PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19708130A1 11.09.1997
Titel Traufenabschlußelement
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Erfinder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Hoffmeister, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 28.02.1997
DE-Aktenzeichen 19708130
Offenlegungstag 11.09.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.1997
IPC-Hauptklasse E04D 3/40
IPC-Nebenklasse E04D 1/36   
Zusammenfassung Damit ein Traufenabschlußelement zum Lüften und Abdichten des Zwischenraums zwischen dem Unterbau eines Dachs und den darüberliegenden Dacheindeckungsplatten (11) einfacher herstellbar, leichter transportierbar und im Bereich der Traufe leichter verlegbar ist, besteht es aus einem auf dem Dachunterbau zu verlegenden, im Einbauzustand parallel zur Traufe (14) verlaufenden Abdeckstreifen (2), der an seinem traufseitigen Rand einen in eine Traufrinne (12) abgebogenen anliegenden Traufstreifen (11) besitzt,
- wobei der Trauf- und der Abdeckstreifen (1) Teile einer durchgehenden, wenigstens teilweise elastischen Traufenabdichtungsbahn (4) sind,
-- auf deren, die Oberseite bildenden Traufbahnfunktionsfläche beabstandet und zur Traufe (14) parallel verlaufend wenigstens ein Halte- und Leitelement (3.1),
-- auf dessen, der Traufenbahnfunktionsfläche gegenüberliegenden Traufenauflagefläche, den Traufstreifen (1) und den Abdeckstreifen (2) wenigstens teilweise überdeckend, ein leicht biegsames Biegestreifenelement (8) angeordnet ist,
- wobei auf der Traufenbahnfunktionsfläche wenigstens ein Luftdurchtrittsöffnungen aufweisendes Lüftungselement (30) angeordnet und an dem Halte- und Leitelement gehalten ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Traufenabschlußelement zum Lüften und Abdichten des Zwischenraums zwischen dem Unterbau eines Dachs und den darüberliegenden Dacheindeckungsplatten.

Ein Traufenabschlußelement ist aus der DE 34 40 061 A1 bekannt. Es besteht aus einem Abdeckstreifen und einem Traufenstreifen, die in unterschiedlichen Winkelstellungen zueinanderbringbar sind. Auf dem Abdeckstreifen ist ein mit Lüftungsöffnungen versehenes Lüftungselement angeordnet.

Allerdings hat sich die Gelenkverbindung in Form eines Scharniergelenks, die beide Streifen miteinander verbindet, als verbesserungswürdig erwiesen. Zum einen ist die Herstellung des Gelenks aufwendig, zum anderen ergeben sich bei der Verlegung des so gestalteten Traufenabschlußelements Probleme, da die Traufe nicht präzise genug ausgebildet ist, sondern bauliche Abweichungen zeigt.

Deshalb sind bei der DE 35 01 773 A1 anstelle des Scharniergelenks im Übergangsbereich zwischen Abdeckstreifen und Traufenstreifen Längssicken vorgesehen sind. Beim Abbiegen des Traufenstreifens kann es dann aber vorkommen, daß die Längssicken nicht immer mit der Linienführung des Traufenabschlusses übereinstimmen, so daß sich die Abknickung über zwei oder mehr Sicken erstreckt. Außerdem wirken die Längssicken federnd, wodurch der Traufenstreifen sich verstellen kann.

Es stellt sich die Aufgabe, ein Traufenabschlußelement der benannten Art so weiter zu entwickeln, daß sein Traufen- und Abdeckstreifen einfacher herstellbar, es leichter transportierbar und im Bereich der Traufe leichter verlegbar ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder 2 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Traufstreifen und der Abdeckstreifen eine durchgehende elastische Bahn bilden. Hierdurch kann es zu keinen Unterbrechungen, Materialabsplitterungen sowie Federwirkungen kommen. Das unter diese durchgehenden Traufenabdeckungsbahnen gelegene Biegestreifenelement aus dem leichtbiegsamen Material sorgt dafür, daß die Abwinklung des Traufenstreifens gegenüber dem Abdeckstreifen im Bereich der Traufe exakt vorgenommen werden kann. Durch das Abkanten des Traufstreifens wird das darunterliegende Biegestreifenelement weich verformt und verharrt in dieser Endstellung. Hierdurch wird ein enges Anschmiegen an den Dachunterbau im Traufenbereich gewährleistet. Die enge Anschmiegung sorgt dafür, daß auftretende Feuchtigkeit von den Holzteilen des Dachunterbaus ferngehalten werden können. Durch die enge Anschmiegung wird anfallende Feuchtigkeit sofort in Richtung Traufrinne weitergeleitet.

Der unter der durchgehenden Abdeckbahn vorgespannt anliegende Abdeckstreifen sorgt dafür, daß die Abwinklung des Traufenstreifens gegenüber dem Abdeckstreifen im Bereich der Traufe exakt vorgenommen werden kann. Durch die Vorspannung des Traufenstreifens verharrt er weiter in der Montagestellung. Hierdurch wird ein enges Anschmiegen an den Dachunterbau im Traufenbereich gewährleistet. Die enge Anschmiegung sorgt dafür, daß auftretende Feuchtigkeit von den Holzteilen des Dachunterbaus ferngehalten und sofort in Richtung Traufrinne weitergeleitet wird. Ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil besteht darin, daß sich das so hergestellte Traufenabschlußelement als Meterware herstellen und zu einer Rollen aufwickeln läßt, die dann auf der Baustelle aufgerollt und in die jeweiligen Längen geschnitten wird. Durch seine bahnförmige Konfiguration läßt sich die Traufenabdeckbahn leichter herstellen, lagern, transportieren und verarbeiten.

