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Dokumentenidentifikation DE69218230T2 21.08.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0606383
Titel ENERGIESPEICHERNDE PYLONE EINER FUSSPROTHESE
Anmelder Phillips, Van Lehn, Rancho Santa Fe, Calif., US
Erfinder Phillips, Van Lehn, Rancho Santa Fe, Calif., US
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69218230
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.09.1992
EP-Aktenzeichen 929217370
WO-Anmeldetag 29.09.1992
PCT-Aktenzeichen US9208308
WO-Veröffentlichungsnummer 9306795
WO-Veröffentlichungsdatum 15.04.1993
EP-Offenlegungsdatum 20.07.1994
EP date of grant 12.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.1997
IPC-Hauptklasse A61F 2/78

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Unterschenkelprothesen im allgemeinen, und insbesondere eine Prothesenvorrichtung und eine Stütze, welche in der Lage sind, während des Gebrauchs Energie zu speichern und anschließend abzugeben. Die Stütze kann eine leichtgewichtige Konstruktion sein und kann insbesondere modifiziert und angepaßt werden, um die Bedürfnisse und speziellen Anwendungsfälle eines individuellen Trägers zu erfüllen.

Des weiteren kann die Stütze in Verbindung mit jedem aus einer breiten Auswahl prothetischer Anschlußelemente für die Anbringung an dem Träger sowie in Verbindung mit jeder aus einer breiten Auswahl von Fußprothesen, die an dem unteren Ende der Stütze angebracht oder in einem Stück damit ausgebildet wird, verwendet werden.

Nach dem Stand der Technik sind verschiedene Fuß- und Unterschenkel-Prothesenvorrichtungen bekannt. Solche Vorrichtungen enthalten im allgemeinen eine Art Befestigungselement zum Verbinden der Vorrichtung mit dem dorsalen Ende des Körperteils und zur Verlängerung auf den Boden, um eine Körperabstützung bereitzustellen. Ferner stellen diese Vorrichtungen in allgemeinen Versuche dar, die Struktur und/oder das Verhalten des menschlichen Unterschenkels oder Fußes zu simulieren.

Zu den wünschenswerten Merkmalen von Unterschenkel- und Fußprothesen gehört die Eingliederung einer Art Einrichtung zum Speichern und Abgeben von Energie während des Gebrauchs der Prothese, wie z.B. beim Unhergehen. Ein derartiges Energieverhalten ermöglicht es dem Träger, weniger Energie aufzuwenden und an Aktivitäten teilzunehmen, die dem Träger anderenfalls nicht möglich wären. Demzufolge wird der Träger weniger ermüdet und kann über längere Zeitperioden Leistung erbringen. In vielerlei Hinsicht beseitigen Prothesen, die Energie speichern und abgeben, Barrieren und Einschränkungen, welche anderenfalls die Aktivitäten des Trägers einschränken könnten. Beispiele von Prothesen, welche eine Speicherung und Abgabe von Energie zur Verfügung stellen sind in dem U.S. Patent US-A-4,547,913 für meine Erfindung "Composite Prosthetic Foot and Leg", in dem U.S. Patent US-A-4,822,363 für meine Erfindung "Modular Composite Prosthetic Foot and Leg" "prosthetic Foot" beschrieben.

Obwohl die Vorteile und Erwünschtheit der Speicherung und Abgabe von Energie in Prothesenvorrichtungen bekannt ist, stellt keine Prothesenvorrichtung nach dem Stand der Technik solche Vorteile in der relativen einfachen Konstruktion bereit, welche auf eine breite Vielfalt von Anwendungen anpaßbar ist, leicht zu fertigen und einstellbar ist, und eine extrem feinfühliges Energieverhalten zuläßt.

Das U.S. Patent US-A-2,699,544 offenbart ein künstliches Körperteil, welches ein oberes Unterschenkelelement und ein unteres Unterschenkelelement umfaßt, wobei eine Feder an dem ersten und zweiten Unterschenkelelement angreift. Das künstliche Körperteil weist auch ein Fußelement auf, das elastisch mit der Unterseite des unteren Unterschenkelelementes verbunden ist. Das obere und untere Element sind so ausgelegt, daß sie als Reaktion auf die Aufgabe einer Belastung auf das künstliche Körperteil in Bezug zueinander gleiten. Dieses U.S. Dokument wurde für die Formulierung des Oberbegriffs der beigefügten Ansprüche 1 und 25 verwendet.

Weitere Beispiele solcher Fußprothesenvorrichtungen umfassen die US-A-2,075,583 an Lange, welche eine Gummiform, verbunden in einer Betriebsbeziehung mit einem festen metallischen Kern beinhaltet, und die US-A-4,645,509 an Poggi, welche eine Fußprothese beschreibt, die einen monolithischen Kiel oder tragendes Element mit relativ massiven Proportionen enthält, das für eine Reaktion auf die Belastung durch den Körper eines Amputierten während des Gehens, Laufens, Springens und dergl. und für die Abgabe der daraus resultierenden gespeicherten Energie gedacht ist, um eine Fußanhebung und Abstoßergänzung für den natürlichen Schritt des Amputierten zu erzeugen.

Einige der Vorteile meiner in den vorgenannten Patenten offenbarten früheren Erfindungen beruhen auf der auswechselbaren leichtgewichtigen Konstruktion, welche eine wählbares Maße an Festigkeit und Flexibilität in einer gegebenen Struktur bereitstellt. Die vorliegende Erfindung soll eine ähnliche Auswechselbarkeit zulassen, während sie gleichzeitig eine zusätzliche oder alternative Steuerung und Einstellbarkeit des Verhaltens der Prothese bereitstellt. Ferner soll meine Erfindung ein gewisses Maß der Einstellbarkeits- und der Verhaltensvorteile für Träger anderweitiger herkömmlicher oder nicht Energie speichernder Prothesenvorrichtung bereitstellen.

