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Dokumentenidentifikation DE19640888C1 20.05.1998
Titel Gelenkwelle mit Kuppelmitteln
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Nienhaus, Clemens, Dipl.-Ing., 53819 Neunkirchen-Seelscheid, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 04.10.1996
DE-Aktenzeichen 19640888
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1998
IPC-Hauptklasse F16C 3/03
IPC-Nebenklasse A01B 71/06   F16C 1/04   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Gelenkwelle, die aus zwei Wellenabschnitten 4, 6 gebildet ist, die mit Mitteln zum Kuppeln derselben versehen sind. Um das Kuppeln der beiden Wellenabschnitte 4, 6 miteinander zu erleichtern, ist der Kuppelvorgang in zwei Phasen unterteilt, wobei Mittel vorgesehen sind, die zunächst eine Ausrichtung der beiden Wellenabschnitte 4, 6 auf eine gemeinsame Längsachse 13 bewirken und ferner Mittel vorgesehen sind, die die drehfeste Verbindung zwischen beiden herstellen. Zur Zentrierung der beiden Wellenabschnitte 4, 6 zueinander auf eine gemeinsame Längsachse 13 dient ein Zentrierzapfen 20, der in die Bohrung 16 des ersten Profilrohres 12 eintaucht, wobei jedoch eine Relativdrehung der beiden Wellenabschnitte 4, 6 zueinander weiterhin möglich ist. Bei Ineinanderschieben der Wellenabschnitte 4, 6 nähert sich ein erstes Kupplungsteil 19, das mit dem ersten Profilrohr 12 fest verbunden ist, mit seinen Klauen den Klauen eines zweiten Kupplungsteiles 40, das auf dem zweiten Profilrohr 28 mittels einer Stellhülse 34 gegen die Kraft einer Feder 38 verstellbar ist, an, bis es an dieses zweite Kupplungsteil 40 anstößt und dieses gegen die Kraft der Feder 38 verschoben wird. Erreichen die beiden Wellenabschnitte 4, 6, wenn der Antrieb eingeschaltet ist, zueinander eine Drehstellung, bei der die Klauen und Lücken der beiden Kupplungsteile 19, 40 in eine zueinander passende Stellung kommen, schiebt die Druckfeder 38 das zweite Kupplungsteil 40 in Richtung auf ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gelenkwelle zum Antrieb von oder zur Verwendung in Antrieben von Landmaschinen. Sie weist einen ersten Wellenabschnitt, umfassend ein erstes Kreuzgelenk und ein daran angeschlossenes erstes Profilrohr auf. Sie weist ferner einen zweiten Wellenabschnitt, umfassend ein zweites Kreuzgelenk und ein daran angeschlossenes zweites Profilrohr auf, das ebenfalls einen vom Kreisquerschnitt abweichenden Querschnitt aufweist. Ferner sind Mittel zum Kuppeln der beiden Wellenabschnitte vorgesehen, welche eine dem ersten Profilrohr zugeordnete Zentrierführung und einen dem zweiten Profilrohr zugeordneten Zentrierzapfen umfassen. Diese dienen zur Ausrichtung der beiden Wellenabschnitte zueinander. Die beiden Wellenabschnitte weisen im gekuppelten Zustand eine gemeinsame Längsachse auf.

Eine solche Gelenkwelle mit Kuppelmitteln ist in der DE 33 02 976 C1 beschrieben. Die beiden Profilrohre sind als Zwei-Rippenrohre gestaltet und größenmäßig so aneinander angepaßt, daß sie ineinandergesteckt Drehmoment übertragen können und darüber hinaus Verstellbewegungen, das heißt Längenänderungen zwischen den beiden Kreuzgelenken zulassen. Um die beiden Profilrohre miteinander kuppeln zu können, ist ein winkelgerechtes Ausrichten des inneren Profilrohres zum äußeren Profilrohr erforderlich. Um dieses Ausrichten bei einer Antriebsanordnung, bei der die Drehmomentübertragung in nur einer Drehrichtung erfolgt, zu erleichtern, ist es des weiteren vorgesehen, entweder eine im Schleppergetriebe vorhandene Freilaufeinrichtung zu nutzen oder zusätzlich endseitig an der Gelenkwelle einen Freilauf anzuordnen. Eine solche Ausbildung ist jedoch nicht geeignet, um bei einer Gelenkwelle, die für die Übertragung von Drehmoment in beiden möglichen Richtungen eingesetzt werden soll, vorgesehen zu werden.

