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Dokumentenidentifikation DE69403531T2 13.11.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0618029
Titel Werkzeughaltefutter für eine drehende Maschine bzw. eine Bohrmaschine
Anmelder Etablissements Amyot S.A., Pontarlier, Doubs, FR
Erfinder Amyot, Claude Virgile Louis, F-25300 Doubs, FR
Vertreter O. Reimold und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 69403531
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 25.03.1994
EP-Aktenzeichen 944201045
EP-Offenlegungsdatum 05.10.1994
EP date of grant 04.06.1997
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 29.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.11.1997
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeugfutter zur Ausstattung einer Drehmaschine, wie z. B. einer Bohrmaschine, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und wie aus dem Dokument EP-A-0300375 bekannt.

Futter werden meistens verwendet, um einen Bohreinsatz oder einen Bohrer oder aber ein Ansatzstück eines Schraubendrehers an einer Motorwelle zu befestigen. Eine erste Möglichkeit, das zylindrische Endstück eines Werkzeugs auf dem Futter zu befestigen besteht darin, daß man dies mit einem Zahnkranz- bzw. ringförmigen Zahnstangensystem ausstattet, das mittels eines Schlüssels das Anziehen der Spannbacken auf dem Werkzeug ermöglicht, bevor man die Maschine benutzt. Der Zahnkranz sichert bezüglich des Körpers den Drehantrieb eines ihn umgebenden Mantels, auf dessen Innenfläche eine Mutter befestigt ist, deren Innengewinde mit dem Außengewinde der Spannbacken zusammenwirkt. Diese Lösung ist zwar praktisch betrachtet zufriedenstellend, doch hat sie den Nachteil, daß sie die Verwendung eines Schlüssels erforderlich macht, der vom Benutzer häufig verlegt wird und von ihm entfernt ist. Diese Verwendung eines Schlüssels ist noch dringender erforderlich in sog. schnurlosen Bohrmaschinen, d.h. solchen, bei denen die Stromversorgung über Batterien erfolgt, die ein fester Bestandteil des Körpers der Maschine sind, was sie sehr beweglich macht. Diese schnurlosen Maschinen oder Bohrmaschinen sind vorwiegend mit Schlüsselfuttern für den Halt der Werkzeuge ausgestattet. Diese Art von Futter ermöglicht die Verwendung in beiden Drehrichtungen und das Durchführen einer axialen Schraube zum Blockieren des Futters auf der Spindel der Bohrmaschine, wenn die Drehrichtung der Motorwelle dazu neigt, das Futter von ihr zu lösen. Es gibt Futter, die ein zufriedenstellendes Anziehen des Werkzeugs ermöglichen, ohne daß die Verwendung eines Schlüssels erforderlich ist.

Eine erste bekannte Lösung besteht darin, daß man am hinteren Ende des Mantels für den Drehantrieb der Betätigungsmutter für die Spannbacken mehrere Zähne einarbeitet, wobei ein auf dem Körper konzentrisch montierter Ring unter der Einwirkung einer Feder, die mindestens einen Zahn gegenüber dem Mantel aufweist, von dem Mantel axial beabstandet gehalten wird. Dieser Ring ist frei drehbar um den Körper montiert.

Um in der Praxis das Anziehen oder Lösen des Werkzeugs durchzuführen, eignet es sich, daß der Benutzer den Ring ergreift und ihn nach vorne verschiebt, damit dessen Zähne mit den Zähnen des Mantels in Eingriff kommen, während er gleichzeitig den Körper des Futters in der einen oder der anderen Richtung von der Motorwelle aus in Drehung versetzt. Es entsteht eine relative Drehbewegung der gegenwirkenden Zähne des Rings und des Mantels, wodurch eine Reihe von Stößen hervorgerufen wird, die je nach der Drehrichtung das Anziehen oder Lösen der Spannbakken begünstigen.

Bei einem anderen bekannten Futter hat der Mantel an seinem vorderen Ende einen radialen kragenförmigen Teil, von dem aus mehrere nach hinten gerichtete Rasten hervorstehen. Außerdem ist auf die Mutter zur Betätigung der Spannbacken ein Ring aufgepreßt, der nach vorn gerichtete Rasten aufweist und dazu dient, mit den Rasten des Mantels in Eingriff zu kommen.