Es ist daher eine Aufgabe meiner Erfindung eine energiespeichernde Prothesenstütze bereitzustellen, welche in eine Unterschenkelprothesenvorrichtung eingegliedert werden kann. Der vorliegenden Erfindung gemäß wird eine Stütze gemäß Definition in Anspruch 25 bereitgestellt. Obere und untere Stützelemente stehen bevorzugt in einem überlappenden Eingriff und sind gegenseitig zueinander hin und her bewegbar. Dieser gegenseitige Eingriff des oberen und unteren Stützelementes kann beispielsweise durch das Bereitstellen einer gegenseitig angepaßten, gleitend angeordneten Buchse/Arm-Konfiguration für die Stützelemente erreicht werden. Auf die Stütze aufgebrachte Kräfte bewirken die vorstehend erwähnte Hinundherbewegung der Stützelemente und die entsprechende Speicherung von Energie in dem Federelement oder Elementen.

Unter anderem unterstützt der gegenseitige Eingriff des oberen und unteren Stützelementes eine Beibehaltung der korrekten Ausrichtung der Stütze während des Gebrauchs. Erkennbar kann eine derartige Ausrichtung eine oder mehrere dynamische Komponenten umfassen; beispielsweise können die Stützelemente zusätzlich zu der energiespeichernden Kompression, welche eine der Hauptaufgaben der Stütze ist, eine Einwärtsund/oder Auswärtsdrehung der Fußspitze während des Gebrauchs zulassen, wie sie von bekannten Prothesen-Drehvorrichtungen ausgeführt wird. Mit anderen Worten: Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung läßt während des Gebrauchs durch den Träger eine gewünschtes und begrenzbares Maß an Drehung des unteren Stützenendes bezogen auf das Trägeranschlußelement zu. Ein derartige Drehung ist vorteilhaft und simuliert das Verhalten des menschlichen Knie/Fuß-Gelenks in einer Reihe von Aktivitäten, die das Verdrehen des Körpers einer Person bezogen auf ihren aufgesetzten Fuß, wie z.B. bei Golf, Tennis und dergl. beinhalten.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird auch eine Prothesenvorrichtung gemäß Definition in Anspruch 1 bereitgestellt. Die Vorrichtung enthält bevorzugt eine für die Befestigung an dem Körperteil des Trägers anpaßbares oberes Endteil und ein für Befestigung an einer Fußprothese anpaßbares unteres Endteil, wobei die vorstehend erwähnte Energiespeichereinrichtung in der Form eines oder mehrere langgestreckte Federelemente die zwei Endteile miteinander verbindet oder zwischen diesen wirkt. In der bevorzugten Ausführungsform ist die spezifische Verbindung der Federelemente mit den Enden der Stütze bevorzugt gelenkiger Natur. Ein solche gelenkige Struktur beseitigt oder reduziert stark die Spannungskonzentrationen, welche anderenfalls während der Kompression der Stütz- und Federelemente vorhanden wären. Eine nicht gelenkige Verbindung der Feder- und Stützelement könnte natürlich auch angewendet werden, ohne von den Lehren der Erfindung abzuweichen. Wenn jedoch solche Gelenkstrukturen verwendet werden, minimiert man bevorzugt die einem solchen Gelenk inhärente Reibung. Jede Reibung, welche bei dem Gelenkvorgang auftritt führt zu einer Verlustenergie, welche anderenfalls in der Energiespeichereinrichtung gespeichert und anschließend vorteilhaft für den Amputierten wieder abgegeben werden könnte. Eine bevorzugte Maßnahme zur Minimierung dieses Reibungsverlustes besteht in der Beschichtung von Kontaktflächen mit Teflon oder einem ähnlichen Material, wie es hierin diskutiert wird.

Die spezifischen Auswahlteile einer Vorrichtung für die Befestigung an dem Träger und einer Fußprothese können der Stütze dauerhaft oder demontierbar zugeordnet sein. Eine demontierbare Zuordnung ermöglicht, daß ein oder mehrere Anschlußelemente, die Stütze, und/oder die Prothesenkomponenten des Unterschenkels und des Fußes leicht durch entsprechend aufgebaute Elemente ausgetauscht werden können, um eine Größeneinstellung und/oder unterschiedliche Eigenschaften des Energieverhaltens für eine Anpassung an die Größe des Unterschenkels und Fußes des Amputierten oder die Schrittweite, das Gewicht und den Aktivitätspegel des Amputierten zu erzielen. Daher kann eine Reihe von Kombinationen der Federkonstante und Größe für den Amputierten bereitgestellt werden. Ferner werden die Herstellungs- und Bevorratungskosten gesenkt, da Prothesen passend für Amputierte mit stark unterschiedlichen Größen und Gewichten aus einem relativ kleinem Vorrat standardmäßig bemessener Komponenten zusammengebaut werden können.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die Elemente aus Laminaten, Schnittfasern und/oder anderen Materialien, die von einem einkapselnden Polymer, wie z.B. einem wärmehärtenden oder thermoplastischen Harz gebildet werden, hergestellt.

Bei der Anwendung der vorliegenden Erfindung wird, wenn eine im Kontakt erzeugte Kompressionskraft auf das untere Element aufgebracht wird, dieses bezogen auf das obere Element umgekehrt bewegt, um die Energiespeichereinrichtung in einen Energiespeicherungsmodus zu komprimieren, und dann, wenn die Kraft nachläßt, drückt die Speichereinrichtung das untere Element in seine ausgefahrene Position.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt mehrere in Kombination miteinander verwendete Federelemente bereit, um die Widerstandsfähigkeit der Prothese gegen darauf aufgegebene Belastungen zu variieren. Das Konzept mehrerer Federelemente umfaßt auch die Bereitstellung von Federelementen, die durch unterschiedliche Federkonstanten gekennzeichnet sind, was es ermöglicht, daß der Widerstand der Gesamtkombination gegen eine Auslenkung präzise auf das Gewicht, den Aktivitätspegel und andere Merkmale der individuellen Person abgestimmt wird, für welche die Stütze eingestellt wird.

Noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Prothese der vorgenannten Charakteristik, welche langgestreckte Federelement aufweist und ferner eine Begrenzungseinrichtung, wie z.B. ein elastisches Seil, für die Begrenzung der Auslenkung des einen oder der mehreren Federelemente enthält. Eine derartige Begrenzungseinrichtung stellt ein zusätzliches Mittel zur Feinanpassung des Energieverhaltens der Prothese dar.

Um der Unterschenkelprothesenvorrichtung ein kosmetisches Aussehen zu verleihen, kann nach der korrekten Anpassung des Unterschenkels zur Sicherstellung, daß er richtig ausbalanciert und korrekt bemessen ist, die Prothese in einer geeignet geformten kosmetischen Ummantelung eingekapselt werden. Die Ummantelung muß ausreichend flexibel sein, um nicht die freie Bewegung und Auslenkung des Unterschenkels zu behindern, da wegen der inhärenten federnden und spannungsabsorbierenden Eigenschaften des Unterschenkels nur eine geringe oder keine Abhängigkeit bezüglich einer unterstützenden federnden Wirkung der Ummantelung benötigt wird. Ferner sollte die Ummantelung jede gewünschte Biegung der Energiespeichereinrichtung ohne eine Beschädigung zu erleiden oder in unerwünschter Weise eine solche Biegung zu verhindern aufnehmen.

Demzufolge können Prothetiker und Träger die Flexibilität der Stütze nach ihrem Ermessen einstellen. Durch die Bereitstellung bevorzugt demontierbarer und einstellbarer Befestigungseinrichtungen, wie z.B. von Greifklammern für die Befestigung der Fußprothese an der Stütze, kann die Stütze in Standardlängen bereitgestellt werden und trotzdem leicht auf einen großen Bereich effektiver Längen angepaßt werden.

Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich, welche nur dem Zwecke der Darstellung dienen.

In den Zeichnungen ist:

Fig. 1 eine Seitenaufrißansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Prothese;

Fig. 2 eine Schnittansicht entlang einer Linie 2-2 von Fig. 1;

Fig. 3 eine rückseitige Teilaufrißansicht entlang einer Linie 3-3 von Fig. 1;

Fig. 4 eine rückseitige Teilaufrißansicht entlang einer Linie 4-4 von Fig. 1;

Fig. 5 eine Explosionsansicht einer bevorzugten Ausführungsform von Federelementen;

Fig. 6 eine Seitenaufrißansicht einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, welche die Anordnung des unteren Stützelementes innerhalb des oberen Stützelementes darstellt, und ferner die Verwendung einer Begrenzungseinrichtung in Verbindung mit dem langgestreckten Federelement darstellt;

Fig. 7 eine Seitenaufrißansicht, welche eine alternative Form des langgestreckten Federelementes darstellt;

Fig. 8 eine Seitenaufrißansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung, in welcher das obere und das untere Stützelement keinen kreisförmigen Querschnitt aufweisen;

Fig. 9 eine Schnittansicht entlang einer Linie 9-9 von Fig. 8;

Fig. 10 eine Seitenaufrißansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung, welche eine alternative Einrichtung für die Befestigung der unteren Fußprothese an der energiespeichernden Stütze darstellt;

Fig. 11 eine Schnittansicht entlang einer Linie 11-11 von Fig. 10;

Fig. 12 eine Seitenaufrißansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 13 eine Schnittansicht entlang einer Linie 13-13 von Fig. 13;

Fig. 14 eine teilweise aufgeschnittene Seitenaufrißansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 15 eine teilweise aufgeschnittene Vorderseitenaufrißansicht entlang einer Linie 15-15 von Fig. 14; und

Fig. 16 eine teilweise aufgeschnittene Vorderseitenaufrißansicht entlang einer Linie 16-16 von Fig. 14.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Fig. 1 stellt eine Unterschenkelprothese 10 dar, welche gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung konstruiert und zusammengebaut ist und eine Prothesenstütze 12 enthält. Zum Zwecke der Darstellung ist die Prothese 10 zusammen mit einer Fußprothese 14 und mit einer Befestigungseinrichtung 16 an ihrem oberen Ende zum funktionsfähigen Befestigen der Prothese 10 an einem Träger durch die Verwendung eines Anschlußelementes oder Hilfsmittels (wie es beispielsweise als das Anschlußelement 90 in Fig. 14 und 16 dargestellt ist) gezeigt.

In der bevorzugten Ausführungsform, und wie es besten in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, enthält die Stütze 12 einen ein oberes Element 18 bildenden ersten Abschnitt und einen ein unteres Element 20 bildenden zweiten Abschnitt. Gemäß Darstellung in den Zeichnungen stehen dieser erste und zweite Abschnitt bevorzugt in einem gleitfähigen und hin und her beweglichen Eingriff in der Art eines Buchsenelementes und eines Armelementes, wobei deren horizontale Betriebsausrichtung zueinander durch eine relativ enge Passung zwischen den Außenabmessungen des Elementes 18 und den Innenabmessungen des unteren Elementes 20 erhalten bleibt.

Obwohl das obere und untere Element 18 und 20 als rund und rohrförmig und koaxial zueinander ausgerichtet dargestellt und beschrieben sind, wird der Fachmann auf diesem Gebiet erkennen, daß eine große Vielfalt von Formen, Größen und Ausrichtungsstrukturen wirksam eingesetzt werden kann. Im Rahmen eines Beispiels aber nicht im Sinne einer Einschränkung können das obere und untere Element 18 und 20 Querschnitte aufweisen, welche quadratisch (siehe Fig. 11 und 12), rechteckig oder D-förmig, sind, oder diese aus einem Vollprofil statt aus einem Hohlprofil bestehen (siehe beispielsweise Element 76 von Fig. 15).