Der Abdeckstreifen kann an der Unterseite zum Traufenstreifen durch eine wenigstens teilweise durchgehende Vorspann-Naht begrenzt sein. Hierdurch wird an der Unterseite die Traufenabdeckbahn in den Traufstreifen und Abdeckstreifen getrennt. Die Verdichtung des Materials in diesen Streifen sorgt dafür, daß beide Streifen zueinander elastisch angeordnet sind.

Die Oberfläche des Abdeckstreifens kann als Traufenbahnfunktionsfläche ausgebildet sein, auf der die Positionierelemente Halte- und Leitelemente sind. Die auf der Traufenbahnfunktionsfläche angeordneten Halte- und Leitelemente sorgen für eine zielgerichtete Führung des Wassers und verhindern so ein Eindringen in das Innere des Dachaufbaus.

Zwischen den Halte- und Leitelementen kann als Lüftungselement ein Lüftungshohlprofil angeordnet sein. Es besteht vorteilhafterweise aus einem Lochstreifenelement, das längs eines Auflagestegs so abgewinkelt ist, daß sich die Lochstreifenwinkelbahnen mit ihren Lüftungsausnehmungen wie zwei Seiten eines Dreiecks gegenüberliegen.

Auf der Traufenbahnfunktionsfläche der Traufenabdeckbahn sind wenigstens zwei Halte- und Leitelemente untereinander entsprechend der dem Auflagesteg gegenüberliegenden offenen Seite des Lüftungshohlprofils angeordnet. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, daß das zu dem Lüftungshohlprofil abgewinkelte Lochstreifenelement stabil auf der Traufenabdeckbahn gehalten wird. Die sich gegenüberliegenden Halte- und Leitelemente verhindern, daß durch das Gewicht der traufenseitigen Dacheindeckungsplatten das speziell ausgebildete Lüftungshohlprofil nicht wieder aufgespreizt wird.

Durch den Einsatz eines Lochstreifens werden die Lüftungsausnehmungen gleichmäßig über die Lochstreifenwinkelbahnen verteilt. Sie können als 2 bis 10 mm, vorzugsweise etwa 5 mm im Durchmesser große kreisrunde Bohrungen ausgebildet sein. Die Lüftungsausnehmungen können außer kreisförmig auch vieleckig, oval, schlitzförmig oder dergleichen ausgebildet sein. Kommen kreisrunde Bohrungen mit einem Durchmesser von etwa 5 mm zum Einsatz, wird hierdurch ein Eindringen von Vögeln, größeren Insekten und auch gröberen Verunreinigungen in den Dachinnenraum verhindert.

Auf die Traufenbahnfunktionsfläche kann ein Spannbahn- Klebeelement aufgebracht sein, mit dem eine Dacheindeckungsspannbahn des Dachaufbaus festhaltbar ist. Das Spannbahn-Klebeelement selbst kann eine Doppelklebestreifenbahn sein, die mit einer Klebebahn auf der Traufenbahnfunktionsfläche und mit der anderen Klebebahn an der Dacheindeckungsspannbahn anheftbar ist. Das so ausgebildete Spannbahnklebelement ersetzt die bislang in speziellen Führungsschienen gehaltenen Spannhalter-Dorne. Dadurch, daß die Spannbahn jetzt gleichmäßig flächendeckend mit der Traufenabdeckbahn verbunden ist, können auftretende Zugkräfte wirkungsvoller aufgenommen werden. Hervorzuheben ist insbesondere das leichtere und einfachere Verbinden der Dacheindeckungsspannbahn mit der Traufenabdeckbahn.

Die Halte- und Leitelemente können als Dreieck-Halte- und Leitprofilstränge und/oder Dreieck-Halte- und Leitausnehmungs-Furchen ausgebildet sein. Auch andere geometrische Formen anstelle des Dreiecks wie Viereck oder Trapez sind möglich. Anstelle"der Stränge können auch nur einzelne Noppen zum Einsatz kommen.

Die Traufenabdeckbahn kann aus einem elastischen Material, insbesondere einem Polyvinylchlorid (PVC) mit einer Shore-Härte zwischen 50 und 100, vorzugsweise 80, hergestellt werden.

Hierdurch wird gesichert, daß im anwendungsentscheidenden Bereich zwischen dem Traufenstreifen und dem Abdeckstreifen ein Kunststoff zum Einsatz kommt, der dafür sorgt, daß es zu einem einfachen Abwinkeln beider Teile zueinander kommen kann.

Auf seiner Oberseite kann der Abdeckstreifen wenigstens eine Führungsleiste zur Aufnahme eines kompatiblen Fußes für ein Dachzubehörteil aufweisen. Diese Führungsleiste kann dann zusammen mit der Traufenabdeckbahn zugleich hergestellt werden. Als Dachzubehörteile kommen die bereits erwähnte Lüftungsschiene, ein Spannbahnhalter-Dorn oder dergleichen zum Einsatz. Hierdurch ist es möglich, ein Grundelement herzustellen, das sich den jeweiligen Einsatzbedingungen des Daches anpaßt.

Die Traufenabdeckbahn kann auf dreierlei Art und Weise hergestellt werden:

Zum einen kann sie eine Hartwerkstoffplatte sein, die insbesondere aus Hart-PVC oder Blech bestehen kann. Im Bereich der Nahtlinie zwischen dem Traufstreifen und dem Abdeckstreifen kann sie dann eine durchgehende Weichkunststoffbahn aufweisen, unter dem diesen wenigstens teilweise überdeckend das Biegestreifenelement angeordnet werden kann.

