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Dokumentenidentifikation DE19611622C1 24.07.1997
Titel Drehmomentbegrenzungskupplung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Kämpf, Klaus, Dipl.-Ing., 53797 Lohmar, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 25.03.1996
DE-Aktenzeichen 19611622
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.1997
IPC-Hauptklasse F16D 7/08
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Drehmomentbegrenzungskupplung, insbesondere für die Verwendung zum Antrieb oder in Antrieben von Landmaschinen. Sie umfaßt ein erstes Kupplungsteil 1 und ein zweites Kupplungsteil 14 sowie einen Schaltring 19, der durch eine Feder 28 beaufschlagt ist. Zur Drehmomentübertragung zwischen dem ersten Kupplungsteil 1 und dem zweiten Kupplungsteil 14 dienen Kugeln 30, die in Durchbrüchen 6 des ersten Kupplungsteiles 1 axial verstellbar sind. Die Durchbrüche 6 sind gleichmäßig umfangsverteilt um die Drehachse 2 angeordnet. Ihnen liegen in der Drehmomentübertragungsposition Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 im zweiten Kupplungsteil 14 gegenüber, in welche die Kugeln 30 durch den Schaltring 19 in Eingriff gehalten werden. Bei Drehmomentüberschreitung weichen die Kugeln 30 aus den Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 aus. Dabei wird der Schaltring 19 zunächst gegen die Kraft der ihn beaufschlagenden Feder 28 verschoben. Um zu erreichen, daß die Kupplung in nur einer bestimmten Zuordnung vom ersten Kupplungsteil 1 und zweiten Kupplungsteil 14 überführt wird, ist eine Steuerkugel 31 vorgesehen, die mit einer ersten Steuerausnehmung 21 des zweiten Kupplungsteiles 14 zusammenarbeitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Drehmomentbegrenzungskupplung, insbesondere für die Verwendung zum Antrieb von oder in Antrieben von Landmaschinen mit einem ersten Kupplungsteil mit parallel zu einer Drehachse verlaufenden und dazu auf einem Rollkreis gleichmäßig verteilt angeordneten Durchbrüchen, mit einem zweiten Kupplungsteil, das zum ersten Kupplungsteil um die Drehachse relativ drehbar und axial fest angeordnet und in seiner dem ersten Austrittsende der Durchbrüche gegenüberliegenden Stirnfläche mit Drehmomentübertragungsausnehmungen versehen ist, welche der Anordnung der Durchbrüche entsprechend angeordnet sind, mit einem Schaltring, der relativ zum ersten Kupplungsteil um die Drehachse drehbar angeordnet ist und in seiner dem zweiten Austrittsende der Durchbrüche gegenüberliegenden Stirnfläche mit Freischaltausnehmungen versehen ist, welche hinsichtlich der Anordnung auf dem Rollkreis und hinsichtlich ihrer Verteilung der der Durchbrüche entsprechend angebracht sind, jedoch in Drehmomentübertragungsposition zu den Durchbrüchen in Umfangsrichtung verlagert gehalten sind, mit der Drehmomentübertragung dienenden Kugeln, welche in den Durchbrüchen axial verstellbar aufgenommen sind und in Drehmomentübertragungsposition in die Drehmomentübertragungsausnehmungen und in der Freischaltposition in die Freischaltausnehmungen eintauchen, und mit einer axial auf den Schaltring einwirkenden Feder, die diesen gegen Verstellung von den Durchbrüchen weg stützt.

