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Dokumentenidentifikation DE19648330A1 28.05.1998
Titel Kraftfahrzeugkarosserie
Anmelder Adam Opel AG, 65428 Rüsselsheim, DE
Erfinder Springer, Peter, Dipl.-Ing. (FH), 65462 Ginsheim-Gustavsburg, DE;
Hambrech, Thomas, Dipl.-Ing. (FH), 55257 Budenheim, DE
DE-Anmeldedatum 22.11.1996
DE-Aktenzeichen 19648330
Offenlegungstag 28.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.1998
IPC-Hauptklasse B60R 13/06
IPC-Nebenklasse B60R 13/07   B60J 1/02   
Zusammenfassung Eine Kraftfahrzeugkarosserie hat eine auf eine Stirnwandabdeckung (3) geklebte Windschutzscheibe (2) und einen Wasserabweiser (7) an der Unterseite der Windschutzscheibe (2). Eine Zierleiste (10), welche den Spalt zwischen der Unterkante der Windschutzscheibe (2) und dem Wasserabweiser (7) abdeckt, ist zum gleichzeitigen Befestigen an dem Wasserabweiser (7) und der Stirnwandabdeckung (3) und dadurch zum Verbinden des Wasserabweisers (7) mit der Stirnwandabdeckung (3) ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugkarosserie mit einer auf eine Stirnwandabdeckung geklebten Windschutzscheibe und einem Wasserabweiser an der Unterseite der Windschutzscheibe, welcher mit einem geringen Abstand zur Unterkante der Windschutzscheibe endet und bei der der Spalt zwischen der Unterkante der Windschutzscheibe und dem Wasserabweiser durch eine an der Stirnwandabdeckung befestigte und dichtend gegen die Windschutzscheibe und dem Wasserabweiser anliegende Zierleiste abgedeckt ist.

Solche Kraftfahrzeugkarosserien sind bei heutigen Personenkraftwagen üblich und deshalb allgemein bekannt. Als Beispiel für den Stand der Technik sei auf die DE-A-36 06 810 verwiesen, die allerdings eine Zierleiste zeigt, welche mittels Schrauben am Wasserabweiser befestigt ist.

Üblicherweise wird der Wasserabweiser, welcher meist aus Kunststoff besteht, durch Clipsverbindungen an der Stirnwandverstärkung befestigt. Deshalb müssen am Wasserabweiser Clipse angeformt und in der Stirnwandverstärkung entsprechende Clipsaufnahmen vorgesehen werden, was aufgrund der groben Toleranzen von Kraftfahrzeugkarosserien zu Toleranzproblemen führen kann und erhebliche Fertigungskosten verursacht. Weiterhin treten bei den bisherigen Wasserabweisern Abdichtungsprobleme im Bereich zwischen der Windschutzscheibe und dem Wasserabweiser auf.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraftfahrzeugkarosserie der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß die Befestigung des Wasserabweisers besonders einfach und toleranzunabhängig erfolgen kann, damit keine Dichtprobleme in diesem Bereich auftreten.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zierleiste zum gleichzeitigen Befestigen an dem Wasserabweiser und der Stirnwandabdeckung und dadurch zum Verbinden des Wasserabweisers mit der Stirnwandabdeckung ausgebildet ist.

Durch diese Gestaltung wird die Zierleiste zu einem Verbindungselement, durch welches der Wasserabweiser mit der Stirnwandabdeckung verbunden ist. Sie erhält durch die Erfindung zusätzlich zu ihrer Funktion als Dichtelement und Zierelement die Funktion eines Befestigungselementes für den Wasserabweiser. Dadurch braucht der Wasserabweiser in diesem Bereich nicht mehr durch Clipse oder andere Befestigungsmittel mit der Karosserie verbunden zu werden, vielmehr übernimmt die Zierleiste diese Aufgabe. Zugleich hat das den Vorteil, daß der Wasserabweiser mittels der Zierleiste stets in eine genaue Position zur Stirnwandabdeckung und damit auch zur Unterkante der Windschutzscheibe gebracht wird, wodurch die Ausführung toleranzunempfindlich wird und dieser Karosseriebereich optisch sauber gestaltet ist.

Um die Funktion eines Befestigungselementes für den Wasserabweiser zu erfüllen, kann die Zierleiste sehr unterschiedlich gestaltet sein. Eine besonders einfache Ausführungsform besteht darin, daß die Stirnwandabdeckung und der Wasserabweiser jeweils einen quer zur Ebene der Windschutzscheibe gerichteten, einander zugewandten und parallel zueinander verlaufenden Haltesteg aufweisen und die Zierleiste einen U-förmigen Klemmabschnitt hat, welcher im montierten Zustand der Zierleiste über die beiden Haltestege greift.

