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Dokumentenidentifikation DE19513390C2 09.04.1998
Titel Interaktive, vandalismusresistente Anzeige- und Bedienelemente für Aufzugsanlagen als aktiver und passiver Vandalismusschutz und zur Informationsverbreitung in Fahrkörben und vor den Schachtzugängen
Anmelder Kranick, Michael, 22339 Hamburg, DE
Erfinder Kranick, Michael, 22339 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 08.04.1995
DE-Aktenzeichen 19513390
Offenlegungstag 10.10.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.04.1998
IPC-Hauptklasse B66B 3/00
IPC-Nebenklasse H04B 3/60   B66B 1/14   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Anzeige- und Bedienelemente für Aufzugsanlagen mit zusätzlicher Informationsverbreitung in Fahrkörben.

Die Anzeige- und Bedienelemente für Aufzugsanlagen mit zusätzlicher Informationsverbreitung in Fahrkörben sollen sowohl aktiv als auch passiv die Aufzugsanlage vor Vandalismusschäden schützen und dem Benutzer interaktiv im Dialogverfahren die Möglichkeit zur Informationsabfrage geben sowie Anbieterinformationen akustisch und visuell dem Benutzer zugänglich machen und ihn im Falle einer Störung beruhigen.

Dies wird dadurch erreicht, daß die Anzeige- und Bedienelemente aus bruchfestem Glas sind. Weiterhin wird die Aufzugsanlage durch akustische und visuelle Ablenkung durch Filme vor randalierenden Benutzern geschützt.

Durch frei programmierbare Massenspeicher und Wiedergabegeräte wie CD-Laufwerk und Videoabspielgeräte können Benutzer über Flachbild-Monitore vor den Schachtzugängen und in dem Fahrkorb Informationen abfragen. Der Betreiber kann dem Benutzer Informationen anbieten. Der Einsatz von Schlüsselschaltern in den Tableaus kann entfallen.

Stand der Technik mit Fundstellen

Eine derartige Anzeige- und Bedieneinheit ist mit den Druckschriften JP Patents Abstracts of Japan: 6-144726A und 4-256672A bekannt geworden. Darüber hinausgehend ist zu einem ähnlichen Thema im Lift-Report, Heft 1/95, geschrieben worden und Herr Volkmann-Benkert hat im TÜ, Band 31, 1990, Nr. 3, März auf Seiten 95-97 zum Thema "Computertechnologie in der Aufzugstechnik" vielleicht ähnliches abgehandelt. Weiterhin hat die Firma Weber Steuerungstechnik GmbH ein Gebrauchsmuster auf eine sogenannte "Multifunktionsanzeige für Aufzüge".

Kritik des Standes der Technik

Beide o.a. japanischen Patente behandeln ausschließlich Anzeige- und Bedienelemente im Fahrkorb, jedoch nicht vorgesehen für Schachtzugänge. Auch ist in keinem dieser Patente die Rede davon, Informationsfilme, bewegte Bilder in der gesamten Farbpalette, entweder zur Beruhigung eingeschlossener Passagiere oder zur Informationsverbreitung zeigen zu können. Es geht hier lediglich um eine weitere Art und Weise, die schon bekannten Funktionen von Aufzugstastern und Anzeigendisplays auszuführen. Von aktivem und passivem Vandalismusschutz durch Filme und Ausführung in bruchfestem Glas ist in den Patenten keine Rede.

In dem Artikel "Aufzüge künftig mit dem PC gesteuert", aus dem Lift-Report, Heft 1, 1995, wird lediglich über eine Aufzugssteuerung, die in einen handelsüblichen PC eingebaut werden kann, gesprochen. Die Ein- und Ausgaben betreffen hier lediglich die reine elektronische Aufzugssteuerung und die Informationen sind ausschließlich für den Aufzugsmonteur gedacht. Bildschirme zur Wiedergabe von Filmen oder Touch-Paneels als Eingabegeräte sind weder im Fahrkorb noch vor den Schachtzugängen in dieser Schilderung dargestellt oder erkennbar.

