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Dokumentenidentifikation DE69311301T2 08.01.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0618030
Titel Spannzangefutter mit Ölförderung und seiner Spannzange
Anmelder NT Tool K.K., Takahama, Aichi, JP
Erfinder Ishikawa, Hitoshi, c/o NT TOOL KABUSHIKIKAISH, Takahama-shi, Aichi-ken, JP
Vertreter Blumbach, Kramer & Partner, 81245 München
DE-Aktenzeichen 69311301
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.10.1993
EP-Aktenzeichen 931170773
EP-Offenlegungsdatum 05.10.1994
EP date of grant 04.06.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.1998
IPC-Hauptklasse B23B 31/20
IPC-Nebenklasse B23Q 1/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Spannzange und auf einen in der Spannzange verwendeten Spannzangeneinsatz, und insbesondere auf eine Spannzange mit Ölspeisung, bei der ein Schneidöl zu einem Werkzeug, das in einer Spannzange eingepaßt ist, über einen Ölkanal in einem Hauptkörper der Spannzange zugeführt wird, und auf einen Spannzangeneinsatz für diese Spannzange.

In der EP-A- 0 263 982 ist eine Spannzange offenbart, das einen Spannzangeneinsatz aufweist, der einen ersten Satz und einen zweiten Satz von jeweils axial langgestreckten radialen Schlitzen aufweist, wobei sich die ersten Schlitze an der vorderen Endfläche des Spannzangeneinsatzes öffnen und sich die zweiten Schlitze an der Rückseite des Spannzangeneinsatzes öffnen. Alle Schlitze der beiden Sätze schneiden die Klemmrille. Es findet sich keine Erwähnung einer Ölspeisung zu der Spannzange.

In der DE 41 15 992 A1 ist eine Spannzange offenbart, bei dem interne Ölförderkanäle vorgesehen sind. Es sind keine axial langgestreckten Schlitze vorhanden, die sich an der Endfläche öffnen würden.

Fig. 7 zeigt eine weitere Ausfühuungsform einer herkömmlichen Spannzange.

Ein Hauptkörper 1c der herkömmlichen Spannzange Ac weist an seinem einen Ende ein sich verjüngendes Loch 2c für die Einführung eines Spannzangeneinsatzes 9c in dieses Loch sowie einen inneren Ölkanal 4c auf, der mit dem sich verjüngenden Loch 2c in Verbindung steht, wie es in Fig. 7 gezeigt ist. Die äußere Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9c ist mit einer sich verjüngenden bzw. kegelförmigen Form ausgestaltet, derart, daß sie in das sich verjüngende Loch 2c mit engen Toleranzen passend einfügt. Der Spannzangeneinsatz 9c weist eine Rille 17c an dem vorderen Endabschnitt (der mit dem großen Radius versehenen Seite) seiner äußeren Oberfläche, einen Paßflansch 18c, der an die Rille 17c angrenzt, und ein Werkzeugaufnahmeloch bzw. Werkzeughalteloch 13c auf, das in dem axialen Abschnitt des Spannzangeneinsatzes ausgebildet ist. Eine Mehrzahl von axial langgestreckten radialen Schlitzen 14c ist in dem Spannzangeneinsatz 9c in geeigneten Abständen am Umfang ausgebildet, wobei die Schlitze 14c in einem ringförmigen Basisabschnitt 12c an dem rückseitigen Endabschnitt (der mit kleinen Radius versehenen Seite) des Spannzangeneinsatzes 9c enden, wobei ein loses Loch 34 in diesem Basisabschnitt 12c ausgebildet ist. Alle radialen Schlitze 14c sind an dem vorderen Ende des Spannzangeneinsatzes 9c offen und stehen mit dem losen Loch 34 und mit dem Werkzeugaufnahmeloch 13c in Verbindung. Die axial langgestreckten, radialen Schlitze 14c ermöglichen eine radiale Zusammenziehung des Spannzangeneinsatzes 9c. Die Spannzange Ac ist mit einem Klemm- bzw. Klammerelement 20c zum Eindrücken des Spannzangeneinsatzes 9c in das sich verjüngende Loch 2c versehen. Schneidöl wird zu einem Werkzeug 28c, das in das Werkzeugaufnahmeloch 13c eingepaßt ist, von dem Ölkanal 4c über das lose Loch 34 und die radialen Schlitze 14c zugeführt.