Ein zusätzliches Beispiel für die Vielfalt von Konfigurationen der Stützelemente ist die nachstehend diskutierte Fig. 6, in welcher der untere Abschnitt 20 in Inneren des oberen Abschnittes 18 angeordnet ist. In einer derartigen Ausführungsform müssen die entsprechenden oberen und unteren Abschnitte eine ausreichende Länge aufweisen, um andererseits die gewünschte unbehinderte Hinundherbewegung der Prothese gemäß nachstehender Beschreibung zu ermöglichen.

Ferner werden die Zylinder 18 und 20 bevorzugt aus Verbundmaterialien aus Fasern und Harz ähnlich den Prothesen in meinen vorstehend aufgelisteten Patenten hergestellt. Solche Fasern können beispielsweise Kohlenstoff-Graphit, Fiberglas, Kevlar oder ein ähnlich festes und leichtgewichtiges Material enthalten. Die Faser kann in laminierter oder geschnittener Form vorliegen. Diese Fasern werden bevorzugt durch eine Polymerimprägnation mit einem thermoplastischen oder wärmehärtenden Harz, wie z.B. Epoxid, Polyester, Vinylester, Polyethylen oder Polypropylen in der gewünschten Betriebskonfiguration gehalten. Es können auch weniger teuere Materialien für die Stützelemente, wie z.B. Aluminium oder extrudiertes Nylon verwendet werden, obwohl solche Materialien schwerer sind.

Zur Verbesserung des Energiespeicherungs- und Energieabgabeverhaltens der Stützanordnung 12 sind die benachbarten Oberflächen der Zylinder, wie es hierin noch ausführlicher beschrieben wird, bevorzugt mit Teflon, Silverstone, einem Teflon-artigen Gewebe oder einem ähnlichem Material beschichtet, um jeden Reibungswiderstand zwischen diesen zu minimieren.

In der bevorzugten Ausführungsform enthält die Energiespeichereinrichtung 22 langgestreckte Federelemente wie z.B. die Elemente 24 und 26, welche aus dem vorstehend beschriebenen Verbundmaterialien hergestellt werden, um die notwendige Energiespeicherung und -Abgabe bereitzustellen. Die Vorrichtung weist ein Element 24 oder 26 auf, oder kann mehrere solcher Elemente aufweisen. Wenn mehrere solcher Elemente verwendet werden, wie es in den Zeichnungen dargestellt ist, können sie beispielsweise durch die Verwendung einer Mutter/Schrauben-Kombination 28 in eine Funktionsbeziehung zueinander gebracht werden. Eine Schutzkappe 29 kann an dem Ende des Bolzens 28 vorgesehen sein.

Eine alternative Ausführungsform der langgestreckten Federelemente 24 und 26 ist in Fig. 7 mit der mehrfach krummlinigen Feder 60 dargestellt.

Mindestens eines der bevorzugten Federelemente 24 oder 26 ist betriebsmäßig mit dem oberen und unteren Stützabschnitten 18 und 20 so verbunden, wie z.B. über die Bereitstellung einer Gelenkbefestigungseinrichtung 30 und 32. Wie es am besten in Fig. 5 dargestellt ist, enthält die Befestigungseinrichtung 30 und 32 bevorzugt rohrförmige Abschlußelemente 34 und 36 an den jeweiligen oberen und unteren Ende des Federelementes 24. Die Abschlußelemente 34 und 36 werden gleitend in entsprechenden Kanälen 38 bzw. 40, Fig. 4, aufgenommen und darin durch Stellschrauben 42, Selbsthaltemuttern 44 oder dergl. festgehalten.

Die Abschlußelemente 34 und 36 sowie die Kanäle 38 und 40 sind bevorzugt mit Teflon, Silverstone oder einem ähnlichen Material beschichtet, um die Reibung zwischen diesen zu minimieren. Unter anderem reduziert die Minimierung der Reibung zwischen diesen Grenzflächen und zwischen den Kontaktflächen des oberen und unteren Stützelementes 18 und 20 (wie vorstehend beschrieben) den reibungsbedingten Energieverlust während der Hinundherbewegung der Stütze. Wegen des geringen Reibungsbetrages, welcher überwunden werden muß, kann die Prothese 10 eine Federung und Energiespeicherung, wie sie später noch ausführlicher beschrieben wird, sogar für relativ kleine Kompressionsbelastungen mit relativ niedrigen reibungsbedingten Verlusten bereitstellen.

Alternative Einrichtungen zum Befestigen der Federelemente 24 und/oder 26 an den Stützelementen 18 und 20 würden beispielsweise (nicht dargestellte) Standardgelenke umfassen. Ein Beispiel eines von vielen weiteren Alternativen für die Befestigung ist in den hierin nachstehend diskutierten Fig. 14 bis 16 dargestellt.

Andere Zwecke der bevorzugten Befestigungseinrichtung 30 und 32 umfassen in Verbindung mit dem Federelement 24 die Verhinderung und/oder Begrenzung ein Drehbewegung zwischen den Zylindern 18 bzw. 20. Bei geeigneter Auswahl von Materialien und Konfigurationen der Abschlußelemente 34 und 36 und des Federelementes 24 (wie z.B. hinsichtlich Größe, Breite, Dicke, Steifigkeit und Festigkeit der Materialien) kann jede Drehbewegung verhindert oder ein gewünschtes und bestimmbares Maß an Drehung des unteren Endes der Stütze bezogen auf die Anschlußstelle des Trägers zugelassen werden. Wie vorstehend angegeben, ist diese Drehung ähnlich der, welche durch bekannte Prothesen-Drehelemente erzielt wird. Eine solche Drehung ist vorteilhaft und simuliert das Verhalten des menschlichen Knie/Fuß-Gelenks in einer Reihe von Aktivitäten, die das Verdrehen des Körpers einer Person bezogen auf den aufgesetzten Fuß, wie z.B. bei Golf, Tennis und dergl. beinhalten.

