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Dokumentenidentifikation DE19649915A1 04.06.1998
Titel Zeichenschablone
Anmelder Ezer, Jochen, 51467 Bergisch Gladbach, DE
Erfinder Ezer, Jochen, 51467 Bergisch Gladbach, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow, Schmidt & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 02.12.1996
DE-Aktenzeichen 19649915
Offenlegungstag 04.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.06.1998
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
IPC-Nebenklasse B43L 13/22   
Zusammenfassung Die Zeichenschablone zur Führung eines Stiftes beim Zeichnen von Kreisbögen und/oder Kreisen. In einer kreisförmigen Aussparung weist die Zeichenschablone wenigstens eine drehbar angeordnete Führungsscheibe mit Führungslöchern auf. Um Kreise mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Radien zeichnen zu können, sind auf der drehbar gelagerten Führungsscheibe Führungslöcher zur Aufnahme des Stiftes vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeichenschablone zur Führung eines Stiftes beim Zeichnen von Kreisbögen und/oder Kreisen, die einen flachen Schablonenkörper mit wenigstens einer runden Aussparung aufweist.

Derartige Zeichenschablonen sind hinlänglich bekannt. Hierbei wird beim Zeichnen der Stift im Inneren der runden Aussparung geführt, so daß Kreise und Kreisbögen hiermit zeichenbar sind. Nachteilig an einer derartigen Zeichenschablone ist, daß für jeden Kreisradius eine gesonderte Aussparung erforderlich ist. Weiterhin ist nachteilig, daß der Stift nicht sicher geführt ist und leicht abrutschen kann.

Eine weitere Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisen und Kreisbögen ist der Zirkel. Hierbei wird zur Fixierung des einen Zirkelschenkels ein Loch in den Zeichenuntergrund gestoßen, so daß eine bleibende Markierung entsteht. Gerade bei komplizierten technischen Zeichnungen wird somit der Zeichenuntergrund unnötig beschädigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zeichenschablone bereitzustellen, mit der Kreise und Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien leicht zeichenbar sind.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in der Aussparung der Zeichenschablone wenigstens eine Führungsscheibe drehbar angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung Führungslöcher zum Führen des Stiftes beim Zeichnen aufweist.

Die Zeichenschablone wird zum Zeichnen eines Kreises auf die Zeichenfläche aufgelegt und der Stift in das Führungsloch gesteckt. Beim Drehen des Stiftes bewegt sich die Führungsscheibe innerhalb der Aussparung der Zeichenschablone und führt den im Führungsloch gehaltenen Stift auf einer kreisförmigen Bahn. Vorteilhaft hieran ist, daß durch das Anbringen mehrerer Führungslöcher in der Führungsscheibe mehrere Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zeichenbar sind. Weiterhin ist vorteilhaft, daß der durch das Führungsloch geführte Stift nicht abrutschen kann und dabei von der Kreislinie abweichende Linien zeichnen kann. Weiterhin wird durch das Auflegen der Zeichenschablone die Zeichenfläche nicht beschädigt.

In einer besonders bevorzugten Weiterführung der Erfindung weist die erste Führungsscheibe eine zweite mittige Aussparung auf, in der eine zweite Führungsscheibe drehbar angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung Führungslöcher zum Führen des Stiftes zum Zeichnen aufweist. Hierdurch ist es möglich, Kreise mit unterschiedlichen Radien einfach zu zeichnen. Durch die Führungslöcher auf der zweiten Führungsscheibe ist es möglich, Kreise und Kreisbögen mit kleineren Radien zu zeichnen. Mit der äußeren Führungsscheibe können Kreise und/oder Kreisbögen mit größeren Radien gezeichnet werden. Die Trennung der Führungsscheibe hat hierbei den Vorteil, daß eine eventuell beim Drehen auftretende Haftreibung zwischen innerer und äußerer Führungsscheibe bzw. zwischen äußerer Führungsscheibe und Schablonenkörper vermieden wird. Durch eine zwei- oder mehrteilige Konstruktion von ineinander angeordneten Führungsscheiben ist es möglich, gleichmäßig ohne ruckartige Bewegung Kreise und Kreisbögen zu zeichnen.

