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Dokumentenidentifikation DE69501199T2 23.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0706490
Titel HÄNGSPEICHER
Anmelder Sapal S.A. des Plieuses Automatiques, Ecublens, Waadt/Vaud, CH
Erfinder MÜLLER, Urs, CH-7233 Jenaz, CH;
WALSER, Hans, Heiri, CH-7214 Grüsch, CH
Vertreter Lorenz, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 69501199
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 02.05.1995
EP-Aktenzeichen 959157322
WO-Anmeldetag 02.05.1995
PCT-Aktenzeichen CH9500096
WO-Veröffentlichungsnummer 9529859
WO-Veröffentlichungsdatum 09.11.1995
EP-Offenlegungsdatum 17.04.1996
EP date of grant 10.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.04.1998
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65G 47/51   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hängespeicher für Gegenstände, besonders für Lebensmittel und vor allem für Schokoladetafeln oder was ähnlichem, wobei diese Gegenstände auf Tabletts abgelegt sind, die horizontal an Gondeln angeordnet sind, welche horizontal an zwei zueinander parallelen, in einem Gestell eingebauten und sich langsam auf einer geschlossenen Bahn fortbewegenden Ketten aufgehängt sind, wobei diese Einrichtung einen Zuführungsabschnitt aufweist, mit einer Station zum Auflegen der Produkte auf die Tabletts, anschließend eine Abnahmestation für diese Produkte, die dazu dient, die Tabletts zu entleeren, und einen Rückführungsabschnitt, in welchem die Tabletts leer von der Abnahmestation zur Station zum Auflegen zurückgeführt werden,

Der Oberbegriff des Anspruchs 1 basiert auf dem Stand der Technik wie er in der europäischen Patentanmeldung unter der Nr. 0 538 742 A1 veröffentlicht ist. Bei den Produktionsstraßen für Nahrungsmittel, z.B. für Schokoladetafeln, für Kekse, für Produkte, die mit Schokolade überzogen sind und für andere empfindliche und delikat zu handhabende Produkte ist es oft notwendig, über eine Vorrichtung zum vorübergehenden Speichern dieser Produkte verfügen zu können, da die Produktion kontinuierlich vor sich geht, während die Konditionierung ein diskontinuierlicher Vorgang ist, und weil die Konditionierungseinheiten ein und derselben Straße periodischen Stillständen unterworfen sind, die man für die Wartung, die Reparatur oder die Zuführung des Verpackungsmaterials benötigt.

Diese Speicherungsvorrichtungen unterliegen einem relativ strengen Lastenheft. Sie müssen eine Speicherung einer großen Menge ermöglichen und einen wirksamen und sorgfältigen Transport der Produkte von einer Station zum Auflegen zu einer Station für die Abnahme gewährleisten, und dabei ein Maximum an Sicherheit für die Produkte bieten, sowie eine große Flexibilität in der Anwendung und, in Abhängigkeit der momentanen Nachfrage, ein variables Speicherungspotential.

Eines der Probleme, die diese Vorrichtungen aufwerfen, ist das der Abmessungen. Man kann sich leicht vorstellen, daß der Benutzer bei minimalen Abmessungen über die größtmögliche Speicherkapazität verfügen möchte. Dieses Problem mit den Abmessungen ist teilweise mit dem Problem des Schwingens der Gondeln verbunden, insbesondere bei Vorrichtungen, bei denen die Vorwärtsbewegung schrittweise erfolgt. In den Bereichen geradliniger Fortbewegung unterliegen die Gondeln für gewöhnlich nur einer vertikalen Beschleunigung und Verzögerung, wobei keine Gefahr besteht, Beschädigungen der Produkte zu verursachen. Dagegen sind die Gondeln in den Bereichen gekrümmter Bewegung einer Pendelbewegung unterworfen und laufen Gefahr, zu kollidieren, wenn der Abstand zwischen zwei benachbarten Säulen (bzw. Gondelkolonnen), an denen sich die Gondeln entlangbewegen, nicht größer als ein bestimmter Schwellenwert ist. Eine solche Kollision bringt die Gefahr mit sich, eine unkontrollierte Verschiebung der Produkte in den Gondeln zu verursachen, ja sogar sie zu beschädigen oder sie herauszuwerfen. Um dieses Risiko zu vermeiden, müssen die Säulen (bzw. Gondelkolonnen) genügend voneinander entfernt sein, was eine nicht zu vernachlässigende Vergrößerung der Vorrichtungsabmessungen zur Folge hat, insbesondere wenn diese eine hohe Anzahl von Säulen (bzw. Gondelkolonnen) aufweist.