Beispielsweise, dieses aber nicht im Sinne einer Einschränkung, würde ein breiteres oder steiferes Federelement 24 nur eine geringere Drehung als ein relativ schmaleres und/oder weicheres Federelement zulassen. Eine solche Steifigkeit des Federelementes kann beispielsweise durch die Anzahl der bei deren Herstellung verwendeten Faserlaminatschichten bestimmt werden, wenn das Federelement aus Laminaten hergestellt wird. Wenn die Feder aus anderen Materialien hergestellt wird, kann die spezifische Auswahl und/oder das Behandlungsverfahren dazu genutzt werden, das Verdrehungsverhalten des unteren und oberen Stützelementes 18 und 20 zu beeinflussen, oder das obere und untere Stützelement 18 und 20 können miteinander verkeilt werden um eine Verdrehung zu verhindern oder zu begrenzen.

Bei einem Fehlen einer gewissen Steuerung oder Begrenzung einer solchen gegenseitigen Verdrehung der Zylinder 18 und 20, könnte eine solche Verdrehung beispielsweise bewirken, daß der untere Abschnitt der Prothese (in den Zeichnungen, die Fußprothese 14) bezogen auf die Anschlußstelle des Trägers eine Fehlstellung annimmt.

Wie vorstehend angegeben, werden die Federelemente 24 und 26 sowie andere Komponenten der vorliegenden Erfindung bevorzugt durch die Eingliederung mehrerer Laminatschichten wie z.B. der Laminatschichten 58, Fig. 2, die in einen gehärteten, flexiblen Polymer eingebettet sind, ähnlich zu den in meinen vorstehend erwähnten Patenten nach dem Stand der Technik erdachten Herstellungsverfahren hergestellt. Alternative Materialien können Schnittfasern und wärmehärtende und/oder thermoplastische Harze sein. Eine derartige Herstellung der Federelemente läßt die gewünschten Eigenschaften der Energiespeicherung und -Abgabe der Feder zu, während gleichzeitig einer gewünschter Ausgleich zwischen einer ausreichenden Beständigkeit, um einer zyklischen Belastung zu widerstehen, welche auf die Feder aufgegeben werden kann, und einer Flexibilität, um Stöße der Prothese auf dem Boden oder einer anderen Oberfläche abzufedern und die sich daraus ergebende Energie zu speichern und abzugeben, erreicht wird.

Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung der Federelemente 24 und 26 der Prothese 10 besteht aus einem wärmehärtenden Spritzformvorgang einschließlich der Verwendung von Formen mit geeignet geformten und bemessen Hohlkammern. Die Hohlkammern sind für die Aufnahme der erforderlichen Anzahl von Laminatschichten und des richtigen Volumens eines Polymers so ausgelegt, daß die Unterschenkelelemente 24 und 26 jeweils einzelne Strukturen sind.

Wie vorstehend angedeutet, ist in der bevorzugten Ausführungsform der untere Anschnitt 20 bevorzugt demontierbar und einstellbar an einer Fußprothese 14 befestigt, obwohl der Fachmann auf diesem Gebiet erkennen wird, das die Stütze auch in vielfältig anderer Art verwendet werden kann, wie z.B. mit einer dauerhaft befestigten oder einer gleichzeitig und in einem Stück damit ausgeführten Fußprothese (siehe beispielsweise Fig. 12 und 13 und die Diskussion derselben hierin). Die bevorzugte Einrichtung für die Befestigung 46 enthält ein Klammerelement 48, das an dem unteren Stützelement durch Bereitstellen von Mutter/Schrauben-Kombinationen 50 mit Gewinde, Fig. 1 und 2, oder durch ähnliche Hilfsmittel (wie z.B. durch eine gleichzeitige Herstellung damit) befestigt wird. In der bevorzugten Ausführungsform kann das Klammerelement 48 betriebsmäßig an irgendeiner von einer Vielzahl von Stellen über der Länge des unteren Stützelementes 20 befestigt werden, indem einfach die Klammer positioniert und die Muttern/Schrauben-Kombinationen angezogen werden. Dieses erlaubt auch die Einstellung der Einwärts- und Auswärtsrichtung der Fußspitze und der Längsausrichtung der Fußprothese 14 bezogen auf das Anschlußelement (siehe beispielsweise das Anschlußelement 90, Fig. 14 und 16).

Eine der vielen alternativen Einrichtungen zum Einstellen Befestigen des unteren Teil der Unterschenkelprothese an der unteren Stütze ist in Fig. 11 und 13 dargestellt. Die Fußprothese 14 kann betriebsmäßig an einem gewählten Abschnitt entlang der Länge der unteren Stütze mittels einer oder mehrerer Schlauchschellen 66 gehaltert werden. Zur Zeit scheint es, das hochfeste, stark beanspruchbare, breite Klammern aus rostfreien Material verwendet werden sollten. Die Klammern sind durch Schraubenanordnungen 68 oder ähnliche Hilfsmittel einstellbar.

Die Festigkeit und das sich daraus ergebende Verhalten der Befestigung der Fußprothese 14 können durch Bereitstellung eines Harz- oder Verbundmaterialkeils 64, Fig. 10 und 11, der an der Rückseite der Fußprothese 14 ausgebildet ist, verbessert werden. Der Keil wird so ausgebildet, daß er mit der gegenüberliegenden Oberfläche der Stütze übereinstimmt und vergrößert den Kontaktbereich zwischen Fußprothese 14 und der Stütze und ergibt damit eine zusätzliche Stabilität für die Befestigung.

Nachdem der Amputierte die Vorrichtung, wie sie in Fig. 10 und 11 dargestellt ist, über eine gewisse geeignete Zeitdauer getragen hat, um die Längeneinstellung und deren Energieverhalten zu testen, kann die Fußprothese 14 dauerhaft oder halb-dauerhaft in ihrer Lage unter Verwendung bekannter Klebe und/oder Laminationsverfahren befestigt werden.

Obwohl ein Kappenelement 29, Fig. 3 und 4, als in Kontakt mit dem Klammerelement 48 stehend dargestellt ist, wird der Fachmann auf dem Gebiet erkennen, daß ein derartiger Kontakt nicht für die praktische Ausführung der Erfindung erforderlich ist. Tatsächlich und wie nachstehend beschrieben, bewirkt die Aufgabe einer Kraft auf die Stütze 12 eine Auswärtsbiegung des Federelementes 24 von den Stützelementen 18 und 12 weg, wodurch sich das Kappenelement 29 entsprechend von den Elementen 18 und 20 weg bewegt.