In der DE 31 49 019 A1 wird eine Gelenkwelle mit zwei ineinander schiebbaren Gelenkwellenabschnitten beschrieben. Einer der beiden Gelenkwellenabschnitte ist mit einer Zentrierspitze versehen und weist einen runden Querschnitt mit auf den Umfang verteilten Federn auf. Der andere Gelenkwellenabschnitt weist eine passend ausgebildete Bohrung mit Nuten auf. Um das Einschieben der Federn in die Nuten und das rotatorische Ausrichten der Federn gegenüber den Nuten zu erleichtern, sind die Nuten in Richtung zu dem anderen Gelenkwellenabschnitt hin verbreitert. Für ein winkelgerechtes Ausrichten der beiden Gelenkwellenbauteile zueinander muß jedoch mindestens ein Gelenkwellenbauteil frei drehbar sein.

Aus der FR 14 06 145 ist eine Gelenkwelle mit zwei ineinander schiebbaren und als Profilwellen ausgebildeten Gelenkwellenabschnitten bekannt. Durch die entsprechend ausgebildeten Profilierungen der Gelenkwellenabschnitte können Drehmomente übertragen werden. Durch eine Zentrierspitze und durch Mittel zur rotatorischen Ausrichtung der beiden Gelenkwellenbauteile wird das Ineinanderstecken der Gelenkwellenbauteile erleichtert. Jedoch muß auch hier mindestens ein Gelenkwellenbauteil während des Ineinandersteckens frei drehbar sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gelenkwelle mit Kuppelmitteln vorzuschlagen, die geeignet sind, auch bei Ausbildung derselben zur Übertragung von Drehmoment in beiden möglichen Drehrichtungen das Kuppeln der beiden Gelenkwellenabschnitte zu erleichtern und darüber hinaus die Zentrierung zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zum Kuppeln der beiden Wellenabschnitte ferner eine Klauenkupplung mit einem ersten und zweiten Kupplungsteil umfassen, daß der Zentrierzapfen im Querschnitt rund und zum freien Querschnitt der Bohrung des ersten Profilrohres passend ausgebildet ist und über das zweite Profilrohr in Richtung der Längsachse vorsteht, daß das erste Kupplungsteil an dem dem ersten Kreuzgelenk entfernten Ende des ersten Profilrohres mit in Richtung von diesem weg weisenden ersten Klauen angebracht ist und daß das zweite Kupplungsteil an dem zweiten Profilrohr drehfest und gegen Federkraft in Richtung des zweiten Kreuzgelenkes entlang der Längsachse verstellbar angeordnet ist und zweite Klauen besitzt, die in Richtung des ersten Kupplungsteiles weisen.

Von Vorteil bei einer solchen Ausbildung ist, daß die beiden Wellenabschnitte zunächst so zueinander ausgerichtet werden, daß sie auf der gemeinsamen Längsachse zentriert sind und danach erst das Kuppeln für die Drehmomentübertragung erfolgt. Die beiden Wellenabschnitte mit den ihnen zugeordneten Kupplungsteilen können dann, wenn der Zentrierzapfen sich bereits in der Bohrung des ersten Profilrohres befindet und soweit einsitzt, daß das zweite Kupplungsteil gegen die Kraft der Feder verstellt wurde durch Betätigung des Antriebes gegeneinander verdreht werden, bis eine Stellung der Klauen der Kupplungsteile zueinander erreicht ist, bei der ein Einrasten möglich ist, das heißt die jeweiligen Klauen den zugehörigen Lücken gegenüberliegen. In diesem Zustand wird dann das zweite Kupplungsteil bis zur Einrastung durch die Feder auf das erste Kupplungsteil zu verschoben. Damit wird der Kupplungsvorgang erleichtert, denn das Einführen des im Querschnitt runden Zentrierzapfens ist, um die beiden Längsachsen der Wellenabschnitte aufeinander auszurichten, einfacher als wenn zusätzlich noch gleichzeitig eine Umfangszentrierung erfolgen müßte.

