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Dokumentenidentifikation DE19637907A1 19.03.1998
Titel Elektrohydraulische Dachliftanlage
Anmelder Fahrzeugwerk Orthaus GmbH & Co KG, 48683 Ahaus, DE
Erfinder Exnowski, Jürgen, 58239 Schwerte, DE
Vertreter Schulte, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 18.09.1996
DE-Aktenzeichen 19637907
Offenlegungstag 19.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.03.1998
IPC-Hauptklasse B60J 7/10
IPC-Nebenklasse B60P 7/00   B66F 3/42   
Zusammenfassung Eine Dachliftanlage 2 für Lastkraftwagen 1, die vor allem Leichtmaterial 8 in Ballenform transportieren, können sowohl mit Hydraulikkraft beim Ausschieben des Fahrzeugdaches 6 wie auch bei dessen Einziehen betrieben werden. Hierzu sind die Hydraulikzylinder 10, 11 als doppeltwirkende Zylinder und die Zentralanlage 12 als Hydraulikpumpe 14 mit E-Motor 15 und zugeordnetem Hydraulikölbehälter 16 ausgeführt. Über einen als Steuereinheit dienenden Drehschieber 21 ist die Möglichkeit gegeben, mit einem einzigen Steuerteil sowohl einzelne der Hydraulikzylinder 10, 11 anzusprechen, wie auch diese, den Ecksäulen 3, 4, 5 zugeordneten insgesamt. Über die Zentralanlage 12 und ihre Ausbildung bezüglich der Einzelteile ist nicht nur ein gleichförmiger Verfahrbetrieb des Fahrzeugdaches 6 sichergestellt, sondern auch die Möglichkeit gegeben, beispielsweise bei Isolierwolle diese so einzufassen, daß damit gleichzeitig auch eine zusätzliche Ladungssicherung erreicht ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dachliftanlage für Lastkraftwagen, die vor allem Leichtmaterial in Ballenform auf ihren Ladeflächen transportieren und über ein anhebbares Fahrzeugdach verfügen, das über den vier Ecksäulen zugeordnete Hydraulikzylinder und über eine Zentralanlage über einen einstellbaren Hub gleichmäßig auszufahren ist.

Lastkraftwagen dienen im heutigen Frachtgutverkehr zum Transport annähernd aller Waren und Maschinen. Die Abmessungen der Zugfahrzeuge sowie der Anhänger sind vorgeschrieben und auch die Höhe der in der Bundesrepublik Deutschland in der Regel abzudeckenden Frachtguträume. Wird nun mit derartigen Fahrzeugen ein Leichtmaterial, d. h. also ein Material mit großem Raumbedarf und geringem Gewicht transportiert, so versucht man, den Frachtraum soweit wie möglich auszunutzen. Dies wird dadurch ermöglicht, daß das Fahrzeugdach über den vier Ecksäulen zugeordnete Hydraulikzylinder angehoben wird. Diese bekannten Dachliftanlagen verfügen über einen federbelasteten Luftbalg, der gleichzeitig über eine Kolbenplatte auf vier Hydraulikzylinder wirkt. Beim Belüften des Luftbalges wird das Öl in den vier Zylindern gleichmäßig herausgepreßt und über Leitungen in vier Plunger-Zylinder innerhalb der vier tragenden Ecksäulen gedrückt. Das Fahrzeugdach hebt sich langsam. Durch die gleichmäßige Beaufschlagung der Zylinder wird der Gleichlauf der Plunger-Zylinder für das Dach gewährleistet. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, das Dach auch einseitig auszufahren. Hierzu müssen allerdings jeweils zwei Zylinder einer Seite mit zwei Einzelabsperrhähnen im System abgesperrt werden. Sollen diese beiden Zylinder dann im nachhinein ausgefahren werden, so müssen wiederum die Einzelabsperrhähne geöffnet werden. Von daher ist es nur möglich, entweder links, rechts oder das komplette Dach mit allen vier Zylindern gleichzeitig hochzufahren. Das Absenken des Fahrzeugdaches erfolgt über das Eigengewicht, wobei gleichzeitig der Luftbalg durch eine Feder in seine Grundstellung zurückgezogen und somit entlüftet wird. Beim Absenken des Fahrzeugdaches ergeben sich in den meisten Fällen Probleme, da die Fahrzeugdächer nicht schwer genug sind, um das Öl aus den Plunger-Zylindern herauszuverdrängen. Andererseits führen bereits leichte Verklemmungen in den Ausschubstücken dazu, daß das Dach in der angehobenen Stellung fixiert bleibt. Aufgrund der Bauart und in Verbindung mit einem Druckluftbalg sind die bekannten Anlagen in den äußeren Abmessungen außerdem nachteilhaft groß und mit rund 85 kg ebenfalls sehr schwer. Gleichzeitig muß der Raumbedarf und das Gewicht für die zusätzlichen Luftbehälter mitberücksichtigt werden, deren Unterbringung im Fahrzeug in aller Regel sehr schwierig ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dachliftanlage zu schaffen, mit der das Beladen und Sichern entsprechender Lkw&min;s beschleunigt und bei leichtvolumigen Gütern die Beladung zusätzlich fixiert und gesichert werden kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hydraulikzylinder als doppelwirkende Zylinder und die Zentralanlage als Hydraulikpumpe mit E-Motor und zugeordnetem Hydraulikölbehälter ausgeführt sind, denen ein als Steuereinheit dienender Drehschieber zugeordnet ist.