Im Unterpunkt "Gestaltungsmöglichkeiten" erwähnt Herr Volkmann- Benkert in seinem Artikel "Computertechnologie in der Aufzugstechnik", erschienen im TÜ, Band 31, 1990, Nr. 3, März ebenfalls Anzeige- und Bedienelemente. Doch auch hier wird nur von Anzeigendisplays und Aufzugstastern in bereits herkömmlich bekannter Form geredet. Von Bildschirmen zur Wiedergabe von Filmen, sei es zur werblichen Informationsverbreitung oder zur Beruhigung für eingeschlossene Fahrgäste, ist hier nicht die Rede. In dem Gebrauchsmuster der Firma Weber wird eine Multifunktionsanzeige beschrieben, die sämtliche, bisher in Aufzügen bekannten Anzeigen, wie Fahrtrichtung, Kabinenstand, Rufquittung, überlast etc. in einem Display kombiniert. Auch dies betrifft im Grunde nur alle bisher bekannten, in Aufzügen übliche Funktion.

In keiner der vorliegenden Druckschriften sind auch nur annähernd Hinweise darauf zu finden, daß ermöglicht werden können soll, vollfarbige Filme von Videos oder CDVs oder sonstigen Speichern zur Informationsverbreitung oder auch nur zur Beruhigung eingeschlossener Gäste im Fahrkorb und/oder vor den Schachtzugängen zeigen zu können. Auch sind im Grunde in keiner Druckschrift Passagen erwähnt, aus denen hervorginge, wie mit der Erfindung beabsichtigt, interaktiv durch Eingabegeräte jegliche frei programmierbare Informationen, wie z. B. zu Stockwerksbelegungen, werblichen Informationen, Wegbeschreibungen etc. über Suchbaumstrukturen sich über die Bildschirme anzeigen zu lassen.

Ein aktives und passives Schutzsystem gegen Vandalismus in Fahrkörben und vor Schachtzugängen in den Etagen gibt es bisher nicht.

Aktiver Vandalismusschutz wurde bisher dadurch betrieben, indem man versuchte, Materialien, zumeist Metalle, so zu wählen, daß Vandalismusschäden zwar in Kauf genommen wurden, aber aufgrund von Oberfläche und Struktur die Folgen nicht so leicht erkennbar waren. Vandalismusschäden in Fahrkörben und vor den Schachtzugängen sind meist Folgen von: Schlägen, Kratzern, Feuer, Urin, Farben, Klebern, Einklemmen von Gegenständen etc. Bruchfestes Glas, wie es bei dieser Erfindung verwendet wird, ist gegen jegliche äußere Einwirkung resistent. Mögliche Farb- oder Klebspuren können mit leichten, handelsüblichen Mitteln wieder spurlos entfernt werden.

Passiver Vandalismusschutz beschränkte sich bisher auf den bloßen Einsatz von Spiegeln in Fahrkörben, im Mauerschacht und auf die Verglasung von Fahrkörben in Glasschächten oder bei schachtlosen Aufzugsanlagen. Hiermit sollte erreicht werden, daß der potentielle Randalierer sich (durch sich selbst im Spiegel) beobachtet fühlt. Bei dieser Erfindung jedoch kommt der Randalierer aufgrund der Ablenkung durch Filme und das interaktive Informationssystem erst gar nicht auf den Gedanken aus z. B. Langeweile Schäden an der Aufzugsanlage zu verursachen.

Ein interaktives Benutzer-Informationssystem zur gezielten Abfrage und Information des Benutzers von Aufzügen durch akustische Informationen und bewegte visuelle Informationen, auch im On-Screen-Display-Modus, gibt es bisher nicht.

Die gezielte Verkaufsförderung durch Verbraucherinformations- Filme im Fahrkorb und vor den Schachtzugängen, wo der Benutzer meist am längsten und vor allem zwangsläufig verweilen muß, war bisher nicht möglich.

Eine allumfassende Beruhigung von eingeschlossenen Benutzern in dem Fahrkorb, wie es diese Erfindung ermöglicht, war bisher nicht machbar.