Wenn das Schneidöl mit einer konstanten Strömungsrate zugeführt wird, ist die axiale Geschwindigkeit des Schneidöls, das aus dem vorderen Ende des Spannzangeneinsatzes 9c ausströmt, umgekehrt proportional zu der Summe all derjenigen Querschnittsflächen von allen radialen Schlitzen 14c, die rechtwinklig zu der Achse des Spannzangeneinsatzes 9c an deren vorderem Ende verlaufen. Diese Summe ist hinsichtlich der radialen Schlitze 14c, die für den Zweck der radialen Zusammenziehung des Spannzangeneinsatzes vorgesehen sind, erheblich groß. Demgemäß ist die axiale Geschwindigkeit des Schneidöls ziemlich klein und es kann das Schneidöl nicht ausreichend zu einer Spitze 29c des Werkzeugs 28c, bei der das Schneidöl am stärksten betätigt wird, zugeführt werden. Wenn die Spannzange Ac mit einer hohen Geschwindigkeit gedreht wird, wird das Schneidöl, das aufgrund der Drehung einer Zentrifugalkraft unterliegt, auch in radialer Richtung aus dem vorderen Ende des Spannzangeneinsatzes 9c herausströmen, und es ist die Zufuhr des Schneidöls zu dem Werkzeug 28c daher noch weniger ausreichend. Weiterhin tritt das Schneidöl zusammen mit Spänen bzw. Abriebteilen und staubförmigen Metallteilchen, die in ihm enthalten sind, in die Rillen für Kugeln 25c ein, die in einem Hauptkörper 21c eines Klammer- bzw. Klemmelements 20c ausgebildet sind, und es kann in manchen Fällen der Fall auftreten, daß der Hauptkörper 21c nicht mehr gedreht werden kann.

Bei einer anderen, herkömmlichen Spaimzange Ad, die in Fig. 8 gezeigt ist, ist eine Ölführung 32d entlang der Achse eines Werkzeugs 28d, ausgehend von einer Spitze 29d des Werkzeugs 28d zu dessen rückseitigem Ende, ausgebildet. In allen Zeichnungen der vorliegenden Unterlagen bezeichnen die gleichen Bezugszeichen jeweils die gleichen oder äquivalente Elemente, und es werden die hinnugefügten Buchstaben a bis d dazu benutzt, unterschiedliche Beispiele und Ausführungsformen voneinander zu unterscheiden. Die Ölführung 32d steht mit einem Ölkanal 4d an dem rückseitigen Ende des Werkzeugs 28d in direkter Verbindung, und es verhindert eine Dichtung 35 aus Gummi, daß Schneidöl in Richtung zu den radialen Schlitzen 14d herausleckt. Bei dieser Spannzange wird das Schneidöl in ausreichendem Maße zu der Spitze 29d des Werkzeugs 28d über die Ölführung 32d hindurch zugeführt.

Wenn jedoch die Spannzange über einen langen Zeitraum hinweg benutzt wird und die Dichtung aus Gummi beschädigt wird, beginnt das Schneidöl, in Form eines Leckflusses zu den radialen Schlitzen auszutreten, und es wird das Schneidöl wiederum nicht in ausreichendem Maße zugeführt.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfmdung besteht in der Schaffung einer mit Ölspeisung ausgestatteten Sparinzange, bei der in axialer Richtung langgestreckte radiale Schlitze in einem Spannzangeneinsatz ausgebildet sind, um hierdurch den Spannzangeneinsatz in radialer Richtung zu begrenzen bzw. eine radiale Kontraktion zu ermöglichen, wobei aber Schneidöl nicht direkt aus den radialen Schlitzen herausströmt, sondern von unterschiedlichen Düsen, die eine geeignete Querschnittsfläche aufweisen, mit einer ausreichenden axialen Geschwindigkeit ausströmt. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist weiterhin die Bereitstellung des Spannzangeneinsatzes für die Spannzange.

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird eine mit Ölspeisung versehene Spannzange bereitgestellt, wie sie im Anspruch 1 definiert ist.

In dem Basisabschnitt am vorderseitigen Ende sind schmale Düsen ausgebildet, die sich an der endseitigen Obeffläche des Basisabschnitts öffnen und mit einem Ölkanal über die radialen Schlitze des zweiten Satzes oder über eine zusätzlich vorgesehene Passage in Verbindung stehen. Schneidöl, das zu der Spannzange über den Ölkanal zugeführt wird, strömt in Richtung zu einer Spitze eines Werkzeugs lediglich durch die Düsen hindurch aus.