Um die Führung des zweiten Kupplungsteiles zu verbessern, ist diesem eine Stellhülse zugeordnet, die zum zweiten Profilrohr passend ausgebildet ist und auf dem zweiten Profilrohr verstellbar und drehfest geführt ist. Hierdurch wird das von den beiden Kupplungsteilen zu übertragende Drehmoment günstiger über die Stellhülse in das zweite Profilrohr eingeleitet. Da bei den Kreuzgelenken das Drehmoment über eine Umdrehung variiert, das aber durch die Einbaulage der Gelenkwelle kompensiert wird, muß zur Aufrechterhaltung dieser Kompensation gewährleistet sein, daß die beiden Wellenabschnitte in einer bestimmten Phasenstellung zueinander gekuppelt werden. Aus diesem Grunde ist vorgesehen, daß die Klauen der beiden Kupplungsteile nur einen Eingriff in zwei um die Längsachse um 180° verdrehte Stellungen zulassen.

Ferner ist, da die Stellhülse von einer Feder beaufschlagt ist, vorgesehen, den Verstellweg, den die Stellhülse zusammen mit dem zweiten Kupplungsteil ausführen kann, und zwar in Richtung vom zweiten Kreuzgelenk weg, durch einen Anschlag zu begrenzen.

Um die Gelenkwelle möglichst leicht zu halten, jedoch andererseits den erforderlichen Abstand des Zentrierzapfens zum zweiten Kreuzgelenk bzw. den Abstand mit dem dieser über das Ende des zweiten Profilrohres vorsteht, trotzdem einzuhalten, ist der Zentrierzapfen aus zwei Elementen aufgebaut, von denen eines einen massiven Zapfenabschnitt darstellt, der in einen mit dem zweiten Kreuzgelenk oder dem zweiten Profilrohr verbundenen Rohrabschnitt eingesteckt ist.

Vorzugsweise bestehen die beiden Profilrohre und die Stellhülse aus Rohren, welche zwei diametral von der Längsachse nach außen gerichtete Ausformungen in Form von sich parallel zur Längsachse erstreckenden Rippen aufweisen. Dabei ist vorzugsweise eine Anordnung getroffen, bei der die beiden Profilrohre gleiche Abmessungen aufweisen und die Stellhülse entsprechend größer bemessen ist, so daß sie über das zweite Profilrohr paßt und auf diesem verstellbar ist und aufgrund des Eingriffs der Ausformungen ineinander eine Drehmomentübertragung möglich ist. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß die Bohrung des ersten Profilrohres unmittelbar für die Zentrierung des Zentrierzapfens genutzt werden kann, denn der außerhalb der Ausformung liegende Bereich der Bohrung weist Kreisform auf. Es ist jedoch für das erste Profilrohr möglich, ein zylindrisches Rohr zu wählen, da die Drehmomentübertragung durch das mit dem ersten Profilrohr fest verbundene erste Kupplungsteil erfolgt. Die Ausbildung auch des ersten Profilrohres als Zwei-Rippen-Rohr hat den Vorteil, daß dies zu einer günstigen Verbindung mit der Gelenkgabel des ersten Kreuzgelenkes zur Drehmomentübertragung führt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Gelenkwelle und deren Anwendung bei einem Mähwerk für einen Maispflücker ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigen

Fig. 1 ein Mähwerk eines Maispflückers und für eines der beiden Seitenteile des Mähwerkes die beiden zugeordneten Wellenabschnitte der Gelenkwelle,

Fig. 2 die Gelenkwelle als Einzelteil im gekuppelten Zustand der beiden Wellenabschnitte,

Fig. 3 einen Querschnitt gemäß Schnittlinie III-III von Fig. 2, jedoch im vergrößerten Maßstab,

Fig. 4 eine Ansicht auf das erste Kupplungsteil in seiner Zuordnung zum ersten Profilrohr mit einer Blickrichtung auf das erste Kreuzgelenk zu, ebenfalls im vergrößerten Maßstab zu Fig. 2,

Fig. 5 im vergrößerten Maßstab als Detail einen Längsschnitt durch einen Abschnitt des zweiten Wellenabschnittes mit dem Zentrierzapfen, dem zweiten Kupplungsteil und deren Zuordnung zum zweiten Profilrohr und

Fig. 6 eine Ansicht nur auf die mit Klauen versehene Stirnfläche des zweiten Kupplungsteiles in Blickrichtung X in einer Größe, die der Darstellung gemäß Fig. 5 entspricht.

