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Dokumentenidentifikation DE19649093A1 28.05.1998
Titel Mikrobizide Mittel auf Basis von Thiophen-2-carbonsäure-Derivaten
Anmelder Bayer AG, 51373 Leverkusen, DE
Erfinder Fischer, Reiner, Dr.-Chem., 40789 Monheim, DE;
Lui, Norbert,Dr.-Chem., 51061 Köln, DE;
Dutzmann, Stefan, Dr.-Ing.(agr.), 40764 Langenfeld, DE;
Hänßler, Gerd, Dipl.-Landwirt, 51381 Leverkusen, DE
DE-Anmeldedatum 27.11.1996
DE-Aktenzeichen 19649093
Offenlegungstag 28.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.1998
IPC-Hauptklasse A01N 43/10
IPC additional class // C07D 333/40  
Zusammenfassung Neue mikrobizide Mittel auf Basis von teilweise bekannten Thiophen-2-carbonsäure-Derivaten der Formel
<formula>
in welcher
R1, R2 und n die in der Beschreibung angegebenen Bedeutungen haben,
und die Verwendung dieser Stoffe zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen.
Neue Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel
<formula>
in welcher
R1, R2 und p die in der Beschreibung angegebenen Bedeutungen haben,
und Verfahren zur Herstellung der Stoffe der Formel (Ia-1).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue mikrobizide Mittel auf Basis von teilweise bekannten Thiophen-2-carbonsäure-Derivaten und die Verwendung dieser Stoffe zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen. Außerdem betrifft die Erfindung auch neue Thiophen-2-carbonsäure-Derivate und ein Verfahren zu deren Herstellung.

Es ist bereits bekannt, daß bestimmte Halogen-thiophencarbonsäure-Derivate zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten eingesetzt werden können (vgl. EP-A 0 450 355 und WO 95-27 397). Die Wirksamkeit dieser vorbeschriebenen Verbindungen ist aber bei niedrigen Aufwandmengen nicht immer befriedigend.

Weiterhin sind schon mehrere 5-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäureester bekannt (vgl. Structure List der Maybridge Chemical Company 1996). Eine mikrobizide Wirksamkeit dieser Stoffe wurde bisher aber noch nicht erwähnt.

Es wurde nun gefunden, daß die teilweise bekannten Thiophen-2-carbonsäure- Derivate der Formel





in welcher

R1 für Halogen, Cyano, Nitro, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxy, Halogenalkoxy, Alkylthio, Halogenalkylthio, Phenyl oder Phenoxy steht,

n für ganze Zahlen von 0 bis 5 steht und

R2 für einen Rest der Formel





steht, worin

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R3 für Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Pyran- 4-yl, Thiopyran-4-yl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl steht, und

R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Alkenyl, Alkinyl, Alkoxycarbonylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkenyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Heterocyclyl stehen oder

R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

R6 für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzyl steht,

sehr gut zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen geeignet sind.

Überraschenderweise besitzen die erfindungsgemäß verwendbaren Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I) eine wesentlich bessere fungizide Wirksamkeit als die konstitutionell ähnlichsten, vorbekannten Thiophen-carbonsäure-Derivate gleicher Indikation.

Die erfindungsgemäßen verwendbaren Thiophen-2-carbonsäure-Derivate sind durch die Formel (I) allgemein definiert. Bevorzugt sind diejenigen Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I), in denen

R1 für Fluor, Chlor, Brom, Nitro, Cyano, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, Alkylthio mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkylthio mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, Phenyl oder Phenoxy steht,

n für die Zahlen 0, 1, 2, 3 oder 4 steht und

R2 für einen Rest der Formel





steht, worin

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R3 für Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, Alkoxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 2 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, Pyran-4- yl, Thiopyran-4-yl oder für Cycloalkyl mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen steht, das einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen und/oder Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,

oder

R3 für Cyloalkylalkyl mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil und 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Cycloalkylteil einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen und/oder Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,

oder

R3 für Phenyl steht, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen,

oder

R3 für Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Phenylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen, Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen,

und

R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen, Alkyloxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, Alkenyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkinyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkoxycarbonylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil,

oder für Cycloalkyl mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen stehen, wobei jeder der Cycloalkylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen und/oder Alkyl mit bis 4 Kohlenstoffatomen,

oder

für Cycloalkenyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen stehen, wobei jeder der Cycloalkenylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen und/oder Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,

oder

für Cycloalkylalkyl mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei jeder der Cycloalkylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen und/oder Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,

oder

für Phenyl stehen, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen,

oder

für Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei der Phenylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Halogen, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen,

oder

für Heterocyclyl mit 5 oder 6 Ringgliedern und 1 bis 3 Heteroatomen, wie Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel, stehen, wobei jeder Heterocyclus einfach oder zweifach substituiert sein kann durch Halogen, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen,

oder

R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

R6 für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Benzyl steht.

Besonders bevorzugt sind diejenigen Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I), in denen

R1 für Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, und/oder Chloratomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen, Alkylthio mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkylthio mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen, Phenyl oder Phenoxy steht, und

n für die Zahlen 0, 1, 2 oder 3 steht,

wobei R1 für gleiche oder verschiedene Reste stehen kann, wenn n für 2 oder 3 steht, und

R2 für einen Rest der Formel





steht, worin

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R3 für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, Alkoxyalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 2 oder 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, Pyran-4-yl, Thiopyran-4-yl oder für Cycloalkyl mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen steht, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

R3 für Cycloalkylalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil und 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Cycloalkylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

R3 für Phenyl steht, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen,

oder

R3 für Phenylalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Phenylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen,

und

R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 bis 3 Fluor-, Chlor- und/oder Bromatomen, Alkoxyalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, Alkenyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkinyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkoxycarbonylalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil und 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, oder für Cycloalkyl mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen stehen, wobei jeder der Cycloalkylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

für Cycloalkenyl mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen stehen, wobei jeder der Cycloalkenylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

für Cycloalkylalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei jeder der Cycloalkylreste einfach bis vierfach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

für Phenyl stehen, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen,

oder

für Phenylalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei der Phenylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen,

oder

für Heterocyclyl mit 5 oder 6 Ringgliedern und 1 bis 3 Heteroatomen, wie Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel, stehen, wobei jeder Heterocyclus einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen und/oder durch Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Fluor- und/oder Chloratomen,

oder

R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

R6 für Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Benzyl steht.