Zum anderen kann die Traufenabdeckbahn vollständig und durchgehend aus einem Weichkunststoff, insbesondere einem Weich-PVC, einem Gummi oder dergleichen hergestellt sein.

Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, daß im anwendungsentscheidenden Bereich zwischen dem Traufstreifen und dem Abdeckstreifen ein Weichkunststoff zum Einsatz kommt, der dafür sorgt, daß es zu einem einfachen Abwinkeln beider Teile zueinander kommen kann.

Als Weichkunststoff kommt ein Ethylen/Vinylacetat-Copolymer (EVA) zum Einsatz. Das EVA-Material zeichnet sich durch überdurchschnittliche Wärmestandfestigkeit aus, so daß bei einer Verarbeitungstemperatur von -20° bis 100° im Dachbereich das Material immer die gleichen elastischen Eigenschaften aufweist.

Dieses einfache Abwinkeln wird noch dadurch unterstützt, daß das Biegestreifenelement wenigstens teilweise in einer in die Traufenbahnauflagefläche eingebrachte Streifenaufnahmeausnehmungen angeordnet ist.

Das Biegestreifenelement, das die Abwinklung letztendlich stabilisiert, kann aus Blei hergestellt sein. Anstelle von Blei kann auch ein anderes Metall in Form von Altminium, Kupfer oder dergleichen zum Einsatz kommen, das einen ähnlichen Weichheitsgrad und damit eine ebenfalls einfache und wirksame Verarbeitung wie Blei aufweist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen in schematischer perspektivischer Darstellung

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines im Traufenbereich eines Daches montierten Traufenabschlußelements,

Fig. 2 ein Traufenabschlußelement gemäß Fig. 1 von unten gesehen,

Fig. 3 eine Teildarstellung eines Traufenabschlußelementes gemäß Fig. 1 von oben gesehen,

Fig. 4 eine Lüftungsschiene für ein Traufenabschlußelement gemäß den Fig. 1 bis 3,

Fig. 5 ein Spannbahnhalter-Dorn für ein Traufenabschlußelement gemäß den Fig. 1 bis 3,

Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht eines im Traufbereich eines Daches montierten Traufenabschlußelements in einer zweiten Ausführungsform in einer perspektivischen Darstellung,

Fig. 7 einen Teilabschnitt eines Traufenabschlußelements gemäß Fig. 6 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung von unten gesehen,

Fig. 8 einen Teilabschnitt eines Traufenabschlußelements gemäß Fig. 6 in einer perspektivischen Darstellung von oben gesehen,

Fig. 9a und 9b verschiedene Ausführungsformen einer Traufenabdeckbahn eines Traufenabschlußelements gemäß den Fig. 6 bis 8 in einer perspektivischen Teildarstellung,

Fig. 10a ein Lüftungshohlprofil eines Traufenabschlußelements gemäß den Fig. 6 bis 8 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung,

Fig. 10b ein Abstützprofil für ein Lüftungshohlprofil gemäß Fig. 10a in einer schematischen, perspektivischen Darstellung,

Fig. 11 ein dacheindeckungsspannbahnseitiges Ende einer Traufenabdeckbahn eines Traufenabschlußelements gemäß den Fig. 6 bis 8 in einer schematischen, perspektivischen Darstellung und

Fig. 12 eine weitere Ausführungsform eines traufenseitigen Endes einer Traufenabdeckbahn gemäß Fig. 2 in einer schematischen Seitenansicht.

Ein Traufenabschlußelement ist in den Fig. 1 bis 3 dargestellt.

Es besteht, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, aus einer durchgehenden und elastischen Traufenabdeckbahn 4. Als Material hierfür wird eine Weichkunststoff-Bahn oder eine Gummi-Bahn eingesetzt.

Der Weichkunststoffstreifen der Traufenabdeckbahn 4 unterteilt sich hinsichtlich seines späteren Einsatzes in einen Traufstreifen 1 und einen sich daran anschließenden Abdeckstreifen 2. Erfindungswesentlich ist, daß die Traufenabdeckbahn 4 mit einem Biegestreifenelement 8 versehen ist. Das Biegestreifenelement 8 ist unter dem Traufenstreifen 1 und die Trennlinie zum Abdeckstreifen überschreitend unter diesem angeordnet. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Biegewinkel zwischen dem Traufstreifen 1 und dem Abdeckstreifen 2 durch das Biegestreifenelement 8 eingestellt und festgelegt wird. Als Material für das Biegestreifenelement kommt insbesondere ein Bleistreifen infrage. Der Einsatz dieses Materials gewährleistet, daß das im Dachunterbau in diesem Bereich eingesetzte Holzmaterial vor Fäulnis und dergleichen zusätzlich zu dem üblicherweise vorgenommenen Maßnahmen geschützt wird.

Auf ihrer Oberseite, als Traufenbahnfunktionsfläche 44, weist die Traufenabdeckbahn 4, wie insbesondere Fig. 3 zeigt, eine Führungsleiste 3.1 auf. Diese wird zugleich mit der Traufenabdeckbahn 4 geformt. Sie ist als zwei sich gegenüberliegende L-förmige Teilelemente realisiert. Im Gegensatz zur übrigen Traufenabdeckbahn kann hierfür ein härterer Kunststoff eingesetzt werden. Üblicherweise liegen zwei solcher Führungsleisten 3.1 nebeneinander. Den Führungsleisten gegenüberliegend ist ein Leistenstrang 5 ausgebildet.