Der Haltesteg des Wasserabweisers kann sehr einfach dadurch gebildet werden, daß gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung der Haltesteg des Wasserabweisers durch das freie Ende einer U-förmigen Abbiegung an der der Windschutzscheibe zugewandten Seite des Wasserabweisers gebildet ist.

Die Montage des Wasserabweisers ist besonders einfach, wenn der Wasserabweiser mit der Basis seiner U-förmigen Abbiegung auf einer Stirnwandverstärkung aufsitzt und dort durch in Durchbrechungen der Stirnwandverstärkung eingreifende Vormontagerippen vor der Verbindung mit der Stirnwandabdeckung durch die Zierleiste vorfixiert ist.

Bei Kraftfahrzeugkarosserien verläuft der Haltesteg der Stirnwandabdeckung oftmals nicht völlig eben, vielmehr kann er über seine hänge durch Verzug geringfügig gewellt sein. Solche Unregelmäßigkeiten beeinflussen die richtige Positionierung des Wasserabweisers nicht, wenn der Haltesteg des Wasserabweisers über seine Breite mehrere zum Haltesteg der Stirnwandabdeckung gerichtete und im montierten Zustand gegen diese anliegende Abstandshalter hat.

Die Abstandshalter können mit sehr geringem Kostenaufwand am Wasserabweiser angeformt werden, indem die Abstandshalter durch im Abstand von mehreren cm am Haltesteg angespritzte Rippen gebildet sind.

Die Zierleiste ist gegen ein unbeabsichtigtes Loskommen von den Haltestegen besonders gut gesichert) wenn der Klemmabschnitt der Zierleiste an der Innenseite seiner beiden Schenkel schräg zum jeweiligen Haltesteg hin gerichtete und widerhakenartig gegen diese anliegende Klemmlippen aufweist.

Der Klemmabschnitt vermag hohe Klemmkräfte zu erzeugen, ohne daß hierzu die Zierleiste insgesamt aufwendig gestaltet sein und damit teuer in der Herstellung werden muß, wenn gemäß einer ganz besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung der Klemmabschnitt als ein zunächst von der Zierleiste getrenntes, eine U-förmige Metallverstärkung aufweisendes, separates Bauteil ausgebildet und mit seiner Basis in eine Ausnehmung des übrigen Zierleistenkörpers befestigt ist.

Die Erfindung läßt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon schematisch in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in

Fig. 1 einen Mittellängsschnitt durch einen unterhalb der Windschutzscheibe liegenden Anschlußbereich einer Kraftfahrzeugkarosserie,

Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 im Maßstab vergrößerten, für die Erfindung wesentlichen und in Fig. 1 mit II gekennzeichneten Bereich des Anschlußbereiches.

In der Fig. 1 ist ein Rahmenprofil 1 dargestellt, welches zu einer Windschutzscheibe 2 hin eine Stirnwandabdeckung 3 und eine darunter verlaufende Stirnwandverstärkung 4 bildet. Auf der Stirnwandabdeckung 3 ist die Windschutzscheibe 2 mittels Scheibenkleber 5 befestigt.

Das Rahmenprofil 1 geht nach unten hin in einen Wasserkasten 6 über, welcher nach oben hin von einem Wasserabweiser 7 abgedeckt ist. Dieser hat im vorderen Bereich ein Lufteinlaßgitter 8. Zur Vorderseite hin ist dieses Lufteinlaßgitter 8 vom windschutzscheibenseitigen Ende einer Motorhaube 9 abgedeckt. Der Spalt zwischen der Unterkante der Windschutzscheibe 2 und dem Wasserabweiser 7 wird von einer Zierleiste 10 überbrückt.

Die Fig. 2 verdeutlicht die Gestaltung der Kraftfahrzeugkarosserie im Bereich zwischen dem Wasserabweiser 7 und der Windschutzscheibe 2. Zu erkennen ist dort, daß der Wasserabweiser 7 an seiner der Windschutzscheibe 2 zugewandten Seite eine U-förmige Abbiegung 11 hat, welche mit ihrer Basis 12 auf der Stirnwandverstärkung 4 aufsitzt und mit einem quer zur Ebene der Windschutzscheibe 2 ausgerichteten Haltesteg 13 endet. Der Haltesteg 13 hat zur Windschutzscheibe 2 hin gerichtete, als angeformte Rippen ausgebildete Abstandshalter 14, welche beispielsweise in einem Abstand von 50 mm am Haltesteg 13 angebracht sind. Die Basis 12 der Abbiegung 11 greift mit Vormontagerippen 15 in Durchbrechungen 16 der Stirnwandverstärkung 4.

