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Dokumentenidentifikation DE69218527T2 11.09.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0531924
Titel Vorrichtung zur Messung der relativen Drehgeschwindigkeit zwischen zwei Bauteilen
Anmelder SKF Industrie S.p.A., Turin/Torino, IT
Erfinder Bertetti, Paolo, I-10153 Torino, IT;
Peretti, Pietro, I-10060 Piscina (Torino), IT
Vertreter Grättinger und Kollegen, 82319 Starnberg
DE-Aktenzeichen 69218527
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.09.1992
EP-Aktenzeichen 921153102
EP-Offenlegungsdatum 17.03.1993
EP date of grant 26.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.1997
IPC-Hauptklasse G01P 3/44

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung fällt in den Bereich von Vorrichtungen zur Messung der Drehgeschwindigkeit zwischen zwei Elementen, die sich relativ zueinander drehen, wie z.B. die Stützelemente eines Fahrzeugrades. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Verriegeln des Flußkonzentrators, in dem eine Spule gewickelt ist, um die Drehgeschwindigkeit zu messen.

Derzeit sind als ABS, ASR und TDWS bekannte Steuerschaltungen normalerweise mit gewöhnlichen Grundkomponenten ausgestattet, wie ein phonisches Rad, ein Meßsensor, eine lokale Verarbeitungseinheit und eine öldynamische Nebenschlußverbindungseinheit.

Das phonische Rad ist gewöhnlich ein Zahnring, der auf dem zu steuernden drehenden Teil montiert ist, während der Sensor auf einem feststehenden Abschnitt des Fahrgestells gegenüber dem gezahnten Teil des phonischen Rades in einem festgelegten Abstand befestigt ist.

Die elektrischen Signale, die von den einzelnen Sensoren kommen, werden an die lokale Verarbeitungseinheit geschickt, die im Falle der ABS-Systeme die Unterschiede zwischen den jeweiligen Drehgeschwindigkeiten der Räder mißt.

In diesem besonderen Fall ist der Sensor durch eine Spule (passiver Sensor) gebildet, die eine Anzahl von innerhalb einer speziellen Vorrichtung, des Flußkonzentrators, angeordneten Wicklungen umfaßt. Das phonische Rad ist ein mehrpoliger magnetischer Ring.

In der EP-A-0 376 771 ist eine Sensoranordnung offenbart, gemäß welcher der Sensor durch einen Ring gestützt wird, der durch ein Federverschlußmittel in Form von elatischen Fingern, die in eine in dem nicht drehenden Ring enthaltene Nut eingreifen, mit dem nicht drehenden Ring des Radnabenlagers verbunden ist.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die die Montage des phonischen Rades auf dem Lager und der Spule mit ihrem Flußkonzentrator auf dem Sitz des Fahrzeugfahrgestells, der das Lager trägt, in zwei getrennten Stufen ermöglicht.

Insbesondere sollte der zweite Vorgang schnell ausgeführt werden.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die die Vorgänge zum Verbinden des Sensors mit der lokalen Verarbeitungseinheit erleichtert und die ermöglicht, den Sensor im Falle einer Störung zu ersetzen, ohne daß das Lager entfernt werden muß. Für diese und andere Aufgaben, die im Laufe der Beschreibung noch deutlich werden, stellt die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 zur Verfügung.

Die anliegenden Zeichnungen zeigen zwei Beispiele physischer Ausführungsformen der Erfindung, die gemäß der bisher besten, für die praktische Umsetzung ihrer Prinzipien entwickelten Weise konstruiert sind, wobei:

Fig. 1 eine Querschnittsansicht darstellt, die entlang einer axialen Ebene eines Radlagers aufgenommen ist, auf dem eine erfindungsgemäße Vorrichtung montiert ist;

Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Erfindung als die von Fig. 1 zeigt; und

Fig. 3 eine Querschnittsansicht der Vorrichtung von Fig. 1 zeigt, die entlang einer anderen axialen Ebene aufgenommen ist, um andere bauliche Einzelheiten der Erfindung zu zeigen.

In Fig. 1 bezeichnet die Bezugszahl 10 den inneren Ring, Bezugszahl 11 den äußeren Ring und Bezugszahl 12 die Kugeln eines Wälzlagers. Ein phonisches Rad 14 ist auf dem inneren Drehring 10 durch eine Scheibe 13 montiert. Das phonische Rad 14 ist teilweise in einen Flußkonzentrator 15 eingeführt, der durch einen Zahnring mit C-förmigem Querschnitt gebildet ist, der an einem Sitz 16 des Fahrzeugfahrgestells befestigt ist. Erfindungsgemäß ist das Element, das den Flußkonzentrator mit dem Fahrzeugsitz 16 verbindet, ein Ring 17, der einen zentralen Abschnitt 18 aufweist, der mit einem Paar von konzentrischen Kanten 19 ausgestattet ist, die zwischen sich einen Sitz 20 zur Aufnahme des Flußkonzentrators 15 bilden. Eine elastische horizontale Zunge 32 ist mit in verschiedenen Abständen zueinander angeordneten Vorsprüngen 21 versehen und erstreckt sich zur schnellen Verbindung von dem zentralen Abschnitt 18 bis in geeignete Nuten 22, die in dem Körper des Fahrzeugsitzes 16 gebildet sind.

