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Dokumentenidentifikation DE19711884A1 22.01.1998
Titel Notrutschenset für Magnet-Schnellbahnen
Anmelder Hudec, Rainer, Ing., Leopoldsdorf, AT
Erfinder Hudec, Rainer, Ing., Leopoldsdorf, AT
Vertreter Siebert, W., Rechtsanw., 80686 München
DE-Anmeldedatum 21.03.1997
DE-Aktenzeichen 19711884
Offenlegungstag 22.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.1998
IPC-Hauptklasse A62B 1/20
Zusammenfassung Zur erfindungsgemäßen Ausführung dieses Notrutschensets benötigt man einen Grundrahmen (Fig. 7) zur Verankerung des Gerätes, weiters eine spezielle Konstruktion des Einstiegrahmens (Fig. 5) in klappbarer, schwenkbarer oder herausziehbarer Ausführung, mit Einstellungsmöglichkeit gemäß (Fig. 3), auf die Lage des Fahrweges der Magnet-Schnellbahn (Fig. 8).
Weiters eine erfindungsgemäße senkrechte Notrutsche (Fig. 1 und 2) mit Einstiegsöffnung, einem spiralförmigen Rutschweg, überlappenden Ausstiegsöffnungen und einer Sicht nach außen in Form einer netzförmigen Außenhaut oder mit entsprechenden Sichtfeldern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Notrutschenset für den Fall einer erforderlichen Evakuierung aus einer Kabine einer Magnet-Schnellbahn und bietet einen Fluchtweg für jede Person, jeden Alters und jeder Größe.

Bei jenen bereits auf dem Markt bekannten Evakuierungsgeräten ähnlicher Art werden Rutschwege verwendet, welche immer wieder auf die jeweilige Situation der erforderlichen Evakuierung speziell eingerichtet, angefertigt oder angepaßt sind.

Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, einen Rettungsschlauch in Form eines Notrutschensets derart auszubilden,daß ein universeller Einsatz für eine Evakuierung möglich ist und speziell auf alle anfallenden Situationen bei Betrieb einer Magnet-Schnellbahn, Rücksicht genommen wird.

Durch die erfindungsgemäße Ausführung des Notrutschensets, bestehend aus einer senkrechten Notrutsche mit spiralförmigem Rutschweg, der Einstiegsöffnung und den überlappenden Ausstiegsöffnungen mit Sichtmöglichkeit nach außen, sowie der universell aufstellbaren Rahmenkonstruktion und dem auf die Kurvenneigung einstellbaren Einstiegrahmen, ist es möglich, eine Einheit zu schaffen, welche wesentlich durch die Komplettheit dieser Anlage zur Sicherheit und eine schnellen Evakuierungsmöglichkeit beiträgt.

Es ist zwar an sich bekannt, daß mittels eines Rettungsschlauches Menschen evakuiert werden können, jedoch ist die bekannte Ausführung nicht geeignet, durch die schräge Lage und Aufständerung des Fahrweges der Magnet-Schnellbahn, sowie ohne fremde Hilfe, eine schnelle und sichere Evakuierung durchführen zu können.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Notrutsche mit dem spiralförmigen Rutschweg und

Fig. 2 die erfindungsgemäße Oberlappung der Ausstiegsmöglichkeiten, welche von innen und von außen zu öffnen sind, und die Sichtmöglichkeit nach außen.

Gemäß Fig. 1 besteht das Haupttragelement aus 5 Gurten, welche mit einer schwer entflammbaren Außenhaut (Gewebe oder Netz) vernäht sind. Diese wiederum,sowie der Mittelgurt, ist mit dem Rutschweg (Rutschtuch) vernäht. In der Außenhaut sind die überlappenden Ausstiegsöffnungen und Sichtfelder eingenäht und im obersten Bereich befindet sich die Einstiegsöffnung.

