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Dokumentenidentifikation DE19730361A1 20.05.1998
Titel Fahrzeugkran
Anmelder Liebherr-Werk Ehingen GmbH, 89584 Ehingen, DE
Erfinder Willim, Hans-Dieter, 89079 Ulm, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 15.07.1997
DE-Aktenzeichen 19730361
Offenlegungstag 20.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1998
IPC-Hauptklasse B66C 23/72
IPC-Nebenklasse B66C 23/36   B66C 23/687   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugkran mit einer auf dem Fahrzeugrahmen gelagerten Drehbühne mit einem Hubwerk, auf der das Anlenkstück eines Teleskopauslegers, der durch Hydrozylinder verschwenkbar ist, gelagert ist.

Die Tragfähigkeit eines derartigen Fahrzeugkrans ist durch seine Standsicherheit so wie die Festigkeit seiner einzelnen Komponenten begrenzt. Zur Erhöhung der Tragfähigkeit ist es bekannt, an der dem Teleskopausleger gegenüberliegenden Seite der Drehbühne Ballast anzuordnen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Tragfähigkeit eines Fahrzeugkrans der eingangs angegebenen Art wesentlich zu erhöhen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Gegenausleger, an den ein Ballast angehängt werden kann, und ein diesen verschwenkender Hydrozylinder an einem Tragrahmen angelenkt sind, der an mindestens zwei Verbindungspunkten derart mit der Drehbühne verbolzbar ist, daß nach dem Herstellen der im Bereich des Anlenkstücks befindlichen Bolzenverbindung durch Aufwippen des zusammengeschobenen Auslegers der andere Verbindungspunkt der Bolzenverbindung in seine Verbolzungsposition an der Drehbühne verschwenkbar ist.

Der erfindungsgemäße Fahrzeugkran weist als Zusatzausrüstung einen Gegenausleger auf, durch dessen Anbau sich dieser zu einem Derrick-Kran mit sehr viel höherer Tragfähigkeit umrüsten läßt. Zum Anbau des Gegenauslegers wird dieser mit einem Hilfskran in der Weise auf den zusammengeschobenen und auf das Fahrzeug abgesenkten Teleskopausleger aufgesetzt, daß sich der Tragrahmen des Gegenauslegers an einem Verbindungspunkt, der sich im Bereich der Anlenkung des Anlenkstücks des Teleskopauslegers auf der Drehbühne befindet, mit der Drehbühne verbolzen läßt. Anschließend wird der Gegenausleger durch den Hilfskran vollständig auf das Anlenkstück abgesenkt, wobei sich der Gegenausleger auf dem Anlenkstück über einen Stützschuh oder eine Stützeinrichtung, die auf dem Anlenkstück oder dem Gegenausleger gleiten kann, abstützt. Sodann wird der zusammengeschobene Ausleger durch seine Wippzylinder aufgewippt, bis der zweite Verbindungspunkt des Tragrahmens in seine Verbolzungsposition an der Drehbühne verschwenkt worden ist, so daß in dieser Stellung der Tragrahmen durch Verbolzung vollständig mit der Drehbühne verbunden werden kann. Nach dieser Verbolzung läßt sich der Gegenausleger nach hinten verschwenken, so daß nach Einscheren des Halte- oder Verstellseils und Anhängen der Ballast der Kranbetrieb aufgenommen werden kann.

Zweckmäßigerweise sind in den Gegenausleger eine Verstellwinde und eine Ballastwinde eingebaut. Diese Winden können mit Hydraulikmotoren versehen sein, so daß diese betriebsbereit sind, sobald die Versorgungsleitungen an die Druckölversorgung des Grundkrans angeschlossen sind.

Zweckmäßigerweise bleibt das Verstellseil im eingezogenen Zustand über eine an der Gegenauslegerspitze gehaltene Unterflasche eingeschert, deren Traglasche im auf dem zusammengeschobenen Ausleger flach liegend aufgesetzten Zustand des Gegenauslegers mit dem äußeren Randbereich eines teleskopierbaren Schusses verbindbar ist. Nach Herstellen dieser Verbindung kann nach entsprechendem Aufwippen des Teleskopauslegers der Gegenausleger mit dem Wippzylinder nach hinten abgesenkt werden, so daß durch entsprechende Betätigung der Verstellwinde das Verstellseil von dieser abgezogen wird.

