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Dokumentenidentifikation DE69312392T2 22.01.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0570918
Titel Ohne Schlüssel zu betätigendes Futter
Anmelder Power Tool Holders Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder Jordan, Paul T., Roscoe, Illinois 61073, US;
Shadeck, Louis M., Anderson, South Carolina 29621, US;
Huff, Robert O., Piedmont, South Carolina 29673, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69312392
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.05.1993
EP-Aktenzeichen 931081020
EP-Offenlegungsdatum 24.11.1993
EP date of grant 23.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.1998
IPC-Hauptklasse B23B 31/10
IPC-Nebenklasse B23B 31/12   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Diese Erfindung betrifft Futter zum lösbaren Greifen von Werkzeugen wie Bohrern in elektrischen Bohrmaschinen.

Viele Arbeiter im technischen Bereich der Futter haben versucht, Futter zu konzipieren, die von Hand auf einem Werkzeug ohne das Erfordernis eines separaten Elements wie eines Schlüssels zum Vorsehen des abschließenden Spannvorgangs gespannt werden können. Es ist erwünscht, daß ein Futter sich verhältnismäßig rasch bewegende Backen aufweist, so daß der Benutzer nicht lange Zeit verbrauchen muß, um die Muffe oder ein anderes Betätigungselement zu drehen, das die Backen bewegt, wenn das Futter zum Greifen von Werkzeugen unterschiedlicher Abmessungen verstellt werden muß. Andererseits macht eine rasche Bewegung der Backen üblicherweise verhältnismäßig grobe Gewinde im Futter erforderlich. Grobe Gewinde verringern den mechanischen Vorteil und erschweren es dem Benutzer, das Futter sicher auf einem Werkzeug ohne das Vorsehen irgendeines zusätzlichen Spannelementes wie eines Schlüssels festzuspannen. Während viele Futter Schlüssel aufweisen, bringen sie einige Probleme. Beispielsweise gehen sie leicht verloren, sie sind eine Sicherheitsangelegenheit (da der Schlüssel vom Futter entfernt werden muß, bevor das Werkzeug sicher verwendet werden kann), und sie verlangsamen die Verwendung des Futters (da sie ein separates Element sind, das in das Futter eingefügt werden, zum Spannen des Futters betätigt und dann aus dem Futter entfernt werden muß).

Wie oben festgestellt wurde, haben somit viele frühere Arbeiter es versucht, Futter zu schaffen, die auf einem Werkzeug ohne das Erfordernis eines Schlüssels oder von außerordentlich feinen Backengewinden, die einige Benutzer auf Grund der sich ergebenden langsamen Bewegung der Backen ärgern können, gespannt werden können. Die bekannten früheren Versuche in dieser Hinsicht haben jedoch sämtlich signifikante Nachteile. Einige dieser bekannten schlüssellosen Futter haben große Zahlen zusätzlicher Bauteile nötig gemacht, was die Herstellungskosten wesentlich erhöht. Einige sind komplizierter zu betätigen (z.B. weil der Benutzer von einem Betätigungselement zur groben Verstellung der Backen zu einem anderen Betatigungselement zur feinen Verstellung oder Verriegelung und Entriegelung der Backen umschalten muß). Noch weitere bekannte schlüssellose Futter sind verhältnismäßig unzuverlässig (z.B. weil die Endspannelemente in ihnen nicht ausreichend zuverlässig während des Spannens oder Rücksetzens des Mechanismus betätigt werden).

Das US-Patent 4 277 074 offenbart ein schlüsselloses Futter zum lösbaren Greifen eines zu einer Längsachse des Futters konzentrischen Werkzeugs, umfassend eine Anzahl von Backen, die umfangsmäßig mit Abstand voneinander konzentrisch um die Längsachse herum angeordnet und angebracht sind zur Bewegung zueinander hin und voneinander fort, um das Werkzeug zu greifen oder zu lösen; erste Mittel zum In-Eingriff-Bringen der Backen um zu bewirken, daß sich die Backen zueinander hin oder voneinander fort bewegen als Folge einer Drehung wenigstens eines drehbaren Teils des ersten Mittels um die Längsachse und auch als Ergebnis einer Hin- und Herbewegung wenigstens eines hin- und herbeweglichen Teils des ersten Mittels parallel zur Längsachse; und zweite Mittel, die zur Drehung in bezug auf wenigstens den drehbaren Teil des ersten Mittels um die Längsachse angebracht sind; und Nockenmittel, die zwischen den zweiten Mitteln und dem hin- und herbeweglichen Teil der ersten Mittel wirken, um den hin- und herbeweglichen Teil in Reaktion auf eine Drehung der zweiten Mittel in bezug auf den drehbaren Teil hin- und herzubewegen.

