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Dokumentenidentifikation DE69218199T2 18.09.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0587701
Titel POLYACETAL ZUSAMMENSETZUNG
Anmelder E.I. du Pont de Nemours & Co., Wilmington, Del., US
Erfinder TAKAHASHI, Tatsuhiro, Vienna, WV 26105, US;
KOBAYASHI, Toshikazu, Hockessin, DE 19707, US
Vertreter Abitz & Partner, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69218199
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.05.1992
EP-Aktenzeichen 929120657
WO-Anmeldetag 21.05.1992
PCT-Aktenzeichen US9204006
WO-Veröffentlichungsnummer 9220745
WO-Veröffentlichungsdatum 26.11.1992
EP-Offenlegungsdatum 23.03.1994
EP date of grant 12.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.1997
IPC-Hauptklasse C08L 59/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft Polyacetal-Zusammensetzungen, die eine Oxazolylverbindung, gegebenenfalls weitere Verbindungen, ausgewählt aus Epoxy-haltigen Polymerverbindungen, Oxazolyl-haltigen Monomer- und Polymerverbindungen, Styrol-Acrylnitril- Pfropfpolymerverbindungen und Gemischen davon, umfassen. Die Zusammensetzungen zeigen bessere Langzeit-Wärmealterungseigenschaften und eine bessere Beständigkeit gegenüber Fett als Polyacetal allein.

Polyacetalharz wird hergestellt durch Polymerisation eines überwiegend Formaldehyd- Monomeren oder eines Formaldehyd-Trimeren (d.h. Trioxan). Beispiele für Polyacetalharz schließen ein Acetal-Homopolymer (beispielsweise Delrin von der Firma Du Pont) und Acetal-Copolymere, die durch Copolymerisation von Formaldehyd und Ethylenoxid erhalten werden.

Polyacetalharz wird aufgrund seiner ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften (wie hervorragende Dauerermüdungseigenschaften, Abriebfestigkeit und Verschleißfestigkeit) und elektrische Eigenschaften intensiv in Kraftfahrzeug- und elektrischen, elektronischen Bauteilen verwendet. Es wurde jedoch gefunden, daß das herkömmliche Polyacetalharz in einigen Fällen nicht die zufriedenstellende Langzeitbeständigkeit gegenüber einer Wärmealterung (d.h. eine Langzeit-Wärmestabilität) und Fettbeständigkeit (d.h. eine Leitzeit- Ölbeständigkeit) besitzen kann. Bezüglich der Wärmealterung wurde gefunden, daß in einigen Fällen das herkömmliche Polyacetalharz bei Exposition gegenüber hohen Temperaturen von etwa 120 ºC oder darüber während eines längeren Zeitraums bestimmte mechanische Eigenschaften wie Zugfestigkeit nicht beizubehalten vermag. Bezüglich der Ölbeständigkeit wurde gefunden, daß in einigen Fällen das herkömmliche Polyacetalharz, obschon es bei gemäßigten Temperaturen (etwa 80 ºC) gegenüber Benzin und Schmiermitteln widerstandsfähig ist, sich bei höheren Temperaturen (etwa 100 ºC oder darüber) wie durch Benzin Lind Schmiermittel korrodiert verhält.

Die U.S.-Patentschrift 4 098 843 und 4 845 161 lehren Wege zur Verbesserung der Langzeitalterungscharakteristika von Polyacetal, indem Antioxidantien oder Wärmestabilisatoren (beispielsweise Polyamide oder Polycarbodiimide) in es eingearbeitet werden, jedoch wurde bisher keine ausreichende Verbesserung der Eigenschaften erzielt.