In einer bevorzugten Weiterführung der Erfindung sind die Führungsscheiben einseitig in die entsprechende Aussparung einsetzbar sowie herausnehmbar. Hierdurch wird eine Handhabung der Zeichenschablone vereinfacht. Beim Abheben der Zeichenschablone von der Zeichenfläche werden mithin die eingelegten Führungsscheiben ebenfalls mit abgehoben. Weiterhin ist vorteilhaft, daß zunächst die Zeichenschablone auf der Zeichenfläche positioniert werden kann und anschließend daran die Führungsscheiben in die entsprechende Aussparung der Zeichenschablone einsetzbar sind.

In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind die Führungslöcher entlang einer durch den Mittelpunkt der Aussparung verlaufenden Strecke auf der Führungsscheibe angeordnet. Durch eine solche lineare Anordnung der Führungslöcher ist eine leichtere Auswahl des gewünschten Führungslochs möglich. Hierzu ist es auch möglich, die Führungslöcher durch Symbole oder Kenngrößen zu beschriften.

Zweckmäßigerweise sind die Führungslöcher auf jedem Teil der Strecke vom Mittelpunkt aus ungefähr äquidistant zueinander angeordnet. Hiermit wird die Handhabung der Zeichenschablone wesentlich vereinfacht. Entlang einer vom Mittelpunkt ausgehenden Strecke können in einem festen vorbestimmten Abstand die Führungslöcher für die weiteren Kreisbögen aufgefunden werden.

Bei der Gestaltung der Führungslöcher erweist es sich als vorteilhaft, daß der Durchmesser des Führungslochs sich zur unteren Seite hin verjüngt. Durch eine derartige Ausgestaltung der Führungslöcher wird beispielsweise beim Zeichnen mit Bleistift dem Stift ein besserer Halt gewährt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Führungsscheibe im Mittelpunkt einen kreuzförmigen Schlitz auf. Mit einem derartigen kreuzförmigen Schlitz ist es möglich, die Führungsscheibe auf der Zeichenfläche zu positionieren und ggfs. auch zu fixieren.

Auf dem Schablonenkörper können weitere runde Löcher zum Zeichnen von Kreisen angeordnet werden. Hierdurch entsteht eine weitere Möglichkeit, Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zu zeichnen.

Vorteilhaft kann es sein, den Schablonenkörper und die Führungsscheiben aus transparentem Material auszubilden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zeichenschablone wird nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Zeichenschablone in der Draufsicht,

Fig. 2 eine erfindungsgemäße Zeichenschablone im Querschnitt,

Fig. 3 eine erfindungsgemäße Zeichenschablone mit zwei Führungsscheiben in der Draufsicht und

Fig. 4 eine erfindungsgemäße Zeichenschablone mit zwei Führungsscheiben im Querschnitt.

Fig. 1 zeigt eine Zeichenschablone mit einem flachen Schablonenkörper. Die Zeichenschablone weist eine kreisförmige Aussparung 1 auf, in der eine runde Führungsscheibe 2 angeordnet ist. Im Querschnitt der Zeichenschablone in Fig. 2 weist die Aussparung 1 eine Abschrägung 3 auf. Mit der Abschrägung wird ein Herausfallen der Führungsscheibe 2 aus dem Schablonenkörper beim Anheben der Zeichenschablone verhindert. Wie in der schematischen Darstellung 5 angedeutet ist, weist die Führungsscheibe 2 hierzu eine entsprechende Abschrägung des Randes auf.

Entlang der Strecke 4 auf der Führungsscheibe 2 sind die Führungslöcher 11 eingezeichnet. Bei der in Fig. 1 dargestellten Zeichenschablone sind die Führungslöcher 11 in gleichem Abstand zueinander auf beiden Seiten der Strecke 4 angeordnet.

Zusätzlich zu der Führungsscheibe 2 sind auf der Zeichenschablone kreisförmige Aussparungen 7 zum Zeichnen angeordnet.

In Fig. 3 ist eine Zeichenschablone gezeigt mit einer kreisförmigen Aussparung 1, in der eine Führungsscheibe 9 angeordnet ist. Die Führungsscheibe 9 weist in Fig. 3 eine kreisförmige mittige Aussparung 10 auf, in der eine weitere Führungsscheibe 2 angeordnet ist. Hierbei kann die innere Führungsscheibe 2 unabhängig von der äußeren Führungsscheibe 9 gedreht werden.