Ganz besonders bevorzugt sind diejenigen Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I), in denen

R1 für Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sek.-Butyl, iso-Butyl, tert.-Butyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Trifluormethoxy, Methylthio, Trifluormethylthio, Phenyl oder Phenoxy steht,

n für die Zahlen 0, 1, 2 oder 3 steht, wobei R1 für gleiche oder verschiedene Reste stehen kann, wenn n für 2 oder 3 steht, und

R2 für einen Rest der Formel





steht, worin

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R3 für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, iso-Butyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl, Alkyl, 2-Chlorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, Ethoxymethyl, Methoxyethyl, Ethoxyethyl, Pyran-4-yl, Thiopyran-4-yl oder für Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen steht, das einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

R3 für Cycloalkylalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil und 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Cycloalkylteil einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

R3 für Phenyl steht, das einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Isopropyl, tert.-Butyl, Methoxy, Ethoxy, Trifluormethyl, und/oder Trifluormethoxy,

oder

R3 für Phenylalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht, wobei der Phenylteil einfach bis dreifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Isopropyl, tert.-Butyl, Methoxy, Ethoxy, Trifluormethyl und/oder Trifluormethoxy,

und

R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, iso-Butyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl, 2-Chlorethyl, Ethoxymethyl, Methoxyethyl, Ethoxyethyl, Allyl, Propargyl, Methoxycarbonylmethyl, Ethoxycarbonylmethyl, Methoxycarbonylethyl, Ethoxycarbonylethyl, oder für Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen, wobei diese Cycloalkylreste einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein können durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

für Cycloalkenyl mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen stehen,

oder

für Cycloalkylalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil und 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei jeder der Cycloalkylreste einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl und/oder Ethyl,

oder

für Phenyl stehen, das einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Isopropyl, tert.-Butyl, Methoxy, Ethoxy, Trifluormethyl und/oder Trifluormethoxy,

oder

für Phenylalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil stehen, wobei der Phenylteil einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein kann durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Isopropyl, tert.-Butyl, Methoxy, Ethoxy, Trifluormethyl und/oder Trifluormethoxy,

oder

für Furyl, Tetrahydrofuryl, Tetrahydropyranyl, Thienyl, Pyrrolyl, Pyrrolidinyl, Pyrazolyl, Imidazolyl, Thiazolyl, Isothiazolyl, Oxazolyl, Isoxazolyl, Oxadiazolyl, Thiadiazolyl, Pyridinyl, Pyrimidinyl, Pyridazinyl, Pyrazinyl, 1,2,4-Triazolyl, Piperidinyl, Morpholinyl, Thiamorpholinyl oder Piperazinyl steht, wobei die Heterocyclen einfach oder zweifach, gleichartig oder verschieden substituiert sein können durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy und/oder Trifluormethyl, oder

R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 oder 5 Kohlenstoffatomen stehen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

R6 für Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Benzyl steht.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Thiophen-2-carbonsäure-Derivate sind teilweise bekannt (vgl. Structure List der Maybridge Chemical Company 1996).

Neu sind die Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel





in welcher

R1 für Halogen, Cyano, Nitro, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxy, Halogenalkoxy, Alkylthio, Halogenalkylthio, Phenyl oder Phenoxy steht,

p für ganze Zahlen von 1 bis 5 steht und

R2 für einen Rest der Formel





steht, worin

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R3 für Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Pyran- 4-yl, Thiopyran-4-yl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl steht, und

R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Alkenyl, Alkinyl, Alkoxycarbonylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkenyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Heterocyclyl stehen oder

R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

R6 für Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzyl steht.

Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I-a) lassen sich herstellen, indem man

  • a) Thiophen-2-carbonsäurechlorid-Derivate der Formel





    in welcher

    R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

    entweder

    α) mit Verbindungen der Formel



    H-X-R3 (III),



    in welcher

    R3 und X die oben angegebenen Bedeutungen haben,

    gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt
  • oder
  • β) mit Aminen der Formel





    in welcher
  • R4 und R5 die oben angegebenen Bedeutungen haben,

    gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt.


In analoger Weise lassen sich die bekannten Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I) herstellen.

In den Verbindungen der Formel (I-a) stehen R1 und R2 bevorzugt bzw. besonders bevorzugt für diejenigen Reste, die bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I) als bevorzugt bzw. besonders bevorzugt genannt wurden.

Verwendet man 5-Trifluormethyl-4-(4-chlor-phenyl)-thiophen-2-carbonsäurechlorid und Trifluorethanol als Ausgangsstoffe, so kann der Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante α) durch das folgende Formelschema veranschaulicht werden.



Verwendet man 5-Trifluormethyl-4-(4-chlor-phenyl)-thiophen-2-carbonsäurechlorid und Cyclohexylamin als Ausgangsstoffe, so kann der Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante β) durch das folgende Formelschema veranschaulicht werden.



Die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a) als Ausgangsstoffe benötigten Thiophen-2-carbonsäurechlorid-Derivate der Formel (II) sind bisher noch nicht bekannt. Sie lassen sich herstellen, indem man Thiophen-2-carbonsäure-ethylester der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit wäßrigen Alkalimetallhydroxid-Lösungen, wie z. B. Natronlauge, in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Ethanol, bei Temperaturen zwischen 10°C und 80°C umsetzt, dann ansäuert und die entstehenden Säuren der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit Chlorierungsmitteln, wie z. B. Thionylchlorid oder Oxalylchlorid, in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Methylenchlorid, bei Temperaturen zwischen 0°C und 80°C umsetzt.

Die bei dem obigen Verfahren als Ausgangsstoffe benötigten Thiophen-2-carbonsäure-ethylester der Formel (I-b) lassen sich herstellen, indem man

in einer ersten Stufe Benzylcyanide der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit Trifluoressigsäure-ethylester der Formel





in Gegenwart einer starken Base, wie z. B. Natriumethylat, und in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Ethanol, bei Temperaturen zwischen 0°C und 100°C umsetzt,

dann in einer zweiten Stufe die entstandenen α-Trifluoracetyl-phenyl-acetonitril-Derivate der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit Schwefelsäure in Gegenwart von Wasser bei Temperaturen zwischen 120°C und 180°C umsetzt,

in einer dritten Stufe die dabei erhaltenen Phenyl-propanon-Derivate der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit Phosphoroxychlorid in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Dimethylformamid, bei Temperaturen zwischen -10°C und 100°C umsetzt und

in einer vierten Stufe die entstandenen 2-Phenyl-but-2-enal-Derivate der Formel





in welcher

R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

mit Mercaptoessigsäure-ethylester der Formel





in Gegenwart einer starken Base, wie z. B. Natriumhydrid, und in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Tetrahydrofuruan, bei Temperaturen zwischen 0°C und 60°C umsetzt.

Die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a) als Reaktionskomponenten benötigten Verbindungen der Formeln (III) und (IV) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren herstellen.