Sämtliche, bisher im Markt befindlichen Anzeigeelemente für Aufzüge können nicht die volle Farbpalette gleichzeitig anzeigen.

Aufgabe

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Aufzugsanlagen mit einem aktiven und passiven Vandalismusschutz zu versehen.

Lösung

Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Mit dieser Lösung wird erreicht:

Zum einen wird erreicht, die Vandalismusschäden an Tableaus zu reduzieren oder besser unmöglich zu machen. Dies wird in aktiver Hinsicht durch die, aus bruchfestem Glas bestehenden Touch- Paneels erreicht. In passiver Hinsicht sollen die weitergehenden Vandalismusschäden in der Kabine verhindert werden, was durch gezielte Ablenkung der Benutzer durch den Flachbildmonitor in dem Farbkorb geschieht.

Weitere Vorteile der Anlage

Zum zweiten soll der Benutzer durch die Bedienung der interaktiven Bedien- und Anzeigeelemente in die Lage versetzt werden, gewünschte oder benötigte Informationen im Bereich der Schachtzugänge und im Fahrkorb im Dialogverfahren abfragen zu können.

Zum dritten soll eine zumindest teilweise Refinanzierung der Aufzugskosten für den Betreiber erreicht werden, indem er z. B. durch Filme auf besondere Angebote hinweist und/oder Werbefilme anderer Unternehmen über die Flachbildmonitore im Bereich der Schachtzugänge und im Fahrkorb abspielt.

Weiterhin sollen die Betriebskosten durch Verringerung der Fahrgeschwindigkeit gesenkt werden, was dadurch ermöglicht wird, daß die Benutzer die Wartezeiten vor den Schachtzugängen und die Fahrtzeiten im Fahrkorb aufgrund der Ablenkung durch Informationsfilme über die Farbbild-Monitore nicht mehr als störend lange empfinden.

Zum vierten soll erreicht werden, daß die Wartezeiten vor den Schachtzugängen und die Fahrtzeiten im Fahrkorb für den Benutzer nicht mehr als störend empfunden werden.

Zum fünften sollen eingeschlossene Personen in dem Fahrkorb aufgrund von Störungen die Angst und Langeweile sowie die Klaustrophobie genommen werden. Dies geschieht z. B. dadurch, daß im Fall einer Störung automatisch über die Flachbildmonitore Filme von z. B. dem CD-Laufwerk, dem Computer im Maschinenraum abgespielt werden, die die Benutzer beruhigen.

Zum sechsten soll zukünftig der vandalismusgefährdete Schlüsselschalter in Tableaus entfallen und durch Eingabe von Codes ersetzt werden.

Weitere Ausgestaltung der Erfindung

Die weitere Ausgestaltung der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 2 bis 11 gelöst.

Erzielbare Vorteile

Die Vandalismusgefahr vor den Schachtzugängen und ihm Fahrkorb wird deutlich eingeschränkt bis eliminiert. Der Aufzugsbenutzer kann interaktiv im Dialog gewünschte oder benötigte Informationen abfragen und findet sich so im Gebäude besser zurecht. Die lästigen Wartezeiten vor den Schachtzugängen sowie die Fahrtzeiten in dem Fahrkorb werden aufgrund der Ablenkung durch Informationsfilme für den Benutzer nicht mehr als störend empfunden. Das in Fahrkörben oft zu beobachtende peinliche, orientierungslose Starren an die Decke o. ä. entfällt. Der Aufzugsbetreiber hat die Möglichkeit, seine Kunden oder Besucher gezielt auf Angebote und Informationen aufmerksam zu machen. Der Aufzugsbetreiber kann seine Aufzugskosten zumindest zu einem Teil refinanzieren, indem er über die Flachbildmonitore seiner Aufzugsanlage Werbefilme anderer Unternehmen abspielt und sich diese Werbeeinschaltungen von den anderen Unternehmen bezahlen läßt. Der Aufzugsbetreiber kann die Betriebskosten seiner Aufzugsanlage senken bzw. niedrig halten, indem er die Fahrgeschwindigkeit des Aufzuges verringert. Im Falle einer Störung der Aufzugsanlage mit eingeschlossenen Benutzern können diese durch entsprechende Filme, die dann automatisch ablaufen, beruhigt werden. Die vandalismusgefährdeten Schlüsselschalter für eingeschränkte Benutzerkreise entfallen und werden durch Eingabecodes ersetzt.