Eine gegen den Körper des Futters drückende Feder hält die Rasten jeweils mit dem Ring und dem Mantel im Eingriff, solange eine gewisse Krafteinwirkung nicht erreicht wird.

In der Praxis reicht es aus, daß der Benutzer für das Anziehen oder Lösen der Spannbacken manuell für eine Drehblockierung des Mantels sorgt und die Motorwelle in der einen oder der anderen Richtung in Gang setzt. Dadurch entstehen eine Reihe von Stö-Ben, die durch die Rasten des Rings auf die Rasten des Mantels ausgeübt werden, wodurch je nach Fall das Anziehen oder Lösen begünstigt wird.

Diese beiden bekannten Futter haben jedoch einen komplizierten Aufbau, der zu erhöhten Herstellungskosten und einem sehr großen Platzbedarf führt.

Eine weitere Lösung wird in der EP-A-0 300 375 geliefert, die sich auf ein Futter bezieht, das eine sehr feine Ganghöhe für die Spannbacken und eine Reihe von Kügelchen verwendet, die zwischen der Mutter und dem Körper angeordnet sind, wobei dieses letzte Merkmal, nämlich die Anordnung von Kügelchen zwischen der Mutter und dem Körper, bei industriellen Futtern schon bekannt ist. Das in dieser Schrift beschriebene Futter hat den Nachteil, daß es nicht v4llig sicher gegen ungewolltes Lösen ist, daß es in der Handhabung sowohl beim Anziehen als auch beim Lösen wegen der Feinheit der Ganghöhe umständlich ist und daß es einen großen Außendurchmesser des Futters benötigt, um ein gutes Anziehen zu ermöglichen.

Selbstspannende Futter mit einem inneren Kugelanschlag haben den Nachteil, daß sie für eine Linksdrehung nicht verwendet werden können, daß sie die Durchführung einer mittigen Schraube zur Blockierung des Futters auf der Spindel der Maschine nicht ermöglichen und daß sie sich bei starken Vibrationen im Verlaufe von Schlagarbeiten lösen.

Die vorab beschriebenen Vorrichtungen sind jedoch im Falle von sehr leistungsstarken Maschinen nicht zufriedenstellend, die eine mechanische Verriegelung erforderlich machen, welche die Öffnung des Futters insbesondere im Verlaufe von Schlagarbeiten verhindert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein im Grundaufbau einfaches Werkzeugfutter bereitzustellen, das mit leichten Materialien hergestellt werden kann, indem man insbesondere eine gewisse Anzahl von Teilen aus Kunststoff integriert, und das einen Verriegelungsmechanismus in der Arbeitsstellung besitzt, dessen Grundaufbau und Herstellung sehr einfach sind.

Hierfür ist das erfindungsgemäße Werkzeugfutter mit einem auf der Motorwelle der Maschine befestigten Körper, in dem mehrere Spannbacken gleitend in den Bohrungen und nach vorn konvergierend gelagert sind, wobei der Körper in seinem hinteren Teil mit einem Feststellring verbunden ist, vor dem auf dem Körper ein Mantel drehbar gelagert ist, dessen Innenwand mit einer Mutter verbunden ist, die mit dem äußeren Gewindeteil der Spannbacken in Eingriff ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper in dem mit dem Mantel überdeckten Teil mit einer Randverzahnung versehen ist, wshrend der Mantel ein Profil-Verriegelungselement aufweist, das zum Eingriff in die Verzahnung des Körpers in der festgezogenen Position des Futters mittels eines Ringes betätigt wird, der auf dem vorderen Ende des Körpers des Futters drehbar gelagert ist.

Da das Futter sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen durch Handhabung des Mantels manuell betätigt wird, genügt es, daß man nach Abschluß des Schließens den Ring zum Verriegeln und vor dem Öffnen des Futters den Ring zum Entriegeln betätigt.