Als Säurebindemittel kommen bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante α) alle üblichen anorganischen oder organischen Basen in Frage. Vorzugsweise verwendbar sind Erdalkalimetall- oder Alkali metallhydride-, hydroxide-, amide, alkoholate, acetate, carbonate oder hydrogencarbonate, wie beispielsweise Natriumhydrid, Natriumamid, Natriummethylat, Natriumethylat, Kalium-tert.-butylat, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumacetat, Kaliumacetat, Calciumacetat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Natriumhydrogencarbonat, ferner Ammoniumhydroxid, Ammoniumacetat oder Ammoniumcarbonat sowie tertiäre Amine, wie Trimethylamin, Triethylamin, N,N-Dimethylanilin, Pyridin, N-Methylpyridin, N,N-Dimethylaminopyridin, Diazabicyclooctan (DABCO), Diazabicyclononen (DBN) oder Diazabicycloundecan (DBU).

Als Verdünnungsmittel kommen bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante α) alle üblichen inerten organischen Solventien in Betracht. Vorzugsweise verwendbar sind aliphatische, alicyclische oder aromatische, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Benzin, Benzol, Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Petrolether, Hexan, Cyclohexan, Dichlormethan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff; Ether, wie Diethylether, Diisopropylether, Dioxan, Tetrahydrofuran oder Ethylenglykoldimethyl- oder diethylether, Nitrile, wie Acetonitril, Propionitril oder Benzonitril, Amide, wie N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, N-Methylformanilid, N-Methylpyrrolidon oder Hexamethylphosphorsäuretriamid oder Sulfoxide, wie Dimethylsulfoxid.

Das erfindungsgemäße Verfahren (a, Variante α) wird außerdem gegebenenfalls in Gegenwart eines geeigneten Katalysators durchgeführt. Als solche kommen insbesondere Kupfer-(I)-Salze, wie beispielsweise Kupfer(I)-chlorid in Frage. Hierbei kann der Zusatz von katalytischen Mengen eines geeigneten Phasentransferkatalysators, wie beispielsweise 15-Krone-5, 18-Krone-6 oder Tris-[2-(2-methoxyethoxy)-ethyl]-amin von Vorteil sein.

Die Reaktionstemperaturen können bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante α) in einem größeren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man bei Temperaturen zwischen -20°C und +180°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0°C und +150°C.

Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a) arbeitet man im allgemeinen unter Atmosphärendruck.

Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante α) setzt man auf 1 mol an Thiophen-2-carbonsäurechlorid-Derivat der Formel (II) im allgemeinen 1,0 bis 3,0 mol oder auch einen größeren Überschuß an Verbindung der Formel (III) sowie 1,0 bis 3,0 mol an Base ein. Die Aufarbeitung erfolgt nach üblichen Methoden.

Als Säurebindemittel kommen bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante β) alle üblichen anorganischen oder organischen Basen in Frage. Vorzugsweise verwendbar sind Erdalkalimetall- oder Alkalimetallhydride, -hydroxide-, -amide, -alkoholate, -acetate, -carbonate oder -hydrogencarbonate, wie beispielsweise Natriumhydrid, Natriumamid, Natriummethylat, Natriumethylat, Kalium-tert.-butylat, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumacetat, Kaliumacetat, Calciumacetat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Natriumhydrogencarbonat, ferner Ammoniumhydroxid, Ammoniumacetat oder Ammoniumcarbonat sowie tertiäre Amine, wie Trimethylamin, Triethylamin, Tributylamin, N,N-Dimethylanilin, Pyridin, N-Methylpiperidin, N,N-Dimethylaminopyridin, Diazabicyclooctan (DABCO), Diazabicyclononen (DBN) oder Diazabicycloundecen (DBU).

Als Verdünnungsmittel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante β) kommen inerte organische Lösungsmittel in Frage. Vorzugsweise verwendbar sind aliphatische, alicyclische oder aromatische, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Benzin, Benzol, Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Petrolether, Hexan, Cyclohexan, Dichlormethan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff; Ether, wie Diethylether, Diisopropylether, Dioxan, Tetrahydrofuran oder Ethylenglykoldimethyl- oder diethylether; Ketone, wie Aceton, Butanon oder Methyl-isobutyl-keton; Nitrile, wie Acetonitril, Propionitril oder Benzonitril; Amide, wie N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, N-Methylformanilid, N-Methylpyrrolidon oder Hexamethylphosphorsäuretriamid; Ester wie Essigsäuremethylester oder Essigsäureethylester oder Sulfoxide, wie Dimethylsulfoxid.

Das erfindungsgemäße Verfahren (a, Variante β) kann gegebenenfalls auch in einem Zweiphasensystem, wie beispielsweise Wasser/Toluol oder Wasser/Dichlormethan, gegebenenfalls in Gegenwart eines geeigneten Phasentransferkatalysators, durchgeführt werden. Als Beispiele für solche Katalysatoren seien genannt: Tetrabutylammoniumiodid, Tetrabutylammoniumbromid, Tetrabutylammoniumchlorid, Tributyl-methylphosphoniumbromid, Trimethyl-C13/C15-alkylammoniumchlorid, Trimethyl-C13/C15-alkylammoniumbromid, Dibenzyl-dimethyl-ammoniummethylsulfat, Dimethyl-C12/C14-alkyl-benzylammoniumchlorid, Dimethyl-C12/C14 -alkylbenzyl-ammoniumbromid, Tetrabutylammoniumhydroxid, Triethylbenzylammoniumchlorid, Methyltrioctylammoniumchlorid, Trimethylbenzylammoniumchlorid, 15-Krone-5, 18-Krone-6 oder Tris-[2-(2-methoxyethoxy)-ethyl]-amin.

Die Reaktionstemperaturen können bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante β) in einem größeren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man bei Temperaturen zwischen -20°C und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0°C und 120°G.

Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens (a, Variante β) setzt man auf 1 mol an Thiophen-2-carbonsäurechlorid-Derivat der Formel (II) im allgemeinen 1 bis 5 mol an Amin der Formel (IV) und gegebenenfalls 1 bis 5 mol an Säurebindemittel ein. Die Aufarbeitung erfolgt nach üblichen Methoden.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Stoffe weisen eine starke mikrobizide Wirkung auf und können zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen, wie Fungi und Bakteria, im Pflanzenschutz und im Materialschutz eingesetzt werden.

Fungizide lassen sich im Pflanzenschutz zur Bekämpfung von Plasmodiophoromycetes, Oomycetes, Chytridiomycetes, Zygomycetes, Ascomycetes, Basidiomycetes und Deuteromycetes einsetzen.

Bakterizide lassen sich im Pflanzenschutz zur Bekämpfung von Psdeudomonadaceae, Rhizobiaceae, Enterobacteriaceae, Corynebacteriaceae und Streptomycetaceae einsetzen.