Die Stirnwandabdeckung 3 hat genau wie der Wasserabweiser 7 einen quer zur Ebene der Windschutzscheibe 2 ausgerichteten und dadurch parallel zum Haltesteg 13 verlaufenden Haltesteg 17. Die Zierleiste 10 greift mit einem U-förmigen Klemmabschnitt 18 über diese beiden Haltestege 13, 17 und verbindet diese dadurch miteinander. Bei dem Klemmabschnitt 18 handelt es sich um ein separat zur übrigen Zierleiste 10 hergestelltes Bauteil, welches nach seiner Herstellung unlösbar in eine Ausnehmung 22 der Zierleiste 10 eingesetzt wurde. Es hat in seinem Inneren eine ebenfalls U-förmige Metallverstärkung 21. Zur Abdichtung zwischen der Stirnwandabdeckung 3 und der Stirnwandverstärkung 4 dient Dichtungsmaterial 23 unterhalb der Abstandshalter 14 am Fuß des Haltesteges 17.


Anspruch[de]
  1. 1. Kraftfahrzeugkarosserie mit einer auf eine Stirnwandabdeckung geklebten Windschutzscheibe und einem Wasserabweiser an der Unterseite der Windschutzscheibe, welcher mit einem geringen Abstand zur Unterkante der Windschutzscheibe endet und bei der der Spalt zwischen der Unterkante der Windschutzscheibe und dem Wasserabweiser durch eine an der Stirnwandabdeckung befestigte und dichtend gegen die Windschutzscheibe und den Wasserabweiser anliegende Zierleiste abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zierleiste (10) zum gleichzeitigen Befestigen an dem Wasserabweiser (7) und der Stirnwandabdeckung (3) und dadurch zum Verbinden des Wasserabweisers (7) mit der Stirnwandabdeckung (3) ausgebildet ist.
  2. 2. Kraftfahrzeugkarosserie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwandabdeckung (3) und der Wasserabweiser (7) jeweils einen quer zur Ebene der Windschutzscheibe (2) gerichteten, einander zugewandten und parallel zueinander verlaufenden Haltesteg (13, 17) aufweisen und die Zierleiste (10) eine U-förmigen Klemmabschnitt (18) hat, welcher im montierten Zustand der Zierleiste (10) über die beiden Haltestege (13, 17) greift.
  3. 3. Kraftfahrzeugkarosserie nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltesteg (13, 17) des Wasserabweisers (7) durch das freie Ende einer U-förmigen Abbiegung (11) an der der Windschutzscheibe (2) zugewandten Seite des Wasserabweisers (7) gebildet ist.
  4. 4. Kraftfahrzeugkarosserie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserabweiser (7) mit der Basis (12) seiner u-förmigen Abbiegung (11) auf einer Stirnwandverstärkung (4) aufsitzt und dort durch in Durchbrechungen (16) der Stirnwandverstärkung (4) eingreifende Vormontagerippen (15) vor der Verbindung mit der Stirnwandabdeckung (3) durch die Zierleiste (10) vorfixiert ist.
  5. 5. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltesteg (13) des Wasserabweisers (7) über seine Breite mehrere zum Haltesteg (17) der Stirnwandabdeckung (3) gerichtete und im montierten Zustand gegen diese anliegende Abstandshalter (14) hat.
  6. 6. Kraftfahrzeugkarosserie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (14) durch im Abstand von mehreren cm am Haltesteg (13) angespritzte Rippen gebildet sind.
  7. 7. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmabschnitt (18) der Zierleiste (10) an der Innenseite seiner beiden Schenkel schräg zum jeweiligen Haltesteg (13, 17) hin gerichtete und widerhakenartig gegen diese anliegende Klemmlippen (19, 20) aufweist.
  8. 8. Kraftfahrzeugkarosserie nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmabschnitt (18) als ein zunächst von der Zierleiste (10) getrenntes, eine U-förmige Metallverstärkung aufweisendes, separates Bauteil ausgebildet und mit seiner Basis in eine Ausnehmung (22) des übrigen Zierleistenkörpers befestigt ist.






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