Weiterhin schafft die vorliegende Erfindung eine mit Ölspeisung versehene Spannzange, bei der in axialer Richtung langgestreckte radiale Schlitze in einem Spannzangeneinsatz ausgebildet sind, um hierdurch den Spannzangeneinsatz in radialer Richtung zu begrenzen bzw. zusammenziehen können, wobei aber Schneidöl nicht zu den radialen Schlitzen fließt, sondern aus einer Spitze eines Werkzeugs durch den axialen Abschnitt des Werkzeugs hindurch ausströmt. Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung den Spannzangeneinsatz für die Spannzange bereit.

In Übereinstimmung mit der Erfindung wird ein mit Ölspeisung versehener Spannzangeneinsatz bereitgestellt, wie er im Patentanspruch 7 definiert ist.

In diesem Fall ist der Spannzangeneinsatz mit den vorstehend angegebenen, ersten und zweiten Sätzen von in axialer Richtung langgestreckten radialen Schlitzen versehen, und es ist das Werkzeug mit einer axialen Ölführung ausgebildet, wobei das rückseitige Ende der axialen Ölführung mit dem Ölkanal in direkter Verbindung steht. Das Schneidöl strömt aus dem vorderen Ende dieser Ölführung in Richtung zu der Spitze des Werkzeugs aus. Selbst wenn das Schneidöl aus einer Übergangsstelle zwischen dem Ölkanal und der Ölführung herauslecken sollte, wird es durch einen zickzackförmigen Pfad daran gehindert, zu der Außenseite des Spannzangeneinsatzes herauszuströmen, und es fließt das Schneidöl wiederum aus der Ölführung lediglich dann heraus, nachdem das Schneidöl den zweiten Satz von Schlitzen vollständig ausgefüllt hat.

Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich.

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt einer Spannzange, die entlang einer in Fig. 3A hinsichtlich eines Spannzangeneinsatzes gezeigten Linie I-I geschnitten ist,

Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt einer Spannzange, die entlang einer in Fig. 3B hinsichtlich des Spannangeneinsatzes gezeigten Linie II-II geschnitten ist,

Fig. 3A, 3B, 3C und 3D zeigen jeweils eine Aufrißansicht der vorderen Endseite, eine Frontansicht bzw. eine Aufrißansicht der rückseitigen Endseite des Spannzangeneinsatzes bzw. einen Schnitt, der entlang einer in Fig. 1 gezeigten Linie D-D geschnitten ist,

Fig. 4A, 4B und 4C zeigen teilweise geschnittene Ansichten, in denen der Vorgang der Montage des Spannzangeneinsatzes dargestellt ist,

Fig. 5 zeigt eine vorderseitige Ansicht eines anderen Spannzangeneinsatzes,

Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt des anderen Spannzangeneinsatzes, der entlang einer Linie geschnitten ist, die einen ersten Satz von radialen Schlitzen enthält,

Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt einer herkömmlichen Spannzange, und

Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt einer anderen, herkömmlichen Spannzange.

Nachfolgend wird auf die Fig. 1 bis 4C Bezug genommen. Ein Basisabschnitt 1g einer mit Ölspeisung versehenen Spannzange A ist dazu ausgelegt, an einem bekannten Werkzeughalter oder an einer Drehachse einer Werkzeugmaschine oder dergleichen montiert zu werden. Ein Hauptkörper 1 der Spannzange A ist in zylindrischer Form ausgebildet. Ein sich keilförmig verjüngendes Loch 2 ist in dem vorderen Endabschnitt 1h ausgebildet, und es ist ein Außengewindeabschnitt 3 an der äußeren Oberfläche des Endabschnitts 1h vorgesehen. Ein Ölkanal 4 ist als ein hohler Abschnitt in dem Hauptkörper 1 ausgebildet. Ein Innengewinde 5 ist an der inneren Oberfläche des Hauptkörpers 1 ausgebildet, wobei sich ein Positionierelement 6, das zur Einstellung der Länge des Überstands eines Werkzeugs 28 dient, in Eingriff mit dem Innengewinde 5 befindet. Ein axiales Loch 7, das für die Umwälzung eines Schneidöls dient, ist in dem Positionierelement 6 ausgebildet und steht mit einem Auslaß 8 für das Schneidöl in Verbindung.

