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Dokumentenidentifikation DE19601479A1 24.07.1997
Titel Transportcontainer
Anmelder Egon Pracht GmbH, 45891 Gelsenkirchen, DE
Erfinder Pracht, Egon, 45891 Gelsenkirchen, DE;
Küppers, Klaus, 45894 Gelsenkirchen, DE
Vertreter Karnthaler-Schmidt, S., Dipl.-Min., Pat.-Anw., 45133 Essen
DE-Anmeldedatum 17.01.1996
DE-Aktenzeichen 19601479
Offenlegungstag 24.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.1997
IPC-Hauptklasse B65D 90/14
IPC-Nebenklasse B65D 88/12   B65D 90/24   C05F 9/02   
IPC additional class // B65D 90/62,88/10  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Transportcontainer, insbesondere für den Frischkomposttransport, mit einem Containerboden, Containerquerseiten und Containerlängsseiten sowie mit einer nach oben offenen Ladeöffnung.

Es ist bekannt, Transportcontainer für den Abtransport von Frischkompost einzusetzen. Üblicherweise läuft dieser Vorgang wie folgt ab:

Frischkompost wird von den Haushalten in braunen Tonnen gesammelt. Diese werden turnusgemäß von Müllfahrzeugen entleert. Die Müllfahrzeuge fahren den Frischkompost zu einem Zwischenlager; dort wird der Frischkompost entweder auf den nackten Boden oder auf eine Betonunterlage abgekippt. Frischkompost ist naß und leicht. Er wiegt 0,6 t pro cbm. Die Flüssigkeit aus dem Frischkompost läuft nun auf den Boden und versickert dort oder aber wird über den Betonbelag in die normale Oberwasserführung geleitet. Auf dem Zwischenlager stehen Container zur Aufnahme des Kompostes bereit. Sie wurden mittels Lkw transportiert und auf dem Zwischenlager abgestellt. Der Kompost kann nicht direkt in die Container gefüllt werden, da die Containeröffnung dafür zu klein ist. Ist genügend Frischkompost angesammelt (der Kompost wird zumeist 2 und 10 Tage gesammelt), so wird der Kompost in die bereitgestellten Container mittels Hubschaufel umgeladen. Die gefüllten Container werden dann mittels Radladern auf die für den Abtransport gerufenen Lkw geladen. Zumeist werden 3 Container auf einen Lastwagen aufgesetzt, wobei das Fassungsvermögen des einzelnen Containers ungefähr 6 cbm beträgt. Der so beladene Lastwagen fährt die gefüllten Container zur Biokompostieranlage. Dort werden die Container mittels Abkippen entleert. Nachteilig bei dieser Konzeption ist:

  • - Der Kompost kann nicht direkt vom Müllfahrzeug in die Container geladen, sondern muß zwischengelagert werden. Dies führt dazu, daß das Wasser des Frischkompostes direkt in die Bodenversickerung oder in das Oberwasser gelangt, und zwar ungeklärt und somit die Umwelt stark belastet. Nachteilig ist ebenfalls, daß ein weiterer Ladevorgang notwendig wird, nämlich, wenn der Kompost vom Boden des Zwischenlagers in die Transportcontainer geladen werden muß.
  • - Die Container müssen mittels Radladern vom Lastwagen gehievt werden und wenn sie beladen sind, muß dieser Vorgang erneut erfolgen. Die Bereitstellung von Radladern aber ist teuer.
  • - Es können nur relativ kleine Container verwendet werden. Das hat seinen Grund darin, daß das Dach der Biokompostieranlage relativ niedrig ist, so daß beim Entleeren der Container durch Abkippen eine bestimmte Kipphöhe nicht überschritten werden darf. Größere Container mit mehr Fassungsvermögen aber haben auch eine große Kipphöhe und können nicht mehr an der Biokompostieranlage entladen werden. Kleine Container bedingen aber, daß auch nur relativ kleine Mengen Kompost befördert werden können. Der Lade- und Entladeaufwand steigt. Die Straßenbelastung nimmt zu, da mehr Lkw unterwegs sein müssen.