Eine (in Fig. 1 gestrichelt dargestellte) Ummantelung 54 kann für ein kosmetisches Aussehen vorgesehen werden. Eine solche Ummantelung kann nach einer sorgfältigen Anpassung der Prothese durch eine geeignete Kombination der Elemente 18, 20, 24 und/oder 26 sowie der Fußprothese 14 angebracht werden. Die Ummantelung sollte so ausgelegt sein, daß die gewünschte Biegung und Funktion der Prothese ohne diese zu beeinträchtigen erfüllt und zuläßt. Ein Schuh 56 oder eine andere geeignete Abdeckung kann ebenfalls in Verbindung mit der zusammengebauten Prothese getragen werden.

Wenn äußere Kräfte auf die Prothese 10, wie z.B. während des Gehens, Laufens, usw. aufgebracht werden, bewirken die Kräfte eine relative Kompression der Länge der Stützeinrichtung 12. Wie es am besten in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, gleitet der erste Stützenabschnitt 18 innerhalb des zweiten Abschnittes 20 nach unten. Gleichzeitig und wie vorstehend bereits angegeben biegen sich die Federelemente 24 und 26 für die Energiespeicherung und -Abgabe nach außen und von den Stützelementen 18 und 20 weg.

Das Maß der Kompression und der tatsächlichen Eigenschaft der Energiespeicherung und -Abgabe werden zum großen Teil von der Konstruktion und den Materialien des Elementes oder der Elemente 24 und 26 bestimmt. Vor der Aufgabe einer derartigen Kraft halten die Federelemente das untere Element 20 bezogen auf das obere Element 18 in einer ausgefahrenen Position. Wenn beispielsweise eine durch Kontakt erzeugte Kompressionskraft auf das untere Element aufgegeben wird, wird das untere Element 20 gegen das obere Element 18 bewegt, so daß die Energiespeichereinrichtung in einen Energiespeicherungsmodus komprimiert wird. Wenn die Kraft nachläßt, drückt die Speichereinrichtung das untere Element 20 in seine ausgefahrene Lage.

Gemäß Darstellung in den Zeichnungen beeinflußt das zweite Federelement 26 nicht das Verhalten der Prothese solange und bis nicht eine ausreichend große Kompressionskraft auf die Stütze aufgegeben wird. In einem solchem Falle lenkt das erste Federelement 24 bis zu einem ausreichenden Grad aus, um ein Angreifen des zweiten Federelementes 26 an dem ersten Element 24 zuzulassen, was zu einer kombinierten Widerstand gegen eine weitere Auslenkung führt.

Das Energieverhalten der Stütze 12 kann ferner durch das Bereitstellen einer Begrenzungseinrichtung 70, wie z.B. aus einem oder mehreren Gummi- oder Urethanbändern oder Ringen 72, Fig. 6, gesteuert und/oder feinabgestimmt werden. Dieses Band oder die Bänder sind bevorzugt so dimensioniert, daß sie in einer Position über oder (nicht dargestellt) unter dem Federelement gehaltert werden können, wenn sich die Prothese in normalem Gebrauch befindet. In dieser normalen Position würde das Band das Energieverhalten der Prothese nicht beeinflussen. In Erwartung einer schweren Stoßbelastung der Prothese, wie sie beispielsweise beim Laufen oder einer anderen anstrengenden Übung auftreten könnte, kann das Band gemäß Darstellung in Fig. 6 positioniert werden, so daß dessen elastischer Widerstand gegen eine Streckung sich zu dem Gesamtwiderstand gegen die Kompression oder zu der Steifigkeit der Prothese hinzuaddiert.

Fig.6 stellt eine alternative Ausführungsform der Stütze dar, in welcher ein oberes Stützelement 47 außerhalb eines unteren Stützelementes 76 angeordnet ist. In einer derartigen Konfiguration muß, obwohl die Fußprothese 14 selektiv entlang der Länge des unteren Elementes 76 positioniert werden kann, dieses genügend weit von dem oberen Element 76 beabstandet sein, um sicherzustellen, daß die Hinundherbewegung der Stützelemente 74 und 76 erfolgen kann.

Wie vorstehend angegeben stellt Fig. 6 eine andere Form des mit 60 bezeichneten Federelementes dar. Dieses Element kann in Kombination mit den anderen Federelementen gemäß Definition in den beigefügten Ansprüchen (wie z.B. mit der Begrenzungseinrichtung 70 von Fig. 6) verwendet werden.

Fig. 8 und Fig. 9 stellen jeweils eine der vielen alternativen Querschnittsformen für das obere und untere Stützelement dar. In dieser Ausführungsform weisen sowohl das untere Element 86 als auch das obere Element 88 einen rechteckigen Querschnitt, Fig. 9, auf, welche so dimensioniert sind, daß sie die vorstehend diskutierte gewünschte gegenseitige Gleitpassung bereitstellen.

Fig. 12 und 13 stellen eine alternative Ausführungsform dar, in welcher eine Fußprothese 14 in einem Stück mit dem unteren Stützelement 76 ausgebildet ist. Eine derartige Ausführungsform kann beispielsweise eine leicht modifizierte Version der unter der Handelsmarke FLEX-FOOT verkauften Unterschenkel- und Fußprothese sein. Geeignete Modifikationen an dieser Unterschenkel/Fuß-Prothese umfassen die Beschichtung des (innerhalb des Buchsenelementes 74 untergebrachten) Abschnittes 76 des Unterschenkels mit Teflon, Silverstone, oder einem Material mit einem ähnlich niedrigen Reibungskoeffizienten, und die Verklebung oder anderweitige Befestigung der Energiespeichereinrichtung 24 mit dem Fuß 14, wie es bei 75 dargestellt ist.