In die Führungsleisten 3.1 werden beabstandet untereinander Spannbahnhalte-Dorne 50, wie sie Fig. 6 zeigt, eingeschoben. Sie bestehen aus einem Fuß 50, der kompatibel zur hinterlüfteten Nut, die durch die gegenüberliegenden L-förmigen Teilelemente 6, 7 aufgemacht wird, ist. Über dem Fuß erstreckt sich über einen Rundzylinder eine Spitze 51.

In die weitere Führungsleiste 3.1 wird eine Lüftungsschiene 30 mit ihrem Haltefuß 40 eingeschoben. Zwischen einem darüberliegenden Stegteil 37 ist ein Gitter 34 angeordnet, das Lüftungskanäle 35 zwischen den einzelnen Gitterstäben frei läßt.

Der Einsatz und die Montage des Traufenabschlußelements, wie es sich aus der dargestellten ersten Ausführungsform ergibt, sei erläutert:

Nachdem das Mauerwerk hochgezogen ist, wird zuerst ein Dachunterbau hergestellt. Er besteht aus nebeneinander angeordneten Balken, die durchgängig mit einer Schalung aus einzelnen Brettern überdeckt werden.

Im Bereich einer Traufe 14 wird eine keilförmige Traufenbohle 9 verlegt. Auf die Traufenbohle 9 werden Rinneisen angeschlagen und danach eine Traufrinne 12 in diese eingehängt. Die Traufenhalter sind in etwa in einem Abstand von 70 cm zueinander auf der keilförmigen Traufenbohle angeordnet.

Ist der Dachunterbau so weit fertiggestellt, wird im Bereich der Traufe 14 das Traufenabschlußelement verlegt. Hierbei wird der Abdeckstreifen 2, der etwas breiter ausgebildet ist als der Traufstreifen 1, auf der Traufenbohle 9 befestigt. Am traufenseitigen Ende der Traufenbohle 9 wird der Traufstreifen 1 in die Traufrinne 14 hineinreichend abgewinkelt. Hierbei wird der Bleistreifen des Biegestreifenelements 8 so verformt, daß er sich eng an die Konturen der Traufenbohle 9 anlehnt. Gleichzeitig werden die einzelnen Rinneisen großflächig überdeckt. Dadurch, daß der Bleistreifen des Biegestreifenelements 8 sich leicht verformen läßt, gestaltet sich der gesamte Verlegungsvorgang sehr einfach, verbunden mit höchster Präzision. Der weiche Bleistreifen kann sich nämlich sehr eng und innig an die Traufenbohle 9 anschmiegen und hierbei bestehende Unebenheiten, nicht genaue Linearität und dergleichen ausgleichen. Das Material Blei sorgt zugleich für eine zusätzliche Konservierung und Sicherung der unter ihr liegenden Traufenbohle 9.

Ist die Traufenabdeckbahn verlegt, wird in die Führungsleiste 3.1 der Haltefuß 40 der Lüftungsschiene 30 geschoben. In der davorliegenden Führungsleiste (nicht dargestellt) werden untereinander beabstandet die Füße 52 der Spannhalter-Dorne eingeschoben. Danach wird eine Dacheindeckungsbahn 13 auf der Schalung 10 verlegt und mit Hilfe der Spitzen 51 durch die Spannbahnhalter-Dorne 50 kraftschlüssig mit der Traufenabdeckbahn 4 verbunden. Im Anschluß daran erfolge die weitere Verlattung des Dachaufbaus derart, daß einzelne Dacheindeckungsplatten 11 nebeneinander und übereinander verlegt werden können. Auf dem Stegteil 37 der Lüftungsschiene 30 kann ein Schaumgummiteil oder dergleichen aufgelegt werden, das sich in die Rundungen der Dachpfanne leicht einbringen kann.

Das Traufenabschlußelement der ersten Ausführungsform sorgt dafür, daß der Verbindungsbereich zwischen Dachunterbau und der Traufrinne 12 ausreichend gegen Spritzwasser geschützt wird. Wie die gestrichelten Pfeile andeuten, wird außerdem durch das darüberliegende Gitter für eine gute Belüftung der gesamten Dachkonstruktion gesorgt. Die durch die Stege gebildeten Lüftungskanäle 35 lassen die Luft ungehindert hindurchtreten. Der Abstand der sie begrenzenden Gitter 34 ist aber so gewählt, daß feste Körper oder kleine Tiere in den Spaltraum nicht eindringen können.

Ein Traufenabschlußelement in einer zweiten Ausführungsform ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt.

Es besteht, die insbesondere die Fig. 7 und 8 zeigen, aus einer durchgehenden und wenigstens teilweise elastischen Traufenabdeckbahn 104. Als Material hierfür wird ein Weichkunststoff oder ein Gummi mit einer Shore-Härte (A) von 80 eingesetzt.

Der Weichkunststoffstreifen der Traufenabdeckbahn 4 unterteilt sich hinsichtlich seines späteren Einsatzes in einen Traufenstreifen 1 und einen sich daran anschließenden Abdeckstreifen 2. Erfindungswesentlich ist, daß der Traufenstreifen 1 an einer Unterseite 145&min; zum Abdeckstreifen 102 vorgespannt abgewinkelt anliegt. Diese Vorspannung wird dadurch erreicht, weil zwischen dem Traufen- und dem Abdeckstreifen 101, 102 eine Vorspann-Naht 142 an der Unterseite 145&min; eingebracht ist. Das Verdichten des Materials im Bereich der Vorspann-Naht 142 gewährleistet ein elastisches Anliegen des Traufenstreifens 101 an der Unterseite 145 zum Abdeckstreifen 102 hin. Der Traufenstreifen 101 liegt im unverlegten Zustand der Traufenabdeckbahn 104 mit etwa einem Drittel seiner Breite direkt an der Unterseite 145&min; (vgl. Fig. 8) an.

