auslaß 8. Die verschiedenen Dichtungen in Gestalt von O-förmigen Ringen 5 und 6 stellen sicher, daß Flüssigkeit, die durch 7 eintritt, nach dem Passieren des Filters nur durch 8 austreten kann. Zuführ- und Austragleitungen (nicht dargestellt) sind über Schraubkupplungen mit dem Einlaß und dem Auslaß verbunden. Nachfolgend kann durch Pumpen von Flüssigkeit durch 7 bis 8 mittels einer Pumpe filtriert werden, wobei diese Flüssigkeit in der Filterkammer 12 filtriert und die filtrierte Flüssigkeit aus 8 in die Austragleitung ausgetragen wird. Zu gegebener Zeit oder nachdem auf die eine oder andere Weise, zum Beispiel anhand eines (nicht dargestellten) Druckdifferenzanzeigers, eine zu große Druckdifferenz zwischen dem Flüssigkeitseinlaß und dem Flüssigkeitsauslaß anzeigt, daß der in Betrieb befindliche Filter derart verstopft wird, daß er nicht mehr einwandfrei funktioniert, wird eine neue Filterpatrone von oben eingeführt (Fig. 2). Der gebrauchte Filter wird mit Hilfe dieses neuen Filters hindurchgeschoben, so daß er (der gebrauchte Filter) an der Unterseite durch 4 herausfällt und in einem geeigneten Behälter aufgefangen werden kann. Dann befindet sich der neue Filter an der Stelle des alten, und er kann die vorgesehene Filtriertätigkeit fortsetzen.

Zum Erleichtern des Auswechselns des Filters ist die untere Endkappe 14 der Filterpatrone mit einer konvexen Stirnfläche 18 versehen, während die rückseitige Fläche 19 der oberen Endkappe in Anpassung daran konkav ausgebildet ist. Die konvexe Fläche 18 bildet ein geeignetes Hilfsmittel für das Einsetzen einer neuen Filterpatrone auf eine gebrauchte, wobei diese Fläche als "Sucher" wirkt.

Die Filterpatronen können zusätzlich mit einem Rückschlagventil 20 versehen werden, das mit einer Ventilkante 21 zusammenwirkt, welche die vorderseitige Kammer 15 gegenüber der Filterkammer 12 abgrenzt. Im allgemeinen wird dieses Rückschlagventil bei der senkrechten Anordnung, wie sie in der Ausführungsform gezeigt ist, nicht benötigt; falls jedoch mit einem waagrechten Filtergehäuse gearbeitet werden sollte, wäre eine derartiges Rückschlagventil sehr wirksam zum Verhindern einer Rückströmung von verunreinigter Flüssigkeit. Das Rückschlagventil ist von weiterem Nutzen falls die gebrauchten Patronen in liegender Stellung gehalten werden, da auch eine Wahrscheinlichkeit bestehen würde, daß die abgefilterten Verunreinigungen aus der Filterkammer 12 austreten können.

Mit einer Filtrationsvorrichtung wie die vorstehend beschriebene wird ein großer Vorteil erzielt, wonach eine Filtration gefahrlos und hygienisch durchgeführt werden kann, wobei die gebrauchten Filterpatronen leicht und schnell ausgewechselt werden können und ein jeglicher Kontakt zwischen der Hand und den gebrauchten und somit verunreinigten Filterpatronen vollkommen vermieden wird, da diese gebrauchten Filterpatronen, nachdem sie herausgeschoben worden sind, normalerweise in einem geeigneten Speicher eingesammelt werden können.

Obwohl die vorstehend erwähnte Erfindung mittels eines Beispiels einer praktischen Ausführungsform beschrieben worden ist, ist es verständlich, daß zahlreiche Varianten und Abänderungen möglich sind, ohne daß diese von dem in den Ansprüchen definierten Gegenstand abweichen. Zum Beispiel ist es möglich, das Filtergehäuse mit einem Druckdifferenzanzeiger zu versehen, der die Druckdifferenz zwischen dem Flüssigkeitseinlaß und dem Flüssigkeitsauslaß mißt. Wenn der Druckunterschied zu groß wird, dann zeigt dies an, daß der in Betrieb befindliche Filter beginnt verstopft zu werden, und daß er ersetzt werden muß. Dies kann zum Beispiel durch das Aufleuchten einer Glühbirne oder durch eine Farbänderung angezeigt werden.

Weiterhin ist es möglich, die O-förmige Ringisolierung (5 und 6) durch andere geeignete Mittel zu ersetzen oder diese O- förmigen Ringe an den Außenwänden der Endkappen der Filterpatronen anstatt in der Aufnahmekammer 2 des Filtergehäuses anzubringen.

