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Dokumentenidentifikation DE19637543A1 26.03.1998
Titel Traggestell für ein Arbeitsgerüst
Anmelder Simon GmbH & Co. KG Gerüst- und Befestigungsmodule, 54538 Neidhof, DE
Erfinder Simon, Karl-Josef, 54538 Neidhof, DE
Vertreter Patentanwälte BECKER & AUE, 55411 Bingen
DE-Anmeldedatum 14.09.1996
DE-Aktenzeichen 19637543
Offenlegungstag 26.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.03.1998
IPC-Hauptklasse E04G 3/10
IPC-Nebenklasse E04B 7/18   
Zusammenfassung Ein Traggestell (1) für ein Arbeitsgerüst zum Befestigen an Sparren (5) eines Daches ist mit einem über ein Lager (12) an einem Sparren (5) befestigten Tragholm (6), einer am Tragholm (6) gelenkig befestigten Schrägstütze (7) und einem zwischen dem Tragholm (6) und der Schrägstütze (7) angeordnetem Bodenträger (9) versehen. Um einen Einsatz des Traggestells (1) bei unterschiedlichen Winkelgraden zu ermöglichen, umfaßt das Lager (12) einen am Tragholm (6) befestigten Kugelkopf (10), der in eine am Sparren (5) befestigte Kugelpfanne (11) kugelgelenkig eingesetzt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Traggestell für ein Arbeitsgerüst zum Befestigen unterhalb der Dachfläche an Sparren eines Daches mit einem über ein Lager an einem Sparren befestigten Tragholm, einer am Tragholm gelenkig befestigten Schrägstütze und einem zwischen dem Tragholm und der Schrägstütze angeordneten Bodenträger.

Aus der DE 41 31 022 C2 ist ein Traggestell für ein Arbeitsgerüst für Gauben- und Mansardendächer bekannt. Dieses Traggestell eignet sich jedoch nur zum Befestigen oberhalb der Sparren eines Daches, wobei die Auflager stets nur in einer Richtung einen Freiheitsgrad für einen Winkel aufweisen. Soll das Traggerüst jedoch in unterschiedlichen Winkeln anpaßbar sein, so ist das unmittelbar nicht möglich. Zumindest müßte ein weiterer Tragholm mit einer vorbestimmten Ausrichtung installiert werden, wobei ein Übergang der auf den Bodenträgern befindlichen Bohlen zwischen den beiden Tragholmen allerdings hinderlich wäre. Weiterhin ist eine Montage des Traggestells unterhalb der Sparren eines Daches nicht möglich. Ferner ergeben sich beim Übergang zwischen unterschiedlichen Winkeln bei der Montage große Anpassungsschwierigkeiten. Außerdem ist das Einsetzen des Tragholms sehr schwierig, da dieser paßgenau gehalten werden muß, bevor ein Riegelstift eingesetzt werden kann. Dazu sind in der Regel zwei Personen notwendig, deren Einsatz kostenaufwendig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Traggestell der eingangs genannten Art zu schaffen, das für einen Einsatz an Dächern mit unterschiedlichen Winkelgraden geeignet und gleichzeitig einfach zu montieren ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Lager einen am Tragholm befestigten Kugelkopf umfaßt, der in eine am Sparren befestigte Kugelpfanne kugelgelenkig eingesetzt ist.

Durch diese Maßnahme muß in vorteilhafter Weise die Kugelpfanne nicht korrekt ausgerichtet werden, um eine sichere Abfangung der Kräfte zu erzielen, wodurch die Montage wesentlich erleichtert wird. Bei einer hängenden Ausführung des Traggestells ergibt sich allein durch das Gewicht eine Ausrichtung nach unten.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Kugelkopf an einer den Tragholm übergreifenden Gabel befestigt, wobei die Gabel und der Tragholm mit mindestens einem Riegelstift verbunden sind. Somit ist es möglich, den Kugelkopf als räumlich kleine Einheit zu fertigen, und durch die Montage an den in der Länge passenden Tragholm läßt sich das Traggestell optimal an die gewünschte Lage anpassen.

