PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69405049T2 11.12.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0628274
Titel Warenabrechnungsanlage für Supermärkte
Anmelder A.W.A.X. Progettazione e Ricerca S.r.l., Vignola, Modena, IT
Erfinder Cappi, Angelo, Vignola (Modena), IT;
Rimondi, Renato, Bazzano (Bologna), IT
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69405049
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.06.1994
EP-Aktenzeichen 948302757
EP-Offenlegungsdatum 14.12.1994
EP date of grant 20.08.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.1997
IPC-Hauptklasse A47F 9/04

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft gemischte Kassen für Supermärkte, d. h. Kassen mit zwei Stationen für die Selbstbedienungs-Eingabe durch die Kunden und einer Zwischenstation für die Kassiererin. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Kasse des Typs, der geeignet ist, um neben zwei Taschen- bzw. Beutelabgabevorrichtungen plaziert zu sein, und eine Barriere, die den Zugang zu den Beuteln schützt, sowie einen Scanner mit zugehörigem Monitor und Tastatur und ferner eine Fördereinrichtung aufweist, die vor der Kassiererstation angeordnet ist.

Es ist bekannt, daß Kassen des oben angegebenen gemischten Typs seit einiger Zeit in Supermärkten und ähnlichen Verkaufseinrichtungen eingeführt sind und außerdem ein Paar Einrichtungen aufweisen, um an die Kunden Kunststoffbeutel abzugeben und ihnen zu ermöglichen, die gekauften Waren auf einfache Weise in die Beutel zu füllen, die von der Einrichtung offengehalten werden. Eine solche Kasse wird beispielsweise in der EP-Patentanmeldung 0 531 265 im Namen der Anmelderin beschrieben. Diese bekannten Kassenstellen, bei denen die Kassiererstation zwischen zwei Förderbändern in Reihe positioniert ist, sorgen zwar für eine erhebliche Verminderung der Schlangenbildung an der Kasse, weisen aber doch Nachteile auf. Tatsächlich ist die Kassiererin hinter den Scannermonitoren, die den Kunden zugewandt sind, positioniert, d. h. außerhalb ihres Sichtbereichs. Wenn die Kunden Fehler machen oder die Bedeutung der auf dem Monitor erscheinenden Anweisung nicht gleich verstehen, kann ihnen die Kassiererin nicht richtig behilflich sein. Außerdem werden durch die Anwesenheit des Förderbands und der Beutelabgabeeinrichtung nebeneinander zwischen der Kassiererin und dem Kunden die Zahlungsvorgänge häufig erschwert, und zwar wegen der Entfernung zwischen der Kassiererin und dem Kunden und speziell dann, wenn sperrige Waren auf dem Förderband liegen.

Relevanter Stand der Technik ist außerdem in EP-A-0 403 670 angegeben.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Kasse vom gemischten Typ, wobei die Kassiererposition derart ist, daß der Kunde besser unterstützt werden kann. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Kasse gelöst, die die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.

Die Kasse gemäß der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, daß sie die Sicht auf den Monitor nicht nur durch den Kunden, sondern auch durch die Kassiererin zuläßt, so daß diese sowohl die vom Kunden ausgeführten Tätigkeiten als auch die Angaben auf dem Monitor leicht überprüfen kann.

Ein weiterer Vorteil der Kasse gemäß der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Entfernung zwischen der Kassiererin und dem Kunden so gering ist, daß es der Kassiererin möglich ist, rasch und vollständig mit beiden Kunden zu kooperieren, die ihre Kasse zur selben Zeit nutzen. Gleichzeitig können die Kunden sämtliche Vorgänge, die das Eingeben und die Bezahlung der gekauften Waren betreffen, ohne unzweckmäßige Bewegungen ausführen.

Die Unteransprüche definieren verschiedene Modifikationen der Kasse, die im Hauptanspruch definiert ist.

Diese und weitere Vorteile und Eigenschaften der Kasse gemäß der vorliegenden Erfindung ergeben sich für den Fachmann aus der nachstehenden genauen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform davon unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen; die Zeichnungen zeigen in:

Fig. 1 eine Perspektivansicht der Kasse gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe Kasse von Fig. 1, die mit zwei Beutelabgabeeinrichtungen versehen ist.