Hinsichtlich des Vorstehenden ist es ein Ziel dieser Erfindung, schlüssellose Futter zu verbessern und zu vereinfachen.

Es ist spezieller ein Ziel dieser Erfindung schlüssellose Futter zu schaffen, die keine großen Zahlen zusätzlicher Bauteile zum Vorsehen eines festen Griffs auf einem Werkzeug benötigen.

Es ist ein weiteres spezielles Ziel dieser Erfindung, schlüssellose Futter zu schaffen, die bei Betrieb außerordentlich zuverlässig sind, weil die Funktionselemente im Futter zuverlässiger als bei vielen bekannten schlüssellosen Futtern betätigt werden.

Es ist ein weiteres spezielleres Ziel dieser Erfindung, schlüssellose Futter zu schaffen, die verhältnismäßig grobe Gewinde für eine rasche Backenbewegung aufweisen können, aber die noch ein sehr festes endgültiges Greifen eines Werkzeugs ergeben.

Zusammenfassung der Erfindung

Diese und weitere Ziele der Erfindung werden gemäß den Prinzipien der Erfindung erreicht, indem ein Futter vorgesehen wird, bei dem der Betätigungsring oder die Betätigungshülse, die das zweite Mittel bildet, das zur Drehung in bezug auf die das erste Mittel bildende Mutter angebracht ist und die eine Bewegung der Backen kontrolliert, mit der Mutter gekuppelt ist, die die Backen tatsächlich durch ein Federmittel bewegt, das in der Umfangsrichtung des Futters zusammendrückbar oder erweiterbar ist. Das Federmittel wirkt in einer Richtung umfangsmäßig um die Längsachse des Futters, um die Mutter elastisch zum Drehen mit der Muffe druckzubeaufschlagen. Die Feder gestattet es, daß sich die Muffe in bezug auf die Mutter dreht, wenn eine Drehung der Mutter durch einen Kontakt zwischen den Backen und dem in das Futter eingesetzten Werkzeug verhindert wird. Bis die Backen mit einem Werkzeug in Kontakt treten, überträgt die Feder die Drehung der Muffe auf die Mutter zum Vorbewegen (oder Zurückziehen) der Backen. Wenn die Backen mit einem Werkzeug in Kontakt treten, drückt jedoch die Feder oder erweitert in Umfangsrichtung des Futters, wodurch es gestattet wird, daß die Muffe sich weiter dreht, sogar obwohl die Mutter mit dem Drehen aufgehört hat. Die Muffe ist auch mit einem Nockenring verbunden, der mit Abstand um ein oder mehr Wälzlagerelemente angeordnet ist. Wenn die Mutter mit der Drehung aufhört, da die Backen mit einem Werkzeug wie oben beschrieben in Kontakt getreten sind, dreht die Muffe weiter den Nockenring. Die Wälzlagerelemente bewegen sich auf den Nockenflächen auf dem Nockenring aufwärts, wodurch sie die Mutter in Vorwärtsrichtung pressen. Dies bewirkt, daß die Backen weiter auf dem Werkzeug spannen. Die Wälzlagerelemente sind vorzugsweise in Umfangsrichtung in Abstand voneinander angeordnet, wodurch sie in einem Ringkäfig vorgesehen sind. Dieser Käfig ist vorzugsweise mit der oben erwähnten, umfangsmäßig wirkenden Feder gekuppelt, so daß die Feder ein Zurückstellen des Käfigs und der Wälzlagerelemente jedesmal sicherstellt, wenn das Futter zum Lösen eines Werkzeuges betätigt wird. Falls erwünscht, können die Nockenflächen eine kleine Endverriegelung des Griffes auf dem Werkzeug aufweisen.