In der DE 31 51 485 C1 ist eine solche Drehmomentbegrenzungskupplung beschrieben. Es sind zur Sicherung der beiden Kupplungsteile zueinander in der Drehmomentübertragungsposition mehrere auf dem Umfang des ersten Kupplungsteil angeordnete Sicherungsstifte vorgesehen, die in Achsrichtung federbeaufschlagt sind und in Ausnehmungen des Schaltringes eingreifen, so daß dieser seine Position gegenüber dem ersten Kupplungsteil nicht verändern kann. Die beiden Kupplungsteile können jedoch zueinander nach Eintreten des Überlastungsfalles in eine Drehmomentübertragungsposition zueinander gelangen, die von der ursprünglichen abweicht. Eine solche Abweichung kann jedoch bei manchen Anwendungsfällen von Nachteil sein, insbesondere bei Verwendung in Landmaschinen, bei denen verschiedene Abschnitte der Maschine, d. h. unterschiedliche Funktionen der Maschine, so aufeinander abgestimmt sind, daß immer eine synchrone Bewegung erfolgen soll.

In der DE 25 26 212 A1 ist eine Drehmomentbegrenzungskupplung beschrieben, die Kugeln zur Drehmomentübertragung umfaßt, die in einem Käfig, der zwischen ebenen Flächen zweier Kupplungsteile, von denen eines das treibende und das andere das getriebene darstellt, angeordnet sind. Dabei sind die Flächen, der beiden Kupplungsteile, die dem Käfig gegenüberliegen, mit entsprechend den im Käfig gehaltenen Kugeln umfangsverteilten Ausnehmungen versehen. In diese greifen die Kugeln zur Drehmomentübertragung ein, wenn sich die Kupplung in der eingeschalteten Position befindet. Eine Feder beaufschlagt das axial verstellbare Kupplungsteil. Bei Überschreitung des durch die Feder begrenzten Drehmomentes wird das verstellbare Kupplungsteil gegen die Kraft der Feder bewegt, so daß die Kugeln aus den Ausnehmungen austreten können und in andere Ausnehmungen des angetriebenen Kupplungsteiles eintreten können. Die Kupplungsteile werden nach Eintritt des Überlastfalles durch Stützkugeln gestützt, die auf einem kleineren Radius als die ersten Kugeln angeordnet sind. Diese greifen im eingeschalteten Zustand in Ausnehmungen der beiden Kupplungsteile ein. Die Ausnehmungen für die Stützkugeln sind so verteilt angeordnet, daß sie und die Kugeln gleichzeitig in die zu ihnen gehörenden Ausnehmungen in Eingriff sind. Für die Wiedereinschaltung der Kupplung muß der Käfig durch ein Werkzeug wissentlich drehverstellt werden, damit die Position aufgefunden wird, in der die Stützkugeln und die weiteren Kugeln in ihre zugehörigen Ausnehmungen einrasten können. Da drei umfangsverteilt angeordnete Stützkugeln vorgesehen sind, wobei eine gleiche Teilung vorgesehen ist, können die Stützkugeln und auch die für die Drehmomentübertragung vorgesehenen drei Kugeln alle jeweils nach einem Drehwinkel von 120° der Kupplungsteile zueinander einrasten.

Die DE 37 27 484 A1 beschreibt eine Verbesserung der aus der vorbehandelten DE 25 26 212 A1 hervorgehenden Drehmomentbegrenzungskupplung derart, daß Anschläge vorgesehen sind, welche das Wiedereinschalten der Kupplung erleichtern sollen.