Aus Fig. 1 ist zu sehen, daß die Kasse gemäß der Erfindung eine Oberfläche 1 aufweist, in deren zentralem Bereich eine Kassiererstation 2 bekannter Art positioniert ist. Ein Scanner 3, der mit einem Monitor 4 versehen ist, der bevorzugt in einer Position 40 bis 50 cm über der Oberfläche 1 angeordnet ist, befindet sich an jeder Seite der Station 2. Der Scanner 3 ist in die Oberfläche 1 eingelassen und von bekannter Bauart, so daß eine detaillierte Beschreibung nicht erforderlich ist.

Eine mobile Barriere, deren Konstruktion und Funktion noch beschrieben werden, ist rechts von dem Scanner 3 positioniert. Eine Tastatur 5 für die manuelle Eingabe der Waren befindet sich links von dem Scanner 3 und ist daran angeschlossen.

Ein Förderband 6 zum Fördern der von der Kassiererin eingegebenen Waren zu einer Sammelwanne 7, die sich am Ende des Bands 6 befindet, ist vor der Kassiererstation 2 zwischen den beiden Scannern 3 positioniert. Ein Trennelement 8 erstreckt sich entlang der Mittellinie des Bands 6 und verläuft auch in die Wanne 7, so daß sowohl das Band 6 als auch die Wanne 7 in Längsrichtung unterteilt sind, um ein Vermischen der Waren der beiden Kunden zu vermeiden, die gleichzeitig an den beiden Seiten der Kasse gemäß der Erfindung tätig sind. Das Förderband 6 ist von bekannter Bauart und braucht nicht weiter beschrieben zu werden.

Eine Trennplatte 9, die bevorzugt transparent ist, trennt jeden Scanner 3 von dem Band 6 und erstreckt sich bis zum Rand der Oberseite 1, um zu verhindern, daß der Kunde das Förderband 6 benutzt, das somit nur von der Kassiererin benutzt werden kann.

Ein Tragarm 10, der den Monitor 4 in einer zu der Oberfläche 1 gerichteten erhöhten Position hält, ist durch die Platte 9 festgelegt, so daß der Monitor nicht nur von dem Kunden, der vor dem Scanner 3 steht, eingesehen werden kann, sondern auch von der Kassiererin, die an der Kassiererstation 2 sitzt. Der Tragarm 10 ist, wie oben gesagt, ausreichend lang, so daß der Monitor 4 das Vorbeilaufen von sperrigen Waren nicht behindert, die die Kassiererin nach dem Einspeichern auf das Förderband 6 legt.

Ferner ist auf der Oberfläche 1 Platz für zusätzliche Einrichtungen links von der Tastatur 5 vorgesehen, beispielsweise für eine Waage 11, um lose Waren abzuwiegen und mit einem Preis zu versehen, für einen Kassenzetteldrucker etc.

Der Rand der Oberfläche 1 nächst dem Scanner 3 ist von einer mobilen Barriere 12 abgeschlossen, die bevorzugt aus einem transparenten Material besteht und einen unteren Ansatz 13 hat, um die Verbindung mit einem Motor 14 über ein Gestänge 15 herzustellen. Mit Hilfe dieses Mechanismus kann sich die mobile Barriere 12 je nach den empfangenen Steuersignalen heben und senken, wie noch im einzelnen beschrieben wird.

Unmittelbar hinter der mobilen Barriere 12 ist eine lichtelektrische Zelle 16 angeordnet, deren erstes Element nahe am Rand des Bands 6 plaziert ist und deren zweites Element mit Hilfe einer horizontalen Halterung 17 in einer Position 20 bis 30 cm vom äußeren Rand der mobilen Barriere 12 entfernt angeordnet ist. Sämtliche Elemente, die die Schutzbarriere bilden, sind von bekannter Bauart und werden daher nicht näher beschrieben.