Fig. 14 bis 16 stellen noch ein weitere Ausführungsform dar, in welcher das langgestreckte Federelement 92 betriebsmäßig mit dem oberen Stützelement 94 und dem unteren Stützelement in einer Weise verbunden ist, die sich von den vorstehend beschriebenen unterscheidet.

Bezüglich der Verbindung zwischen dem oberen Stützelement 94 und der Feder 92 ist ein Kanal 98 in dem oberen Abschnitt des oberen Stützelementes 94 vorgesehen. Der Kanal 98 ist etwas breiter als die Feder 92 und die Basis des Kanals ist bevorzugt so konfiguriert, daß das obere Ende des Federelementes 92 daran anliegt, wenn sich die Feder in einem nicht komprimierten Zustand (wie er in Fig. 14 bis 16) dargestellt ist) befindet. Ein Gewindebolzen 100 ist betriebsmäßig (durch Verkleben oder ein ähnliches Hilfsmittel) in der Basis des Kanals 98 befestigt und ragt daraus durch ein Loch 102 in dem oberen Ende des Federelementes 92 und durch ein Loch 104 in dem Anschlußelement 90 hervor. Der Schraubbolzen 100 ist bevorzugt nur am äußeren Ende des Bolzens mit einem Gewinde versehen, um mit einer Mutter 106 in Eingriff zu stehen, während der restliche Schaft des Bolzens 100 glatt ist und mit Teflon oder einem ähnlichen Material beschichtet sein kann, um die Reibung während der Kompression der Feder zu minimieren.

Die Verbindung zwischen dem unteren Stützelement 96 und der Feder 92 kann bevorzugt in der nachstehenden Art ausgeführt werden. Ein Kappenelement 108 ist auf das untere Ende des unteren Stützelementes 96 aufgeschraubt. Die Kappe 96 weist eine Öffnung 110 in der einen Seite auf, welche so bemessen ist, daß sie eine Biegung des Federelementes 92 während der Kompression der Stütze ohne Berührung der Seiten der Öffnung 110 zuläßt. Ähnlich wie die vorstehend beschriebene Basis des Kanals 98 ist das Ende des unteren Stützelementes 96 so geformt, daß es mit der daran anliegenden, nicht komprimierten Feder 92 übereinstimmt. Zusätzlich enthält das Ende des unteren Stützelementes 96 ein Gewindeloch 112.

Zum Zusammenbau der Ausführungsform von Fig. 14 bis 16 wird das untere Ende der Feder 92 in die Öffnung 110 eingesetzt und ein Loch 114 in der Feder 92 wird zwischen dem Gewindeloch 112 im Boden des Stützelementes 96 und einem (nicht dargestellten) Loch in dem Kappenelement 108 angeordnet. Um ein vollständiges Einsetzen der Feder 92 zuzulassen, ist das Ende 118 der Feder 92 bevorzugt so geformt, daß es mit der gegenuberliegenden ringförmigen Wand des Kappenelementes 108 übereinstimmt. Dann wird ein Gewindebolzen 116 durch das (nicht dargestellte) Loch in dem Kappenelement 108, durch das Loch 114 in dem unteren Ende des Federelementes 92 hindurch eingesteckt und dann in das Loch 112 in dem Boden des Stützelementes 96 geschraubt. Wie der obere Bolzen 100 ist auch der Bolzen 116 nur in dem Bereich des Bolzen mit einem Gewinde versehen, der in das Gewindeloch 112 eingreift. Der restliche Bolzen 116 ist bevorzugt glatt und kann mit Teflon oder einem ähnlichen Material beschichtet sein, um die Reibung während der Kompression der Feder zu minimieren.

Die Befestigungskonfiguration der Fig. 14 bis 16 bietet zahlreiche Vorteile. Das Federelement 92 kann beispielsweise mit einer längeren und flacheren Krümmung konfiguriert werden, als der, welche beispielsweise in der Ausführungsform von Fig. 1 zugelassen ist. Zusätzlich bewegen sich, wenn die Stütze und das Federelement 92 während des Einsatzes komprimiert werden, die Enden des Federelementes 92 von der gekrümmten Basis des Kanals 98 bzw. dem gekrümmten Boden des unteren Stützelementes 96 weg, und bewegen sich in einen Kontakt zu dem Boden 120 des Anschlußelementes 90 bzw. der Innenoberfläche 122 des Kappenelementes 108. Die Fläche dieses Kontakt wird mit wachsender Kompression der Feder 92 größer und bewirkt eine effektive Verkürzung des Hebelarms, über welchen Kraft auf die Feder übertragen wird. Deshalb wird die Feder 92 proportional zu dem Betrag der darauf ausgeübten Kraft steifer (bzw. übt einen ein größeren Widerstand gegen die Biegung aus). Dieses ermöglicht ein sehr erwünschtes Energieverhalten dahingehend, daß eine anfängliche Belastung der Stütze ohne weiteres von der Feder 92 gespeichert wird, aber eine extreme Belastung auf eine höhere Steifigkeit trifft.

Die Löcher 102 und 114 sind bevorzugt ausreichend bemessen und konfiguriert (und können ebenfalls mit Teflon beschichtet sein), so daß während der Kompression der Stütze und der anschließenden Biegung des Stützenfederelementes 92 jeder Kontakt zwischen den Löchern und deren zugehörigen Bolzen 100 bzw. 116 nur zu einem minimalen Verlust an Reibungsenergie führt.

In der Prothesenvorrichtung meiner Erfindung wird eine Stütze fur eine Unterschenkelprothese bereitgestellt, welche sorgfältig auf das Gewicht, den Schritt und physikalische Eigenschaften des Trägers angepaßt werden kann. Dieses wird durch sorgfältige; Auswahl und einen Ausgleich der jeweiligen physikalischen Eigenschaften der Energiespeichereinrichtung 22 und anderer Abschnitte der Stütze erreicht.