Bevorzugt ist der Kugelkopf ein mit einem Ansatz an der Gabel befestigter Kugelabschnitt, wobei der Durchmesser des Ansatzes zwischen 20 bis 50% des Durchmessers des Kugelabschnittes beträgt, und der Ansatz mit diesem Durchmesser in den Kugelabschnitt eintaucht. Die Differenz zwischen Kugelkopf und Ansatz ist also relativ groß, wodurch eine genügend große Fläche für die Zugbeanspruchung im Ansatz und eine genügend große Fläche zur Abstützung zwecks der Verringerung der Flächenpressung vorhanden ist.

Um einen materialschonenden Einsatz bei Ausnutzung der vollständigen Verstellbarkeit und eine zusätzliche Sicherheit zu erreichen, entspricht nach einer Weiterbildung der Erfindung der Kugelabschnitt etwa der Hälfte einer Kugel und besitzt an seinem freien Ende einen umlaufenden Wulst.

Zweckmäßigerweise ist die Kugelpfanne in eine zwischen zwei, Befestigungslöcher aufweisende Seitenplatten eingesetztes Schalenblech eingeformt, wobei ein Einsetzschlitz für den Ansatz des Kugelkopfes zu einer Seitenplatte verläuft und diese durchdringt. Die Seitenplatten sind somit durch Nagelung oder Verschraubung einfach an dem Sparren zu befestigen. Die Kugelpfanne wird durch Prägen hergestellt, was sehr kostengünstig ist und zu einer stabilen Kugelpfanne führt.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Seitenplatten über zwei unverlierbare Bolzen längsverschieblich miteinander verbunden, wobei sich das Schalenblech mit einer Seite an den Bolzen abstützt und eine am Schalenblech angeformte Lasche zwischen den Bolzen zu liegen kommt. Hierdurch liegen diese Bauteile als Baueinheit vor, was das Handling wesentlich vereinfacht. Durch die Möglichkeit der Relativbewegung der Seitenplatten zueinander läßt sich der lichte Abstand zwischen den Seitenplatten der Breite der Sparren des Daches anpassen, wodurch die Baugruppe universell einsetzbar ist. Die zwischen die Bolzen eintauchende Lasche verhindert das seitliche Verbiegen des Schalenbleches. In der Hauptbelastungsrichtung erfolgt die Abstützung von der Unterseite des Schalenbleches über die Bolzen in die Seitenplatten.

Durch den Durchmesser des Kugelkopfes sind Mindestanforderungen an die lichte Weite zwischen den Seitenplatten vorbestimmt. Um jedoch auch das Traggestell des Arbeitsgerüstes an schmalen Sparren befestigen zu können, besitzen nach einer vorteilhaften Ausführungsform die Seitenplatten im Bereich des Schalenbleches je eine nach außen weisende Abkröpfung, und das Schalenblech ist im Bereich einer Abkröpfung an einer der Seitenplatten befestigt.

Bei der Montage sollen die einzelnen Komponenten des Traggestells leicht sein, um die Teile auch von Hand ohne Zuhilfenahme von Hebezeugen zusammenzufügen und befestigen zu können. Nach dem Zusammenfügen der Teile muß sich ein absolut sicherer Zustand einstellen. Um dies zu erreichen, weist bevorzugt die dem Einsetzschlitz zugeordnete Seitenplatte ein den Kugelkopf durchlassendes, mit einer schwenkbar gelagerten Pendelsicherung versehenes Einsetzloch auf, wobei die Pendelsicherung aufgrund der Gravitationswirkung das Einsetzloch zumindest teilweise verschließt. Durch das selbsttätige Schwenken der Pendelsicherung ist das Einsetzloch stets in jeder Einbaulage des Traggestelles ausreichend abgedeckt. Der Kugelkopf kann sonach erst nach einem manuellem Verschwenken der Pendelsicherung wieder entnommen werden.

