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Dokumentenidentifikation DE19652947C1 16.10.1997
Titel Glastransportgestell
Anmelder VEGLA Vereinigte Glaswerke GmbH, 52066 Aachen, DE
Erfinder Hülsmann, Lothar, 52223 Stolberg, DE;
Roeben, Alfred, Eynatten, BE;
Wissgens, Hans, 52078 Aachen, DE
DE-Anmeldedatum 19.12.1996
DE-Aktenzeichen 19652947
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.10.1997
IPC-Hauptklasse B60P 7/10
Zusammenfassung Ein Glastransportgestell für Innenladerfahrzeuge weist entlang einer Längsseite A-förmig angeordnete Stützen (7, 8) auf, die jeweils durch horizontale Längsholme (10, 14) miteinander verbunden sind. Auf der Außenseite des Transportgestells sind die A-förmigen Stützen (8, 8') und die horizontalen Längsholme (14, 14') nur seitlich und oberhalb eines ausgesparten Mittelfeldes angeordnet. Auf diese Weise entsteht in dem ausgesparten Mittelfeld zwischen den von den A-förmigen Stützen (7, 8) gebildeten geneigten Ebenen ein von der Außenseite zugänglicher Raum für die Lagerung eines kleineren L-förmigen Transportgestells (22).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Glastransportgestell für die Verwendung in Innenladerfahrzeugen, mit einem entlang den Längsseiten mit Tragschultern versehenen Fußteil, auf dem in Querrichtung des Gestells Tragböcke für ein Glasscheibenpaket angeordnet sind, und mit entlang einer Längsseite des Gestells A-förmig angeordneten Stützen, die sowohl auf der den Tragböcken zugewandten als Stützfläche für das Glasscheibenpaket dienenden Seite als auch auf der nach außen gewandten Seite durch horizontale Längsholme miteinander verbunden sind.

Ein Glastransportgestell dieser Art ist aus der DE-G 85 30 631 U1 bekannt. Gegenüber den Glastransportgestellen mit symmetrischem Aufbau, bei denen die A-förmig angeordneten Stützen in der Mittellängsachse des Gestells angeordnet sind und das Gestell daher von beiden Seiten mit den Glasscheiben beladen werden muß, ergibt sich bei dem eingangs genannten unsymmetrischen Aufbau des Gestells der Vorteil, daß das Beladen und das Entladen des Gestells von nur einer Seite erfolgen kann, was eine erhebliche Vereinfachung darstellt. Solche Gestelle mit unsymmetrischem Aufbau werden auch als L-Gestelle bezeichnet. Auf derartigen Gestellen werden Glasscheiben großer Abmessungen von etwa 6 m × 3,2 m transportiert, das heißt Ladungen von Glasscheiben mit sogenannten Bandmaßen.

In manchen Fällen müssen zu denselben Kunden sowohl Bandmaßladungen als auch Glasscheiben kleinerer Abmessungen transportiert werden. In diesen Fällen ist es erforderlich, die Ladungen der kleineren Glasscheiben auf anderen Fahrzeugen zu transportieren. Dadurch erhöhen sich in solchen Fällen insgesamt die Transportkosten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Glastransportgestell der eingangs genannten Art bereitzustellen, das es ermöglicht, zusätzlich zu der Bandmaßladung eine Ladung kleinerer Glasscheiben zu transportieren.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß auf der Außenseite des Gestells die A-förmigen Stützen und die horizontalen Längsholme nur oberhalb und seitlich eines ausgesparten Mittelfeldes angeordnet sind, so daß in diesem ausgesparten Mittelfeld zwischen den von den A-förmigen Stützen gebildeten geneigten Ebenen ein von der Außenseite zugänglicher Raum für die Lagerung eines aufrecht stehenden Glaspaketes kleinerer Abmessungen entsteht.

Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Transportgestells ist es zweckmäßig, die seitlich neben dem ausgesparten Mittelfeld verbleibenden A-förmigen Stützen und die verbleibenden Längsholme stärker zu dimensionieren, damit trotz der ausgesparten Fläche die statische Stabilität des Gestells voll gewährleistet ist.

Zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile des neuen Glastransportgestells sind Gegenstand der Unteransprüche und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.

Von den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 das Glastransportgestell in einer Ansicht der Rückseite mit einem zusätzlich beigeladenen Glaspaket in einer Holzkiste;

Fig. 2 das Glastransportgestell in einer Ansicht der Rückseite mit zwei zusätzlich beigeladenen kleinen Glasgestellen, und

Fig. 3 einen senkrechten Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.

Der tragende Fußteil des Glastransportgestells besteht im wesentlichen aus einer geschweißten Stahlträgerkonstruktion und umfaßt beispielsweise Längsträger 1, 2 und Querträger 3. Die Längsträger 1, 2 bilden seitlich vorstehende Tragschultern 4, mit denen das Gestell im Tiefladerfahrzeug auf entsprechenden Tragschienen aufliegt.

Entlang einer Längsseite des Fußteils sind eine Reihe von A-förmigen Stützböcken für die Glasscheiben angeordnet.

Diese Stützböcke umfassen jeweils zwei unter leichter Neigung zueinander angeordnete Stützen 7 und 8. Die Stützen 7 sind durch horizontale Holme 10 miteinander verbunden.

Die Holme 10, die auf ihrer Vorderseite beispielsweise mit einer Filzauflage versehen sind, bilden die Anlageebene für die Glasscheiben. In Querrichtung sind auf dem Fußteil Tragböcke 12 angeordnet, deren Oberfläche entsprechend der Neigung der Anlageebene geneigt ist und auf denen die Glasscheiben stehen.