Weitere Merkmale der Erfindung, ihrer Art und verschiedene Vorteile gehen aus den begleitenden Zeichnungen und der folgenden detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele weiter hervor.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

FIG. 1 ist eine Teilschnittansicht eines veranschaulichenden Ausführungsbeispiels eines gemäß den Prinzipien dieser Erfindung aufgebauten Futters.

FIG. 2 ist eine Ansicht eines Bauteils des Futters von FIG. 1.

FIG. 3 ist eine Ansicht eines weiteren Bauteils des Futters von FIG. 1.

FIG. 4 ist eine Schnittansicht, ausgeführt längs Linie 4-4 in Figur 3.

FIG. 5 ist eine Ansicht eines noch weiteren Bauteils des Futters von FIG. 1.

FIG. 6 ist eine Ansicht, ausgeführt längs Linie 6-6 in FIG. 5.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Wie in FIG. 1 gezeigt ist, umfaßt ein veranschaulichendes Ausführungsbeispiel eines gemäß den Prinzipien dieser Erfindung aufgebauten Futters 10 einen Hauptkörper 20 mit einer zentralen Längsachse 22 und einer mit der Achse 22 konzentrischen zentralen Längsbohrung 24. Um die Bohrung 24 sind umfangsmäßig mit Abstand angeordnet drei weitere Bohrungen 26 (von denen eine in FIG. 1 sichtbar ist), die sämtlich zueinander schräg angeordnet sind und die mit dem distalen Abschnitt der Bohrung 24 in Verbindung stehen. Eine Backe 40 ist in jeder Bohrung 26 zur Hin- und Herbewegung entlang der Längsachse 28 der zugehörigen Bohrung 26 angeordnet. Die radial äußere Fläche der Rückseite jeder Backe 40 ist gewindeversehen, wie mit dem Bezugszeichen 42 gezeigt ist, für einen Eingriff mit Gewinden auf der Innenseite einer Ringmutter 50. Die Mutter so ist in einer Ringaussparung 30 im Hauptkörper 20 drehbar. Um den Zusammenbau zu erleichtern, kann die Mutter 50 aus zwei oder mehr bogenförmigen Segmenten zusammengesetzt sein, die durch ein Stahlringband 52 zusammengehalten werden.

Unmittelbar hinter einem radial äußerem Abschnitt der Mutter 50 befindet sich eine Anzahl von Wälzlagerelementen 60 (in diesem Fall Kugeln), die umfangsmäßig mit Abstand voneinander in umfangsmäßig mit Abstand angeordneten Öffnungen 72 im Ringkäfig 70 angeordnet sind (siehe auch FIG. 2). In dem in den Zeichnungen gezeigten speziellen Ausführungsbeispiel sind vier Kugeln 60 vorhanden, aber es kann selbstverständlich eine größere oder kleinere Zahl derartiger Elemente verwendet werden, falls erwünscht. Abgesehen, von dem Ausmaß, in dem der Käfig 70 wie unten beschrieben, festgehalten ist, sind der Käfig 70 und die Kugeln 60 um die Achse 22 in bezug auf die anderen Elemente des Futters drehbar.

Hinter den Kugeln 60 befindet sich ein ringförmiger Nockenring 80 (siehe auch FIG. 3 und 4). Wie die Mutter 50 und der Käfig 70 ist der Nockenring 80 um den Hauptkörper 20 drehbar. Wie in FIG. 3 zu sehen ist, weist der Nockenring 80 vier umfangsmäßig mit Abstand angeordnete gebogene Nockenflächen 82 auf seiner zu den Kugeln 60 weisenden Seite auf. Die Kugeln 60 befinden sich radial angeordnet und umfangsmäßig mit Abstand angeordnet derart, daß eine Kugel 60 auf jeder der Nockenflächen 82 aufliegt. Jede der Nockenflächen 82 weist einen Anfangsabschnitt 82a auf, der im Gegenuhrzeigersinn fortschreitet (wie in FIG. 3 zu sehen) ausgehend von verhältnismäßig tief ausgespart im Nockenring 80 bis zu verhältnismäßig wenig tief ausgespart im Nockenring. Ein Endabschnitt 82b jeder Nockenfläche 82 setzt sich einen kurzen Abstand im Gegenuhrzeigersinn mit einer kleinen umgekehrten Neigung fort, d.h. jeder Endabschnitt 82b wird im Gegenuhrzeigersinn etwas vertiefter im Nockenring 80.