Beschreibung eines oder mehrerer Ausführungsbeispiele

Die verschiedenen Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen nach Fig. 1 bis 6 dargestellt und im folgenden näher beschrieben:

Die Erfindung funktioniert nach folgendem Prinzip

Die Anzeige- und Bedienelemente für Aufzugsanlagen bestehen in erster Linie aus Touch-Paneels (1) außen an den Schachtzugängen (23) und innen in dem Fahrkorb (24) sowie Flachbildmonitore (14) außen an den Schachtzugängen (23) und innen in dem Fahrkorb (24). Diese sind jeweils über I/O-Datenkabel (16) mit einem Computer (20) im Maschinenraum verbunden. Der Computer verfügt über einen programmierbaren Massenspeicher (21) sowie ein CD-Laufwerk (22). Weiterhin ist ein Videoabspielgerät (19) zur Wiedergabe von Videobändern an den Computer (20) angeschlossen. Lautsprecher (15) zur Tonwiedergabe in den Schachtzugängen (23) befinden sich vandalismussicher in dem sogenannten "Türkämpfer" der Schachtabschußtür. Zur Tonwiedergabe in dem Fahrkorb (24) befindet sich der Lautsprecher (15) im Tableau (25) bzw. auf dem Fahrkorbdach ebenfalls vandalismussicher untergebracht. Die Flachbildmonitore (14) hinter bruchfestem Glas (2) sowie die Touch-Paneels (1) an den Schachtzugängen (23) sind in Mauerkästen bzw. Gerüst-Aussparungen vandalismusresistent von der Schachtinnenseite montiert, d. h. von außen sind keinerlei Verschraubungen sichtbar oder zugänglich.

Die Montage des Touch-Paneels (1) und des Flachbildmonitors (14) im Fahrkorb (24) erfolgt sinngemäß.

Die Touch-Paneels (1) bilden eine Einheit aus bruchfestem Glas (2) und dahinterliegenden Befehlssensoren (3), die entweder direkt eingegossen sein können oder von der Rückseite des Glases aufgeklebt sind. Diese Befehlssensoren (3) reagieren auf Berührung der Glasoberfläche. Die Sensorfelder hinter dem bruchfesten Glas (2) sind in ihrer Lage und Größe frei definierbar. Die Befehlssensoren (3) können sowohl als mehrstelliger Sensorblock (12) (z. B. 15stellig) zusammengefaßt werden oder einzeln entsprechend den bekannten Aufzugtastern als jeweils abgeschlossenes Feld hinter dem Glas definiert werden. Das Touch- Paneel (1) kann sowohl als Flachpaneel zur Montage am Schachtzugang (23) oder im Tableau (25) des Fahrkorbes (24) als auch als Behindertenkonsole (13) ausgeführt werden.

Um auch sehbehinderten oder erblindeten Personen die Bedienung der Touch-Paneels (1) zu ermöglichen, können die Rand-Grenzen des jeweils definierten Sensorfeldes sowie die Zahlen, Buchstaben und Piktogramme zusätzlich in das Glas graviert werden. Durch Ertasten der Gravur (18) erkennt der Behinderte die Bedeutung des Sensorfeldes. Die Empfindlichkeit des Sensorfeldes wird dann entsprechend gering einprogrammiert, so daß der Befehl erst nach Verweilen des Fingers auf dem Feld für einen vorprogrammierten Zeitraum quittiert und ausgeführt wird.

Die Befehlsquittierung erfolgt in der Regel durch Leuchtquittierung (17) im Bereich des jeweiligen Sensorfeldes. Für erblindete oder sehbehinderte Personen erfolgt die Quittierung zusätzlich durch einen Sprach-Synthesizer (26).