Weiterhin kann auch das Ballastseil im eingezogenen Zustand über eine an der Gegenauslegerspitze gehaltene Unterflasche eingeschert sein, so daß dieses zum Anhängen des Ballastes nur ausgezogen zu werden braucht.

Zweckmäßigerweise ist die Traglasche der Unterflasche mit einem die Ballastplatten halternden Gestell verbunden, das in der Transportposition auf dem Gegenausleger abgesetzt ist. Dabei sollte das Gestell ein solches Gewicht aufweisen, daß es nach entsprechender Betätigung der Ballastwinde das Ballastseil auszieht.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Teleskopausleger und dessen Wippzylinder sowie der Gegenausleger und dessen Wippzylinder so ausgelegt sind, daß im Kranbetrieb der Teleskopausleger durch das Verstellseil wippbar ist. Zu diesem Zweck werden die Wippzylinder des Teleskopauslegers auf Schwimmstellung geschaltet. Dabei können die Wippzylinder des Teleskopauslegers zusätzlich die Funktion einer Rückhaltesicherung übernehmen, die ein Überkippen des Teleskopauslegers bei Windlasten von vorn oder abreißender Last gewährleisten.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß mit der Rückseite des Anlenkstücks eine Hubwinde für den Wippspitzenbetrieb verbindbar ist. Zu diesem Zweck kann das Verstellseil zwischen dem Derrick-Ausleger und dem Teleskopausleger über zwei seitlich angeordnete Gruppen von Seilscheiben in der Weise eingeschert sein, daß ein mittlerer Freiraum vorhanden ist, durch den hindurch die Verstellflasche für den Wippspitzenbetrieb läuft. Die Winde für den Wippspitzenbetrieb kann mit dem Anlenkstück des Teleskopauslegers in der Weise verbolzt werden, daß diese gleichsam auf dem Nacken des Anlenkstücks sitzt.

Da der Teleskopausleger mit der angebauten Wippspitze weitgehend durch den Gegenausleger und den Ballast ausbalanciert ist, vermag die Wippspitze in jeder Stellung des Teleskopauslegers hohe Lasten aufzunehmen.

Die Standsicherheit wird durch den Derrick-Ausleger und den Schwebeballast wesentlich verbessert. Die Biegebelastung des Teleskopauslegers wird in Folge der Rückspannung zum Derrick-Ausleger wesentlich reduziert.

Trotz des angebauten Gegenauslegers weist der erfindungsgemäße Teleskopkran eine gute Manövierbarkeit auf. Durch Aufwippen des Gegenauslegers kann der Ballast soweit zur Drehachse der Drehbühne hin verschwenkt werden, daß sich in etwa das gleiche nach hinten wirkende Moment ergibt, das auftreten würde, wenn der Ballast direkt an der Drehbühne angebolzt wäre. Mit entsprechend die Drehachse der Drehbühne angenäherten Ballast läßt sich der Kran auch ohne Last bei steiler Auslegerstellung um 360° drehen, ohne ein Überkippen nach hinten befürchten zu müssen.

Bei steilen Auslegerstellungen, in denen nur ein kleines Lastmoment vorhanden ist, läßt sich der Ballast sehr dicht an die Drehbühne heranschwenken, so daß der rückwertige Drehradius des Ballastes sehr klein wird.

Der erfindungsgemäß vorgesehene Gegenausleger ist eine Zusatzeinrichtung des durch den Fahrzeugkran gebildeten Grundkrans, der sich einfach und schnell anbauen und auch wieder abbauen läßt, ohne daß der Grundkran mit grundsätzlichen Änderungen versehen werden müßte. Da sich der Gegenausleger und der Ballast getrennt transportieren lassen, wird das Gesamtgewicht des Fahrzeugkrans nicht erhöht, so daß sich das durch die Straßenverkehrszulassungsbestimmungen vorgegebene Gesamtgewicht problemlos einhalten läßt.

Durch die Rückspannung des Teleskopauslegers durch den Gegenausleger wird eine wesentliche Verringerung des auf den Teleskopausleger wirkenden Biegemoments erreicht, so daß insbesondere bei mittleren und großen Ausladungen erhebliche Steigerungen der Traglast erreicht werden. Mit der erfindungsgemäßen Derrick- Einrichtung wird durch entsprechende Abspannung der Teleskopausleger entlastet. Weiterhin tritt auch die für andere Komponenten durch den großen rückwärtigen Ballastradius eine Entlastung ein, wie dies bei üblichen Derrick-Einrichtungen bei Gittermastkranen bekannt ist.