Das amerikanische Patent Nr. 3 168 874 beschreibt eine mechanische Dämpfungsvorrichtung für Schwingungen einer aufgehängten Plattform einer Überführungsvorrichtung. Man kann feststellen, daß diese Vorrichtung mechanische Reibungsscheiben aufweist, was ihre Einstellung schwierig macht und keine Garantie für eine systematische Rückführung der Plattform in die vertikale Stellung zuläßt. Nun ist es aber, was die Gondeln betrifft, gleichzeitig notwendig, daß die Dämpfung der Schwingungen sehr schnell vor sich geht und daß sie am Ende dieser Dämpfung ihre Nullstellung wieder einnehmen, d.h. vertikal ohne eine verbleibende Restneigung infolge einer Restreibung, die eine Kraft induziert, die größer ist als die Schwerkraft, die ihrerseits versucht sie in die Vertikale zurückzubringen.

Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die oben erwähnten Probleme zu lösen, indem sie die Nachteile der früheren bekannten Systeme beseitigt und indem sie eine kompakte Vorrichtung schafft, die kleinste Abmessungen hat und gleichzeitig die Kollisionsgefahr zwischen den Gondeln beseitigt.

Diese Aufgaben werden durch eine Speicherungsvorrichtung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß jede Gondel mit mindestens einer Dämpfungsvorrichtung verbunden ist, die dazu dient, die Schwingungsweite ihrer Pendelbewegung zu begrenzen und diese Bewegung rasch zu dämpfen, wobei diese Dämpfungsvorrichtung mindestens eine Bremsscheibe aufweist, sowie Mittel zum Zusammenarbeiten mit mindestens einer Fläche dieser Scheibe, um eine Reibung auf diese Fläche auszuüben, wobei die Scheibe und die Mittel jeweils fest mit einer der Ketten und der Gondel verbunden sind und die eine Relativbewegung haben, wenn die Gondel Schwingungen ausführt, und wobei die Bremsscheibe im Inneren eines Hohlraumes liegt, der im Inneren eines Gehäuses vorgesehen ist und eine viskose Flüssigkeit enthält.

Vorteilhafterweise ist diese viskose Flüssigkeit ein Öl mit einem hohen Viskositätskoeffizienten.

Vorzugsweise hat der Hohlraum eine zylindrische Form und die Höhe seiner Seitenwand ist etwas größer als die Dicke der Bremsscheibe, so daß der die ebenen Flächen dieser Scheibe von den gegenüberliegenden, inneren Wänden des Hohlraumes trennende Raum gering ist, aber ausreichend, um ein vorbstimmtes Volumen der viskosen Flüssigkeit aufzunehmen.

Diese Bremsscheibe kann fest mit einer auf einem Zapfen montierten Buchse verbunden sein, wobei der Zapfen die Achse eines Gliedes einer Kette ist, und diese Buchse fest mit dem Kettenglied verbunden ist.

Vorzugsweise weist diese Buchse periphere Kerben auf, die parallel zu ihrer Achse angeordnet sind und die Bremsscheibe ist auf diese Kerben aufgepreßt.

In vorteilhafter Weise ist der Hohlraum im Inneren eines fest mit einer seitlichen Halterung einer Gondel verbundenen Gehäuses vorgesehen, wobei dieses Gehäuse in erster Linie aus einem runden Teil und einer an diesem runden Teil befestigten Abdeckung besteht, wobei diese Abdeckung einen ringförmigen Rand aufweisen kann, der sich dicht um das runde Teil legt, oder eine ringförmige Aussparung, die dazu dient, einen Dichtungsring aufzunehmen, der mit der Buchse in Kontakt ist.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Dämpfungsvorrichtung mehrere Bremsscheiben auf, die innerhalb des Hohlraumes untergebracht sind, der eine viskose Flüssigkeit enthält.

Vorzugsweise teilen sich diese Bremsscheiben in eine erste Gruppe von Bremsscheiben auf, die fest mit der Buchse verbunden sind, und in eine zweite Gruppe von Bremsscheiben, die mit dem Gehäuse fest verbunden sind, wobei jede Scheibe der zweiten Gruppe zwischen zwei Scheiben der ersten Gruppe zu liegen kommt.