Bei Vorhandensein eines Flachbildmonitors (14) in dem Fahrkorb (24) wird das Berühren des Befehlssensors Etage (4) gleichzeitig durch Anzeigen mittels On-Screen-Displays auf dem Flachbildmonitor (14) der Bewohnernamen, Läden, Abteilungen etc., die sich auf der gewünschten Etage befinden, quittiert.

Neben den für Aufzüge bisher bekannten Befehle, die durch die Befehlssensoren (3) "auf" (8), "ab" (9), "Alarm" (7), "Tür auf" (6) und "Etage" (4) abgedeckt werden, sind drei zusätzliche, bisher nicht bekannte Befehlssensoren (3) vorgesehen: Befehlssensor "Untergeschoß" (5), Befehlssensor "Code" (10) und Befehlssensor "Info" (11).

Das Piktogramm des Befehlssensors "Untergeschoß" (5) ist das Minuszeichen. Dieser Sensor findet insbesondere im mehrteiligen Sensorblock (12) Anwendung, um durch Berühren in Zusammenhang mit einer Zahl das jeweilige Untergeschoß mit dem Fahrkorb (24) anzufahren, z. B. -1 entspricht 1. Untergeschoß.

Der Befehlssensor "Code" (10) ersetzt den bisher bekannten Schlüssel-Schalter in den Tableaus (25) Der Schlüsselschalter kann leicht verstopft oder beschädigt werden. Außerdem können Schlüssel verlorengehen oder abbrechen. Durch Berühren des Befehlssensors "Code" (10) werden die normalen Befehls-Funktionen der anderen Sensoren vorübergehend unterbrochen, und die Sensoren erwarten einen bestimmten, frei programmierbaren Code durch Berühren vordefinierter Sensoren in einer vordefinierten Reihenfolge. Bei einem Außen-Touch-Paneel (1) könnte der Code z. B. lauten: Berühre 2 × "auf" (8), 1 × "ab" (9), 1 × "auf" (8), 1 × "ab" (9). Auf dem Touch-Paneel (1) in dem Fahrkorb (24) könnte der Code z. B. wie ein Zahlencode lauten: Berühre "3", "1", "4", "2". Statt wie bisher mehrere Schlüsselschalter für mehrere Funktionen auf einem Tableau (25) einzubauen, genügt nun ein Befehlssensor "Code" (10) in Kombination mit verschiedenen Codes. Durch Code-Eingabe wird beispielsweise die Außensteuerung außer Kraft gesetzt oder nur autorisierte Etagen angefahren. Nach Berühren des Befehlssensors "Code" (10) verlangt das Touch- Paneel (1) innerhalb einer vorher programmierten Zeit die korrekte Code-Eingabe. Wird diese Zeit überschritten oder der Code falsch eingegeben, so werden die Sensorfelder des Touch-Paneels (1) wieder entsprechend ihren Bestimmungen belegt. Befindet sich das Touch-Paneel (1) im Code-Modus, behält es die hierfür programmierten Funktionen bei, bis erneut ein Ausgangs- Code durch Berühren eingegeben wird. Da die Funktionen, die bisher durch Schlüsselschalter betätigt wurden, ohnehin ausschließlich für eine kleine, genau definierte Benutzergruppe oder auch Einzelpersonen vorbehalten waren, ist davon auszugehen, daß dieser Gruppe oder Einzelpersonen durchaus zugemutet werden kann, die Codes und Funktionen zu lernen oder sich zu notieren.

Durch akustisches Signal über Sprachsynthesizer (26) und gegebenenfalls visuelles Signal auf dem Flachbild-Monitor (14) wird das Berühren des Befehlssensors "Code" (10) dem Benutzer quittiert und mitgeteilt, daß sich jetzt das Touch-Paneel (1) im Code-Modus befindet. Wenn das Touch-Paneel (1) den Code-Modus verläßt, wird dies ebenfalls akustisch und gegebenenfalls visuell bestätigt.