Weiterhin weist ein Spannzangeneinsatz 9, der zur Führung des Schneidöls imstande ist, einen Hauptabschnitt 10, einen ringförmigen, vorderseitigen Basisendabschnitt 11, und einen ringförmigen, rückseitigen Basisendabschnitt 12 auf, und es ist die Außenfläche des Spannzangeneinsatzes 9 mit einer keilförmigen Form ausgebildet, die in das keilförmige Loch 2 eng passend einbringbar ist. Ein Werkzeughalteloch bzw. Werkzeugaufnahmeloch 13 ist in dem axialen Abschnitt des Spannzangeneinsatzes 9 ausgebildet. Ein erster Satz von radial langgestreckten, radialen Schlitzen 14 und ein zweiter Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen 15 ist in dem Spannzangeneinsatz 9 zum Zwecke der Ermöglichung einer radialen Zusammenziehung des Spannzangeneinsatzes 9 vorgesehen. Die radialen Schlitze 14 des ersten Satzes öffnen sich an der endseitigen Oberfläche 11g des vorderseitigen Basisendabschnitts 11 und enden in dem rückseitigen Basisendabschnitt 12 derart, daß sie dort geschlossen sind. Die radialen Schlitze 15 des zweiten Satzes öffnen sich an der Endoberfläche 12g des rückseitigen Basisendabschnitts 12 und enden in dem vorderseitigen Basisendabschnitt 11 derart, daß sie in diesem geschlossen sind. Die radialen Schlitze 14 des ersten Satzes und die radialen Schlitze 15 des zweiten Satzes sind in geeigneten winkelmäßigen Abständen angeordnet und sind abwechselnd entlang der Umfangsrichtung des Spannzangeneinsatzes 9 angeordnet. Wie aus Fig. 3B ersichtlich ist, bilden ein Teil der äußeren Oberfläche des Basisabschnitts 11, diejenige äußere Oberfläche des Hauptabschnitts 10, die nicht mit den Schlitzen 14 und 15 versehen ist, und ein Teil der äußeren Oberfläche des Basisabschnitts 12 einen zickzackförmigen Pfad 16, der über den gesamten Umfang des Spannzangeneinsatzes 9 hinweg geschlossen ist. Die äußere Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9 steht mit der inneren Oberfläche des keilförmigen Lochs 2 entlang des zickzackförmigen Pfads 16 in enger Berührung. Die äußere Oberfläche des Werkzeugs 28 steht mit der inneren Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9, das heißt mit der inneren Oberfläche des Werkzeugaufnahmelochs 13 entlang eines ähnlichen, zickzackförmigen Pfads in enger Berührung. Damit zwischen der inneren und der äußeren Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9 ein starker Kontakt hergestellt wird, ist der zickzackfömige Pfad 16 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel derart ausgelegt, daß er eine axiale Länge L überspannt, die in der Figur gezeigt ist. Eine Rille 17 und ein Paßflansch 18, der an die Rille angrenzt, sind an der äußeren Oberfläche des Basisabschnitts 11 ausgebildet. Diese Rille 17 und der Paßflansch 18 bilden einen Eingriffsabschnitt, der im weiteren Text beschrieben wird. Eine oder mehrere dünne Düsen 19 stehen mit den radialen Schlitzen 15 über einen Durchgang bzw. eine Passage oder einen Kanal 19g in Verbindung, der in dem Basisabschnitt 11 ausgebildet ist. Die Düsen 19 können mit dem Ölkanal 4 über einen Kanal in Verbindung treten, der unabhängig an bzw. von den Schlitzen 15 vorgesehen ist. Die Fläche des Querschnitts der Düse 19 ist so klein ausgelegt, daß das Schneidöl eine Spitze 29 des Werkzeugs 28 mit einer ausreichenden axialen Geschwindigkeit trotz der Zentrifugalkraft erreichen kann, die durch die mit hoher Geschwindigkeit erfolgenden Umdrehung des Spannzangeneinsatzes A hervorgerufen wird.

Weiterhin ist ein bekanntes zylindrisches Klammerelement bzw. Klemmelement 20 zum Eindrücken des Spannzangeneinsatzes 9 in das kegelförmige Loch 2 vorgesehen, das einen zylindrischen Hauptkörper 21 und ein Eingriffselement 22 aufweist, das mit dem Hauptkörper verbunden ist. Der Hauptkörper 21 ist an seiner inneren Oberfläche mit einem Innengewindeabschnitt 23 versehen, der dazu ausgelegt ist, mit dem Außengewindeabschnitt 3 in Eingriff zu treten. Das Eingriffselement 22 ist an seiner inneren Oberfläche mit einer Paßrille 24 versehen, die dazu ausgelegt ist, mit dem Paßflansch 18 in Eingriff zu treten, und die an ihrer äußeren Oberfläche mit dem Hauptkörper 21 mit Hilfe einer Kugel 25 derart verbunden ist, daß sich der Hauptkörper 21 relativ zu dem Eingriffselement 22 drehen kann, sich jedoch in axialer Richtung zusammen mit diesem bewegt.