Der erfindungsgemäße Fahrzeugkran schafft für den Kranbetreiber den Vorteil, daß er mit einem verhältnismäßig geringem Investitionsaufwand die Tragfähigkeit des Krans nahezu verdoppeln kann. Der Grundkran kann nach wie vor als üblicher Teleskopkran eingesetzt werden, wobei dieser den Straßenverkehrszulassungsbestimmungen genügt. Der Grundkran läßt sich in üblicher Weise schnell und einfach zu seinen unterschiedlichen Einsatzorten verfahren. Nur bei Schwerlasthüben, die relativ selten vorkommen werden, wird die erfindungsgemäße Zusatzeinrichtung angebaut.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich auch daraus, daß die erfindungsgemäße Zusatzeinrichtung bei einem Wippspitzenbetrieb des Fahrzeugkrans zu einer wesentlichen Erhöhung der Traglast führt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Fahrzeugkrans mit eingefahrenem und abgesenktem Teleskopausleger, auf den ein Gegenausleger aufgesetzt ist, der mit einer Seite seines Tragrahmens mit der Drehbühne verbolzt ist,

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung des Fahrzeugkrans nach Drehung der Drehbühne um 180°,

Fig. 3 eine Seitenansicht des Fahrzeugkrans nach Fig. 2, bei dem der Teleskopausleger soweit aufgewippt worden ist, daß sich der Tragrahmen des Gegenauslegers mit seiner zweiten Verbindungsstelle an der Drehbühne verbolzen läßt,

Fig. 4 den Fahrzeugkran nach den Fig. 1 bis 3 mit aufgewipptem und ausgefahrenem Teleskopausleger und abgesenktem Gegenausleger mit an diesen angehängtem Ballast,

Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht des Fahrzeugkrans, bei dem der Gegenballast nahe an die Drehbühne herangeschwenkt ist,

Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung der mit den äußeren Kragen des zweiten austeleskopierbaren Schusses verbolzten Lasche der Unterflasche des Verstellseils aus Fig. 1,

Fig. 7 eine entsprechende Darstellung der mit dem äußeren Kragen des zweiten austeleskopierbaren Schusses verbolzten Lasche der Unterflasche des Verstellseils in dem aus Fig. 3 ersichtlichen aufgewippten Zustand des Teleskopauslegers,

Fig. 8 eine Seitenansicht des auf einen Tieflader verladenen Gegenauslegers und

Fig. 9 eine Seitenansicht des auf einen Schwerstlastkran umgerüsteten Fahrzeugkrans.

Aus Fig. 1 ist ein Kranfahrzeug mit ausgefahrenen Stützen ersichtlich, auf dessen Fahrzeugrahmen 1 eine Drehbühne 2 gelagert ist, die in üblicher Weise durch einen diese mit dem Fahrzeugrahmen verbindenden Drehkranz verdrehbar ist. Auf der Drehbühne ist um eine horizontale Drehachse 3 das Anlenkstück 4 des Teleskopauslegers schwenkbar gelagert, aus dem die Teleskopschüsse 5 bis 7 austeleskopierbar sind. An dem Anlenkstück 4 sind beidseits die Kolbenstangen von Wippzylindern 8 angelenkt, die um die fluchtenden Achsen 9 gelenkig mit der Drehbühne 2 verbunden sind. Mit der Drehbühne ist eine Kranführerkabine 10 verbunden, die aus der aus Fig. 1 ersichtlichen Transportstellung in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung beim Kranbetrieb verschwenkbar ist. Soweit ist der Fahrzeugkran üblicher Bauart, so daß auf eine nähere Beschreibung verzichtet werden kann.

Auf den aus Fig. 1 ersichtlichen Teleskopausleger ist mit einem nicht dargestellten Hilfskran ein Gegenausleger 11 aufgesetzt worden, der im Punkt 12 gelenkig mit einem Tragrahmen 13 verbunden ist. Der Gegenausleger 11 ist im Punkt 14 gelenkig mit der Kolbenstange 15 eines Hydrozylinders 16 verbunden, der im Punkt 17 an den Tragrahmen 13 angelenkt ist.