Hinter dem Nockenring 80 befinden sich mehr Wälzlagerelemente 90 (in diesem Fall wieder Kugeln) umfangsmäßig mit Abstand voneinander angeordnet in Öffnungen in einem Ringkäfig 92.

Hinter den Kugeln 90 befindet sich eine ringförmige Lagerscheibe 100. Die Lagerscheibe 100 überträgt eine rückwärtsgerichtete Druckkraft von Elementen 40, 50, 60, 80 und 90 auf den Hauptkörper 20. Außerhalb des Körpers 20 und Nockenrings 80 ist eine ringförmige Vordermuffe 110 angebracht. Die Vordermuffe 110 ist in bezug auf den Körper 20 drehbar, aber nicht drehbar in bezug auf den Nockenring 80. Die Vordermuffe 110 ist teilweise durch eine ringförmige Gummigriffmanschette 120 überdeckt, um eine Drehung der Muffe 110 von Hand zu erleichtern. Im Inneren des distalen Endes der Muffe 110 befindet sich ein ringförmiges Gummidiaphragma 122 zur Zentrierung eines Werkzeuges im Futter 10 vor dem Spannen der Backen 40 und zur Unterstützung beim Halten von fremden Gegenständen aus dem Futter, insbesondere während der Verwendung eines im Futter gegriffenen Werkzeuges. Das distale Außenende der Manschette 120 ist durch eine ringförmige Metalleinfassung 124 geschützt. Eine ringförmige hintere Muffe 130 ist an der Rückseite des Hauptkörpers 20 befestigt. Das Futter wird üblicherweise durch Drehen der Vordermuffe 110 in bezug auf die Hintermuffe 130 betätigt.

Eine Schraubenfeder 140 erstreckt sich ringförmig um das Futter 10 im Inneren der Vordermuffe 110 (siehe auch FIG. 5 und 6). Ein Ende 142 der Feder 140 ist am Nockenring 80 angebracht (d.h. indem es in einen der Schlitze 84 im Nockenring gebogen und eingebracht wird). Das andere Ende 144 der Feder 140 ist an der Mutter 50 angebracht (d.h. indem es wieder in einen axialen Schlitz 54 in einer ringförmigen Einfassung gebogen und eingebracht ist, der sich von dem Hauptabschnitt der Mutter 50 in Vorwärtsrichtung erstreckt). Ein Zwischenabschnitt des gebogenen Endes 142 liegt auf einer Seite eines der Ansätze 74 auf, die sich vom Käfig 70 auf solche Weise radial nach außen erstrecken, daß sie den Käfig 70 zur Drehung zu der Position druckbeaufschlagen, in der sich jede der Kugeln 60 in dem vertieftesten Ende des zugehörigen Nockenflächenabschnitts 82a befindet, wenn die Feder 140 im wesentlichen ungespannt ist. Bei Fehlen jeglichen Widerstandes gegen eine Bewegung der Backen 40 (z.B. bevor die Backen 40 mit einem Werkzeug in Kontakt treten) überträgt die Feder 140 die Drehung der Muffe 110 und des Nockenrings 80 auf die Mutter 50, wodurch die Mutter 50 in Drehung versetzt wird und die Backen 40 erweitert oder zusammenzieht, abhängig von der Drehrichtung der Muffe 110. Dies tritt ohne wesentliche Umfangsbeanspruchung der Feder 140 auf. (Das Fehlen einer Umfangsbeanspruchung in der Feder 140 bedeutet, daß die gebogenen Enden 142 und 144 bei im wesentlichen denselben Winkelpositionen in bezug aufeinander bleiben.) Die Elemente 60 und 70 drehen sich mit den Elementen 50 und 80 zusammen. Die Kugeln 90 drehen sich zwischen den Elementen 80 und 100.