Es sind Absetzcontainer mit Schubentladung bekannt. Die Schubvorrichtung z. B. gemäß GM 7814780 schiebt den Müll von der Stirnseite aus nach hinten aus dem Container ab. Die Beladeöffnung der Container ist hinten. Der Container wird rückwärtig beladen und entladen. Diese Form des Containers eignet sich nicht für den Frischkomposttransport, da eine Beladung des Containers von oben nicht möglich ist.

Es sind Container mit Schubentladung bekannt, die von oben beladen werden können. Der oben offene Container ist Teil eines festen Aufbaues und kann nicht vom Lkw abgesetzt werden. Lkw mit festen Transportcontainer aber eignen sich nicht für den Frischkomposttransport, da der Lkw, wenn der Kompost auf dem Zwischenlager gesammelt wird, die ganze Zeit mit auf dem Zwischenlager verbleiben muß und somit für eine weitere Transporttätigkeit ausfällt.

Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, einen Transportcontainer zu schaffen, der es ermöglicht, ökonomisch große Mengen Ladegut, z. B. Frischkompost, zu laden, zu transportieren und abzuladen.

Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß am Container eine Verriegelungsvorrichtung und eine ausziehbare Absetzvorrichtung angeordnet ist.

Mit der Verriegelungsvorrichtung ist sichergestellt, daß der absetzbare Container während seines Transportes auf dem Auflieger eine feste Verbindung zum Auflieger hat. Die absetzbare Vorrichtung ermöglicht das Absetzen des Containers, so daß der anliefernde Lkw nach dem Absetzen des Containers für weitere Transporttätigkeiten zur Verfügung steht. Die erfindungsgemäße Absetzvorrichtung erlaubt es, daß der Container ohne Hilfsmittel, z. B. Radlader, am Ort des Geschehens, hier am Zwischenlager für Frischkompost, abgesetzt werden kann. Die große Ladeöffnung des Containers ermöglicht ein direktes Abkippen des Frischkompostes vom Müllfahrzeug in den bereitstehenden erfindungsgemäßen Transportcontainer. Aufgrund der im Container eingesetzten Schubentladevorrichtung ist es möglich, auch Großcontainer einzusetzen. So können pro Transportweg große Mengen Kompost entsorgt werden. Die Straßenbelastung wird reduziert. Das Wasser des Kompostes wird in der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgefangen und einer ordnungsgemäßen Kläranlage zugeführt. Die Umwelt wird somit geschont.

Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 5 und 6, ist die ausziehbare Absetzvorrichtung so gelagert und fixiert, daß die feste Verbindung zum Containerboden sichergestellt ist und sich gute Hebeverhältnisse für die ausziehbare Absetzvorrichtung ergeben.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 7-13 ist die ausziehbare Absetzvorrichtung ein Gehäuse, in welches ein Ausziehteil angeordnet ist. Das Ausziehteil ist parallel zur Längsachse des Gehäuses ausziehbar und kann sowohl mechanisch, hydraulisch, pleumatisch oder elektrisch ausgefahren werden. Das Ausziehteil kann bis zu 40-50 cm aus dem Gehäuse ausgezogen werden. Das Ausziehteil ist somit stabil gelagert und aufgrund seiner Ausfahrbarkeit ist sichergestellt, daß die absetzbare Vorrichtung genügend Abstand zur Containerwand ermöglicht, um so individuell auf verschiedene Ladevorgänge eingehen zu können.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 14-21 ist an dem Ausziehteil eine Teleskopstütze direkt angebracht. Die Teleskopstütze ermöglicht, den Container nach oben und in Richtung Boden zu verfahren. So kann der Container vom Auflieger durch Anheben gelöst werden und nachdem der Auflieger fortgefahren wurde, kann dann der Container mit den zur Absetzvorrichtung gehörenden Teleskopstützen abgesetzt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 22 und 23 ist der Containerboden angeschrägt. Dies hat den Vorteil, daß die Bodenauflagefläche reduziert ist. Gerade bei strengen Wintermonaten bedeutet dies, daß die Gefahr, daß das Ladegut einfriert und aus diesem Grunde nicht entladen werden kann, erheblich reduziert wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 24-31 ist im mittleren Bereich des Containers eine Auffangwanne vorgesehen. Die Auffangwanne ist mit einem Lochblech abgedeckt. So ist es möglich, daß der aus dem Müllfahrzeug abgeladene Kompost von seinem Wasser getrennt wird und der erhebliche Preßwasseranteil des Kompostes durch das Lochblech in die Auffangwanne läuft. So wird ermöglicht, mehr Kompost zu laden, denn ohne von Wasser aufgeweicht zu sein, kann der Kompost durch erneute Zuladung verpreßt werden. Es kann mehr Kompost in den Container abgeschüttet werden. Durch die Trennung Kompost/Wasser wird zusätzlich verhindert, daß der Kompost mit dem Wasser zu reagieren beginnt und es zu einer erheblichen Geruchsbelästigung kommt.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 32 und 33 ist die Auffangwanne mit einem Befüllstutzen und einem Ablaßhahn ausgestattet. Das abgetrennte Wasser kann mittels des Ablaßhahnes ordnungsgemäß entsorgt werden, indem es direkt der Kläranlage zugeführt und dort abgelassen werden kann. Mittels des Befüllstutzens kann Wasser in die Auffangwanne eingespült, so daß die Auffangwanne gereinigt werden kann, wobei das so entstandene Schmutzwasser über den Ablaßhahn abgelassen werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 34-42 weist der erfindungsgemäße Transportcontainer vor und hinter der Auffangwanne eine Aussparung auf. In die Aussparung sind Trägerprofile eingesetzt, so daß ein sicherer Stand des Containers gewährleistet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 42-45 verläuft parallel zum Containerboden ein Zusatzboden. In den dadurch entstehenden Zwischenraum ist eine Heizvorrichtung angeordnet. Der zusätzliche Boden wirkt isolierend und schützt das Containergut vor einem möglichen Durchfrieren im Winter. Eine in den Zwischenraum der Böden gesetzte Heizung verhindert zu 100% auch bei ganz kalten Tagen ein Durchfrieren der Ladung.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 46-51 ist an einer Längsseite des Containers eine zusätzliche Klappe vorgesehen. Diese Zusatzklappe überbrückt beim Entladen des Müllfahrzeuges in den Container den Abstand zwischen Rampe und Container. So kann verhindert werden, daß Kompostgut in diesen Zwischenraum fällt und den Boden verunreinigt. Die Zusatzklappe ist schwenkbar, so daß auf Zwischenraumschwankungen zwischen Containerwand und Laderampe reagiert werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den nachfolgenden Zeichenfiguren dargestellt, und zwar zeigt:

Fig. 1 einen Schnitt längs der Linie A-A aus Fig. 2,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Transportcontainer in Teilschnitt,

Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie B-B aus Fig. 2,

Fig. 4 einen Teilschnitt längs der Linie C-C aus Fig. 2,

Fig. 5 einen Teilschnitt der erfindungsgemäßen Absetzvorrichtung mit ausgezogenem Ausziehteil,

Fig. 6 einen Teilschnitt der erfindungsgemäßen Absetzvorrichtung mit ausgefahrener Teleskopstütze,

Fig. 7 einen vertikalen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Transportcontainer während eines Beladevorganges,

Fig. 8 einen vertikalen Teilschnitt durch den erfindungsgemäßen Transportcontainer mit Zusatzklappe.

Der erfindungsgemäße Container 1 weist Längsseiten 2, Querseiten 11 und einen Boden 3 auf. Das Containermaterial besteht aus Stahl. Die Maße des Containers sind 8 × 2,50 × 3 (L × B × H).

Der Containerboden 3 ist zu seinen Längsseiten 2 hin nach oben angeschrägt (ca. 10 Grad). Im mittleren Bereich des Containerbodens 3 ist eine rechteckige Auffangwanne 13 eingeschweißt (sh. Fig. 1 und 2). Der Boden der Auffangwanne 13 verläuft nicht über den gesamten mittleren Bereich des Containers, sondern endet ca. 1,50 m-1,70 m vor den Containerquerseiten 11. Die Auffangwanne hat Querseiten 28 und Längsseiten 25, die eine Höhe von ca. 15-25 cm aufweisen. Die Auffangwanne hat ein Fassungsvermögen von ca. 1-1,5 cbm. Die Öffnung der Auffangwanne 13 bedeckt ein Lochblech 14.

