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Dokumentenidentifikation DE3830763C2 09.04.1998
Titel Elektrische Verbindungsvorrichtung
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Lindner, Adolf, Dipl.-Ing., 8702 Rottendorf, DE
DE-Anmeldedatum 09.09.1988
DE-Aktenzeichen 3830763
Offenlegungstag 15.03.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.04.1998
IPC-Hauptklasse H02K 3/28
IPC-Nebenklasse H02K 3/50   H01R 4/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Verbindungsvorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1; eine derartige Verbindungsvorrichtung ist durch die DE-A1-25 46 528 bekannt.

Im bekannten Fall der DE 25 46 528 A1 sind die zapfenförmigen Isolationskörper als axiale Fortsätze von gesonderten isolierenden Haltemitteln ausgebildet, die entweder mit Stiften in Öffnungen des Blechpaketes eingesteckt oder durch angeformte, über die Wickelköpfe biegsame Klemmlappen gehaltert werden.

Bei einer durch die EP 0 176 607 A1 bekannten elektrischen Verbindungsvorrichtung ist als Kontaktelement eine mit einem gabelförmigen Aufsteckende versehene Flachsteckzunge über zumindest zwei beim Aufstecken gegen den Innenwinkel des umschlungenen Wickeldrahtes spreizbare Gabelflanken vorgesehen; der von den Lachdrähten der Wicklung umschlungene Kunststoffzapfen weist dazu eine gesonderte Spreizkegelfläche auf, welche die Gabelflanken der Flachsteckzunge beim Aufstecken auf den Kunststoffzapfen nach außen gegen die Lackdrähte aufspreizen. Der Kunststoffzapfen kann beispielsweise am Blechpaket eines Elektromotors oder am Stirnflansch eines eine Erregerwicklung aufnehmenden Spulenkörpers befestigt sein.

Durch die DE 35 05 092 C2 ist weiterhin eine Lackdrahtkontaktverbindung für Leiterplatten bekannt, bei der in Hohlräume einer Motorblechpaket-Isolierdeckscheibe Steckkontakthülsen eingesetzt sind, und eine Verbindung zwischen einem äußeren Steckkontakt und den Lackdrähten der Motorwicklung dadurch erreicht werden soll, daß die losen Enden der Lackdrähte in die Steckkontakthülse eingehängt und anschließend durch Eindrücken des Steckkontaktes in die Steckkontakthülse durch radiale Pressung, vorzugsweise im Bereich von radial innen aus den Steckkontakthülsen ragenden kantenscharfen Zungen, abisolierbar sind. Die Kontaktstifte sind in einer mit Leiterbahnen versehenen Leiterplatte fixiert und weisen als Fixierhilfe Anschlagbünde und als Einsteckhilfe trichterförmige Erweiterungen an ihren Einsteckrändern auf.

Gemäß Aufgabe vorliegender Erfindung soll in einfacher, mit nur wenigen Bauteilen und Montageschritten erzielbarer und in für eine automatisierbare Fertigung bzw. Montage vorteilhafter Weise eine elektrische Verbindung zwischen den Enden einer Motor-Wicklung und einem Kontaktelement, das mit einer äußeren Zuleitung zu der Motor-Wicklung verbindbar ist, geschaffen werden.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einer elektrischen Verbindungsvorrichtung der eingangs genannten Art durch die Lehre des Anspruchs 1; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung erlaubt die einstückige Vorfertigung der zapfenförmigen Isolationskörper gleichzeitig mit dem Spritzen bzw. Gießen der Kunststoff-Isolierendscheibe und erspart ein gesondertes Haltemittel sowie einen zusätzlichen Montagevorgang zu ihrer unmittelbaren bzw. mittelbaren Befestigung am Blechpaket des Motors.

Eine besonders gute und gleichzeitig fertigungstechnisch einfache elektrische Kontaktierung durch Entfernen bzw. Durchdringen des Lackmantels der Lackdrähte bei gleichzeitig besonders einfacher Herstellung der Schneid-Steckhülsen ist dadurch erzielbar, daß aus der Schneid-Steckhülse lappenförmige Kontaktfinger mit gegen die Wicklungsdrähte der Wicklung gerichteten Schneidkanten freigestanzt und herausgebogen sind; um eine ungewollte Beschädigung der Lackdrähte beim Aufstecken der Schneid-Steckhülsen und gleichzeitig eine sichere Führung der aufzusteckenden Schneid-Steckhülsen zu erreichen, sind einerseits die Kontaktfinger in Steckrichtung der Schneid-Steckhülsen abgerundet und andererseits sind die Schneid-Steckhülsen jeweils an ihrem vorderen Einsteckrand im Sinne eines Einführtrichters für den von den Lackdrähten umwickelten zapfenförmigen Isolationskörper trichterförmig aufgeweitet.

Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden im folgenden anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels in der Zeichnung näher erläutert; darin zeigen:

Fig. 1 eine elektrische Verbindungsvorrichtung mit einer Schneid-Steckhülse, deren oberes Ende in einer Leiterplatte fixiert und kontaktiert und deren unteres Ende über eine auf einen zapfenförmigen Isolationskörper schraubenförmig aufgewickeltes Wicklungsende übergestülpt ist;

Fig. 2 ein Teilschnittbild der elektrischen Verbindungsvorrichtung gemäß Fig. 1 im Schnittverlauf II-II;

Fig. 3 die axiale Draufsicht auf eine einzelne Schneid-Steckhülse mit einem ausgestanzten und herausgebogenen Kontaktfinger;

Fig. 4 in einem Teilausschnitt aus Fig. 3 einen Kontaktfinger gemäß Schnittverlauf IV-IV.

Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine elektrische Verbindung zwischen den Lackdrähten einer Wicklung 3 einerseits und den Leiterbahnen 41 einer Leiterplatte 4 andererseits mittels einer Schneid-Steckhülse 2.

Die Lackdrähte der Wicklung 3 sind schraubenförmig in mehreren Windungen um einen zapfenförmigen Isolationskörper 1 gewickelt, der einstückig an einen Wicklungsträger angeformt ist, der z. B. eine stirnseitig an einem mit der Wicklung 3 bewickelten Blechpaket eines Elektromotors angeordneten Isolierendscheibe 5 bzw. am Stirnflansch eins Spulenkörpers einstöckig angegossen ist.

Die Schneid-Steckhülse 2 ist mit ihrem oberen hülsenförmigen Ende bis zu einem Anschlagbund 22 in die Öffnung einer Leiterplatte 4 eingeführt und mit Leiterbahnen 41 an der Oberfläche der Leiterplatte 4, z. B. durch Lötung, elektrisch kontaktiert und fixiert. Die Leiterbahnen 41 können, wie alternativ in Fig. 1 dargestellt an der Oberseite oder an der Unterseite der Leiterplatte 4 aufgetragen sein.

Das untere hülsenförmige Ende der Schneid-Steckhülse 2 ist an seinem Aufsteckrand mit einem Einführtrichter 23 versehen, der das Überstülpen der Schneid-Steckhülse über die um den zapfenförmigen Isolationskörper 1 gewickelte Wicklung 3 erleichtern soll.

Beim axialen Aufstecken der Schneid-Steckhülse 2 über die von dieser umgriffenen auf den zapfenförmigen Isolationskörper 1 gewickelten Wicklung 3 werden aus der Schneid-Steckhülse 22 nach radial innen mit freigestanzten Schneidkanten 211 versehene und herausgebogene Kontaktfinger 21 gegen die äußere Lackschicht der Lackdrähte der Wicklung 3 gedrückt, so daß durch die Schneidkanten 211 die Lackschichten im Bereich der Schneidkantenkontaktierung aufgeschnitten bzw. entfernt werden und eine sichere elektrische Kontaktierung zwischen der Schneid-Steckhülse 2 und der Wicklung 3 gewährleistet ist. In vorteilhafter Weise sind die Kontaktfinger 21 in Steckrichtung an ihren Vorderkanten mit Abrundungen 212 versehen, die ein unbeabsichtigtes Entfernen des Lacküberzuges von der Wicklung 3 beim Aufstecken der Schneid-Steckhülse verhindern sollen.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Verbindungsvorrichtung zwischen um einen zapfenförmigen Isolationskörper (1) gewickelten Lackdrähten einer Stator-Wicklung (3) eines Elektromotors einerseits und einem mit dieser Wicklung (3) durch Steckkontakt mit gleichzeitig zumindest teilweisem Durchdringen oder Entfernen des Lackmantels der Lackdrähte kontaktierbarem Kontaktelement in Form einer überstülpbaren Schneid-Steckhülse (2) andererseits, dadurch gekennzeichnet,

    daß der zapfenförmige Isolationskörper (1) einstückig an eine stirnseitig am Motorblechpaket des Elektromotors angeordnete Isolierendscheibe (5) angeformt ist und

    daß die Schneid-Steckhülse (2) in einer Leiterplatte (4) gehalten und mit Leiterbahnen (41) der Leiterplatte (4) verbunden ist.
  2. 2. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zapfenförmige Isolationskörper (1) stirnseitig an die Isolierendscheibe (5) angeformt ist.
  3. 3. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schneid-Steckhülse (2) mit zumindest einem Anschlagbund (22) als Fixierhilfe relativ zu der Leiterplatte (4) versehen ist.
  4. 4. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Schneid-Steckhülse (2) lappenförmige Kontaktfinger (21) mit gegen die Wicklungsdrähte der Wicklung (3) gerichteten Schneidkanten (211) freigestanzt und herausgebogen sind.
  5. 5. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfinger (21) in Steckrichtung der Schneid-Steckhülse (2) abgerundet sind.
  6. 6. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid-Steckhülse (2) an ihrem Einsteckrand im Sinne eines Einführtrichters (23) für den von den Lackdrähten umwickelten zapfenförmigen Isolationskörper (1) aufgeweitet ist.






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