Wenn die Backen 40 mit einem Werkzeug in Kontakt treten, nimmt die zum Drehen der Mutter 50 benötigte Kraft zu und die Mutter 50 hört auf sich zu drehen. Der Benutzer kann jedoch die Muffe 110 weiterdrehen. Die Umfangslänge der Feder 140 ändert sich, um die fortgesetzte Drehung der Muffe 110 und des Nockenrings 80 zu gestatten, sogar obwohl sich die Mutter 50 nicht mehr dreht. Mit anderen Worten, die Winkelstelle des gebogenen Endes 142 ändert sich in bezug auf die Winkelstelle des gebogenen Endes 144. Die Kugeln 60 drehen sich im Gegenuhrzeigersinn. Die Anfangsnockenflächen-Abschnitte 82a mit der halben Drehgeschwindigkeit des Nockenrings 80 in bezug auf die Mutter 50 aufwärts. Der Nockenring 80 trägt den Abschnitt des gebogenen Endes 142, der normalerweise mit einem der Ansätze 74 in Kontakt tritt, fort von diesem Ansatz, so daß der Käfig 70 zur Drehung bei der halben Drehzahl des Nockenrings 80 frei ist (in Reaktion auf die Bewegung der Kugeln 60). Da sich die Kugeln 60 von den vertiefteren Enden der Nockenflächenabschnitte 82a bis zu den weniger ausgesparten Teilen dieser Nockenflächenabschnitte bewegen, druckbeaufschlagen die Kugeln 60 die Mutter 50 und die Backen 40, so daß sie sich axial vorwärts bewegen, wodurch der Griff der Backen auf das Werkzeug fester gemacht wird. Genau am Ende der Nockenflächenabschnitte 82a bewirkt eine Endzunahme der Drehung der Muffe 110 und des Nockenrings 80, daß die Kugeln 60 in die Nockenendflächenabschnitte 82b nach unten rollen, wo die umgekehrte Schrägstellung der Nockenflächen die Tendenz hat, die Kugeln gegen eine Drehung zurück in der Futterlösrichtung zu halten. Der Eintritt von Kugeln 60 in die Nockenendflächenabschnitte 82b kann von dem Benutzer gefühlt und/oder gehört werden, um dem Benutzer anzuzeigen, daß das Futter vollkommen gespannt und auf dem Werkzeug wirksam verriegelt ist.

Zum Lösen des Werkzeugs aus dem Futter 10 wird die Muffe 110 in bezug auf die Muffe 130 in der umgekehrten Richtung zu der mit dem Greifen eines Werkzeuges verbundenen Richtung gedreht. Dies bewirkt, daß die Kugeln 60 aus den Nockenendflächenabschnitten 82b heraus nach oben und die Nockenanfangsflächenabschnitte 82a abwärts bis zu dem am meisten ausgesparten Startende der Abschnitte 82a rollen. Die Feder 140 kehrt zu ihrer Anfangsumfangslänge während dieser Bewegung der Muffe 110 und des Nockenrings 80 in bezug auf die Mutter 50 zurück. Die Feder 140 tritt wieder mit einem der Ansätze 74 in Kontakt, um sicherzustellen, daß der Käfig 70 und die Kugeln 60 zu ihren Ausgangspositionen in bezug auf den Nockenring 80 zurückkehren. Die Bewegung der Kugeln 60 zurück zu den am meisten ausgesparten Enden der Nockenflächen 82 entlastet den Endklemmdruck der Backen 40 auf dem Werkzeug. Anschließend wird eine fortgesetzte Drehung der Muffe 110 und des Nockenrings 80 in der Futterlösrichtung durch die Feder 140 auf die Mutter 50 übertragen. Dies bewirkt, daß sich die Mutter 50 dreht und die Backen 40 aus dem Werkzeug zurückzieht.