Im vorderen Bereich der Auffangwanne 13 ist ein Befüllstutzen 21 angeordnet. An der anderen Seite der Auffangwanne 13 zur Rückwand 19 des Containers 1 hin ist ein Ablaßhahn 22 vorgesehen. Vorzugsweise ist sowohl der Befüllstutzen 21 als auch der Ablaßhahn 22 im Boden der Auffangwanne 13 angeordnet.

Parallel zum Containerboden 3 verläuft ein Zusatzboden 4, wobei der Abstand zwischen Containerboden 3 und Zusatzboden 4 der Höhe der Auffangbeckenseiten 28, 25 entspricht. Zwischen Containerboden 3 und Zusatzboden 4 ist eine Heizvorrichtung 15 im Bereich der Auffangwanne 13 angeordnet.

Im Bereich zwischen den Querseiten 28 der Auffangwanne 13 und den Querseiten 11 des Containers 1 ergibt sich eine Aussparung 26. Die Aussparung 26 wird noch oben begrenzt durch eine horizontale Abdeckung 29 und vertikalen Seitenwänden 30. Die vertikalen Wände 30 können als Trägerprofile ausgebildet sein. Auf den Trägerprofilen 30 kann der Container 1 abgesetzt werden. Die Aussparung 26 ist zu den Querseiten 11 des Containers 1 offen. Die Abdeckung 29 ist eine Außenwand des Containers und verläuft in einem Abstand von 15-25 cm parallel zum Erdboden. Die Abdeckung 29 verläuft auf gleicher Höhe wie das Lochblech 14 und stellt sozusagen das Verbindungsstück zwischen der Auffangwanne und dem Ende des Containers, also den Querseiten 11, her.

In den Eckbereichen des Containers 1 an den Längsseiten 2 ist eine ausziehbare Absetzvorrichtung 5 fest am Containerboden 3 fixiert. Die ausziehbare Absetzvorrichtung 5 besteht aus einem langgestreckten Gehäuse 6, in dem ein Ausziehteil 7 ausziehbar gelagert ist. Die Länge des Gehäuses 6 beträgt ca. 1 m. Das Gehäuse 6 verläuft parallel zu den Querseiten 11. In allen 4 Eckbereichen des Containers 1 sind ausziehbare Absetzvorrichtungen 5 vorgesehen. Der Abstand zwischen der ausziehbaren Vorrichtung 5 und den zunächstliegenden Querseiten 11 beträgt 1 m bis 1,50 m.

Das Ausziehteil 7 ist mechanisch aus dem Gehäuse 6 ausziehbar und entspricht in seiner Länge im wesentlichen der Länge des Gehäuses 6. Das Ausziehteil 7 weist einen zur Längsseite 2 des Containers gerichteten vorderen Bereich 12a auf. Ein hinterer Bereich 12b des Ausziehteils 7 zeigt in Richtung Containermitte. Der Maximalauszug des Ausziehteils 7 beträgt ca. 40 bis 50 cm. Am vorderen Bereich 12 a des Ausziehteils 7 ist eine Teleskopstütze 8 angeordnet. Die Teleskopstütze 8 liegt dicht an der Containerwand 2 an und ist parallel zu dieser angeordnet. Der Endbereich der Stütze 8 ragt über die Containerwand in Richtung Erdboden hinaus. An der Stütze 8 befinden sich angeschweißte Griffe 17. Die Teleskopstütze 8 ist im nicht ausgefahrenen Zustand ca. 1,40 m bis 1,60 m lang. Im ausgefahrenen Zustand kann sie eine Länge bis ca. 2,50 m erreichen. Am Ende der Teleskopstütze 8 ist eine Kugelpfannenlagerung 16 angebracht, die sich in einen Stützteller 9 zentrisch einpassen läßt (sh. Fig. 4, 5 und 6).

Es ist ebenfalls möglich, das starre Ausziehteil 7 pleumatisch, hydraulisch oder elektrisch aus der ausziehbaren Absetzvorrichtung 5 auszufahren.