Damit die Pendelsicherung gegen ein unbeabsichtigtes Verschwenken gesichert ist, ist nach einer weiteren Ausgestaltung das Einsetzloch im Bereich der Abkröpfung eingelassen, und die Pendelsicherung liegt mit ihrem freien Ende innerhalb des Einsetzloches. Somit ist die Pendelsicherung nur durch gezieltes Greifen erreichbar, wodurch ein unbeabsichtigtes Verschwenken vermieden wird.

Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung weist mindestens eine der Seitenplatten auf ihrer Innenseite einen Sparrenanschlag auf. Hierdurch wird ein gleichmäßiger Anbau des Traggestelles erleichtert. Die Seitenplatte wird an den Sparren angeschoben, bis sie mit ihrem Sparrenanschlag an der Unterseite des Sparrens zur Anlage kommt. Somit haben alle auf diesem Niveau montierten Seitenplatten mit den die Kugelköpfe aufnehmenden Kugelpfannen die gleiche Höhe.

Um ein leichtes Handling der Einzelteile und somit des Traggestelles zu erreichen, besitzt zweckmäßigerweise der Kugelkopf, die Gabel und/oder eine der Seitenplatten mindestens einen Gewichtsersparnisbereich. Dadurch müssen auch die Befestigungselemente nicht so kräftig ausgeführt sein.

Beim Anbau des Traggestelles ist es möglich, daß der Bodenträger durch die Gewichtsverteilung des Traggestelles schief hängt. Um eine Geradstellung des Bodenträgers zu gewährleisten, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung der Tragholm an seinem dem Kugelkopf abgewandten Ende gelenkig mit einem einstellbaren Stützholm verbunden. Vorteilhaft ist der Stützholm höhenverstellbar an dem Tragholm festgelegt und trägt an seinem freien Ende eine schwenkbare Wandabstützplatte. Hierdurch ist die einwandfreie Abstützung auch an einer stark geneigten Fläche sichergestellt.

Vorzugsweise sind alle Metallteile des Traggestelles korossionsgeschützt und die Holzteile des Bodenträgers schutzimprägniert. Dies gewährleistet eine lange Lebensdauer.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand zweier Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht auf ein erfindungsgemäßes Traggestell das seitlich an einem geneigten Sparren eines Daches (Ortgang oder Traufe)montiert ist,

Fig. 2 einen Schnitt durch das Traggestell gemäß Fig. 1 entlang der Linie II-II,

Fig. 3 eine Seitenansicht auf ein erfindungsgemäßes Traggestell, das höhengleich am Ende der Sparren eines Daches montiert ist,

Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit IV gemäß Fig. 2,

Fig. 5 eine Ansicht auf die Darstellung nach Fig. 4 in Richtung des Pfeiles V,

Fig. 6 eine Rückansicht auf die Darstellung nach Fig. 4 in Richtung des Pfeiles VI,

Fig. 7 einen vergrößerten Schnitt durch Fig. 4 entlang der Linie VII-VII mit einer alternativen Ausführung des Sparrenanschlages, jedoch ohne Sparren,

Fig. 8 einen Teilschnitt durch die Darstellung nach Fig. 7 in Richtung der Pfeile VIII-VIII,

Fig. 9 einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 4 in Richtung der Pfeile IX-IX mit einer Ansicht auf das Schalenblech und

Fig. 10 Arbeitsschrittfolgen zur Montage eines erfindungsgemäßen Traggestelles.

Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen Ansichten auf ein montiertes Traggestell 1, das vor einer Hauswand 2 angeordnet ist. Auf der Hauswand 2 ist ein Dach 3 aufgelegt, von dem die Dachziegel 4 und ein Sparren 5 dargestellt sind. Das Traggerüst 1 besteht im wesentlichen aus einem Tragholm 6, einer Schrägstütze 7 und einem mit Bohlen 8 belegten Bodenträger 9. Der Tragholm 6 ist über ein Lager 12 am Sparren 5 befestigt. Am Bodenträger 9 ist außenseitig seitlich von den Bohlen 8 eine Haltestange 44 angebracht, an der eine nicht dargestellte Rückenlehne befestigbar ist.