Beispielhaft aber nicht begrenzend seien einige Erreger von pilzlichen und bakteriellen Erkrankungen, die unter die oben aufgezählten Oberbegriffe fallen, genannt:

Xanthomonas-Arten, wie beispielsweise Xanthomonas campestris pv. oryzae;

Pseudomonas-Arten, wie beispielsweise Pseudomonas syringae pv. lachrymans;

Erwinia-Arten, wie beispielsweise Erwinia amylovora;

Pythium-Arten, wie beispielsweise Pythium ultimum;

Phytophthora-Arten, wie beispielsweise Phytophthora infestans;

Pseudoperonospora-Arten, wie beispielsweise Pseudoperonospora humuli oder Pseudoperonospora cubensis;

Plasmopara-Arten, wie beispielsweise Plasmopara viti cola;

Bremia-Arten, wie beispielsweise Bremial actucae;

Peronospora-Arten, wie beispielsweise Peronospora pisi oder P. brassicae;

Erysiphe-Arten, wie beispielsweise Erysiphe graminis;

Sphaerotheca-Arten, wie beispielsweise Sphaerotheca fuliginea;

Podosphaera-Arten, wie beispielsweise Podosphaeral eucotricha;

Venturia-Arten, wie beispielsweise Venturia inaequalis;

Pyrenophora-Arten, wie beispielsweise Pyrenophora teres oder P. graminea (Konidienform: Drechslera, Syn: Helminthosporium);

Cochliobolus-Arten, wie beispielsweise Cochliobolus sativus (Konidienform: Drechslera, Syn: Helminthosporium);

Uromyces-Arten, wie beispielsweise Uromyces appendiculatus;

Puccinia-Arten, wie beispielsweise Puccinia recondita;

Sclerotinia-Arten, wie beispielsweise Sclerotinia sclerotiorum;

Tilletia-Arten, wie beispielsweise Tilletia caries;

Ustilago-Arten, wie beispielsweise Ustilago nuda oder Ustilago avenae;

Pellicularia-Arten, wie beispielsweise Pellicularia sasakii;

Pyricularia-Arten, wie beispielsweise Pyricularia oryzae;

Fusarium-Arten, wie beispielsweise Fusarium culmorum;

Botrytis-Arten, wie beispielsweise Botrytis cinerea;

Septoria-Arten, wie beispielsweise Septoria nodorum;

Leptosphaeria-Arten, wie beispielsweise Leptosphaeria nodorum;

Cercospora-Arten, wie beispielsweise Cercospora canescens;

Alternaria-Arten, wie beispielsweise Alternaria brassicae;

Pseudocercosporella-Arten, wie beispielsweise Pseudocercosporella herpotrichoides.

Die gute Pflanzenverträglichkeit der Wirkstoffe in den zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten notwendigen Konzentrationen erlaubt eine Behandlung von oberirdischen Pflanzenteilen, von Pflanz- und Saatgut, und des Bodens.

Dabei lassen sich die erfindungsgemäß verwendbaren Wirkstoffe mit besonders gutem Erfolg zur Bekämpfung von Krankheiten im Wein-, Obst- und Gemüseanbau, wie beispielsweise gegen Phytophthora-Arten, einsetzen. Mit gutem Erfolg werden auch Getreidekrankheiten, wie beispielsweise Erysiphe-Arten, oder Reiskrankheiten, wie beispielsweise Pyricularia-Arten, bekämpft. Ferner lassen sich die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen auch zur Steigerung des Ernteertrags von Kulturpflanzen einsetzen.

Im Materialschutz lassen sich die erfindungsgemäß verwendbaren Stoffe zum Schutz von technischen Materialien gegen Befall und Zerstörung durch unerwünschte Mikroorganismen einsetzen.

Unter technischen Materialien sind im vorliegenden Zusammenhang nicht-lebende Materialien zu verstehen, die für die Verwendung in der Technik zubereitet worden sind. Beispielsweise können technische Materialien, die durch erfindungsgemäße Wirkstoffe vor mikrobieller Veränderung oder Zerstörung geschützt werden sollen, Klebstoffe, Leime, Papier und Karton, Textilien, Leder, Holz, Anstrichmittel und Kunststoffartikel, Kühlschmierstoffe und andere Materialien sein, die von Mikroorganismen befallen oder zersetzt werden können. Im Rahmen der zu schützenden Materialien seien auch Teile von Produktionsanlagen, beispielsweise Kühlwasserkreisläufe, genannt, die durch Vermehrung von Mikroorganismen beeinträchtigt werden können. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung seien als technische Materialien vorzugsweise Klebstoffe, Leime, Papiere und Kartone, Leder, Holz, Anstrichmittel, Kühlschmiermittel und Wärmeübertragungsflüssigkeiten genannt.

Als Mikroorganismen, die einen Abbau oder eine Veränderung der technischen Materialien bewirken können, seien beispielsweise Bakterien, Pilze, Hefen, Algen und Schleimorganismen genannt. Vorzugsweise wirken die erfindungsgemäßen Wirkstoffe bzw. Mittel gegen Pilze, insbesondere Schimmelpilze, sowie gegen Schleimorganismen und Algen.

Es seien beispielsweise Mikroorganismen der folgenden Gattungen genannt:

Alternaria, wie Alternaria tenuis,

Aspergillus, wie Aspergillus niger,

Chaetomium, wie Chaetomium globosum,

Coniophora, wie Coniophora puetana,

Lentinus, wie Lentinus tigrinus,

Penicillium, wie Penicillium glaucum,

Polyporus, wie Polyporus versicolor,

Aureobasidium, wie Aureobasidium pullulans,

Sclerophoma, wie Sclerophoma pityophila,

Trichoderma, wie Trichoderma viride,

Escherichia, wie Escherichia coli,

Pseudomonas, wie Pseudomonas aeruginosa,

Staphylococcus, wie Staphylococcus aureus.

Die Wirkstoffe können in Abhängigkeit von ihren jeweiligen physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften in übliche Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Schäume, Pasten, Granulate, Aerosole und Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen und in Hüllmassen für Saatgut, sowie ULV-Kalt- und Warmnebel-Formulierungen.

Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln, unter Druck stehenden verflüssigten Gasen und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln. Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z. B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chlorethylene, oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z. B. Erdölfraktionen, Alkohole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone, wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid, sowie Wasser. Mit verflüssigten gasförmigen Streckmitteln oder Trägerstoffen sind solche Flüssigkeiten gemeint, welche bei normaler Temperatur und unter Normaldruck gasförmig sind, z. B. Aerosol-Treibgase, wie Halogenkohlenwasserstoffe sowie Butan, Propan, Stickstoff und Kohlendioxid. Als feste Trägerstoffe kommen in Frage: z. B. natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate. Als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z. B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengel. Als Emulgier und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z. B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäureester, Polyoxyethylen-Fettalkoholether, z. B. Alkylarylpolyglycolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate. Als Dispergiermittel kommen in Frage: z. B. Lignin-Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulverige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine, und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile Öle sein.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z. B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe, wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90%.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Wirkstoffe können als solche oder in ihren Formulierungen auch in Mischung mit bekannten Fungiziden, Bakteriziden, Akariziden, Nematiziden oder Insektiziden verwendet werden, um so z. B. das Wirkungsspektrum zu verbreitern oder Resistenzentwicklungen vorzubeugen. In vielen Fällen erhält man dabei synergistische Effekte, d. h. die Wirksamkeit der Mischung ist größer als die Wirksamkeit der Einzelkomponenten.