Der in dieser Weise aufgebaute Spannzangeneinsatz A wird in der nachfolgend beschriebenen, bekannten Weise zusammengebaut. Wie in Fig. 4A gezeigt ist, ist der Spannzangeneinsatz 9 in einen hohlen Abschnitt 36g in dem Klammerelement 20 eingeführt, der abseits der Achse 9g des Spannzangeneinsatzes 9 von dem vorderen Basisendabschnitt 11 des Spannzangeneinsatzes 9 entlang der Achse 9g des Spannzangeneinsatzes 9 angeordnet ist und nicht koaxial zu der Achse 20g des Klammerelements 20 verläuft. Wie in Fig. 4B gezeigt ist, gerät ein Teil einer ringförmigen, konischen äußeren Oberfläche 27 in dem vorderen Basisendabschnitt 11 des Spannzangeneinsatzes 9 mit einem Teil einer konischen inneren Oberfläche 26 des Eingriffselements 22 koaxial mit der Achse 20g in Anlage, wenn der Spannzangeneinsatz 9 in das Klammerelement 20 ohne eine Behinderung durch einen Vorsprung 36, der an die Paßrille 24 angrenzt, aufgrund des exzentrischen Abstands D' eingeführt wird. Wenn der Spannzangeneinsatz 9 in das Klammerelement 20 weiter eingeführt wird, berühren sich die konischen seitlichen Oberflächen 26 und 27 vollständig gegenseitig, und es wird der Spannzangeneinsatz 9 automatisch koaxial mit dem Klammerelement 20 ausgerichtet. Weiterhin fügt sich hierbei der Vorsprung 36 passend in die Rille 17 ein, und es wird hierbei der Paßflansch 18 in die Paßrille 24 eingepaßt, wie es in Fig. 4C gezeigt ist. Der Spannzangeneinsatz 9 und das Klammerelement 20 werden in ihrer koaxialen Position in dieser Weise zu einer Einheit zusammengefaßt. Nachfolgend wird das Positionierelement 6 an einer vorbestimmten Position in dem Ölkanal 4 in der Spannzange A festgelegt. Das Werkzeug 28 wird in das Werkzeugeinführungsloch 13 des Spannzangeneinsatzes 9, der mit dem Klammerelement 20 einer Einheit zusammengefaßt ist, eingeführt, und es wird das fuckseitige Ende des Werkzeugs 28 dazu gebracht, an dem Positionierelement 6 anzuliegen. Der zylindrische Hauptkörper 21 des Klammerelements 20 wird dann gedreht und es wird der Spannzangeneinsatz 9 in das kegelförmig verlaufen de Loch 2 eingedrückt. Während der Spannzangeneinsatz 9 mit der kegelförmig verlaufenden äußeren Oberfläche in das kegelförmig verlaufende Loch 2 eingedrückt wird, wirkt eine radiale Kraft auf den Spannzangeneinsatz 9 und drückt diesen in radialer Richtung aufgrund des Vorhandenseins der in axialer Richtung langgestreckten radialen Schlitze 14 und 15 zusammen. Als Ergebnis verbindet sich die innere Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9 fest mit dem Werkzeug 28 bzw. hält dieses fest, und ermöglicht es, daß sich das Werkzeug 28 zusammen mit der Spannzange A trotz der Reaktionskraft drehen kann, die durch ein Werkstück auf das Werkzeug 28 ausgeübt wird.