Bei dieser Ausführungsform sind die Bremsscheiben der zweiten Gruppe im Inneren der Abdeckung auf Kerben gepreßt, mit welchen eine Innenfläche versehen ist, welche die seitliche Wand des zylinderförmigen Hohlraumes definiert.

Die vorliegende Erfindung ist im folgendem unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform und auf beigefügte Zeichnungen als nicht einschränkendes Beispiel genau beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Speicherungsvorrichtung,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Gondel mit Tabletts, die Produkte aufnehmen sollen,

Fig. 3 einen Axialschnitt der an die zwei Ketten der Vorrichtung angehängten Gondel nach Fig. 2,

Fig. 4 die Ansicht eines Schnittes einer Dämpfungsvorrichtung, mit der die Gondel nach den Figuren 2 und 3 ausgestattet ist, und

Fig. 5 eine ähnliche Ansicht wie die in Fig. 3, die aber eine Ausführungsvariante der Dämpfungsvorrichtung zeigt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 besteht die perspektivisch dargestellte Vorrichtung zur pendelnden Speicherung bzw. Hängespeicher 10 hauptsächlich aus einem Gestell 11, welches in diesem Falle die Form eines rechtwinkligen Parallelepipeds hat, und welches einen Speicherungsraum definiert, in dem zwei endlose Transportketten 12 und 13 montiert sind, zwischen denen Gondeln 14 aufgehängt sind, die Tabletts 15 tragen, auf denen die Produkte 16 aufgelegt sind. Die Gondeln 14 sind horizontal durch zwei seitliche Zapfen an den Ketten 12 und 13 aufgehängt, die sich, zueinander parallel, auf einem Weg in mehrfachen Schleifen bewegen, der einen ersten sogenannten Zuführungsabschnitt 17 aufweist, der von einer Station 18 zum Auflegen der Produkte auf die Tabletts zu einer Abnahmestation 19 führt, die zum Entleeren dieser Tabletts dient, und einen zweiten Abschnitt 20, den sogenannten Rückführabschnitt, in welchem die vorher entleerten Tabletts von der Abnahmestation zur Auflegestation zurückgeführt werden. In dem dargestellten Beispiel weist die Vorrichtung fünf Paare von unteren gezahnten Rädem auf, nämlich A1, A2, A3, A4, AS und fünf Paare von oberen gezahnten Rädem, nämlich B1, B2, B3, B4, B5, die auf starren, von dem Gestell getragenen Achsen montiert sind. Im übrigen weist die Vorrichtung in dem dargestellten Beispiel 2 in der Höhe verstellbare Laufwerke 21 und 22 auf, wovon jedes zwei Paar untere gezahnte Räder C1, C2 (am Laufwerk 21), und C3, C4 (am Laufwerk 22) trägt, und zwei Paar obere Räder D1, D2 (am Laufwerk 21) und D3, D4 (am Laufwerk 22). Der Zuführabschnitt des durch die zwei Ketten 12 und 13 definierten geschlossenen Kreislaufs besteht aus Kettenabschnitten, die sich wie folgt bewegen: von der Auflegestation vertikal zu den Rädem B1, dann über diese Räder, weiter unter die oberen Räder D1 des Laufwerks 21, über die Räder B2, unter die oberen Räder D2 des Laufwerks 21, dann über die Räder B3, unter die oberen Räder D3 des Laufwerks 22, über die Räder B4, unter die oberen Räder D4 des Laufwerks 22, und über die Räder B5, um 4ann vertikal nach unten bis zur Abnahmestation zu führen. Der Rückführungsabschnitt ist durch die Kettenabschnitte bestimmt, die von der Rückführungsstation aus folgendermaßen verlaufen: unter die Räder A5, dann über die unteren Räder C4 des Laufwerks 22, unter den Rädern A4, über die unteren Räder C3 des Laufwerks 22, unter die Räder A3, über die unteren Räder C2 des Laufwerks 21, unter die Räder A2, über die unteren Räder C1 des Laufwerks 21, und schließlich unter die Räder Al, um in die Vertikale der Auflegestation zurückzukommen. Dank der verstellbaren Laufwerke hat die Speicherungsvorrichtung eine variable Kapazität zur Speicherung oder Einlagerung. Wenn sich die Laufwerke in der oberen Stellung befinden, hat man den kleinsten Zuführungsabschnitt, d.h. daß die Produkte am schnellsten von der Aufgabestation zur Abnahmestation bewegt werden. Wenn dagegen die Laufwerke nach unten in eine untere Stellung gehen, nimmt die Länge des Zuführungsabschnittes ebenso zu wie das Speichervermögen der Vorrichtung.