Die GB 21 33 093 A beschreibt eine Drehmomentbegrenzungskupplung, bei der ebenfalls Kugeln zur Drehmomentübertragung benutzt werden, welche in gegenüberliegenden Ausnehmungen der beiden Kupplungsteile eingreifen und bei axialer Verstellung eines Kupplungsteiles gegen die Kraft einer Feder austreten. Es sind drei gleichmäßig auf dem Umfang verteilte Kugeln und Ausnehmungen vorgesehen, so daß ein Einrasten der Kugeln in drei verschiedenen Umfangsstellungen der beiden Kupplungsteile zueinander möglich ist. Die auf einem kleineren Rotationsdurchmesser angeordneten weiteren Kugeln bleiben ständig in Eingriff zu dem zweiten Kupplungsteil und einem Antriebselement, erlauben jedoch eine Axialverstellung dieser beiden zueinander. Sie dienen als Ersatz für eine Verzahnung.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Drehmomentbegrenzungskupplung, die eine Wiedereinschaltung nur in einer bestimmten Position der Kupplungsteile zueinander zuläßt, das heißt, ein 360°-Weg zurückgelegt werden muß, um die Kupplungsteile wieder in die Drehmomentübertragungsposition zu überführen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das erste Kupplungsteil einen axial verlaufenden Steuerdurchbruch aufweist, der auf einem vom Rollkreis im Durchmesser abweichenden Steuerkreis zur Drehachse angeordnet ist, und daß in der den Austrittsenden des Steuerdurchbruchs gegenüberliegenden Stirnfläche von erstem Kupplungsteil und Schaltring jeweils eine erste und zweite Steuerausnehmung vorhanden sind, wobei die zweite Steuerausnehmung dem Schaltring zugeordnet ist und entsprechend den Freischaltausnehmungen in der Drehmomentübertragungsposition umfangsversetzt ist und eine Steuerkugel im Steuerdurchbruch zum Eingriff entweder in die erste oder in die zweite Steuerausnehmung parallel zur Drehachse verstellbar aufgenommen ist.

Von Vorteil bei einer solchen Ausbildung ist, daß die Kupplung immer wieder in der einmal vorgegebenen Zuordnung der beiden Kupplungsteile zueinander in die Drehmomentübertragungsposition überführt wird, so daß bei der Verwendung in Maschinen, bei denen Funktionsabschnitte in einem bestimmten Wirkzusammenhang zueinander betrieben werden müssen, die richtige Zuordnungsposition und damit die synchrone Funktionsweise gewährleistet ist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Steuerkreis einen kleineren Durchmesser aufweist als der Rollkreis.

Die Anordnung auf einem kleineren Durchmesser ist möglich, weil die Steuerkugel selbst nicht an der Drehmomentübertragung beteiligt zu werden braucht. Damit kann der vorgegebene Durchmesser der Kupplung für die Anordnung der der Drehmomentübertragung dienenden Kugeln voll genutzt werden. Das bedeutet, daß diese auf einem möglichst großen Durchmesser angeordnet werden können und damit bei gleicher Belastung ein höheres Drehmoment übertragen wird als mit einer Ausbildung, bei der Kugeln auf einem kleineren Rollkreis angeordnet wären.

Um zu erreichen, daß die Steuerkugel selbst nicht an der Drehmomentübertragung beteiligt ist, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Steuerkugel bei ansonsten gleichen Abmessungen der Drehmomentübertragungsausnehmungen und der ersten Steuerausnehmung sowie der Freischaltausnehmungen und der zweiten Steuerausnehmung bzw. ferner der Durchbrüche und des Steuerdurchbruches einen kleineren Durchmesser aufweist als die Kugeln.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Drehmomentbegrenzungskupplung in der Drehmomentübertragungsposition, wobei der Längsschnitt entsprechend der Schnittlinie I-I gemäß Fig. 2 verläuft,

Fig. 2 einen Schnitt II-II gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Schnittlinie III-III gemäß Fig. 2, wobei sich die Drehmomentübertragungskupplung in der Freischaltposition befindet.

Zunächst wird der Aufbau der erfindungsgemäßen Drehmomentbegrenzungskupplung anhand der Fig. 1 bis 3 und anschließend die Drehmomentübertragungsposition anhand der Fig. 1 und die Freischaltposition anhand der Fig. 3 näher erläutert.