Somit ist es Aufgabe der Erfindung, eine Polyacetalharz-Zusammensetzung mit verbesserter Beständigkeit gegenüber einer Langzeit-Wärmealterung und einer Langzeit-Fettexposition bereitzustellen. Intensive Studien durch die Erfinder haben zu der Entdeckung geführt, daß die Einarbeitung bestimmter Verbindungen in ein Polyacetalharz, ausgewählt aus Epoxy-haltigen Polymerverbindungen, Oxazolyl-haltigen Monomer- und Polymerverbindungen, Styrol-Acrylnitril-Pfropfcopolymerverbindungen und Gemischen davon, ein Polyacetalharz mit einer verbesserten Beständigkeit gegenüber einer Langzeit-Wärmealterung und Langzeit-Fettexposition im Vergleich zu Polyacetal allein bereitstellt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft Polyacetal-Zusammensetzungen, bestehend im wesentlichen aus (a) 85-99,99 Gew.-% eines Acetal-Polymeren und (b) 0,01-15 Gew.-% einer Verbindung, ausgewählt aus bestimmten Epoxy-haltigen Polymerverbindungen, Oxazolyl-haltigen Monomer- und Polymerverbindungen, Styrol-Acrylnitril-Pfropfpolymerverbindungen und Gemischen davon. Die Zusammensetzungen besitzen gute Langzeit-Alterungseigenschaften, gute Fettbeständigkeitseigenschaften und sind für Kraftfahrzeug- und/oder elektronische/elektrische Anwendungen geeignet.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bestehen im wesentlichen aus (a) 85-99,99 Gew.-% eines Polyacetalharzes und (b) 0,01-15 Gew.-% einer Oxazolylverbindung, die gegebenenfalls außerdem eine Polymerverbindung enthält, ausgewählt aus bestimmten Epoxy-haltigen Polymerverbindungen, Oxazolyl-haltigen Monomer- und Polymerverbindungen, Styrol-Acrylnitril-Pfropfpolymerverbindungen und aus Gemischen davon. Vorzugsweise bestehen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen im wesentlichen aus 90-99,95 Gew.-% von Komponente (a) und 0,05-10 Gew.-% von Komponente (b). Am meisten bevorzugt bestehen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen im wesentlichen aus 95-99,9 Gew.-% von Komponente (a) und 0,1-5 Gew.-% von Komponente (b). Sämtliche Gewichtsprozentangaben in diesem Abschnitt beziehen sich auf das Gesamtgewicht der Komponenten (a) und (b) allein.

Die Komponente (a), Polyacetal, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet wird, kann verzweigt oder linear sein und besitzt im allgemeinen ein Zahlenmittelmolekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 100 000, vorzugsweise von 20 000 bis 75 000. Das Molekulargewicht kann zweckmäßigerweise durch Gelpermeationschromatographie in m-Cresol bei 160 ºC unter Verwendung eines zweigipfligen PSM-Säulenkits von Du Pont mit einer nominalen Porengröße von 60 und 1 000 gemessen werden. Obwohl in Abhängigkeit von den physikalischen und Verarbeitungseigenschaften, die gewünscht sind, Polyacetale, die höhere oder niedrigere Molekulargewichtsdurchschnitte aufweisen, verwendet werden können, sind die vorstehend erwähnten Polyacetal- Molekulargewichtsdurchschnitte bevorzugt, um ein optimales Gleichgewicht zwischen einem guten Mischen der verschiedenen Bestandteile, die mit der Zusammensetzung schmelzvermischt werden sollen, und der am meisten gewünschten Kombination der physikalischen Eigenschaften in den aus solchen Zusammensetzungen hergestellten Formteilen bereitzustellen.

Wie vorstehend angegeben, kann das Polyacetal entweder ein Homopolymer, ein Copolymer oder ein Gemisch davon sein. Copolymere können ein oder mehrere Comonomere enthalten, wie diejenigen, die im allgemeinen bei der Herstellung von Polyacetal-Zusammensetzungen verwendet werden. Comonomere, die üblicherweise verwendet werden, umfassen Alkylenoxide mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen und ihre cyclischen Additionsprodukte mit Formaldehyd. Die Menge des Comonomeren beträgt nicht mehr als 20 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 15 Gew.-% und am meisten bevorzugt etwa 2 Gew.- % des Copolymeren. Das am meisten bevorzugte Comonomer ist Ethylenoxid. Im allgemeinen wird das Acetal-Homopolymer gegenüber dem Acetal- Copolymer aufgrund seiner größeren Steifheit und Festigkeit bevorzugt. Bevorzugte Acetal-Homopolymere umfassen diejenigen, deren endständige Hydroxylgruppen durch eine chemische Reaktion unter Bildung einer Ester- oder Ethergruppe, vorzugsweise einer Acetat- oder Methoxygruppe, verkappt worden sind.

