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Dokumentenidentifikation DE19633503C1 02.04.1998
Titel Verfahren zum Entladen des Tellerraumes von flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschinen
Anmelder F. Zimmermann GmbH & Co. KG, 10785 Berlin, DE
Erfinder Zimmermann, Thomas, 14195 Berlin, DE
Vertreter Lüke, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 14195 Berlin
DE-Anmeldedatum 08.08.1996
DE-Aktenzeichen 19633503
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.04.1998
IPC-Hauptklasse G07D 3/16
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entladen des Tellerraumes von flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschinen mit einer Münzaufnahme mit Münzenteller.
Die Aufgabe der Erfindung, ein gattungsgemäßes Verfahren zu entwickeln, mit dem eine automatische Entleerung und einfache Säuberung des Tellerraumes und eine Beseitigung von Störungen durch z. B. Verkeilungen im Bereich des Münzeinlaufs ohne Aufklappen des Münztransportes, der Höhenbegrenzung oder dgl. sowie eine hohe Sicherheit gegen unbefugten Zugriff zum Tellerraum gewährleistet werden, wird dadurch gelöst, daß die Münzaufnahme 1 nach unten geöffnet wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entladen des Tellerraumes von flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschinen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Münzsortier- und Zählmaschine wird in der DE-AS 15 74 176 beschrieben. Die bekannte Münzsortier- und Zählmaschine besteht im wesentlichen aus einem drehangetriebenen Teller mit einem waagerechten Sortierkanal, welcher eine Ausfallöffnung und eine Zählvorrichtung aufweist, mit einem vor der Eintrittsöffnung des Sortierkanals über dem Teller angeordneten, einseitig gelagerten, auf die Dicke der zu zählenden Münzen einstellbaren Arm und mit einer auf die Dicke der zu zählenden Münzen einstellbaren Münzentransportvorrichtung

Die Vorrichtung zum Sortieren und Zählen von Münzen eines Münzenkollektivs nach der DE 34 19 589 C1 enthält einen horizontalen Münzteller, mit einer im wesentlichen tangential an den horizontalen Münzteller anschließenden, mit einem federelastisch gelagerten Förderband und mit einer vertikalen Führungskante für die Münzen versehenen horizontalen Führungsbahn.

In der US 39 98 237 wird eine Münzensortiermaschine beschrieben, bei der eine nach unten siebartig offene Münzaufnahme vorgesehen ist, durch die Verunreinigungen durchfallen können. Die vorgesehenen Öffnungen erlauben jedoch keine Entleerung des Tellerraumes ohne eine Stillsetzung der Maschine.

Die bekannten Vorrichtungen weisen alle einen an der Maschine fest angeordneten Tellerraum auf, in den die zu sortierenden und/oder zu zählenden Münzen eingebracht werden. Eine Entnahme von Münzen oder Gegenständen oder die Entfernung von Verunreinigungen ist nur nach Stillegung der Maschine möglich, bei Maschinen mit geschlossenem, unzugänglichem Tellerraum nur nach einer zusätzlichen Demontage der Abdeckungen oder dgl. und nach Aufklappen des Münztransportes.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Entladen des Tellerraumes von flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschinen zu entwickeln, mit dem eine automatische Entleerung und einfache Säuberung des Tellerraumes und eine Beseitigung von Störungen durch z. B. Verkeilungen im Bereich des Münzeinlaufs ohne Aufklappen des Münztransportes, der Höhenbegrenzung und dgl. sowie eine hohe Sicherheit gegen unbefugten Zugriff zum Tellerraum gewährleistet werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß der Münzenteller der Münzaufnahme ohne den Münzenschacht über eine Kippeinrichtung nach unten bewegt und der Tellerinhalt über eine Schräge nach außen abgeführt wird. Die vollständige Öffnung des Tellerraums nach unten ermöglicht die selbständige Behebung von Verkeilungen im Bereich des Münzeneinlaufs zwischen Münzenteller und Abzugsförderband. Eventuell vorhandene Fremdkörper werden entfernt und bleiben nicht im Tellerraum während nachfolgender Zähl- oder Sortierprozesse. Auch Verunreinigungen aller Art können nicht nur gelöst, sondern auch entfernt werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird der Münzenteller über die Mittelachse des Münzentellers wahlweise bis um 180 Grad nach links oder nach rechts geschwenkt. Der Münzenteller dreht sich dabei nach links oder nach rechts, und die darauf haftenden Fremdkörper oder Verunreinigungen werden infolge der Fliehkraft vom Teller wegbewegt oder fallen nach unten, wenn der Münzenteller angehalten wird.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen einer Vorrichtung zum Entladen des Tellerraums einer flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschine näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht in Teilschnittdarstellung des Münzaufnahmebereichs in Arbeitsstellung,

Fig. 2 die schematische Seitenansicht des Münzaufnahmebereiches nach Fig. 1 in Entladestellung,

Fig. 3 die schematische Seitenansicht des Münzaufnahmebereiches in einer zweiten Ausführungsform und

Fig. 4 die schematische Draufsicht auf den Münzenteller mit Münzeneinlaufbereich.

Entsprechend der Darstellung in der Fig. 1 besteht die Münzaufnahme 1 im wesentlichen aus einem drehangetriebenen Münzenteller 2 mit einem Münzenschacht 12 und seinem Antrieb 3 und aus einer Kippeinrichtung 4für die aus dem Münzenteller 2 und seinem Antrieb 3 gebildete Einheit. Die Münzenaufnahme 1 befindet sich in einem nicht dargestellten Gehäuse und ist mit einer Grundplatte 6 verbunden, an der auch die Kippeinrichtung 4 und der Münzenschacht 12 befestigt sind.