Das erste Kupplungsteil 1 ist um die Drehachse 2 drehbar. Es besitzt eine Bohrung 3, die beispielsweise eine Vielkeilverzahnung aufweisen kann und zum Anschluß an ein treibendes Bauteil dient. Das erste Kupplungsteil 1 umfaßt einen rohrförmigen Nabenabschnitt 4 und im mittleren Bereich desselben einen radial auswärts gerichteten Flanschabschnitt 5. Der Flanschabschnitt 5 hat in Richtung der Drehachse 2 eine bestimmte Dicke. In diesem sind auf dem Rollkreis 7 gleichmäßig verteilt Durchbrüche 6 in Form von zylindrischen Bohrungen angeordnet, deren Bohrungsachsen sich parallel zur Drehachse 2 erstrecken. Die Durchbrüche 6 sind zu beiden Stirnflächen des Flanschabschnittes 5 des ersten Kupplungsteiles 1 offen. Das erste Austrittsende der Durchbrüche 6 ist mit 8 und deren zweites Austrittsende mit 9 bezeichnet.

Ferner weist das erste Kupplungsteil 1 einen Steuerdurchbruch 10 auf, der auf einem im Verhältnis zum Rollkreis 7 im Durchmesser verkleinerten Steuerkreis 11 angeordnet ist. Darüber hinaus ist dieser auf der halben Teilung zwischen zwei Durchbrüchen 6 angeordnet, wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist. Ferner besitzt das erste Kupplungsteil 1 im Flanschabschnitt 5 drei umfangsverteilt angeordnete Aufnahmebohrungen 12 kleineren Durchmessers im Bereich der zweiten Austrittsenden 9 und größeren Durchmessers im Bereich der ersten Austrittsenden 8. Diese Aufnahmebohrungen 12 sind ebenfalls jeweils zwischen zwei in Umfangsrichtung aufeinander folgenden Durchbrüchen 6 angeordnet. Auf dem vor dem ersten Austrittsende 8 angeordneten Abschnitt des Nabenabschnittes 4 ist ein Wälzlager 13 angeordnet, mit dessen Hilfe das zweite Kupplungsteil 14 auf dem ersten Kupplungsteil 1 drehbar gelagert ist. Dem zweiten Kupplungsteil 14 ist ein Anschlußzapfen 15 zugeordnet, der zum drehfesten Anschluß, beispielsweise eines getriebenen Bauteiles, dient. Das zweite Kupplungsteil 14 ist scheibenförmig gestaltet und weist in seiner zu den ersten Austrittsenden 8 hinweisenden Stirnfläche Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 auf, die der Form einer Kugelkappe angepaßt sind. Wie aus Fig. 2 zu entnehmen, sind insgesamt sechs Durchbrüche 6 vorgesehen. Entsprechend weist das zweite Kupplungsteil 14 sechs Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 auf. Diese sind auf dem gleichen Rollkreis 7 angeordnet wie die Durchbrüche 6 und sind entsprechend den Durchbrüchen 6 gleichmäßig auf dem Umfang um die Drehachse 2 angeordnet. Zwischen jeweils zwei Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 verlaufen erste Laufrillen 17. Die Laufrillen 17 haben Kreisbogenform. Des weiteren weist das zweite Kupplungsteil 14 korrespondierend zum Steuerdurchbruch 10 eine erste Steuerausnehmung 21 auf, die entsprechend den Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 gestaltet ist. Ferner ist eine zweite Laufrille 18 vorgesehen, die praktisch einen nur durch die erste Steuerausnehmung 21 unterbrochenen Kreisring darstellt, der auf den Steuerkreis 11 zentriert ist.