Die (b)-Komponentenverbindung wird ausgewählt aus bestimmten Epoxy-haltigen Polymerverbindungen, Oxazolyl-haltigen Monomer- und Polymerverbindungen, Styrol- Acrylnitril-Pfropfpolymerverbindungen und Gemischen davon. Die (b)-Komponentenverbindung kann ein hohes oder niedriges Molekulargewicht besitzen, kann ein Monomer, Homopolymer, Copolymer oder Terpolymer sein und kann mehr als eine der oben angegebenen funktionellen Gruppen (d.h. Epoxy, Oxazolyl und Acrylnitril) enthalten.

Beispiele für geeignete Epoxy-haltige Polymerverbindungen umfassen Styrol-glycidylmethacrylat("St-GMA")-Copolymer, Ethylen-Glycidylmethacrylat("EGMA")-Copolymer und Terpolymer-Verbindungen der Formel E/X/Y, worin E für Ethylen steht, X ausgewählt ist aus Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat und Vinylacetat, und Y ausgewählt ist aus Glycidylmethacrylat und Glycidylacrylat. Das Gewichtsverhältnis von Styrol zu Glycidylmethacrylat in St-GMA reicht vorzugsweise von 55:45 bis 99:1. Das durchschnittliche Molekulargewicht des St-GMA-Copolymeren reicht vorzugsweise von 5 000 bis 500 000, mehr bevorzugt von 50 000 bis 350 000 und am meisten bevorzugt von 100 000 bis 250 000. Das Gewichtsverhältnis von Ethylen zu Glycidylmethacrylat in EGMA reicht vorzugsweise von 55:45 bis 99:1. Das durchschnittliche Molekulargewicht des EGMA reicht vorzugsweise von 3 000 bis 1 000 000, mehr bevorzugt von 5 000 bis 300 000 und am meisten bevorzugt von 10 000 bis 100 000. Das Gewichtsverhältnis von E/X/Y reicht vorzugsweise von 55/35/10 bis 99/0,5/0,5. Die E/X/Y-Terpolymer- Verbindung ist in der Technik bekannt und ist beschrieben in der U.S.-Patentschrift 4 753 980. Die bevorzugten Epoxy-haltigen Verbindungen sind St-GMA, EGMA und EBAGMA.

Oxazolyl-haltige Monomer- und Polymerverbindungen enthalten die nachstehende Oxazolyl-Ringstruktur (1).

Struktur (1)

Beispiele für geeignete Oxazolyl-haltige Polymerverbindungen umfassen eine Vielzahl von 2-Alken-2-oxazolin-Homopolymeren und -Copolymeren. Die Alkengruppe ist vorzugsweise eine Vinylgruppe oder eine Isopropengruppe. Speziell geeignete Beispiele für 2-Alken-2-oxazolin-Copolymere umfassen statistische 2-Vinyl-2-oxazolin(Verbindung (2), nachstehend)/Styrol-Copolymere, statistische 2-Vinyl-2-oxazolin/Methylmethacrylat- Copolymere, statistische 2-Vinyl-2-oxazolin/Styrol-Acrylnitril-Copolymere, statistische 2-Isopren-2-oxazolin/Styrol-Copolymere, statistische 2-Isopren-2-oxazolin/Methylmethacrylat-Copolymere und statistische 2-Isopren-2-oxazolin/Styrol-Acrylnitril-Copolymere. Das bevorzugte durchschnittliche Molekulargewicht von solchen Oxazolin-haltigen Polymerverbindungen reicht von 5 000 bis 300 000, vorzugsweise von 50 000 bis 350 000 und am meisten bevorzugt von 100 000 bis 250 000. Bevorzugte Oxazolyl-haltige Polymerverbindungen sind statistische 2-Vinyl-2-oxazolin/Styrol-Copolymere und statistische 2-Vinyl-2-oxazolin/Styrol-Acrylnitril-Copolymere.

