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Dokumentenidentifikation DE19634033C1 26.03.1998
Titel Druckzylinder mit einem Druckzylinderkern und einem auf ihn aufgeschobenen Druckzylindermantel
Anmelder Bauer, Knut, Dr.-Ing., 09337 Hohenstein-Ernstthal, DE;
Scherf, Jeanette, Dipl.-Ing., 09127 Chemnitz, DE
Erfinder Bauer, Knut, Dr.-Ing., 09337 Hohenstein-Ernstthal, DE;
Scherf, Jeanette, Dipl.-Ing., 09127 Chemnitz, DE
Vertreter Seerig & Hübner, 09111 Chemnitz
DE-Anmeldedatum 23.08.1996
DE-Aktenzeichen 19634033
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.03.1998
IPC-Hauptklasse B41F 30/02
IPC-Nebenklasse B41F 13/08   
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, einen Druckzylinder gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches zu entwickeln, der sich während des Druckvorganges nicht elektrostatisch auflädt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die nahtlose Innenschicht (4) aus faserverstärktem Kunststoff (8) ein elektrisch leitfähiges Metallgeflecht (7) besitzt, das mindestens an einer Stelle mit dem Druckzylinderkern (2) sowie mindestens an einer Stelle mit dem elastischen Material des Druckzylindermantels kontaktiert, und die Fäden des Metallgeflechtes (7) an einigen Kreuzungsstellen (9) miteinander elektrisch leitfähig verbunden sind.
Die Erfindung wird in der Druckindustrie verwendet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Druckzylinder mit einem Druckzylinderkern und einem auf ihn aufgeschobenen Druckzylindermantel, der in Arbeitsstellung auf dem Druckzylinderkern reibschlüssig sitzt, aus einer nahtlosen Innenschicht aus faserverstärktem Kunststoff und einer nahtlosen Außenschicht aus einem auf ihm aufgebrachten elektrisch leitfähigen Matrerial besteht, der auf der Innenschicht sitzt und eine genaue zylindrische Außenform hat.

Aus der DE 27 00 118 C2 ist ein Druckzylinder mit einem Druckzylinderkern und einem auf ihn aufschiebbaren Druckzylindermantel bekannt, wobei der Druckzylindermantel in der Arbeitsstellung auf einem Druckzylinderkern reibschlüssig sitzt und zwecks Aufweitung des Druckzylindermantels dieser mit einer Druckgaszuleitung verbunden ist, die auf der Oberfläche des Druckzylinderkernes austritt und ein Luftpolster bildet.

Weiterhin besitzt der Druckzylindermantel eine nahtlose Innenschicht aus faserverstärktem Kunstharz und eine nahtlose Außenschicht aus einem auf ihm vulkanisierten elektrisch leitfähigem Gummi oder einem auf ihm ausgehärteten gummiartigen Kunststoff, der auf der Innenschicht sitzt und eine genaue zylindrische Außenform hat. Diese Druckzylinder haben den Nachteil, daß sie sich beim Druckvorgang elektrostatisch auf- und entladen, was zur Brandgefahr und Verpuffungen an der Druckmaschine führt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Druckzylinder mit einem Druckzylinderkern und einem auf ihn aufgeschobenen Druckzylindermantel, der in Arbeitsstellung auf dem Druckyzlinderkern reibschlüssig sitzt, aus einer nahtlosen Innenschicht aus faserverstärktem Kunststoff und einer nahtlosen Außenschicht aus einem, auf ihm aufgebrachten elektrisch leitfähigen und elastischen Material besteht, der auf der Innenschicht sitzt und eine genaue zylindrische Außenform hat, zu entwickeln, der sich während des Druckvorganges nicht elektrisch auflädt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die nahtlose Innenschicht aus faserverstärktem Kunststoff ein elektrisch leitfähiges Metallgeflecht besitzt, das mindestens an einer Stelle mit dem Druckzylinderkern sowie mindestens an einer Stelle mit dem elastischen Material des Druckzylindermantels kontaktiert, und die Fäden des Metallgeflechtes an einigen Kreuzungsstellen miteinander leitfähig verbunden sind.

Von Vorteil ist es, daß das elektrisch leitfähige Material aus Gummi besteht. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht das elektrisch leitfähige Material aus gummiartigem Kunststoff. Durch die Erfindung wird ein elektrostatisches Aufladen des Druckzylinders verhindert.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 die schematische Darstellung eines Druckzylinders mit einer teilweise geschnittenen Seitenansicht und

Fig. 2 die schematische Darstellung einer nahtlosen faserverstärkten Innenschicht des Druckzylinders.

In Fig. 1 besteht der Druckzylinder 1 aus einem Druckzylinderkern 2 und einem Druckzylindermantel. Der Druckzylindermantel besteht aus einer faserverstärkten elektrisch leitfähigen Innenschicht 4 und einer darauf aufgebrachten Schicht aus elektrisch leitfähigen Gummi 3, die in Abhängigkeit vom Druckverfahren auch als Unterlage für das Aufbringen der Druckform dienen kann.

Der zylindrische Druckzylinderkern 2 kann je nach Bauart der Druckmaschine auch einen konischen Verlauf haben.

Beim Aufschieben des Druckzylidermantels auf den Druckzylinderkern 2 wird über den Druckluftanschluß 5 Luft in den hohlen Druckzylinderkern 2 gepreßt, die an den Druckluftauslässen 6 austritt, so daß der Druckzylindermantel über das entstehende Luftpolster aufgeweitet und axial bis in seine Arbeitsstellung vollständig aufgeschoben werden kann. Fig. 2 zeigt die faserverstärkte Innenschicht 4 aus Kunststoff 8. In den Kunststoff 8 ist ein elektrisch leitfähiges Metallgeflecht 7 eingebettet, wobei die Fäden des Metallgeflechtes 7 an einigen Kreuzungsstellen 9 miteinander leitfähig verbunden sind. Dadurch kommt es zur Verhinderung elektrostatischer Aufladungen des Druckzylinders I während des Druckvorganges.

Bezugszeichenliste

1 Druckzylinder

2 Druckzylinderkern

3 Gummischicht

4 Innenschicht

5 Druckluftanschluß

6 Luftauslaß

7 Metallgeflecht

8 Kunststoff

9 Kreuzungsstellen


Anspruch[de]
  1. 1. Druckzylinder mit einem Druckzylinderkern und einem auf ihn aufgeschobenen Druckzylindermantel, der in Arbeitsstellung auf dem Druckzylinderkern reibschlüssig sitzt, aus einer nahtlosen Innenschicht aus faserverstärktem Kunststoff und einer nahtlosen Außenschicht aus einem, auf ihm aufgebrachten elektrisch leitfähigen und elastischen Material besteht, der auf der Innenschicht sitzt und eine genaue zylindrische Außenform hat, dadurch gekennzeichnet, daß die nahtlose Innenschicht (4) aus faserverstärktem Kunststoff (8) ein elektrisch leitfähiges Metallgeflecht (7) besitzt, das mindestens an einer Stelle mit dem Druckzylinderkern (2) sowie mindestens an einer Stelle mit dem elastischen Material des Druckzylindermantels kontaktiert, und die Fäden des Metallgeflechtes (7) an einigen Kreuzungsstellen (9) miteinander elektrisch leitfähig verbunden sind.
  2. 2. Druckzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitfähige und elastische Material (3) aus Gummi besteht.
  3. 3. Druckzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitfähige und elastische Material (3) aus gummiartigem Kunststoff besteht.






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