Da das Endspannen des Futters 10 ohne eine Drehung der Mutter 50 vorgesehen wird, können die Gewinde zwischen den Backen 40 und der Mutter 50 verhältnismäßig grob sein. Dies ist erwünscht, da es eine verhältnismäßig rasche Bewegung der Backen in Reaktion auf eine Drehung der Muffe 110 erzeugt. Es ist nicht erforderlich, verhältnismäßig feine Gewinde zu verwenden, um die Wirksamkeit des Werkzeuggreifens des Futters zu steigern. Der Benutzer braucht lediglich ein Betätigungsorgan (d.h. die Muffe 110) zu betätigen, um sämtliche Futter-Verstell-, Werkzeug-Greif-, Werkzeug-Verriegelungs-, Werkzeug-Entriegelungs- und Werkzeuglös-Funktionen des Futters auszuführen. Das Futter schaltet automatisch von der anfänglichen Spannbetriebsart (bei der sich die Mutter 50 dreht) zu der Endspannbetriebsart um (bei der sich die Mutter 50 nicht dreht und bei der die Kugeln 60 wirksam werden, um die Mutter 50 in axialer Richtung vorwärts in Eingriff zu bringen). Wenn das Futter gelöst wird, wirkt die Feder 140 zuverlässig auf den Käfig 70, um die Kugeln 60 in ihre Ausgangposition zurückzuführen.

Selbstverständlich ist das Vorstehende lediglich für die Prinzipien dieser Erfindung veranschaulichend und es können verschiedene Abänderungen von den Fachleuten ausgeführt werden, ohne den Bereich und das Wesen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann die Schraubenfeder 140 in jeder Richtung um das Futter 10 gewickelt werden, so daß sie die Mutter 50 mit der Muffe 110 während des Spannens des Futters entweder stößt oder zieht. (Wenn die Feder 140 die Mutter 50 während des Spannens druckbeaufschlagt, zieht sie die Mutter während des Lösens. Wenn die Feder 140 die Mutter 50 während des Spannens zieht, wird sie die Mutter während des Lösens druckbeaufschlagen.) Als weiteres Beispiel einer Abwandlung im Umfang dieser Erfindung könnte jeder andere Typ einer im Umfangsrichtung wirkenden Feder an Stelle der Schraubenfeder 140 verwendet werden, falls erwünscht. Beispielsweise könnten sich eine oder mehrere Blattfedern in axialer Richtung zwischen den Elementen 50 und 110 erstrecken. Alternativ könnten sich Zickzack- oder Schraubenfedern umfangsmäßig zwischen den Elementen 50 und 110 erstrecken. Weitere Beispiele möglicher Abwandlungen im Umfang dieser Erfindung umfassen das Ersetzen anderer Arten von Lagern wie Walzen für Kugeln 60 und/oder 90 Verwendung anderer Typen von Nocken wie einfachen Rampen ohne Kugeln, Anordnung von Nockenflächen wie 82 auf der Mutter 50 statt auf dem Ring 80, Verwendung eines Elementes verschieden von der Feder 140 (z.B. eines Fingers, der vom Nockenring 80 nach vorne vorsteht), um mit einem der Ansätze 74 in Kontakt zu treten, um zu Zurückstellen der Elemente 60 und 70 sicherzustellen etc. Die Erfindung kann auch vollkommen auf Futter unterschiedlicher Grundkonstruktionen angewendet werden (z.B. Futter, bei denen die Backen ohne Gewinde sind und mittels eines Vorschub- und Zurückziehelementes vorbewegt oder zurückgezogen werden, das mittels von Gewinden verschiedenen Mitteln mit den Backen gekuppelt ist).