Außerdem können die verschiedenen Komponenten und Abschnitte der Elemente in einer Vielfalt von Größen, Dicken und Materialien vorgesehen werden, welche mit entsprechend geformten Komponenten austauschbar sein können, um eine Feinanpassung auf die Bedürfnisse ihres Trägers zu ermöglichen. Die Stütze kann auch in Kombination mit zahlreichen Prothesenvorrichtungen nach dem Stand der Technik verwendet werden, um das Verhalten solcher Vorrichtungen nach dem Stand der Technik zu verbessern.


Anspruch[de]

1. Prothesenvorrichtung, mit:

einem ersten Stützelement (18) und einem dem ersten Stützelement zugeordneten zweiten Stützelement (20);

mindestens einer Feder (24) die in Betriebseingriff mit dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) steht, wobei die Feder (24) in der Lage ist, Energie als Reaktion auf die Aufgabe von Belastungen auf die Prothesenvorrichtung zu speichern und abzugeben; und

einem Fußprothesenelement (14), das an dem zweiten Stützelement befestigt ist; dadurch gekennzeichnet, daß

die mindestens eine Feder eine Blattfeder (24) aufweist, die für eine flexible Steuerung der relativen Axial- und Rotationsbewegung des ersten und zweiten Stützelementes (18, 20) angeordnet ist.

2. Prothesenvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Fußelement (14) einstellbar in der Weise an dem zweiten Stützelement befestigt ist, daß das Fußelement (14) axial und drehbar in Bezug auf das zweite Stützelement eingestellt werden kann.

3. Prothesenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Fußelement (14) eine Klammer (48) aufweist, welche dazu verwendet werden kann, das Fußelement an dem zweiten Stützelement (20) zu befestigen.

4. Prothesenvorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Klammer (48) um das zweite Stützelement (20) herum mit mindestens einem Mutter/Schrauben-Element (52) angezogen und befestigt werden kann.

5. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Fußelement (14) drehbar an dem zweiten Stützelement (20) befestigt ist, um zu ermöglichen, daß das Fußelement mit der Fußspitze nach innen oder nach außen gewandt eingestellt werden kann.

6. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei sich die Blattfeder (24) entlang der Seite des ersten und zweiten Stützelementes (18, 20) erstreckt, wobei bei der Aufgabe einer Belastung auf das Fußprothesenelement (14) das erste und das zweite Stützelement relativ zueinander gleiten, dadurch die Blattfeder (24) zusammendrücken und ein Auslenken der Blattfeder nach außen bewirken.

7. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Blattfeder (24) gelenkig an dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) befestigt ist.

8. Prathesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Blattfeder (24) abnehmbar an dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) befestigt ist.

9. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine Halterung (70) vorgesehen ist, um eine übermäßige Biegung der Blattfeder (24) zu begrenzen und dieser zu widerstehen.

10. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei ein sekundäres Federelement (26) an der Blattfeder (24) befestigt ist und das sekundäre Federelement (26) flexible Enden aufweist, welche in Eingriff kommen, wenn sich die Blattfeder (24) auslenkt, um einer übermäßigen Biegung der Blattfeder zu widerstehen.

11. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) koaxial in Bezug zueinander ausgerichtet sind.

12. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) konzentrisch zueinander ausgerichtet sind.

13. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei zumindest ein Teil der Oberfläche zwischen dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) mit Teflon beschichtet ist.

14. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei zumindest ein Teil der Oberfläche zwischen dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) mit Silverstone beschichtet ist.

15. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei zumindest ein Teil der Oberfläche zwischen dem ersten und zweiten Stützelement (18, 20) mit einem Material mit niedriger Reibung beschichtet ist.

16. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Blattfeder (24) aus übereinandergelegten Laminaten hergestellt ist.

17. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) eine rohrförmige Konfiguration aufweisen.

18. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) eine Konfiguration mit quadratischem Querschnitt aufweisen.

19. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) eine Konfiguration mit rechteckigem Querschnitt aufweisen.

20. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das erste und zweite Stützelement (18, 20) eine Konfiguration mit D-förmigem Querschnitt aufweisen.

21. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Blattfeder (24) teilweise oder vollständig aus einem Duroplast hergestellt ist.

22. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Blattfeder (24) teilweise oder vollständig aus einem Thermoplast hergestellt ist.

23. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Blattfeder (24) teilweise oder vollständig aus Schnittfaser hergestellt ist.

24. Prothesenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Blattfeder (24) teilweise oder vollständig aus übereinandergelegten Laminaten hergestellt ist.

25. Stütze zur Verwendung mit einer Fußprothese zum Abstützen eines Amputierten in Bezug auf den Boden, mit:

einem oberen Stützelement (18) und einem zu dem oberen Element koaxial ausgerichteten unteren Stützelement (20), wobei das obere Element (20) und das untere Element (18) für ein Gleiten aneinander als Reaktion auf die Aufgabe von Belastungen auf die Stütze ausgebildet sind; und

einem mit dem oberen und unteren Element (18, 20) verbundenen flexiblen Federelement (22), wobei das Federelement ausgebildet ist, Energie zu speichern und abzugeben; dadurch gekennzeichnet, daß

das flexible Federelement eine Blattfeder (24) aufweist und für eine Steuerung der relativen Axial- und Rotationsbewegung des ersten und zweiten Elementes (18, 20) angeordnet ist, wobei das Federelement (24) nicht-koaxial in Bezug auf die gemeinsame Achse des oberen und unteren Stützelementes (18, 20) auslenkt.

26. Stütze nach Anspruch 25, wobei das Federelement (22) nach außen auslenkt, wenn das obere und das untere Stützelement (18, 20) gleitend näher aneinander rücken.

27. Stütze nach Anspruch 25 oder 26, wobei die Blattfeder (24) ausgebildet ist, der Drehbewegung des oberen Elementes in Bezug auf das untere Element flexibel entgegenzuwirken.

28. Stütze nach Anspruch 25, 26 oder 27, wobei ein Hilfsfederelement (26) vorgesehen ist, um die übermäßige Auslenkung des Federelementes (24) zu begrenzen.







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