Unter Bezugnahme auf die Draufsicht von Fig. 2 ist zu erkennen, wie die Kasse gemäß der Erfindung mit geeigneten Beutelabgabeeinrichtungen versehen sein kann, die entweder vom manuellen oder vom automatischen Typ sein können. Letztere werden wegen ihrer raschen und einfachen Benutzung offensichtlich stärker bevorzugt.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform wird von der Verwendung eines Paar von automatischen Einrichtungen 18 des Typs ausgegangen, der in der eigenen EP-Patentschrift 0 429 416 beschrieben ist. Sie sind mit einem doppelten Ladeschacht versehen, sind an dem Rand der Oberfläche 1 angeordnet und dienen auch als Träger für die äußeren Elemente der beiden lichtelektrischen Zellen 16. Die beiden Einrichtungen sind sehr nahe aneinander angeordnet, so daß das Band 6 und die Wanne 7 sie teilweise verdecken, wie die Strichlinien andeuten.

Wenn sich die Barriere 12 in der gehobenen Position befindet, verhindert sie, daß ein auf der Oberfläche 1 anwesender Gegenstand in die Ladeschächte der Einrichtungen 18 geschoben wird. Außerdem zeigt die lichtelektrische Zelle 16 das Vorbeilaufen von Gegenständen an, die sich über die Barriere 12 hochschieben oder sie umgehen, wie noch im einzelnen beschrieben wird.

Der Betrieb der Kasse gemäß der Erfindung während der Schritte der Eingabe, des Verpackens in Beutel und des Bezahlens der im Supermarkt gekauften Waren wird nachstehend im einzelnen beschrieben.

Jeder Kunde 19 nimmt die Waren von seinem Wagen 20 auf und führt sie zum Zweck der SB-Eingabe einzeln über den Scanner 3. Sobald der Artikel von dem Scanner 3 gespeichert ist, wird letzterer desaktiviert, die mobile Barriere 12 senkt sich, und die lichtelektrische Zelle 16 wird aus der Prüffunktion desaktiviert. Auf diese Weise reagiert die lichtelektrische Zelle 16 nicht auf die Dunkeltastung, so daß der Kunde 19 seine Hand darüberbewegen kann und den gespeicherten Artikel in den Beutel oder in den Ladeschacht einer der automatischen Einrichtungen 18 einführen kann.

Wenn der Kunde 19 die Hand zurückzieht, wird die lichtelektrische Zelle 16 wieder beleuchtet und steuert somit die Reaktivierung des Scanners 3 und das gleichzeitige Anheben der Barriere 12. Daher kann der Kunde 19 die Eingabe der Waren an dem Scanner 3 wieder aufnehmen.

Die Waren, die aus Gründen ihrer Sperrigkeit, ihres Gewichts, ihrer Zerbrechlichkeit oder aus anderen Gründen nicht zum Einbringen in die Beutel geeignet sind, werden vom Kunden 19 an die Kassiererin 21 weitergegeben, die sie entweder direkt im Wagen 20 oder auf der Oberfläche 1 mittels eines mobilen Scanners (nicht gezeigt), z. B. vom Stifttyp, aufnimmt. Dank der Nähe der Kassiererin 21 kann der Kunde 19 immer dann, wenn er einen Gegenstand 22 nicht mittels des Scanners 3 eingeben kann, diesen Gegenstand auf die Oberfläche 1 legen und die Kassiererin 21 versuchen lassen, ihn mit ihrem mobilen Scanner aufzunehmen. In einem Ausnahmefall, in dem nicht einmal dieser Scanner den Strichcode des Gegenstands 22 lesen kann, gibt die Kassiererin 21 den Gegenstand von Hand über die Tastatur 5 ein, die zu diesem Zweck auf der Oberfläche 1 vorgesehen ist. Die von der Kassiererin 21 aufgenommenen Waren werden dann von ihr selber auf das Band 6 gelegt, das sie zu dem Sammelschacht 7 verbringt.