Anspruch[de]

1. Futter (10) zum lösbaren Greifen eines mit einer Längsachse (22) des Futters konzentrischen Werkzeuges, umfassend:

eine Anzahl von Backen (40), die in Umfangsrichtung voneinander konzentrisch um die Längsachse (22) mit Abstand angeordnet sind und für eine Bewegung zueinander hin und voneinander fort angebracht sind, um das Werkzeug zu greifen oder zu lösen;

ein erstes Mittel (50) zum In-Eingriff-Treten mit den Bakken um zu bewirken, daß sich die Backen zueinander hin oder voneinander fort bewegen, als Folge einer Drehung wenigstens eines drehbaren Teils des ersten Mittels um die Längsachse und auch als Folge einer Hin- und Herbewegung wenigstes eines hinund her beweglichen Teils des ersten Mittels parallel zur Längsachse (22);

ein zweites Mittel (110), das für eine Drehung in bezug auf wenigstens den drehbaren Teil des ersten Mittels um die Längsachse (22) angebracht ist; und

ein Nockenmittel (80), das zwischen dem zweiten Mittel (110) und dem hin- und herbeweglichen Teil des ersten Mittels (50) zur Hin- und Herbewegung des hin- und herbeweglichen Teils in Reaktion auf eine Drehung des zweiten Mittels (110) in bezug auf den drehbaren Teil des ersten Mittels (50) wirkt, gekennzeichnet durch ein Federmittel (140), das in eine Richtung umfangsmäßig um die Längsachse (22) wirkt, um den drehbaren Teil des ersten Mittels (50) elastisch druckzubeaufschlagen, so daß es sich mit dem zweiten Mittel (110) dreht, wobei das Federmittel (140) es gestattet, daß sich das zweite Mittel (110) in bezug auf den drehbaren Teil des ersten Mittels (50) dreht, wenn eine Drehung des drehbaren Teils durch Kontakt zwischen den Backen (40) und dem Werkzeug verhindert wird.

2. Futter nach Anspruch 1, bei dem das Federmittel eine Schraubenfeder (140) im wesentlichen konzentrisch mit der Längsachse umfaßt, wobei ein Ende (144) der Schraubenfeder (140) am drehbaren Teil des ersten Mittels (50) angebracht ist und das andere Ende (142) der Feder am zweiten Mittel (110) angebracht ist.

3. Futter nach Anspruch 1, bei dem das Nockenmittel (80) um-

eine Nockenfläche (82), die sich in einer Umfangsrichtung konzentrisch mit der Längsachse (22) erstreckt; und ein Nockenfolgeelement (60) in Kontakt mit der Nockenfläche (82) zum Folgen der Nockenfläche, wenn sich das zweite Mittel (110) in bezug auf den drehbaren Teil des ersten Mittels (50) dreht.

4. Futter nach Anspruch 3, bei dem das Nockenfolgeelement eine Kugel (60) ist.

5. Futter nach Anspruch 1, bei dem das Federmittel (140) Mittel zum Zurückführen des Nockenmittels zu einem Anfangszustand umfaßt, wann immer die Drehung des drehbaren Teils des ersten Mittels (50) nicht durch Kontakt zwischen den Backen (40) und dem Werkzeug behindert wird.

6. Futter nach Anspruch 1, bei dem das Nockenmittel (80) umfaßt:

einen ersten Abschnitt (82a), der bewirkt, daß die Backen (40) auf dem Werkzeug spannen, unmittelbar nachdem eine Drehung des drehbaren Teils des ersten Mittels (50) zuerst durch Kontakt zwischen den Backen und dem Werkzeug während Betätigung des Futters (10) zum Greifen des Werkzeuges verhindert wird; und

einen zweiten Abschnitt (82b), der nach dem ersten Abschnitt in Funktion ist, um zu bewirken, daß die Backen (40) auf dem Werkzeug die Spannung um einen Betrag lösen, der wesentlich kleiner als das Spannen ist, das durch den ersten Abschnitt (82a) erzeugt wurde.