Der Gegenausleger des Tragrahmens wird durch den Hilfskran derart auf den Teleskopausleger 4 aufgesetzt, daß sich der Tragrahmen 13 mit seinem inneren Anlenkpunkt 18 mit Bohrungen der Drehbühne 2 verbolzen läßt. Die durch die Verbolzung gebildete gelenkige Verbindung des Tragrahmens 13 mit der Drehbühne 2 befindet sich in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise im Bereich der gelenkigen Verbindung 3 des Teleskopauslegers mit der Drehbühne. Im vorderen Bereich ist der Gegenausleger 11 mit einem Stützschutz 19 versehen, über den er sich gleitend auf dem Anlenkstück 4 des Teleskopauslegers abstützt.

Der Gegenausleger 11 trägt an seiner Spitze eine erste um die Achse 20 schwenkbare Traglasche 21, an der ein Satz von Seilrollen 22 gelagert ist. An der Lasche 21 ist ein Tragteil 23 für Seilrollen einer Unterflasche 24 gehaltert, deren Traglasche 25 in dem gegabelten Halteteil gehaltert ist. Durch entsprechendes Anheben des Gegenauslegers 11 und Verschwenken des Halteteils 23 wird die Traglasche 25 der Unterflasche 4 in eine Position verbracht, in der sie sich in der aus den Fig. 5 und 6 ersichtlichen Weise zum Beispiel mit dem äußeren Kragen 26 des Teleskopschusses 6 verbolzen läßt. Anschließend wird die Drehbühne um 180° von der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung in die Stellung nach Fig. 2 verschwenkt. Durch Ausfahren der Wippzylinder 8 wird der zusammengeschobene Teleskopausleger sodann in die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung verschwenkt.

In den Gegenausleger 11 ist eine Verstellwinde 28 und eine Ballastwinde 29 eingebaut, deren Hydromotoren nach Anschluß der entsprechenden Hydraulikleitungen von der Hydraulikanlage des Fahrzeugkrans mit Drucköl versorgt werden.

Aus der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung wird das Anlenkstück mit den eingefahrenen Teleskopschüssen über die Wippzylinder in die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung ausgerichtet, wobei der äußere Verbindungspunkt 30 des Tragrahmens 13 in Richtung auf die äußeren Verbindungsbohrungen 31 der Drehbühne 2 verschwenkt werden, so daß die korrespondierenden Bohrungen in ihrer fluchtenden Stellung verbolzt werden können. Nachdem der Gegenausleger 11 über seinen Tragrahmen 13 in der vorstehend beschriebenen Weise mit der Drehbühne 2 verbolzt worden ist, wird der Gegenausleger 11 über seinen Zylinder 16 nach hinten verschwenkt, wobei nach Freischaltung der Verstellwinde 28 das über die Seilflaschen 22, 24 eingescherte Verstellseil ausgezogen wird.

Auf der Achse 20 an der Spitze des Gegenauslegers 11 ist weiterhin eine Traglasche 34 gelagert, auf der ein Satz von Seilrollen 35 gelagert ist. Mit der Lasche ist weiterhin ein Tragteil 36 verbunden, das der Halterung der Seilrollen der Unterflasche 37 mit Traglasche 38 dient. An der Traglasche 38 ist in nicht dargestellter Weise ein Gestell ankuppelbar, das der Halterung der Ballastplatten dient. Dieses Gestell 39 hat ein so großes Gewicht, daß es in der aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung des Gegenauslegers das Ballastseil von der Ballastwinde abzieht, so daß das Gestell zur Aufnahme des Ballastplatten 40 abgesenkt werden kann.

Nach Ausfahren der Teleskopschüsse 5 bis 7 befindet sich der auf einen Derrick- Kran umgerüstete Fahrzeugkran in seiner Betriebsstellung.

Beim Kranbetrieb hält der Zylinder 16 den Gegenausleger 11 in der dem jeweiligen Lastzustand des Krans entsprechenden Stellung, aus der der Teleskopausleger nur über die Verstellwinde 29 abgelassen und angehoben werden kann. Im Kranbetrieb mit Gegenausleger werden die Wippzylinder 8 des Teleskopauslegers auf Schwimmschaltung geschaltet, so daß sie funktionslos sind. Die Wippzylinder 8 können jedoch als Rückhaltesicherung dienen, indem sie den größten Wippwinkel des Teleskopauslegers in der Weise beschränken, daß ein Überkippen des Teleskopauslegers bei Windlasten oder abreißender Last verhindert ist.

