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Dokumentenidentifikation DE19631673A1 12.02.1998
Titel Werkzeugmaschine zur Bearbeitung umlaufender Werkstücke mittels eines synchron zum Werkstück angetriebenen Werkzeugs
Anmelder Wera-Werk Hermann Werner GmbH & Co, 42349 Wuppertal, DE
Erfinder Garschagen, Friedrich Albert, 42855 Remscheid, DE;
Heym, Hans-Udo, 42327 Wuppertal, DE
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 06.08.1996
DE-Aktenzeichen 19631673
Offenlegungstag 12.02.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.02.1998
IPC-Hauptklasse B23Q 5/10
IPC-Nebenklasse B23C 3/00   B23F 1/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine zur Bearbeitung umlaufender Werkstücke mittels eines synchron zum Werkstück (4) drehangetriebenen Werkzeugs (13), insbesondere Schlagmesser, zum Einbringen einer Verzahnung, wobei Werkstückantrieb (9) und Werkzeugantrieb (14) über jeweils zugeordnete Drehgeber (15, 19) mittels elektronischer Steuermittel im Synchronlauf gehalten werden, mit einem einem der beiden Antriebe (9, 14) zugeordneten Stellmotor (26) zur Beeinflussung der Phasenlage der beiden Antriebe (9, 14). Zwecks Durchführung einer Phasenverschiebung mit geringem Kraftaufwand schlägt die Erfindung vor, daß ein Sensorelement (21) eines der beiden Drehgeber (15, 19) drehverstellbar zum Stator (10) des zugehörigen Antriebsmotors (9) ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine zur Bearbeitung umlaufender Werkstücke mittels eines synchron zum Werkstück drehangetriebenen Werkzeugs, insbesondere Schlagmesser, zum Einbringen einer Verzahnung, wobei Werkstückantrieb und Werkzeugantrieb über jeweils zugeordnete Drehgeber mittels elektronischer Steuermittel im Synchronlauf gehalten werden, mit einem einem der beiden Antriebe zugeordneten Stellmotor zur Beeinflussung der Phasenlage der beiden Antriebe.

Bei einer derartigen bekannten Ausgestaltung (DE 41 14 341 C2) ist das Statorgehäuse mindestens des einen Motors konzentrisch zur Rotorachse gelagert und mittels des Stellmotors um diese Achse drehverstellbar. Das bedeutet, daß der Stellmotor kräftemäßig aktiv in den Kraftfluß des Antriebes eingreift und dementsprechend genügend stark dimensioniert sein muß.

Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschine der in Rede stehenden Art in herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestalten, daß die Phasenverschiebung mit geringem Kraftaufwand erreichbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale, wobei darauf abgestellt ist, daß ein Sensorelement eines der beiden Drehgeber drehverstellbar zum Stator des zugehörigen Antriebsmotors ist.

Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der erfinderischen Lösung.

Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine erfindungsgemäße Werkzeugmaschine angegeben, bei welcher eine vorwärts- oder rückwärtsgerichtete Änderung der Phasenlage der beiden im Synchronlauf befindlichen Antriebe mit geringerem Kraftaufwand ermöglicht ist. Es ist nicht mehr das Statorgehäuse zwecks Erzielung der Phasenveränderung drehzuverstellen, sondern ausschließlich der zugehörige Drehgeber. Daher kann der Stellmotor kräftemäßig gering ausgelegt werden. In der Praxis sieht dies so aus, daß zur Phasenänderung beispielsweise zwecks Erzielung einer Schrägverzahnung das Sensorelement des zum Antriebsmotor zugehörigen Drehgeber je nach Anstiegswinkel der Verzahnung drehverstellt wird. Die beiden Antriebsmotoren zugeordnete Synchronsteuerung bewirkt dabei eine Nachsynchronisation unter Herstellen des phasenverschobenen Synchronlaufes der Antriebe. Es ist möglich, das drehzuverstellende Sensorelement dem Antriebsmotor für die Werkzeugspindel zuzuordnen. Alternativ kann jedoch auch das Sensorelement des Drehgebers drehverstellbar zum Stator des Werkzeugspindel-Antriebsmotors ausgebildet sein. Eine konstruktiv günstige Umsetzung des Erfindungsgedankens zeichnet sich dabei durch die vom Antriebsmotor getrennt auf der Antriebswelle drehfest angeordnete Signalscheibe und den von der Welle frei drehbar durchgriffenen, vom Stellmotor drehverlagerbaren Ringträger aus. Letzterer ist Träger des verstellbaren Sensorelements. Zwecks Änderung der Phasenlage im Synchronlauf von Werkzeugantrieb und Werkstückantrieb bewirkt der Stellmotor eine Drehverlagerung des Ringträgers. Einhergehend wird mittels der bei solchen Werkzeugmaschinen vorgesehenen elektronischen Steuerung der Synchronlauf der über eine elektrische Welle angetriebenen Antriebsmotoren nachreguliert. Es lassen sich mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung Schrägverzahnungen herstellen mit einem Winkel von maximal plus/minus 45°. Seinerseits ist der Ringträger ebenfalls mit einer Signalscheibe ausgestattet, welche von dem gehäusefesten Sensor abgefragt ist. Mittels diesem ist der Phasenwinkel von einer CNC-Steuerung erfaßbar, so daß von dieser her aus der entsprechende Befehl beispielsweise zur Erzeugung einer Schrägverzahnung eingebbar ist. Erfolgt keine Drehverstellung des Ringträgers mit daran sitzendem Sensorelement, werden Geradverzahnungen am Werkstück erzeugt. Über eine entsprechende Steuerung hinsichtlich der Drehverstellung des betreffenden Sensors könnten auch nicht lineare Schrägverzahnungen hergestellt werden.

Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Werkzeugmaschine im Bereich der beiden Antriebe für die Werkzeugspindel und Werkstückspindel und

Fig. 2 ebenfalls vereinfacht dargestellt die Werkzeugmaschine mit horizontal ausgerichteter Werkstückspindel mit kreuzend zu dieser verlaufender Werkzeugspindel.

Bezüglich der dargestellten Werkzeugmaschine handelt es sich um eine Schlagmesserfräsmaschine. Letztere besitzt eine horizontal am Maschinengestell 1 gelagerte Werkstückspindel 2. Das eine Ende derselben trägt ein Spannfutter 3 für ein zu verzahnendes Werkrad 4.

Auf der Werkstückspindel 2 ist undrehbar eine verzahnte Riemenscheibe 5 festgelegt. Ein um diese herumgeführter, verzahnter Flachriemen 6 umgreift eine Antriebsscheibe 7, welche auf der Antriebswelle 8 eines als Asynchronmotor gestalteten Antriebes 9 festgelegt ist. Dessen den nicht veranschaulichten Rotor umgebender Stator 10 ist am Maschinengestell 1 befestigt.

Kreuzend zur Werkstückspindel 2 erstreckt sich eine Werkzeugspindel 11, die ihrerseits eine Fräserwelle 12 mit einem radial ausladenden, als Schlagmesser gestalteten Werkzeug 13 trägt. In Drehung versetzt wird die Fräserwelle 12 von einem ihr zugeordneten, ebenfalls als Asynchronmotor gestalteten Antrieb 14. Beide Antriebe 9 und 14 sind mittels elektronischer Steuermittel im Synchronlauf zueinander gehalten. Hierzu besitzt der Antrieb 14 einen schematisch angedeuteten ersten Drehgeber 15. Dieser registriert die Drehzahl des Antriebes 14 und teilt die ermittelte Drehzahl über eine Leitung 16 einer Synchronsteuerungseinrichtung 17 mit. Ferner führt eine Leitungsverbindung 18 von dieser Synchronsteuerungseinrichtung 17 zum Antrieb 14.