Das Lager 12 umfaßt einen am Tragholm 6 befestigten Kugelkopf 10, der in eine am Sparren 5 befestigte Kugelpfanne 11 kugelgelenkig eingesetzt ist. Die Tragholme 6 verlaufen vertikal, die Bodenträger 9 sind horizontal ausgerichtet und die Schrägstützen 7 verlaufen schräg vom unteren Ende des jeweiligen Tragholmes 6 zum äußeren Ende des Bodenträgers 9. Das andere Ende des zugehörigen Bodenträgers 9 ist am Tragholm 6 festgelegt. Die Befestigung erfolgt über Steckbolzen 13, die durch Riegellöcher 14 durchgesteckt werden. Die Riegellöcher 14 befinden sich sowohl im Tragholm 6 als auch in der Schrägstütze 7 über die jeweilige Länge verteilt, wobei allerdings in der Schrägstütze 7 die Riegellöcher 14 im oberen Bereich einen engeren Raster aufweisen, um eine optimale horizontale Ausrichtung zu erreichen. An beiden Enden des Bodenträgers 9 und am unteren Ende der Schrägstütze 7 ist das Riegelloch 14in einer das Gegenstück übergreifenden Aufnahme 16 eingelassen. Nach dem Durchstecken der Steckbolzen 13 werden diese durch eine Ringsplint 15 gegen Zurückrutschen gesichert. Ein zu weites Durchstecken wird durch einen im Bereich des Griffes des Riegelstiftes 13 angeordneten, umlaufenden Anschlag verhindert. Diese Anordnung von Tragholm 6, Schrägstütze 7 und Bodenträger 9 ergibt ein in sich geschlossenes stabiles Dreieck.

Am oberen Ende des Tragholmes 6 ist eine den Tragholm 6 u-förmig übergreifende Gabel 17 angeordnet, die mit zwei Riegelstiften 13 befestigt ist. Der Kugelkopf 10 besteht zum einen aus einem Ansatz 19, der mit seinem der Gabel 17 angepaßten Ende an der Basis 18 der Gabel 17 angeschweißt ist, und zum anderen aus einem sich an dem sich verdünnenden Ende des Ansatzes 19 befindlichen Kugelabschnitt 20. Der Durchmesser des Ansatzes 19 beträgt in seinem dünnen Bereich ca. 40% des Durchmessers des Kugelabschnittes 20. Der Kugelabschnitt 20 weist an dem dem Ansatz 19 gegenüberliegenden Ende t eine umlaufenden Wulst 21 auf, wobei der Kugelabschnitt 20 etwa der Hälfte einer Kugel entspricht. Der umlaufende Wulst 21 ist außen aufgesetzt und vergrößert somit nochmals den Durchmesser des Kugelabschnittes 20.

In dem Lager 12 ist eine dem Durchmesser des Kugelabschnittes 20 angepaßte Kugelpfanne 11 in einem Schalenblech 23 eingeformt. In dieser Kugelpfanne 11 ist der Tragholm 6 über den Kugelkopf 10 frei schwenkbar, wie dies durch den Doppelpfeil 45 in Fig. 6 angedeutet ist. Das Lager 12 umfaßt weiterhin eine vordere Seitenplatte 24, eine hinteren Seitenplatte 25, zwei Bolzen 26 mit Schwerspannstiften 27 und das Schalenblech 23. Die Bolzen 26 sind an der hinteren Seitenplatte 25 angeschweißt. In der vorderen Seitenplatte 24 sind Bohrungen 28eingelassen, durch die die Bolzen 26 hindurchragen. Am freien Ende der Bolzen 26 sind in entsprechenden Bohrungen Schwerspannstifte 27 eingesetzt, damit die beiden Seitenplatten 24, 25 stets einander als ein Teil zugeordnet sind. An der vorderen Seitenplatte 24 ist oberhalb der Bolzen 26 das Schalenblech 23 angeschweißt. Das Schalenblech 23 ist mit einem Einsetzschlitz 29 versehen, der tangential in die innere Bohrung 30 der Kugelpfanne 11 ausläuft. Dabei ist der Einsetzschlitz 29 breiter als der kleine Durchmesser des Ansatzes 19, der in den Kugelabschnitt 20 eintaucht. Somit läßt sich der Kugelkopf 10 frei in der Kugelpfanne 11 schwenken. Der Einsetzschlitz 29 verläuft bis zur vorderen Seitenplatte 24, und dort ist ein in seiner Form etwa dem Kugelkopf 10 entsprechendes, jedoch größeres Einsetzloch 31 eingelassen, durch das sowohl der Kugelabschnitt 20 als auch der Ansatz 19 hindurchpaßt. Die Seitenplatten 24, 25 weisen Befestigungslöcher 32 auf, über die das Lager 12 an dem Sparren 5 befestigt wird. Die kleinen Befestigungslöcher 32a dienen zum Einsetzen von Holzschrauben 42. Durch das große Befestigungsloch 32b, das koaxial in beiden Seitenplatten 24, 25 vorhanden ist, paßt ein entsprechender Schraubbolzen, der mit einer Gewinde-Flügelmutter gesichert wird. Die kleinen Befestigungslöcher 32a sind in den beiden Seitenplatten 24, 25 versetzt zueinander angeordnet, damit die eingesetzten Holzschrauben 42 nicht aufeinandertreffen.