In Fig. 1 ist schematisch das Mähwerk 1 eines Maispflückers dargestellt, das ein Mittelteil 2 und zwei wegklappbare Seitenteile 3, 3' umfaßt. Das Seitenteil 3 ist in ausgezogenen Linien in der Arbeitsposition dargestellt, in welcher es das Mittelteil 2 verbreitert. In gestrichelten Linien ist es in der Transportposition weggeklappt dargestellt. Das zweite Seitenteil 3' ist in ausgezogenen Linien in die Transportposition geklappt mit dem ersten Wellenabschnitt 4 dargestellt. Ferner ist die Zuordnung des zweiten Wellenabschnittes 6, der mit dem Antrieb verbunden ist, von dem die Drehbewegung abgeleitet ist, angedeutet. In gestrichelten Linien ist die Endposition des zweiten Seitenteiles 3' dargestellt. Beide Wellenabschnitte 4, 6 sind in der getrennten Position durch Halter 5 bzw. 7 in einer vorgegebenen Stellung im Verhältnis zum Mittelteil 2 bzw. dem Seitenteil 3' gehalten. Wird nun das Seitenteil 3' im rechtsschwenkenden Sinne in Richtung auf das Mittelteil 2 bewegt, so nähert sich auch der erste Wellenabschnitt 4 dem zweiten Wellenabschnitt 6 an, um mit diesem verbunden zu werden, damit in der Arbeitsposition auch das Seitenteil 3 des Mähwerkes angetrieben werden kann. Da in der Arbeitsposition die Lage der beiden Wellenabschnitte sich im Verhältnis zu den Haltern 5, 7 nur wenig ändert, brauchen diese nur geringe Bewegungen der Gelenkwelle zulassen bzw. können so gestaltet werden, daß sie gegebenenfalls die beiden Wellenabschnitte 4, 6 freigeben.

Nachfolgend wird die Gelenkwelle mit den beiden Wellenabschnitten 4, 6 anhand der Zeichnungsfiguren 2 bis 6 näher erläutert.

Der erste Wellenabschnitt 4 der Gelenkwelle weist ein erstes Kreuzgelenk 8 auf, das mittels einer Anschlußgabel 9 mit einem Eingangszapfen zum Antrieb des Seitenteiles 3 des Mähwerkes verbindbar ist. Es umfaßt ferner die erste Gelenkgabel 11 und das beide gelenkig miteinander verbindende erste Zapfenkreuz 10. Die erste Gelenkgabel 11 ist an das erste Profilrohr 12 angeschlossen. Für dieses und den zweiten Wellenabschnitt 6 ist die gemeinsame Längsachse mit 13 in der Zeichnung bezeichnet. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist das erste Profilrohr 12 als ein sogenanntes Zweirippenrohr gestaltet, daß zwei parallel zur Längsachse 13 verlaufende und um 180° versetzte Ausformungen in Form von Rippen 14, 15 aufweist. Aus Fig. 3 ist ferner erkennbar, daß die Bohrung 16 über einen Umfangsabschnitt jeweils zwischen den beiden Rippen 14, 15 Kreisform annimmt, d. h. eine Kreisbohrung darstellt.

Dem ersten Wellenabschnitt 4 ist ferner ein erstes Schutzrohr 17 zugeordnet, das koaxial um das erste Profilrohr 12 angebracht ist. Dieses ist über ein Verbindungsstück und einen Lagerring auf einem entsprechenden Ansatz der ersten Gelenkgabel 11 gelagert. Ferner ist ein erster Schutztrichter 18 vorhanden, der ebenfalls mittels des Verbindungsstückes auf der ersten Gelenkgabel 11 gelagert ist. Der Schutztrichter 18 überdeckt das erste Kreuzgelenk 8 zumindest teilweise, so daß ein Berührungsschutz gegeben ist.