Die Produkte 16 sind auf den Tabletts 15 abgelegt, die in den Gondeln 14 parallel übereinander angeordnet sind.

Fig. 2 stellt eine perspektivische Ansicht und Fig. 3 eine axial geschnittene Ansicht einer Gondel 14 dar, die eine Reihe von Tabletts 15 trägt, die dazu dienen, die Produkte 16 von der Auflegestation 18 zur Abnahmestation 19 zu transportieren. Bei den bekannten Vorrichtungen sind Gondeln, welche ähnliche Funktionen haben, an seitlichen Ketten aufgehängt und können sich frei um eine Achse 60 drehen. Wie dies oben erwähnt wurde, ist die Längsabmessung der Vorrichtung in gewissem Maße eine Funktion des freien Raumes, der zwangsläufig zwischen den Gondelkolonnen vorgesehen werden muß, um zu vermeiden, daß diese aneinander stoßen und zwar in den Bereichen, wo sie Pendelbewegungen unterworfen sind, insbesondere in den gekrümmten Bereichen des Umlaufweges. Da es nicht möglich ist, das Hin- und Herschwingen der Gondeln zu verhindern, vor allem in einer Vorrichtung, wo die Fortbewegung schrittweise vor sich geht, ist es notwendig, eine Einrichtung zu finden, die es ermöglicht, die Schwingweite der Hin- und Herbewegung zu begrenzen, und infolgedessen auch die Gefahr, daß die Gondeln kollidieren.

Bei der beschriebenen Ausführungsform ist jede Gondel mit mindestens einer Dämpfungsvorrichtung 61 ausgestattet, die unter Bezugnahme auf den Axialschnitt in Fig. 4 detaillierter beschrieben wird.

Jede Gondel besteht aus einem Rahmen, der durch zwei seitliche Halterungen 62 und zwei sie verbindende parallel an den jeweiligen Enden der Halterungen 62 montierte Längsträger 63 gebildet wird. Diese Halterungen 62 weisen Einrichtungen auf, welche eine lösbare Befestigung der Tabletts 15 gewährleisten, die vorzugsweise lösbar und untereinander parallel in den Gondeln montiert sind.

Wie Fig. 3 genauer zeigt, ist eine Gondel 14 über ihre seitlichen Halterungen 62 an Gliedern 65 der zwei Ketten 12 und 13 aufgehängt. Die Halterungen 62 und folglich die Gondel 14 sind an zwei horizontalen Zapfen 66 aufgehängt, die im Grunde eine Verlängerung der Achse der Kettenglieder 65 bilden. Die Dämpfungsvorrichtung 61 ist an einer Seite der Gondel 14 montiert. Jedoch könnte eine solche Vorrichtung an den beiden Seiten angebracht werden, um eine stärkere Dämpfungswirkung für die Pendelbewegung der Gondel zu erzielen.