Als Mischpartner kommen zum Beispiel folgende Verbindungen in Frage:

Fungizide Bakterizide Aldimorph, Ampropylfos, Ampropylfos-Kalium, Andoprim, Anilazin, Azaconazol, Azoxystrobin,

Benalaxyl, Benodanil, Benomyl, Benzamacril, Benzamacryl-isobutyl, Bialaphos, Binapacryl, Biphenyl, Bitertanol, Blasticidin-S, Bromuconazol, Bupirimat, Buthiobat,

Calciumpolysulfid, Capsimycin, Captafol, Captan, Carbendazim, Carboxin, Carvon, Chinomethionat(Quinomethionat), Chlobenthiazon, Chlorfenazol, Chloroneb, Chloropicrin, Chlorothalonil, Chlozolinat, Clozylacon, Cufraneb, Cymoxanil, Cyproconazol, Cyprodinil, Cyprofuram,

Debacarb, Dichlorophen, Diclobutrazol, Diclofluanid, Diclomezin, Dicloran, Diethofencarb, Difenoconazol, Dimethirimol, Dimethomorph, Diniconazol, Diniconazol-M, Dinocap, Diphenylamin, Dipyrithione, Ditalimfos, Dithianon, Dodemorph, Dodine, Drazoxolon,

Ediphenphos, Epoxiconazol, Etaconazol, Ethirimol, Etridiazol,

Famoxadon, Fenapanil, Fenarimol, Fenbuconazol, Fenfuram, Fenitropan, Fenpiclonil, Fenpropidin, Fenpropimorph, Fentinacetat, Fentinhydroxyd, Ferbam, Ferimzon, Fluazinam, Flumetover, Fluoromid, Fluquinconazol, Flurprimidol, Flusilazol, Flusulfamid, Flutolanil, Flutriafol, Folpet, Fosetyl-Alminium, Fosetyl- Natrium, Fthalid, Fuberidazol, Furalaxyl, Furametpyr, Furcarbonil, Furconazol, Furconazol-cis, Furmecyclox,

Guazatin,

Hexachlorobenzol, Hexaconazol, Hymexazol,

Imazalil, Imibenconazol, Iminoctadin, Iminoctadinealbesilate, Iminoctadinetriacetate, Iodocarb, Ipconazol, Iprobenfosufen(IBP), Iprodione, Irumamycin, Isoprothiolan, Isovaledione,

Kasugamycin, Kresoxim-methyl, Kupfer-Zubereitungen, wie: Kupferhydroxid, Kupfernaphthenat, Kupferoxychlorid, Kupfersulfat, Kupferoxid, Oxin-Kupfer und Boerdeaux-Mischung,

Mancopper, Mancozeb, Maneb, Meferimzone, Mepanipyrim, Mepronil, Metalaxyi, Metconazol, Methasulfocarb, Methfuroxam, Metiram, Metomeclam, Metsulfovax, Mildiomycin, Myclobutanil, Myclozolin,

Nickel-dimethyldithiocarbamat, Nitrothal-isopropyl, Nuarimol,

Ofurace, Oxadixyl, Oxamocarb, Oxolinicacid, Oxycarboxim, Oxyfenthiin,

Paclobutrazol, Pefurazoat, Penconazol, Pencycuron, Phosdiphen, Pimaricin, Piperalin, Polyoxin, Polyoxorim, Probenazole, Prochloraz, Procymidon, Propamocarb, Propanosine-Natrium, Propiconazol, Propineb, Pyrazophos, Pyrifenox, Pyrimethanil, Pyroquilon, Pyroxyfur,

Quinconazol, Quintozcen(PCNB),

Schwefel und Schwefel-Zubereitungen,

Tebuconazol, Tecloftalam, Technazen, Tetcyclacis, Tetraconazol, Thiabendazol, Thicyofen, Thifluzamide, Tthiophanate-methyl, Thiram, Tioxymid, Tolclofosmethyl, Tolylfluanid, Triadimefon, Triadimenol, Triazbutanil, Triazoxid, Trichlamid, Tricyclazol, Tridemorph, Triflumizol, Triforin, Triticonazol,

Uniconazol,

Validamycin A, Vinclozolin, Viniconazol,

Zarilamid, Zineb, Ziram sowie

Dagger G,

OK-8705,

OK-8801,

α-(1,1-Dimethylethyl)-β-(2-phenoxyethyl)-1H-1,2,4-triazol-1-ethanol,

α-(2,4-Dichlorphenyl)-β-fluor-β-propyl-1H-1,2,4-triazol-1-ethanol,

α-(2,4-Dichlorphenyl)-β-methoxy-α-methyl-1H-1,2,4-triazol-1-ethanol,

α-(5-Methyl-1,3-dioxan-5-yl)-β-[[4-(trifIuormethyl)-phenyl]-methylen]-1H-1,2,4- triazol-1-ethanol,

(5RS,6RS)-6-Hydroxy-2,2,7,7-tetramethyl-5-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-3-octanon,

(E)-α(Methoxylmino)-N-methyl-2-phenoxy-phenylacetamid,

{2-Methyl-1-[[[1-(4-methylphenyl)-ethyl]-amino]-carbonyl]-propyl}-carbaminsäure-1-isopropylester

1-(2,4-Dichlorphenyl)-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)ethanon-O-(phenylmethyl)-oxim,

1-(2-Methyl-1-naphthalenyl)-1H-pyrrol-2,5-dion,

1-(3,5-Dichlorphenyl)-3-(2-propenyl)-2,5-pyrrolidindion,

1-[(Diiodmethyl)-sulfonyl]-4-methyl-benzol,

1-[[2-(2,4-Dichlorphenyl)-1,3-dioxolan-2-yl]-methyl]-1H-imidazol,

1-[[2-(4-Chlorphenyl)-3-phenyloxiranyl]-methyl]-1H-1,2,4-triazol,

1-[1-[2-[(2,4-Dichlorphenyl)-methoxy]-phenyl]-ethenyl]-1H-imidazol,

1-Methyl-5-nonyl-2-(phenylmethyl)-3-pyrrolidinol,

2',6'-Dibrom-2-methyl-4'-trifluormethoxy-4'-trifluor-methyl-1,3-thiazol-5-carboxanilid,