Beispiele für geeignete Oxazolyl-haltige Monomerverbindungen umfassen eine Vielzahl von 2-Alkyl-2-oxazolinen, wie 2-Ethyl-2-oxazolin (Verbindung (3), nachstehend), 2-Octyl-2-oxazolin (Verbindung (4), nachstehend), 2-Decyl-2-oxazolin und 2-Heptadecyl- 2-oxazolin. Der Oxazolinring in Struktur (1) und in den Verbindungen (2), (3) und (4) kann mit herkömmlichen Substituenten substituiert sein.

Verbindung (2)
Verbindung (3)
Verbindung (4)

Styrol-Acrylnitril("SAN")-Pfropfpolymerverbindungen umfassen Polypropylen/SAN- Pfropfcopolymere, Ethylen-Vinylacetat-Copolymer/SAN-Pfropfcopolymere, Ethylen- Glycidylmethacrylat-Copolymer/SAN-Pfropfcopolymere und E/X/Y/SAN-Pfropfcopolymere, worin E/X/Y vorstehend beschrieben worden ist. Eine bevorzugte SAN-Pfropfcopolymer-Verbindung ist das Ethylen-Glycidylmethacrylat/SAN-Pfropfcopolymer.

Die (b)-Komponentenverbindungen können allein oder in Gemischen von zwei oder mehreren verwendet werden. Ein bevorzugtes Gemisch für Komponente (b) ist ein Ethylen-Butylacrylat-Glycidylmethacrylat-Terpolymer und ein Styrol-2-vinyl-2-oxazolin- Copolymer. Die (b)-Komponentenverbindungen sind käuflich erhältlich oder können durch den Fachleuten leicht zugängliche Techniken hergestellt werden.

Gegebenenfalls können innerhalb des Bereiches, der die Eigenschaften des Polyacetalharzes nicht deutlich zum Nachteil beeinflußt, Additive, die normalerweise zu einem Polyacetalharz zugegeben werden, in die erfindungsgemäßen Polyacetalharz-Zusammensetzungen eingearbeitet werden. Solche Additive umfassen Antioxidantien, UV-Absorber, Wärmestabilisatoren, Farbmittel, Formtrennmittel, Nukleierungsmittel, Schlagfestmacher und Füllstoffe, sind jedoch nicht darauf beschränkt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können hergestellt werden, indem die Komponenten miteinander bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Acetalpolymeren unter Verwendung jeder intensiven Mischvorrichtung, die herkömmlicherweise bei der Herstellung von thermoplastischen Polyacetal-Zusammensetzungen verwendet wird, wie Gummimühlen, Innenmischer (wie "Banbury"- und "Brabender"- Mischer), Ein- oder Mehrklingen-Innenmischer mit einer extern oder durch Reibung beheizten Schüssel, "Co-Kneter", Mehrtrommelmischer, wie "kontinuierliche Farrel- Mischer", Spritzgießmaschinen und Extruder, sowohl ein- als auch doppelschneckig, sowohl corotierend als gegenläufig rotierend, sowohl vermischend als auch nicht vermischend, vermischt werden. Diese Vorrichtungen können allein oder in Kombination mit statischen Mischern, Mischtorpedos und/oder verschiedenen Vorrichtungen zur Steigerung des Innendruckes und/oder der Mischintensität verwendet werden, wie Ventile, Schieber oder Schrauben, die für diesen Zweck gedacht sind. Extruder sind bevorzugt. Natürlich sollte ein solches Mischen bei einer Temperatur unterhalb von einer Temperatur durchgeführt werden, unter der eine deutliche Zersetzung des Polyacetals auftritt.