Mit einer derartigen Dachliftanlage kann überraschend nicht nur ein gleichmäßiges Aus- und Einfahren des Fahrzeugdaches erreicht werden, sondern auch ein Festsetzen der beispielsweise mit Staplern auf das Ladebord aufgesetzten mehr oder weniger sperrigen Ballen. Da das Fahrzeugdach über die zugeordneten doppelwirkenden Zylinder auch hydraulisch eingefahren wird, kann es nicht zu einem Verklemmen oder Verkanten des Daches kommen, so daß dieses fest auf der Ladung aufsitzt und diese zusätzlich absichert und fixiert. Aufgrund der Elektrohydraulik im Antrieb kann das Fahrzeugdach in jeder Stellung stufenlos angehalten und gefahren werden, so daß damit auch den Ladebedingungen voll Genüge getan werden kann. Der Fahrzeugführer oder auch der Staplerfahrer können das Dach jeweils in die Position bringen, die für die jeweilige Ladung notwendig und optimal ist, um sie nach Beladung des Fahrzeuges dann wieder einzufahren, um so die Ladung zusätzlich abzusichern. Entsprechendes ist insbesondere möglich, wenn Isolierwolle o. ä. leichtvolumige Güter transportiert werden. Da die einzelnen doppelwirkenden Zylinder genau dort, nämlich vorzugsweise in den Ecksäulen untergebracht sind, kann im übrigen auch mit der notwendigen Sicherheit die für das Einfahren und Ausfahren des Fahrzeugdaches benötigte Kraft sicher aufgebracht werden. Insbesondere gilt dies für das Wiedereinfahren oder Einschieben des Fahrzeugdaches, um zu der gewünschten Fixierung zu kommen. Der Drehschieber ermöglicht eine leichte Bedienung der gesamten Dachliftanlage, da praktisch mit einem einzigen Steuerteil die notwendigen drei Stellungen link/rechts und Gesamtshub einstellbar bzw. ansteuerbar sind. Der Drehschieber ist hierzu drei Schaltstellungen vorgebend ausgebildet. Dabei ist der Drehschieber vorzugsweise fernbedienbar, so daß von jeder beliebigten Stelle des Lastkraftwagens aus die gesamte Dachliftanlage gesteuert werden kann.

Weiter vorne ist bereits darauf hingewiesen worden, daß aufgrund der elektrohydraulischen Ausbildung das Dach in jeder Stellung stufenlos angehalten und wieder angefahren werden kann. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß der E-Motor der Hydraulikpumpe an die vorzugsweise als 24-Volt-Batterie ausgebildete Bordbatterie angeschlossen ist. Der notwendige Strom steht damit immer sicher zur Verfügung und es kann auf jede Hilfestellung Dritter oder auf Fremdenergie verzichtet werden.

Zur zusätzlichen Sicherheit des Fahrers ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der E-Motor der Hydraulikpumpe mit einer Fernbedienung, die vorzugsweise im Fahrerhaus untergebracht ist, ausgerüstet ist. Beim Anheben oder Absenken des Daches befindet sich damit der Fahrer auf jeden Fall außerhalb des Gefahrenbereiches und er hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Bewegung des Fahrzeugdaches genau zu überwachen und jeweils in der vorgesehenen Position anzuhalten. Es besteht die Möglichkeit, bei einer angehobenen Seite die zweite Seite nachzufahren, gemeinsam abzusenken oder seitenweise nach Wahl abzusenken. Damit ist eine optimale Vielseitigkeit gegeben und vor allem ein sicherer und schneller Betrieb erreichbar.