2,2-Dichlor-N-[1-(4-chlorphenyl)-ethyl]-1-ethyl-3-methyl-cyclopropancarboxamid,

2,6-Dichlor-5-(methylthio)-4-pyrimidinyl-thiocyanat,

2,6-Dichlor-N-(4-trifluormethylbenzyl)-benzamid,

2,6-Dichlor-N-[[4-(trifluormethyl)-phenyl]-methyl]-benzamid,

2-(2,3,3-Triiod-2-propenyl)-2H-tetrazol,

2-[(1-Methylethyl)sulfonyl]-5-(trichlormethyl)-1,3,4-thiadiazol,

2-[[6-Deoxy-4-0-(4-O-methyl-β-D-glycopyranosyl)-α-D-glucopyranosyl]-amino]- 4-methoxy-1H-pyrrolo[2,3-d]pyrimidin-5-carbonitril,

2-Aminobutan,

2-Brom-2-(brommethyl)-pentandinitril,

2-Chlor-N-(2,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-1H-inden-4-yl)-3-pyridincarboxamid,

2-Chlor-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-(isothiocyanatomethyl)-acetamid,

2-Phenylphenol(OPP),

3,4-Dichlor-1-[4-(difluormethoxy)-phenyl]-1H-pyrrol-2,5-dion,

3,5-Dichlor-N-[cyan-[(1-methyl-2-propynyl)-oxy]-methyl]-benzamid,

3-(1,1-Dimethylpropyl-1-oxo-1H-inden-2-carbonitril,

3-[2-(4-Chlorphenyl)-5-ethoxy-3-isoxazolidinyl]-pyridin,

4-Chlor-2-cyan-N,N-dimethyl-5-(4-methylphenyl)-1H-imidazol-1-sulfonamid,

4-Methyl-tetrazolo[1,5-a]quinazolin-5(4H)-onm,

8-(1,1-Dimethylethyl)-N-ethyl-N-propyl-1,4-dioxaspiro[4.5]decan-2-methanamin,

8-Hydroxychinolinsulfat,

9H-Xanthen-9-carbonsäure-2-[(phenylamino)-carbonyl]-hydrazid,

bis-(1-Methylethyl)-3-methyl-4-[(3-methylbenzoyl)oxy]-2,5-thiophendicarboxylat,

cis-1-(4-Chlorphenyl)-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-cycloheptanol,

cis-4-[3-[4-(1,1-Dimethylpropyl)-phenyl-2-methylpropyl]-2,6-dimethyl-morpholinhydrochlorid,

Ethyl-[(4-chlorphenyl)-azo]-cyanoacetat,

Kaliumhydrogencarbonat,

Methantetrathiol-Natriumsalz,

Methyl-1-(2,3-dihydro-2,2-dimethyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-5-carboxylat,

Methyl-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-(5-isoxazolylcarbonyl)-DL-alaninat,

Methyl-N-(chloracetyl)-N-(2,6-dimethylphenyl)-DL-alaninat,

N-(2,3-Dichlor-4-hydroxyphenyl)-1-methyl-cyclohexancarboxamid.

N-(2,6-Dimethylphenyl)-2-methoxy-N-(tetrahydro-2-oxo-3-furanyl)-acetamid,

N-(2,6-Dimethylphenyl)-2-methoxy-N-(tetrahydro-2-oxo-3-thienyl)-acetamid,

N-(2-Chlor-4-nitrophenyl)-4-methyl-3-nitro-benzolsulfonamid,

N-(4-Cyclohexylphenyl)-1,4,5,6-tetrahydro-2-pyrimidinamin,

N-(4-Hexylphenyl)-1,4,5,6-tetrahydro-2-pyrimidinamin,

N-(5-Chlor-2-methylphenyl)-2-methoxy-N-(2-oxo-3-oxazolidinyl)-acetamid,

N-(6-Methoxy)-3-pyridinyl)-cyclopropancarboxamid,

N-[2,2,2-Trichlor-1-[(chloracetyl)-amino]-ethyl]-benzamid,

N-[3-Chlor-4,5-bis(2-propinyloxy)-phenyl]-N'-methoxy-methanimidamid,

N-Formyl-N-hydroxy-DL-alanin-Mono-Natriumsalz,

O,O-Diethyl-[2-(dipropylamino)-2-oxoethyl]-ethylphosphoramidothioat,

O-Methyl-S-phenyl-phenylpropylphosphoramidothioate,

S-Methyl-1,2,3-benzothiadiazol-7-carbothioat,

spiro[2H]-1-Benzopyran-2,1'(3'H)-isobenzofuran]-3'-on. Bakterizide Bromopol, Dichlorophen, Nitrapyrin, Nickel-dimethyldithiocarbamat, Kasugamycin, Octhilinon, Furancarbonsäure, Oxytetracyclin, Probenazol, Streptomycin, Tecloftalam, Kupfersulfat und andere Kupfer-Zubereitungen. Insektizide/Akarizide/Nematizide Abamectin, Acephat, Acrinathrin, Alanycarb, Aldicarb, Alphamethrin, Amitraz, Avermectin, AZ 60541, Azadirachtin, Azinphos A, Azinphos M, Azocyclotin,

Bacillus thuringiensis, 4-Bromo-2-(4-chlorphenyl)-1-(ethoxymethyl)-5-(trifluoromethyl)-1H-pyrrole-3-carbonitrile, Bendiocarb, Benfuracarb, Bensultap, Betacyfluthrin, Bifenthrin, BPMC, Brofenprox, Bromophos A, Bufencarb, Buprofezin, Butocarboxin, Butylpyridaben,

Cadusafos, Carbaryl, Carbofuran, Carbophenothion, Carbosulfan, Cartap, Chloethocarb, Chlorethoxyfos, Chlorfenapyr, Chlorfenvinphos, Chlorfluazuron, Chlormephos, N-[(6-Chloro-3-pyridinyl)-methyl]-N'-cyano-N-methyl-ethanimidamide, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos M, Cis-Resmethrin, Clocythrin, Clofentezin, Cyanophos, Cycloprothrin, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cyhexatin, Cypermethrin, Cyromazin,

Deltamethrin, Demeton M, Demeton S, Demeton-S-methyl, Diafenthiuron, Diazinon, Dichlofenthion, Dichlorvos, Dicliphos, Dicrotophos, Diethion, Diflubenzuron, Dimethoat, Dimethylvinphos, Dioxathion, Disulfoton,

Edifenphos, Emamectin, Esfenvalerat, Ethiofencarb, Ethion, Ethofenprox, Ethoprophos, Etrimphos,

Fenamiphos, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenitrothion, Fenobucarb, Fenothiocarb, Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenpyrad, Fenpyroximat, Fenthion, Fenvalerate, Fipronil, Fluazinam, Fluazuron, Flucycloxuron, Flucythrinat, Flufenoxuron, Flufenprox, Fluvalinate, Fonophos, Formothion, Fosthiazat, Fubfenprox, Furathiocarb,

HCH, Heptenophos, Hexaflumuron, Hexythiazox,

Imidacloprid, Iprobenfos, Isazophos, Isofenphos, Isoprocarb, Isoxathion, Ivermectin,