Auf der den Austrittsenden 9 der Durchbrüche 6 zugehörigen Seite des Flanschabschnittes 5 ist ein Schaltring 19 relativ drehbar zum ersten Kupplungsteil 1 angeordnet. Der drehbare Schaltring 19 wird von Schenkelfedern 33 (die aber auch entsprechend der in DE 31 51 485 C1 beschriebenen Weise angeordnet sein können und die dort beschriebene Wirkung entfalten) beaufschlagt, die dazu dienen, den Schaltring 19 in einer bestimmten Drehstellung um die Drehachse 2 im Verhältnis zum ersten Kupplungsteil 1 bzw. dessen Durchbrüchen 6 zu halten bzw. zu dieser Stellung hin zu beaufschlagen. Der Schaltring 19 besitzt auf dem Rollkreis 7angeordnete und umfangsverteilt in seiner Stirnfläche, die den Austrittsenden 9 gegenüberliegt, angebrachte Freischaltausnehmungen 20. Da insgesamt sechs Durchbrüche 6 vorgesehen sind, sind auch entsprechend sechs Freischaltausnehmungen 20 vorgesehen. Zwischen jeweils zwei Freischaltausnehmungen 20 befindet sich eine erste ringförmige Laufbahn 24. Ferner ist eine zweite Steuerausnehmung 22 vorgesehen, die auf dem Rollkreis 11 angeordnet ist und sich in Umfangsrichtung zwischen zwei Freischaltausnehmungen 20 befindet. Des weiteren besitzt der Schaltring 19 entsprechend der Anordnung der Aufnahmebohrung 12 Sicherungsausnehmungen 26, in welchen in den Aufnahmebohrungen 12 angeordnete und federbelastete Sicherungsstifte 23 eingreifen können. Bei Eingriff dienen diese dazu, den Schaltring 19 im Verhältnis zum ersten Kupplungsteil 1 hinsichtlich seiner Drehstellung zu sichern. Ferner ist der Schaltring 19 über Wälzkörper an einem Lagerring 27 abgestützt. Der Lagerring 27 selbst liegt gegen eine in Richtung der Drehachse 2 wirksame Tellerfeder 28 an, deren anderes Ende sich gegen ein Stützelement 29 abstützt, das auf dem Nabenabschnitt 4 des ersten Kupplungsteiles 1 gehalten ist. In den Durchbrüchen 6 sind Kugeln 30, die der Drehmomentübertragung dienen, parallel in Richtung Drehachse 2 verstellbar aufgenommen. In dem Steuerdurchbruch 10 ist eine Steuerkugel 31 in einer Richtung parallel zur Drehachse 2 verstellbar gehalten. Ferner ist eine Abdeckung 32 vorgesehen, die die Bauteile überdeckt, so daß eine abgeschlossene Baueinheit erzielt wird. Die Steuerkugel 31 ist im Durchmesser geringfügig kleiner bemessen als die drehmomentübertragenden Kugeln 30, so daß diese an einer Drehmomentübertragung nicht beteiligt ist. Sie dient lediglich dazu, dann, wenn die übereinstimmende Lage erzielt wird, ein Einrasten der Kugeln 30 in die Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 zuzulassen, wobei dann die beiden Kupplungsteile 1 und 14 sich in der vorgesehenen Drehposition zueinander befinden.