Gemäß einer Ausführung ist die auf dem Körper eingearbeitete Verzahnung eine gerade Verzahnung, während das Verriegelungselement aus einer flachen Feder besteht, deren freies Ende bezüglich der Senkrechten zu den Zähnen geneigt ausgerichtet ist, wenn darauf nicht eingewirkt wird.

Vorteilhafterweise ragt die flache Feder nach innen in einen ausgesparten Teil, den der Mantel aufweist, in welchem eine mit dem Ring verbundene Profilleiste verschiebbar ist, um in einer äußersten Winkelposition gegen die Feder zu drücken, um sie aus der Verzahnung herauszubewegen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Mantel mehrere in seine nach vorn mündende Fläche weisende und auf der Achse des Futters zentrierte Aussparungen auf, wobei im Innern von jeder von ihnen ein Zapfen im Eingriff ist, der mit dem Ring verbunden ist und eine Länge besitzt, die kleiner als diejenige der entsprechenden Aussparung ist, wobei diese Länge in der Richtung der Kreisbogens gemessen wird, entlang dem sich die Aussparung erstreckt.

Der Längenunterschied zwischen jeder Aussparung des Mantels und dem entsprechenden Zapfen des Rings bestimmt den Drehweg, den der Ring gegenüber dem Mantel durchführen kann.

Vorteilhafterweise weist der Mantel in seinem gegenüber dem Ring liegenden Teil eine elastische Leiste auf, deren freies Ende mit einem Profilteil versehen ist, während der Ring zwei Kerben aufweist, die voneinander um einen Wert beabstandet sind, der gleich dem Drehweg des Rings bezüglich des Mantels, d.h. bezüglich des Längenunterschieds zwischen einer Aussparung des Mantels und dem entsprechenden Zapfen des Rings ist und die zur Aufnahme des Profilteils in den beiden Endpositionen des Rings dienen.

Diese Anordnung ermöglicht es, die elastische Blockierung des Rings gegenüber dem Mantel in seinen beiden äußersten Stellungen zu gewährleisten.

Es ist auch möglich, daß der Ring eine rohrförmige Verlängerung aufweist, die den Mantel auf einem großen Teil seiner Länge überdeckt. In diesem Fall wird das Futter durch direktes Handhaben des Rings im Verlaufe des gesamten Spannens und im Verlaufe des gesamten Lösens des Werkzeugs betätigt.

Um die axiale Blockierung des Mantels und des Rings auf dem Körper zu gewährleisten, weist der Körper bei seinem vorderen Ende eine kreisringförmige Nut auf, die zur Seite des Vorderendes des Körpers hin durch eine im wesentlichen senkrecht zur Achse des Futters verlaufende Fläche begrenzt ist, während der Ring einen konischen Kragen aufweist, der in der montierten Position des Futters in die Nut des Körpers eingreift.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Körper bei seinem vorderen Ende eine kreisringförmige Nut auf, die zur Seite des Vorderendes des Körpers hin durch eine im wesentlichen senkrecht zur Achse des Futters verlaufende Fläche begrenzt ist, während der Ring an seinem Vorderende eine Vielzahl elastischer Leisten aufweist, um in der montierten Position des Futters in die Nut des Körpers einzugreifen.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der schematischen Zeichnung, die zwei nicht einschränkend aufzufassende Ausführungsformen des Futters darstellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine Perspektivansicht eines ersten Futters;

Fig. 2 eine Ansicht im Längsschnitt;

Fig. 3 eine auseinandergezogene Perspektivansicht der Hauptbestandteile;

Fig. 4 eine von innen betrachtete Perspektivansicht des am Vorderende des Futters angeordneten Rings;

Fig. 5 und 6 zwei Ansichten dieses Futters im Querschnitt entlang der Linie V-V von Fig. 2, und zwar jeweils in der verriegelten und der entriegelten Stellung des Futters;

Fig. 7 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform des am Vorderende des Futters angeordneten Rings; und

Fig. 8 eine zur Fig. 2 ähnliche Ansicht einer Ausführungsform des Futters im Längsschnitt.