Das dem ersten Kreuzgelenk 8 entfernte Ende des ersten Profilrohres 12 ist an das erste Kupplungsteil 19 angeschlossen. Hierzu ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, das erste Profilrohr 12 auf einer vorgegebenen Länge mit der das erste Kupplungsteil 19 auf das erste Profilrohr aufgeschoben ist, zylindrisch abgedreht, d. h. die Rippen 14, 15 sind in diesem Bereich abgetragen. Das erste Kupplungsteil 19 weist eine entsprechende Bohrung auf, mit der es auf diesem Abschnitt des ersten Profilrohres 12 aufgeschoben ist. Das erste Kupplungsteil 19 ist mit dem ersten Profilrohr 12 durch eine Schweißnaht verbunden, so daß es zum ersten Profilrohr 12 ortsfest gehalten ist. An seiner freien Stirnfläche ist das erste Kupplungsteil 19 mit zwei diametral angeordneten ersten Klauen 20, 21 und dazwischen mit zwei ebenfalls umfangsversetzten ersten Lücken 22, 23 versehen. Die beiden Klauen 20, 21 unterscheiden sich durch ihre Umfangserstreckung von der der Lücken 22, 23, wobei die Umfangserstreckung der Lücken 22, 23 größer als die der beiden Klauen 20, 21 ist.

Der zweite Wellenabschnitt 6 besitzt ein zweites Kreuzgelenk 24 mit einer zweiten Anschlußgabel 25, die beispielsweise zur Verbindung mit einem Abzweiggetriebe für den Antrieb des Seitenteiles 3 gemäß Fig. 1 gedacht ist. Ferner weist das zweite Kreuzgelenk 24 eine zweite Gelenkgabel 26 auf. Die zweite Gelenkgabel 26 ist mit der zweiten Anschlußgabel 25 durch das zweite Zapfenkreuz 27 gelenkig verbunden. An die zweite Gelenkgabel 26 ist das zweite Profilrohr 28 angeschlossen. Das zweite Profilrohr 28 ist in seinen Abmessungen kleiner bemessen als das erste Profilrohr 12, wie es beispielsweise aus Fig. 3 ersichtlich ist. Das zweite Profilrohr 28 ist jedoch wesentlich kürzer als das erste Profilrohr 12 gestaltet. In das zweite Profilrohr 28 ist ein Zentrierzapfen 29 eingesteckt, der einen massiven Zapfenabschnitt 30 mit einem zu seinem Ende hin sich verjüngenden Abschnitt besitzt und darüber hinaus ein Einsteckende besitzt, mit dem er in einen Rohrabschnitt 31 eingesteckt ist, dessen Außendurchmesser dem der Bohrung des zweiten Profilrohres 28 angepaßt ist und gegenüber diesem z. B. in axialer Richtung durch eine Stiftverbindung festgelegt ist. Der Außendurchmesser des Zapfenabschnittes 30 ist so bemessen, daß er zur Bohrung 16 des ersten Profilrohres 12 paßt. Koaxial um den Rohrabschnitt 31ist ein Distanzrohr 32 angeordnet, das im Durchmesser dem des Zapfenabschnittes 30 und damit der Bohrung 16 des ersten Profilrohres 12 entspricht und bis zur Stirnfläche 33 des zweiten Profilrohres 28 reicht. Die Länge des Distanzrohres 32 ist so bemessen, daß die zweiten Klauen 41, 42 des zweiten Kupplungsteiles 40 vor dieser Stirnkante liegen, wenn sie mit den ersten Lücken 22, 23 des ersten Kupplungsteiles 19 in Eingriff sind, wie in Fig. 2 dargestellt.

Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, daß das zweite Kupplungsteil 40 an der Stellhülse 34 befestigt ist, die ebenfalls als Zweirippenrohr gestaltet ist und abmessungsmäßig dem ersten Profilrohr 12 entspricht. Die Stellhülse 34 weist ebenfalls eine Zylinderfläche auf, über die die beiden Rippen abgearbeitet sind, so daß das zweite Kupplungsteil 40 mit seiner Bohrung auf dem so entstandenen zylindrischen Sitz aufgeschoben und mit der Stellhülse 34 durch eine Schweißnaht an ihrer dem zweiten Kreuzgelenk 24 zugewandten Stirnfläche verbunden werden kann. Die Stellhülse überdeckt eine erhebliche Länge des zweiten Profilrohres 28. Gegen ihre erste Stirnfläche 35 liegt eine Stützscheibe 48 an, die von einer Druckfeder 38 beaufschlagt ist, deren anderes Ende gegen die Anlagefläche 39 der zweiten Gelenkgabel 26 abgestützt ist. Diese Druckfeder 38 beaufschlagt die Stellhülse 34 zur Verstellung weg vom ersten Kreuzgelenk 24 in Richtung auf das erste Kupplungsteil 19, so daß die zweiten Klauen 41, 42 in Eingriff zu den ersten Lücken 22, 23 und die ersten Klauen 20, 21 in Eingriff zu den zweiten Lücken 43, 44 gehalten werden und eine Drehmomentübertragung beispielsweise vom zweiten Profilrohr 28 über die Stellhülse 34 und das zweite Kupplungsteil 40 auf das erste Kupplungsteil 19 und von diesem auf das erste Profilrohr 12 erfolgen kann. In Fig. 2 sind die Kupplungsteile 19, 40 im eingerasteten Zustand, also in dem der Drehmomentübertragung dienenden Zustand dargestellt. Es ist erkennbar, daß die zweite Stirnfläche 36 der Stellhülse 34 sich dabei im axialen Abstand von dem Anschlag 37 befindet. Die Druckfeder 38 drückt die Stellhülse 34 mit Vorspannung gegen den Anschlag 37 im entkuppelten Zustand. Der Anschlag 37 ist in Form eines Sicherungsringes dargestellt, der in einer Nut des Distanzrohres 32 einsitzt. Dieser begrenzt die Bewegung des zweiten Kupplungsteiles 40 und der Stellhülse 34 auf dem zweiten Profilrohr 28 von dem zweiten Kreuzgelenk 24 weg, wenn die beiden Kupplungsteile 19, 40 außer Eingriff sind. Der zweite Wellenabschnitt 6 weist ein zweites Schutzrohr 45 auf, das mit einem zweiten Schutztrichter 46 verbunden ist. Beide zusammen sind auf der zweiten Gelenkgabel 26 gelagert. Das zweite Schutzrohr 45 umgibt koaxial das zweite Profilrohr 28 sowie den daran angeschlossenen Zentrierzapfen 29 und es besitzt an seinem Ende einen Zentriertrichter 47 zur Vorzentrierung der beiden Wellenabschnitte 4, 6 zueinander.

Um die beiden Wellenabschnitte 4, 6 ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten Position miteinander zu kuppeln, erfolgt zunächst eine Annäherung des Wellenabschnittes 4 an den Wellenabschnitt 6, bis das Ende des ersten Wellenabschnittes 4, der durch das erste Kupplungsteil 19 repräsentiert wird, in Annäherung zum Zentriertrichter 47 gelangt und von diesem eine radiale Ausrichtung erfährt, so daß der konische Teil des Zapfenabschnittes 30 des Zentrierzapfens 29 eine weitere Zentrierung übernimmt, nachdem er zunächst die Bohrung des ersten Kupplungsteils passiert hat und in die Bohrung 16 des ersten Profilrohres 12 gelangt ist. Anschließend erfolgt eine Annäherung der beiden Kreuzgelenke 8, 24 zueinander, das heißt der Zentrierzapfen 29 taucht tiefer in das erste Profilrohr 12 hinein und gleichzeitig bewegen sich die beiden Kupplungsteile 19, 40 aufeinander zu, bis das erste Kupplungsteil 19 mit seinen ersten Klauen 20, 21 beispielsweise gegen die zweiten Klauen 41, 42 des zweiten Kupplungsteiles anstößt und bei weiterer Ineinanderbewegung der beiden Wellenabschnitte 4, 6 das zweite Kupplungsteil 40 zusammen mit der Stellhülse 34 auf dem zweiten Profilrohr 28 eine Verstellung gegen die Kraft der Feder 38 in Richtung auf das zweite Kreuzgelenk 24 erfährt. Wird nun der Drehantrieb in Bewegung gesetzt, so daß zum Beispiel der zweite Wellenabschnitt 6 rotiert, so tritt eine Relativdrehung der beiden Kupplungsteile 19, 40 um die Längsachse 13 ein, bis jeweils die ersten Klauen 20, 21in übereinstimmende Lage zu den zweiten Lücken 43, 44 und die zweiten Klauen 41, 42 in übereinstimmende Lage zu den ersten Lücken 22, 23 gekommen sind. Ist diese Stellung erreicht, erfolgt eine Verschiebung des zweiten Kupplungsteils 40 mit der Stellhülse 34 auf dem zweiten Profilrohr 28 aufgrund der Feder 38 vom zweiten Kreuzgelenk 24 weg, bis die Kupplungsteile 19, 40 sich in der eingerasteten Position befinden.

