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Dokumentenidentifikation DE69402429T2 18.09.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0713545
Titel HOCHABSORBIERENDE REINRAUMWISCHTÜCHER MIT NIEDRIGEN TEILCHEN
Anmelder E.I. du Pont de Nemours & Co., Wilmington, Del., US
Erfinder OATHOUT, James, Marshall, Mt. Juliet, TN 37122, US
Vertreter Abitz & Partner, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69402429
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.08.1994
EP-Aktenzeichen 949240378
WO-Anmeldetag 04.08.1994
PCT-Aktenzeichen US9408496
WO-Veröffentlichungsnummer 9504851
WO-Veröffentlichungsdatum 16.02.1995
EP-Offenlegungsdatum 29.05.1996
EP date of grant 02.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.1997
IPC-Hauptklasse D04H 1/44
IPC-Nebenklasse A47L 13/16   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Reinraumwischtücher, die bei Gebrauch eine geringe Anzahl von Teilchen abgeben und ein hohes Absorptionsvermögen besitzen, und ein Verfahren zur Herstellung dieser Wischtücher. Die Wischtücher werden mit einem Spunlaced-Verfahren hergestellt, d.h. mit einem Wasserstrahlverwirrungsverfahren.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Reinraumwischtücher rnqssen eine geringe Anzahl von Teilchen abgeben, wenn sie benutzt werden, und es ist zu wünschen, daß sie hohe Absorptionsvermögen und -kapazitäten besitzen. Wischtücher mit allen diesen erwünschten Eigenschaften sind im Handel nicht erhältlich.

Verfahren zur Herstellung von wasserstrahlverwirrten Faservliesen sind in der Technik bekannt, siehe zum Beispiel das USA- Patent 3,485,706 an Evans.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spunlaced-Stoff, im wesentlichen bestehend aus einem Gemisch aus 25 bis 65 Gew.-% einer Cellulosefaser, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Baumwolle und Reyon, und aus 35 bis 75 Gew.-% Polyesterfaser, wobei der Stoff eine Teilchenzahl von höchstens 18 Millionen Teilchen pro m² gemessen mit dem Biaxialschüttelverfahren (IES-RP-CC-004.2), eine Intrinsic-Absorptionsfähigkeit von mindestens 5 mlig und einen Teilchensorptionsquotienten (PSQ) von weniger als 55 Millionen Teilchen pro sorbiertem Liter besitzt.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines absorptionsfähigen Spunlaced-Stoffs mit einer geringen Teilchenzahl, umfassend die folgenden Schritte:

a) das Hindurchführen einer Bahn, bestehend im wesentlichen aus 25 bis 65 Gew.-% Cellulosefasern, ausgewählt aus Baumwolle und Reyon, und aus 35 bis 75 Gew.-% Polyesterfasern, das auf einer sei ner beiden Hauptseiten auf einem Sieb mit zahlreichen Löchern gehalten wird, unter einer Reihe von Wasserstrahlen, die die nicht gehaltene Hauptfläche des Vlieses überqueren, wobei die Strahlen mit einer Gesamtaufprallenergie von mindestens 73 x 10&supmin;³ kWh N/kg (10 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) wirken und dadurch bewirken, daß sich die Cellulosefasern und die Polyesterfasern verwirren, und

b) das Hindurchführen der Bahn von Schritt a), das auf der zweiten seiner beiden Hauptseiten auf einer Fläche mit zahlreichen Löchern gehalten wird, unter einer Reihe von Wasserstrahlen, die die nicht gehaltene Hauptfläche des Vlieses überqueren, wobei die Strahlen mit einer Gesamtaufprallenergie von mindestens 146 x 10&supmin;³ kWh N/kg (20 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) wirken und dadurch bewirken, daß sich die Cellulosefasern und die Polyesterfasern noch weiter verwirren, und

wobei die Gesamtaufprallenergie der Strahlen von Schritt (a) plus der Strahlen von Schritt (b) mindestens 293 x 10&supmin;³ kWh N/kg (40 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) beträgt.