Über die Bolzen 26 sind die Seitenplatten 24, 25 längsverschieblich zueinander angeordnet. Der kürzeste Abstand ist durch das Maß A in Fig. 4 angedeutet, wobei ein Abstand von 60 mm in der Regel nicht unterschritten wird. Dabei kommt die vom Schalenblech 23 zwischen die Bolzen 26 abgebogene Lasche 33 an der Seitenplatte 25 zur Anlage. In Fig. 4 ist der größte Abstand durch das Maß B markiert, wobei ein Abstand von 120 mm selten überschritten wird. Hierbei kommt die vordere Seitenplatte 24 an die im Bolzen 26 eingesetzten Schwerspannstifte 27 zur Anlage. Über die Länge der Bolzen 26 kann somit auch auf die Breite der Sparren 5 eingegangen werden. Im Lager 12 ist das Schalenblech 23 derart angeordnet, daß die Abstützung der Kraft von der Kugelpfanne 11 über die Unterseite des Schalenbleches 23 auf die Bolzen 26 und somit auf die Seitenplatten 24, 25 in die Sparren 5 eingeleitet wird. Falls Querkräfte auf die Kugelpfanne 11 einwirken, werden diese nicht über die Schweißnähte in die vordere Seitenplatte 24 eingeleitet, sondern die Abstützung erfolgt mit der Lasche 33 fegen die Bolzen 26.

Jede Seitenplatte 24, 25 besitzt in ihrem unteren Bereich, dort wo das Schalenblech 23 angeordnet ist, je eine nach außen weisende Abkröpfung 34. Der Verlauf der Abkröpfung 34 ist parallel zum oberen Bereich, dort wo die Befestigungslöcher 32 eingelassen sind. Das Schalenblech 23 ist an der Abkröpfung 34 der vorderen Seitenplatte 24 angeschweißt.

Das in der vorderen Seitenplatte 24 eingelassene Einsetzloch 31 ist mit einer Pendelsicherung 35 versehen, die frei beweglich (Strich-Zweipunkt-Linie in Fig. 5) an dem Teil der Seitenplatte 24 gelagert ist, in dem sich die Befestigungslöcher 32 befinden. Das Lager der Pendelsicherung 35 ist randseitig angeordnet, wodurch diese stets eine stabile Lage einnimmt, welche durch die Schwerkraft bestimmt ist. Ein angeschweißter Lagerbolzen 36 dient als Lager. Mit einer selbstsichernden, nicht ganz angezogenen Mutter 37 wird verhindert, daß die Pendelsicherung 35 verlorengeht, aber gleichzeitig ist sie dabei noch frei beweglich. Das Einsetzloch 31 ist in der Abkröpfung 34, dem Schrägabschnitt 38 und dem die Befestigungsbohrungen 32 aufweisenden Teil der Seitenplatte 24angeordnet. Die Anordnung ist so gewählt, daß das freie Ende der Pendelsicherung 35 durch die Einsetzloch 31 hindurchtaucht und hinter der Abkröpfung 34 liegt.