Bezugszeichenliste

1 Mähwerk eines Maispflückers

2 Mittelteil

3, 3' Seitenteil

4 erster Wellenabschnitt

5 erster Halter

6 zweiter Wellenabschnitt

7 zweiter Halter

8 erstes Kreuzgelenk

9 erste Anschlußgabel

10 erstes Zapfenkreuz

11 erste Gelenkgabel

12 erstes Profilrohr

13 Längsachse

14, 15 Rippen

16 Bohrung

17 erstes Schutzrohr

18 erster Schutztrichter

19 erstes Kupplungsteil

20, 21 erste Klauen

22, 23 erste Lücken

24 zweites Kreuzgelenk

25 zweite Anschlußgabel

26 zweite Gelenkgabel

27 zweites Zapfenkreuz

28 zweites Profilrohr

29 Zentrierzapfen

30 Zapfenabschnitt

31 Rohrabschnitt

32 Distanzrohr

33 Stirnfläche des zweiten Profilrohres

34 Stellhülse

35 erste Stirnfläche

36 zweite Stirnfläche

37 Anschlag

38 Druckfeder

39 Anlagefläche

40 zweites Kupplungsteil

41, 42 zweite Klauen

43, 44 zweite Lücken

45 zweites Schutzrohr

46 zweiter Schutztrichter

47 Zentriertrichter

48 Stützscheibe


Anspruch[de]
  1. 1. Gelenkwelle zum Antrieb von oder in Antrieben von Landmaschinen, mit einem ersten Wellenabschnitt (4), umfassend ein erstes Kreuzgelenk (8) und ein daran angeschlossenes erstes Profilrohr (12), mit einem zweiten Wellenabschnitt (6), umfassend ein zweites Kreuzgelenk (24) und ein daran angeschlossenes zweites Profilrohr (28) mit einem vom Kreisquerschnitt abweichenden Querschnitt, mit Mitteln zum Kuppeln der beiden Wellenabschnitte (4, 6), umfassend eine dem ersten Profilrohr (12) zugeordnete Zentrierführung (16) und einen dem zweiten Profilrohr (28) zugeordneten Zentrierzapfen (29), der im Querschnitt rund und zum freien Querschnitt der Bohrung (16) des ersten Profilrohres (12) passend ausgebildet ist und über das Profilrohr (28) in Richtung der Längsachse (13) vorsteht, welche zur Ausrichtung der beiden Wellenabschnitte (4, 6) dienen, wobei die Wellenabschnitte (4, 6) im gekuppelten Zustand eine gemeinsame Längsachse (13) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Kuppeln der beiden Wellenabschnitte (4, 6) ferner eine Klauenkupplung mit einem ersten und zweiten Kupplungsteil (19, 40) umfassen, daß das erste Kupplungsteil (19) an dem dem ersten Kreuzgelenk (8) entfernten Ende des ersten Profilrohres (12) mit in Richtung von diesem weg weisenden ersten Klauen (20, 21) angebracht ist und daß das zweite Kupplungsteil (40) an dem zweiten Profilrohr (28) drehfest und gegen Federkraft in Richtung des zweiten Kreuzgelenkes (24) entlang der Längsachse (13) verstellbar angeordnet ist und zweite Klauen (41, 42) besitzt, die in Richtung des ersten Kupplungsteiles (19) weisen.
  2. 2. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kupplungsteil (40) mittels einer Stellhülse (34), die zum zweiten Profilrohr (28) passend ausgebildet ist, auf dem zweiten Profilrohr (28) verstellbar und drehfest geführt ist.
  3. 3. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klauen (20, 21; 41, 42) der beiden Kupplungsteile (19, 40) nur einen Eingriff in zwei um die Längsachse (13) um 180° verdrehte Stellungen zulassen.
  4. 4. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellweg des zweiten Kupplungsteiles (40) vom zweiten Kreuzgelenk (24) weg durch einen Anschlag (37) begrenzt ist.
  5. 5. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrierzapfen (29) aus einem konisch zulaufenden massiven Zapfenabschnitt (30) und einem diesen aufnehmenden und mit dem zweiten Kreuzgelenk (24) und/oder dem zweiten Profilrohr (28) verbundenen Rohrabschnitt (31) besteht.
  6. 6. Gelenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Profilrohre (12, 28) und die Stellhülse (34) aus Rohren gebildet sind, welche zwei diametral von der Längsachse (13) nach außen gerichtete Ausformungen in Form von sich parallel zur Längsachse (13) erstreckenden Rippen (14, 15) aufweisen.






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