Lamda-cyhalothrin, Lufenuron,

Malathion, Mecarbam, Mervinphos, Mesulfenphos, Metaldehyd, Methacrifos, Methamidophos, Methidathion, Methiocarb, Methomyl, Metolcarb, Milbemectin, Monocrotophos, Moxidectin,

Naled, NC 184, Nitenpyram

Omethoat, Oxamyl, Oxydemethon M, Oxydeprofos,

Parathion A, Parathion M, Permethrin, Phenthoat, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamidon, Phoxim, Pirimicarb, Pirimiphos M, Pirimiphos A, Profenophos, Promecarb, Propaphos, Propoxur, Prothiophos, Prothoat, Pymetrozin, Pyrachlophos, Pyridaphenthion, Pyresmethrin, Pyrethrum, Pyridaben, Pyrimidifen, Pyriproxifen,

Quinalphos,

Salithion, Sebufos, Silafluofen, Sulfotep, Sulprofos,

Tebufenozide, Tebufenpyrad, Tebupirimphos, Teflubenzuron, Tefluthrin, Temephos, Terbam, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiafenox, Thiodicarb, Thiofanox, Thiomethon, Thionazin, Thuringiensin, Tralomethrin, Triarathen, Triazophos, Triazuron, Trichlorfon, Triflumuron, Trimethacarb,

Vamidothion, XMC, Xylylcarb, Zetamethrin.

Auch eine Mischung mit anderen bekannten Wirkstoff wie Herbiziden oder mit Düngemitteln und Wachstumsregulatoren ist möglich.

Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer handelsüblichen Formulierungen oder den daraus bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Suspensionen, Spritzpulver, Pasten, lösliche Pulver, Stäubemittel und Granulate angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Gießen, Verspritzen, Versprühen, Verstreuen, Verschäumen, Bestreichen usw. Es ist ferner möglich die Wirkstoffe nach dem Ultra-Low-Volume-Verfahren auszubringen oder die Wirkstoffzubereitung oder der Wirkstoff selbst in den Boden zu injizieren. Es kann wird auch das Saatgut der Pflanzen behandelt werden.

Bei der Behandlung von Pflanzenteilen können die Wirkstoffkonzentrationen in den Anwendungsformen in einem größeren Bereich variiert werden: Sie liegen im allgemeinen zwischen 1 und 0,0001 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,5 und 0,001 Gew.-%.

Bei der Saatgutbehandlung werden im allgemeinen Wirkstoffmengen von 0,001 bis 50 g je Kilogramm Saatgut, vorzugsweise 0,01 bis 10 g benötigt.

Bei der Behandlung des Bodens sind Wirkstoffkonzentrationen von 0,00001 bis 0,1 Gew.-%, vorzugsweise von 0,0001 bis 0,02 Gew.-% am Wirkungsort erforderlich.

Die zum Schutz technischer Materialien verwendeten Mittel enthalten die Wirkstoffe im allgemeinen in einer Menge von 1 bis 95%, bevorzugt von 10 bis 75%.

Die Anwendungskonzentrationen der erfindungsgemäß verwendbaren Wirkstoffe richten sich nach der Art und dem Vorkommen der zu bekämpfenden Mikroorganismen sowie nach der Zusammensetzung des zu schützenden Materials. Die optimale Einsatzmenge kann durch Testreihen ermittelt werden. Im allgemeinen liegen die Anwendungskonzentrationen im Bereich von 0,001 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 bis 1,0 Gew.-% bezogen auf das zu schützende Material.

Die Herstellung und die Verwendung von erfindungsgemäßen Wirkstoffen werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht.

Herstellungsbeispiele Beispiel 1



Ein Gemisch aus 2,5 g (8,6 mmol) S-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäurechlorid und 30 ml Methylenchlorid wird bei Raumtemperatur unter Rühren mit 1,5 g (15 mmol) 2,2,2-Trifluorethanol und 1,0 g (10 mmol) Triethylamin versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann auf Wasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt, und die wäßrige Phase wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden nacheinander mit verdünnter Salzsäure und mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird die organische Phase unter vermindertem Druck eingeengt. Der verbleibende Rückstand wird über Kieselgel chromatographiert. Man erhält auf diese Weise 5-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2- carbonsäure-(2,2,2-trifluorethyl)-ester.

1H-NMR-Spektrum (CDCl3/TMS): δ = 4,71 (q,2H); 7,43 (s,1H); 7,83 (s,1H) ppm Herstellung von Ausgangssubstanzen



In ein Gemisch aus 44 g (0,16 mol) S-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäure, 0,5 g Dimethylformamid und 250 ml Methylenchlorid werden bei Raumtemperatur unter Rühren 22,8 g Oxalylchlorid eingetropft. Das Reaktionsgemisch wird bis zur Beendigung der Gasentwicklung gerührt und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Man erhält auf diese Weise 47 g 5-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäurechlorid.



In eine Lösung von 58 g 5-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäure-ethylester in 100 ml Ethanol werden bei Raumtemperatur unter Rühren 320 ml 1 N wäßrige Natronlauge eingetropft. Das Reaktionsgemisch wird 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann mit verdünnter Salzsäure auf pH 1 gebracht. Man engt unter vermindertem Druck ein, extrahiert den verbleibenden Rückstand mit Methylenchlorid, trocknet die organische Phase über Natriumsulfat und engt unter vermindertem Druck ein. Auf diese Weise erhält man 44 g an 5-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäure.

Fp: 115°C (Zers.)





In ein Gemisch aus 400 ml Tetrahydrofuran und 9,6 g (0,24 mol) Natriumhydrid (60%ig in Mineralöl) werden unter Stickstoffatmosphäre und unter Rühren bei Raumtemperatur zunächst 28,8 g (0,24 mol) Mercaptoessigsäureethylester und dann eine Lösung von 48 g (0,2 mol) 3-Chlor-4,4,4-trifluor-2-phenyl-but-2-enal in 60 ml Tetrahydrofuran eingetropft. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch noch 6 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann auf Wasser gegossen. Man extrahiert mehrfach mit Methylenchlorid und trocknet die vereinigten organischen Phasen über Natriumsulfat. Nach dem Einengen unter vermindertem Druck verbleiben 58 g an S-Trifluormethyl-4-phenyl-thiophen-2-carbonsäure-ethylester.



In 210 ml (2,25 mol) Phosphoroxychlorid werden bei 0°C unter Rühren innerhalb von 2 Stunden 375 ml Dimethylformamid eingetropft. Man rührt noch 30 Minuten nach und fügt dann unter Rühren bei Raumtemperatur 141 g (0,75 mol) 1,1,1-Trifluor-3-phenyl-propanon-2 tropfenweise hinzu. Das Reaktionsgemisch wird 5 Stunden bei 65°C gerührt und anschließend auf Eiswasser gegossen. Man versetzt mit 500 ml gesättigter, wäßriger Natriumacetat-Lösung, rührt 2 Stunden bei Raumtemperatur und extrahiert mehrfach mit Methylenchlorid. Die vereinigten organischen Phasen werden mit gesättigter, wäßriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen und danach über Natriumsulfat getrocknet. Man engt unter vermindertem Druck ein und erwärmt den verbleibenden Rückstand unter einem Druck von 1 mbar auf 40°C. Auf diese Weise erhält man 161 g 3-Chlor-4,4,4-trifluor-2- phenyl-but-2-enal.