Alternativ (Fig. 2) kann die schnelle Verbindung des Rings 17 mittels eines kreisförmigen elastischen Expansionsrings 35 ausgeführt werden, der in einer Umfangsnut 36 des Rings 17 befestigt ist und einer in dem Fahrzeugsitz 16 gebildeten ähnlichen Nut 37 gegenüberliegt. Wie in Fig. 3 gezeigt, wird vor der Montage eine Rolle 23 mit Umfangsrippen 24 durch ein Kabel 27, dessen eines Ende einstückig mit dem Ring 17 verbunden ist, an dem Ring 17 angebracht, der parallel zu ihr angeordnet ist.

Die Funktion der Rolle 23 ist es, das Kabel 27 im aufgerollten Zustand zu halten. Das Kabel 27 verbindet die Spule 28, die in dem Flußkonzentrator 15 angeordnet ist, mit der lokalen Verarbeitungseinheit (nicht gezeigt), die das Verbindungsstück 29 des Kabels 27 aufnimmt. Die Umfangsrippen 24 halten den aufgerollten Teil des Kabels 27 auf der Rolle 23.

Die Flußkonzentrator-Verriegelungsvorrichtung dieser Erfindung ist besonders nützlich während der Montagevorgänge. Gemäß dem Stand der Technik müssen das phonische Rad und der Meßsensor mit seinem Flußkonzentrator nacheinander auf dem Lager montiert werden. Es entsteht auch ein Problem aufgrund des Vorhandenseins des Kabels, das die Spule mit der Einheit verbindet. Dieses Kabel, das lang genug sein muß, um die Verbindungen der lokalen Verarbeitungseinheit zu erreichen, kommt aus dem Konzentrator heraus und stellt während der verschiedenen Montagevorgänge ein Hindernis dar.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung beseitigt die oben genannten Unannehmlichkeiten.

Die Spule 28 wird getrennt innerhalb des Flußkonzentrators 15 gewickelt, danach werden der Ring 17, der den Konzentrator 15 hält, und die Rolle 23 federnd auf dem Fahrzeugfahrgestell befestigt, wobei die Kante 30 der Zunge 32 gegen die vertikale Fläche 31 des elastischen Lagerhalterings 25 oder eines Widerlagers gedrückt wird, das direkt auf dem Fahrzeugsitz 16 enthalten ist. An diesem Punkt wird das Kabel 27 von der Rolle 23 entrollt und das Ende, das das Verbindungsstück 29 trägt, wird mit der inneren Leitung des Fahrzeugkörpers verbunden, die zur Verarbeitungseinheit führt, die normalerweise weit entfernt von den Radnaben liegt.

Die Rolle 23, die zu diesem Zeitpunkt unbrauchbar wird, kann weggeworfen werden oder für andere Zwecke verwendet werden.

Obwohl in den anliegenden Zeichnungen zwei alternative Ausführungsformen der Erfindung beschrieben und veranschaulicht worden sind, versteht es sich, daß ähnliche (nicht gezeigte) Vorrichtungen verwirklicht werden können, die verschiedene Verriegelungsmittel wie z.B. modellierte oder perforierte Kanten und Ansätze zum Ermöglichen einer schnellen Verbindung des Rings 17 mit dem Fahrzeugsitz umfassen, die dieselben Vorteile der veranschaulichten Ausführungsformen erzielen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Messung der Drehgeschwindigkeit des Drehrings (10) eines Radnabenlagers, welche einen den nicht-drehenden Ring des Lagers stützenden Sitz (16) des Fahrzeugfahrgestells, ein auf dem Drehring des Lagers montiertes phonisches Drehrad (14) und eine nicht-drehende Meßspule (28) umfaßt, die durch einen Ring (17) gehalten wird, der zur schnellen axialen Verbindung mit einem entsprechenden festen Sitz (22) nach Montage des phonischen Rades (14) auf dem Drehring mit einem Federverschlußmittel (32, 21, 35) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet,

daß der Ring (17) mit einem Paar konzentrischer Kanten (19) versehen ist, die zwischen sich einen axial nach innen schauenden Sitz (20) bilden, der geeignet ist, einen Flußkonzentrator in Form eines Zahnringes (15) zu halten;

daß der in dem Sitz (20) des Rings (17) vorgesehene Zahnring (15) einen axial nach innen schauenden C-förmigen Querschnitt aufweist, in dem die Spule (28) axial gewickelt ist und dem phonischen Rad (14) gegenüberliegt, welches teilweise axial in den Zahnring (15) eingeführt ist; und

daß der feste Sitz (22) in dem Sitz (16) des Fahrzeuggestells aufgenommen ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Spule (28) mit einer zentralen Verarbeitungseinheit verbindende Kabel (27) durch den Ring (17) geführt wird und zeitweise auf eine Rolle (23) aufgerollt ist, die an dem Ring (17) angebracht ist, bevor der Ring (17) an dem Fahrzeugsitz (16) montiert wird.







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