Das Verfahren gemäß der Erfindung wird vorzugsweise so ausgeführt, daß die Wasserstrahlen mit einer Temperatur von mindestens etwa 30 Grad C wirken.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird besser verständlich unter Verweis auf die folgenden Figuren:

Fig. 1 ist eine schematische Ansicht eines kontinuierlichen Wasserstrahlverwirrungsverfahrens gemäß der Erfindung, die eine Bandwaschanlage und eine Trommelwaschanlage zum Bespritzen beider Seiten einer Stoffbahn mit Wasserstrahlen sowie eine herkömmliche Abquetschwalze zum Entwässern des entstandenen Stoffs nach dem Bespritzen mit Wasserstrahlen zeigt.

Fig. 2 ist eine schematische Ansicht eines kontinuierlichen Wasserstrahlverwirrungsverfahrens gemäß der Erfindung, die eine Bandwaschanlage und eine Trommelwaschanlage zum Bespritzen beider Seiten einer Stoffbahn mit Wasserstrahlen sowie eine Vakuumentwässerungszentrifuge zum Entwässern des entstandenen Stoffs nach dem Bespritzen mit Wasserstrahlen zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

In den Figuren, worin gleiche Bezugsziffern gleiche Elemente bezeichnen, sind schematische Darstellungen zweier kontuinierlicher Verfahren zu sehen, die bei der Erfindung angewandt werden. Fig. 1 stellt ein kontinuierlichen Verfahren dar, worin ein Faservlies 10 (z. B. aus textilen Stapelfasern gemäß der Erfindung) auf ein Transportband 12 mit einem Maschensieb blasgelegt wird und in Richtung zu einer Bandwaschanlage 14 befördert wird. Das Vlies wird so blasgelegt, daß die textilen Stapelfasern von dem Maschensieb gehalten werden. Die Bandwaschanlage 14 enthält eine Reihe von Wasserstrahlgruppen, die das Faservlies bearbeiten und die textilen Stapelfasern verwirren. Danach wird das wasserstrahlverwirrte Vlies unter einer weiteren Reihe von Wasserstrahlgruppen hindurchgeführt, während es auf einem Musterungselement einer Trommelwaschanlage 16 gehalten wird. Dieses Musterungselement besteht aus Sieben entweder von 24 oder 40 oder 100 mesh. Der entstandene Stoff ist je nach der Musterung mit Löchern auf dem Sieb von 24 mesh bis zu der Musterung ohne Löcher auf dem Sieb von 100 mesh verschieden. Anschließend wird der entstandene Spunlaced-Stoff durch ein Paar Abquetschwalzen 18 geführt, die den Stoff entwässern. Danach kann der Spunlaced-Stoff weiter in einer Paddinganlage 20, einem Trockner 22 und einer Schneidanlage 24 weiterbehandelt werden, bevor er auf die Rolle 26 gewickelt wird.

Fig. 2 ist identisch mit Fig. 1, nur sind die Abquetschwalzen 18 durch eine Vakuumentwässerungszentrifuge 19 ersetzt. Die Vakuumzentrifuge 19 ist zwischen der Trommelwaschanlage 16 und dem Trockner 22 angeordnet.

Wie oben angegeben, besteht das Vlies aus textilen Stapelfasern gemäß der Erfindung insbesondere aus einem Gemisch aus Baumwoll- und Polyesterfasern oder aus Reyon- und Polyesterfasern. Diese Vliese können mit jedem herkömmlichen Trocken- oder Naßverfahren hergestellt werden. Besonders bevorzugt werden die blasgelegten Vliese, die in den Figuren dargestellt sind und gemäß dem USA-Patent 3,797,074 an Zafiroglu hergestellt werden.

