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Dokumentenidentifikation DE19505350C2 26.03.1998
Titel Kneif- oder Beißzange für Armierarbeiten auf Baustellen
Anmelder Riffel, Martin, 89561 Dischingen, DE
Erfinder Riffel, Martin, 89561 Dischingen, DE
Vertreter Weitzel, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 89522 Heidenheim
DE-Anmeldedatum 17.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505350
Offenlegungstag 22.08.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.03.1998
IPC-Hauptklasse B25B 7/00
IPC-Nebenklasse E04G 21/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kneif- oder Beißzange für Armierarbeiten auf Baustellen.

Am Bau ist es regelmäßig notwendig, sogenannte Körbe herzustellen. Diese bestehen aus Rundstäben, die in Längsrichtung verlaufen, sowie Bügeln, die die Rundstäbe umgeben. Die Rundstäbe haben im allgemeinen einen Durchmesser von 6 bis 25 mm. Sie sind häufig gerippt. Aus ihnen werden auch Baustahlmatten aufgebaut. Die Bügel hingegen sind im allgemeinen aus glattem Rundstabmaterial. Sie müssen in bestimmten Abständen angeordnet werden.

Dabei wird ein ganz bestimmter Bügelabstand eingehalten, der von Fall zu Fall verschieden groß sein kann. Der Bügel wird zunächst lose um die in Längsrichtung verlaufenden Rundstäbe herumgelegt und dabei durch Verschieben auf den Rundstäben in die richtige Position verbracht. Sodann wird er fixiert durch Herumschlingen von Draht um Bügel und Rundstab sowie durch anschließend es Abkneifen des Drahtes. Das Messen des Abstandes wird mit einem Meterstab vorgenommen. Die gesamte Prozedur ist zeitaufwendig.

Der Katalog der Firma Knipex "Das komplette Zangenprogramm", 1992/93, beschreibt auf den Seiten 22 und 23 eine Kneif- oder Beißzange. Diese weist die üblichen Merkmale solcher Zangen auf, nämlich zwei Arbeitshebel sowie zwei Griffhebel. Ferner weist die dargestellte Zange auch Kerben auf, und zwar im Bereich des Gelenkes an der Außenkontur der Zange sowie in Draufsicht auf die Gelenkachse. Dieses Dokument läßt jedoch nicht erkennen, daß den genannten Kerben eine besondere Bedeutung zugedacht ist in Bezug auf das Ausführen von Armierarbeiten auf Baustellen.

US-PS 632 792 beschreibt ein Taschenmesser. Dieses ist als Vielzweckinstrument ausgestaltet. Es weist u. a. eine Maßstrecke auf. Daß diese Maßstrecke gerade am Gelenk beginnt oder endet, hat keine ersichtliche Bedeutung. Dabei bleibt offen, auf welche Art die Gradeinteilung der Maßstrecke ausgeführt ist. Dieses Dokument bezieht sich nicht auf Zangen.

US-PS 95 793 zeigt ein zangenförmiges Mehrzweckinstrument, das für alle möglichen Anwendungen brauchbar ist. Ein an einem Zangenhebel dargestellter Maßstab ist nicht ersichtlich für Armierungszwecke vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zange für Armierarbeiten zu schaffen, mit der der Aufwand, der mit dem Herstellen von Körben oder dergleichen verbunden ist, verringert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Um einen Korb herzustellen, kann nunmehr der Maurer die Zange nach dem Aufbringen des ersten durch einen Rundstab gebildeten Bügels an diesen anlegen, und zwar derart, daß sich der Rundstab in die Aussparung der Zange hineinlegt. Sodann mißt der Maurer mit Hilfe einer der auf den Griffhebeln der Zange angebrachten Skalen den Abstand ab, den der nächste Bügel zu dem erstgenannten Bügel haben soll und verschiebt diesen nächsten Bügel, bis er die richtige Position hat. Sodann fixiert er den nächsten Bügel durch eine Verschnürung mit Draht und kneift anschließend den Draht ab.

Die die Skala bildenden Kerben können um den Griffhebel der Zange teilweise oder vollständig herumgeführt sein. Da sie sich auf beiden Griffhebeln befinden können, ist eine Benutzung durch Rechtshänder wie durch Linkshänder bequem möglich ist. Dabei kann die Maßzahl, die einer bestimmten Kerbe zugeordnet ist, um den Umfang des Griffhebels herum mehrfach erscheinen.

Die Kerben wie auch die Maßzahlen können eingegossen, eingefräst oder anderweitig angebracht sein. Die konvexe Aussparung kann ebenfalls bereits beim Herstellungsprozeß der Zange etwa beim Gesenkschmieden oder Gießen, aber auch durch anschließend es Einschleifen oder Einfräsen entstehen.

Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Sie zeigt eine Zange in der Draufsicht auf ihre beiden Seiten. Lediglich eine Ansicht ist mit Bezugszeichen versehen.

Die Zange weist zwei Arbeitshebel 1.1, 1.2, zwei Griffhebel 2.1, 2.2 sowie ein Gelenk 3 auf.

Im Bereich des Gelenkes ist eine konvexe Aussparung 4 vorgesehen. Diese kann kreisrund sein, sie kann aber auch eine andere konvexe Form haben, an die sich ein Stab, vor allem ein Rundstab, anschmiegen kann.

Weiterhin ist die Zange mit Kerben 5 versehen, neben denen jeweils eine Maßzahl vorgesehen ist. Die Maßzahlen können über die Länge des betreffenden Griffhebels hinweg in einem ersten Längenabschnitt auf der Außenseite des Griffhebels, und in einem zweiten Längenabschnitt auf der Innenseite angebracht werden. Dies hat den Sinn, daß sich die Maßzahlen beim Arbeiten auf der anderen Seite des Griffhebels befinden als auf jener, die von der Hand des Maurers verdeckt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kneif- oder Beißzange für Armierarbeiten auf Baustellen, umfassend;
    1. 1.1 zwei Arbeitshebel (1.1, 1.2);
    2. 1.2 zwei Griffhebel (2.1, 2.2);
    3. 1.3 ein zwischen den beiden Hebelpaaren angeordnetes Gelenk (3);
    4. 1.4 eine im Bereich des Gelenks (3) an der Außenkontur der Zange vorgesehene, in Draufsicht auf die Gelenkachse gesehen konvexe Aussparung (4) zum Anlegen eines Stabes;
    5. 1.5 Kerben (5) an wenigstens einem Griffhebel (2.1 oder 2.2), wobei die Kerben (5) über die Hebellänge hinweg einen gleichen gegenseitigen Abstand haben; und
    6. 1.6 die auf die Aussparung (4) folgende erste Kerbe (5) von der Aussparung (4) um den genannten Abstand oder um ein ganzes Vielfaches entfernt ist.
  2. 2. Kneif- oder Beißzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerben um den Umfang des betreffenden Griffhebels (2.1, 2.2) teilweise oder vollständig herumgeführt sind.
  3. 3. Kneif- oder Beißzange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einigen der Kerben Maßzahlen zugeordnet sind.
  4. 4. Kneif- oder Beißzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einer bestimmten Kerbe zugeordneten Maßzahlen um den Umfang des Griffs herum mehrfach vorgesehen sind.






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