Der Hauptkörper 1 der Spannzange A, die in der vorstehend erläuterten Weise zusammengebaut wurde, wird gedreht, und es führt die Spitze 29 des Werkzeugs 28, das sich zusammen mit der Spannzange A dreht, einen bekannten Bearbeitungsvorgang wie etwa ein Bohrvorgang durch. In diesem Fall erreicht das Schneidöl, das mit einer konstanten Strömungsrate zugeführt wird, die Düsen 19 durch den Ölkanal 4, das axiale Loch 7, den Auslaß 8 und die radialen Schlitze 15 und strömt zwangsweise aus den Düsen 19 mit einer ausreichenden axialen Geschwindigkeit zu der Spitze 29 und zu dem Werkstück aus. Dieses Schneidöl kühlt die Spitze 29 wirksam und bewirkt gleichzeitig eine ausreichende Schmierung zwischen der Spitze 29 und dem Werkstück. Da die äußere und die innere Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9 mit der inneren Oberfläche des kegelförmig verlaufenden Lochs 2 bzw. mit der äußeren Oberfläche des Werkzeugs 28 jeweils entlang der vorstehend angegebenen zickzackförmigen Pfade 16 in engem Kontakt stehen, leckt das Schneidöl nicht entlang der äußeren und der inneren Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9 heraus, sondern fließt ausschließlich aus den Düsen 19 aus. Demgemäß wird die axiale Geschwindigkeit des Schneidöls, das konstante Strömungsrate aufweist, lediglich durch die Querschnittsfläche der Düsen 19 bestimmt und kann auf einen gewünschten Wert eingestellt werden.

Unter Bezugnahme auf Fig. 5 wird nachfolgend ein anderes Ausführungsbeispiel des Spannzangeneinsatzes erläutert. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind eine erste Schlitzgruppe, die einen einzigen radialen Schlitz 14a aufweist, und eine zweite Schlitzgruppe, die zwei radiale Schlitze isa enthält, abwechselnd angeordnet, und es ist ein zickzackförmiger Pfad 16a in ähnlicher Weise wie bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ausgebildet. Die Anzahl der Schlitze 14a und 15a, die in diesen Schlitzgruppen enthalten sind, ist beliebig, solange sichergestellt ist, daß ein Spannzangeneinsatz 9a einer geeigneten radialen Zusammenziehung unterzogen werden kann.

Unter Bezugnahme auf Fig. 6 wird nachfolgend eine Ausführungsform erläutert, die ein anderes Werkzeug 28b enthält. In dem vorderen Ende eines Positionierelements 6b ist eine Vertiefung 31 für die Aufnahme eines Verbindungsvorsprungs 30 ausgebildet, der als das rückseitige Ende des Werkzeugs 28b ausgebildet ist und mit einem axialen Loch 7b in Verbindung steht, das in dem vorderen Ende des Positionierelements 6b ausgebildet ist. Eine Ölführung bzw. ein Ölkanal 32 ist entlang der gesamten Länge der Achse des Werkzeugs 28b ausgebildet und weist eine Vielzahl von offenen Enden 19b auf, die an einer Spitze 29b abzweigen.

Diese Spannzange Ab wird in der gleichen Weise wie die Spannzange Aa bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel zusammengebaut, derart, daß ein axiales Loch 7b mit der Ölführung 32 in Verbindung steht. Ein Hauptkörper 1b der Spannzange Ab wird gedreht, und es strömt das Schneidöl, das mit einer konstanten Strömungsrate zugeführt wird, zwangsweise aus den abzweigenden Düsen 19b mit einer ausreichenden axialen Geschwindigkeit über einen Ölkanal 4b, das axiale Loch 7b und die Ölführung 32 aus. Auch in diesem Fall stehen die äußere und die innere Oberfläche eines Spannzangeneinsatzes 9b mit der inneren Oberfläche eines kegelförmige verlaufenden Lochs 2b sowie mit der äußeren Oberfläche des Werkzeugs 28b jeweils entlang zickzackförmiger Pfade, die ähnlich sind wie die vorstehend erwähnten zickzackförmigen Pfade, in enger Berührung. Selbst wenn daher das Schneidöl aus dem Verbindungsbereich zwischen dem axialen Loch 7b und der Ölführung 32 herauslecken sollte, füllt dieses Öl lediglich einen Raum 33 zwischen dem Hauptkörper 1b und dem Werkzeug 28b sowie die Schlitze 15b des zweiten Satzes (nicht gezeigt) auf, fließt jedoch nicht aus der Spannzange Ab entlang der inneren und der äußeren Oberfläche des Spannzangeneinsatzes 9b heraus.

Es können viele offensichtlich stark unterschiedliche Ausführungsbeispiele dieser Erfindung konzipiert werden, ohne den Gehalt und Umfang der Erfmdung zu verlassen. Es versteht sich daher, daß die Erfindung nicht auf die speziellen Ausführungsbeispiele beschränkt ist und durch die beigefügten Ansprüche definiert ist.