Die Traufenabdeckbahn 104 weist auf ihrer Traufenbahnfunktionsfläche beabstandet untereinander Halte- und Leitelemente 141 auf. Die Halte- und Leitelemente 141 sind, wie Fig. 9a zeigt, als Dreieck- und Leitprofilstränge 146 ausbildbar. Eine weitere Ausbildungsvariante ist in Fig. 9b gezeigt, in der die Halte- und Leitelemente als Dreieck-Halte-Leitausnehmungsfurchen 147 realisiert sind. Auf welche der beiden Realisierungsvarianten zurückgegriffen wird, hängt von den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.

Die im Extruderverfahren hergestellte Traufenabdeckbahn 104 hat eine Dicke von etwa 0,5 bis 5 mm, vorzugsweise 1 mm.

Zwischen zwei Halte-Leitelemente 141 ist ein Lüftungshohlprofil 103 angeordnet (vgl. Fig. 7 und 8).

Das Lüftungshohlprofil 103 ist insbesondere im Detail in den Fig. 10a und 10b dargestellt.

Es wird aus einem Lochstreifenelement hergestellt, das längs einer Lochreihe abgewinkelt ist. Hierdurch entstehen zwei sich gegenüberliegende Lochstreifen-Winkelbahnen 132 und 133. Die Lochstreifen-Winkelbahn 132 weist Lüftungsausnehmungen 134 und die Lochstreifen-Winkelbahn 133 Lüftungsausnehmungen 135 auf. Die Lüftungsausnehmungen 134 und 135 sind insbesondere als Ausnehmungen in Form kreisrunder Löcher mit einem Durchmesser von vorzugsweise 5 mm ausgebildet. Durch das Biegen in der Lochreihe 136 entstehen halbkreisförmige Lüftungskanäle 136. Sie sind in ihrem Durchmesser zu den Lüftungsausnehmungen 134, 135 kompatibel. Die nur 5 mm großen runden Lüftungsausnehmungen 134, 135 sowie die dazu kompatiblen Lüftungskanäle 136 verhindern, daß Fremdkörper, Vögel und größere Käfer oder dergleichen in den Dachunterbau gelangen können. Gleichzeitig sorgen sie aber dafür, daß sie in einem Abstand zueinander, der etwa gleich ihrem Durchmesser ist, für eine ausgezeichnete Entlüftung des Dachraums. Die Luft kann ungehindert in die sich gegenüberliegenden Lüftungsausnehmungen 134 und 135 der beiden Lochstreifen-Winkelbahnen 132 und 133 gelangen.

Um die Stabilität des Lüftungshohlprofils 103 zu erhöhen, ist an den Unterseiten der Lochstreifenwinkelbahn 132 und 133 ein Abstützprofil 137 eingebracht. Das Abstützprofil 137 kann in bestimmten Abständen, z. B. 20 oder 40 oder auch mehr Zentimetern zueinander angeordnet werden. Die Befestigung der Abstützprofile 137 kann durch ein Einkleben, Einschweißen oder eine andere Befestigungsart vorgenommen werden. Sind die beiden Lochstreifenwinkelbahnen 132 und 133 mit jeweils einem zu einer offenen Seite des Lüftungsprofils 103 hin zeigenden Abstützsteckprofil 138 versehen, ist das Abstützprofil 137 auf einfache Art und Weise in das Innere des Lüftungshohlprofils 103 einsteckbar.

Wie Fig. 11 zeigt, wird anstelle der bisherigen Führungsleisten, in die beabstandet untereinander Spannbahnhaltedornen eingeschoben werden, ein Spannbahn-Klebelement 105 eingesetzt. Das Spannbahn-Klebelement stellt eine Doppelklebestreifenbahn 151 dar, die über eine Klebebahn 153 und eine dieser gegenüberliegenden zweiten Klebebahn 154 verfügt. Eine Klebebahn 153 ist mit einem Klebebandabdeckstreifen 152 überzogen. Beim Aufrollen dieser Konfiguration wird die zweite Klebebahn 154 ebenfalls abgedeckt. Fig. 11 zeigt, wie das Anheften einer Dacheindeckungsspannbahn 113 mit Hilfe der Doppelklebestreifenbahn 151 erfolgt. Beim Abrollen der Doppelklebestreifenbahn 151 wird die Klebebahn 154 freigegeben und auf die Traufenbahnfunktionsfläche 144 aufgeklebt. Soll danach die Dacheindeckungsspannbahn 113 an der Traufenabdeckbahn 104 befestigt werden, wird der Klebebahnabdeckstreifen 154 abgezogen und die Dacheindeckungsspannbahn aufgeklebt.

Der Einsatz eines Spannbahn-Klebeelements 105 hat mehrere Vorteile:

  • - Zum einen entfallen die notwendigen Schienen zur Aufnahme der Spannbahnhalte-Dorne. Schienen entfallen darüber hinaus auch durch die speziell ausgebildeten Halte- und Leitelemente 141. Deshalb kann die Traufenabdeckbahn aufgerollt werden.
  • - Ein weiterer Vorteil des Einsatzes des speziell ausgebildeten Spannbahn-Klebeelements 105 besteht darin, daß die Dacheindeckungsspannbahn im Bereich der Befestigung nicht verletzt wird und darüber hinaus die Haltekräfte nicht punktförmig, sondern flächenförmig wirken.