Auf jeder Innenseite der Seitenplatten 24, 25 ist ein Sparrenanschlag 39 vorgesehen, der aus je einem zylinderförmigen, angeschweißtem Rohrabschnitt besteht. Bei einer alternativen Ausführung (Fig. 7 und 8) besteht der Sparrenanschlag 39 aus einem aus einem Freischnitt eines als Gewichtsersparnisbereich 40 vorhandenen Durchgangsloches. Weitere Gewichtsersparnisbereiche 40 sind im Kugelabschnitt 20 des Kugelkopfes 10 und in der Gabel 17 eingelassen.

Häufig liegt der Tragholm 6 des Traggestelles 1 nicht direkt an einer Hauswand 2 an. Damit eine sichere und wackelfreie Anordnung des Tragholms 6 erzielt wird, ist am unteren Ende des Tragholmes 6 ein Stützholm 22 gelenkig angebracht, der sich mit einer Wandabstützplatte 41 an der Hauswand 2 abstützt. In dem Stützholm 22 sind beabstandete Riegellöcher 14 eingelassen, über die ein optimaler Abstand zur Hauswand 2 mittels eines Steckbolzens 13 festgelegt wird. Die Fig. 3 zeigt eine am Stützholm 22 über einen Riegelstift 13 schwenkbar angeordnete Wandabstützplatte 41. Der Tragholm 6 und der Bodenträger 9 sind jeweils aus einem Vierkantrohr hergestellt, während die Schrägstütze 7 und der Stützholm 22 jeweils aus einem Rundrohr bestehen.

Alle Metallteile des Traggestelles 1 werden aus Stahlteilen hergestellt, die nach ihrer Fertigstellung, d. h. nach dem Verschweißen, feuerverzinkt werden. Die Holzteile des Bodenträgers 9 sind kesseldruckimprägniert. Somit hat das gesamte Traggestell 1 eine lange Lebensdauer.