An einer Längsseite 2 des Containers 1, und zwar über die gesamte Länge dieser Seite, ist eine Zusatzklappe 18 parallel zur Containerseite 2 an ihrer Außenseite angeordnet. Die Zusatzklappe 18 weist vorzugsweise eine Breite von 60 cm auf und kann über eine Gasfeder im Bereich von ca. 90 bis 140 Grad hochgeschwenkt werden (sh. Fig. 7 und 8).

Die Rückwand 19 des Containers 1 ist als Pendelklappe oder Flügeltür ausgeführt.

Der Container 1 kann über eine bekannte Ver- bzw. Entriegelungsvorrichtung 23 mit einem Auflieger fest verbunden bzw. von ihm gelöst werden.

Als Entladevorrichtung 24 ist im Container 1 vorzugsweise eine Schubschildkonstruktion angeordnet, z. B. gemäß GM 7814780.

Der Transportvorgang läuft wie folgt ab: Der Auflieger fährt mit fest verriegeltem Container zu seinem Zielort, z. B. einem Zwischenlager für Frischkompost und fährt dort vor die Laderampe. Der Container wird vom Auflieger entriegelt; an den Griffen 17 der Teleskopstütze 8 wird nun das Ausziehteil 7 aus seinem Gehäuse 6 herausgezogen, und zwar ca. 20 bis 40 cm. Der hintere Teil 12b des Ausziehteils 7 verbleibt im Gehäuse 6 der ausziehbaren Absetzvorrichtung 5. Der im Gehäuse 6 verbleibende Teil der Ausziehvorrichtung 7 ist zwischen 50 bis 80 cm lang. Im ausgefahrenen Zustand stakt das Ausziehteil 7 mit seinen außen angeordneten eingefahrenen Teleskopstützen 8 parallel zum Erdboden an allen 4 Eckbereichen des Containers seitlich vom Container weg. Nun wird die Teleskopstütze 8 in Richtung Boden ausgefahren, und zwar bis sie fast Bodenberührung hat. Nun wird der Ausziehvorgang der Stütze 8 unterbrochen und unter die Kugelpfannenlagerung 16 der Stützteller 9 gelegt. Nun wird die Stütze 8 weiter, und zwar bis zum Boden, ausgefahren. Nun wird die Teleskopstütze 8 weiter ausgefahren und und der Container fährt hoch. Der Container wird so lange hochgefahren, bis er eine ausreichende Höhe gewonnen hat und der Abstand zum Auflieger ausreichend hoch ist, daß der Auflieger unter dem Container 1 wegfahren kann. Dies sind zumeist 10 bis 15 cm. Ist dies erfolgt, werden die Stützen 8 vollständig zusammengefahren, d. h. der Container steht mit seinen Trägerprofilen 30 auf dem Erdboden vor der Rampe 20. Müllfahrzeuge können nun direkt den geladenen Frischkompost in den Container 1 entladen. Hierzu wird die Zusatzklappe 18 hochgeschwenkt, so daß der Spalt zwischen Containerseite 2 und Rampe 20 überdeckt ist. Das Müllfahrzeug fährt auf die Rampe und kann seine Ladung direkt in den bereitstehenden Container entleeren.

Bei Frostwetter wird die Heizvorrichtung 15 benutzt. Vorzugsweise erfolgt die Beheizung über Auspuffgase. Ist der Container voll, dies kann durchaus einige Tage dauern, so wird der Auflieger zum Abtransport des Containers gerufen.

Der Abtransport des Containers läuft wie folgt ab: Der Auflieger fährt vor den Container. Die Teleskopstützen 8 des Containers werden ausgefahren, und zwar so lange, bis der Auflieger unter dem Container hindurchfahren kann. Dann wird die Teleskopstütze 8 zusammenfahren gelassen, und zwar so lange, bis der Container auf dem Auflieger aufliegt. Nun werden die Stützteller 9 abgenommen. Dann wird mittels der Griffe 17 an der Stütze 8 das Ausfahrteil 7 in das Gehäuse 6 der ausziehbaren Absetzvorrichtung 5 hineingeschoben. Dann wird der Container fest mit dem Auflieger verbunden bzw. verriegelt.