Wenn der Kunde 19 versucht, einen Gegenstand in den Beutel zu legen, ohne ihn zu speichern, bleibt die Barriere 12 in der gehobenen Position und verhindert die Passage der Hand des Kunden. Wenn er dennoch versucht, um die Barriere 12 herumzugelangen, um einen nicht eingegebenen Gegenstand in den Beutel zu legen, reagiert die lichtelektrische Zelle, die das Gültigkeitssignal vom Scanner 3 nicht empfangen hat, auf die Dunkeltastung und steuert die Abgabe eines akustischen Signals sowie das Auftreten einer Alarmmeldung auf dem Monitor 4.

Nach Beendigung der Eingabe der Waren drückt der Kunde 19 eine bestimmte Taste (nicht gezeigt), um das Ende des Vorgangs zu melden und die Anzeige des zu zahlenden Gesamtbetrags anzufordern, bezahlt dann und geht weiter zum anderen Ende der Kasse, um die gefüllten Beutel und die eventuell in dem Schacht 7 vorhandenen Waren mitzunehmen.

Es ist ersichtlich, daß die Funktionsfähigkeit der oben erläuterten Kasse das Vorhandensein von Verarbeitungseinheiten oder dergleichen voraussetzt, die die verschiedenen Einheiten koordinieren; da sie von bekannter Bauart sind, werden sie hier nicht beschrieben.

Die gezeigte Ausführungsform ist offensichtlich nur ein Beispiel, da viele für den Fachmann ersichtliche Modifikationen vorgenommen werden können. Eine erste Änderung kann darin bestehen, das Förderband 6 durch eine ähnliche Einrichtung zu ersetzen, die geeignet ist, die Waren zu dem Schacht zu transportieren, beispielsweise durch eine motorisch angetriebene Serie von Rollen oder zwei parallele, jeweils selbständige Bänder. Eine weitere Änderung kann darin bestehen, daß die beiden Tastaturen 5 zu einer einzigen vor der Kassiererin befindlichen Tastatur integriert und mit einem Schalter versehen sind, um jeweils den einen oder den anderen Kunden mit der Summe der manuell über die einzige Tastatur eingegebenen Artikel zu belasten.

Auch für die mobile Barriere 12 können viele Modifikationen vorgenommen werden, und zwar sowohl in bezug auf ihren Antriebsmechanismus als auch die Konstruktion der Barriere. Sie kann wie eine Tür anstatt nach Art einer Guillotine ausgebildet sein und oben oder unten oder an einer Seite gelenkig angebracht sein, so daß sie durch Drehen um eine vertikale oder horizontale Achse geöffnet und geschlossen wird. Außerdem kann eine Vielzahl von Türen verwendet werden, die eventuell solche Größe haben, daß sich die mobile Barriere 12 über die gesamte Breite der Beutelabgabeeinrichtung erstreckt.


Anspruch[de]

1. Kasse für Supermärkte und dergleichen, die geeignet ist, um neben wenigstens einer Beutelabgabeeinrichtung (18) plaziert zu sein, und die aufweist: eine Kassiererstation (2), die an der Aufstromseite einer Fördereinrichtung (6) liegt, und wenigstens einen Scanner (3), der nahe an der Station (2) angeordnet und mit einem Monitor (4) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kasse außerdem eine mobile Barriere (12) sowie eine lichtelektrische Zelle (16) aufweist, die beide an den Scanner (3) angeschlossen und geeignet sind, um den Zugang zu dem für die Beutelabgabeeinrichtung (18) gedachten Raum zu steuern.

2. Kasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scanner (3) mit dem Monitor (4), die mobile Barriere (12) und die lichtelektrische Zelle (16) paarweise vorhanden sind und daß jedes Set an einer Seite der Station (2) angeordnet ist.

3. Kasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (6) aus einem Förderband besteht.

4. Kasse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mobile Barriere (12) aus einer Platte besteht, die sich mit einer vertikalen Hin- und Herbewegung bewegt.

5. Kasse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tastatur (5) an den Scanner (3) angeschlossen ist.

6. Kasse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trennplatte (9) den Scanner (3) von der Fördereinrichtung (6) trennt.

7. Kasse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trennelement (8) die Fördereinrichtung (6) und eine an dem Ende davon positionierte Sammelwanne (7) in Längsrichtung unterteilt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com