Ein synchroner Lauf der Hydraulikzylinder wird insbesondere dadurch sichergestellt, daß den Hydraulikzylindern, die senkrecht in den Ecksäulen stehend angeordnet sind, stufenlos einstellbare Stromregler zugeordnet sind. Diese Stromregler sorgen sowohl beim Anheben wie beim Absenken des Fahrzeugdaches für den erforderlichen Gleichlauf aller vier Zylinder.

Die gesamten Anlagenteile werden möglichst an einer Stelle angeordnet, und zwar mit Ausnahme der vier benötigten Hydraulikzylinder, wobei der Hydraulikölbehälter vor der Hydraulikpumpe auf oder an den Basisträger angeflanscht ist, so daß auch aufgrund der geringen Größe der einzelnen Teile und des geringen Gewichtes um mehr als die Hälfte verringerter Abmessungen in Länge, Breite und Höhe erreichbar sind. Insgesamt gesehen ergeben sich günstigere Einbaumöglichkeiten, speziell bei Jumbo-Motorwagen und Jumbo-Anhängern. Das Eigengewicht sinkt auf 35 kg oder weniger.

Eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die Ecksäulen teleskopierbar ausgebildet und daß die Hydraulikzylinder in den das Fahrzeugdach haltenden Teleskopteil integriert sind. Dadurch können die durch den Hydraulikzylinder anzuhebenden Massen verhältnismäßig gering gehalten werden, da nur das obere Teleskopteil bzw. das eigentliche Fahrzeugdach über die Zylinder anzuheben ist. Die einzelnen Hydraulikzylinder können über in den Ecksäulen verlegte Leitungen mit der notwendigen Hydraulikflüssigkeit versorgt werden, bzw. sie werden durch entsprechende Steuerleitungen angeschlossen.

Denkbar ist es aber auch, daß die Ecksäulen teleskopierbar ausgebildet und daß die Hydraulikzylinder in das bordseitige, feststehende Teleskopteil integriert und zylindergehäuseseitig mit dem ausschiebbaren Teleskopteil verbunden sind. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, auf lange Versorgungsleitungen zu verzichten, wobei dennoch insbesondere auch durch die Anordnung und Ausbildung der Hydraulikzylinder dafür Sorge getragen ist, daß sowohl das Aus- wie auch das Einfahren gleichmäßig und schnell verläuft. Das Einfahren wird dabei durch das Eigengewicht auch der Ecksäulen noch begünstigt, so daß der gesamte Bewegungsablauf vorteilhaft konzentriert und schnell ablaufen kann. Die Hydraulikzylinder sind mit ihrem Zylindergehäuse mit dem ausschiebbaren Teleskopteil verbunden, was zweckmäßigerweise auch bei der weiter oben geschilderten Ausführung erfolgen sollte, um so daß Einschieben mit der notwendigen Kraft zu ermöglichen, da dann der gesamte Kolben entsprechend beaufschlagt ist.

Weiterhin ist es denkbar, daß die gesamten Ecksäulen als Hydraulikzylinder dienend ausgebildet sind, wobei dies insbesondere dann möglich ist, wenn durch zusätzliche Hilfsmittel eine seitliche Belastung der Zylinder ausgeschlossen ist oder ausgeschlossen werden kann. Die Abdichtung der einzelnen Teile gegeneinander kann aufgrund der heutigen Technik problemlos auch dann garantiert werden, wenn sich auf den Kolbenstangen Schmutz o. ä. festsetzen sollte.