Nun fährt der Auflieger zur Biokompostieranlage und fährt dort an die Rampe. Der Container 1 wird durch Ausschieben des geladenen Kompostes entleert. Der Wasseranteil des Kompostes ist durch die Löcher des Lochbleches 14 in die Auffangwanne 13 des Containers 1 gelaufen und hat sich dort gesammelt. Nach Entladen des Containers wird über den Ablaßhahn 22 das von dem Kompost abgetrennte Preßwasser direkt in die Kläranlage der Biokompostieranlage entsorgt. Über den Befüllstutzen 21 kann Wasser in die Auffangwanne 13 eingelassen und dieselbe ausgespült werden. Das Ablassen des Spülwassers erfolgt über den Ablaßhahn 22.

Bezugszeichenliste

1 Container

2 Längsseiten des Containers

3 Containerboden

4 Zusatzboden (ungelocht)

5 ausziehbare Absetzvorrichtung

6 Gehäuse der ausziehbaren Vorrichtung

7 Ausziehteil z. B. Ausziehkörper

8 Teleskopstütze

9 Stützteller

10 Räder

11 Querseite des Containers

12a hinterer Bereich des Ausziehteiles

12b vorderer Bereich des Ausziehteiles

13 Auffangwanne

14 Lochblech

15 Heizvorrichtung

16 Kugelpfannenlagerung

17 Griff

18 Zusatzklappe

19 Rückwand

20 Rampe

21 Befüllstutzen

22 Ablaßhahn

23 Verriegelungsvorrichtung

24 Schubentladevorrichtung

25 Längsseiten der Auffangwanne

26 Aussparung

28 Querseiten der Auffangwanne

29 Abdeckung der Aussparung

30 Seitenwände der Aussparung, Trägerprofil


Anspruch[de]
  1. 1. Transportcontainer, insbesondere für den Frischkomposttransport mit einem Containerboden, Containerquerseiten und Containerlängsseiten sowie mit einer nach oben offenen Ladeöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß am Container (1) eine Verriegelungsvorrichtung (23) und eine ausziehbare Absetzvorrichtung (5) angeordnet ist.
  2. 2. Transportcontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Container (1) eine Schubentladevorrichtung (24) aufweist.
  3. 3. Transportcontainer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Container (1) ein Großcontainer ist.
  4. 4. Transportcontainer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Container (1) ein Fassungsvermögen von 38 cbm hat.
  5. 5. Transportcontainer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ausziehbare Absetzvorrichtung (5) in den Eckbereichen des Containers (1) parallel zu den Querseiten (11) fest am Containerboden (3) fixiert ist.
  6. 6. Transportcontainer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der ausziehbaren Absetzvorrichtung (5) und den zunächstliegenden Querseiten (11) ca. 1-1,5 m beträgt.
  7. 7. Transportcontainer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ausziehbare Absetzvorrichtung (5) ein langgestrecktes Gehäuse (6) und ein im Gehäuse (6) befindliches Ausziehteil (7) aufweist.
  8. 8. Transportcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Gehäuses (6) ca. 1 m beträgt.
  9. 9. Transportcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil (7) parallel zur Längsachse des Gehäuses (6) mechanisch ausziehbar ist.
  10. 10. Transportcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil (7) hydraulisch, pleumatisch oder elektrisch ausfahrbar ist.
  11. 11. Transportcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil (7) die Länge des Gehäuses (6) nicht überschreitet.
  12. 12. Transportcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale Auszug des Ausziehteils (7) nicht größer als die Länge des Gehäuses (6) ist.
  13. 13. Transportcontainer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Auszug von Teil (7) 40-50 cm beträgt.
  14. 14. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil (7) einen zur Längsseite des Containers gerichteten vorderen Bereich (12a) und einen zur Containermitte gerichteten hinteren Bereich (12b) aufweist.
  15. 15. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Bereich (12a) des Ausziehteils (7) eine ausfahrbare Teleskopstütze (8) angebracht ist.
  16. 16. Transportcontainer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopstütze (8) im nicht ausgefahrenen Zustand ca. 1,40 m-1,60 m lang ist.
  17. 17. Transportcontainer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopstütze (8) im ausgefahrenen Zustand ca. 2,50 m lang ist.
  18. 18. Transportcontainer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß am zum Boden gerichteten Teil der Teleskopstütze (8) eine Kugelpfannenlagerung (16) angebracht ist, an die ein Stützteller (9) montierbar ist.
  19. 19. Transportcontainer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopstütze (8) dicht an der Containerwand (2) und parallel zu dieser angeordnet ist, wobei nur der Endbereich der Stütze (8) über die Containerwand in Richtung Erdboden hinausragt.