In ein Gemisch aus 235 ml Wasser und 390 g konzentrierter Schwefelsäure werden bei Raumtemperatur unter Rühren 140 g (0,74 mol) α-Trifluoracetylphenylacetonitril gegeben. Das Reaktionsgemisch wird 18 Stunden bei 140 bis 150°C gerührt. Anschließend werden bei einer Badetemperatur von 190°C 400 ml Wasser zugetropft. Gleichzeitig werden die bei dieser Temperatur flüchtigen Anteile abdestilliert. Man trocknet die organische Phase über Natriumsulfat. Auf diese Weise erhält man 90 g 1,1,1-Trifluor-3-phenyl-propanon-2.



Ein Gemisch aus 213 g (1,5 mol) Trifluoressigsäure-ethylester und 175 g (1,5 mol) Benzylcyanid wird bei Raumtemperatur unter Rühren in 510 g (1,5 mol) einer 20%igen Lösung von Natriumethylat in Ethanol eingetropft. Man erhitzt 16 Stunden unter Rückfluß, läßt abkühlen, gießt das Reaktionsgemisch auf Eiswasser und gibt 150 ml Salzsäure hinzu. Das entstehende Gemisch wird mehrfach mit Methyl-tert.-butylether extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Man erhält auf diese Weise α-Trifluoracetyl-phenyl-acetonitril.

Nach den zuvor angegebenen Methoden werden auch die in der folgenden Tabelle aufgeführten Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel





erhalten. Tabelle 1























Verwendungsbeispiele Beispiel A Erysiphe/Test (Gerste)/protektiv Lösungsmittel: 10 Gewichtsteile N-Methyl-pyrrolidon

Emulgator: 0,6 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether.

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Zur Prüfung auf protektive Wirksamkeit besprüht man junge Pflanzen mit der Wirkstoffzubereitung in der angegebenen Aufwandmenge.

Nach Antrocknen des Spritzbelages werden die Pflanzen mit Sporen von Erysiphe graminis f. sp. hordei bestäubt.

Die Pflanzen werden in einem Gewächshaus bei einer Temperatur von ca. 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 80% aufgestellt, um die Entwicklung von Mehltaupusteln zu begünstigen.

7 Tage nach der Inokulation erfolgt die Auswertung. Dabei bedeutet 0% ein Wirkungsgrad, der demjenigen der unbehandelten Kontrolle entspricht, während ein Wirkungsgrad von 100% bedeutet, daß kein Befall beobachtet wird.

Wirkstoffe, Aufwandmengen und Versuchsergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle hervor. Erysiphe-Test (Gerste)/protektiv Erysiphe-Test (Gerste)/protektiv







Beispiel B Pyrenophora teres-Test (Gerste)/kurativ Lösungsmittel: 10 Gewichtsteile N-Methyl-pyrrolidon

Emulgator: 0,6 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether.

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Zur Prüfung auf kurative Wirksamkeit werden junge Pflanzen mit einer Konidiensuspension von Pyrenophora teres besprüht. Die Pflanzen verbleiben 48 Stunden bei 20°C und 100% relativer Luftfeuchtigkeit in einer Inkubationskabine. Anschließend besprüht man die Pflanzen mit der Wirkstoffzubereitung in der angegebenen Aufwandmenge.

Die Pflanzen werden in einem Gewächshaus bei einer Temperatur von ca. 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 80% aufgestellt.

7 Tage nach der Inokulation erfolgt die Auswertung. Dabei bedeutet 0% ein Wirkungsgrad, der demjenigen der unbehandelten Kontrolle entspricht, während ein Wirkungsgrad von 100% bedeutet, daß kein Befall beobachtet wird.7

Wirkstoffe, Aufwandmengen und Versuchsergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle hervor. Pyrenophora teres-Test (Gerste)/kurativ Pyrenophora teres-Test (Gerste)/kurativ








Anspruch[de]
  1. 1. Mikrobizide Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem Thiophen-2-carbonsäure-Derivat der Formel





    in welcher

    R1 für Halogen, Cyano, Nitro, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxy, Halogenalkoxy, Alkylthio, Halogenalkylthio, Phenyl oder Phenoxy steht,

    n für ganze Zahlen von 0 bis 5 steht

    R2 für einen Rest der Formel





    steht, worin

    X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

    R3 für Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Pyran-4-yl, Thiopyran-4-yl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl steht, und

    R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Alkenyl, Alkinyl, Alkoxycarbonylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkenyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Heterocyclyl stehen oder

    R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

    Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

    R6 für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzyl steht.
  2. 2. Verwendung von Thiophen-2-carbonsäure-Derivaten der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen.
  3. 3. Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschten Mikroorganismen, dadurch gekennzeichnet, daß man Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I) gemäß Anspruch 1 auf die Mikroorganismen und/oder deren Lebensraum ausbringt.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von mikrobiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel (I) gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Stoffen vermischt.
  5. 5. Thiophen-2-carbonsäure-Derivate der Formel





    in welcher

    R1 für Halogen, Cyano, Nitro, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxy, Halogenalkoxy, Alkylthio, Halogenalkylthio, Phenyl oder Phenoxy steht,

    p für ganze Zahlen von 1 bis 5 steht und

    R2 für einen Rest der Formel





    steht, worin

    X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

    R3 für Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Pyran-4-yl, Thiopyran-4-yl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl steht, und

    R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxyalkyl, Alkenyl, Alkinyl, Alkoxycarbonylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkenyl, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, gegebenenfalls substituiertes Phenylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Heterocyclyl stehen oder

    R4 und R5 gemeinsam für zweifach verknüpftes Alkandiyl mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gemeinsam für einen Rest der Formel -(CH2)2-Y-(CH2)2- stehen, worin

    Y für Sauerstoff, Schwefel oder N-R6 steht, wobei

    R6 für Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzyl steht.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von Thiophen-2-carbonsäure-Derivaten der Formel (I-a) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man
    1. a) Thiophen-2-carbonsäure-chlorid-Derivate der Formel





      in welcher

      R1 und p die oben angegebenen Bedeutungen haben,

      entweder

      α) mit Verbindungen der Formel



      H-X-R3 (III),



      in welcher

      R3 und X die oben angegebenen Bedeutungen haben,

      gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt,

      oder

      β) mit Aminen der Formel





      in welcher

      R4 und R5 die oben angegebenen Bedeutungen haben,

      gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt.






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