Der Fahrer kann in aller Regel die Dachliftanlage vom Fahrerhaus aus bedienen, wobei diese Bedienung des E-Motors noch dadurch erleichtert und auch für den ungeübten leicht handhabbar wird, daß sie mit einer elektrischen Steuerbirne mit zwei Schaltern (Heben/Senken) ausgerüstet ist.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine Dachliftanlage geschaffen ist, die um mehr als die Hälfte verringerte Abmessungen in Länge und Breite sowie in Höhe aufweist und damit über besonders günstige Einbaumöglichkeiten verfügt. Das Eigengewicht der gesamten Dachliftanlage ist gegenüber bekannten Dachliftanlage um annähernd 50% reduziert, wobei die elektrohydraulische Dachliftanlage vorteilhaft an die 24-Volt-Bordbatterie angeschlossen werden, so daß sie ohne Fremdenergie arbeitet. Die Steuerung ist wesentlich erleichtert, weil nur ein einziger Drehschieber die notwendigen Einstellungen für Linkshub, Rechtshub oder für Gesamthub vorgibt. Die zum Einsatz kommenden doppelwirkenden Hydraulikzylinder sorgen dafür, daß das Fahrzeugdach nicht nur hydraulisch angehoben, sondern auch hydraulisch wiedereingefahren werden kann, so daß damit jedwede Probleme bezüglich Verklemmen o.a. vermieden werden. Darüber hinaus kann das Fahrzeugdach mit Kraft eingefahren werden, so daß leichtvolumige Güter wie insbesondere Isolierwolle einzupressen sind. Somit ist nicht nur ein größeres Transportvolumen erreichbar, sondern gleichzeitig auch eine zusätzliche vorteilhafte Ladungssicherung. Hervorzuheben ist darüber hinaus, die zusätzliche Sicherheit des Fahrers, der die Dachliftanlage über eine elektrische Fernbedienung ansprechen und auch während des Betriebes in jeder beliebigen Stellung arretieren bzw. anhalten kann. Vorteilhaft ist schließlich noch, daß durch den Drehschieber und die doppelwirkenden Zylinder sowie die Steuereinheit die Möglichkeit gegeben ist, bei einem einseitig angehobenen Fahrzeugdach auch die zweite Seite im nachhinein noch anzuheben, ohne daß eine Klemmgefahr besteht. Gleiches gilt für das Wiedereinfahren des Fahrzeugdaches.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 einen Lastkraftwagen mit Dachliftanlage während des Fahrbetriebes,

Fig. 2 den Lastkraftwagen nach Abschluß der Beladungsarbeiten, aber vor Einfahren der Dachliftanlage und

Fig. 3 eine vereinfachte Wiedergabe des Schaltkreises der Dachliftanlage.

In Fig. 1 und in Fig. 2 ist ein Lastkraftwagen wiedergegeben, der für den Transport von leichtvolumigen bzw. leichtgewichtigen Gütern vorgesehen ist. Dieses Fahrzeug, d. h. der Lastkraftwagen 1 verfügt über eine Dachliftanlage 2, deren Einzelheiten weiter hinten noch erläutert werden. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die vier Ecksäulen 3, 4, 5 auszufahren und dadurch das Fahrzeugdach 6 in eine Position zu bringen, die das Beladen der Ladefläche 7 mit Leichtmaterial 8 wesentlich erleichtert. Entsprechendes ist Fig. 2 zu entnehmen.

Vom Fahrerhaus 9 aus kann die Dachliftanlage 2 insofern bedient werden, als die den Ecksäulen 3, 4, 5 zugeordneten Hydraulikzylinder 10, 11 entsprechend aus- oder eingefahren werden. Diese Hydraulikzylinder 10, 11 sind mit einer Zentralanlage 12 verbunden, die auf dem Basisträger 13 oder am Basisträger 13 angebracht, vorzugsweise angeflanscht ist.

Die Zentralanlage 12 besteht aus einer Hydraulikpumpe 14, einem zugeordneten E-Motor 15 und dem Hydraulikölbehälter 16, der über hier nicht wiedergegebene Leitungen ebenso wie die Hydraulikpumpe 14 mit den Hydraulikzylindern 10, 11 verbunden ist. Der E-Motor 15 der Hydraulikpumpe 14 ist mit der hier nicht dargestellten Bordbatterie verbunden, so daß die Bedienung insbesondere auch durch den Bedienungsknopf 17 vereinfacht ist.

Statt des Bedienungsknopfes 17 oder zusätzlich dazu kann eine Fernbedienung vorgesehen sein, die im Fahrerhaus 9 untergebracht ist. Dabei kann die Fernbedienung oder der Bedienungsknopf 17 mit einer elektrischen Steuerbirne mit zwei Schaltern ausgerüstet werden.

Fig. 3 zeigt den Schaltkreis 18 der Dachliftanlage 2, wobei zunächst einmal die vier Hydraulikzylinder 10, 11 erkennbar sind, die als doppeltwirkende Zylinder ausgebildet sind. Dies wird dadurch deutlich, daß die einzelnen Hydraulikzylinder 10, 11 sowohl kolben- wie auch kolbenstangenseitig mit Hydrauliköl versorgt sind.