  20. 20. Transportcontainer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß an der Teleskopstütze (8) Griffe (17) angeordnet sind.
  21. 21. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die absetzbare Vorrichtung (5) den Container (1) nach oben und in Richtung Boden verfährt.
  22. 22. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Containerboden (3) zu den Längsseiten (2) angeschrägt ist.
  23. 23. Transportcontainer nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Containerboden (3) 10 Grad angeschrägt ist.
  24. 24. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im mittleren Bereich des Containerbodens (3) eine Auffangwanne (13) eingeschweißt ist.
  25. 25. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Auffangwanne (13) nicht über den gesamten mittleren Bereich des Containers (1) läuft, sondern im Abstand zu den Querseiten (11) des Containers aufhört.
  26. 26. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Auffangwanne (13) horizontal verläuft.
  27. 27. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangwanne (13) Querseiten (28) und Längsseiten (25) aufweist.
  28. 28. Transportcontainer nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten (28, 25) eine Höhe von ca. 15-25 cm aufweisen.
  29. 29. Transportcontainer nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Enden der Auffangwanne (13) - den Querseiten (28) - und den Containerquerseiten (11) ca. 1,50-1,70 m beträgt.
  30. 30. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Seiten (28, 25) der Auffangwanne (13) ein Lochblech (14) aufliegt.
  31. 31. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangwanne (13) ein Fassungsvermögen von ca. 1-1,5 cbm aufweist.
  32. 32. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Bereich der Auffangwanne (13) ein Befüllstutzen (21) angeordnet ist.
  33. 33. Transportcontainer nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Bereich der Auffangwanne (13) ein Ablaßhahn (22) angeordnet ist.
  34. 34. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Querseiten (28) der Auffangwanne (13) und den Querseiten (11) des Containers (1) eine Aussparung (26) vorgesehen ist.
  35. 35. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (26) nach oben durch eine Abdeckung (29) und seitlich durch vertikale Wände (30) begrenzt ist.
  36. 36. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (29) auf der Höhe des Lochblechs (14) angeordnet ist und horizontal verläuft.
  37. 37. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Wände (30) die selbe Höhe aufweisen wie die Wände (28, 25) der Auffangwanne (13).
  38. 38. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (26) zu den Querseiten (11) des Containers (1) offen ist.
  39. 39. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (29) eine Außenwand des Containers (1) ist.
  40. 40. Transportcontainer nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Abdeckung (29) zum Erdboden ca. 15-25 cm beträgt.
  41. 41. Transportcontainer nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Wände (30) Trägerprofile sind.
  42. 42. Transportcontainer nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß der Container (1) auf den Trägerprofilen (30) absetzbar ist.
  43. 43. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Containerboden (3) ein Zusatzboden (4) verläuft.
  44. 44. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Containerboden (3) und Zusatzboden (4) genauso groß ist wie die Höhe der Seiten (28, 25) der Auffangwanne (13).
  45. 45. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Containerboden (3) und Zusatzboden (4) im Bereich der Auffangwanne (13) eine Heizvorrichtung (15) angeordnet ist.
  46. 46. Transportcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite einer Längsseite (2) des Containers (1) eine Zusatzklappe (18) angeordnet ist.
  47. 47. Transportcontainer nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzklappe (18) über die gesamte Länge der Längsseite (2) verläuft.
  48. 48. Transportcontainer nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzklappe (18) parallel zur Längsseite (2) verläuft.
  49. 49. Transportcontainer nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Zusatzklappe (18) ca. 60 cm beträgt.
  50. 50. Transportcontainer nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzklappe (18) über eine Gasfeder schwenkbar ist.
  51. 51. Transportcontainer nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzklappe (18) im Bereich zwischen 90-140 Grad schwenkbar ist.






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