Die Dämpfungsvorrichtung 61 ist detaillierter in Fig. 4 dargestellt. Der Zapfen 66, der die Achse des Kettengliedes 65 von einer der Ketten 12 oder 13 bildet, trägt eine Buchse 67, auf der eine Bremsscheibe 68 montiert ist. Diese Buchse ist frei beweglich auf dem Zapfen 66 montiert und hat vorteilhafterweise auf ihrem Umfang eine Reihe von axialen Kerben. Die Bremsscheibe ist auf diese Kerben aufgepreßt, die ihr Festhalten in einer bestimmten Lage gewährleisten. Die Buchse 67 ist fest mit einer Platte 69 verbunden, die mittels eines Stiftes 71 starr an ein mit dem Kettenglied 65 verbundenes Teil 70 gekoppelt ist. Somit ist die Bremsscheibe 68 mechanisch mit dem Kettenglied 65 einer der Ketten verbunden. Diese Scheibe befindet sich in einem etwa zylindrischen Hohlraum 72, der in einem Gehäuse 73 vorgesehen ist, das aus einem kreisrunden, an der seitlichen Halterung 62 der Gondel 14 befestigten Teil 74 besteht und aus einer Abdeckung 75, deren ringförmiger Rand 76 sich dicht um das kreisrunde Teil 74 anlegt. Eine Dichtung 77 ist in dem Bereich der Abdeckung 751 die in Kontakt mit der Buchse 67 ist, in eine ringförmige Aussparung 78 eingelegt. Der Hohlraum 72 ist mit einer zähflüssigen Substanz gefüllt, zum Beispiel mit einem Öl mit hohem Viskositätskoeffizienten, und er hat die Form eines Zylinders, dessen Höhe der Seitenwand etwas größer ist als die Dicke der Scheibe 68, so daß die Wände der Bremsscheibe parallel und in unmittelbarer Nähe der ihn definierenden Wände angeordnet sind. Die Bremsscheibe 68 ist feststehend, da sie mit der Kette verbunden ist. Die Wände des Hohlraumes 72 bewegen sich, da das Gehäuse 73 mit der Gondel verbunden ist. Zwischen den Wänden der Scheibe und den Innenwänden des Hohlraumes befindet sich eine dünne Schicht von Öl oder einer sehr zähen bzw. viskosen Flüssigkeit. Wenn die Gondel schwingt, haben die Wände der Bremsscheibe und die des Hohlraumes eine Relativbewegung, die sehr schnell gedämpft wird, und zwar durch die Einwirkung der Reibung, ausgeübt durch die zähe Flüssigkeit, die zwischen diesen Wänden eine dünne Schicht bildet.

Diese Dämpfungsvorrichtung hat mehrere Vorteile. Indem man den Abstand zwischen der Bremsscheibe und den den Hohlraum bestimmenden Wänden einreguliert und durch die Wahl eines Öl von bestimmter Viskosität ist es möglich, einen hohen Dämpfungskoeffizienten für die Pendelbewegung der Gondeln zu erhalten. Außerdem hat dieses System keine zurückbleibende Stellung, d.h. daß die Gondeln nach einer Schwingungsbewegung immer wieder eine vertikale Stellung einnehmen.

Eine Weiterentwicklung dieses Systems ist in Fig. 5 dargestellt. Es handelt sich um eine Konstruktionsvariante, die auf die Ausführung nach Fig. 4 zurückgeht, wobei die Bremsscheibe 68 durch eine erste Gruppe von Bremsscheiben 68a und durch eine zweite Gruppe von Bremsscheiben 68b ersetzt ist. In dem dargestellten Beispiel besteht die erste Gruppe aus drei Scheiben und die zweite Gruppe besteht aus zwei Scheiben. Die Scheiben 68b der zweiten Gruppe sind zwischen den Scheiben 68a der ersten Gruppe eingesetzt. Nach einer bevorzugten Art der Montage dieser Scheiben weist die Muffe 67 periphere Längskerben 79 auf, auf welche die Bremsscheiben 68a aufgepreßt sind, und die zylindrische Fläche der Abdeckung 75, welche die seitliche Wand des zylinderförmigen Hohlraumes 72 bildet, weist ebenfalls Längskerben 80 auf, auf denen die Bremsscheiben 68b aufgepreßt sind. Es ist einleuchtend, daß diese Scheiben nacheinander und alternativ eingebaut werden müssen, d.h. zuerst eine Scheibe 68a, dann eine Scheibe 68 b usw.

Wie vorher ist der Hohlraum mit einer zähen Flüssigkeit gefüllt und der Abstand zwischen den Scheiben ist so gewählt, daß die Reibung zwischen ihnen und dem zähen Flüssigkeitsfilm genügend wirksam ist, um die Schwingung der Gondeln rasch zu dämpfen.

Im übrigen ist es klar erkennbar, daß die Art der Befestigung des Gehäuses und die der Bremsscheibe auch umgekehrt sein könnte. Die Bremsscheibe könnte fest mit der Gondel und das Gehäuse könnte an dem Kettenglied montiert sein.

Dank dieses Dämpfungssystems ist die Schwingungsweite der Gondeln reduziert und schnell gedämpft, was es erlaubt, einen geringeren Abstand zwischen den Gondelkolonnen vorzusehen und die Abmessungen der Speicherungsvorrichtung zu reduzieren.