7. Futter zum lösbaren Greifen eines Werkzeuges konzentrisch zu einer Längsachse (22) des Futters, umfassend:

einen Körper (20);

eine Anzahl von Backen (40), die im Körper angeordnet sind, wobei die Backen umfangsmäßig mit Abstand voneinander um die Längsachse (22) angeordnet sind und in bezug auf den Körper (20) zueinander hin und voneinander fort beweglich sind, um das Werkzeug zu greifen oder zu lösen, wobei jede der Backen (40) einen gewindeversehenen Abschnitt (42) aufweist;

eine Mutter (50), die auf dem Körper (20) konzentrisch zur Längsachse (22) angebracht ist, wobei die Mutter in bezug auf den Körper um die Längsachse drehbar ist und gewindemäßig mit den gewindeversehenen Abschnitten (42) der Backen (40) in Eingriff steht, um die Backen zueinander hin oder voneinander fort als Folge der Drehung der Mutter (50) in bezug auf den Körper (20) und auch als Folge einer Hin- und Herbewegung der Mutter in bezug auf den Körper parallel zur Längsachse zu bewegen;

eine Muffe (110), die auf dem Körper zur Drehung in bezug auf den Körper (20) konzentrisch zur Längsachse (22) angebracht ist; und

ein Nockenmittel (80), das funktionsmäßig zwischen der Muffe (110) und der Mutter (50) verbunden ist, um zu bewirken, daß sich die Mutter (50) in bezug auf den Körper parallel zur Längsachse (22) hin- und herbewegt, wenn sich die Muffe (110) in bezug auf die Mutter (50) dreht, gekennzeichnet durch

eine Feder (140), die funktionsmäßig zwischen der Muffe (110) und der Mutter (50) verbunden ist, um die Mutter elastisch druckzubeaufschlagen, so daß sie sich mit der Muffe dreht, wobei es die Feder (140) gestattet, daß sich die Muffe in bezug auf die Mutter dreht, wenn eine Drehung der Mutter durch Kontakt zwischen den Backen (40) und dem Werkzeug verhindert wird.

8. Futter nach Anspruch 7, bei der die Feder eine Schraubenfeder (140) konzentrisch zur Längsachse ist und wobei ein Ende (144) der Feder (140) mit der Mutter (50) verbunden ist und das andere Ende (142) der Feder mit der Muffe (110) verbunden ist.

9. Futter nach Anspruch 7, bei dem das Nockenmittel (80) umfaßt:

eine Anzahl von gebogenen Nockenflächen (82), die umfangsmäßig voneinander konzentrisch zur Längsachse mit Abstand angeordnet sind; und

eine Anzahl von Nockenfolgeelementen (60), von denen jedes mit einer entsprechenden der Nockenflächen (82) in Kontakt tritt und dieser folgt.

10. Futter nach Anspruch 9, bei der jedes der Nockenfolgeelemente eine Kugel (60) umfaßt.

11. Futter nach Anspruch 10, bei dem die Kugeln (60) in umfangsmäßig mit Abstand angeordneten Öffnungen in einem Ringelement (70) angeordnet sind, das zur Längsachse (22) konzentrisch ist und in bezug auf die Muffe (110) um die Längsachse drehbar ist.

12. Futter nach Anspruch 11, bei dem die Feder (140) ein Mittel zum Drehen des Ringelementes (70) zu einer Anfangsposition umfaßt, wann immer die Drehung der Mutter (50) nicht durch Kontakt zwischen den Backen (40) und dem Werkzeug verhindert wird.

13. Futter nach Anspruch 7, bei dem das Nockenmittel einen Anfangsabschnitt (82a) umfaßt, der bewirkt, daß sich die Mutter (50) in der Richtung hin- und herbewegt, die die Backen (40) am Werkzeug festspannt, und einen Endabschnitt (82b) umfaßt, der bewirkt, daß sich die Mutter in der Richtung hin- und herbewegt, die die Backen (40) am Werkzeug löst, wobei durch das Ausmaß der Hin- und Herbewegung, die von dem Endabschnitt (82b) erzeugt wird, wesentlich kleiner als durch das Ausmaß der Hinund Herbewegung ist, die durch den Anfangsabschnitt (82a) erzeugt wird.

14. Futter nach Anspruch 9, bei dem die Nockenflächen (82) auf der Muffe angeordnet sind und wobei die Nockenfolgeelemente (60) zwischen den Nockenflächen (82) und der Mutter (50) angeordnet sind.

15. Futter nach Anspruch 12, bei dem das Mittel zum Drehen des Ringelementes durch einen Abschnitt der Feder (140) gebildet ist, der lösbar mit dem Ringelement (70) in Kontakt tritt.







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