Formteile können aus den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen unter Anwendung eines jeden von mehreren allgemeinen Verfahren einschließlich Spritzgießen, Extrusionsformen, Blasformen, Karusselpressen, Schmelzspinnen und Warmformen hergestellt werden. Spritzgießen ist bevorzugt. Beispiele für Formteile umfassen Folie, Profile, Stangenmaterial, Film, Filamente, Fasern, Bandmaterial, Schlauchstreifen und Rohrware. Solche Formteile können durch Orientieren, Strecken, Beschichten, Tempern, Anstreichen, Laminieren und Plattieren nachbehandelt werden. Solche Formteile und der Abfall davon können gemahlen und erneut geformt werden.

Die Verfahrensbedingungen, die bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und der daraus hergestellten Formteile angewendet werden, umfassen Schmelztemperaturen von etwa 170 ºC-260ºC, vorzugsweise von 185 ºC-240 ºC, am meisten bevorzugt von 200 ºC-230 ºC. Werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen spritzgegossen, so beträgt die Formtemperatur im allgemeinen 10 ºC-120 ºC, vorzugsweise 10 ºC-100 ºC und am meisten bevorzugt etwa 50 ºC-90 ºC.

BEISPIELE

Die in den Beispielen und Kontrollbeispielen hier verwendeten Komponenten sind nachstehend beschrieben. Der Monomergehalt in Prozent bezieht sich auf das Gewicht, und die Anteile der Copolymer-Komponenten beziehen sich auf die Gewichtsverhältnisse.

Polyacetalharz

"PAc H" war ein Acetal-Homopolymer, das 0,20 % Wärmestabilisator und 0,2 % Antioxidans (hergestellt von der Firma Du Pont, verkauft als Delrin 500) enthält;

"PAC C" war ein Acetal/Ethylenoxid-Copolymer (hergestellt von der Firma Polyplastics, verkauft als Duracon M90-44).

Verbindungen, die in der Erfindung genannt werden

"StGMA" war ein käuflich erhältliches statistisches Styrol-("St")-Glycidylmethacrylat- ("GMA")-Copolymer, das ein St/GMA-Verhältnis von 85/15 besitzt;

"EGMA" war ein käuflich erhältliches Ethylen("E")-Glycidylmethacrylat-("GMA")- Copolymer, das ein E/GMA-Verhältnis von 95/5 besitzt;

"EEAGMA" war ein statistisches Ethylen("E")-Ethylacrylat("EA")-Glycidylmethacrylat("GMA")-Terpolymer, das ein E/EA/GMA-Verhältnis von 85/10/5 besitzt;

"EBAGMA" war ein statistisches Ethylen("E")-Butylacrylat("BA")-Glycidylmethacrylat- ("GMA")-Terpolymer, das ein E/BA/GMA-Verhältnis von 65/30/5 besitzt;

"EVAGMA" war ein statistisches Ethylen("E")-Vinylacetat("VA")-Glycidylmethacrylat- ("GMA")-Terpolymer, das ein E/VA/GMA-Verhältnis von 85/10/5 besitzt;

"OXAZO-PSt" war ein Styrol("St")-2-Vinyl-2-oxazolin("OXZ")-Copolymer, das ein St/OXZ-Verhältnis von 95/5 besitzt;

"OXAZO-SAN" war ein Styrol("St")-Acrylnitril("AN")-2-Vinyl-2-oxazolin("OXZ")- Copolymer, das ein St/OXZ-Verhältnis von 95/5 und ein St/AN-Verhältnis von 70/30 besitzt;

"PP-g-SAN" war Polypropylen("PP")/Styrolacrylnitril("SAN")-Pfropfcopolymer, das ein PP/SAN-Verhältnis von 70/30 und ein Styrol/Acrylnitril-Verhältnis von 70/30 besitzt;

"EVA-g-SAN" war ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer-("EVA")/Styrol-Acrylnitril("SAN")-Pfropfcopolymer, das ein EVA/SAN-Verhältnis von 70/30 und ein Styrol/Acrylnitril-Verhältnis von 70/30 besitzt;

"EGMA-g-SAN" war ein Ethylen("E")-Glycidylmethacrylat("GMA")-Copolymer("EGMA")/Styrol-Acrylnitril("SAN")-Pfropfcopolymer, das ein EGMA/SAN- Verhältnis von 70/30, ein Styrol/Acrylnitril-Verhältnis von 70/30 und ein E/GMA- Verhältnis von 85/15 besitzt.