Anspruch[de]

1. Spannzange (A) mit Ölspeisung, mit einem Hauptkörper (1), der ein sich verjüngendes Loch (2), das in dem vorderen Endabschnitt (1h) des Hauptkörpers ausgebildet ist, und einen Ölkanal (4) aufweist, der mit dem sich verjüngenden Loch (2) in Verbindung steht, einem Spannzangeneinsatz (9), der eine sich verjüngende Außenfläche aufweist, die eng in das sich verjüngende Loch (2) einpaßbar ist, einem Werkzeughalteloch (13), das in dem axialen Abschnitt des Spannzangeneinsatzes und in einem Eingriffsabschnitt (17, 18) ausgebildet ist, einem Klemmelement (20), das zum Eindrücken des Spannzangeneinsatzes (9) in das sich verjüngende Loch dient, wobei der Eingriffsabschnitt (17, 18) zur Verbindung mit dem Klemmelement (20) ausgelegt ist, einem Werkzeug (28), das in das Werkzeughalteloch (13) eingepaßt ist, und Düsenkanälen (19), die mit dem Ölkanal (4) in Verbindung stehen und sich an der vorderen Endfläche des Spannzangeneinsatzes öffnen, um hierdurch Schneidöl nach außen in Richtung zu dem vorderen Ende des Werkzeugs fließen zu lassen, wobei der Spannzangeneinsatz mit

(a) einem frontseitigen Basisabschnitt (11), einem Hauptabschnitt (10) und einem rückseitigen Basisabschnitt (12), die gemeinsam den hauptsächlichen Teil des Spannzangeneinsatzes bilden, wobei der frontseitige Basisabschnitt (11) mit einer Rille (17) versehen ist, die für die Verbindung mit dem Klemmelement (20) in der Spannzange (A) ausgelegt ist,

(b) einem ersten Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen (14), die sich an der Endfläche des frontseitigen Basisabschnitts (11) öffnen und in dem rückseitigen Basisabschnitt (12) enden und dort geschlossen sind, und

(c) einem zweiten Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen (15) versehen ist, die sich an der Endfläche des rückseitigen Basisabschnitts (12) öffnen und in dem frontseitigen Basisabschnitt (11) enden und dort geschlossen sind,

wobei jeder der radialen Schlitze (14) des ersten Satzes und jeder radiale Schlitz (15) des zweiten Satzes in geeigneten winkelmäßigen Abständen und alternierend entlang der Umfangsrichtung des Spannzangeneinsatzes angeordnet sind, wobei jeweilige zickzackförmige Pfade (16) gebildet sind, die über den gesamten Umfang der Außenflächen und Innenflächen des Spannzangeneinsatzes jeweils geschlossen sind, wobei die Außen- und Innenflächen des Spannzangeneinsatzes (9) in enger Berührung mit der inneren Umfangsfläche des sich verjüngenden Lochs (2) bzw. mit der äußeren Umfangsfläche des Werkzeugs entlang der jeweiligen zickzackförmigen Pfade (16) stehen, wobei der Spannzangeneinsatz (9) sich in radialer Richtung aufgrund der Schlitze der beiden Sätze zusammenziehen kann und das Schneidöl, das zu dem Ölkanal geführt ist, aus dem Spannzangeneinsatz (9) ausschließlich durch die Düsenkanäle (9) in Richtung zu der Werkzeugspitze herausfließen kann, wobei der zweite Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen (15) an einer solchen Position endet, daß sich diese nicht in die Rille (17) hineinerstrecken und in dem frontseitigen Basisabschnitt geschlossen sind.

2. Spannzange nach Anspruch 1, bei der die Düsenkanäle (19) mit dem Ölkanal (4) über die Schlitze (15) des zweiten Satzes, der in dem frontseitigen Basisabschnitt gebildet ist, in Verbindung stehen.

3. Spannzange nach Anspruch 1, bei der eine erste Schlitzgruppe (14a), die einen oder mehrere der radialen Schlitze des ersten Satzes enthält, und eine zweite Schlitzgruppe (15a), die einen oder mehrere der radialen Schlitze des zweiten Satzes enthält, abwechselnd angeordnet sind und gleichartige, zickzackförmige Pfade an der Außenfläche und der Innenfläche des Spannzangeneinsatzes gebildet sind.

4. Spannzange nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei der eine Ölführung (32), die sich an dem vorderen Ende des Werkzeugs öffnet und mit dem Ölkanal in Verbindung steht, entlang der Achse des Werkzeugs gebildet ist, wobei die Ölführung dazu ausgelegt ist, als die Düsenkanäle (19) zu fungieren.

5. Spannzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Eingriffsabschnitt (17, 18) in dem frontseitigen Basisabschnitt (11) einen Paßflansch (18) enthält, der einstückig an der äußeren Fläche des frontseitigen Basisabschnitts (11) ausgebildet ist, und die Rille (17) an den Paßflansch (18) angrenzt, wobei das Klemmelement (20) einen zylindrischen Hauptkörper (21), der mit dem Hauptkörper (1) in der Spannzange in Eingriff steht, und ein Eingriffselement (22) aufweist, das derart ausgebildet ist, daß es relativ zu dem zylindrischen Hauptkörper drehbar ist und sich zusammen mit dem zylindrischen Hauptkörper axial bewegt, wobei der Paßflansch (18) derart ausgelegt ist, daß er in eine Paßrille, die in dem Eingriffselement ausgebildet ist, einbringbar ist.

6. Spannzange nach Anspruch 4, bei der die Ölführung sich verzweigende offene Enden (19b) enthält.

7. Spannzangeneinsatz mit Ölspeisung, mit einem frontseitigen Basisabschnitt (11), der mit einem Eingriffsabschnitt (17, 18) versehen ist, der zur Verbindung mit einem Klemmelement (20) in einer Spannzange ausgelegt ist, einem Hauptabschnitt (10), einem rückseitigen Basisabschnitt (12), wobei die beiden Basisabschnitte (11, 12) und der Hauptabschnitt (10) gemeinsam einen wesentlichen Abschnitt in dem Spannzangeneinsatz bilden, der mit einer kegelförmig verlaufenden Außenfläche versehen ist, die in ein kegelförmiges Loch (2) in der Spannzange mit enger Berührung einbringbar ist, einem Werkzeughalteloch (13), das in dem axialen Abschnitt des Spannzangeneinsatzes ausgebildet ist, einem ersten Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen (14, 14a), die sich an der Endfläche des frontseitigen Basisabschnitts (11) öffnen und in dem rückseitigen Basisabschnitt (12) enden und dort geschlossen sind, und einem zweiten Satz von axial langgestreckten radialen Schlitzen (15, 15a), die sich an der Endfläche des rückseitigen Basisabschnitts öffnen und in dem frontseitigen Basisabschnitt (11) enden und dort geschlossen sind, wobei jeder der radialen Schlitze (14, 14a) des ersten Satzes und jeder der radialen Schlitze (15, 15a) des zweiten Satzes in geeigneten winkelmäßigen Abständen und alternierend entlang der Umfangsrichtung des Spannzangeneinsatzes angeordnet sind, wobei jeweilige, zickzackförmige Pfade (16, 16a) gebildet sind, die über die gesamte Peripherie der Außenfläche und Innenfläche des Spannzangeneinsatzes jeweils geschlossen sind, wobei sich der Spannzangeneinsatz sich aufgrund der radialen Schlitze der beiden Sätze in radialer Richtung zusammenziehen kann und das Schneidöl daran gehindert wird, entlang der Außenfläche und Innenfläche des Spannzangeneinsatzes zu fließen, wobei der frontseitige Basisabschnitt (11) mit einer Rille (17) versehen ist, die zur Verbindung mit dem Klemmelement (20) in der Spannzange (A) ausgelegt ist, wobei der zweite Satz von axial langgestreckten Schlitzen (15) an einer solchen Position endet, daß sich diese nicht in die Rille (17) hineinerstrecken.

8. Spannzangeneinsatz nach Anspruch 7, bei dem Düsenkanäle (19), die sich an der Endfläche des frontseitigen Basisabschnitts (11) öffnen, in dem frontseitigen Basisabschnitt ausgebildet sind und mit den Schlitzen (15, 15a) des zweiten Satzes in Verbindung stehen.

9. Spannzangeneinsatz nach Anspruch 7 oder 8, bei dem der Eingriffsabschnitt einen Paßflansch (18), der einstückig an der Außenfläche des frontseitigen Basisabschnitts (11) ausgebildet ist und die Rille (17) an den Paßflansch (18) angrenzt.

10. Spannzangeneinsatz nach Anspruch 7, 8 oder 9, bei dem eine erste Schlitzgruppe, die einen oder mehrere der radialen Schlitze des ersten Satzes enthält, und eine zweite Schlitzgruppe, die einen oder mehrere der radialen Schlitze des zweiten Satzes enthält, abwechselnd angeordnet sind und gleichartige, zickzackförmige Pfade an der Außenfläche und der Innenfläche des Spannzangeneinsatzes gebildet sind.







IPC
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