Die Kippeinrichtung 4 besteht im wesentlichen aus einer Münztellerlagerung 11, zum Beispiel ein Scharnier, einer Absenkeinrichtung, zum Beispiel aus einer Gewindespindel 8 mit in einem Gelenk aufgenommener Spindelmutter 10 bestehend.

Mit der Kippeinrichtung 4 steht eine Schräge 5 (zum Beispiel eine Rutsche) und eine Ausgaberinne 9 in Verbindung.

Die Münzaufnahme 1 kann sich beispielsweise in einem Selbstbedienungs-Einzahlungsautomaten befinden. In einem solchen Fall ist die Münzaufnahme 1 in einem geschlossenen System untergebracht, und der Nutzer des Automaten hat keine Möglichkeit, an den Tellerraum zu gelangen.

In die Münzaufnahme 1 werden nicht dargestellte Münzen beispielsweise zur Zählung über einen nicht dargestellten Zuführschlitz eingebracht. Nach Start und Ablauf des Zählvorgangs bekommt der Nutzer des Automaten beispielsweise einen Beleg über die eingebrachte Summe ausgegeben, mit dem er seinen Einkauftätigen oder mit dem er eine Gutschrift auf ein Konto veranlassen kann.

Nach Beendigung einer solchen Dienstleistung wird automatisch ein Entlade- und Reinigungszyklus gestartet, der darin besteht, daß gemäß der Darstellung in der Fig. 2 die Einheit aus Münzenteller 2 und Antrieb 3 über die Kippeinrichtung 4 nach unten geklappt wird und eventuell aufgetretene Verklemmungen im Münzeinlaufbereich 15 gelöst werden, Fremdkörper ausgeleert und Verunreinigungen aller Art über die Schräge 5 und die Ausgaberinne 9 herausgeschüttet werden.

Es kann auch vorgesehen sein, daß der Kunde des Automaten auf Knopfdruck den Zählvorgang unterbrechen oder abbrechen kann, und daß der eingegebene Inhalt über die Ausgaberinne 9 wieder entnehmbar ist.

Entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 wird die Kippeinrichtung 4 über einen Antrieb 7 betätigt, mit dessen Hilfe der Münzenteller 2 über die Gewindespindel 8 und die Spindelmutter 10 abgesenkt und wieder angehoben wird.

Anstelle der Gewindespindel 8 und der Spindelmutter 10 können auch andere Antriebsarten, zum Beispiel hydraulische oder pneumatische Antriebe, verwendet werden.

In der Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Kippeinrichtung für den Münzenteller 2 dargestellt.

Der Münzenteller 2 wird entsprechend der Fig. 3 über seine Mittelachse 13 wahlweise nach links oder nach rechts, im Beispiel nach Fig. 3 nach rechts, so schräg geschwenkt, daß der Tellerinhalt herausgeschüttet wird. Im Extremfall wird der Münzenteller 2 um 180 Grad geschwenkt, so daß der Münzentellerboden nach unten zeigt.

Im Münzen-Einlaufbereich 15 oder im Münzerkennungsbereich 16 eventuell verklemmte Münzen oder Fremdkörper 17 werden nach dem Schwenken des Münztellers 2 in eine gewünschte Schrägstellung dadurch gelöst und entfernt, daß die Transportrichtung des Münztransports 14 umgekehrt wird (Fig. 4).

Bezugszeichenliste

1 Münzaufnahme

2 Münzenteller

3 Antrieb

4 Kippeinrichtung

5 Schräge

6 Grundplatte

7 Antrieb

8 Gewindespindel

9 Ausgaberinne

10 Spindelmutter

11 Münzteller

12 Münzenschacht

13 Mittelachse

14 Münztransport

15 Einlaufbereich

16 Münzerkennungsbereich

17 Fremdkörper (Münze)


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Entladen des Tellerraumes von flachlaufenden Münzzähl- und Münzsortiermaschinen, mit einer Münzaufnahme, bestehend aus dem horizontalen Münzenteller mit einem Münzenschacht, dadurch gekennzeichnet, daß der Münzenteller (2) der Münzaufnahme (1) ohne den Münzenschacht (12) über eine Kippeinrichtung (4) nach unten bewegt und der Tellerinhalt über eine Schräge (5) nach außen abgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Münzenteller (2) über seine Mittelachse (13) wahlweise bis um 180 Grad nach links oder nach rechts geschwenkt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Münzenteller (2) nach jedem Zähl- und/oder Sortiervorgang automatisch schräg nach unten geklappt wird, um evtl. Verkeilungen zu lösen, Verunreinigungen zu entfernen, Fremdkörper auszusondern.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in geschlossenen Selbstbedienungs-Einzahlungssystemen (Automaten) der von außen unzugängliche Tellerraum nach jedem Zähl- und/oder Sortiervorgang automatisch schräg nach unten geklappt wird und daß eine wiederholte mißbräuchliche Benutzung durch Überwachung der Vorgänge und Signalisierung von Unregelmäßigkeiten ausgeschlossen wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lösung von Verunreinigungen oder dgl. die Drehrichtung des Münzentellers (2) und/oder des Münztransports nach dem Ausklappen umgekehrt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausklappen des Münzentellers (2) eine Reinigungseinrichtung aktiviert wird.






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