Das in der Zeichnung dargestellte Futter weist einen Körper 2 in der hinteren Wand auf, in dem sich ein Loch 3 mit Innengewinde erstreckt, das zur Befestigung auf der Gewindewelle einer in der Zeichnung nicht dargestellten Drehmaschine dient. In seinem hinteren Teil weist der Körper 2 einen Bereich 4 mit einer geraden Rändelung zur Durchführung der Drehblockierung des Feststellrings 5 aus Kunststoff auf.

In den Körper 2 sind drei Bohrungen 6 eingearbeitet, die jeweils der Führung einer Spannbacke 7 dienen. Die Bohrungen konvergieren nach vorne hin derart, daß die Verschiebung der Spannbacken nach vorne zu deren Annäherung führt, wodurch das Einspannen eines in der Zeichnung nicht gezeigten Werkzeugs ermöglicht wird.

Der äußere Teil der Spannbacken 7 weist ein Außengewinde 8 auf, das mit einer Mutter 9 mit Innengewinde zusammenwirkt, um die Verschiebung der Spannbacken in der einen oder der anderen Richtung je nach der Drehrichtung der Mutter 9 zu bewerkstelligen. Diese Mutter 9 ist durch eine Ringsicherung 10 axial blokkiert. Die Mutter 9 weist eine gerade Rändelung 12 auf, welche die Befestigung des Mantels 13 aus ebenfalls geripptem synthetischem Material zu dessen Drehblockierung ermöglicht. Bei seinem vorderen Ende hat der Mantel 13 ein Verriegelungselement 14, das aus einer flachen Feder besteht und die Form einer Haarnadel hat, um mit einer auf dem Körper eingearbeiteten Verzahnung 15 zusammenzuwirken. Diese Verzahnung 15 ist eine gerade Verzahnung, und das freie Ende der Feder 14 ist um ca. 45º bezüglich der Senkrechten zu den Zähnen 15 geneigt. Das vordere Ende des Körpers 2 besteht ebenfalls aus einem Ring 16 mit partieller gegenseitiger Durchdringung des Rings und des Mantels und Überlagerung des Mantels durch den Ring auf einer relativ großen Länge des Mantels und wegen eines schürzenförmigen Teils 17, den der Ring 16 aufweist.

Der Mantel 13 hat einen aus dem vorderen Teil herausragenden zylindrischen Teil 18, der durch drei Aussparungen 19 unterbrochen ist, die in regelmäßig verteilten Winkeln angeordnet sind. Der Ring 16 selbst hat zwei konzentrische kreisringförmige Oberflächen, und zwar eine erste kreisringförmige Oberfläche 20, die innerhalb des rohrförmigen Teils 18 des Mantels 13 angeordnet wird, und einen kreisringförmigen Teil 22, der außerhalb des rohrförmigen Teils 18 des Mantels 13 angeordnet wird. Die kreisringförmigen Teile 20 und 22 sind durch drei zapfenförmige volle radiale Teile 23 miteinander verbunden, die jeweils eine kleinere Länge als die Aussparungen 19 haben, wobei der Längenunterschied in Umfangsrichtung zwischen einer Aussparung 19 und einem Zapfen 23 dem Winkelweg des Rings 16 gegenüber dem Mantel 13 entspricht.

Der kreisringförmige innere Teil 20 des Rings weist eine Öffnung 24 auf, die den Durchtritt der flachen Feder 14 des Mantels 13 ermöglicht. Eines der Enden dieser Öffnung 24 ist durch eine Leiste 25 begrenzt, die dafür vorgesehen ist, in Anlage mit der flachen Feder 14 zu gelangen, um diese von innen nach außen zu schwenken und sie außer Eingriff mit der Verzahnung 15 zu bringen. Außerdem weist der Mantel 13 an seinem dem Ring gegenüberstehenden rohrförmigen Teil eine elastische Leiste 26 auf, deren Ende 27 ein Profil hat, und in die eine oder die andere von zwei Kerben 28 eindringen kann, die in den kreisringförmigen Teil 22 des Rings in dessen beiden Endstellungen eingearbeitet sind.