Auf den Führungsscheiben 2 und 9 sind die Führungslöcher 11 entlang der Strecke 4 angeordnet. Die Führungslöcher 11 sind hierbei äquidistant auf beiden Seiten der Strecke 4 angeordnet. Zur Orientierung der beiden Führungsscheiben 2 und 9 gegeneinander können auf den Führungsscheiben und auf dem Schablonenkörper Markierungen angebracht werden.

Die innere Führungsscheibe 2 weist in der Mitte zentriert eine Markierung 6 zur Positionierung der Zeichenschablone auf. Durch diese Markierung ist es beispielsweise möglich den Mittelpunkt der Führungsscheibe 2 exakt an eine in der Zeichnung markierte Stelle anzulegen.

Zur einfacheren Handhabung der Zeichenschablone können der Schablonenkörper und die Führungsscheiben aus einem transparenten Material, insbesondere aus einem transparenten Kunststoff gefertigt sein. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn der Schablonenkörper mit einer Meßskala und anderen beim Erstellen von Zeichnungen hilfreichen Elementen, wie beispielsweise ausgestanzen Ziffern und Buchstaben zum Beschriften von Zeichnungen, versehen ist.

Zusätzlich zu den beiden Führungsscheiben sind auf der Zeichenschablone weitere kreisförmige Aussparungen 7 und 8 vorgesehen. Als Radien für diese Aussparungen 7 und 8 können beispielsweise häufig beim Zeichnen benutzte Radien gewählt werden.

Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine Zeichenschablone mit zwei Führungsscheiben 2, 9, bei der die kreisförmigen Aussparungen 1 und 10 jeweils eine schräge Innenfläche 3 aufweisen. Mit dieser Ausgestaltung der Aussparung wird ein Herausfallen der Führungsscheiben verhindert.

Die Führungsscheiben 2, 9 können auch so in der Aussparung gelagert werden, daß die Führungsscheibe nicht die Zeichenfläche berührt. Hierdurch wird eine Beschädigung der Zeichnenfläche durch die sich drehenden Führungsscheiben vermieden und ein Verschmieren von bereits gezeichneten Kreisbögen verhindert.

Bezugszeichenliste

1 Aussparung

2 Führungsscheibe

3 schräge Seitenfläche

4 Strecke

5 Form der Führungsscheibe

6 kreuzförmiger Schlitz

7 kreisförmige Aussparung

8 kreisförmige Aussparung

9 erste Führungsscheibe

10 Aussparung der Führungsscheibe

11 Führungsloch


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenschablone zur Führung eines Stiftes beim Zeichnen von Kreisbögen und/oder Kreisen, die einen flachen Schablonenkörper mit wenigstens einer runden Aussparung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Aussparung wenigstens eine Führungsscheibe drehbar angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung Führungslöcher zum Führen des Stiftes beim Zeichnen aufweist.
  2. 2. Zeichenschablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Führungsscheibe zusätzlich eine zweite mittige Aussparung vorgesehen ist, in der eine zweite Führungsscheibe drehbar angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung Führungslöcher zum Führen des Stiftes beim Zeichnen aufweist.
  3. 3. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheiben einseitig in die entsprechende Aussparung einsetzbar sowie herausnehmbar sind.
  4. 4. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslöcher entlang einer durch den Mittelpunkt der Aussparung verlaufenden Strecke auf der Führungsscheibe angeordnet sind.
  5. 5. Zeichenschablone nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslöcher auf jedem Teil der Strecke vom Mittelpunkt aus in etwa äquidistant zueinander angeordnet sind.
  6. 6. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Führungslöcher sich zur unteren Seite hin verjüngt.
  7. 7. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheibe im Mittelpunkt einen kreuzförmigen Schlitz zur Fixierung auf der Zeichenfläche aufweist.
  8. 8. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schablonenkörper weitere runde Löcher zum Zeichnen von Kreisen angeordnet sind.
  9. 9. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schablonenkörper und die Führungsscheiben aus transparentem Material sind.






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