Aus Fig. 5 ist der Fahrzeugkran in einem Zustand ersichtlich, in dem durch Aufwippen des Derrickauslegers der rückwärtige, von der Spitze des Gegenauslegers 11 beschriebene Radius soweit verringert ist, daß sich der Ballast 40 innerhalb der Abstützbasis befindet, so daß der Kran auch ohne Last gedreht werden kann. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber bekannten Derrick-Kranen, bei denen der Ballast von einem Hilfskran für den neuen Lastfall umgesetzt werden muß.

Aus Fig. 8 ist der Transport des Gegenauslegers auf einem besonderen Sattelschlepper ersichtlich. Soll der erfindungsgemäße Fahrzeugkran als Derrick-Kran betrieben werden, wird der getrennt transportierte Gegenausleger 11 mit einem Hilfskran auf den Teleskopausleger aufgesetzt.

Aus Fig. 9 ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Krans ersichtlich, der auf einen Schwerlastkran mit großer Tragfähigkeit umgerüstet ist. An den Kragen des Auslegeranlenkstücks 4 oder des ersten austeleskopierbaren Schusses ist eine Zusatzflasche 50 angebolzt. Zusätzlich zu der Hakenflasche 51, die an das obere Ende des inneren Teleskopschusses angehängt ist, ist eine an den Kragen des Anlenkstücks 4 oder des ersten austeleskopierbaren Schusses angehängte weitere Hakenflasche 52 vorgesehen. Zur Betätigung dieser Hakenflasche ist eine besondere Winde 53 vorgesehen, die auf dem Rücken des Anlenkschusses 4 befestigt ist.

Selbstverständlich ist es auch möglich, den erfindungsgemäßen auf einen Derrick- Kran umgerüsteten Kran mit zusätzlichen an die Spitze des Teleskopauslegers befestigten und eventuell auf wippbaren Nadelauslegern zu versehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugkran mit einer auf dem Fahrzeugrahmen (1) gelagerten Drehbühne (2) mit Hubwerk, auf der das Anlenkstück (4) eines Teleskopauslegers, der durch Hydrozylinder (8) verschwenkbar ist, gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gegenausleger (11), an den ein Ballast (40) angehängt werden kann, und ein diesen verschwenkender Hydrozylinder (16) an einem Tragrahmen (13) angelenkt sind, der an mindestens zwei Verbindungspunkten (12, 30) derart mit der Drehbühne (2) verbolzbar ist, daß nach dem Herstellen der im Bereich des Anlenkstücks (4) befindlichen Bolzenverbindung (12) durch Aufwippen des zusammengeschobenen Auslegers oder Anheben mit einem Hilfskran der andere Verbindungspunkt (30) der Bolzenverbindung in seine Verbolzungsposition (31) der Drehbühne (2) verschwenkbar ist.
  2. 2. Fahrzeugkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gegenausleger (11) eine Verstellwinde (28) und eine Ballastwinde (29) eingebaut sind.
  3. 3. Fahrzeugkran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellseil im eingezogenen Zustand über eine an der Gegenauslegerspitze (11) gehaltene Unterflasche (24) eingeschert bleibt, deren Traglasche (25) im auf dem zusammengeschobenen Ausleger flachliegend aufgesetzten Zustand des Gegenauslegers mit dem äußeren Randbereich (26) eines austeleskopierbaren Schusses (5 bis 7) verbindbar ist.
  4. 4. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballastseil im eingezogenen Zustand über eine an der Gegenauslegerspitze gehaltene Unterflasche (37) eingeschert ist.
  5. 5. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Traglasche (38) der Unterflasche (37) mit einem die Ballastplatten (40) halternden Gestell verbunden ist, das in der Transportposition auf den Gegenausleger (11) abgesetzt ist.
  6. 6. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballastseil durch das Gewicht des Gestells ausziehbar ist.
  7. 7. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Kranbetrieb der Teleskopausleger durch das Verstellseil wippbar ist.
  8. 8. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Rückseite des Anlenkstücks (4) des Teleskopauslegers ein Hubwerk für den Wippspitzenbetrieb verbindbar ist.






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