Bei der Herstellung des Stoffs wird das Faservlies mit Wasserstrahlen bearbeitet, die durch eng voneinander beabstandete kleine Öffnungen zugeführt werden. Die Strahlen bringen ein Gesamtaufprallenergieprodukt ("I x E") von mindestens 293 x 10&supmin;³ kWh N/kg (40 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse (Hp-hr-lbf/ lbm)), vorzugsweise von 944-958 kWh N/kg (60-80 x 10&supmin;³ Hp-hr-lbf/ lbm), auf das Vlies auf. Obwohl damit das allgemeine Verfahren in dem USA-Patent 3,485,707 an Evans befolgt wird, sind die standardmäßigen Bearbeitungsbedingungen mit Wasserstrahlen viel weniger streng, wobei das Gesamtprodukt I x E etwa 146 x 10&supmin;³ kWh N/kg (20 x 10&supmin;³ HP-hr-lbf/lbm) oder weniger beträgt. Außerdem eignen sich die Anlagen der allgemeinen Art, die oben beschrieben und in dem USA-Patent 3,485,706 an Evans und dem USA-Patent 3,403,862 an Dworjanyn erwähnt sind, für die Behandlung mit Wasserstrahlen. Des weiteren scheint eine Erhöhung der Wasserstrahltemperatur vorteilhaft zu sein, d.h. eine Erhöhung um 8 bis 15 Grad C über die normale Zimmertemperatur (25 Grad C) verbessert die durch die hohe Aufprallenergie hervorgerufene Wirkung. Die bevorzugte Temperatur liegt über etwa 30 Grad C.

Das durch die auf das Stoffvlies auftreffenden Wasserstrahlen erzeugte Energieaufprallprodukt wird errechnet aus den folgenden Ausdrücken, in denen alle Einheiten in "Britischen" Einheiten angegeführt sind, in denen die hierin beschriebenen Messungen ursprüng lich ausgeführt wurden, so daß das Produkt "I x E" (x 10&supmin;³) in Horsepower-hour-pounds force pro pounds Masse vorhanden war.

I = 2PA'

E = PQ/wzs

worin:

I der Aufprall in lbs force ist,

E die Strahlenergie in Horsepower-hours pro pound Masse ist,

P der Wasserversorgungsdruck in pounds pro Quadratzoll ist,

A' die Scheinquerschnittsfläche in Quadratzoll ist und gleich etwa 0,6 A ist,

A die Querschnittsfläche des Strahls in Quadratzoll ist,

Q der Volumenstrom in Kubikzoll pro Minute ist,

w das Gewicht des Vlieses in ounces pro Quadratyard ist,

z die Breite des Vlieses in yards ist und

s die Vlieslaufgeschwindigkeit in yards pro Minute ist.

Die bevorzugte Zellulosefaser zur Verwendung in der Erfindung ist Reyon, und die am meisten bevorzugte Art des Reyons ist die nach dem Viskoseverfahren hergestellte.

Der bevorzugte Stoff enthält 30 bis 60 % Reyon und weist eine Teilchenzahl von höchstens 5 Millionen pro Quadratmeter und einen Teilchensorptionsguotienten von höchstens 15 auf.

TESTVERFAHREN

Die folgenden Testverfahren wurden angewandt, um die verschiedenen unten angegebenen Merkmale und Eigenschaften zu bestimmen:

Es wurde die Anzahl der nassen Teilchen mit den Testverfahren ermittelt, die beschrieben sind in "Evaluating Wiping Materials Used in Cleanrooms and Other Controlled Environments", Institute of Environmental Sciences, IES-RP-CC-004.2 (August 1992). Die Anzahl der nassen Teilchen (d.h. die Anzahl der in Wasser suspendierten Teilchen) wird mit einem Laser-Zähler gemessen, nachdem der Stoff in Wasser gewaschen wurde, entweder unter den Bedingungen einer minimalen Spannung (P&sub0;) oder nach Schütteln in Wasser über fünf Minuten in einer Biaxialschüttelvorrichtung (BAS). Die Teilchenzahl wird verzeichnet in Teilchen pro m² Stoff.

Die Absorptionskapazität wird entweder auf Masse- oder auf Flächenbasis gemäß dem oben beschriebenen IES-RP-CC-004.2 gemessen. Kurz gesagt, man läßt ein abgewogenes Probestück eines Wischtuchs ohne begrenzte Zeit und mechanische Stimulanz die gesamte Flüssig keit auf saugen, die es aus einer Wasserpfütze aufnehmen kann. Dann wird das Wischtuch aus der Pfütze herausgenommen und kann 60 Sekunden lang trocknen, und es wird die Masse der aufgesaugten Flüssigkeit ermittelt, die in dem Wischtuch verblieben ist. Die Daten werden auf zweierlei Weise verzeichnet: als Intrinsic-Absorptionsvermögen und als Extrinsic-Absorptionsvermögen Das Intrinsic-Absorptionsvermögen Ai [ml/g] ist definiert als das pro Masseneinheit sorbierte Flüssigkeitsvolumen, während das Extrinsic-Absorptionsvermögen Ae [ml/m²] das pro Flächeneinheit des Wischtuchs absorbierte Volumen ist.