Der Einsatz und die Montage des Traufenabschlußelements, wie sie sich aus der dargestellten zweiten Ausführungsform ergibt, sei erläutert:

Nachdem das Mauerwerk hochgezogen ist, wird zuerst ein Dachunterbau hergestellt. Er besteht, wie Fig. 6 zeigt, aus nebeneinander angeordneten Balken 115, die durchgängig mit einer Schalung 110 aus einzelnen Brettern überdeckt werden.

Im Bereich einer Traufe 114 wird eine keilförmige Traufenbohle 109 verlegt. Auf der Traufenbohle 109 werden Rinneisen geschlagen und danach eine Traufrinne 112 eingehängt. Die Traufhalter sind etwa in einem Abstand von 70 cm zueinander auf der keilförmigen Traufenbohle angeordnet.

Ist der Dachunterbau so weit fertiggestellt, wird im Bereich der Traufe 114 das Traufenabschlußelement verlegt. Hierbei wird der Abdeckstreifen 102, der etwas breiter ausgebildet ist als der Traufenstreifen 101, auf die Traufbohle 109 gelegt. Am traufseitigen Ende der Traufbohle 109 wird der Traufenstreifen 101 in die Traufrinne 114 hineinreichend abgewinkelt vorgezogen. Hierbei wird der elastische Bereich um die Vorspann-Naht 142 so belastet, daß sich die Traufenabdeckbahn 104 eng an die Konturen der Traufbohle 109 anlehnt. Gleichzeitig werden die einzelnen Rinneisen großflächig überdeckt. Dadurch, daß der Traufenstreifen 101 der Traufenabdeckbahn sich leicht verspreizen läßt, gestaltet sich der gesamte Verlegungsvorgang sehr einfach und ist mit höchster Präzision verbunden. Der Traufenstreifen 101 kann sich nämlich eng und innig an die Traufenbohle 109 anschmiegen und hierbei bestehende Unebenheiten, nicht genaue Linearität und dergleichen ausgleichen.

Ist die Traufenabdeckbahn 104 verlegt, wird auf das dachseitige Ende ihrer Traufenbahnfunktionsfläche 144 (vgl. Fig. 11) das Spannbahn-Klebeelement 105 in Gestalt der Doppelklebestreifenbahn 151 durch Abrollen von der Rolle aufgebracht. Hierbei klebt die Klebebahn 154 auf der Traufenbahnfunktionsfläche 144. Anschließend wird die Dacheindeckungsspannbahn 113 auf die Schalung 110 gelegt und entsprechend gespannt. Dabei wird sukzessive der Klebebahnabdeckstreifen 152 abgezogen und die Unterseite der Dacheindeckungsspannbahn 113 auf die jetzt frei gegebene Klebebahn 153 gedrückt. Längenunterschiede in der Dacheindeckungsspannbahn 113 können durch dieses Befestigungsverfahren leicht ausgeglichen werden, so daß eine gleichmäßig und effektiv gespannte Dacheindeckungsspannbahn Teil des Dachunterbaus ist.

Ist die Dacheindeckungsspannbahn 113 verlegt, erfolgt im Anschluß daran die weitere Verlattung des Dachaufbaus unter Verwendung der Dachlatten 106 und der Konterlatten 107.

Ist der Dachaufbau so weit fertiggestellt, wird zwischen zwei Dreieck-Halte- und Leitprofilstränge 146 als Halte- und Leitelemente 141 das Lüftungshohlprofil 103 gesetzt. Dadurch, daß die einzelnen Halte- und Leitelemente 141 gleichmäßig beabstandet über die Traufenbahnfunktionsfläche 144 verteilt sind, ist es dem Dachdecker überlassen, welche der zur Verfügung stehenden Halte- und Leitelemente 141 für das Positionieren des Lüftungshohlprofils 103 verwendet werden. Wesentlich ist, daß neben des universellen Positionierens des Lüftungshohlprofils 103 auf der Traufenbahnfunktionsfläche 144 kein aufwendiges Einschieben in eine Führungsleiste in einer größeren Höhe über dem Boden erforderlich ist.

Ist das Lüftungshohlprofil 103 im Bereich des Abdeckstreifens 102 auf der Traufenbahnfunktionsfläche 144 durchgängig plaziert, werden im Anschluß daran die einzelnen Dacheindeckungsplatten 111 verlegt. Die dreieckförmige Gestaltung des Lüftungshohlprofils 103 und ihr seitwärtiges Abfangen in den Halte- und Leitelementen 141 gewährleistet, daß das Gewicht der Dachpfannen 111sicher aufgenommen wird. Die Dicke der Lochstreifenwinkelbahnen 132 und 133 bestimmen dabei mit den Abschnittsprofilen 137 die Stabilität des Lüftungshohlprofils 103. Die Wanddicke der Lüftungsstreifenwinkelbahnen 132 und 133 beträgt etwa 1 mm, kann der im Bereich zwischen 0,2 und 5 mm ausgebildet sein. Das Lüftungshohlprofil kann wie die übrigen Teile des Traufenabschlußelements ebenfalls aus Hart-PVC hergestellt sein. Es kann aber auch aus verzinktem Eisen, eloxiertem Aluminium, oberflächenbeschichteten Kupfer, Keramik- oder Tonmaterialien hergestellt sein. Kommt ein Keramik- oder Tonmaterial zum Einsatz, kann das Lüftungshohlprofil 103 als kompakter Profilkörper ausgebildet sein, wobei die Lüftungsausnehmungen als durchgängige Lüftungskanäle ausgebildet werden können. Gleiches gilt auch für eine Herstellung als Vollkörper aus anderen Materialien.