Kontrollverbindungen

"LDPE" war ein Polyethylen mit niedriger Dichte, das einen Schmelzindex von 20 g/10 min besitzt (ASTM D1238);

"UHMWPE" war ein ultrahochmolekulares Polyethylen mit einem Molekulargewicht von etwa 2 000 000;

"EVA" war ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, das ein Ethylen/Vinylacetat-Verhältnis von 70/30 besitzt;

"PEO" war ein Ethylenoxid-Homopolymer;

"PMMA" war ein Polymethylmethacrylat;

"PE-g-PMMA" war ein Polyethylen("PE")/Polymethylmethacrylat("PMMA")-Pfropfcopolymer, das ein PE/PMMA-Verhältnis von 70/30 besitzt;

"PE-g-PS" war ein Polyethylen("PE")/Polystyrol("PS")-Pfropfcopolymer, das ein PE/PS- Verhältnis von 70/30 besitzt.

Herstellung der Probenzusammensetzungen

Die Komponenten einer jeder Probenzusammensetzung sind in den Tabellen nachstehend angegeben. Die Komponenten jeder Probenzusammensetzung wurden unter den Standardbedingungen miteinander vermischt und anschließend in einem Doppelschneckenextruder unter Bildung von Pellets schmelzkompoundiert.

Test der Probenzusammensetzungen

Die Pellets der Probenzusammensetzungen wurden zu Prüfhanteln von 3,175 mm Dicke, 177,8 mm Länge, 13,716 mm Mittelpunktbreite gemäß ASTM D638 spritzgegossen. Die Prüfhanteln wurden Langzeitalterungstests und Fettbeständigkeitstests unterzogen.

Der Langzeitalterungstest bestand in dem Stehenlassen der Prüfhanteln für etwa 1 000 Stunden in einem 135-ºC-Ofen und in dem anschließenden Messen der Zugfestigkeit der Teststücke. Die Zugfestigkeit wurde gemäß ASTM D638 gemessen. Die Zugfestigkeit der Teststücke vor der Alterung wurde ebenfalls gemessen.

Die Fettbeständigkeit wurde bewertet, indem eine Prüfhantel mit Lithium-Seifenfett (Multemp TA-2) beschichtet wurde und sie anschließend 1 000 Stunden lang in einem 135-ºC-Ofen stehengelassen wurde. Die Zugfestigkeit des Stückes wurde anschließend wie vorstehend beschrieben gemessen.

BEISPIELE 1-16 UND KONTROLLBEISPIELE C1-C9

Die Komponenten der Beispiele 1-16 und der Kontrollbeispiele C1-C9 zusammen mit den Testergebnissen davon sind in TABELLE A nachstehend angegeben.

Die Zugfestigkeit von Polyacetal H (Kontrollbeispiel C1) betrug 358 kg/cm² bei 135 ºC, 1 000 Teststunden. Das Polyacetal H, das die Verbindungen der Kontrollbeispiele C2-C8 enthielt, besaß Zugfestigkeiten von weniger als 358 kg/cm² bei 135 ºC, 1 000 Teststunden. Im Gegensatz dazu besaß das Polyacetal H, das die erfindungsgemäßen Verbindungen enthielt (Beispiele 1-16) Zugfestigkeiten von größer als 358 kg/cm² bei 135 ºC, 1 000 Teststunden. Außerdem zeigten die Zusammensetzungen der Beispiele 1-16 eine Fettbeständigkeit bei 135 ºC, 1 000 Teststunden, während die Zusammensetzungen der Kontrollbeispiele C2-C8 keine Fettbeständigkeit bei 135 ºC, 1 000 Teststunden, zeigte. Es ist zu bemerken, daß die Formteile aus dem Polyacetalharz, insbesondere Kraftfahrzeugteile und Haushaltsgeräteteile, oft Betriebstemperaturen bis zu 120 ºC unterworfen sind. Als solche ist die hier angewendete Testumgebung von 135 ºC/ 1 000 Stunden schärfer als die tatsächlichen Betriebsbedingungen. Dennoch zeigen die Ergebnisse in TABELLE A, daß die erfindungsgemäßen Harzzusammensetzungen eine ausgezeichnete Festigkeit sogar unter solchen scharfen Bedingungen beizubehalten vermögen.