Die erfindungsgemäße Filtrierungsvorrichtung eignet sich für zahlreiche Anwendungen, insbesondere diejenigen, bei denen eine zuverlässige und besonders hygienische Filtration erforderlich ist. Eine eventuelle Infektionsgefahr wird verringert, besonders bei medizinischen und zahnmedizinischen Anwendungen.

Die Wahl der Filtermaterialien bestimmt das Anwendungsgebiet mit. Die Filtration von feinem Amalgam aus Spülwasser ist als ein Beispiel einer zahnmedizinischen Anwendung angegeben worden. Andere Anwendungsgebiete dürften aus dem Vorstehenden ersichtlich sein.


Anspruch[de]

1. Filtrierungsvorrichtung mit auswechselbaren Filtern zum Filtrieren von mit Feststoff-Partikeln verunreinigten Flüssigkeiten, umfassend ein röhrenförmiges Filtergehäuse (1) aus flüssigkeitsundurchlässigem Material, das mit einer zentralen Längsbohrung versehen ist, in der Filterpatronen, die dort eingeschoben und entnommen werden können, aufgenommen werden sollen, wobei dieses Filtergehäuse eine Flüssigkeitseinlaßöffnung (7) und eine Flüssigkeitsauslaßöffnung (8) hat, die in der Röhrenwand des Filtergehäuses versetzt zuem ander angeordnet sind, sowie auswechselbare Filterpatronen, von denen jede aus einem hohlen, röhrenförmigen Filterelement (11) besteht, das eine Filterkammer (12) umfaßt, die an der Vorder- und Rückseite mit Endkappen (13,14) aus flüssigkeitsundurchlässigem Material abgedichtet sind, deren Außenumfang der Größe der zentralen Bohrung im Filtergehäuse angepaßt wurde, wobei die eine Endkappe eine mit der Filterkammer des Filterelements verbundene Öffnung hat, die, wenn die Filterpatrone in der zentralen Bohrung des Filtergehäuses richtig positioniert ist, eine offene Verbindung mit der Einlaß- oder Auslaßöffnung des Filtergehäuses bildet, während die andere eine offene Verbindung mit der Außenwand des Filterelements hat, wobei mit Dichtungen (5,6) zwischen den Endkappen und der Innenwand der zentralen Bohrung sichergestellt wird, daß ein Flüssigkeitsaustausch zwischen der Einlaß- und Auslaßöffnung nur durch den Filter stattfindet,

dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Filtergehäuses (1) und der zentralen Bohrung im wesentlichen der Länge der Filterpatronen entspricht, und daß die Öffnung in der einen Endkappe (13) der Filterpatrone eine im wesentlichen ringförmige seitliche Öffnung (16) in der sie umgebenden Wand ist, wobei die lichte Weite der ringförmigen Öffnung (16) im wesentlichen dem Durchmesser der Einlaßöffnung (7) im Filtergehäuse entspricht.

2. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Flüssigkeitseinlaßöffnung (7) des Filtergehäuses in der Nähe des Einschubendes der zentralen Bohrung befindet und sich ihr gegenüber die Flüssigkeitsauslaßöffnung (8), zum Mittelteil der zentralen Bohrung hin versetzt, befindet und jede Filterpatrone an ihrer Vorderseite beziehungsweise am Einschubende eine Dichtungsendkappe (14) und an seiner Rückseite (13), beziehungsweise am Entnahmeende, die Endkappe mit der ringförmigen Öffnung hat.

3. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß abdichtende O-Ringe jeweils nahe dem Entnahmeende und dem Einschubende der zentralen Bohrung zwischen den jeweiligen Endkappen der Filterpatronen und der Innenwand der zentralen Bohrung angeordnet sind, wenn die Filterpatrone eingeführt ist, und daß ein dritter O-Ring in Höhe der hinteren Endkappe zwischen der ringförmigen Öffnung dieser Endkappe und dem Flüssigkeitsauslaß der zentralen Bohrung angeordnet ist.

4. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß O-Ringe in Nuten in der Innenwand der zentralen Bohrung im Filtergehäuse eingelegt werden.

5. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Endkappe an der Vorderseite (14) beziehungsweise der Einschubseite jeder Filterpatrone eine konvexe Vorderfläche und die Endkappe an der Rückseite (13) eine entsprechende konkave Oberfläche hat.

6. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterpatrone ein sich nur in eine Richtung öffnendes Ventil (20) zwischen dem unteren Ende der ringförmigen Öffnung der hinteren Endkappe (13) und dem damit verbundenen Ende des hohlen Innenraums (16) des Filterelements hat.

7. Filtrierungsvorrichtung gemäß Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtergehäuse mit einer Druckdifferenzanzeige ausgestattet ist, die ein Signal oder Zeichen auslöst, wenn der Druckunterschied zwischen dem Flüssigkeitseinlaß und dem Flüssigkeitsauslaß einen festgelegten Grenzwert überschreitet.







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