In Fig. 10 ist eine Abfolge von Arbeitsschritten hinsichtlich der Befestigung eines Tragholms 6 an einem Sparren 5 dargestellt. Im Teilbild A sind die Seitenplatten 24, 25 ganz nach außen gezogen, und die hintere Seitenplatte 25 ist an den Sparren 5 angelegt, wobei gleichzeitig der Sparrenanschlag 39 der Seitenplatte 25 am Sparren 5 anliegt. Durch die in der hinteren Seitenplatte 25 vorhandenen Befestigungslöcher 32 werden Holzschrauben 42 in den Sparren 5 eingedreht. Hierbei werden Spax-Schrauben 5×50 verwendet, wobei selbst bei einem schmalen Sparren 5 die Holzschrauben 42 nicht an der gegenüberliegenden Seitenplatte 24 anstoßen. Der Arbeitsschritt nach Teilbild B zeigt die bis an den Sparren 5 herangeschobene vordere Seitenplatte 24. Hierbei liegt der Sparrenanschlag 39 der Seitenplatte 24 von unten am Sparren 5 an. Dann werden Holzschrauben 42 durch die in der vorderen Seitenplatte 24 vorhandenen Befestigungslöcher 32 in den Sparren 5 eingeschraubt (Teilbild C). Beim Teilbild D wurde die Pendelsicherung 35 vor dem Einsetzloch 31 weggeschwenkt, so daß der am Tragholm 6 festgelegte Kugelkopf 10 in Richtung des Pfeiles 43 in den freien Raum zwischen den Seitenplatten 24, 25 eingeführt werden kann. Der Tragholm 6 wird dann nach unten bewegt bis sich der Kugelkopf 10 in die Kugelpfanne 11 setzt (Teilbild E). Die Pendelsicherung 35 wird losgelassen und schwenkt um den Lagerbolzen 36 vor das Einsetzloch 31. Im Teilbild E sind an einem Sparren 5 in unterschiedlichen Winkeln befestigte Lager 12 dargestellt, bei denen der Tragholm 6 immer selbsttätig eine senkrechte Lage einnimmt. Somit muß bei der Montage das Lager 12 nicht ausgerichtet werden, um eine vertikale Lage des Tragholmes 6 zu erhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Traggestell für ein Arbeitsgerüst zum Befestigen unterhalb der Dachfläche an Sparren (5) eines Daches mit einem über ein Lager (12) an einem Sparren (5) befestigten Tragholm (6), einer am Tragholm (6) gelenkig befestigten Schrägstütze (7), und einem zwischen dem Tragholm (6) und der Schrägstütze (7) angeordneten Bodenträger (9), dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (12) einen am Tragholm (6) befestigte Kugelkopf (10) umfaßt, der in eine am Sparren (5) befestigten Kugelpfanne (11) kugelgelenkig eingesetzt ist.
  2. 2. Traggestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelkopf (10) an einer den Tragholm (6) übergreifenden Gabel (17) befestigt ist, wobei die Gabel (17) und der Tragholm (6) mit mindestens einem Riegelstift (13) verbunden sind.
  3. 3. Traggestell nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelkopf (10) ein mit einem Ansatz (19) an der Gabel (17) befestigter Kugelabschnitt (20) ist, wobei der Durchmesser des Ansatzes (19) zwischen 20 bis 50% des Durchmessers des Kugelabschnittes (20) beträgt und der Ansatz (19) mit diesem Durchmesser in den Kugelabschnitt (20) eintaucht.
  4. 4. Traggestell nach den Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelabschnitt (20) etwa der Hälfte einer Kugel entspricht und an seinem freien Ende einen umlaufenden Wulst (21) besitzt.
  5. 5. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelpfanne (11) in ein zwischen zwei, Befestigungslöcher (32) aufweisende Seitenplatten (24, 25) eingesetztes Schalenblech (23) eingeformt ist, wobei ein Einsetzschlitz (29) für den Ansatz (19) des Kugelkopfes (10) zu einer Seitenplatte (24) verläuft und diese durchdringt.
  6. 6. Traggestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenplatten (24, 25) über zwei unverlierbare Bolzen (26) längsverschieblich miteinander verbunden sind, wobei sich das Schalenblech (23) mit einer Seite an den Bolzen (26) abstützt, und eine am Schalenblech (23) angeformte Lasche (33) zwischen den Bolzen (26) zu liegen kommt.
  7. 7. Traggestell nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenplatten (24, 25) im Bereich des Schalenbleches (23) je eine nach außen weisende Abkröpfung (34) besitzen, und das Schalenblech (23) an einer der Seitenplatten (24, 25) im Bereich einer Abkröpfung (34) befestigt ist.
  8. 8. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Einsetzschlitz (29) zugeordnete Seitenplatte (24) ein den Kugelkopf (10) durchlassendes, mit einer schwenkbar gelagerten Pendelsicherung (35) versehenes Einsetzloch (31) aufweist, wobei die Pendelsicherung (35) aufgrund der Gravitationskraft das Einsetzloch (31) zumindest teilweise verschließt.
  9. 9. Traggestell nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsetzloch (31) im Bereich der Abkröpfung (34) eingelassen ist, und die Pendelsicherung (35) mit ihrem freien Ende innerhalb des Einsetzloches (31) liegt.
  10. 10. Traggestell nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Seitenplatten (24, 25) auf ihrer Innenseite einen Sparrenanschlag (39) aufweist.
  11. 11. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelkopf (10), die Gabel (17) und/oder eine der Seitenplatten (24, 25) zumindest einen Gewichtsersparnisbereich (40) besitzt.
  12. 12. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragholm (6) an seinem dem Kugelkopf (10) abgewandten Ende gelenkig mit einem einstellbaren Stützholm (22) verbunden ist.
  13. 13. Traggestell nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützholm (22) höhenverstellbar an dem Tragholm (6) festgelegt ist und an seinem freien Ende eine schwenkbare Wandabstützplatte (41) trägt.
  14. 14. Traggestell nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß alle Metallteile des Traggestelles (1) korossionsgeschützt und die Holzteile des Bodenträgers (9) schutzimprägniert sind.






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