Die Stützen 8 auf der Außen- oder Rückseite des Gestells sind am oberen Ende mit den stützen 7 verbunden und nehmen die horizontalen Kräfte auf, die durch das Glasscheibenpaket, bei dem es sich um ein Paket bis zu 24 t Gewicht handeln kann, auf die Anlagefläche und damit auf die Stützen 7 ausgeübt werden. Diese äußeren Stützen 8 sind durch Längsholme 14 miteinander verbunden, die für die erforderliche Stabilität und Verwindungssteifigkeit des Gestells sorgen.

Wie im einzelnen aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, sind die beiden mittleren Stützen 8&min;&min; nicht bis zum Fußteil durchgeführt, sondern enden an dem etwa in der Mitte angeordneten Längsholm 14&min; und sind mit diesem verschweißt. Die unterhalb des durchgehenden Längsholms 14&min; angeordneten Holme 14&min;&min; enden an den Stützen 8&min; und sind mit diesen verschweißt. Auf diese Weise ist das untere Mittelfeld der Gestellrückseite zwischen den Stützen 8&min; und dem Längsholm 14&min; offen, das heißt von der Rückseite des Gestells frei zugänglich, so daß der Raum bis zu der durch die Stützen 7 gebildeten Ebene für den Transport aufrecht stehender Glasscheibenpakete genutzt werden kann. Im Bereich des ausgesparten Mittelfeldes können, sofern die im Fußteil ohnehin vorhandenen Querträger hierfür nicht ausreichen, geeignete Auflager für das zusätzliche Glasscheibenpaket vorgesehen sein.

Die von den Stützen 8&min;&min; aufgenommenen Kräfte werden auf diese Weise auf den durchgehenden Längsholm 14&min; und von diesem auf die Stützen 8&min; und 8 übertragen. Um dem Glastransportgestell insgesamt die erforderliche Stabilität und Verwindungssteifigkeit zu verleihen, sind der Längsholm 14&min; und die Stützen 8 und 8&min; entsprechend zu dimensionieren.

Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, kann in diesem zusätzlichen Laderaum ein in einer Holzkiste 16 verpacktes Glasscheibenpaket untergebracht werden, das hochkant auf den Fußteil des Glastransportgestells aufgestellt wird. Die Kiste 16 wird zweckmäßigerweise durch Spanngurte 17, 18 gesichert, die am Fußteil des Gestells bzw. an dem Längsholm 14&min; befestigt sind und durch ein geeignetes Spannschloß 19 miteinander verspannt werden.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform sind in dem zwischen den Stützen 8&min; und dem Längsholm 14&min; von der Rückseite des Glastransportgestells zugänglichen Laderaum zwei L-förmige Transportgestelle 22 kleinerer Abmessungen untergebracht. Diese Transportgestelle 22, die im Schnitt in Fig. 3 sichtbar sind, umfassen ihrerseits ebenfalls ein Fußteil 23 und eine etwa vertikale Stützwand, die durch die vertikalen Stützen 24 und die horizontalen Holme 25 gebildet wird. Auf diesen L-Gestellen 22 sind die aufrecht stehenden Glasscheiben durch hier nicht dargestellte Sicherungsvorrichtungen festgelegt. Die Gestelle 22 selbst sind ihrerseits in dem großen Glastransportgestell durch einen Sicherungsbalken 27 gesichert, der auf geeignete Weise an den vertikalen Stützen 8&min; befestigt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Glastransportgestell für die Verwendung in Innenladerfahrzeugen, mit einem entlang den Längsseiten mit Tragschultern versehenen Fußteil, auf dem in Querrichtung des Gestells Tragböcke für ein Glasscheibenpaket angeordnet sind, und mit entlang einer Längsseite des Gestells A-förmig angeordneten Stützen, die sowohl auf der den Tragböcken zugewandten als Stützfläche für das Glasscheibenpaket dienenden Seite als auch auf der nach außen gewandten Seite durch horizontale Längsholme miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite des Gestells die A-förmigen Stützen (8, 8&min;) und die horizontalen Längsholme (14, 14&min;) nur oberhalb und seitlich eines ausgesparten Mittelfeldes angeordnet sind, so daß in diesem ausgesparten Mittelfeld zwischen den von den A-förmigen Stützen (7, 8) gebildeten geneigten Ebenen ein von der Außenseite zugänglicher Raum für die Lagerung eines aufrecht stehenden Glaspakets kleinerer Abmessungen entsteht.
  2. 2. Glastransportgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich neben dem ausgesparten Mittelfeld verbleibenden A-förmigen Stützen (8, 8&min;) und die verbleibenden Längsholme (14, 14&min;) zur Erhöhung der statischen Festigkeit und Verwindungssteifigkeit des Gestells entsprechend stärker dimensioniert sind.
  3. 3. Glastransportgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des ausgesparten Mittelfeldes auf dem Fußteil Auflager für das zusätzliche Glaspaket vorgesehen sind.
  4. 4. Glastransportgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es mit das ausgesparte Mittelfeld überspannenden lösbaren Sicherungsvorrichtungen (17, 18, 19, 27) für das zusätzliche Glaspaket (16; 22) versehen ist.
  5. 5. Glastransportgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein zusätzliches kleines, dem durch die Aussparung gebildeten und von außen zugänglichen Raum angepaßtes L-förmiges Transportgestell (22).






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