Die Absorption ist auch gekennzeichnet durch die Absorptionsgeschwindigkeit, die mit Hilfe eines Gravimetrischen Absorptionsfähigkeits-Testsystems (GATS) bestimmt wird, zu beziehen von M/K Systems, Danvers, Massachusetts. Bei diesem Test wird ein trockenes Probestück des Stoffs auf eine ebene Fläche gelegt, die über eine Flüssigkeitsbrücke mit einem Wasserbehälter verbunden ist, der auf einer Topladerwaage steht. Wenn Flüssigkeit durch den Stoff aufgenommen wird, wird die aus dem Behälter zu dem Stoff transportierte Menge als Gewichtsverlust an der Waage registriert. Der entspre chende Zeitraum seit Beginn des Tests wird ebenfalls automatisch verzeichnet. Die Aufnahmegeschwindigkeit wird ermittelt aus der Veränderungsgeschwindigkeit des Anzeigewertes an der Waage. Typische Stoffe absorbieren die Flüssigkeit am schnellsten zu Beginn des Tests, und langsamer, wenn sie ihre Absorptionsgrenze (Absorptionskapazität) erreichen. Die hierin angegebenen Geschwindigkeitsdaten stellen die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsaufnahme dar, wenn der Stoff 50 % seiner Gesamtaufnahmekapazität erreicht hat (Geschwindigkeit @ 50 % in g/g/s). Die Gesamtkapazität wird hierin angegeben als das Gewicht der von dem Stoff sorbierten Flüssigkeit, ausgedrückt als Prozenzsatz, bezogen auf das Gewicht des Probestücks.

Das Flächengewicht in [oz/yd²] wird bestimmt, indem die Masse eines Probestücks des Stoffs von 4 Zoll x 6 Zoll gemäß dem Verfahren gemessen wird, das beschieben ist in dem INDA-Standardtest IST 130.1 - 92, Option 1.2.3, und wird als Masse pro Flächeneinheit angegeben.

Ein einziger Ausdruck für zwei der wichtigsten Wischtuchparameter, Absorptionsvermögen und entfernbare Teilchen, ist beschrieben durch einen Teilchensorptionsqutienten PSQ, der die Anzahl der Teilchen quantifiziert, die pro einem Liter absorbierten Wassers in eine Umgebung eingebracht werden. Mathematisch ist

PSQ = Teilchen pro absorbiertem Liter

= (Teilchen/m²)/((ml/m²)/(ml/l))

= BAS/(Ai/1000)

Die Werte werden ausgedrückt in Millionen Teilchen, die pro absorbiertem Liter eingebracht werden.

BEISPIELE BEISPIEL 1

In diesem Beispiel wurde ein Spunlaced-Stoff gemäß der Erfindung in Form eines blasgelegten Vlieses aus einem Gemisch aus Reyon und textilen Polyester-Stapelfasern hergestellt. Es wurden im Handel erhältliche Stapelfasern aus "Dacron"-Polyester (des Typs 612) von E.I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, Delaware, mit einem Denier-Wert von 1,35 (1,5 dtex) und einer Länge von 0,85 Zoll (2,16 cm) wurden kombiniert mit synthetischer Cellulose-Stapelfaser, einem 100 %-igen Viskose-Reyon, Code 1641, im Handel erhältlich bei Courtaulds Fibers, Inc., Axis, Alabama, mit einem Denier- Wert von 1,8 (2,0 dtex) und einer Länge von 1,125 Zoll (2,86 cm). Die gemischten Stapelfasern wurden blasgelegt gemäß dem in dem USA- Patent 3,797,074 an Zafiroglu beschriebenen Verfahren. Bezogen auf das Gewicht des Vlieses wies das Vlies einen gemessenen Reyongehalt von etwa 31 Gew.-% und einen Polyestergehalt von etwa 69 Gew.-% auf.