Dem Antrieb 9 ist der zweite Drehgeber 19 zugeordnet. Dieser ist jedoch nicht dem Antrieb 9 einverleibt, sondern im Bereich der Werkstückspindel 2 vorgesehen. Im einzelnen beinhaltet dieser zweite Drehgeber 19 eine getrennt vom Antriebsmotor 9 auf der Antriebswelle (Werkstückspindel 2) drehfest angeordnete Signalscheibe 20 mit dieser zugeordnetem Sensorelement 21. Letzteres sitzt auf einem frei von der Werkstückspindel 2 durchgriffenen Ringträger 22. Dieser ist frei drehbar auf einer die Werkstückspindel 2 umgebenden Hülse 23 gelagert, die ihrerseits am Maschinengestell 1 angeflanscht ist. Der mittlere Abschnitt 24 des Ringträgers 22 ist zu einer Riemenscheibe gestaltet. Um diesen Abschnitt 24 ist ein zu einer Riemenscheibe 25 eines Stellmotors 26 führender, verzahnter Flachriemen herumgelegt. Der Stellmotor 26 seinerseits ist in nicht veranschaulichter Weise ortsfest am Maschinengestell 1 gehaltert.

Auf der dem Sensorelement 21 gegenüberliegenden Seite formt der Ringträger 22 eine Signalscheibe 28, die ihrerseits mit einem an dem Flansch 23&min; der Hülse 23 befestigten Sensor 29 zusammenwirkt. Der drehfest angeordnete Sensor 29 bildet in Verbindung mit der zugehörigen Signalscheibe 28 einen dritten Drehgeber 30.

Das Erzeugen einer Schrägverzahnung 33 erfordert eine Drehverlagerung des Sensorelements 21. Dies geschieht mittels des Stellmotors 26, welcher den Ringträger 22 relativ zur Antriebswelle bzw. Werkstückspindel 2 verdreht. Die damit einhergehende Phasenverschiebung wird vom Drehgeber 19 als Abweichung vom Synchronlauf registriert und über eine Leitung 31 der Synchronsteuerungseinrichtung 17 mitgeteilt, welche über eine weitere Leitungsverbindung 32 mit dem Antrieb 9 in Verbindung steht. Es erfolgt nun eine Nachsynchronisierung entweder des Antriebsmotors 14 oder des Antriebsmotors 9 unter Erzielung eines phasenverschobenen Synchronlaufes von Werkstückantrieb 9 und Werkzeugantrieb 14. Der dritte Drehgeber 30 steht mit der nicht veranschaulichten CNC-Steuerung der Werkzeugmaschine in Verbindung. Die entsprechende Winkelstellung des Sensorelements 21 ist durch Vergleich der Ausgangsimpulse der Drehgeber 19 und 30 ermittelbar, welche Werte in die CNC-Steuerung einfließen.

Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Werkzeugmaschine zur Bearbeitung umlaufender Werkstücke mittels eines synchron zum Werkstück (4) drehangetriebenen Werkzeugs (13), insbesondere Schlagmesser, zum Einbringen einer Verzahnung, wobei Werkstückantrieb (9) und Werkzeugantrieb (14) über jeweils zugeordnete Drehgeber (15, 19) mittels elektronischer Steuermittel im Synchronlauf gehalten werden, mit einem einem der beiden Antriebe (9, 14) zugeordneten Stellmotor (26) zur Beeinflussung der Phasenlage der beiden Antriebe (9, 14), dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensorelement (21) eines der beiden Drehgeber (15, 19) drehverstellbar zum Stator (10) des zugehörigen Antriebsmotors (10) ist.
  2. 2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine vom Antriebsmotor (9) getrennt auf der Antriebswelle (Werkstückspindel 2) drehfest angeordnete Signalscheibe (20) und einen von der Antriebswelle frei drehbar durchgriffenen, vom Stellmotor (26) drehverlagerbaren Ringträger (22), welcher Träger des verstellbaren Sensorelementes (21) ist.
  3. 3. Werkzeugmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringträger (22) eine Signalscheibe (28) besitzt, welche von einem gehäusefesten Sensor (29) abgefragt ist.






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