Das Piktogramm des Befehlssensors "Info" (11) könnte z. B. ein Fragezeichen sein. Durch Berühren dieses Sensors kann der Benutzer interaktiv akustisch durch Sprachsynthesizer (26) oder vom Computer (20) und gegebenenfalls visuell über den Flachbildmonitor (14) Daten und Informationen abfragen. Durch Berühren dieses Sensors kann der Benutzer z. B. menü-gesteuert, bei Vorhandensein eines Flachbild-Monitors (14) z. B. durch On- Screen-Display, vor den Schachtzugängen (23) die Namen der Anwohner etagenweise oder in einem Verwaltungsgebäude oder Hotel die Abteilungen oder in einem Einkaufszentrum oder Kaufhaus die Läden bzw. Abteilungen abfragen, um dann im Fahrkorb (24) gleich den richtigen Etagensensor (4) zu drücken. Sämtliche abzufragenden Daten sind auf einem frei programmierbaren Massenspeicher (21) eines Computers (20) im Maschinenraum gespeichert. Für den interaktiven Dialog zwischen Benutzer und Massenspeicher (21) sind Computer (20), Touch-Paneels (1), Flachbildmonitore (14), Sprachsynthesizer (26) und Lautsprecher (15) mit I/O-Datenkabel (16) verbunden. Durch Ansage über Sprachsynthesizer (26) bzw. Anzeige auf dem Flachbild-Monitor (14) wird dem Benutzer mitgeteilt, wie oft hintereinander er den Sensor "Info" (11) berühren muß, um zu einem bestimmten Abfrage(menü)punkt zu gelangen bzw. bei Vorhandensein eines Flachbildmonitors (14) wird durch einmaliges Berühren des Sensors (11) der Cursor auf dem Flachbildmonitor (14) eine Stelle verschoben und durch Doppelberührung die angezeigte Zeile ausgeführt. Nach einer frei programmierbaren Zeit erlöschen alle Anzeigen wieder.

Sowohl auf jeder Etage im Bereich der Schachtzugänge (23) als auch in dem Fahrkorb (24) sind Flachbild-Monitore (14), wahlweise hinter bruchfestem Glas (2) zum Schutz gegen Vandalismus, installiert. Der Bildschirm funktioniert wahlweise auf Flüssigkristallbasis oder Edelgasbasis und gibt wahlweise schwarz/weiß oder in Farbe wieder. Es können sowohl Videosignale als auch Computerdaten (Text, Bilder, Grafiken etc.) vom Massenspeicher (21) oder/und CD-Laufwerk (22) wiedergegeben werden. U.a. sind folgende Einsatzgebiete denkbar:

In Verwaltungsgebäuden das Abspielen von Informationsfilmen über die eigenen Produkte, Dienstleistungen und Angebote.

In Einkaufszentren das Abspielen von Informationsfilmen der Läden und Geschäfte der Mieter.

In Kaufhäusern das Abspielen von Informationsfilmen von Sonderangeboten und weiteren Angeboten des Hauses.

In Hotels das Abspielen von Informationsfilmen über die Hotelkette selbst sowie Angebote und Services des Hauses.

In allen Gebäuden das Abspielen von Verbraucher- und Produktinformationen (Werbung).

Wahlweise wird zusätzliche Tonwiedergabe über verdeckt eingebaute Lautsprecher (15) realisiert.

Befehlsquittierungen sowie gesondert und/oder zusätzliche Informationsabfragen werden durch Überblenden des in einer Endlosschleife laufenden Informationsfilms mittels eines On- Screen-Displays, vorzugsweise in Signalfarbe, angezeigt.

Die Anwendung des interaktiven Informationssystems, bestehend aus mindestens einem Flachbildmonitor (14) und einem Computer (20) ist nicht nur an die Verwendung mit den vandalismusresistenten Befehlssensoren (3) gebunden. Die Eingabe- bzw. Bedienelemente können auch die bisher handelsüblichen Aufzugstaster sein.

Die Anwendung der vandalismusresistenten Touch-Paneels (1) ist nicht zwangsläufig an den kombinierten Einsatz mit den interaktiven Informationssystemen gebunden.