Das Vlies wurde in einem kontinuierlichen Arbeitsgang so auf einem glatten Sieb mit zahlreichen Löchern (von annähernd 76 mesh) gehalten, daß die Unterseite des Vlieses in Kontakt mit dem Sieb stand. Danach wurde das Vlies mit einer Geschwindigkeit von 18 yds/ min (16,5 m/min) zu einer Bandwaschanlage weitergeführt und dann unter den in Tabelle I dargestellten Bedingungen unter einer Reihe von Waschband-Strahlgruppen hindurchgeführt Das für die Strahlen verwendete Wasser war einmalig hindurchgelaufenes Wasser, das nicht in den Kreislauf zurückgeführt wurde. Das Vlies wurde in einem kontinuierlichen Arbeitsgang auf einem Sieb von 40 mesh um eine Waschtrommel herumgewickelt, so daß die andere Seite des Vlieses (d.h. die bei diesem Prozeß mit dem Waschband in Kontakt stehende Seite) unter den in Tabelle II dargestellten Bedingungen unter einer Reihe von Waschtrommel-Strahlgruppen hindurchgeführt werden konnte. Nach der Behandlung in der Trommelwaschanlage wurde der Spunlaced-Stoff mit Hilfe einer Vakuumentwässerungszentrifuge entwässert, getrocknet und aufgewickelt. Es sei angemerkt, daß die Aufwickelgeschwindigkeit des Stoffs 20 yds/min (18,3 m/min) betrug und dieser Wert dazu diente, das Produkt "I x E" unten in den Tabellen zu berechnen.

TABELLE I Behandlung in der Bandwaschanlage
TABELLE II Behandlung in der Trommelwaschanlage

Der Stoff wurde auf Absorption und Naßteilchenabgabe und -entstehung unter den Bedingungen einer minimalen Spannung oder nach Schütteln über fünf Minuten in einer Biaxialschüttelvorrichtung, wie oben erläutert, getestet. Die Ergebnisse sind unten in Tabelle III aufgeführt und können mit den Ergebnissen für standardmäßige Spunlaced-Erzeugnisse und mehrere damit vergleichbare Wischtuchstoffe verglichen werden, die in Tabelle IV zu finden sind. Die starke Verminderung der Teilchenentstehung ist zurückzuführen auf die Wirkung der über dem Normalmaß liegenden Aufprallenergie und auf die etwas erhöhte Temperatur des Spritzwassers, durch die die entfernten Teilchen, wie angenommen wird, physisch beseitigt und zumindest teilweise aufgelöst werden. Der erfindungsgemäße Stoff weist eine viel geringere Teilchenentstehung im Vergleich zu standardmäßigen Spunlaced-Erzeugnissen aus Reyon und Polyester (Vergleichsbeispiele A und B) oder anderen damit vergleichbaren Wischtucherzeugnissen aus Reyon oder Baumwolle (Vergleichsbeispiele D und E) auf. Tatsächlich ist der erfindungs gemäße Stoff hinsichtlich seiner geringen Teilchenentstehung durchaus vergleichbar mit dem Polyestergestrick TEXWIPE TX1010 (Vergleichsbeispiel C), einem hochwertigen Reinraumwischtuch, er ist jedoch hinsichtlich der Absorption besser.

Die Beispiele 2 bis 7 wurden ähnlich wie Beispiel 1 hergestellt, wobei Änderungen, z. B. I x E, Wasserstrahltemperatur und Fasergehalt, in den Tabellen III und V zusammen mit den Testergebnissen bei Absorption und Teilchenentstehung verzeichnet sind. Beispiel 2 wurde bei nicht sehr stark von Beispiel 1 abweichenden Bedingungen mit gleich guten Ergebnissen ausgeführt. Beispiel 3 ist, obwohl es bei einem I x E-Produkt von 45 x 10&supmin;³ im Vergleich zu einem I x E-Produkt von etwa 72 x 10&supmin;³ bei den Beispielen 1 und 2 hergestellt wurde und einen höheren Gehalt an Reyon besaß, dennoch viel besser als der standardmäßige Spunlaced-Stoff (Vergleichsbeispiele A und B) und die damit vergleichbaren Stoffe (Vergleichsbeispiele C, D und E).