Schließlich weist der Körper 2 bei seinem vorderen Ende eine kreisringförmige Nut 29 auf, die auf der Seite des vorderen Endes des Körpers durch eine im wesentlichen senkrecht zur Achse des Futters verlaufende Oberfläche 30 begrenzt ist. Der Ring 16 selbst hat einen konischen Kragen 32, der mit der Nut des Körpers in der montierten Stellung des Futters im Eingriff ist, wodurch die Drehblockierung des Rings und des ihm zugeordneten Mantels gewährleistet wird.

Wenn die Feder 14, wie in Fig. 5 gezeigt, in der aus der Verzahnung 15 ausgefahrenen Stellung ist, läßt sich das Anziehen oder das Lösen des Werkzeugs durch Verdrehen des Mantels 13 und folglich der Mutter 9 für den Antrieb der Spannbacken 7 durchführen. Wenn hingegen das freie Ende der Feder 14, wie in Fig. 6 gezeigt, mit der Verzahnung 15 in Eingriff ist, wird ein Verdrehen des Mantels 13 um den Körper unter der alleinigen sich aus dem Betrieb der Maschine und der Arbeit des Werkzeugs ergebenden Einwirkung unmöglich gemacht.

In der Praxis wird das in Fig. 1 bis 7 dargestellte Futter wie folgt eingesetzt. Mit den Spannbacken 7 in der beabstandeten Stellung und dem Ring 16, 17 in der in Fig. 5 dargestellten Stellung wird dieser Ring 16, 17 gedreht, der den Mantel 13 über die Unebenheit 27 antreibt, die mit einer Kerbe 28 des Rings in Eingriff ist. Wenn die Spannbacken mit dem Werkzeug in Berührung sind, nimmt der Widerstand der Mutter 9 und des Mantels 13 zu. Es kommt dann zu einer Drehung des Rings 16, 17 bezüglich des Mantels 13 innerhalb der durch den Längenunterschied zwischen den Aussparungen 19 und den Zapfen 23 zugelassenen Grenzen. Während dieser relativen Drehung des Rings 16, 17 bezüglich des Mantels 13 wechselt die Profilunebenheit 27 von einer Kerbe 28 zu einer anderen über, und die Leiste 25 entfernt sich und setzt die Feder 14 frei, wobei der Ring 16, 17 den Mantel 13 über die drei Zapfen 23 anschiebt. Dadurch wird das Futter angezogen.

Für das Lösen, verfährt der Benutzer umgekehrt, indem er den Ring 16 im Gegenuhrzeigersinn dreht. Es findet zuerst eine relative Drehung des Rings 16 bezüglich des Mantels 13 statt, während der die Unebenheit 27 von einer Kerbe zu einer anderen wechselt, und die Leiste 25 drückt gegen die Feder 14, um sie von der Verzahnung 15 zu entfernen. Indem er seine Öffnungsbewegung im Gegenuhrzeigersinn fortsetzt, nimmt der Benutzer den Mantel 13 mit Hilfe der Zapfen 23 mit. Das Futter öffnet sich dann, weil der Mantel 13 die Mutter 9 mitnimmt, die die Spannbacken in die Öffnungsstellung drückt.

Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der dieselben Elemente dieselben Bezugszeichen tragen wie zuvor. In dieser Ansicht gibt es nur eine gegenseitige Durchdringung der Flächen gegenüber dem Mantel 13 und dem Ring 16. Es reicht somit zur Drehung der Mutter 9 aus, direkt auf den Mantel 13 einzuwirken, wobei der Ring 16 nur am Ende des Anziehens oder zu Beginn des Lösens betätigt wird, um das Futter zu verriegeln bzw. zu entriegeln.

Außerdem wurde in der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform der konische Kragen 32, den der Ring 16 zur axialen Feststellung des Mantels und des Rings aufweist, durch eine Vielzahl von Leisten 33 ersetzt, die um den Ring regelmäßig verteilt sind und Elastizitätseigenschaften haben, die eine irreversible Montage des Rings auf dem Körper 2 des Futters ermöglichen.

Wie oben gezeigt, trägt die Erfindung zu einer starken Verbesserung des Stands der Technik bei, indem sie ein einfach aufgebautes Futter bereitstellt, das eine mechanische Verriegelungsvorrichtung in der Arbeitsstellung hat und für den Benutzer leicht bedienbar ist.


