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Dokumentenidentifikation DE19707116A1 05.03.1998
Titel Anspitzer für Schreibstifte oder Schreibminen
Anmelder Correns, Florian, 84028 Landshut, DE
DE-Anmeldedatum 22.02.1997
DE-Aktenzeichen 19707116
Offenlegungstag 05.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.03.1998
IPC-Hauptklasse B43L 23/00
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung stellt einen Anspitzer für Schreibstifte oder Schreibminen bereit, bei dem Stift- oder Minenreste mittels einer geeigneten Einrichtung (2, 4, 5, 6, 11) entfernt bzw. ausgetrieben werden können.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Anspitzer für Schreibstifte oder Schreibminen mit einem Gehäuse mit einer Öffnung für einen Stift oder eine Mine und einer Schneidklinge.

Herkömmliche Anspitzer beispielsweise für Bleistifte oder Holzschreibstifte mit farbiger Mine bestehen in der Regel aus einem Gehäuse und einer daran oder darin angeordneten Schneidklinge zum Anspitzen der Minen der Stifte. Der entsprechende Stift wird durch eine Öffnung im Gehäuse in das Gehäuse eingeführt und mit der Schneidklinge in Eingriff gebracht. Ein Drehbewegung bewirkt ein Anspitzen des Stiftes, indem die scharfe Kante der Schneidklinge Material von dem Stift abnimmt. Nachdem der angespitzte Stift aus dem Gehäuse entnommen wurde, befinden sich noch Holzreste oder abgebrochene Minenreste im Inneren des Gehäuses, meistens an der engsten Stelle des Anspitzers. Die Beseitigung solcher Holz- oder Minenreste aus dem Spitzergehäuse geschieht in der Regel unter Zeitaufwand und mit unsachgemäßem Gerät, etwa einem Taschenmesser, oder nur durch wiederholtes Aufklopfen des Spitzers auf eine feste Unterlage, um die Reste auszuwerfen. Dabei wird das Gehäuse und die Klinge nicht unerheblich beeinträchtigt und beschädigt.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Anspitzer bereit zustellen, der ein einfaches Entfernen oder Auswerfen der Holz- oder Minenreste aus dem Inneren auf einfache Weise ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch die Bereitstellung der in den Ansprüchen gekennzeichneten Ausführungsformen gelöst.

Bei der Lösung geht die Erfindung von dem Grundgedanken aus, den Anspitzer mit einer Einrichtung zum Entfernen von Stift- oder Minenreste zu versehen. Diese Entfernungseinrichtung ist am oder im Gehäuse angeordnet und beispielsweise in Form einer Schiebeeinrichtung ausgestaltet, deren Betätigung die angesammelten Stift- oder Minenreste in Richtung der Stiftöffnung aus dem Gehäuse entfernt. Vorzugsweise ist die Entfernungseinrichtung an der der Stiftöffnung gegenüberliegenden Seite des Gehäuses angeordnet und kann dort zumindest teilweise im Gehäuseinneren befestigt sein. Es ist ferner bevorzugt, eine Führungseinrichtung für die Schiebeeinrichtung vorzusehen. Weiterhin ist es möglich, ein elastisches Element, wie etwa eine Feder, so anzubringen, daß die Schiebeeinrichtung durch das elastische Element nach der Betätigung zum Auswerfen von Minenresten in die Ausgangsstellung gebracht wird. Die Schiebeeinrichtung kann zudem eine konische Form haben. Das Gehäuse des Anspitzers kann an einer Seite eine Vertiefung aufweisen, in der die Entfernungseinrichtung so angeordnet ist, daß deren äußeres Ende nicht über den Gehäuserand hinausragt. Es ist ebenfalls möglich, einen Bereich des Gehäuses elastisch auszugestalten, so daß die im Inneren des Gehäuses angeordnete Entfernungseinrichtung über ein Eindrücken des elastischen Bereiches des Gehäuses betätigt wird. In diesem Fall ragt die Entfernungseinrichtung ebenfalls nicht über das Gehäuse hinaus.

Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform des Anspitzers, wobei die Entfernungseinrichtung über das Gehäuse übersteht,

Fig. 2 eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsform des Anspitzers, wobei die Entfernungseinrichtung innerhalb des Gehäuses angeordnet ist und das Gehäuse einen elastischen Bereich aufweist, und

Fig. 3 eine dritte erfindungsgemäße Ausführungsform des Anspitzers, wobei die Entfernungseinrichtung innerhalb einer Aussparung des Gehäuses angeordnet ist.