In den Beispielen 4 bis 7 wird Reyon mit Baumwolle (voraufgelockerter, gebleichter und vorgewaschener Baumwollstapelfaser von annähernd 1 Zoll (2,54 cm) mit dem Code 653004, bezogen von Veratec, Inc., Walpole, Maine, einer Gruppe von International Paper) bei einem Gehalt von jeweils 50 Gew.-% Zellulose und Polyester verglichen, und diese zeigen, daß im wesentlichen kein Einfluß auf die Teilchenentstehung besteht, wenn die Maschenweite des Trommelsiebes von 24 mesh, wodurch ein gemusterter Stoff mit Löchern entsteht, auf 100 mesh verändert wird, wodurch ein ungemusterter Stoff ohne Löcher entsteht. Der Stoff aus Baumwolle und Polyester gemäß der Erfindung ist zwar nicht in dem gleichen Maße besser wie der aus Viskosefilament, ist jedoch wesentlich besser als der damit vergleichbare Stoff aus Baumwolle und bringt eine viel, viel geringere Anzahl von Teilchen hervor, die beim Test entstehen.

TABELLE III
TABELLE IV VERGLEICHSBEISPIELE
TABELLE V


Anspruch[de]

1. Spunlaced-Stoff, im wesentlichen bestehend aus einem Gemisch aus 25 bis 65 Gew.-% einer Cellulosefaser, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Baumwolle und Reyon, und aus 35 bis 75 Gew.-% Polyesterfaser, wobei der Stoff eine Teilchenzahl von höchstens 18 Millionen Teilchen pro m², gemessen mit dem Biaxialschüttelverfahren (IES-RP-CC-004.2), eine Intrinsic-Absorptionsfähigkeit von mindestens 5 und einen Teilchensorptionsquotienten (PSQ) von weniger als 55 besitzt.

2. Spunlaced-Stoff nach Anspruch 1, in dem die Cellulosefaser aus mit dem Viskoseverfahren hergestelltem Reyon besteht.

3. Spunlaced-Stoff nach Anspruch 1, in dem die Cellulosefaser Reyon ist, das Reyon in einer Menge zwischen 30 und 60 % vorhanden ist und der Stoff eine Teilchenzahl von höchstens 5 Millionen pro m² und einen Teilchensorptionsquotienten von höchstens 15 besitzt.

4. Spunlaced-Stoff nach Anspruch 3, in dem das Reyon mit dem Viskoseverfahren hergestellt wird.

5. Verfahren zur Herstellung eines absorptionsfähigen Spunlaced-Stoffs mit einer geringen Teilchenzahl, umfassend die folgenden Schritte:

a) das Hindurchführen einer Bahn, im wesentlichen bestehend aus 25 bis 65 Gew.-% Cellulosefasern, ausgewählt aus Baumwolle und Reyon, und aus 35 bis 75 Gew.-% Polyesterfasern, das auf einer seiner beiden Hauptseiten auf einem Sieb mit zahlreichen Löchern gehalten wird, unter einer Reihe von Wasserstrahlen, die die nicht gehaltene Hauptfläche der Bahn überqueren, wobei die Strahlen mit einer Gesamtaufprallenergie von mindestens 73 x 10&supmin;³ kWh N/kg (10 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) wirken und dadurch bewirken, daß sich die Cellulosefasern und die Polyesterfasern verwirren, und

b) das Hindurchführen der Bahn von Schritt a), das auf der zweiten seiner beiden Hauptseiten auf einer Fläche mit zahlreichen Löchern gehalten wird, unter einer Reihe von Wasserstrahlen, die die nicht gehaltene Hauptfläche der Bahn überqueren, wobei die Strahlen mit einer Gesamtaufprallenergie von mindestens 146 x 10&supmin;³ kWh N/kg (20 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) wirken und dadurch bewirken, daß sich die Cellulosefasern und die Polyesterfasern weiter verwirren, und

wobei die Gesamtaufprallenergie der Strahlen von Schritt (a) plus der Strahlen von Schritt (b) mindestens 292 x 10&supmin;³ kWh N/kg (40 x 10&supmin;³ Horsepower-hour-pounds force pro pound Masse) beträgt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Wassertemperatur mindestens etwa 30 Grad C beträgt.







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