Anspruch[de]

1. Hängespeicher (10) für Gegenstände (16), besonders für Lebensmittel und vor allem für Schokoladetafeln oder was ähnlichem, wobei diese Gegenstände auf Tabletts (15) abgelegt sind, die horizontal an Gondeln (14) angeordnet sind, welche horizontal an zwei zueinander parallelen, sich langsam auf einer geschlossenen Bahn fortbewegenden Ketten (12,13) aufgehängt sind, wobei diese Einrichtung einen Zuführungsabschnitt (17) aufweist, mit einer Station (18) zum Auflegen der Produkte auf die Tabletts, anschließend eine Abnahmestation (19) für diese Produkte, die dazu dient, die Tabletts zu entleeren, und einen Rückführungsabschnitt (20), in welchem die Tabletts leer von der Abnahmestation zur Station zum Auflegen zurückgeführt werden, dadurch gekennzeichnet daß, jede Gondel (14) mindestens mit einer Dämpfungsvorrichtung (61) verbunden ist, die dazu dient, die Schwingungsweite ihrer Pendelbewegung zu begrenzen und diese Bewegung rasch zu dämpfen, wobei diese Dämpfungsvorrichtung (61) mindestens eine Bremsscheibe (68) aufweist, sowie Mittel zum Zusammenarbeiten mit mindestens einer Fläche dieser Scheibe, um eine Reibung auf diese Fläche auszuüben, wobei die Scheibe und die Mittel jeweils fest mit einer der Ketten (12,13) und der Gondel (14) verbunden sind und eine Relativbewegung haben, wenn die Gondel Schwingungen ausführt, wobei die Bremsscheibe (68) im Inneren eines Hohlraumes (72) liegt, der im Inneren eines Gehäuses (73) e vorgesehen ist und eine viskose Flüssigkeit enthält.

2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß, die viskose Flüssigkeit ein Öl mit einem hohen Viskositätskoeffizienten ist.

3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß, der Hohlraum (72) eine zylindrische Form hat und die Höhe seiner Seitenwand etwas größer ist als die Dicke der Bremsscheibe (68), so daß der die ebenen Flächen dieser Scheibe von den gegenüberliegenden, inneren Wänden des Hohlraumes (72) trennende Raum gering ist, aber ausreichend, um ein vorbestimmtes Volumen der viskosen Flüssigkeit aufzunehmen.

4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß, die Bremsscheibe (68) fest mit einer auf einem Zapfen (66) montierten Buchse (67) verbunden ist, wobei der Zapfen die Achse eines Gliedes (65) einer Kette (12 oder 13) bildet, und daß diese Buchse fest mit dem Kettenglied verbunden ist.

5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß, die Buchse (67) periphere Kerben aufweist, die parallel zur ihrer Achse angeordnet sind, und daß die Bremsscheibe (68) auf diese Kerben aufgepreßt ist.

6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß, sich der Hohlraum (72) im Inneren eines fest mit der seitlichen Halterung (62) einer Gondel (14) verbundenen Gehäuses (73) befindet, wobei dieses Gehäuse in erster Linie aus einem runden Teil (74) und einer Abdeckung (75) besteht, die an dem runden Teil befestigt ist.

7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß, die Abdeckung (75) einen ringförmigen Rand (76) aufweist, der sich dicht um das runde Teil (74) anlegt.

8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß, die Abdeckung eine ringförmige Aussparung (78) aufweist, die dazu dient, einen Dichtungsring aufzunehmen, der mit der Buchse (67) in Kontakt ist.

9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß, die Dämpfungsvorrichtung (61) mehrere Bremsscheiben (68a, 68b) aufweist, die innerhalb des Hohlraumes (72) angeordnet sind, der eine viskose Flüssigkeit enthält.

10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß, sich die Bremsscheiben in eine erste Gruppe von Bremsscheiben (68a) aufteilen, die fest mit der Buchse (67) verbunden ist, und in eine zweite Gruppe von Bremsscheiben (68b), die mit dem Gehäuse (73) fest verbunden ist, wobei jede Scheibe der zweiten Gruppe zwischen zwei Scheiben der ersten Gruppe zu liegen kommt.

11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet daß, die Bremsscheiben (68b) der zweiten Gruppe im Innern der Abdeckung (75) auf Kerben (80) gepreßt sind, mit welchen eine Innenfläche versehen ist, welche die seitliche Wand des zylinderförmigen Hohlraumes (72) definiert.







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