Das Traufenabschlußelement sorgt dafür, daß der Verbindungsbereich zwischen Dachunterbau und der Traufrinne 112 ausreichend gegen Spritzwasser geschützt wird. Die Lüftungsöffnungen in Gestalt der Lüftungsausnehmungen 134 und 135 des Lüftungshohlprofils sorgen dafür, daß durch die so gebildeten Lüftungskanäle die Luft ungehindert ein- und austreten kann, so daß die gesamte Dachkonstruktion gut belüftet wird. Der Abstand und der Durchmesser der Lüftungsausnehmungen 134 und 135 ist so gewählt, daß feste Körper oder kleine Tiere in den Spaltraum nicht eindringen können. Hierdurch ist gewährleistet, daß bei einer hohen Funktionsfähigkeit des erfindungsgemäßen Traufenabschlußelements gleichzeitig eine einfache Herstellung, einfache Lagerung, einfacher Transport sowie einfache und sichere Verlegung der einzelnen Komponenten gegeben ist.

Auf der Traufenabdeckbahn 104 kann auch wenigstens eine Führungsnut 3.1 zur Aufnahme der Lüftungsschiene 30 aufgeformt sein.

Die Traufenabdeckbahn 4 kann auf ihrer Traufenbahnfunktionsfläche 144 ebenso mit Dreieckleitprofilsträngen bzw. Dreieck-Halte-Leitausnehmungsfurchen als Halte- und Leitelemente ebenso wie die Traufenabdeckbahn 104 und ein Lüftungshohlprofil 103 tragen.

Überraschenderweise wurde festgestellt, daß sich als Weichkunststoff ein EVA-Material am besten eignet. EVA ist die Abkürzung für Ethylen/Vinylacetat-Copolymer. Sie ergänzen Polyolefine auf vielen Anwendungsgebieten. Copolymere mit mittlerem Acetatgehalt weisen als oxitativ vernetzter Synthesekautschuk überdurchschnittliche Wärmestandfestigkeit auf und werden unter dem Markennamen Levapret 400-700, Elvax, Evatane, Ultratene, Binatene VAE angeboten. Durch die überdurchschnittliche Wärmestandfestigkeit des Materials läßt es sich unter den im Dachbereich herrschenden Temperaturen zwischen -20°C und +100°C gut verarbeiten, da es im Gegensatz zu üblichen Weichkunststoffen nicht bei niedrigen Temperaturen bricht und hohen Temperaturen jegliche Festigkeit verliert.

Wesentlich ist, daß die Traufenabdeckbahn 4 mit einem Biegestreifenelement 8 versehen ist. Das Biegestreifenelement 8 ist auf einer Traufenbahnauflagefläche 45 der Traufabdeckbahn 4 unter dem Traufenstreifen 4 und die Trennlinie zum Abdeckstreifen 2 überschreitend unter diesem angeordnet. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Biegewinkel zwischen dem Traufenstreifen 1 und dem Abdeckstreifen 2 durch das Biegestreifenelement 8 eingestellt und festgelegt wird.

Wie insbesondere Fig. 12 zeigt, ist das Biegestreifenelement 8 in eine Streifenausnehmung 42, die in die Traufenbahnauflagefläche 45 angebracht ist, eingelassen. Durch die Ausbildung der Streifenaufnahmeausnehmung 42verringert sich die Dicke des Materials der Traufenabdeckbahn 4 im Bereich des Biegestreifenelements 8. Das Biegestreifenelement 8 ist in einer solchen Dicke ausgebildet, daß es wenigstens teilweise über die Traufenbahnauflagefläche 45 ragt. Hierdurch wird gewährleistet, daß das Abbiegeverhalten der Traufenabdeckbahn 4 in diesem Bereich vorrangig von dem Biegestreifenelement 8 bestimmt wird.

Als Material für das Biegestreifenelement 8 kommt auch hier ein Bleistreifen infrage. Sein Einsatz gewährleistet, daß das im Dachunterbau in diesem Bereich eingesetzten Holzmaterial vor Fäulnis und dergleichen zusätzlich zu den üblicherweise vorgenommenen Maßnahmen geschützt wird. Darüber hinaus verfügt Blei über hervorragende Verformungseigenschaften und ist gegenüber äußeren Witterungseinflüssen weitestgehend unempfindlich. Anstelle von Blei kann auch weich eingestelltes Kupfer oder Aluminium zum Einsatz kommen.