Nachfolgend wird die Drehmomentübertragungsposition anhand der Fig. 1 beschrieben. In dieser befinden sich die Kugeln 30 in den Durchbrüchen 6 nach links in Richtung auf das zweite Kupplungsteil 14 hin verschoben, so daß sie in die Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 eingreifen. Die Kugeln stützen sich ferner auf der anderen Seite gegen die erste Laufbahn 24 des Schaltringes 19 ab, da dessen Freischaltausnehmungen 20 aufgrund der in Umfangsrichtung um die Drehachse 2 wirksamen Schenkelfedern 33 in einer umfangsverstellten Position zu den Durchbrüchen 6 gehalten werden. Dies gilt auch für die Steuerkugel 31. Diese ist in Eingriff zu der ersten Steuerausnehmung 21 im zweiten Kupplungsteil 14. Sie ragt ebenfalls geringfügig über die Stirnfläche, zu der die zweiten Austrittsenden 9 hin angeordnet sind, hinaus und wälzt an der zweiten Laufbahn 25 des Schaltringes 19 ab. Des weiteren ist erkennbar, daß der Sicherungsstift 23 sich in Eingriff zur Sicherungsausnehmung 26 befindet. Das erste Kupplungsteil 1 stellt das treibende Bauteil dar. Ist beispielsweise in einer Maschine eine Verstopfung eingetreten, so daß das zweite Kupplungsteil 14 im Verhältnis zum ersten Kupplungsteil 1 in Drehrichtung zurückgehalten wird, so steigen die Kugeln 30 und die Steuerkugel 31 in den Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 bzw. der ersten Steuerausnehmung 21 auf und wälzen dabei ab, so daß der Schaltring 19 entgegen der Kraft der Feder 28 nach rechts in Richtung auf das Stützelement 29 verschoben wird. Die Kugeln 30 gelangen dann, wie aus Fig. 3 ersichtlich, auf die ersten Laufrillen 17 und die Steuerkugel 31 auf die zweiten Laufrillen 18 des zweiten Kupplungsteiles 14. Da sich das erste Kupplungsteil 1 im Verhältnis zum zweiten Kupplungsteil 14 weiterdreht, folgt aufgrund des Kontaktes des Schaltringes 19 zu den Kugeln 30 bzw. der Steuerkugel 31 eine Umfangsverstellung des Schaltringes 19 im Verhältnis zum ersten Kupplungsteil 1 in Drehrichtung um die Drehachse 2 entgegen der Kraft der den Schaltring beaufschlagenden Schenkelfedern 33 bis die im Schaltring 19 vorhandenen Freischaltausnehmungen 20 und die zweite Steuerausnehmungen 22 in Übereinstimmung zu den Durchbrüchen 6 und Kugeln 30 bzw. dem Steuerdurchbruch 10 und der Steuerkugel 31 gelangen und diese entsprechend in die Freischaltausnehmungen 20 eintauchen können, so daß der Schaltring 19 wieder nach links in die Ausgangsposition, in der er nicht von der Feder 28 belastet ist, zurückgeführt wird. Das erste Kupplungsteil 1 läuft zusammen mit dem Schaltring 19 und den Kugeln 30 bzw. der Steuerkugel 31 dann leer um, d. h. die Kugeln 30 und die Steuerkugel 31 schnäbeln die ihnen zugeordneten Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 bzw. die erste Steuerausnehmung 21 nur an. Es ist eine Art Ratscheneffekt gegeben. Bei Absenkung der Drehzahldifferenz gegen Null, besteht die Möglichkeit der Wiedereinschaltung, wobei über die Steuerkugel 31 gewährleistet ist, daß das erste Kupplungsteil 1 und das zweite Kupplungsteil 14 nur in einer Drehstellung zueinander in die aus Fig. 1 ersichtliche Position überführt werden können, wenn die Steuerkugel 31 der ersten Steuerausnehmung 21 des zweiten Kupplungsteiles 14 gegenüberliegt. Die Kugeln 30 und die Steuerkugel 31 werden dann aufgrund der den Schaltring 19 beaufschlagenden Federn nach links in Eingriff zu den Drehmomentübertragungsausnehmungen 16 bzw. der ersten Steuerausnehmung 21 gedreht. Eine solche Bewegung kann nahezu kraftfrei erfolgen, weil die Feder 28 in dieser Position den Schaltring 19 nicht beaufschlagt. Eine Beaufschlagung des Schaltringes 19 bzw. die Reaktionskraft wird erst dann erzeugt, wenn ein Drehmoment zwischen den beiden Kupplungsteilen 1 und 14 ansteht.