Einen allumfassenden Schutz gegen Vandalismus gewährleistet jedoch nur das Komplettsystem, aktiven Schutz durch die Touch-Paneels, passiven Schutz aufgrund der Ablenkung des Benutzers durch die Informationen vom Flachbildmonitor (14).

Bezugszeichenliste

1 Touch-Paneel (TP)

2 Bruchfestes Glas (BfG)

3 Befehlssensor (BS)

4 Befehlssensor "Etage" (BS "Etage")

5 Befehlssensor "Untergeschoß" (BS "Untergeschoß")

6 Befehlssensor "Tür auf" (BS "Tür auf")

7 Befehlssensor "Alarm" (BS "Alarm")

8 Befehlssensor "auf" (BS "auf")

9 Befehlssensor "ab" (BS "ab")

10 Befehlssensor "Code" (BS "Code")

11 Befehlssensor "Info" (BS "?")

12 Sensorblock (SB)

13 Touch-Paneel Behinderten-Konsole (TP BK)

14 Flachbildmonitor (FBM)

15 Lautsprecher (LS)

16 I/O-Datenkabel (I/O-Kabel)

17 Leuchtquittierung (LQ)

18 Gravur

19 Videoabspielgerät (VCR)

20 Computer (CPU)

21 Massenspeicher (HD)

22 CD-Laufwerk (CD)

23 Schachtzugang

24 Fahrkorb

25 Tableau

26 Sprachsynthesizer (SSY)


Anspruch[de]
  1. 1. Anzeige- und Bedienelemente für Aufzugsanlagen mit zusätzlicher Informationsverbreitung in Fahrkörben (24), bestehend aus einem Computer (20), welcher über I/O-Datenkabel (16) mit mindestens einer im Fahrkorb (24) angeordneten Anzeigeneinheit (14) verbunden ist und mit im Bereich der Schachtzugänge (23) angeordneten Bedienelementen (25) verbunden ist, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
    1. A) daß über die Bedienelemente (1, 3, 13, 25) im Fahrkorb (24) und vor den Schachtzugängen (23) interaktiv frei programmierbare Daten vom Massenspeicher (21) des Computers (20) abgefragt werden können und angezeigt werden können auf der als Flachbildmonitor (14) aufgeführten Anzeigeneinheit im Fahrkorb (24) und auf der als Flachbildmonitor (14) ausgeführten Anzeigeneinheit vor den Schachtzugängen (23),
    2. B) daß über die als Flachbildmonitore (14) ausgeführten Anzeigeelemente Informationsfilme gezeigt werden können,
    3. C) daß die Anzeige- und Bedienelemente hinter bruchfestem Glas (2) angeordnet sind.
  2. 2. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgefragten Informationen die eingespielten Filme im On-Screen-Display überblenden.
  3. 3. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachbildmonitor (14) die Wiedergabe der vollen Farbpalette gleichzeitig ermöglicht (Farb-Flachbild- Monitor).
  4. 4. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonwiedergabe über Lautsprechern (15) und/oder Sprachsynthesizer (26) erfolgt.
  5. 5. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befehlssensoren (3) marktüblichen Aufzugstastern entsprechen können.
  6. 6. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befehlssensoren (3) als Touch-Paneels (1) hinter bruchfestem Glas (2) ausgeführt sind.
  7. 7. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Berühren des Befehlssensors (3) durch Leuchtquittierung (17) im Bereich des Befehlssensors (3) bestätigt wird.
  8. 8. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Berühren des Befehlssensors (3) durch akustisches Signal mittels Sprachsynthesizer (26) bestätigt wird.
  9. 9. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Berühren des Befehlssensors durch Anzeige auf dem Flachbildmonitor (14) bestätigt wird.
  10. 10. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Funktionen für eingeschränkte Benutzerkreise statt über Schlüsselschalter mittels Befehlssensor (Code) (10) in Kombination mit einem anschließend über das Tableau (25) einzugebenden Code ausgeführt werden.
  11. 11. Anzeige- und Bedienelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Fahrkorb (24) eingeschlossene Benutzer im Störfalle der Aufzugsanlage automatisch mit beruhigenden Filmen über den Flachbildmonitor (14) beruhigt werden.






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