Anspruch[de]
  1. 1. Traufenabschlußelement zum Lüften und Abdichten des Zwischenraums zwischen dem Unterbau eines Dachs und den darüberliegenden Dacheindeckungsplatten (11), bestehend aus einem auf dem Dachunterbau zu verlegenden, im Einbauzustand parallel zur Traufe (14) verlaufenden Abdeckstreifen, (2), der an seinem traufseitigen Rand einen in eine Traufrinne (12) abgebogenen anliegenden Traufstreifen (11),
    1. - wobei der Trauf- und der Abdeckstreifen (1, 2) Teile einer durchgehenden, wenigstens teilweise elastischen Traufenabdichtungsbahn (4) sind,
      1. - auf deren, die Oberseite bildenden Traufbahnfunktionsfläche (44) beabstandet und zur Traufe (14) parallel verlaufend wenigstens ein Halte- und Leitelement (3.1)
      2. - auf dessen, der Traufenbahnfunktionsfläche (44) gegenüberliegenden Traufenauflagefläche (45), den Traufstreifen (1) und den Abdeckstreifen (2) wenigstens teilweise überdeckend, ein leicht biegsames Biegestreifenelement (8) angeordnet ist,
    2. - wobei auf der Traufenbahnfunktionsfläche (44) wenigstens ein Luftdurchtrittsöffnungen (35) aufweisendes Lüftungselement (30) angeordnet und an dem Halte- und Leitelement (3.1) gehalten ist.
  2. 2. Traufenabschlußelement zum Lüften und Abdichten des Zwischenraums zwischen dem Unterbau eines Dachs und den darüberliegenden Dacheindeckungsplatten (111), bestehend aus einem auf dem Dachunterbau zu verlegenden, im Einbauzustand parallel zur Traufe (14) verlaufenden Abdeckstreifen (102), der an seinem traufseitigen Rand einen in eine Traufrinne (112) abgebogenen anliegenden Traufenstreifen (101), wobei der Traufenstreifen (101) und der Abdeckstreifen (102) als eine einteilige Traufenabdichtungsbahn (104) aus einem elastischem Material so geformt ist, daß der Traufenstreifen (101) abgewinkelt an einer Unterseite (145&min;) des Abdeckstreifens (102) vorgespannt wenigstens teilweise anliegt, wobei auf der eine Traufenbahnfunktionsfläche (144) bildenden Oberseite beabstandet und zur Traufe (114) parallel verlaufend wenigstens ein Halte- und Leitelement (141) angeordnet ist und wobei auf der Traufenbahnfunktionsfläche (144) wenigstens ein Luftdurchtrittsöffnungen (134, 135, 136) aufweisendes Lüftungselement (103) angeordnet und an dem Halte- und Leitelement (141) gehalten ist.
  3. 3. Traufenabschlußelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungselement als ein Lüftungshohlprofil (103) ausgebildet ist, das beabstandet an seinen es wenigstens teilweise begrenzenden Lochstreifen Winkelbahnen (132, 133) wenigstens die Luftdurchtrittsöffnungen ausbildende Lüftungsausnehmungen (134, 135) aufweist und daß das Lüftungshohlprofil (103) aus einem Lochstreifenelement (131) besteht, das längs eines Auflagestegs (139) so abgewinkelt ist, daß sich die Lochstreifenwinkelbahnen (132, 133) mit ihren Lüftungsausnehmungen (134, 135) wie zwei Seiten eines Dreiecks gegenüberliegen.
  4. 4. Traufenabschlußelemenet nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungselement eine Lüftungsschiene (30) ist, die als Luftdurchtrittsöffnungen Luftdurchtrittskanäle (35) aufweist.
  5. 5. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Halte- und Leitelemente (141) untereinander entsprechend der dem Auflagesteg (139) gegenüberliegenden offenen Seite des Lüftungshohlprofils (103) angeordnet sind.
  6. 6. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lochstreifenelement so abgewinkelt ist, daß der Auflagesteg (139) in der Mitte einer Lochreihe (136&min;) verläuft und mit beabstandet untereinander angeordneten Lüftungskanälen (136) versehen ist.
  7. 7. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseiten der Lochstreifen Winkelbahnen (132, 133) des Lüftungshohlprofils (103) sich wenigstens auf einem dreieckförmigen Abstützprofil (137) abstützen.
  8. 8. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Seitenwinkelbahn (132, 133) ein zur offenen Seite (139) des Lüftungshohlprofils (103) zeigendes Abstützsteckprofil (138) angeformt ist.
  9. 9. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Traufenbahnfunktionsfläche (44, 144) ein Spannbahn-Klebeelement (105) aufbringbar ist, mit dem eine Dacheindeckungsbahn (13, 113) des Dachaufbaus festhaltbar ist.
  10. 10. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannbahn- Klebeelement (105) eine Doppelklebestreifenbahn (151) ist, die mit einer Klebebahn (153) auf der Traufenbahnfunktionsfläche (44, 144) und mit der gegenüberliegenden anderen Klebebahn (153) an der Dacheindeckungsspannbahn (13, 113) anheftbar ist.
  11. 11. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Leitelemente (141) als Dreieck-Halte- und Leitprofilstränge (156) und/oder -Furchen (157) ausgebildet sind.
  12. 12 Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Leitelemente als wenigstens eine Führungsleiste (3.1) zur Aufnahme eines kompatiblen Fußes (40, 42) eines Dachzubehörteils in Form der Lüftungsschiene (30), eines Spannbahnhalter-Dorns (50) oder dergleichen ausgebildet sind.
  13. 13. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckstreifen (102) an der Unterseite (145&min;) zum Traufenstreifen (101) durch eine wenigstens teilweise durchgehende Vorspann-Naht (142) abgegrenzt ist.
  14. 14. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Traufenabdeckbahn (4, 104) aus einem Weichkunststoff, insbesondere einem Ethylen/Vinylacetat-Copolymer (EVA) hergestellt ist.
  15. 15. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegestreifenelement (8) wenigstens teilweise in einer in die Traufenbahnauflagefläche (5) eingebrachte Streifenaufnahmeausnehmungen (43) angeordnet ist.
  16. 16. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Traufenabdeckbahn (4, 104) aus einem elastischen Material, insbesondere einem Polyvinylchlorid (PVC) oder einem Gummi, insbesondere mit einer Shore-Härte zwischen 50 und 100, vorzugsweise 80, geformt ist.
  17. 17. Traufenabschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegestreifenelement (8) aus Blei, Aluminium, Kupfer oder dergleichen besteht.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com