Gemäß Fig. 1 weist der Anspitzer ein Gehäuse 1 auf, durch dessen Öffnung 10 ein Stift 3 zum Anspitzen eingeführt wird. Zum Anspitzen dient eine Schneidkante, die jedoch in den Fig. 1 bis 3 der Einfachheit halber nicht dargestellt ist. Gegenüber der Öffnung, durch die der Stift in das Gehäuse eingeführt wird, ist die Entfernungseinrichtung 2, 4, 5, 6 angeordnet. Diese Entfernungseinrichtung besteht beispielsweise aus einem zylinderförmigen Stab 2, der über eine Andruckfläche 11 verschoben werden kann. Durch Druck auf die Andruckfläche 11 wird die Schiebeeinrichtung 2 in Richtung der Öffnung 10 bewegt, wodurch vorhandene Minen oder Stiftreste in diese Richtung gedrückt und ausgeworfen werden. Damit die Schiebeeinrichtung wieder in die Ausgangsstellung zurückgelangt, kann eine Feder 5 vorgesehen sein, die bei einem Verschieben des Stabes mittels einer Anschlagfläche 6 zusammengedrückt wird. Eine Expansion der Feder bewirkt über diese Andruckfläche eine Rückstellung des Stabes. Die Mechanik dieser Entfernungseinrichtung ist in dem Bereich 4 des Gehäuses untergebracht. Obwohl nicht gezeigt, kann die Spitze der Schiebeeinrichtung konisch sein, aber auch jede andere Form annehmen (z. B. abgerundet).

Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anspitzers. Hier ist ein Bereich 8 des Gehäuses 1 elastisch ausgestaltet, was die Anordnung der Entfernungseinrichtung im Inneren des Gehäuses ermöglicht, da über ein Eindrücken des Gehäusebereiches 8 letztendlich auch die Andruckfläche 11 und über diese die Schiebeeinrichtung 2, d. h. der Stab bewegt wird. Zur korrekten Führung des Schiebers ist in Fig. 2 ein Führungselement 7 gezeigt, das den Schieber auf einer bestimmten Bahn hält. Auch hier ermöglicht die Kombination aus Feder und Anschlagfläche ein Zurückstellen der Entfernungseinrichtung.

Fig. 3 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Anspitzer. Hier weist das der Öffnung 10 gegenüberliegende Gehäuseende keinen elastischen Bereich auf, vielmehr ist eine Vertiefung für die Entfernungseinrichtung vorgesehen. Somit ragt das Schiebeelement 2 bzw. die Andruckfläche 11 nicht über den äußeren Gehäuserand 9 hinaus.


Anspruch[de]
  1. 1. Anspitzer für Schreibstifte oder Schreibminen mit einem Gehäuse (l) mit einer Öffnung (10) für einen Stift oder eine Mine und einer Schneideinrichtung gekennzeichnet durch eine Einrichtung (2, 4, 5, 6, 11) zum Entfernen von Stift- oder Minenresten.
  2. 2. Anspitzer nach Anspruch 1, wobei die Entfernungsrichtung an der der Öffnung (10) gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 1 angeordnet ist.
  3. 3. Anspitzer nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Entfernungseinrichtung mit dem Gehäuse (1) fest verbunden ist.
  4. 4. Anspitzer nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Entfernungseinrichtung zumindest teilweise im Inneren des Gehäuses (1) angeordnet ist.
  5. 5. Anspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Entfernungseinrichtung eine Schiebeeinrichtung (2, 11) aufweist, zum Austreiben bzw. Herausschieben der Stift- oder Mienenreste aus dem Gehäuse (1).
  6. 6. Anspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Entfernungseinrichtung ein elastisches Element (5) zur Rückstellung der Schiebeeinrichtung (2, 11) nach Betätigung aufweist.
  7. 7. Anspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Entfernungseinrichtung eine Führungseinrichtung (7) für die Schiebeeinrichtung (2, 11) aufweist.
  8. 8. Anspitzer nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Schiebeeinrichtung (2) konisch ist.
  9. 9. Anspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Gehäuse (1) einen elastischen Bereich (8) aufweist.
  10. 10. Anspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Gehäuse (1) eine Vertiefung für die Entfernungseinrichtung aufweist.






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