TABELLE A

BEISPIEL 17 UND KONTROLLBEISPIELE C10-C11

Die Komponenten von Beispiel 17 und der Kontrollbeispiele C10-C11 sind in TABELLE B nachstehend angegeben.

Die Zusammensetzungen wurden wie vorstehend beschrieben getestet, außer daß die Testtemperaturen und Testzeiten so sind wie in TABELLE B angegeben.

Die in TABELLE B angegebenen Testergebnisse zeigen, daß die Zugfestigkeit von Polyacetal H (Kontrollbeispiel C10) weniger deutlich abnahm, wenn die Temperatur zunahm, wenn EBAGMA und OXAZO-PSt darin eingearbeitet waren, als ohne die derartigen darin eingeschlossenen Verbindungen.

TABELLE B


Anspruch[de]

1. Polyacetal-Zusammensetzung, umfassend

(a) 85-99,99 Gew.-% eines Polyacetals und

(b) 0,01-15 Gew.-% eines Oxazolyl-haltigen Monomeren oder Polymeren, worin das Oxazolyl-haltige Polymer kein Acetalpolymer ist, wobei die Gewichtsprozentgehalte auf das Gewicht der Komponenten (a) und (b) allein bezogen sind.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, die außerdem aus einem Polymer besteht, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus

(c)(1) Styrol-Glycidylmethacrylat-Copolymeren,

(c)(2) Ethylen-Glycidylmethacrylat-Copolymeren,

(c)(3) Terpolymeren der Formel E/X/Y, worin

E für Ethylen steht,

X ausgewählt ist aus Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat und Vinylacetat, und

Y ausgewählt ist aus Glycidylmethacrylat und Glycidylacrylat, und worin das Gewichtsverhältnis von E/X/Y 55/35/10 bis 99/0,5/0,5 beträgt,

(c)(4) Propylen/Styrolacrylnitril-Pfropfcopolymeren, und

(c)(5) Ethylenvinylacetat/Styrolacrylnitril-Pfropfcopolymeren.

3. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 oder 2, worin das Oxazolyl-haltige Polymer ausgewählt ist aus 2-Alken-2-oxazolin-Homopolymeren und 2-Alken-2-oxazolin-Copolymeren.

4. Zusammensetzungen nach Anspruch 3, worin das 2-Alken-2-oxazolin-Copolymer ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus statistischen 2-Vinyl-2-oxazolin/Styrol-Copolymeren, statistischen 2-Vinyl-2-oxazolin/Methylmethacrylat-Copolymeren, statistischen 2-Vinyl-2-oxazolin/Styrol-Acrylnitril-Copolymeren, statistischen 2-Isopren-2- oxazolin/Styrol-Copolymeren, statistischen 2-Isopren-2-oxazolin/Methylmethacrylat- Copolymeren und statistischen 2-Isopren-2-oxazolin-Styrol-Acrylnitril-Copolymeren.

5. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 oder 2, worin das Oxazolyl-haltige Monomer 2-Alkyl-2-oxazolin-Monomer ist.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, worin das 2-Alkyl-2-oxazolin-Monomer ausgewählt ist aus 2-Ethyl-2-oxazolin, 2-Octyl-2-oxazolin, 2-Decyl-2-oxazolin und 2-Heptadecyl-2-oxazolin.

7. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1, 3 oder 7, die außerdem wenigstens eines von Antioxidantien, UV-Absorbern, Wärmestabilisatoren, Farbmitteln, Formtrennmitteln, Nukleierungsmitteln, Schlagfestmachern und Füllstoffen umfaßt.







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