Bezugszeichenliste

1 erstes Kupplungsteil

2 Drehachse

3 Bohrung

4 Nabenabschnitt

5 Flanschabschnitt

6 Durchbruch

7 Rollkreis

8 erstes Austrittsende

9 zweites Austrittsende

10 Steuerdurchbruch

11 Steuerkreis

12 Aufnahmebohrung

13 Wälzlager

14 zweites Kupplungsteil

15 Anschlußzapfen

16 Drehmomentübertragungsausnehmungen

17 erste Laufrillen im zweiten Kupplungsteil

18 zweite Laufrillen im zweiten Kupplungsteil

19 Schaltring

20 Freischaltausnehmungen

21 erste Steuerausnehmung

22 zweite Steuerausnehmung

23 Sicherungsstift

24 erste Laufbahn im Schaltring

25 zweite Laufbahn im Schaltring

26 Sicherungsausnehmung

27 Lagerring

28 Tellerfeder/Feder

29 Stützelement

30 Kugel

31 Steuerkugel

32 Abdeckung

33 Schenkelfedern


Anspruch[de]
  1. 1. Drehmomentbegrenzungskupplung, insbesondere für die Verwendung zum Antrieb von oder in Antrieben von Landmaschinen mit einem ersten Kupplungsteil (1) mit parallel zu einer Drehachse (2) verlaufenden und dazu auf einem Rollkreis (7) gleichmäßig verteilt angeordneten Durchbrüchen,

    mit einem zweiten Kupplungsteil (14), das zum ersten Kupplungsteil (1) um die Drehachse (2) relativ drehbar und axial fest angeordnet und in seiner dem ersten Austrittsende (8) der Durchbrüche (6) gegenüberliegenden Stirnfläche mit Drehmomentübertragungsausnehmungen (16) versehen ist, welche der Anordnung der Durchbrüche (6) entsprechend angeordnet sind,

    mit einem Schaltring (19), der relativ zum ersten Kupplungsteil (1) um die Drehachse (2) drehbar angeordnet ist und in seiner dem zweiten Austrittsende (9) der Durchbrüche (6) gegenüberliegenden Stirnfläche mit Freischaltausnehmungen (20) versehen ist, welche hinsichtlich der Anordnung auf dem Rollkreis (7) und hinsichtlich ihrer Verteilung der der Durchbrüche (6) entsprechend angebracht sind, jedoch in Drehmomentübertragungsposition zu den Durchbrüchen (6) in Umfangsrichtung verlagert gehalten sind,

    mit der Drehmomentübertragung dienenden Kugeln (30), welche in den Durchbrüchen (6) axial verstellbar aufgenommen sind und in Drehmomentübertragungsposition in die Drehmomentübertragungsausnehmungen (16) und in der Freischaltposition in die Freischaltausnehmungen (20) eintauchen,

    und mit einer axial auf den Schaltring einwirkenden Feder (28), die diesen gegen Verstellung von den Durchbrüchen (6) weg stützt, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kupplungsteil (1) einen axial verlaufenden Steuerdurchbruch (10) aufweist, der auf einem vom Rollkreis (7) im Durchmesser abweichenden Steuerkreis (11) zur Drehachse (2) angeordnet ist, und daß in der den Austrittsenden des Steuerdurchbruchs (10) gegenüberliegenden Stirnfläche von erstem Kupplungsteil (1) und Schaltring (19) jeweils eine erste bzw. zweite Steuerausnehmung (21, 22) vorhanden ist, wobei die zweite Steuerausnehmung (22) dem Schaltring (19) zugeordnet ist und entsprechend den Freischaltausnehmungen (20) in der Drehmomentübertragungsposition umfangsversetzt ist und eine Steuerkugel (31) im Steuerdurchbruch (10) zum Eingriff entweder in die erste oder in die zweite Steuerausnehmung (21, 22) parallel zur Drehachse (2) verstellbar aufgenommen ist.
  2. 2. Drehmomentbegrenzungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkreis (11) einen kleineren Durchmesser aufweist als der Rollkreis (7).
  3. 3. Drehmomentbegrenzungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkugel (31) bei ansonsten gleichen Abmessungen der Drehmomentübertragungsausnehmungen (16) und der ersten Steuerausnehmung (21) sowie der Freischaltausnehmungen (20) und der zweiten Steuerausnehmung (22) bzw. ferner der Durchbrüche (6) und des Steuerdurchbruches (10) einen kleineren Durchmesser aufweist als die Kugeln (30).






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