Die Hydraulikpumpe 14 und der E-Motor 15 sind dem Hydraulikölmotor 16 zugeordnet. Von hier aus wird bei Betätigung des dem Ventilblock 19 zugeordneten 4/2-Wegeventils 22 die Leitungen zu den einzelnen Hydraulikzylindern 10, 11 geöffnet. Das Öl passiert dann das Rückschlagventil 20 und den Drehschieber 21, über den die Bewegung des Kolbens 26 und der Kolbenstange 25 vorgegeben ist. Diese werden entweder aus dem Zylindergehäuse 24 herausgeschoben oder in dieses hineingezogen, wobei für den erforderlichen Gleichlauf der Hydraulikzylinder 10, 11 jeweils ein stufenlos einstellbarer Stromregler 27, 28 vorgesehen sind.

Über den Drehschieber 21 wird für alle vier Hydraulikzylinder 10, 11 gleichzeitig entweder ein Anheben nur zweier und zwar der linken oder der rechten Hydraulikzylinder eingestellt oder aber das Anheben oder Absenken aller vier Hydraulikzylinder 10, 11 gleichzeitig.

An Hand eines der Hydraulikzylinder ist verdeutlicht, daß es verschiedene Anschlußmöglichkeiten für die Teile des Fahrzeugdaches 6 bzw. der Ecksäulen 3, 4, 5 gibt. Bei der Darstellung nach Fig. 3 ist das das Dach tragende Teleskopteil 30 der Kolbenstange 25 und das Zylindergehäuse 24 dem dem Basisträger 13 zugeordneten Teleskopteil 31 zugeordnet bzw. mit diesem verbunden. Dadurch wird erreicht, daß sowohl beim hydraulischen Anheben wie auch beim hydraulischen Einfahren des Fahrzeugdaches 6 die notwendigen Kräfte vorhanden sind. Statt der hier wiedergegebenen Ausführung ist aber auch die Möglichkeit gegeben, das Zylindergehäuse 24 mit dem Teleskopteil 30 zu verbinden, so daß insbesondere beim Einfahren des Fahrzeugdaches 6 höhere Kräfte zur Verfügung stehen.

Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Dachliftanlage (2) für Lastkraftwagen (1), die vor allem Leichtmaterial (8) in Ballenform auf ihren Ladeflächen (7) transportieren und über ein anhebbares Fahrzeugdach (6) verfügen, das über den vier Ecksäulen (3, 4, 5) zugeordnete Hydraulikzylinder (10, 11) und über eine Zentralanlage (12) über einen einstellbaren Hub gleichmäßig auszufahren ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder (10, 11) als doppelwirkende Zylinder und die Zentralanlage (12) als Hydraulikpumpe (14) mit E-Motor (15) und zugeordnetem Hydraulikölbehälter (16) ausgeführt sind, denen ein als Steuereinheit dienender Drehschieber (21) zugeordnet ist.
  2. 2. Dachliftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (21) drei Schaltstellungen vorgebend ausgebildet ist.
  3. 3. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der E-Motor (15) der Hydraulikpumpe (14) an die vorzugsweise als 24-Volt-Batterie ausgebildete Bordbatterie angeschlossen ist.
  4. 4. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der E-Motor (15) der Hydraulikpumpe (14) mit einer Fernbedienung, die vorzugsweise im Fahrerhaus (9) untergebracht ist, ausgerüstet ist.
  5. 5. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Hydraulikzylindern (10, 11), die senkrecht in den Ecksäulen (3, 4, 5) stehend angeordnet sind, stufenlos einstellbare Stromregler (27, 28) zugeordnet sind.
  6. 6. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikölbehälter (16) vor der Hydraulikpumpe (14) auf oder an den Basisträger (13) angeflanscht ist.
  7. 7. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecksäulen (3, 4, 5) teleskopierbar ausgebildet und daß die Hydraulikzylinder (10, 11) in den das Fahrzeugdach (6) haltenden Teleskopteil (30) integriert sind.
  8. 8. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecksäulen (3, 4, 5) teleskopierbar ausgebildet und daß die Hydraulikzylinder (10, 11) in das bordseitige, feststehende Teleskopteil (31) integriert und zylindergehäuseseitig mit dem ausschiebbaren Teleskopteil verbunden sind.
  9. 9. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecksäulen (3, 4, 5) als Hydraulikzylinder (10, 11) dienend ausgebildet sind.
  10. 10. Dachliftanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fernbedienung des E-Motors (15) mit einer elektrischen Steuerbirne mit zwei Schaltern (Heben/Senken) ausgerüstet ist.






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