Diese Notrutsche ist nun wieder verbunden mit dem Einstiegrahmen gemäß Fig. 3, welcher erfindungsgemäß auf die Neigung der Kabine gemäß Fig. 8, per Hand,mechanisch oder auch automatisch einstellbar ist. Der Einstiegrahmen selbst kann durch Herausschwenken, Herausklappen oder Herausziehen aus dem Grundrahmen (durch Hand, mechanisch oder automatisch), gemäß Fig. 5 und 6, zum Einsatz bebracht werden. Eine selbsttragende Grundrahmenkonstruktion gemäß Fig. 7, dient dazu, um einen geschützten Lagerplatz zu bieten und eine entsprechende Kräfteverteilung durch den Einsatz des Notrutschensets, speziell auf die Bodenkonstruktion der Kabine der Magnet-Schnellbahn, zu ermöglichen. Dieser Grundrahmen verfügt je nach Aufstellungsort, d. h. in jeder beliebigen Richtung zur Türe der Kabine gesehen, eine entsprechende Öffnung, damit der Einstiegrahmen bedient werden kann. Zum Schutz der technischen Einrichtungen, sowie der Notrutsche, wird der Grundrahmen mit einer feuerhemmenden Verkleidung versehen.

Mit einem erfindungsgemäßen Notrutschenset kann eine Evakuierung aus einer Kabine einer Magnet-Schnellbahn entsprechend der nachstehenden Beschreibung durchgeführt werden:

Durch das Drücken eines Notgriffes (Nottaste oder Notriegel) einer Person wird das Notrutschenset zum Einsatz gebracht. Das Ausklappen, Ausschwenken oder Herausziehen des Einstiegrahmens (Fig. 5) aus dem Grundrahmen, kann per Hand durch eine Person, aufgrund eines Picktogrammes, oder mechanisch, aber auch automatisch ausgeführt werden. Nach der Endstellung des Einstiegrahmens im Türbereich mit seitlicher Absicherung gegen Absturz für Passagiere, wird durch Hand, mechanisch oder automatisch, der Einstiegrahmen in die richtige Waagestellung (Fig. 3), angepaßt an die Neigung des Fahrweges der Magnet-Schnellbahn, gebracht.

Nun wird weiters durch Hand, mechanisch oder automatisch, die Notrutsche ausgeworfen und die Ausragung, gemäß Fig. 3, des Einstiegrahmens ausgeklappt. Durch Einsteigen der ersten Person, mit den Füßen voraus, in den Einstiegrahmen, beginnt nun die Evakuierung. Man nimmt nun in Form einer Sitzstellung in der Notrutsche Platz und durch Öffnen und Schließen der Kniestellung kann die Rutschgeschwindigkeit beeinflußt werden. Durch die gegebene Sicht nach außen ist es einfach zu erkennen, daß man nach dem Durchrutschen durch die Notrutsche den Boden erreicht hat. Jetzt öffnet man von innen die jeweils dem Boden am nächsten liegende Ausstiegsöffnung und verläßt unverzüglich die Notrutsche. Die Ausstiegsöffnung bleibt für die nachfolgenden Personen geöffnet.

Diese Erfindung ist nicht nur auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, insbesondere kann das Notrutschenset durch eine entsprechende Anpassung auch bei anderen Anwendungserfordernissen eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Notrutschenset mit Einstiegsöffnung im oberen Teil und senkrechtem, jedoch spiralförmigem Rutschweg, sowie überlappenden Ausstiegsöffnungen in Form von Zipp- oder Klettverschlüssen, Sichtmöglichkeit nach außen in Form von Sichtfeldern oder einer netzförmigen Außenhaut, um sicherzustellen, daß aus jeder beliebigen Einsatzhöhe eine bodenebene Ausstiegsmöglichkeit gegeben ist.
  2. 2. Notrutschenset nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Rahmenkonstruktion, welche in der Nähe der Kabinentüre einer Magnet-Schnellbahn, entweder parallel zur Türe oder im 90 Grad-Winkel oder auch in anderen Positionen, durch Ausklappen, Ausschwenken oder auch Herausziehen (durch Hand ,mechanisch oder automatisch) der Einsatz der Notrutsche ermöglicht wird.
  3. 3. Notrutschenset nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der verschiedenen Schrägstellungen der Kabine einer Magnet-Schnellbahn, Inbezug auf den Fahrweg, die Möglichkeit besteht, durch eine spezielle Konstruktionsform den Einstiegsrahmen so zu verstellen (per Hand, mechanisch oder automatisch), daß jederzeit ein waagrechter Einstieg in die Notrutsche besteht.






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