Anspruch[de]

1. Werkzeugfutter zur Ausstattung einer Drehmaschine, wie z. B. einer Bohrmaschine, mit einem auf der Motorwelle der Maschine befestigten Körper (2), in dem mehrere Spannbacken (7) gleitend in den Bohrungen und nach vorn konvergierend gelagert sind, wobei der Körper in seinem hinteren Teil mit einem Feststellring (5) verbunden ist, vor dem auf dem Körper ein Mantel (13) drehbar gelagert ist, dessen Innenwand mit einer Mutter (9) verbunden ist, die mit dem äußeren Gewindeteil der Spannbacken in Eingriff ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (2) in dem mit dem Mantel überdeckten Teil mit einer Randverzahnung (15) versehen ist, während der Mantel ein Profil-Verriegelungselernent (14) aufweist, das zum Eingriff in die Verzahnung (15) des Körpers in der festgezogenen Position des Futters mittels eines Ringes (16) betätigt wird, der auf dem vorderen Ende des Körpers des Futters drehbar gelagert ist.

2. Futter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Körper (2) eingearbeitete Verzahnung (15) eine gerade Verzahnung ist, während das Verriegelungselement (14) aus einer flachen Feder besteht, deren freies Ende bezüglich der Senkrechten zu den Zähnen geneigt ausgerichtet ist, wenn darauf nicht eingewirkt wird.

3. Futter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die flache Feder (14) nach innen in einen ausgesparten Teil ragt, den der Mantel (13) aufweist, in welchem eine mit dem Ring (16) verbundene Profilleiste (25) verschiebbar ist, um in einer äussersten Winkelposition gegen die Feder (14) zu drücken, um sie aus der Verzahnung herauszubewegen.

4. Futter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (13) mehrere in seine nach vorn mündende Fläche weisende und auf der Achse des Futters zentrierte Aussparungen (19) aufweist, wobei im Innern von jeder von ihnen ein Zapfen (23) im Eingriff ist, der mit dem Ring verbunden ist und eine Länge besitzt, die kleiner als die der entsprechenden Aussparung ist, wobei diese Länge in der Richtung der Kreisbogens betrachtet wird, entlang dem sich die Aussparung erstreckt.

5. Futter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (13) in seinem gegenüber dem Ring liegenden Teil eine elastische Leiste aufweist, deren freies Ende mit einem Profilteil (27) versehen ist, während der Ring (16) zwei Kerben (28) aufweist, die voneinander um einen Wert beabstandet sind, der gleich dem Drehweg des Rings (16) bezüglich des Mantels (13), d.h. bezüglich des Längenunterschieds zwischen einer Aussparung des Mantels und dem entsprechenden Zapfen des Rings ist und die zur Aufnahme des Profilteils (27) in den beiden Endpositionen des Rings dienen.

6. Futter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (16) am Kopfende des Mantels (13) angeordnet ist, wobei sich deren Enden gegenseitig gegenüberliegend durchdringen.

7. Futter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (16) eine rohrförmige Verlängerung (17) aufweist, die den Mantel (13) auf einem großen Teil seiner Länge überdeckt.

8. Futter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (2) bei seinem vorderen Ende eine kreisringförmige Nut (29) aufweist, die zur Seite des Vorderendes des Körpers hin durch eine im wesentlichen senkrecht zur Achse des Futters verlaufende Fläche (30) begrenzt ist, während der Ring (16) einen konischen Kragen (32) aufweist, der in der montierten Position des Futters in die Nut (29) des Körpers eingreift.

9. Futter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (2) bei seinem vorderen Ende eine kreisringförmige Nut (29) aufweist, die zur Seite des Vorderendes des Körpers hin durch eine im wesentlichen senkrecht zur Achse des Futters verlaufende Fläche (30) begrenzt ist, während der Ring (16) an seinem Vorderende eine Vielzahl elastischer Leisten (33) aufweist, um in der montierten Position des Futters in die Nut (29) des Körpers einzugreifen.







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